Die EU-Kommission hat die Regelungen beim Steinkohleausstieg in Deutschland genehmigt. Bei der Braunkohle hat sie allerdings noch Nachfragen zur Höhe der Entschädigungen. Sie will voraussichtlich ein förmliches Prüfverfahren eröffnen. Klimaschützer sehen sich in ihrem Zweifel ob der Angemessenheit der Summen bestätigt.
Klimapositiv, nicht nur klimaneutral, wollen Ikea und Henkel weit vor 2050 werden. Und das, ohne ihre Emissionen durch den Kauf von Zertifikate aufzubessern. Um das zu schaffen, setzen beide Konzerne auf erneuerbare Energien. Ikea sieht Potenzial auch bei fleischlose Proteinbällchen.
Wie die Fernwärme dekarbonisiert werden könnte und was ihr dabei im Weg steht, beschreibt eine neue Studie von Hamburg Institut und Prognos AG. Einer der Faktoren ist die Wirtschaftlichkeitslücke im Vergleich zu fossilen Energien.
Mit einer beschleunigten Digitalisierung könnte Deutschland seinen CO2-Ausstoß bis 2030 um 46 Prozent senken. Vor allem Industrie und Verkehr müssten sich dazu stark verändern, legt eine Studie im Auftrag des IT-Verbands Bitkom nahe. Ein Bremsklotz: der schleppende Ausbau der erneuerbaren Energien.
Über eine Befreiung von der EEG-Umlage will die Bunderegierung Betreibern von Elektrolyseuren die Wasserstoffproduktion erleichtern. Aber der Markt wird auch auf der Nachfrageseite Starthilfe brauchen. Eine neue Untersuchung klopft mögliche Instrumente ab.
Bekommt der Gassektor seine Methanemissionen nicht in den Griff, droht ihm in der Energiewende die Isolation, fürchtet der Chef des Total-Konzerns, Patrick Pouyanné. Mit einer verschärften Selbstverpflichtung zum Messen und Reduzieren wollen europäische Unternehmen die Gefahr bannen.
Mit ihrem Bekenntnis zum 1,5-Grad-Pfad setzen die Grünen eine Wegmarke für mögliche Koalitionsverhandlungen im nächsten Jahr. Doch bei den Regierungsparteien sieht man das gelassen: Die Union baut auf Flexibilität. Die SPD sieht große Schnittmengen.
Durch die Coronapandemie sind die Treibhausgas-Emissionen etwas zurückgegangen, allerdings ist der Effekt auf den Anstieg in der Atmosphäre sehr gering, vermeldet die WMO. Die oberste UN-Klimabehörde bringt Atomkraftwerke ins Gespräch.
Die Grünen haben eine Passage zum Klimaschutz in ihrem Grundsatzprogramm verschärft. Aktivisten sind skeptisch, ob die Partei daraus Konsequenzen ziehen wird. Bürgerräte als neues Instrument der Politik wurden ebenfalls in neue Parteiprogramm aufgenommen.
Die EU-Kommission lädt zur Kommentierung ihrer Kriterien für klimaverträgliche Wirtschaftsaktivitäten ein. Kritiker monieren, dass die klimaschädliche Verbrennung von Biomasse als nachhaltig gelten soll und fordern wissenschaftlich basierte Schwellenwerte.
Die Bundesregierung will das neue EEG 2021 nach seinem Inkrafttreten in wesentlichen Punkten per Verordnung ändern dürfen. Der Bundesrat soll gar nicht beteiligt werden, der Bundestag nur innerhalb enger Fristen. Dagegen protestieren sowohl die Länder als auch die Energiewirtschaft.
Der BDI-Energieexperte Carsten Rolle sieht zwar noch Potenzial für Effizienzsteigerungen. Er schließt sich aber der Forderung nach fundamental neuen Produktionstechnologien für die Industrie an und skizziert den notwendigen Instrumentenmix.
Noch zieht der Vizepräsident der EU-Kommission und Klimakommissar Frans Timmermans den Vorschlag zur Agrarpolitik nicht zurück. Beim zweiten Trilog zur Agrarreform am Donnerstag verlangte er aber einen besseren Schutz der Moore.
Um den Umgang mit dem Klimawandel und der Coronapandemie von psychologischer und pschotherapeutischer Warte aus sollte es bei der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung gehen. Die Diskussion wurde zur Modelldebatte zwischen Klimaaktivisten und Liberalen.
