Die CDU wählt einen neuen Vorsitzenden. Für Jens Spahn geht es mit seiner „Vize-Kandidatur“ um viel: Ein Sieg Armin Laschets könnte ihm aber mehr schaden als nutzen. Auch für die Pandemiepolitik der kommenden Monate dürfte der Wahlausgang von Bedeutung sein.
Seit eineinhalb Jahren wird an den Regularien der Kryokonservierung von Ei- oder Samenzellspenden gearbeitet. Eine GBA-Richtlinie liegt erneut zur Prüfung im Gesundheitsministerium. Die FDP-Fraktion kritisiert den langwierigen Prozess: Betroffene Patienten hätten keine Zeit zu verlieren.
Für Vorerkrankte ist die Corona-Pandemie besonders gefährlich, wie sich am Beispiel von Herzpatienten zeigt. Für sie ist nicht nur die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs höher, Gefahr besteht auch durch nicht wahrgenommene Vorsorge- oder Kontrolluntersuchungen.
Selbstbestimmung über den Körper sollte auch für Kinder gelten, auch wenn Geschlechtsorgane abweichend entwickelt sind – was aber, wenn ein Eingriff medizinisch notwendig ist? Vor diesem Dilemma stehen die Gesetzgeber aktuell.
Soll es für Pflegekräfte eine Impfpflicht geben? Dem Vorstoß von Bayerns Ministerpräsident Söder erteilt die Spitze der Kassenärztlichen Bundesvereinigung eine Absage und mahnt die Länder, das Impfen gegen das Coronavirus besser zu organisieren.
Rund drei Monate nachdem die ersten digitalen Gesundheitsanwendungen erstattungsfähig sind, kritisiert der GKV-Spitzenverband die rechtlichen Rahmenbedingungen der Zulassung und Vergütung der DiGAs scharf. Bei der Rahmenvereinbarung mit den Herstellerverbänden wird noch „um letzte Punkte gerungen“.
Die Verteilung und Produktion des Corona-Impfstoffs geht nur langsam voran – und das begünstigt Ungeduld und Missgunst in der europäischen Familie. EU-Gesundheitsdirektorin Sandra Gallina musste EU-Parlamentariern deshalb Rede und Antwort stehen.
Die privaten Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherungen decken das Risiko einer Corona-Infektion ab. Aber was passiert, wenn jemand nach einer Infektion einen solchen Vertrag abschließen möchte? Dann nehmen die Versicherer individuelle Risikoprüfungen vor. Aber worum geht es dabei?
Immunologen, Virologen und Epidemiologen diskutieren darüber, die zweite Covid-19-Impfung nach hinten zu verschieben. Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut (RKI) hat diesem Vorgehen eine klare Absage erteilt.
Tuberkulose spielt in Deutschland kaum noch eine Rolle, dabei ist sie tödlichste Infektionskrankheit der Welt. In Ländern des globalen Südens und der ehemaligen Sowjetunion kämpfen Ärzte und Patienten mit multiresistenten Keimen – und der Corona-Pandemie.
Könnte der politische Streit um die richtige Impfpolitik den Erfolg der gestarteten Impfkampagne gefährden? Eine Analyse von Wissenschaftlern und Gesundheits-Praktikern legt das nahe. Gefordert wird darin Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Schuldzuweisungen und das Züchten überzogener Erwartungen dagegen gefährdeten den Erfolg, so die Warnung.
Die SPD drängt auf ein Bundesgesundheitsamt, die CSU auf bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte: Bei ihren Klausuren setzten die Parlamentarier der GroKo unterschiedliche Schwerpunkte. Und die Forderungen zur Krankenhausreform gehen in komplett unterschiedliche Richtung.
Nur wenige GKV-Versicherte wurden bislang aktiv von ihren Kassen über die gerade an den Start gegangene elektronische Patientenakte informiert, wie eine exklusive Umfrage belegt. Um die ePA zu aktivieren, müsste ein Großteil der GKV-Versicherten – trotz Lockdown – in den Filialen vorsprechen. Das scheint viele abzuschrecken.
2020 forcierten zahlreiche Reformen und die Corona-Pandemie die Digitalisierung im Gesundheitsystem. Dieses Tempo wird das kommende Jahr – auch aufgrund der anstehenden Bundestagswahl – nicht halten können. Doch auch ohne neue Gesetzesvorhaben und Umbrüche wird sich einiges ändern in der digitalen Gesundheitslandschaft. Ein Ausblick.
