Von wegen Klimaschutz: Die Deutsche Bahn lässt im nächsten Jahr fast ein Drittel der Bahnschwellen per Lkw anliefern. Im überlasteten Schienennetz fehlen Kapazitäten, und der Lastwagen ist oft billiger. Im Management des Staatskonzerns ist das Thema Nachhaltigkeit schwach vertreten.
Mit der klimaneutralen Megastadt „The Line“ will sich Saudi-Arabien für die Zeit nach dem Öl vorbereiten. Dazu gehört auch ein Verkehrskonzept, das statt privater Pkw auf einen ÖPNV mit Elektroshuttles, Schnellbahnsystem und Volocopter-Flugtaxis setzt. Der Kopf dahinter ist Florian Lennert, ein Verkehrswende-Pionier aus Berlin.
Mit einem milliardenschweren Subventionsprogramm unterstützen die USA ihre Industrie bei der grünen Transformation. Mit intensiver Diplomatie versuchen die Europäer nun im letzten Moment einen drohenden Handelskrieg zu verhindern. Die deutschen Autobauer dringen auf rasche Ergebnisse.
Die Einigung der EU-Institutionen auf die schrittweise Einführung des Emissionshandels im Seeverkehr trifft allenthalben auf Zustimmung. Sowohl die Bepreisung außerhalb von EU-Territorium als auch die geplante Einbeziehung von Nicht-CO2-Emissionen ist ein Novum. Für Klimaschützer ist der Kompromiss vorbildhaft für die Luftfahrt.
In Hessen soll im kommenden Jahr der erste autonome taxiähnliche Dienst starten. Die Verkehrsunternehmen erhoffen sich dadurch in Zukunft deutliche Kosteneinsparungen. Doch noch sind bedeutende Fragen offen.
Die Digitalisierung der Paketbranche erhöht den Arbeitsdruck und vereinfacht die Rekrutierung von unqualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland, kritisiert eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie. Diese würden in der KEP-Branche ausgebeutet wie zuvor in der Fleischindustrie.
Der Streit um den Aus- oder Neubau der Bahnstrecke zwischen Hannover und Hamburg spitzt sich zu. Die Deutsche Bahn empfiehlt einen Neubau, was die niedersächsische Landesregierung ablehnt. Die Grünen im Bund, in Hamburg und in Niedersachsen haben gegensätzliche Positionen.
Serbien bekommt eine Batteriefabrik, was den abgesagten Lithiumabbau im Jadartal wieder ins Gespräch bringt. Denn einer der Investoren des slowakischen Batterie-Start-ups Inobat Auto ist der Bergbaukonzern Rio Tinto.
Fehlende Schienenfahrzeuge bremsen den grenzüberschreitenden Personenverkehr aus. Deutschland ist der letzte EU-Staat, der die europaweite Zulassung von Personenzugwagen verhindert. Dabei soll weniger Bürokratie für mehr Wettbewerb auf den Gleisen sorgen.
Für die meisten Autohersteller auf der Welt lohnt es sich, möglichst schnell auf Elektromobilität umzustellen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting im Auftrag des Thinktanks Agora Verkehrswende. Eine reine Umstellung der Flotte wäre aber für die Verkehrswende und den Klimaschutz zu wenig.
Erneut streiten Bund und Länder diesen Dienstag über die Finanzierung des Deutschlandtickets. Die Reform des Straßenverkehrsrechts dürfte auf der Verkehrsministerkonferenz deshalb wieder vertagt werden. Die SPD fordert von Wissing, trotzdem erste Schritte zu gehen.
Das Kabinett hat am Freitag die Strom- und Gaspreisbremse auf den Weg gebracht. Die Energiewirtschaft und die Opposition kritisieren die Gesetzentwürfe als zu kompliziert. Der VDA hingegen ist zufrieden, während der VDV weitere Hilfen für den öffentlichen Verkehr fordert.
Die Probleme mit womöglich schadhaften Betonschwellen unter den Gleisen werden für die Deutsche Bahn enorm teuer. Man erwarte Kosten in dreistelliger Millionenhöhe und werde Schadenersatzansprüche gegen die Hersteller prüfen, kündigte der Staatskonzern an.