Kraftwerke, die Strom mithilfe von Wellen, Ebbe und Flut erzeugen, sollen komplementär zu Wind- und Solarparks für Netzstabilität sorgen. In ihrer neuen Offshore-Strategie peilt die EU-Kommission 40 Gigawatt Meeresenergie bis 2050 an. Die meisten Technologien sind noch lange nicht wirtschaftlich.
Ein spezielles europäisches Fondskonstrukt soll die wirtschaftliche Transformation mitfinanzieren. Parallel zu einer EU-Konsultation lanciert ein Akteur ein solches Produkt, das 25 Milliarden Euro einsammeln soll – und stößt damit in neue Größenordnungen vor.
In einer neuen Untersuchung zur Industriepolitik warnt der Thinktank Agora Energiewende davor, bis 2030 vor allem auf Effizienzfortschritte zu setzen. Stattdessen sollten Durchbruchstechnologien schnell zum Einsatz kommen, ansonsten drohten Investitionsruinen.
Das einzige Förderinstrument zur Nutzung von überschüssigem Ökostrom wird mit der EEG-Novelle offenbar abgeschafft. Vertreter aus Politik und Wirtschaft drängen darauf, es zu erhalten und auszubauen. Doch die Bundesregierung blockt ab, auch die Forderungen der Länder.
Mit den steigenden Temperaturen durch den Klimawandel wird der Bedarf an Kühlung und damit auch der Strombedarf steigen. Konzepte für eine nachhaltige Antwort darauf gibt es schon. Wissenschaftler aus Oxford haben sie erstmals systematisch untersucht.
Mehr starke Stürme, mehr Zerstörung und eine geringere Abschwächung der Stürme über Land: Der Klimawandel verändert das Auftreten tropischer Wirbelstürme. „Iota“, der gerade Mittelamerika heimsucht, ist bereits der 13. Hurrikan der Saison.
Ist der geplante CO2-Grenzausgleich der EU bald schon wieder passé, weil man sich weltweit auf einen CO2-Mindestpreis einigen kann? Eine Äußerung von EU-Klimakommissar Frans Timmermans legt das nahe. Vorschläge für die künftige Architektur der EU-Klimapolitik machten Klimaökonomen am Dienstag.
Neun Milliarden Euro Fördergeld für Wasserstoffprojekte gilt es zu verteilen. Die Zeit drängt. Der H2-Beauftragte der Bundesregierung liefert nun eine erste Zwischenbilanz zur Nationalen Wasserstoffstrategie. Aber fundamentale Fragen bleiben ungeklärt.
Trotz eines anhaltenden Booms bei den Erneuerbaren befinden sich die 20 größten Volkswirtschaften der Welt (G20) noch nicht auf Paris-Kurs, zeigt der neue Climate-Transparency-Report. Gefährlich könnten vor allem die Coronamilliarden der Hilfsprogramme werden.
Die Ausbauplanung für Strom-, Erdgas-, Wasserstoff- und Wärmenetze miteinander zu verzahnen, wäre gut für den Klimaschutz. Die zuständigen Planer und Regulierer sind im Prinzip auch längst dafür zu haben. Doch der Teufel steckt im Detail.
Klimabedingte Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Stürme und Hitzewellen forderten in den vergangenen zehn Jahren mehr als 410.000 Tote. Das zeigt der Weltkatastrophenbericht des Roten Kreuzes, der heute vorgestellt wird. 1,7 Milliarden Menschen waren demnach betroffen.
Die Mitte einsammeln, aber die Klimaaktivisten nicht verlieren – kann das gut gehen? Abspaltungen und Konkurrenzparteien wie die Klimaliste Baden-Württemberg bedrohen den Wahlerfolg der Grünen. In der Partei scheint die Erkenntnis zu wachsen, wie ernst sie die Kritik der Jungen nehmen müssen.
EU-Kommissionsvize Timmermans droht damit, den Vorschlag zur Agrarreform GAP zurückzuziehen, falls die dem Green Deal zuwiderläuft. Ziele wie die Steigerung der Ökoanbauflächen auf 25 Prozent bis 2030 seien bei der Reform noch unberücksichtigt. Sorgen machen sich auch die Umweltminister von Bund und Ländern, die bei der nationalen Umsetzung mitreden wollen.