Die deutsche Doppelstrategie aus Tests und Quarantäne für Reisende verhagelt dem hiesigen Luftverkehr den Jahresauftakt. Doch der Blick richtet sich längst in die Zukunft. Tests sollen sich zum Standard entwickeln. Eine Impfpflicht für Passagiere ist umstritten. Was meinen die Bürger?
Die Bundesregierung steigt in die Förderung potenzieller Covid-19-Therapien ein – viel zu spät und mit viel zu mickrigen Beträgen, kritisiert nun die Biotech-Branche.
In der Coronakrise sollen Eltern fortan doppelt so lange Kinderkrankengeld erhalten können wie bisher – und zwar auch, wenn ihre Kinder gar nicht krank, sondern nur deren Betreuungseinrichtungen geschlossen sind. Genaueres weiß noch keiner. Aber es gibt Befürchtungen, dass die Kosten mal wieder der gesetzlichen Krankenversicherung aufgebürdet werden sollen.
Die Corona-Pandemie bedeutet Stress – auch für die Psyche. Psychiater und Psychotherapeuten erwarten 2021 deshalb mehr Behandlungsbedarf, haben aber selbst mit aufgeschobenen Behandlungen zu tun. Ein Ausblick auf die mentale Gesundheitsversorgung 2021.
Die neuen Transparenzberichte der AOK zeigen: Selbst innerhalb des Kassenverbundes gibt es Riesenunterschiede bei Antragsbearbeitung und Ablehnungsquoten. Doch mit ihrem Vorstoß setzen die Ortskrankenkassen ein wichtiges Signal für mehr Qualitätswettbewerb, findet die Patientenbeauftragte.
Weniger Bürokratie, besserer Zugang zu Versorgungsdaten, neue Qualitätskonzepte und mehr steuerliche Förderung: Die Hersteller von Medizinprodukten wünschen sich bessere Rahmenbedingungen in Deutschland. Ihre Forderungen haben sie jetzt in einem 12-Punkte-Katalog zusammengefasst.
Die Bundesregierung zerstreitet sich gerade über die Frage, ob Jens Spahn zu wenig Impfdosen bestellt hat. Dabei ist offen, ob das die tatsächliche Liefermenge beeinflusst hätte. Im Wahlkampfjahr droht nun ein Rückfall in den Impfnationalismus.
Zu wenig und zu langsam: Die Kritik am Start der Impfkampagne in Deutschland wird immer lauter. Gesundheitsminister Jens Spahn verteidigte sein Vorgehen gestern in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses. Die EU-Kommission verhandelt mit BioNTech derweil bereits über zukünftige Lieferungen.
Schon im November war klar, dass ein Lockdown-Ende zu Jahresbeginn illusorisch ist – trotzdem taten die Entscheider bis zuletzt so, als hätten sie Entscheidungsspielraum. Für die Akzeptanz von Maßnahmen ist diese Kommunikationsstrategie pures Gift. Ein Kommentar.
Reformen und Maßnahmen im Bereich Arzneimittel werden sich in diesem Bundestagswahljahr eher auf europäischer Ebene abspielen. Aber auch in den Vorhaben, die sich derzeit noch im Gesetzgebungsprozess befinden, lassen sich Regelungen finden, welche die Versorgung mit Arzneimitteln in Deutschland betreffen.
Die von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplante Pflegereform könnte 90 Prozent der Heimbewohner entlasten, ein Drittel weniger wäre auf Sozialhilfe angewiesen. Dies haben Wissenschaftler in einer Studie für die DAK ermittelt. Deren Vorstandschef Andreas Storm fordert nun, Spahns Reformpläne noch in dieser Legislatur in Kraft zu setzen.
Im Bundestagswahljahr steht die Gesundheitspolitik vor einem Epochenwechsel, mit der Coronakrise kommen existenzielle Weichenstellungen auf das System zu. Ein Streifzug durch die wichtigsten – und gefährlichsten – Trends des kommenden Jahres.
Nach derzeitigem Stand soll der Lockdown in 19 Tagen enden. Laut einer exklusiven Umfrage glauben an dieses Datum nur drei Prozent der Deutschen. Jeder Zweite geht von einem Shutdown bis mindestens März aus.
