Zahlreiche Fonds haben noch keine Informationen dazu bereitgestellt, ob sie die Nachhaltigkeitskriterien der EU erfüllen, und dürfen ökologisch und sozial orientierten Anlegern daher nicht von Beraterinnen und Beratern empfohlen werden. Zudem seien die Hürden für nachhaltige Fonds höher geworden, wird geklagt.
Angesichts zunehmender Dürren und Wasserverschmutzung fordern die Investoren der neuen Valuing Water Finance Initiative von Unternehmen einen viel sorgsameren Umgang mit Wasser. Die Akteure wollen finanzielle Risiken in den Griff bekommen. Unterdessen versuchen Fachleute auf der Weltwasserwoche, Lösungen voran zu treiben.
EU-Nachhaltigkeitsberichtspflichten sollten zügig auch im Mittelstand gelten, gegen Greenwashing müsse der Staat konsequent vorgehen und zudem Unternehmen CO2-Reduktionspläne abverlangen: Der an der SRH Fernhochschule Mobile University lehrende Volkswirt und Ex-Weltbank-Direktor Michael Koch mahnt mehr Druck auf die Wirtschaft an, um Klimaziele zu erreichen.
In Frankreich müssen Finanzhäuser und Unternehmen erfassen und transparent darstellen, welche negativen Effekte ihre Geschäfte auf die biologische Vielfalt haben und wie sie diese strategisch verringern wollen. Erste Institute wie der Versicherer CNP beginnen, zu berichten.
Bundesfinanzminister Christian Lindner will Inflationsgewinne zurückgeben, um Bürger zu entlasten. Doch klammert er die Frage aus, wie weitere Entlastungen finanziert werden können. Dabei gibt es laut Experten gerade im Bereich der klimaschädlichen Subventionen viel zu holen. Indes treibt die SPD die Debatte um die Übergewinnsteuer voran.
Gleich zwei öffentliche Konsultationsphasen zu den Regeln für die künftige Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen sind nun abgelaufen. Die internationalen Standardsetzer ISSB und die europäische Efrag baten um Stellungnahmen zu ihren Entwürfen. Die zahlreichen Antworten machen klar, dass auf beide Institutionen noch viel Arbeit zukommt.
Eine IWF-Studie warnt Regierungen davor, gestiegene Preise für Öl, Gas und Kohle mittels verordneter Preisgrenzen und Subventionen künstlich niedrig zu halten. Dies würde weder helfen, Energie einzusparen, noch sei es dauerhaft finanzierbar. Zudem würden erneuerbare Energien ausgebremst. Regierungen sollten eher sozial Schwache finanziell unterstützen.
Seit Dienstag müssen Anlageberater ihre Kunden nach Nachhaltigkeitspräferenzen fragen. Geldhäuser, die sich darauf schon lange vorbereitet haben, profitieren. Leitfäden sollen Anlageberatern helfen, sich in dem Chaos zurecht zu finden. Zudem gibt eine Studie bereits erste Hinweise, ob nun mehr Geld privater Investoren in nachhaltige Produkte fließen wird.
Die Unep FI ist die größte Organisation, die auf globaler Ebene einen nachhaltigen Finanzsektor vorantreibt. Dazu bringt sie seit 1992 das Umweltprogramm der Vereinten Nationen und den privaten Finanzsektor an einen Tisch. Vor allem dank Pragmatismus konnte sie viele Mitglieder gewinnen. Eine Bilanz nach 30 Jahren.
Der Klimawandel könnte Banken zusätzliche Kreditausfälle bescheren, heißt es in einer neuen umfassenden Studie der EZB und des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken – nach den Erfahrungen der Finanzkrise klingt diese Prognose der Zentralbank alarmierend. Die EZB kennt aber auch Heilmittel.
US-Präsident Joe Biden gelingt ein seltener Erfolg: Die Demokraten verbinden Sozial- und Klimapolitik in einem Anti-Inflationsgesetz. Damit gab der Senator Joe Manchin aus dem Kohle-Staat West Virginia seinen Widerstand auf. Das Gesetz mit 369 Milliarden Dollar für den Klimaschutz könnte schon in der kommenden Woche verabschiedet werden.
Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück zieht Bilanz für die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen in der ersten Hälfte des Jahres 2022. Demnach sind im Vergleich zum Vorjahr weniger Zerstörungen aufgetreten. Aber, erklärt Munich Res Chefklimaforscher, die Menschheit bekomme die Erderhitzung durch auffällige Wetterextreme immer stärker zu spüren.
