Medienforscher fragen nach dem gesellschaftlichen Engagement von Kindern und Jugendlichen im digitalen Zeitalter. Und entdecken, dass nicht alle Nachrichten interessieren - und Greta ein großes Vorbild ist. Tagesspiegel Background liegt die Studie vorab vor.
Der Deutsch-Kanadier Holger Hoos ist Professor für Machine Learning an der Universität Leiden in den Niederlanden. Er ist Initiator von CLAIRE, der „Confederation of Laboratories for Artificial Intelligence Research in Europe“ mit Hauptsitz in Den Haag. Außerdem ist er Mitglied im internationalen KI-Beirat des Bundesforschungsministeriums.
Zwei Forschungsnetzwerke wollen Exzellenz in der KI-Forschung fördern und buhlen dabei um die Unterstützung der Politik. Ihr Ansatz könnte unterschiedlicher nicht sein.
Die Deutsche Telekom bemängelt die Leistungen von Nokia und wollte den Zulieferer beim Netzausbau weitgehend fallen lassen. Durch die Huawei-Debatte bekommen die Finnen noch eine Chance.
Im internen Streit um 5G steuert die Union heute auf eine Lösung zu, bei der Huawei nicht pauschal ausgeschlossen wird. Dies dürfte im Bundestag und in der Auseinandersetzung mit dem Koalitionspartner zu neuen Konflikten führen.
Freitag beginnt die Münchner Sicherheitskonferenz. Bereits heute wird der Munich Security Report erscheinen, der sich mit dem Thema „Westlessness“ beschäftigt. Die Krise des Westens hat nach Meinung der Autoren auch digitalpolitische Auswirkungen – ob im Weltall oder beim 5G-Ausbau.
Eigentlich ist die Bonpflicht nur eine Ergänzung zu einer digitalen Lösung, die Kassen vor Manipulation schützen soll. Doch die technische Sicherheitseinrichtung selbst ist noch in kaum einer Kasse zu finden.
Dass die Industrie laut Gesetzentwurf keinen Zugang Daten aus der elektronischen Patientenakte hat, findet Gematik-Geschäftsführer Markus Leyck Dieken falsch. Im Interview spricht er über einen möglichen Treuhänder, die Sammlung von Genomdaten und den kommenden europäischen Datenraum.
In gut zwei Wochen beginnt der Mobile World Congress, die wichtigste Mobilfunk-Messe der Welt. Wie Unternehmen und Veranstalter verhindern wollen, dass der Coronavirus das Event zur Geisterveranstaltung macht.
Tristan Harris gilt als „Gewissen des Silicon Valley“. Der frühere Google-Entwickler warnt heute vor den Mechanismen der Techplattformen. Deren psychologische Designtricks zu bekämpfen, sei gesellschaftlich sogar noch wichtiger als der Datenschutz.
Die EU-Urheberrechtsreform war stark umstritten – und Teile verstoßen womöglich gehen EU-Recht. Das zeigt ein Gutachten der Grünen, das heute mit Experten im Bundestag diskutiert wird. In dem Fachgespräch sollen Fragen zur Umsetzung in Deutschland besprochen werden.
Noch ist das Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität nicht beschlossen. Das BKA jedoch arbeitet bereits jetzt am Aufbau einer Meldestelle für strafrechtlich relevante Netzinhalte. Sie soll 2021 in die Pilotphase gehen.
Der scheidende Bundes-CIO Klaus Vitt im Interview über das Onlinezugangsgesetz, digitale Souveränität und große Softwareanbieter – und wie er vor seinem Abgang noch einen „App-Store für die öffentliche Hand“ anschieben will.
Als „Flaggschiff der Hightech-Strategie 2025“ bezeichnet das Bundesforschungsministerium die Zukunftscluster. Nun wurden 16 neue Netzwerke ausgewählt – unter anderem zu 6G, Quantensensorik, Mobilität oder neuromorpher Hardware.
Medikamente kommen auf dem Luftweg und abgelegene Dörfer werden mit Waren versorgt: Drohnen-Lieferdienste entwickeln sich in Afrika rasant. Beim Aufbau mischen deutsche Anbieter mit, darunter die Macher des Solarkiosks. Die Bundesregierung hofft auf einen neuen Exportmarkt.
Heute und morgen treffen sich in Straßburg deutsche und französische Parlamentarier für eine gemeinsame Sitzung und beraten unter anderem zur KI-Zusammenarbeit. Bei der Umsetzung der KI-Roadmap gibt es Verspätungen.
Mit Open Data geht es nicht so recht voran in Deutschland. Deshalb steht eine Überarbeitung des Rechtsrahmens für die Daten der öffentlichen Hand an. Vorschläge dafür macht auch eine aktuelle Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung. Doch mit Gesetzen dürfte es nicht getan sein.
