Mit der „Berliner Erklärung“ fordern Gesundheitsexperten, gesundheitliche Belange bei allen politischen Entscheidung zu berücksichtigen. In der Bevölkerung besteht hier noch Überzeugungsbedarf, zeigt eine exklusive Umfrage.
Der Wirtschaftsphilosoph und Buchautor Anders Indset sieht in der Gesundheit eine neue Volkskrankheit. Im Interview erklärt er, welche Folgen das langsame Erwachen aus der Corona-Schockstarre für die psychische Gesundheit habe und warum ausgerechnet jetzt Heilung möglich scheint.
Kein Notruf, keine Untertitelungen und Gebärdensprachdolmetscher in kleinen Kästen: Während der Corona-Epidemie spürten Gehörlose in Deutschland die Barrieren besonders stark. Sie fordern Ministerien und Behörden auf, Informationen in Gebärdensprache zur Verfügung zu stellen.
Die Arzneimittelbranche wird digital, und den Apothekern schmeckt das nicht. Im Kampf gegen die Plattformökonomie holen sie sich Rückendeckung – bei Jens Spahn und bei den Staufern. Doch wie böse ist die Plattformökonomie wirklich? Ein Gespräch mit Walter Oberhänsli, Mitgründer und langjähriger CEO von Zur Rose.
Vier Jahre nach dem Beschluss zur Errichtung eines Transplantationsregister findet immer noch kein Datenaustausch statt. Das liege auch am fehlenden Druck der Bundesregierung, kritisiert die Grünen-Abgeordnete Kirsten Kapper-Gonther. Die Geschäftsstelle Transplantationsregister stellt derweil einen Start Anfang 2021 in Aussicht.
Noch ist der Anbau von Medizinalcannabis in Deutschland ein Experiment – dessen erste Ergebnisse wegen Corona wohl auf sich warten lassen. Eine Antwort der Bundesregierung zeigt außerdem, dass Deutschland weiter abhängig von Importen bleibt.
Der Bundesrechnungshof wird auf Bitten des Parlaments die Beschaffungsverfahren für Atemschutzmasken des BMG prüfen. Laut Ministerium wurden im Open-House-Verfahren bislang Masken im Wert von 1,7 Milliarden Euro geliefert und knapp die Hälfte davon gezahlt.
Dass der Ethikrat kein einheitliches Votum zum Immunitätspass abgeben konnte, ist ein gutes Zeichen, sagt die Vorsitzende des Gremiums, Alena Buyx, im Interview. Sie plädiert für mehr vernetzte Forschung und lobt die Fähigkeit der deutschen Politik, Experten und Zivilgesellschaft in die Corona-Debatten einzubinden.
In einem neuen Papier hat der Deutsche Ethikrat zur heiklen Frage der „Corona-Immunitätspässe“ für Genesene Stellung bezogen. Zum jetzigen Zeitpunkt werden diese vom Gremium einstimmig abgelehnt. Die künftigen Chancen beurteilen zwei Lager im Ethikrat jedoch gänzlich unterschiedlich.
Die KVen wurden von Jens Spahns Plan der Fieberambulanzen überrascht, sie fordern jetzt Unterstützung. Derweil wird Roche heute ankündigen, einen neuen Schnelltest auf den Markt zu bringen. Der Charité-Virologe Drosten sieht bei den Antigen-Tests noch zwei zentrale Herausforderungen.
Morgen präsentiert Olaf Scholz den Haushaltsplan 2021. Die massiven Verschiebungen im BMG-Etat sind maßgeblich der Coronakrise geschuldet. Viel Geld will das Ministerium offenbar für Big-Data-Projekte und eine bessere IT-Ausstattung in die Hand nehmen.
2019 trat das Terminservice-Gesetz in Kraft, und maßgeblich für die künftige extrabudgetäre Vergütung der Kassenärzte ist das Jahr erste Jahr nach Inkrafttreten. Nun könnte der Behandlungseinbruch in den Praxen während der Coronakrise zu unverhofften Zusatzeinnahmen in den Folgejahren führen.
Das Krankenhauszukunftsgesetz, das am Freitag verabschiedet wurde, sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagt die Vorsitzende des Marburger Bunds, Susanne Johna. Dennoch gebe es in Sachen Krankenhausplanung und -finanzierung noch großen Reformbedarf. Im Interview erläutert Johna, wo sie Potenziale für eine bessere Patientenversorgung sieht.