Banken und Vermögensverwalter möchten und müssen nachhaltiger werden – aber wie? Erste Universitäten erweitern ihr Lehrangebot im Bereich nachhaltiges Finanzwesen, um die benötigten Fachkräfte auszubilden. Auf die Schnelle können auch Fortbildungskurse helfen.
Die Deutsche Bundesbank hat erstmals in ihrer Geschichte einen Klimabericht vorgelegt. Mit ihm wollen die Notenbanker ausmessen, wie stark von ihnen gehaltene Wertpapiere den Klimawandel befeuern. Die Ergebnisse sind vor allem eins – unvollständig.
Der deutsche Versicherungsverband beschäftigt sich dieses Jahr mit Ansätzen und Herausforderungen, um Biodiversität in der Kapitalanlage zu beachten.
Die Immobilienwirtschaft gilt als einer der Hauptverursacher von CO2-Emmissionen. Doch immer mehr Unternehmen wollen auf Nachhaltigkeit setzen. Auch institutionelle Investoren suchen nach entsprechenden Projekten. Oft liegen Anspruch und Wirklichkeit aber noch weit auseinander.
Holz gilt als wichtiges Element einer klimaneutralen Wirtschaft. Doch Verheizen ist laut Wissenschaftlern keine gute Idee, sie fordern ein Ende der Subventionierung. Die Holzwirtschaft protestiert angesichts der Energieknappheit mit diametral entgegen gesetzten Ansichten. In Deutschland und der EU stehen Regulierungen an, die auch Investoren betreffen.
Jörg Arnold, Deutschland-Chef des Schweizer Lebensversicherers und Finanzberaters Swiss Life, über die Schwierigkeiten bei der Definition von Nachhaltigkeit, die Rolle der Versicherungsbranche beim Wandel zur klimaneutralen Wirtschaft und warum er dafür ist, die Taxonomie um sozial nachhaltige Geschäftstätigkeiten zu erweitern.
Die Europäische Kommission will, dass die Mitgliedsstaaten künftig den wirtschaftlichen Wert ihrer Ökosysteme erfassen müssen und positiv auf eine nachhaltigere Ökonomie wirkende Subventionen darlegen. Für umweltschädliche Subventionen ist hingegen nur eine freiwillige Erhebung geplant.
Die Efrag hat im Auftrag der EU Vorschläge gemacht, wie die Nachhaltigkeitsangaben von Firmen künftig aussehen sollen. Ein Gremium der Börsenaufsicht Esma findet die Entwürfe mangelhaft: Firmen müssten wertvolle Geheimnisse verraten und hätten zu viel Arbeit damit. Dennoch könnten die CSRD-Regeln seiner Ansicht nach die EU-Wirtschaft stärken.
Zum zweiten Mal blickt das Geldhaus in einem Onlinedialog auf seine Nachhaltigkeitsperformance zurück. Die Bank sieht sich auf einem guten Weg. NGOs hingegen wünschen sich eine noch ambitioniertere Vorgehensweise. Die kritischste Anmerkung kam ausgerechnet von einem Commerzbank-Mitarbeiter.
Die zur Weltbankgruppe gehörende IFC hat einen Kredit an einen brasilianische Agrarfirma vergeben, der für Entwaldung mitverantwortlich sein soll. Umweltorganisationen versuchten vergeblich, das zu verhindern. Die Weltbank beschwichtigt, sie habe auf hohe Standards gedrungen.
Die EU-Taxonomie sieht vor, dass Wirtschaftsaktivitäten nur als nachhaltig gelten, wenn sie soziale Mindestschutz-Kriterien erfüllen. Die Platform on Sustainable Finance will heute Vorschläge dafür präsentieren. Tagesspiegel Background Sustainable Finance lagen sie vorab vor.
60 Prozent der Banken haben Klimarisiken allenfalls bedingt im Blick, für 80 Prozent sind Klimarisiken bei der Kreditvergabe kein Thema. Das sind Ergebnisse des Klimastresstests der Europäischen Zentralbank. Sie ruft die Banken auf, ihre Anstrengungen dringend zu verstärken.
Das Europäische Parlament hat sich in einer Abstimmung nicht gegen die Aufnahme von Atom- und Gaskraftwerken in die EU-Taxonomie gestellt. Lehnt der Europäische Rat den ergänzenden Delegierten Rechtsakt der EU-Kommission ebenfalls nicht ab, bleibt für die Gegner nur noch ein Gang vor Gericht.
