Ein Start-up aus der Schweiz will im Herbst nächsten Jahres einen Bus mit Liegesitzen auf die Straße schicken – als klimafreundliche Alternative zum Fliegen. In Südostasien und Südamerika ist das Konzept etabliert. Doch hierzulande gibt es rechtliche Hürden.
Chinesische Autobauer bauen eigene Flotten auf, Elon Musk klagt über fehlende Schiffe. Nach den Bränden auf der „Fremantle Highway“ und „Felicity Ace“ fehlt es an Transportkapazitäten für E-Autos. Die UN-Behörde IMO kündigt Verhandlungen über Sicherheitsmaßnahmen an.
Die Klimawirkung der Luftfahrt ist ein globales Problem, kaum eine Branche bietet sich mehr für weltweite Lösungen an. Doch die Mühlen der Diplomatie mahlen langsam. Im Vorfeld der Weltklimakonferenz einigen sich die Staaten auf ein globales Ziel für 2030, doch es gibt Einschränkungen.
Busfahrer:innen und Lokführer:innen fehlen fast überall in Deutschland. Der Personalmangel führt immer öfter zu ausfallenden Verbindungen. Tagesspiegel Background analysiert die Lohnentwicklung der vergangenen Jahre. Haben die Berufe ein Imageproblem oder ein Gehaltsproblem?
15.000 Schiffe könnten in den kommenden Jahren verschrottet werden. Die Anforderungen an Arbeits- und Umweltschutz steigen. Eine Chance für den Standort Deutschland, so eine Studie des Deutschen Maritimen Zentrums. Denn die Industrie braucht dringend grünen Stahl.
Ohne die EVG kann Volker Wissing seine Bahnsanierung nicht umsetzen. Nach einem holprigen Start hat der Verkehrsminister deshalb eine belastbare Beziehung zu EVG-Chef Martin Burkert aufgebaut. Nun starten die beiden eine gemeinsame Kampagne.
Beim Autogipfel ist noch klarer geworden: Ohne steuerliche Maßnahmen ist das Regierungsziel von 15 Millionen E-Pkw 2030 nicht zu erreichen. Bei einem EU-Dialog zum bidirektionalen Laden zuvor wollte Wirtschaftsminister Robert Habeck das eigentliche Problem nicht angehen.
Mit steigenden Risiken beim Rohstoffnachschub wird das Thema Recycling in der Autoindustrie wichtiger. Auch aus der Politik kommen neue Anforderungen. Stellantis will in das Geschäft groß einsteigen und hat der neuen Sparte ehrgeizige Umsatzziele auferlegt.
Montag ist Gipfeltag: Heute sprechen der Bundeskanzler und vier seiner Minister:innen mit der Autoindustrie und der Energiewirtschaft darüber, wie der Hochlauf der E-Mobilität in Deutschland beschleunigt werden kann. Am selben Tag leitet Wirtschaftsminister Robert Habeck eine EU-Konferenz zum bidirektionalen Laden.
In der vergangenen Woche sah bis zuletzt alles danach aus, dass der Bundesrat der Novelle des Straßenverkehrsrechts zustimmen würde. Doch bei einem Spitzentreffen der unionsregierten Länder wurde beschlossen, der Ampel-Koalition eins auszuwischen. Wie es weitergeht, ist unklar.
Die Autoindustrie braucht Halbleiter, die EU hat große Hersteller wie Intel und TSMC nach Europa gelockt. Doch deren Ansiedlung in Deutschland ist nun wegen des Haushaltschaos unsicher. Mehr Klarheit könnten heute Spitzentreffen in Berlin bringen.
Analog zum deutsch-französischen Freundschaftspass gibt es seit den Haushaltsverhandlungen in der vergangenen Woche die Idee eines Jugendpasses mit Polen. Fix ist noch nichts. Bis zur Umsetzung muss noch an der ein oder andere Stellschraube gedreht werden.
Das Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen-Batterien schlägt Alarm: Deutschland und Europa drohen beim Aufbau des Ökosystems Batterie von den USA und China abgehängt zu werden. Das Netzwerk fordert eine neue Strategie von Bundesregierung und EU-Kommission.
Ausgerechnet auf Sylt und am Bodensee-Airport in Friedrichshafen will das Bundesinnenministerium geringere Maximal-Gebühren von den Passagieren für die Sicherheitskontrollen erheben. Mit der Förderung der beiden Wohlstandsregionen solle eine Bundesratsmehrheit gesichert werden, unkt die Konkurrenz. Ein Gutachten erklärt das Vorhaben für rechtswidrig.