Social-Start-up-Mentalität, der unbedingte Wille zu helfen und die Bereitschaft zusammenzuarbeiten: Der WirVsVirus-Hackathon hat einen bemerkenswerten Teamgeist hinterlassen, der nun zu dringend benötigten Lösungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie führt. Zum Beispiel im SORMAS-Projekt.
Deutsche Apotheker müssen immer häufiger Notdienste übernehmen – und sich dabei oft über nichtige Anliegen und nicht erreichbare Ärzte ärgern. Sie fordern bessere Absprachen und wünschen sich aufgeklärtere Patienten.
In einem ersten Entwurf der Datenstrategie der Bundesregierung nimmt die Nutzung und Auswertung von Patientendaten eine wichtige Rolle ein. Das BMG führt in dem Papier aus, wie es mit Daten die medizinische Versorgung verbessern will.
Beim Krankenhausgipfel zeigt die DKG, dass sie den politischen Rückenwind aus der Corona-Pandemie ins nächste Jahr retten will. Minister Spahn kündigt an, zum Januar neue Personaluntergrenzen festzulegen. Viel mehr ist aber vor der Bundestagswahl wohl kaum noch zu schaffen.
Der Marburger Bund (MB) wird heute in einer Online-Veranstaltung sein Reformkonzept zur Neujustierung der Krankenhausversorgung vorstellen. Darin werden etliche Vorschläge für die Weiterentwicklung der Krankenhausplanung und Vergütung gemacht, was Fehlanreize verhindern und die Versorgung verbessern soll.
Über die Struktur der ärztlichen Versorgung wird nicht erst seit der Coronapandemie intensiv diskutiert. Eine Umfrage im Auftrag von Tagesspiegel Background zeigt nun: Eine große Mehrheit hält eine Stärkung der Hausarzt-Versorgung auf dem Land für wichtiger als eine Unterstützung der Kliniken.
Das für 2021 erwartete GKV-Defizit in Höhe von 16 Milliarden Euro wird nur zu fünf Milliarden Euro über einen Bundeszuschuss finanziert. Für die restliche Summe müssen die Beitragszahler über steigende Zusatzbeiträge und die Kassen aus ihren Rücklagen aufkommen.
Die Kosten für hochpreisige Arzneimittel müssen unter Kontrolle gebracht werden, fordert TK-Chef Baas. Angesichts prekärer werdender GKV-Finanzen steige der Druck auf die Politik, die Notbremse zu ziehen.
Seit sieben Jahren gibt es das Patientenrechtegesetz – trotzdem ist das Thema in Zahnarztpraxen offenbar wenig präsent, wie der neue Report zur Zahnärztlichen Patientenberatung zeigt. Den größten Beratungsbedarf gibt es bei Kosten- und Rechtsthemen.
Heute gründet sich der Bundesverband pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen. Die Unternehmen der jungen Branche wollen eine rechtliche Harmonisierung und mehr Forschung. Außerdem fordern sie mehr Daten und Offenheit für weitere Indikationen bei den Begleiterhebungen.
Nur die größeren Anbieter werden es nach Einschätzung der Gematik schaffen, Arztpraxen mit kompatibler Software auszustatten. Derweil bereitet die TI-Betreibergesellschaft die Anbindung der Pflege vor – und denkt dabei auch an cloudbasierte Lösungen.
Das Patientendaten-Schutz-Gesetzes verbietet jegliche entgeltliche Logistiktätigkeit Dritter, die im Hinblick auf Rezepte beim Weg vom Arzt zur Apotheke erbracht wird. Was die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ausdrücklich begrüßt, veranlasst das Start-up meinRezept.online zur Verfassungsbeschwerde.
Mit einem Förderprogramm will das Bundesgesundheitsministerium Konzepte unterstützen, die Männer für Pflegeberufe anwerben und erhalten. Ausbilder und eine Wissenschaftlerin sagen: Priorität müssen bessere Arbeitsbedingungen und vor allem eine höhere Bezahlung haben.
In einem Bericht an den Haushaltsausschuss über die Zweckentfremdung von Geldern der Krankenkassen zur Finanzierung von Krankenhausinvestitionen kommt der Rechnungshof zu einem vernichtenden Urteil über die Klinikpolitik der Länder. Auch Spahns Zukunftsgesetz fällt bei den Prüfern durch.