Soziale Netzwerke sperren immer mehr Inhalte wegen NetzDG-Beschwerden, zeigen aktuelle Transparenzberichte. Gesetzesreformen sollen dafür sorgen, dass strafbare Inhalte nicht nur im Mülleimer, sondern auch vor Gericht landen. Doch die Probleme der Ermittler bleiben wohl bestehen.
Eine Delegation des BMWi reist diese Woche zum deutsch-japanischen Digitaldialog. Wie die beiden Länder bei Künstlicher Intelligenz kooperieren und warum sie noch enger zusammenrücken wollen.
Ein richtiges Programm für die deutsche Ratspräsidentschaft gibt es noch nicht, die Prioritäten der Bundesregierung sortieren sich jedoch langsam im digitalen Bereich. Auch einige wichtige Termine stehen fest.
Die schwierigen Verhandlungen mit IBM sind fast abgeschlossen, der erste Quantencomputer außerhalb der USA kann kommen. Doch künftig will Deutschland die Hardware selbst entwickeln – Forschungsministerin Karliczek will das mit 300 Millionen Euro fördern.
Das Patientendatenschutz-Gesetz ist die rechtliche Grundlage dafür, dass die digitale Patientenakte pünktlich 2021 an den Start gehen kann. Auf 140 Seiten wird detailliert dargelegt, was die Akte können muss. Jetzt muss sich zeigen, ob das Justizministerium seine Zweifel ausgeräumt sieht.
Noch vor zwei Wochen hatte die EU-Kommission über ein Verbot von Gesichtserkennungssoftware nachgedacht. In einer aktuellen Fassung des KI-Whitepapers der EU soll der Passus allerdings nicht mehr enthalten sein. Kann eine Leitlinie der europäischen Datenschützer für Klarheit sorgen?
Ein KI-Start-up hat mehrere Tage schneller als die WHO vor dem Coronavirus gewarnt. Auch deutsche Forscher nutzen Big Data zur Krankheitsprognose. Doch noch haben die Methoden ihre Grenzen.
Heute Nacht stürzt Europa glücklicherweise nichts ins Datenchaos, wie es manche noch vor wenigen Monaten prophezeit haben. Nach dem Brexit stehen trotzdem schwierige Verhandlungen bevor, die bis Ende des Jahres abgeschlossen werden müssen.
Gestern ist ein Entwurf der europäischen Datenstrategie bekannt geworden. Die Kommission plant europäische Datenpools für Daten unterschiedlicher Sektoren, zum Beispiel Gesundheit, Mobilität oder Landwirtschaft.
Der öffentliche Sektor birgt viel Geld und lukrative Aufträge, Start-ups tun sich bislang aber schwer mit der Verwaltung. Public Germany, der erste Accelerator für GovTechs in Deutschland, will das ändern. Sechs Start-ups gehen dazu heute in Berlin an den Start.
Zahlreiche Verschwörungstheorien über den Coronavirus kursieren im Internet. Selbst der Bundesgesundheitsminister warnt vor Falschmeldungen und die Sozialen Netzwerke versuchen dagegen vorzugehen.
Dem Auswärtigen Amt sollen Beweise für eine Zusammenarbeit zwischen Huawei und dem chinesischen Staat vorliegen. Für eine Entscheidung in der Debatte seien die gar nicht nötig, erklärt ein Experte. Die EU-Kommission will hingegen chinesische Unternehmen in Europa willkommen heißen.
Öffentliche Betriebe sollen Daten kostenlos veröffentlichen, fordert die PSI-Richtlinie der EU. Die Kommunalbetriebe wehren sich gegen den Open-Data-Zwang. Ein Gutachten der Quadriga Hochschule soll dabei helfen und gibt Empfehlungen zur anstehenden Umsetzung der Vorgaben ab.
Ein externes Gremium soll über umstrittene Inhalte bei Facebook entscheiden. Nun wurden der Stabschef und weitere Details zur künftigen Arbeit bekannt.
Die Medienaufsicht brauche „einen echten Durchgriff“ bei Facebook und Google, fordert ein aktuelles Rechtsgutachten, das Tagesspiegel Background vorab vorliegt. Derweil planen die Medienanstalten für März eine Konsultation zu möglichen neuen Regeln.
Tempo bei der Industriestrategie und kein neuer E-Privacy-Vorschlag – das Hausaufgabenheft der EU-Kommission legt nach den Prioritäten nun die Zeitpläne für die digitalpolitischen Vorhaben fest.