Gesundheitspolitik 2020 war viel Corona, aber nicht nur. Welche Gesetze werden als Erfolg gesehen, was wird vermisst? Durch die anstehende Bundestagswahl wird 2021 für den aktuellen Bundestag ein verkürztes Jahr. Was kommt oder sollte noch auf die Agenda? Nachgefragt bei den gesundheitspolitischen Sprecher:innen.
Die ersten DiGAs waren noch nicht zugelassen, da bildet sich schon eine Beratungsbranche um die Digitalanwendungen auf Rezept. Die Anbieter sind so vielfältig wie die Fragen zum Zulassungsprozess.
Stefan Eschmann, Vorstandsvorsitzender der KMG-Kliniken, spricht im Interview über Möglichkeiten, Personal auch nach einem Risikokontakt weiterarbeiten zu lassen, die Verlegung von Patienten über Bundesländer-Grenzen hinweg und über die Notwendigkeit, auch in der Pandemie planbare Operationen durchzuführen.
Das geplante Datennutzungsgesetz soll als Lehre aus der Coronakrise auch medizinische Daten adressieren. Die Ungewissheit, die derzeit in Deutschland über eine Corona-Mutation in Großbritannien herrscht, zeigt die Dringlichkeit des Anliegens.
Heute soll der BioNTech-Impfstoff zugelassen werden, ab dem 27. wird verimpft: In den Genuss kommen aber nur sehr wenige ausgesuchte Altenheimbewohner. Die Impfzentren werden noch lange auf Arbeit warten, und vielleicht auch gar nicht mehr wirklich gebraucht.
Noch ungesichert ist bisher der Nutzen, den verordnungsfähige Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) in der Praxis für die medizinische Versorgung haben. Sicher ist dagegen, dass die Anbieter sehr hohe Preise aufrufen, sobald sie die Zulassungshürde geschafft haben. Die Krankenkassen suchen vergeblich nach einer wirksamen Preisbremse.
Die Zahnärzte drängen schon lange, nun hat der Gemeinsame Bundesausschuss den erwarteten Beschluss gefasst: Über eine neue Richtlinie soll sich die Behandlung der Volkskrankheit Parodontitis für Kassenpatienten deutlich verbessern. Unter anderem gehören dazu dann künftig auch Hygieneunterweisung und strukturierte Nachsorge.
Zahlen des RKI deuten auf einen milden Verlauf der diesjährigen Grippesaison hin. Grund dafür sind nicht nur die Corona-Maßnahmen, sondern vermutlich auch die gestiegene Impfbereitschaft. Eine Umfrage im Auftrag des Tagesspiegel Background zeigt, dass sich gerade viele ältere Menschen dieses Jahr erstmals gegen Influenza impfen ließen.
Einen Pflegegrad und Pflegeleistungen bekommen nur Menschen, die sich von den Medizinischen Diensten der Krankenversicherung (MDK) begutachten lassen – aktuell nur telefonisch. Eine Zusammenfassung des aktuellen Standes.
Der demographische Wandel ist eine Herausforderung für Renten- und Pflegeversicherungen. Wie genau aber hängen Gesundheit und sozioökonomische Faktoren zusammen? Dazu gebe es noch viel zu wenig Forschung, klagt die Leopoldina in einem Bericht.
Immer weniger Nutzer der Corona-Warn-App teilen positive Testergebnisse. Führende SPD-Politiker fordern daher eine automatische Weitergabe. Dafür wäre aus ihrer Sicht dann aber nicht nur eine Zustimmungs-, sondern eine Widerspruchsregelung nötig.
Beim „Nationalen Digital Health Symposium 2020“ sammelte sich gestern das „Who is Who“ der digitalen Gesundheitsbranche. Viele Teilnehmer sehen Deutschland und die EU bei der Digitalisierung auf dem richtigen Weg. Es gab aber auch kritische Stimmen.
Qualitätsmängel, fehlendes Vertrauen in die Unabhängigkeit, unwirtschaftliche Mittelverwendung: Die Grünen haben genug von den miesen Schlagzeilen über die UPD. Sie wollen die Patientenberatung nicht mehr auf dem freien Markt ausgeschrieben haben, sondern einer unabhängigen Stiftung übertragen. Die müsste allerdings erst noch gegründet werden.