Die Berichterstattergespräche zwischen den Regierungsfraktionen zur EEG-Novelle werden ab dieser Woche intensiviert. Die SPD-Fraktion legt in einem neuen Papier ihren Standpunkt fest: Darin fordert sie auch einen verbindlichen Zukunftspakt zwischen Bund und Ländern, um den Erneuerbaren-Ausbau rascher anzugehen.
Die Bundesregierung arbeitet an einem umfassenden Regulierungskonzept und einer Übergangslösung für Wasserstoffnetze. Die könnte aus dem Bundeshaushalt finanziert werden. Geplant ist auch eine Regulierung von Batteriespeichern im Eigentum von Übertragungsnetzbetreibern.
Das Bundesverfassungsgericht kassiert die Regelung für die Entschädigung aufgrund der Kraftwerksabschaltungen 2011. Erstens war die Entschädigungsregelung zu unpräzise und wohl auch zu niedrig, zweitens wurde bei der EU-Notifizierung geschlampt. Nun muss schnell ein neues Gesetz her.
Die Europäische Investitionsbank (EIB) soll zu einer „Klimabank“ werden und milliardenschwere Umweltinvestitionen fördern. Der Aufsichtsrat stimmte der Climate Bank Roadmap am Mittwochabend zu. Nichtregierungsorganisationen sehen noch Schwächen.
RWE ist Klimaschützern trotz des beschlossenen Kohleausstiegs ein Dorn im Auge. Dabei investiert der Konzern längst Milliarden in erneuerbare Energien. Ein Interview mit Konzernchef Rolf Martin Schmitz über den Abschied von fossilem Strom, die Neuerfindung des Konzerns und Investitionshürden in Deutschland.
Trotz Paris-Abkommen: Dieter Helm kritisiert die globale, europäische und die deutsche Klimaschutzpolitik scharf. Insbesondere der späte Kohleausstieg in Kombination mit einem frühen Ende für die Kernkraft ist aus Sicht des Oxforder Professors ein schwerer Fehler. Er rät zu einer CO2-Steuer und vor allem zu klaren Regeln für Importe.
Das Kabinett hat gestern seine Gegenäußerung zu den Bundesrats-Forderungen bei der EEG-Novelle beschlossen. In den meisten Punkten wie der EEG-Umlagebefreiung für Solardachanlagen oder einer kommunalen Beteiligung an der Windkraft bleibt sie stur. Bewegung gibt es beim Thema Energiespeicher.
30 Prozent des neuen EU-Budgets sollen in den Klimaschutz fließen, so sieht es die Einigung zwischen EU-Parlament und EU-Staaten vor. Während die Grünen das Ergebnis begrüßen, bleiben Klimaschützer skeptisch: Die verschiedenen Töpfe würden Gasprojekten die Tür öffnen.
Nach den Fernleitungsbetreibern präsentieren nun die Betreiber der Gasverteilnetze ihre Vorstellungen vom Wasserstoffnetz. Das soll bis in die Privathaushalte hineinreichen, fordern sie in einem Grundsatzpapier, das heute vorgestellt wird. Finanziert werden soll es unter anderem über die Netzentgelte und aus den Einnahmen der CO2-Bepreisung.
Wie können Methanemissionen schnellstmöglich reduziert werden? Bisher wird diese Diskussion durch den Einwand geprägt, die Datenlage zu dem potenten Treibhausgas sei zu dünn. Jetzt werden Forderungen nach konkreten politischen Instrumenten lauter.
In der Agrarpolitik der EU geht es ins Finale: Die Trilogverhandlungen über die Förderregeln für die Landwirtschaft haben begonnen. Am Beispiel der Moore zeigt sich, wie weich die Positionen von Ministerrat und Parlament sind. Die Kommission aber will die Erwartungen in Bezug auf den Klimaschutz erfüllen.
Nach der SPD-Bundestagsfraktion legt nun auch die Unionsfraktion beim Thema EEG-Novelle nach: In gleich zwei Papieren formulieren Mitglieder der Fraktion ihre Forderungen, zum Beispiel für den Weiterbetrieb ausgeförderter PV-Anlagen und Repowering. Abgestimmt sind die Papiere aber noch nicht – der Wirtschaftsflügel könnte intervenieren.
Auch ohne eine Mehrheit der Demokraten im US-Senat kann Joe Biden wirksame Klimapolitik machen. In erster Linie über Standards für die Emissionen von Kraftwerken und Fahrzeugen. Auch den Einfluss der US-Außenpolitik schätzen Experten als wichtig ein.