In Rekordzeit hat sich die EU auf eine Rohstoffverordnung geeinigt. Die Industrie ist vorsichtig optimistisch, während zivilgesellschaftliche Organisationen konkrete Ziele zur Absenkung des Rohstoffverbrauchs vermissen oder die Verordnung ganz ablehnen. Ein Experte zweifelt an der Handlungsfähigkeit der EU auf den Rohstoffmärkten.
Die lange verhandelte Reform des Straßenverkehrsgesetzes und ihre Umsetzung in der StVO könnte am Freitag im Bundesrat abgelehnt werden, befürchten ihre Befürworter. Sie wittern eine Verabredung in der Union dazu, vielleicht mit subtiler Schützenhilfe der Liberalen. Doch schwarze Flächenländer negieren derartige Pläne. Der Ausgang scheint dennoch offen.
Nach dem derzeitigen Stand fehlen 25 Milliarden Euro für die Bahnsanierung. Das Prestigeprojekt von Verkehrsminister Volker Wissing ist in Gefahr. Beim Staatskonzern sind die Sorgen groß.
Das Europaparlament hat für ein Gesetz gestimmt, das die CO2-Emissionen von schweren Nutzfahrzeugen bis 2040 um 90 Prozent senken soll. Grüne und Umweltverbände kritisieren jedoch, dass Biokraftstoffe aus Palmöl, Soja oder Raps als klimaneutral eingestuft werden sollen.
Das für den Zugverkehr eminent wichtige Bundesschienenwegeausbaugesetz wird durch politischen Streit blockiert. Die Haushaltspolitiker im Bundestag haben eine restriktivere Haltung als die Verkehrspolitiker. Das gilt analog für Finanzminister Christian Lindner und Verkehrsminister Volker Wissing.
Das Monocab soll 2028 auf einer Strecke der ehemaligen Extertalbahn in Lippe in den Test-Regelbetrieb starten. Der Projektleiter sieht bis dahin noch einige Hürden, aber grundsätzlich Potenzial, derartige Bahnen im ländlichen Raum weltweit anzubieten.
Das Karlsruher Urteil zur KTF-Finanzierung belastet auch die laufenden Verhandlungen zur Nationalen Hafenstrategie. Sie sollte bis Jahresende vorliegen, lässt aber weiter auf sich warten.
Am Mittwoch sind Parlamentswahlen in den Niederlanden. Proteste gegen klimaschädliche Subventionen hatten den Wahlkampf eingeleitet. Klimaschutz spielte jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Ein Blick ins Programm der Spitzenkandidat:innen lohnt sich.
Viele Logistiker würden gerne den Pflanzensprit HVO einsetzen, um nach der Verschärfung der EU-Flottengrenzwerte keine E-Lkw kaufen zu müssen. Das Umweltministerium und Klimaschützer sehen HVO skeptisch. Die Gesamtkosten für die Spediteure könnten am Ende höher sein als für elektrische Lastwagen.
Im Schatten des Urteils des Bundesverfassungsgerichts bereinigten die Haushälter bis tief in die Nacht den Bundeshaushalt 2024. Die summarischen Änderungen im Einzelplan 12 des Bundesverkehrsministeriums sind überschaubar, doch die Beschlüsse des Ausschusses haben es inhaltlich in sich.
Das Verkehrsministerium will alles dafür tun, dass die Förderung für Nutzfahrzeuge trotz des Karlsruher Urteils weitergeführt wird. Allein damit sei der Hochlauf von Batterie- und Brennstoffzellen-Lkw aber nicht zu stemmen. Ein großer Hebel sind die CO2-Flottengrenzwerte, über die die EU kommende Woche verhandelt.
Future Tech Day des VDA: Start-ups und Tech-Spezialisten werden gebraucht, wenn die etablierte Automobilbranche klimaneutral, digitaler und innovativer werden will. Doch das Risikokapital fließt langsamer, während die globalen Herausforderungen wachsen.
Politiker, Verbände und das Bundesverkehrsministerium reagieren kritisch auf die Empfehlung eines Generalanwalts an die EuGH-Richter, die Rückkehrpflicht für Lkw zu kippen. Die Regelung gilt als zentraler Punkt im EU-Mobilitätspaket, um Sozialdumping und Briefkastenfirmen zu bekämpfen.
Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts warnt die Branche davor, zugesagte Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur, die Elektromobilität oder das Ladesäulennetz zu kürzen. Für die Dekarbonisierung des Verkehrssektors ist der Klima- und Transformationsfonds ein wichtiger Stützpfeiler.
Ein Verordnungsentwurf aus dem Finanzministerium sieht vor, die Sätze der Luftverkehrsteuer 2024 zu senken. Grund seien die Einnahmen aus dem Emissionshandel. Der Bundesrechnungshof hatte das BMF schon im Frühjahr aufgefordert, die Koppelung der beiden Systeme schnellstmöglich zu beenden. Doch die Regierung lässt sich Zeit.
Die Abhängigkeit der EU von einzelnen Staaten bei der Lieferung von seltenen Materialien soll reduziert werden. Mit dem Critical Raw Materials Act werden heimische Förderung, Recycling und globale Diversifikation gestärkt.
In den Vereinigten Staaten ist der Fahrermangel so groß, dass sich autonome Trucks trotz der hohen Kosten rechnen. Daher werden die meisten Unternehmen ihre Technik zuerst dort anbieten. Wenn selbstfahrende Lkw erstmal ohne Lenkpausen fahren dürfen, wird der Hochlauf schnell gehen, erwartet der Hersteller MAN.
Für seine Aussagen zum Thema Fahrkompetenz von Senioren bekommt Verkehrsminister Volker Wissing scharfe Kritik von Experten. Sowohl von der Datenlage als auch von der juristischen Einschätzung her liege er daneben. Ein Rechtsprofessor weist auf Lösungen hin, die heute schon genutzt werden können.
Die 30er-Zone feiert heute runden Geburtstag. Das Tempolimit hat sich seitdem unterschiedlich stark etabliert. Nach wie vor regen sich Widerstände gegen eine weitere Ausweitung der Verkehrsberuhigung.
Der „Volksentscheid Fahrrad“ war der Anfang einer Bewegung. Mehr als 50 Bürgerbegehren für eine bessere Radinfrastruktur gab es seitdem in ganz Deutschland. Der Blick auf Mobilität vor allem im urbanen Raum hat sich dadurch in den vergangenen Jahren maßgeblich gewandelt. Doch die Umsetzung läuft vielerorts schleppend.
Klima und Wettbewerb verlangen nach globalen Lösungen bei der Transformation des Luftverkehrs. Die reicheren Länder sollen vorangehen, aber die anderen nicht zurückbleiben, erklärt die Icao. Eine Konferenz im Vorfeld der COP 28 soll einen neuen Rahmen schaffen.
Heute werden die Trilog-Verhandlungen der EU zum „Critical Raw Materials Act“ fortgesetzt, eine Einigung ist möglich. Ein besonders kritischer Rohstoff ist Magnesium, auf das die Autoindustrie angewiesen ist. Statt aus China könnte es künftig aus Bosnien-Herzegowina kommen: Investoren aus Deutschland haben dort große Pläne.
Nicht nur in Tallin, Luxemburg oder Malta kann gratis in öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren werden. Auch eine Handvoll deutscher Städte setzt auf kostenlosen Nahverkehr als Baustein einer lokalen Verkehrswende. Doch die Maßnahme ist kein Garant für ein verändertes Mobilitätsverhalten.
Airbus will in mehr als zehn Jahren so weit sein, andere setzen darauf, konventionelle Flugzeuge umzubauen. Apus aus Strausberg bei Berlin will mit einer überschaubaren Mannschaft schon im kommenden Jahr ein neu entwickeltes, reines Wasserstoff-Flugzeug in die Luft bringen. Die Chancen stehen gut.
Eine Verankerung der Vision Zero, längere Lückenschlüsse für Tempo 30, besserer Schutz von Schulwegen: Das sind einige der Änderungen an der StVO-Reform, auf die sich der Verkehrsausschuss des Bundesrats geeinigt hat. Dass sie tatsächlich Eingang in die Novelle finden, ist aber keineswegs sicher.
Die EU-Kommission will die Arbeitsbedingungen der Fahrerinnen und Fahrer von Uber, Bolt & Co. verbessern. Fast zwei Jahre nach ihrem Richtlinien-Vorschlag und mühsam erzielten Kompromissen drohen im Trilog die alten Fronten wieder aufzubrechen.