Die Europäische Union will Feinstaub-Emissionen von Bremsen und Reifen verhindern. Wie die neuen Vorgaben erfüllt werden können, zeigt das DLR mit einem Versuchsfahrzeug. Auch verschiedene Hersteller arbeiten bereits an technischen Lösungen.
Pauschale Drosselungen bei regelbaren Stromverbrauchern wie E-Autos sollen noch bis 2029 möglich sein, das geht aus einem ersten Regulierungsvorschlag der Bundesnetzagentur hervor. Im Gegenzug müssen die Netzbetreiber jeden anschließen, die Notlage im Netz muss eindeutig sein. Der BDEW ist insgesamt zufrieden, der VDA weniger.
Die künftige Abgasnorm Euro 7 erfasst auch Schadstoffe wie Ammoniak, Methan, Lachgas und Formaldehyd. Doch die EU-Kommission ist dem Rat ihres eigenen Expertengremiums nicht gefolgt und hat laschere Grenzwerte vorgeschlagen. Auch das deutsche Umweltbundesamt ist unzufrieden.
Wegen der Verspätungen bei Stuttgart 21 kommen Fern- und Regionalzüge bis Ende 2025 nur über einen zwölf Kilometer langen eingleisigen Abschnitt auf die neue Highspeed-Strecke im Südwesten. Die Deutsche Bahn verspricht dennoch „gute Betriebsqualität“.
Emirates-Chef Tim Clark ist nach Berlin gekommen und warb dafür, dass seine Airline auch die Hauptstadt anfliegen darf. Doch im Gegensatz zu jenem mit Katar zeichnet sich ein entsprechendes Abkommen mit der EU nicht ab. Auf eines der anderen Ziele in Deutschland verzichten will die Airline aber auch nicht.
Die Materialengpässe sind in der Autoindustrie längst da. Mit der Ausrichtung der Branche auf die Elektromobilität wird der Absatz zunehmend an der Verfügbarkeit von Batterierohstoffen hängen, doch auch die sind knapp. Ein Experte rät der Autobranche zum Einstieg in die Bergbauindustrie.
Ob sich automatisierte und vernetzte Systeme durchsetzen, hängt nicht zuletzt davon ab, ob die Nutzer:innen ihnen trauen. Wie es um die Akzeptanz der Technologie steht, hat eine neue Metastudie ausgewertet. Besondern gut erforscht ist das automatisierte Fahren auf der Straße – doch die Ergebnisse sind mit Vorsicht zu genießen.
Die Grünen im Bund und ihre Parteifreund:innen in Schleswig-Holstein wollen den seit Jahren umstrittenen Weiterbau der Autobahn A 20 verhindern. SPD, FDP und CDU in Berlin und den Ländern fordern im Gegenteil mehr Tempo.
Vor dem Start der ICE-Strecke Wendlingen-Ulm warnt die GDL vor einem Lokführermangel. Die nötigen Schulungen für das Zugsicherheitssystem ETCS liefen schlecht. Die Lokführergewerkschaft fordert mehr Engagement von der gesamten Branche.
Gestiegene Energiepreise haben den kommunalen Nahverkehr in die Krise gestürzt. Das Deutschlandticket nimmt Städten und Verkehrsbetrieben nun Einnahmen und Gestaltungsspielraum. Es braucht neue Finanzierungsmodelle.
Der Start des 49-Euro-Tickets verzögert sich. Denn die Ampel-Koalition diskutiert, in welcher Form das Ticket eingeführt wird. Auch wettbewerbsrechtliche Fragen und ein neuer Finanzierungsstreit sind ungeklärt.
Nachdem sich Ryanair und Easyjet über das Kostenniveau am BER und in Deutschland echauffiert haben und ihre Flugpläne ausdünnen, will nun Eurowings mehr Flugzeuge in der Hauptstadt stationieren. Gerade im zurückkehrenden Geschäftsreisverkehr sieht sich die Lufthansa-Tochter im Vorteil.
Seit rund einem Jahr gilt in Deutschland ein neuer Bußgeldkatalog. Doch verglichen mit den Strafen in den Nachbarländern werden viele Vergehen hierzulande nicht besonders hart bestraft. Stattdessen setzen Städte vielerorts auf Plakate und Flyer.