Laut aktualisiertem Entwurf sollen über 80-Jährige sowie Beschäftigte und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen zuerst geimpft werden. Jetzt gilt es zu klären, wie innerhalb dieser Gruppe priorisiert wird – auf Länder und KBV kommt eine fast unlösbare Aufgabe zu.
Die Debatte um den Datenschutz bei der Corona-Warn-App wird hitziger. Dabei geraten andere Probleme wie die Messgenauigkeit in den Hintergrund. Ein Kontakttagebuch soll nun noch dieses Jahr kommen.
Menschen vergessen die Einnahme ihrer Tabletten, halten sich bewusst oder unbewusst nicht an den Dosierungsplan – unabhängig der Gründe kann dies für den Patienten Folgen im Therapieverlauf haben, das Gesundheitssystem kann es zusätzliches Geld kosten. Polymedikation hat Tücken, aber es gibt zunehmend Lösungsansätze für Probleme.
Nach heftiger Kritik am ersten Papier legen die Kassenärzte jetzt sehr viel detaillierter nach. In ihrem demnächst erscheinenden Maßnahmenkatalog stellt die KBV den Schutz vulnerabler Menschen an erste Stelle – dafür müsste bei Ausbrüchen mitunter auch infiziertes Personal im Heim isoliert werden.
Die Coronakrise könnte die privaten Krankenversicherer 2020 mehr als eine Milliarde Euro kosten, so PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther. Im Interview sagt er, warum die heftigen Beitragserhöhungen zur Jahreswende damit nichts, aber viel mit der SPD zu tun haben. Und wieso er sich sicher ist, dass das Thema Bürgerversicherung die Wähler kalt lassen wird.
Vehement fordern Mediziner eine Reduzierung planbarer Eingriffe in den Krankenhäusern. Doch die Länder sehen dafür bisher keinen Anlass und fordern flexible Wege, die Elektiveingriffe weiter ermöglicht. Die Versorgung von Covid-Patienten soll über regional-gestufte Verfahren gesteuert werden.
Eine neue Corona-App soll die Anwesenheitslisten von Restaurants und anderen öffentlichen Orten direkt an die Gesundheitsämter übermitteln. Nach dem Lockdown startet ein Modellversuch in drei Regionen.
Deutschlands Apotheken verteilen FFP-2-Masken über die Apotheken, viele Pflegeheime werden aber noch bis Ende Januar auf den Schutz warten müssen. Dabei liegen die Masken seit dem Sommer in Deutschland vor, erst im Herbst wurde aber reagiert. Eine Zusammenfassung der verpassten Gelegenheiten.
Gebe es genügend und geeignete Impfstoffe, könnten die Arztpraxen bis zum Herbst die größte Impfkampagne der Geschichte durchgezogen haben. Im Interview sprechen Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, und sein Vize Stephan Hofmeister über noch zu lösende Aufgaben, Versäumnisse des Sommers und angstgetriebene Kommunikation.
Die Intensivstationen sind derzeit in aller Munde. Angesichts dessen, was sich dort gerade abspielt, ist das auch kein Wunder. Weniger dramatisch, gleichwohl existenzbedrohend, ist die Lage in den Rehabilitationskliniken. Viele von ihnen steuern geradewegs in ein finanzielles Debakel. Möglicherweise werden es nicht alle überleben.
Vor der EU-Zulassung der ersten Corona-Vakzine bringt der österreichische Epidemiologe und Experte für RNA-Impfungen, Herwig Kollaritsch, ein Buch mit Pro-und Contra-Argumenten zur Impfung heraus. Im Interview spricht er über Kommunikationsstrategien bei Zweiflern.
Wissenschaftler kritisieren die vorgesehene Priorisierung für Coronaimpfungen. Das Alterskriterium dürfe bei der Reihenfolge keine Rolle spielen, meinen sie. Stattdessen müsse man zuvorderst und möglichst lückenlos in Institutionen impfen, wo andere und besonders vulnerable Menschen angesteckt werden könnten. Dort brauche es dann auch eine Impfpflicht.
Digitale Gesundheitsanwendungen könnten Bereiche des Gesundheitswesens verändern und Therapie-Evidenz dort etablieren, wo sie bisher eine eher kleinere Rolle gespielt hat. Der Erfolg hängt aber nicht vom positiven Nutzennachweis ab, sondern auch von gut informierten Ärzten.