Niedergelassene Ärzte verschreiben bei Atemwegs-Infekten stetig weniger Antibiotika. Eine Studie der KBV und der Ersatzkassen zeigt nun, dass das durch Patientenaufklärung noch verstärkt werden kann.
Biologika kamen vor der Zulassung der ersten Biosimilars nur wenigen Patienten in der Rheuma-Therapie zugute. Inzwischen erhalten deutlich mehr Patienten immer schneller solche Therapien. Ärzte und Patienten müssen von den Behandlungsergebnissen der Nachahmerprodukte aber wohl noch final überzeugt werden.
Nur ein Fünftel der Summe steht zur Verfügung, trotzdem sieht das Ministerium keine Probleme - es geht offenbar davon aus, vor dem Landgericht Bonn keine Niederlage zu kassieren. Demnächst könnte sich der Bundesrechnungshof mit der Angelegenheit beschäftigen.
Vor zehn Jahren wurde das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) verabschiedet. Wie wirkungsvoll es heute noch ist, wird im neuen AMNOG-Report der DAK-Gesundheit analysiert. Dabei zeigt sich, dass in Zeiten von Gentherapeutika und Co. neue Stellschrauben zur Preisregulierung betätigt werden müssen.
Der Anbieter der elektronischen Patientenakte DoctorBox installiert 5.000 Sender in deutschen Apotheken und verknüpft sie mit einem Corona-Kontakttagebuch. Big-Data-Wissenschaftlerin Lucie Abeler-Dörner sagt: Der Algorithmus müsste Kontaktpersonen nach einheitlichen Regeln benachrichtigen.
Experten aus aller Welt waren sich bei einer Konferenz einig: Künstliche Intelligenz kann schon heute in der Gesundheitsversorgung hilfreich sein, braucht aber ein besseres Verständnis für den richtigen Umgang mit den richtigen Daten, um wirklich einen Unterschied zu machen.
Mit einer Reform der Krankenhausvergütung will die Techniker Krankenkasse den Trend zu stärkerer Leistungsausweitung in den Kliniken brechen. Statt Masse soll Qualität belohnt werden. Dafür hat das Hamburger Center for Health Economics im Auftrag der Kasse nun einen Vorschlag gemacht.
Bislang galt „AZD1222“ des Pharmakonzerns AstraZeneca als einer der aussichtsreichsten Impfstoff-Kandidaten gegen Covid-19. Doch nun musste die letzte Testphase vorsorglich gestoppt werden, weil ein Proband erkrankt ist. Die Deutschen geben sich in einer neuen Umfrage ohnehin skeptisch, ob eine flächendeckende Versorgung Anfang 2021 gelingt.
Vor einem Jahr war das Unternehmen Curevac höchstens Spezialisten bekannt. Heute gilt es als einer der großen Hoffnungsträger im Kampf gegen das Coronavirus. Im Interview beschreibt der Mitgründer, Florian von der Mülbe, wie ein RNA-Impfstoff funktionieren könnte und was es mit dem Besuch von Elon Musk vergangene Woche auf sich hatte.
Die Kritik am Patientendaten-Schutz-Gesetz scheint das Gesundheitsministerium aufgeschreckt zu haben. In einer Stellungnahme an alle 16 Gesundheitsministerien der Länder widerspricht das BMG den Datenschutzbedenken. Es droht ein langer Rechtsstreit zwischen den Krankenkassen und dem Bundesdatenschutzbeauftragten.
Selbst für eine weitere Corona-Welle gäbe es genug, sagt das Ministerium, eine viertel Milliarde Masken werden daher über den halben Planeten verteilt. Zudem gehen 334 Beatmungsgeräte auf den Balkan – die Bundesländer sind als Abnehmer offenbar weggefallen.
Bis 2050 werden in Deutschland schätzungsweise 2,8 Millionen Menschen mit einer demenziellen Erkrankung leben. Sie gut zu versorgen, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Kann die Nationale Demenzstrategie dabei helfen?
Nach langen Verhandlungen könnte morgen das GWB-Digitalisierungsgesetz ins Kabinett kommen: Klinikfusionen würden erleichtert, wenn sie dem Ziel des Krankenhaus-Strukturfonds dienen. Die Monopolkommission lehnt die Änderung ab.