Am Montag wurde ein wochenlang unter Verschluss gehaltener forensischer Bericht zum Emotet-Befall am Berliner Kammergerichts publik. Darin ist von schweren Versäumnissen in Sachen IT-Sicherheit die Rede.
Im Kampf gegen den Fachkräftemangel sehen Start-ups in Aktienoptionen für Mitarbeiter ein entscheidendes Instrument. Auch Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat sich nun für Änderungen ausgesprochen – das Finanzministerium zeigt sich allerdings abwartend bis skeptisch.
Während alle Augen auf die Strategie der neuen EU-Kommission für Künstliche Intelligenz gerichtet sind, hat eine ihrer Expertengruppen Unternehmen in Europa einen KI-Ethikcheck machen lassen. Ein deutscher Energieversorger hält den Ansatz zwar für gut – aber auch für unpraktisch.
Ein Papier der Union-Fraktionsführung sollte den internen Streit rund um Huawei und den 5G-Ausbau beenden. Kritiker fordern aber einen „Genehmigungsvorbehalt“ der Regierung statt eines angedachten Sicherheitskatalogs. Die Union will nun eine Analyse der EU-Kommission am Mittwoch abwarten.
Mit Seehofers Verzicht auf die Einführung von automatischer Gesichtserkennung feiern Datenschützer und Bürgerrechtler einen Etappensieg. Doch das Innenministerium hält am grundsätzlichen Einsatz von Gesichtserkennung fest. Auch einige Bundesländer nutzen die Technik bereits.
Ein bisher kaum genutzter technologischer Ansatz könnte die steigende Nachfrage nach Datentausch und Datenschutz in Einklang bringen: An der TU München startet erstmals in Deutschland ein großangelegtes Forschungsprojekt zu Differential Privacy in der Wissenschaft.
Zu den ersten Anwendern, die beim Aufbau des europäischen Cloudprojektes Gaia-X mitarbeiten, zählen Bosch und BMW. Andere Autobauer halten sich dagegen noch zurück – wobei besonders Daimler starkes Interesse zeigt.
Was muss passieren, damit die Deutschen ihre Daten miteinander teilen? Das wollte das Kanzleramt bei der ersten Anhörung zur Datenstrategie von den geladenen Experten wissen. Es ging um Open Data, die Einrichtung von Treuhändern, die Definition von Standards und die Stärkung von Datenkompetenz.
Nachdem am Dienstag ein unbefugter Zugriff auf die Server der Potsdamer Verwaltung bemerkt wurde, sind die Systeme der brandenburgischen Landeshauptstadt weiterhin offline. Die seit Dezember bekannte Citrix-Sicherheitslücke soll den Angriff möglich gemacht haben.
Das Handy von Amazon-Gründer Jeff Bezos soll mit einer per Whatsapp gesendeten Spionagesoftware gehackt worden sein. Absender ist angeblich der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman. Ein forensischer Bericht liefert weitere Details.
Mehrere Dutzend Experten sind derzeit damit beschäftigt, die Cyberattacke auf das österreichische Außenministerium abzuwehren. Hilfe bekommen sie dabei von anderen EU-Ländern. Auch deutsche Spezialisten sind dabei involviert.
Mit Meldestellen und Alterskennzeichnungspflichten will das Familienministerium den Jugendschutz ins digitale Zeitalter holen. Hinter der Gesetzesänderung schwelt ein Streit zwischen Bund und Ländern.
Was macht London als Smart City erfolgreich? Im Gespräch erklärt CDO Theo Blackwell, warum die Digitalisierungsstrategie der Stadt ein Update brauchte und warum er stärker auf Bürgerbeteiligung setzen will.
Morgen findet im Bundeskanzleramt die erste Anhörung zur Datenstrategie statt. Tagesspiegel Background weiß, wer alles dabei ist und wer noch gern dabei gewesen wäre.
KI in der Landwirtschaft nutzt nur, wenn sie bei den Bauern ankommt, ist eine Erkenntnis der Grünen Woche. In Deutschland soll das Wissen jetzt auf Experimentierfeldern geteilt werden, weltweit soll sich ein internationaler Digitalrat um den Austausch bemühen.
Für Google hat Sebastian Thrun autonome Autos entwickelt und das Google-X-Labor aufgebaut. Nun tüftelt er mit seiner Firma Kitty Hawk an Flugtaxis - finanziert von Larry Page. Im Interview spricht Thrun über den Stand der Technik, die deutsche Konkurrenz und offene Fragen.
5 Milliarden Euro bekommen die Länder aus dem Digitalpakt – davon bewilligt sind bislang nur knapp 20 Millionen Euro, hat eine Umfrage von Tagesspiegel Background ergeben. An der Spitze stehen demnach die Sachsen. Manche Kommunen befürchten indes hohe Folgekosten.