Die Corona-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums steht in der Kritik. Besonders die Übermittlung personenbezogener Daten aus den Impfzentren sehen Datenschützer als Problem – und bemängeln eine unzureichende Anonymisierung.
Aktuell können die Finanzplaner bei den Krankenkassen trotz erneuten Lockdowns aufatmen. Aber 2022 würde ein dem Lockdown folgender Einbruch bei den Beitragseinnahmen voll durchschlagen und die von der Gesundheitspolitik verursachen Finanzrisiken noch vergrößern.
Formell läuft alles nach Plan: Alle Kassen werden ihren Versicherten zum Jahresbeginn eine elektronische Patientenakte (ePA) offerieren. Doch das heißt noch lange nicht, dass sie gleich genutzt werden kann. Es holpert beim Betriebsystem iOS. Und fürs Erste ist nur ein kleiner Probelauf geplant. Die Ärzte haben noch bis Mitte 2021 Zeit, zu Potte zu kommen.
Die IT-Abteilung des RKI ist personell extrem ausgedünnt: Das könnte das für 2021 vorgesehene Monitoringsystem für Corona-Impfungen gefährden. Dafür entstehe eine KI-Abteilung, betonen Vertreter der Regierungsfraktionen.
Seit Monaten steigern die medizinischen Labore ihre Kapazitäten, stießen aber in den vergangenen Wochen auch an ihre Kapazitätsgrenzen. Durch im Sommer bestellte Geräte entspannt sich die Lage zu den Weihnachtsfeiertagen – allerdings nicht überall in Deutschland.
Länder und Verbände haben nun bis Donnerstag Zeit, sich zu den Vorschlägen zu äußern. Derweil weckt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes erhebliche Zweifel daran, ob die schwerwiegende Priorisierung wie geplant per Verordnung geregelt werden kann – es drohen Rechtsunsicherheiten.
Die Digitalisierung des Gesundheitswesen bringt nicht nur Vorteile, sondern bedeutet für viele Menschen schlicht eine Überforderung. Eine Studie im Auftrag der AOK zeigt nun, dass über die Hälfte der Menschen in Deutschland über eine unzureichende digitale Gesundheitskompetenz verfügt.
In Deutschland greift Gesundheits-Fatalismus um sich. Nur noch 35 Prozent der Bürger seien davon überzeugt, durch eigenes Verhalten starken Einfluss auf die eigene Gesundheit nehmen zu können, heißt es in einer aktuelle Studie. Vor fünf Jahren waren es noch 46 Prozent. Und die soziale Kluft bei Prävention und Gesundheitswissen ist erheblich.
Das BMG hat eine Verordnung zur Priorisierung von Corona-Impfungen ausgearbeitet. Trotzdem droht den Impfzentren eine Überlastung. Nötig ist jetzt ein tragfähiges Terminmanagement, die Zeit dafür ist knapp.
Ein Rätsel: Das ist und bleibt die Corona-Situation in Afrika für viele in Deutschland, Experten eingeschlossen. Deutlich weniger bestätigte Fälle, kaum Corona-Tote. Wie kommt das und was kann der Westen von Afrikas engagiertem Kampf gegen die Pandemie lernen?
Social Media-Dienste stehen wegen ihres Umgangs mit Suizid-Ankündigungen und öffentlichen Selbstverletzungen immer wieder in der Kritik. Facebook startet nun in der EU einen Algorithmus, der kritische Beiträge schneller erkennen und löschen soll. Experten begrüßen das Vorgehen – kritisieren aber weiterhin die Intransparenz des Konzerns.
Die Leistungsausgaben der GKVen sind 2020 bislang nur um 3,8 Prozent gestiegen, zeigt die Krankenkassenstatistik, die das BMG demnächst veröffentlicht. Das hilft vielen heute schon eher teureren Kassen wie der DAK bei ihrer Entscheidung, den Beitragssatz 2021 stabil zu halten. Doch für 2022 herrscht auch bei ihnen Ratlosigkeit.
Im Raum Dortmund fusionieren gleich mehrere Krankenhausträger und bilden künftig ein Schwergewicht in der regionalen Versorgung. Damit rüsten sich die beteiligten Häuser auch für den zunehmenden Wettbewerb und neue Spielregeln bei der Leistungsplanung.