Deutschland streitet wieder über das 49-Euro-Ticket. In Luxemburg ist der Nahverkehr seit 2020 kostenlos. Warum ein hervorragendes Angebot und weitreichende Investitionen in die Bahninfrastruktur eine Frage der Prioritätensetzung sind, verrät der luxemburgische Verkehrsminister François Bausch im Background-Interview.
Nach dem Kompromiss zum Deutschlandticket keilt Verkehrsminister Volker Wissing gegen die Länder. Sie und die Verkehrsunternehmen sollten Strukturen verschlanken und Reformen auf den Weg bringen. Das Problem: Auf Vorschläge reagiert Wissing nicht.
Künstliche Intelligenz, Geld für den Radwegeausbau, eine Fußverkehrsstrategie, Abbiege- und Notbremsassistenten: Verkehrsminister Volker Wissing sieht das Land in Sachen Verkehrssicherheit nicht schlecht aufgestellt. Doch die Kommunen fürchten, dass ausgerechnet die zentrale Straßenverkehrsrechtsreform nicht genug Verbesserungen bringt.
Der im März von der EU-Kommission eingebrachte Critical Raw Materials Act, die Verordnung für kritische Rohstoffe, könnte in Rekordzeit verabschiedet werden. Ausgerechnet an der Beschleunigung von Genehmigungsverfahren, dem Herzstück der Verordnung, droht dies jedoch zu scheitern.
Bund und Länder haben sich auf weitere Schritte zur Finanzierung des Deutschlandtickets verständigt. So sollen in diesem Jahr nicht verwendete ÖPNV-Gelder ins kommende Jahr transferiert werden können. Beim Gipfel im Kanzleramt verabschiedeten Bund und Länder zudem ein Paket zur Planungsbeschleunigung, das um die 100 Einzelregelungen umfasst.
Vier Wochen nach Kriegsbeginn arbeiten Hafenarbeiter in Israel auch unter Raketenbeschuss weiter. Der Seehandel wird teurer, dennoch bringen Schiffe weiterhin Rohstoffe und Lebensmittel ins Land. Viele Fachkräfte sind jetzt aber beim Militär.
Der chinesische Markt für Elektroautos wird von heimischen Herstellern dominiert. „Westliche“ Autobauer wie Volkswagen und Stellantis kaufen sich bei den Wettbewerbern ein, um Tempo zu gewinnen. Peking sieht es mit Freude und erleichtert ausländische Investitionen.
Der Superblock braucht eine klare Definition, um nicht zur leeren Worthülse zu verkommen: Das ist eine Erkenntnis aus der ersten bundesweiten Superblock-Konferenz. Eine Umfrage im Auftrag von Background zeigt: Die Hälfte der Befragten kann mit dem Konzept der verkehrsberuhigten Straßenblocks nicht viel anfangen.
Bundeskanzler Olaf Scholz und die Länderchefs müssen auf der Ministerpräsidentenkonferenz über die Zukunft des ÖPNV-Abos entscheiden. Die Fronten sind verhärtet. Und das Deutschlandticket wird immer teurer. Es braucht grundlegende Reformen.
Die Busbranche fürchtet Chaos durch den Schienenersatzverkehr, den die Deutsche Bahn auf ihren Sanierungsstrecken ab 2024 einrichten wird. Die Bahn sieht sich dagegen gut vorbereitet. Die Autobahn GmbH berichtet von einer engen Abstimmung, damit sich die Staus in Grenzen halten.
Das Thema Rohstoffsicherheit ist angesichts der geopolitischen Krisen so präsent wie nie. Die Opposition hat dem Bund 55 Fragen zum Umsetzungsstand der deutschen Rohstoffpolitik gestellt. Aus den Antworten wird klar: Die Regierung ist bei der Rohstoffsicherung erst am Anfang.
In einem Brandbrief an die Bundesregierung verreißen die Konkurrenten der Deutschen Bahn die für Anfang 2024 geplante Mini-Reform mit der neuen Gesellschaft DB InfraGO. Das Spannungsverhältnis zwischen Gemeinwohl, Bundesinteresse und Konzernsteuerung werde nicht aufgelöst. Bund und Länder müssten das entsprechende Gesetz ändern.
Die Erlaubnis für den Teileinstieg der Lufthansa bei der italienischen ITA Airways dauert länger als gedacht. Aus Brüsseler Sicht ist die Gemengelage schwierig: Airlines wie ITA sollen zwar keine Staatsairlines bleiben, zugleich soll aber die Marktmacht der drei großen Airline-Gruppen im Zaum gehalten werden.