Die Medtech-Branche wartet seit Monaten darauf, jetzt liegt die Verordnung zur Erstattung digitaler Gesundheitsanwendungen vor. Sie formuliert einen umfangreichen Fragenkatalog an die Hersteller. Beim zuständigen Bundesinstitut gibt es für die Prüfung bislang allerdings keine Handvoll Mitarbeiter.
Die Freie und Hansestadt ist Digitalvorreiter in Deutschland. Heute beschließt der Hamburger Senat ein neues Papier, das Innovationen auch in Zukunft sicherstellen soll. Mobilität und Energie spielen dabei eine große Rolle – aber auch klassische strukturelle Herausforderungen der Verwaltung.
Der prominente Facebook-Kritiker Roger McNamee wurde bei der DLD-Konferenz mit stehenden Ovationen gefeiert. Er hat weitreichende Vorschläge zur Regulierung von Sozialen Netzwerken. Die Stimmung könnte sich gegen die Plattformbetreiber wenden.
Digitales Lernen wie im „Chess Valley“: Die KfW finanziert in Berlin ein neues digitales Bildungszentrum nach armenischem Vorbild – und sucht bereits Partner für weitere Ableger. Auch die Kanzlerin ist begeistert vom Projekt aus der Kaukasus-Republik.
Heute startet die Bewerbungsphase bei Work4Germany. Das Programm will junge Fachkräfte aus Unternehmen in die Ministerien bringen, um dort den Arbeitsprozessen ein Update zu verpassen. Doch dabei könnte es auch zu einem Interessenkonflikt kommen.
Eine US-Firma hat drei Milliarden Bilder aus dem Social Web zu einer Biometriedatenbank zusammengeführt. Der Fall dürfte auch in Europa für Aufsehen sorgen – und die Debatte um ein Verbot der Gesichtserkennung im öffentlichen Raum beschleunigen.
Bei der jährlich vom Medienkonzern Burda veranstalteten DLD-Konferenz geht es in diesem Jahr um unter anderem den Klimawandel, Künstliche Intelligenz und Quantencomputer. Dabei steht die Frage nach der Souveränität Europas im Zentrum.
Braucht es ein Digitalministerium – und wenn ja, wie viele? Wer die Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der FDP zur Umsetzung der KI-Strategie liest, muss diese Frage eigentlich nicht mehr stellen.
Einmal einloggen und in den Zügen und am Bahnhof online sein: Die Deutsche Bahn will in diesem Jahr ihr W-Lan-Angebot deutlich verbessern. Auch die Mobilfunkversorgung entlang der Strecken soll besser werden. Dafür müssen aber auch die Telekommunikationsanbieter mitspielen.
Wegen eines Fehlers im Gesetzgebungsverfahren hatte der EuGH im vergangenen Jahr das deutsche Leistungsschutzrecht für nicht anwendbar erklärt. Jetzt will das Justizministerium das Gesetz schnell wieder einführen und veröffentlicht dafür einen Diskussionsentwurf.
Einfachere Meldewege, verbesserte Transparenzberichte und Einspruchsmöglichkeiten bei Löschungen: Das BMJV will mit einem Gesetz das NetzDG reformieren. Für Unmut sorgt jedoch, dass die geplante Evaluation des Ursprungsgesetzes noch nicht abgeschlossen ist.
Die Bundesregierung hat ihre Entscheidung über die Vergabe des Frequenzbereichs um 450 Megahertz vertagt. Sowohl Energiesektor als auch Sicherheitsbehörden beanspruchen die Frequenzen für ihren Datenverkehr. Das Verkehrsministerium hat die unterschiedlichen Kosten berechnen lassen.
Youtube beteuert, gegen Fakenews vorzugehen. Im Falle von Fehlinformationen zum Klimawandel allerdings offenbar nicht gut genug: Eine Studie von Avaaz zeigt, dass Klimawandelleugner-Videos durch den Empfehlungsalgorithmus millionenfach verbreitet werden.
In Berlin wurde das neue nationale KI-Kompetenzzentrum ins Leben gerufen. Damit ist inzwischen für zehn der von der Bundesregierung versprochenen 100 KI-Professuren klar, wo diese angesiedelt werden.
Der Staat verwaltet einen riesigen Berg an Daten. Doch wo sollen diese sensiblen Informationen in Zukunft gespeichert werden? In der Cloud, da sind sich alle einig. Nur: In welcher? Gaia-X scheint nicht die favorisierte Lösung des Bundesinnenministeriums zu sein – auch wegen des eigenen Bundescloud-Projekts.