Seit über sechs Monaten versucht die Europäische Union, ihre Corona-Eindämmungspolitik zu koordinieren. Bei einer Konferenz zogen europäische Gesundheitspolitiker und Forscher erste Lehren.
Einer aktuellen Übersicht laufender und geplanter Vorhaben zufolge will das Bundesgesundheitsministerium noch im Herbst seine Ideen für eine Pflegereform, für ein GKV-Sammelgesetz, für ein neues Digitalisierungsgesetz und zur Weiterentwicklung der Klinischen Krebsregister präsentieren. Alle vier Vorhaben sollen bis spätestens Mitte 2021 in Kraft treten.
Mit dem Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetz schien eine Art „Friedensschluss“ unter den Kassen im Kampf um die gerechte Verteilung der Beitragsgelder erreicht zu sein. Nun versuchen vier reiche Ortskrankenkassen den Konsens mit Unterstützung ihrer Landesregierungen aufzubrechen.
Klassische epidemiologische Modelle können den Verlauf der Coronapandemie nur unzureichend erklären. Im Interview erklärt der Präsident des Complexity Science Hub Vienna, Stefan Thurner, was sein Modell besser macht und wo der kritischer Wert an sozialen Kontakten liegt, um eine exponentielle Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Spätestens seit der Corona-Pandemie hat sich das Thema Arzneimittel-Lieferengpässe als gesundheitspolitisches Dauerthema in Europa etabliert. Aber wie sieht es andernorts aus? Einblicke in die Diskussionen der USA, Kanadas und Australiens.
Bei der Corona-Warn-App gibt es immer noch Probleme mit der Hintergrundaktualisierung. Die neue Version soll Abhilfe schaffen und auch ein anderes Ärgernis klären. Zudem startet die europäische Verknüpfung.
Rückstände im Trinkwasser, Gesundheitsgefahren für Anwohner und Beschäftigte: Die Bundesregierung räumt ein, dass die Herstellungsbedingungen von wichtigen Arzneimitteln für Deutschland in Fernost teilweise hochproblematisch sind. Und die Linkspartei nennt es unerträglich, dass trotz dieses Wissens nicht gehandelt werde.
Ohne Absprache hätten sich GKV und KBV im März darauf geeinigt, die Privaten ein Zehntel der Kosten für Schutzausrüstungen tragen zu lassen, beklagt PKV-Chef Florian Reuther. Geht es um die Beteiligung am gerade beschlossenen Pflegebonus, zeigt sich Reuther abwartend.
Versicherte sollen ab 2023 die Möglichkeit bekommen, die in der elektronischen Patientenakte abgelegten Daten freiwillig pseudonymisiert und verschlüsselt der medizinischen Forschung zur Verfügung zu stellen. Die Mehrheit der Deutschen steht dieser Möglichkeit offen gegenüber.
Das gab es noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik: Um die Kliniken bei der Digitalisierung voranzubringen, setzt der Bund erstmals eigene Finanzmittel ein. Normalerweise wären dafür die Länder zuständig. Doch in der Vergangenheit kamen diese ihren Investitionsverpflichtungen immer weniger nach.
Das Beben, das der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber mit seiner öffentlichkeitswirksamen Kritik an der ePA ausgelöst hat, wirkt immer noch nach. Nun richten sich die Augen auf den Bundestag, dieser könnte theoretisch noch Änderungen am Gesetz bewirken. Nach der gestrigen Sitzung des Gesundheitsausschusses scheint das jedoch unwahrscheinlich.
Etwa jedes zehnte Paar in Deutschland zwischen 25 und 59 Jahren bleibt laut Bundesfamilienministerium ungewollt kinderlos. Dabei könnte eine Reform des Embryonenschutzgesetzes vielen davon neue medizinische Möglichkeiten einräumen. Die Bundesärztekammer unterbreitet heute konkrete Reformvorschläge.
Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) arbeitet an der Belastungsgrenze. Auf weitere Pandemien sei man nicht vorbereitet, warnt die Direktorin Andrea Ammon im Interview. Man müsse sich darüber einig werden, welche Aufgaben die ECDC eigentlich erfüllen soll.