Die Kreuzfahrtbranche gab sich lange als Vorreiter in Sachen Klimaschutz, doch mittlerweile sind die Fracht-Reedereien aktiver. Vom LNG-Hype bleibt bei genauerem Hinsehen nicht viel übrig. Am meisten Emissionen lassen sich in den kommenden Jahren in den Häfen einsparen.
Agora Verkehrswende veröffentlicht heute eine Erreichbarkeitsanalyse und Empfehlungen für eine bundesweite Mobilitätsgarantie. Als Vorbild dienen Güteklassen, wie es sie bereits in Österreich und der Schweiz gibt. Background erklärt, was sich dahinter verbirgt und wie einzelne Bundesländer Erreichbarkeitsstandards setzen.
Werden die Batterien von E-Autos als mobile Speicher genutzt, kann dies die Gesamtkosten des europäischen Energiesystems deutlich senken. Doch noch fressen die Steuern und Umlagen beim Laden und Rückspeisen des Stroms die Erlöse am Strommarkt auf. Das Bundeswirtschaftsministerium will das ändern.
Die Kosten für die Passagier- und Gepäckkontrollen an den Flughäfen haben in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Das Kabinett will heute höhere Gebühren möglich machen. Flughäfen und Airlines wehren sich und hoffen auf ein Nein der Länder.
Neun Monate nach Beginn des Embargos gegen russische Öl-Produkte wächst das Risiko einer Dieselverknappung in Nordwesteuropa. Deutschland dürfte stärker betroffen sein als andere, da die Dieselverfügbarkeit auch durch beträchtliche Probleme an einer Raffinerie in Bayern limitiert ist. Das muss die Preise aber nicht zwingend steigern.
Überraschend politisch startet der Dekra-Nutzfahrzeugkongress: Verkehrsstaatssekretär Hartmut Höppner verreißt die Klimapolitik der Vorgängerregierung. Direkt anschließend erklärt Martin Schmied vom Umweltbundesamt, warum E-Fuels bei Pkw und Lkw eine schlechte Idee sind.
Der gebirgige Nordwesten Spaniens ist Touristenmagnet, die Region ist jedoch schlecht angebunden. Mit der Anbindung an den Atlantik-Korridor soll auch die Wirtschaft besser mit Europa verbunden werden. Bis Pilger den Rückweg vom Jakobsgrab bequem mit dem Schnellzug durch Frankreich antreten können, wird es aber noch etwas dauern.
Bei seiner fünftägigen Reise in die USA trifft Volker Wissing viele Gesprächspartner zu den Themen Verkehr und Künstliche Intelligenz. Deren Regulierung will der Minister international abstimmen, wofür die Grundlage gelegt worden sei. Bei den Themen Bahn und ÖPNV können die Amerikaner wohl eher von Deutschland lernen als umgekehrt.
Der Suezkanal und die Straße von Hormus sind Lebensadern der Weltwirtschaft. Würde sich der Krieg zwischen Israel und Hamas auf die Region ausweiten, könnten die Wasserstraßen in Gefahr sein. Die Folgen wären katastrophal.
Die Aufregung war groß, als Cruise vergangene Woche die Fahrerlaubnis für seine autonome Taxiflotte in San Francisco entzogen wurde. Ein Blick auf die Unfallzahlen im Kontext der gefahrenen Kilometer lohnt sich. Expert:innen ordnen den Zwischenfall für Tagesspiegel Background ein.
Bei der Bahn stehen Tarifverhandlungen an und die Gewerkschaften kündigen bereits Arbeitskampfmaßnahmen an. Die könnten auch den Weihnachtsreiseverkehr treffen. Die Arbeitnehmerorganisationen stehen dabei in einem harten Konkurrenzkampf.
Elektrische Tretroller werden inzwischen von einer diverseren Nutzergruppe und zunehmend auch im Alltag ausgeliehen, zeigen Studien. Häufig werden Fahrten mit dem ÖPNV kombiniert. Mit verpflichtenden Parkzonen können Kommunen gegen Wildwuchs vorgehen.
Die Stillhaltefrist der EU-Kommission zur E-Fuels-Freigabe läuft heute aus. Damit nimmt das FDP-Projekt eine wichtige Hürde. Dennoch wird es noch bis Mitte April kommenden Jahres dauern, bis synthetische Kraftstoffe an deutschen Tankstellen in Reinform verkauft werden können.