Der EU-Rat hat nun eine ausformulierte Richtlinie für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) vorgelegt, von der erwartet wird, dass sie ohne große Änderungen in Kraft tritt. Sie enthält manche Details der Einigung mit dem Europaparlament, die noch nicht bekannt waren.
Die Europäische Zentralbank will nach jahrelangem Zögern ab Herbst mit einem Bündel von Maßnahmen die Dekarbonisierung der Wirtschaft unterstützen. Manche könnten allerdings noch weitreichender sein, wie sie selbst eingesteht.
Der Umweltministerrat hat die von der EU-Kommission vorgeschlagene Verordnung gegen Entwaldung stark abgeschwächt. Sie soll nur begrenzte Importverbote vorsehen und lediglich für unberührte Primärwälder gültig sein. Manche Europaparlamentarier und Umweltorganisationen kritisieren das heftig. Im Herbst starten Trilogverhandlungen der EU-Entscheidungsgremien.
Die Europäische Kommission hat einen Plan vorgestellt, wie die EU den internationalen Handel nach nachhaltigen Gesichtspunkten ausrichten kann. Dazu sollen in Handelsverträge vermehrt soziale, klimabezogene und Umwelt-Kriterien Einzug halten. Jedoch scheitert das oft an der Realpolitik, wie die Beispiele Ceta, Energiecharta und Entwaldungs-Verordnung zeigen.
Die Politik solle trotz der geopolitischen Krisenlage die Rahmenbedingungen für die Real- und Finanzwirtschaft so ändern, dass diese den Menschen und dem Gemeinwohl dienen, damit die Gesellschaft gerechter und nachhaltiger wird.
Gemeinwohlorientierte Unternehmen haben in Deutschland noch einen schweren Stand. Das Bildungs- und Forschungsministerium hat deshalb Zarah Bruhn beauftragt, den Bereich voranzutreiben. Im Interview spricht die Chefin des Sozialunternehmens Social Bee über Fördermaßnahmen, Investorenlogik und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftszweiges.
Die G7 haben am ersten Tag des dreitägigen Gipfels weitreichende Entscheidungen gefällt und umfangreiche Mittel zum Ausbau der Infrastruktur in Entwicklungsländer zugesagt. Nun kommt es darauf an, wann die Staaten fossile Energien im Stromsektor und die Finanzierung von Kohle, Öl und Gas im Ausland beenden wollen.
Monatelang haben Europaparlament und EU-Rat verhandelt, jetzt stehen sie fest: Die Regeln für Nachhaltigkeitsangaben, die künftig von zehntausenden Unternehmen veröffentlicht werden müssen.
Für Bundesfinanzminister Christian Linder hat die große Transformation jetzt keine Priorität. Und von der EU-Klimataxonomie hält er nichts, geschweige denn von einer sozialen Taxonomie. Investoren und andere Experten, etwa Bundesbankvorständin Sabine Mauderer, vertreten andere Ansichten.
Neue Vorgaben für den Klimaschutz durch Unternehmen haben zwei einflussreiche internationale Initiativen veröffentlicht. Experten weisen auf Unterschiede in den Details hin.
Der Angriff Russlands auf die Ukraine erschüttert auch das Konzept nachhaltiger Investments. Weder war die aggressive Despotie eines ganzen Staates in Nachhaltigkeitsratings eingepreist, noch passen viele Folgen zu den Vorstellungen öko-sozialer Anleger. Zwei Analysen legen jetzt Unzulänglichkeiten offen – und versuchen, Orientierung zu geben.
Einst wurden sie als „Heuschrecken“ beschimpft, inzwischen sehen Beteiligungsgesellschaften Umwelt und Soziales als Mittel der Wertsteigerung ihres Portfolios. Schon bei der Auswahl der Zielfirmen wird auf deren Geschäftsaussichten in einer klimaneutralen Welt geachtet.
Schallende Ohrfeige für EU-Kommission und Bundesregierung: Der Bundesrechnungshof wirft beiden vor, bei der Umsetzung des Corona-Wiederaufbau-Paketes Greenwashing Vorschub zu leisten. Statt die finanzierten Umweltprojekte an der EU-Taxonomie auszurichten, hätten EU und Berlin die Kriterien stark aufgeweicht – und Ausgaben fälschlich als „grün“ deklariert.
Ein klarer formulierter Auftrag und mehr Absprache mit den Ministerien: Seit Dienstag ist die Satzung des neuen Sustainable-Finance-Beirats öffentlich. Ein Vergleich mit der Fassung des vorherigen Beirats macht deutlich, was sich die Bundesregierung von ihrem Beratergremium erhofft.