Jahrzehntelang war Gesundheitspolitik ein Nischenthema, mit dem sich nur ein enger Zirkel beschäftigte. Corona stellt das auf den Kopf, und Gesundheitspolitiker geraten an die Front des Wutbürgertums. Ist das 140 Jahre alte GKV-System dem drohenden Angriff von Populisten gewachsen?
Sieben Jahre lang basteln die Bundesländer jetzt schon an ihren klinischen Krebsregistern. Doch Ende 2020 wird wohl immer noch nicht einmal die Hälfte arbeitsfähig sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Prognos AG im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes. Demnach hapert es vor allem in Ostdeutschland bei der Lieferung notwendiger Daten.
Nachdem das Bundesgesundheitsministerium nicht in der Lage ist, den Verbleib der Fördergelder für zusätzliche Intensivbetten zu klären, fordern die Grünen den sofortigen Stopp der Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds. Auch die FDP kritisiert einen „unerklärlichen Wiederanstieg der Intensivbetten-Kapazitäten im Juli/August“ und verlangt Aufklärung.
Gesundheitspolitik neu denken: Das Konzept „Innovative Gesundheitsregionen“ zielt auf eine ganzheitliche, regional verankerte und auf den Erhalt von Gesundheit ausgerichtete, medizinische Versorgung. Es ist aber auch eine Positionierung im Vorfeld der Bundestagswahl.
Die Liste der Pandemien, die die Erde im Laufe der Zeit heimgesucht haben, ist lang. Trotzdem wirkt die aktuelle Coronakrise sehr viel bedrohlicher. Warum das so ist, daran forscht Gunnar Jeremias, Leiter der Interdisziplinären Forschungsgruppe zur Analyse biologischer Risiken.
Bislang managt Ernst & Young die Querelen um die Maskenbeschaffung des BMG, auch der neue Auftrag schließt Mittelständler faktisch aus. Ein Schweizer Investor will derweil Verträge „aufkaufen“ und noch mehr Masken liefern. Die Kosten des missglückten Open-House-Verfahrens drohen endgültig zu explodieren.
Wer zu viel Zucker, Fett und Salz zu sich nimmt, steigert das Risiko an Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs und Diabates Typ II zu erkranken. Trotzdem setzen sich immer noch zu wenige Deutsche mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung auseinander, wie eine repräsentative Civey-Umfrage zeigt.
Infolge der Corona-Pandemie wollen sich in diesem Herbst weit mehr Menschen gegen Grippe impfen lassen als in den Vorjahren. Experten fürchten deshalb, dass der Influenza-Impfstoff knapp werden könnte und warnen vor einer hochgefährlichen Situation. Dabei haben die Hersteller schon mächtig aufgestockt.
„Wir brauchen Mediziner, die am Krankenbett stehen und gleichzeitig forschen“, sagt die Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Britta Siegmund. Doch auch die Universitätsmedizin sieht sich dem zunehmenden wirtschaftlichen Druck ausgesetzt und muss sich zur Nachwuchssicherung neu aufstellen.
Lieber zu viel als zu wenig testen, so lautete lange das Credo bei der Bekämpfung der Coronapandemie. Doch nun schlagen die medizinischen Labore Alarm, lange könnten sie die Belastung durch die Ausweitung der Teststrategie nicht mehr durchhalten. Die Gesundheitsminister wollen nun vor allem weniger Reiserückkehrer testen lassen.
Lange wurde über ein Lobbyregister für den Bundestag diskutiert. Jetzt ist ein erster Regulierungsentwurf bekannt geworden. Anwälte müssen sich demnach registrieren lassen, Erfolgshonorare sollen verboten werden. Lobbycontrol geht der Entwurf jedoch nicht weit genug.
Das Testen auf SARS-CoV-2 ist ein Eckpfeiler der Pandemiebekämpfung. Aber wie bei jeder Diagnostik gibt es Grenzen, die diskutiert werden müssen.
Bei Selbstzahler-Leistungen in Arztpraxen (IGeL) werden oft die Regeln nicht eingehalten. Zu diesem Befund kommt eine Patientenumfrage des MDS, die heute veröffentlicht wird. Demnach wurde jeder Fünfte bei IGeL zeitlich unter Druck gesetzt. Und 12 Prozent klagen darüber, dass ihnen infolge einer IGeL-Ablehnung sogar Kassenleistungen verwehrt wurden.