Die für Energie zuständigen Fachminister der Bundesländer wollen besser und regelmäßiger kooperieren. Deshalb haben sie einen organisatorischen Rahmen für ihr Energieministertreffen vereinbart. Inhaltlich arbeiten die Minister unter anderem an einem nachhaltigen Finanzierungssystem für die Energiewende.
Mosambik besitzt Ostafrikas größte Erdgasreserven, die Regierung sieht darin den Schlüssel für einen Wirtschaftsboom. Der französische Konzern Total rechnet mit hohen Gewinnen aus einem LNG-Projekt in der Konfliktregion Cabo Delgado. Auch Siemens Energy hat sich jetzt beteiligt. Kritiker fordern, das Gas zwecks Klimaschutz unter Erde zu lassen.
Das Wahlergebnis in den USA zugunsten von Joe Biden weckt international Hoffnungen auf eine Rückkehr der Vereinigten Staaten zum Kampf gegen den Klimawandel. Bundesfinanzminister Scholz sieht mit einem Präsidenten Biden Chancen für ein transatlantisches Emissionshandelssystem.
Stärkerer Erneuerbaren-Ausbau und eine verpflichtende Abgabe von Windmüllern an Standortkommunen – mit solchen Forderungen dringen die Bundesländer auf Nachbesserungen am Entwurf der EEG-Novelle. Akteure der Energiebranche begrüßen das. Der Einfluss der Länder aber ist begrenzt: Das Gesetz ist nicht zustimmungspflichtig.
Große Kapitaleigner wollen die von ihnen finanzierten Emissionen bis 2025 um 16 bis 29 Prozent gegenüber 2019 senken. So wollen sie ihre Portfolios mit dem Pariser 1,5-Grad-Limit in Einklang bringen. Vermögensverwalter hingegen verfolgen kaum konkrete Ziele.
Die BNetzA entscheidet mit Einverständnis der Bundesregierung den Disput um die Vergabe der 450 MHz-Frequenzen für die Energiewirtschaft – für die Sicherheitsbehörden bleiben nur Trostpflaster. Ein langer Streit ist damit beigelegt. Nun geht es vermutlich schnell mit der Ausschreibung der Frequenzen.
Für die schnelle Umrüstung von Kohlekraftwerken auf Gas werden nun die Genehmigungsverfahren beschleunigt. Das gestern im Bundestag beschlossene Investitionsbeschleunigungsgesetz adressiert neben Schienenverkehr und Windparks auch fossile KWK-Großanlagen. Im Regierungsbeschluss fehlten die noch.
Die EU dringt auf eine Modernisierung der internationalen Energiecharta. Die gilt wegen ihres Schutzes für fossile Energieprojekte als Klimarisiko. Jetzt, so warnen NGOs, könnte ausgerechnet ein Reformvorschlag der EU-Kommission auch noch dazu führen, dass Staaten vor innovativen Wasserstoffprojekten zurückschrecken.
1800 Milliarden aus dem EU-Haushalt für die kommenden sieben Jahre sollen zu rund einem Drittel klimafreundlich ausgegeben werden. Aber die Regeln dafür sind noch nicht festgezurrt und scheinen gerade aufgeweicht zu werden. Umweltorganisationen alarmieren EU-Abgeordnete deshalb in einem Brief.
Noch ist die US-Wahl nicht endgültig entschieden. Im Konjunktiv wird jedoch engagiert über die Agenda der Demokraten diskutiert – nun, da sich die Waagschale eher Richtung Joe Biden neigt. Doch der müsste vermutlich ohne klare Senatsmehrheit regieren. Auch auf den Energiemärkten zeitigt das Hin und Her Auswirkungen.
Ohne tatkräftige regulative Hilfe wird klimaschonender Wasserstoff es über Jahre kaum schaffen, in den Energiemarkt zu kommen. Eine neue Studie im Auftrag des Umweltministeriums zeigt, welche Hebel die Regierung nutzen kann – und empfiehlt, blauen Wasserstoff aus Erdgas nicht vorschnell auszusortieren.
Die deutschen Städte und Gemeinden beklagen, dass die Pflicht zur kommunalen Beteiligung an der Windkraft in eine freiwillige Regelung umgewandelt wurde. Sie teilen die rechtlichen Bedenken des Gesetzgebers nicht und fordern mehr Geld. Die Länder haben sie dabei auf ihrer Seite.