Qatar Airways wächst in Deutschland und Europa. Das hat die EU möglich gemacht, obwohl für Europas Airlines und den Klimaschutz damit wenig gewonnen ist. Doch im Umgang mit der Airline ist es wie mit dem Land insgesamt: Mit dem Emirat kommt das Geld. Zumindest für manche.
Unfälle mit E-Rollern häufen sich. Seit der Zulassung der Vehikel 2019 steigen die Zahlen kontinuierlich. Das ruft die Politik auf den Plan, schon stehen Verbote im Raum. Die Branche verteidigt sich gegen die Kritik – und fordert eine Neuverteilung des Straßenraums.
Die künftige Emissionsnorm Euro 7 sieht weitere Neuerungen für E-Autos vor: Ihr Stromverbrauch soll durch elektronische Vorrichtungen ausgelesen und gesammelt ausgewertet werden. Außerdem soll geprüft werden, wie viel Energie sie bei Minusgraden benötigen.
Katar ist wirtschaftlich interessant, gilt politisch aber als Schurkenstaat. Demokratie, Gleichberechtigung, und Diversität sind Fremdworte im Emirat. Wie gehen Mobilitätskonzerne damit um, die an der WM verdienen oder Geschäfte in Katar machen?
Mobilitätsbudgets als Alternative oder Ergänzung zum Dienstwagen sind im Kommen. Wichtig für den Erfolg ist, wie die Unternehmen das Thema anpacken. Gerade abseits der urbanen Zentren sind keine Wunder zu erwarten.
Verkehrsminister Volker Wissing hat den langsamen Ausbau der Ladeinfrastruktur auf EU-Ebene kritisiert. Auf der Fachkonferenz klimafreundliche Nutzfahrzeuge seines Hauses wurde zudem deutlich, dass beim Anschluss der Ladeparks an das Hochspannungsnetz Eile geboten ist.
Der Verkauf von E-Autos steigt weltweit kräftig, schreibt Bloomberg New Energy Finance in einer Studie zur Klimakonferenz COP 27. Doch einige Länder wie Japan hinken hinterher. Steigende Rohstoffpreise machen erstmals Batteriezellen teurer statt billiger. Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur hängt China den Rest der Welt ab.
Der TÜV-Verband verteidigt sich gegen die Kritik an langen Wartezeiten auf die Fahrprüfung. Gleichzeitig werden die Forderungen nach einer Reform der Fahrerlaubnisprüfung, wie sie sich die Ampel im Koalitionsvertrag vorgenommen hatte, wieder lauter.
Mit der offenen Mobilitätsdatenplattform Mobi Data BW will das Land Baden-Württemberg eine umfassende Datenbasis für die Verkehrswende schaffen. Bei einem Barcamp in Stuttgart kamen nun erstmals Stakeholder aus Kommunen, Verkehrsverbünden und Unternehmen zusammen. Dabei wurde auch deutlich, wo es noch Probleme gibt.
Die Deutsche Bahn AG beauftragt die beiden Konzerne Siemens und Alstom mit der Entwicklung von Konzepten für den Hochgeschwindigkeitsverkehr 3.0. Die Bahnindustrie ruft nach Staatshilfe und kritisiert die zu lahme Digitalisierung im Schienenverkehr.
Die Entwicklung in Richtung E-Mobilität verschlingt im Autobau Milliarden. Der Stuttgarter Zulieferer Mahle hat zudem eine Führungskrise hinter sich. Nun soll ein zinsgünstiger Kredit von der Europäischen Investitionsbank die Transformation beschleunigen.
Hildegard Bentele hat die Europäische Rohstoffstrategie als Berichterstatterin im EU-Parlament miterarbeitet. Im Background-Interview spricht die Christdemokratin über die Umsetzung durch die EU-Kommission, die Systemrivalität mit China und den Wettlauf bei günstigen E-Autos.
Mit einer europäischen Hafenstrategie könne man verhindern, dass China über Wohl und Wehe der Standorte bestimme, hieß es aus der Bundesregierung im Zuge des Cosco-Deals. Konkrete Ansätze gibt es noch nicht, die bisherige Politik setzt auf Wettbewerb zwischen den Standorten. Das ist in der Rivalität mit China aber nicht genug.