Nachdem sie bereits stellvertretende Vorsitzende des ersten Sustainable-Finance-Beirats der Bundesregierung war, ist Silke Stremlau von den Hannoverschen Kassen nun Vorsitzende des Beratergremiums. Im Interview spricht sie über die wichtigsten Herausforderungen – und räumt mit Bedenken an der veränderten Satzung auf.
Zwei Ausschüsse des Europaparlaments stimmen dagegen, dass Kernkraft- und fossile Gaskraftwerke als nachhaltig im Sinne der EU-Taxonomie deklariert werden. Doch verhindern kann es nur das gesamte Parlament. Und dessen Abstimmung steht nächsten Monat an.
Europaparlament und EU-Rat könnten diesen Monat entscheiden, wie die Nachhaltigkeitsberichte von Firmen künftig aussehen müssen, heißt es auf einer Fachveranstaltung. Kleinunternehmen stehe ein großer Schock bevor, wird gewarnt.
Warum beträgt die Mehrwertsteuer auf Süßkartoffeln 19 Prozent, auf Trüffel aber nur sieben? Das Umweltbundesamt sieht darin keinen Sinn und fordert, die Mehrwertsteuer stärker an sozialen und ökologischen Kriterien auszurichten. Das könnte Haushalte mit niedrigen Einkommen entlasten und obendrein CO2-Emissionen sparen.
Zwar erkennen vermehrt einzelne Unternehmen und Investoren den Verlust von Ökosystemleistungen als systemisches Risiko an. Doch Berichterstattung und Ratings fehlen, deutsche Investoren hinken hinterher, und EU-Experten weichen Kriterien auf. Das bemängeln zumindest Forscher in einer Studie und geben Handlungsempfehlungen.
Seine Berufung in den Sustainable-Finance-Beirat der Bundesregierung sorgt für Furore, seine Organisation steht in der Kritik von Umweltschützern: Christian Heller von der Value Balancing Alliance (VBA) erklärt, was er im Beirat erreichen will und warum die vom VBA entwickelte Monetarisierung von Umwelteffekten der richtige Berichterstattungsansatz ist.
Der europäische Wiederaufbaufonds Next Generation EU ist Teil des bisher größten Konjunkturpakets der EU. Die Fördergelder vergibt sie theoretisch nur an die Mitgliedstaaten, wenn diese sie bis zu gut einem Drittel zum Kampf gegen den Klimawandel einsetzen. Bisher übererfüllen die meisten Länder diese Vorgabe tatsächlich, wie eine aktuelle Auswertung zeigt.
Auf dem Sustainable Investor Summit wurde die Vielstimmigkeit der Branche deutlich. Während Feri Hoffnungen auf ein Ende des Datenmangels machte, traten in der Versicherungsbranche unterschiedliche Ansichten zur Nachhaltigkeit zutage.
Bei Kreditvergaben, Kapitalanlagen und Rechnungslegung sind die Risiken schwindender Ökosysteme bisher weiße Flecken. Es fehlen nicht nur Daten und Informationen im Lagebericht, sondern auch Selbsteinschätzungen und Szenarioanalysen. Das lässt sich aber ändern.
Auf der Fondsgesellschaft der Deutschen Bank lasten weiterhin Greenwashing-Vorwürfe. Mit einer Razzia bei DWS und dem Mutterhaus sicherten Ermittler potenzielles Beweismaterial. Die Begründung der Frankfurter Staatsanwaltschaft für die Bürodurchsuchungen erinnert an Anschuldigungen der ehemaligen Nachhaltigkeitschefin Desiree Fixler.
In ihrer Rede auf der Jahreshauptversammlung der Deutschen Bank griff Luisa Neubauer Deutschlands größtes Geldhaus sowie die Finanzbranche insgesamt scharf an. Im Interview erklärt die Klimaaktivistin, wie sie auf die Rolle des Finanzsektors blickt und warum sie die Deutsche Bank für unglaubwürdig hält.
Wie die EU den Anteil ihrer Ausgaben für den Klimaschutz berechnet, bezeichnen Naturschutzverbände schon länger als fingierte Buchhaltung. Jetzt liefert der Europäische Rechnungshof Beweise. Für die nächste Haushaltsperiode hofft er nicht auf Besserung.
Silke Stremlau, Vorständin der Hannoverschen Kassen und bis 2021 stellvertretende Vorsitzende des ehemaligen Sustainable-Finance-Beirats, ist von zuständigen Bundesministerien gefragt worden, ob sie sich die Übernahme des Vorsitzes des neuen Sustainable-Finance-Beirats vorstellen kann. Sie sei dazu bereit, wie Stremlau Tagesspiegel Background sagte.