Auf Vorlage der Regierungsfraktionen wird das Bundeskabinett heute Änderungen am Gesetz für die Offshore-Windkraft beschließen. Anstatt ein „Eintrittsgeld“ zu zahlen müssen Projektentwickler nun deutlich höhere Pönalen bei Nichtrealisierung befürchten. Außerdem setzt die Koalition ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes um.
Geballt äußern mehrere Interessengruppen ihre Kritik an den Regeln zur Bürgerenergie im neuen EEG-Entwurf. Die stärkste Rüge kommt von den Grünen im Europaparlament. Sie wollen auf ein Vertragsverletzungsverfahren drängen, falls das Wirtschaftsministerium seinen Entwurf nicht verbessert.
Das Wirtschaftsministerium will die Wasserstoffversorgung der Zukunft zum großen Teil mit Importen bestreiten. Davon raten das Wuppertal Institut und der Verband BEE ab, sie wollen die heimische Produktion forcieren. Eine stark internationalisierte Wasserstoffwirtschaft könnte aber bald Fakten schaffen.
Dürfen Auskunfteien wie die Schufa Strom- oder Gaskunden, die häufig den Anbieter wechseln, den Energieversorgern melden? Daten- und Verbraucherschützer sagen klar nein, die zuständigen Behörden von Bund und Ländern äußern erhebliche Zweifel an der Zulässigkeit.
Deutschland hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt. Doch die Bundesregierung weiß relativ wenig über die Berufsgruppen, Qualifikationen, die Ausbildung und die Personalstärke, die notwendig sind, um sie zu erreichen. Das zeigt die Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen.
Im Konflikt zwischen Windkraft und Vogelschutz gibt es auch nach einem Jahr noch keinen Kompromiss. Nächste Woche versuchen es die Umweltminister von Bund und Ländern erneut. Doch ein neuer Entwurf für eine Einigung ist aus Sicht der Energiewirtschaft nicht der erhoffte Durchbruch.
Der erste Transport von Castorbehältern mit hochradioaktivem Müll seit neun Jahren tritt die Zugreise Richtung Biblis an. Die Anti-Atom-Bewegung mobilisiert, Kritik ruft insbesondere hervor, dass trotz Coronapandemie an den Plänen festgehalten wurde.
Nur wenn sich unser Umgang mit Land grundlegend ändert, können die Klimaschutzziele erreicht werden. Das schreibt der Umweltbeirat der Bundesregierung in einem Gutachten und erklärt, welche Konsequenzen die Politik ziehen müsste.
Die EU braucht 360 Gigawatt erneuerbarer Meeresenergie, um klimaneutral zu werden, schreibt die Kommission in ihrer Offshore Renewable Energy Strategy. Darin geht es vor allem um die Kopplung von Windparks mit Interkonnektoren und die Bildung neuer Strompreiszonen.
Wo stehen wir beim Klimaschutz – und wie geht es weiter? Andreas Kuhlmann zieht im Background-Interview große Bilanz, ordnet die Klimaschutz-Bewegung ein und gibt Einblick in die nächste große Netzstudie der Dena, die er als Vorsitzender der Geschäftsführung leitet. Die US-Wahl könnte zum „Kairos-Moment“ werden, einem verdichteten, günstigen Augenblick.
Die EU hat sich viel Mühe bei der Strategie für ihr nächstes Forschungsrahmenprogramm Horizont Europa gegeben. Doch nach den vielen Konsultationen und Erhebungen zum Forschungsbedarf gibt es nun ein Problem: Die Mittel wurden stark gekürzt.
Der EU-Kommission fehle bislang ein Konzept, um die europäische Stahl-, Zement- und Chemieindustrie auf Klimakurs zu bringen, moniert der Thinktank Agora Energiewende. Deswegen will er jetzt mit drei Vorschlägen nachhelfen. Branchenverbände finden sie gut.
Für den Fall der Wahl von Joe Biden zum Präsidenten der USA haben die Demokraten fertige Klimapläne in der Schublade. Ob sie auch umsetzbar sind, hängt vom Ausgang der Wahl zum Senat ab. Erlangen die Demokraten auch hier die Mehrheit, kann nur ein Filibuster sie noch stoppen.
Polen blickt skeptisch auf den Vorschlag der EU-Kommission, das Klimaziel der EU für 2030 anzuheben. Ein Interview mit Polens Klimaminister Michał Kurtyka über neue Fonds als Weg zum höheren Ziel, die Sorgen der Bergleute und den Einstieg des Landes in die Atomkraft.