Auf der Sonder-Verkehrsministerkonferenz am 29. November soll erneut über die Finanzierung des Deutschlandtickets gestritten werden. Verkehrsbetriebe und Kommunen befürchten Mehrkosten. Die Ampel-Parteien sehen keinen Spielraum für Zugeständnisse.
Fehlendes Personal, zu wenig Geld, rückwärtsgewandtes Mindset: Der zähe Ausbau der Fahrradinfrastruktur hat viel mit der Situation in den Kommunalverwaltungen zu tun. Drei Radverkehrs- und Stadtplaner:innen berichten, woran es in ihren Behörden hakt.
Nach der Bereinigungssitzung für den Bundeshaushalt 2023 machen die Grünen deutlich, dass die Mittelverschiebung weg von der Straße weitergehen müsse. Die Bahnkonkurrenten prangern an, dass die Deutsche Bahn durch den Etat bevorzugt werde.
Bei der UN-Klimakonferenz steht in diesem Jahr der globale Süden stärker im Mittelpunkt, auch aus Verkehrssicht. Die Entwicklungsländer wollen mehr Unterstützung, sonst sehen sie wenig Grund, auf die vermehrte Förderung von Öl und Gas zu verzichten. Aus der Luftfahrt gibt es auf der Konferenz wenig Neues, für den Seeverkehr hingegen schon.
Antriebshersteller wie Vitesco Technologies setzen alles auf den Elektromotor. Noch ist das Geschäft klein und unprofitabel, aber die Auftragsbücher sind voll, die Ziele ambitioniert. Ein schnelleres Verbrenner-Aus fürchtet man nicht – im Gegenteil.
Der Verkehrsetat für 2023 steht. Das Geld für das 49-Euro-Ticket und die zusätzlichen Regionalisierungsmittel holt Finanzminister Christian Lindner aus der globalen Minderausgabe. Die Linksfraktion kritisiert, dass immer noch zu wenig Geld für die Schiene bereitgestellt wird.
EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton sieht die neue Abgasnorm Euro 7 als Geschenk an die Welt: Dadurch würden indirekt auch Autos mit Verbrennungsmotor in Ländern wie Australien, Brasilien oder Indien sauberer. In Europa selbst reißt die Kritik an der Norm nicht ab.
Das Finanzministerium von Christian Lindner lehnt Robert Habecks Eckpunkte für ein Klimaschutz-Sofortprogramm ab. Denn die FDP wünscht sich eine unmissverständliche Abkehr von den Sektorzielen. Der Streit dreht sich um den Klimasünder Verkehr.
Auf den letzten Drücker verständigt sich die Ampel-Koalition auf eine Maut-Reform. Die Gebühren für Lkw steigen in zwei Schritten. Ab 2024 soll die Abgabe deutlich steigen, dann soll von den Einnahmen auch die Schiene profitieren.
Der weltgrößte Autozulieferer Bosch und der IBM-Konzern haben eine Kooperation im Bereich Quantencomputing vereinbart. Sie versprechen sich Lösungen für die „Technik von übermorgen“. Bis 2025 will Bosch zehn Milliarden Euro in Digitalisierung und Vernetzung investieren.
In der Logistikbranche besteht beim Thema Nachhaltigkeit noch Nachholbedarf. Die geringe Verfügbarkeit alternativer Kraftstoffe und die fehlende Infrastruktur bleiben eine Herausforderung. DB Schenker will Tempo machen.
Nach der Sabotage an Bahnkabeln überboten sich Politiker:innen mit Rufen nach mehr Schutz für die kritische Infrastruktur. Die meisten Ideen hält ein Experte jedoch für Populismus. Helfen könnte hingegen eine neue Technologie. Doch die steckt noch in den Kinderschuhen.
Nicht nur wegen des Fahrermangels treiben Unternehmen wie Siemens und Alstom gemeinsam mit Hochschulen und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt die Entwicklung von autonomen Zügen voran. Sie müssen noch einige technische Hürden nehmen. Immer wichtiger wird das Thema Cybersicherheit.