Die Diskussionen über und der Umgang mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine mögen die Schlagzeilen vom diesjährigen Weltwirtschaftsforum beherrscht haben. Die Top-Priorität war in Davos aber die Klimakrise – Spitzenpolitiker wie Konzernführer berieten über weitere milliardenschwere Initiativen, die den Globus nachhaltiger machen sollen.
Banken können in einigen Geschäftsbereichen deutlich mehr als bisher für eine zukunftsorientierte Wirtschaft tun. Was alles möglich ist, zeigt eine Studie für die Schweiz.
Die ING-Bank misst die ESG-Performance jedes einzelnen Firmenkunden. Wer gut abschneidet, kann Euros billiger in Dollars tauschen. Dabei will sie es nicht belassen. Bei der Commerzbank sind klimafreundliche Kredite begehrt.
Nachhaltigkeit wird in der Autoindustrie inzwischen groß geschrieben. Doch damit ist nicht nur Klimaschutz gemeint. Auch soziale Fragen und eine gute Unternehmensführung zählen dazu. Stimmt hier etwas nicht, werden Investoren hellhörig – wie Tesla jetzt erfahren musste.
Umweltverbände werfen dem Unternehmensverband Value Balancing Alliance (VBA) vor, einen ungeeigneten Ansatz für die Erfassung der Folgen von Geschäftsaktivitäten zu verfolgen. Die Kritik erhält dadurch Brisanz, dass VBA-Chef Christian Heller einflussreicher Berater der Bundesregierung werden könnte.
Geht es nach der Mehrheit der EU-Parlamentarier im Wirtschaftsausschuss, dann sollen Emittenten europäischer Green Bonds künftig angeben, wenn sie die auch für Kernenergie oder fossiles Gas nutzen wollen. Die am Montag dort unter den Politikern abgestimmte Position ist auch ein Hinweis darauf, wie das Parlament in Sachen EU-Taxonomie votieren könnte.
Russlands Ukraine-Krieg, Chinas Exportabschottung und Inflationsängste drücken die Finanzmärkte. Dabei behaupteten sich nachhaltige und insbesondere dunkelgrüne Geldanlagen im ersten Quartal relativ gut – wie schon während der Corona-Pandemie.
Die Bundesregierung hat für den Vorsitz des Sustainable-Finance-Beirats den Industrievertreter Christian Heller in die engere Auswahl genommen. Der Chef des Unternehmensbündnisses Value Balancing Alliance (VBA) sei im Gespräch für den Posten, erfuhr Tagesspiegel Background aus Sustainable-Finance-Kreisen.
Die Krypto-Welt will Blockchain-Technologie und freiwillige Kohlenstoffmärkte verbinden. Während sich die junge Start-up-Szene noch formiert, geraten einige Initiativen schon wegen unrealistischer Klimaversprechen in die Kritik. Experten warnen allerdings vor einer vorschnellen Verurteilung.
FDP-Finanzminister Christian Lindner hat gestern eine „finanzpolitische Strategie“ der Bundesregierung für die nächsten Jahre vorgestellt. Die soll sich an Schuldenabbau, Inflationsbekämpfung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft orientieren. Nachhaltigkeitsthemen wie der Klimawandel hingegen spielen darin kaum eine Rolle.
Die von der EU geplante Richtlinie für die Nachhaltigkeitsberichterstattung wird von Unternehmen viele zusätzliche Informationen fordern. Doch um manche Bestimmungen ringen Europaparlament und die Mitgliedsstaaten noch.
Eine Studie zu den 100 deutschen Top-Unternehmen belegt: Je ambitionierter ihre Nachhaltigkeitsstrategie ist und je konsequenter sie diese umsetzen, desto besser sind ihre wirtschaftlichen Leistungen.
Der Klub der wichtigsten demokratischen Industriestaaten, G7, möchte eine globale Regulierung von Lieferketten in der Wirtschaft voran bringen. Wie das geschehen soll, diskutierten Regierungsangehörige aller Mitgliedsstaaten auf einer internationalen Konferenz am Freitag in Berlin.
Eigentlich hatte die Bafin ihre Richtlinie für nachhaltige Fonds bereits im Januar veröffentlichen wollen. Am Dienstag machte sie nun klar, dass sie die Veröffentlichung komplett zurückstellt und sich an ihren bisherigen Grundsätzen orientiert. Von Fondsanbietern kommt Kritik. Derweil richtet die Bafin eine zentrale Stelle für Sustainable Finance ein.