Eine neue Art von Fahrrad entert 2023 den Markt: Kabinenfahrräder, die mit einem Dach einen gewissen Wetterschutz und Platz für zwei Personen bieten. Mit welchen Kunden die Hersteller rechnen und ob die neue Fahrradvariante Chancen hat.
Die EU hat großes Interesse daran, die europäische Batterieindustrie mit Lithium aus Spanien zu versorgen. Eine neue Strategie trägt erste Früchte: Lokalregierung und Teile der Zivilgesellschaft zeigen sich offener für den Lithiumabbau vor den Toren der UNESCO-Weltkulturerbestadt Cáceres.
Ein massenhafter Verzicht aufs Auto ist für beide Parteien kein realistisches Ziel. Doch während Joe Bidens Regierung mit mehreren Programmen andere Verkehrsmittel stärkt, fokussieren sich die Republikaner auf die Straße. Nach den Zwischenwahlen droht eine Vollbremsung bei der Verkehrswende.
Während in Deutschland eine leichte Konsolidierung zu beobachten ist, hält das Wachstum in Märkten wie Indien und Asien an, zeigt ein neuer Report, der heute vorgestellt wird und Background bereits vorliegt. Neben batterieelektrischen Zweirädern im Vespa-Style erobert eine neue Fahrzeugklasse den Markt – allerdings nicht überall.
In Belgiens Hauptstadt existiert ein ausgeklügelter Plan, um in der Stadt den Autoverkehr zurückzudrängen. Doch nun gibt es unerwartete Probleme. Ein Programm der Hauptstadtregion wird von der Lokalpolitik nach Bürgerprotesten nicht angenommen.
Der neueste Entwurf für die künftige Abgasnorm Euro 7 ruft völlig unterschiedliche Reaktionen hervor: Die Autoindustrie warnt, dass einige Modelle nicht mehr angeboten werden. Umweltschützer kritisieren, dass die schwache Norm tausende Todesfälle verursachen werde.
Vor den Zwischenwahlen feiert US-Präsident Joe Biden die neue gesetzliche Förderung von E-Autos und Batterien. Die deutsche Autoindustrie steht vor einer Vollbremsung auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt.
Nachhaltiger Schienenverkehr könnte viele umweltschädliche Flüge und Autofahrten ersetzen. Doch es hakt an vielen Stellen, und die Politik belässt es zu oft bei bloßen Sonntagsreden. Wie es besser gehen könnte, erklärt Experte Bernhard Knierim von der Allianz pro Schiene.
Ein Änderungsentwurf zum Ausbau des transeuropäischen Verkehrsnetzes TEN-T sieht unter anderem vor, dass Grenzüberfahrten auf der Schiene nur noch maximal eine Viertelstunde dauern dürfen. Momentan seien solche Transporte häufig noch zu kompliziert, teuer und unflexibel, kritisierte die österreichische EU-Abgeordnete Barbara Thaler.
Erst 2026 werden für die neue Highspeed-Strecke Stuttgart-Ulm schnelle Abschlepploks zur Verfügung stehen. Warum sie fehlen und was das im schlimmsten Fall bedeuten kann.
Regensensor, Parkassistent oder Spurhalteassistent – viele Assistenzsysteme machen das Autofahren einfacher und bequemer. Dahinter steckt eine Software, die kaum ein Laie kennt, die aber in jedem Neuwagen steckt. Ob die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden kann, ist unsicher.
Der Nachfolger für das Neun-Euro-Ticket kann kommen. Mit ihren finanziellen Forderungen setzen sich die Länder nicht durch – auch, weil die Bürger endlich Ergebnisse erwarten. Doch 2023 und 2024 dürfte wieder um eine auskömmliche Finanzierung des Nahverkehrs gestritten werden.
Die Umweltverbände fürchten, dass Verkehrsminister Volker Wissing die im Koalitionsvertrag vereinbarte Anpassung des Bundesverkehrswegeplans verschleppt. Eine Veränderung in Richtung Natur- und Klimaschutz sei überfällig.
Die Kanzler-Reise nach Peking ist für die Autohersteller eine Gratwanderung. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie in China stark sein. Ihre Abhängigkeit macht sie zugleich verwundbar. Die Unterstützung der Bundesregierung ist nicht mehr garantiert.