Obwohl viele Wasserstoffvorhaben stocken oder abgebrochen werden, zeigt sich der europäische Gasnetzverband Entso-G zuversichtlich. Er rechnet damit, dass binnen fünf Jahren zahlreiche Anlagen in Betrieb gehen – vor allem Leitungen. Die Liste der Speicher, Import-Terminals und Elektrolyseure ist hingegen kurz.
Aktionismus vermeiden, Klimaziele im Blick behalten und keinen hartnäckigen Zertifikate-Überschuss schaffen: Diese und andere Forderungen stellen Forschende mit Blick auf Brüsseler Reformpläne für den zweiten europäischen Emissionshandel. Am Dienstagabend gab die Kommission mehr Details zu ihrem Vorhaben bekannt.
Die Bundesnetzagentur will mit einer Handreichung zum Anschluss von Speichern Klarheit für die Branche schaffen. Das Windhundprinzip muss demnach insbesondere bei kleinen Anlagen nicht zur Anwendung kommen, Netzbetreiber können eigene Konzepte entwickeln. Die Speicherbranche befürchtet einen neuen Verfahrensdschungel.
Bundeskartellamt und Bundesnetzagentur sehen in einem Bericht zu den Preisausschlägen während der Dunkelflauten Ende 2024 kein Hinweis für gezielte Marktmanipulationen. Ähnliche Situationen vermeiden soll in Zukunft der Neubau von Kraftwerken. Experten fordern als Konsequenz mehr Transparenz im Strommarkt, auch für Kleinanlagen.
In seinem neuen Masterplan Ladeinfrastruktur kündigt das Verkehrsministerium Förderprogramme für Mehrfamilienhäuser und Betriebe an, die E-Lkw nutzen. Beides steht aber unter Finanzierungsvorbehalt. Außerdem soll es Erleichterungen im Alltag geben wie die Abschaffung der Blockiergebühren in der Nacht.
Die EU-Mitgliedstaaten haben sich am Montag hinter ein Ende von Erdgas-Importen aus Russland gestellt. Doch in Italien, Griechenland und anderswo bleiben Sorgen vor Preissprüngen auf den Märkten. Auch deshalb fordern drei Länder mehr EU-Gelder für Infrastruktur, vor allem für den Transport von Erdgas.
Die EU streitet über ihre Klimaziele für 2040. Ein Rechtsgutachten im Auftrag der Grünen warnt nun vor einer Klagewelle, sollten die Vorgaben verwässert werden. Die CDU sieht bei den Grünen eine Mitverantwortung für den Streit.
Der Bundesrat hat sich zu den beiden Gesetzentwürfen geäußert, mit dem die Regierung die Strompreise senken will. Alle Verbrauchsgruppen sollten demnach gleichbehandelt werden, egal ob Unternehmen oder private Haushalte. Außerdem reichten die Entlastungen in Summe noch nicht aus.
In der Diskussion um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Europa kommt die EU-Kommission den Unternehmen weiter entgegen. Sie will über geänderte Beihilfeleitlinien den Kreis der Betriebe erweitern, die sich von steigenden Energiekosten im Zuge des Emissionshandels entlasten lassen können. Aus der Industrie kommt Zustimmung.
Saubere Technologien aus Europa in die ganze Welt verkaufen: Dieses Ziel schwebt über der neuen Diplomatiestrategie der EU-Kommission für die globale Klima- und Energiewende. Angesichts des Drucks von außen ist das „angemessen“, sagt ein Forscher – die Verbindung zum internationalen Klimaschutz aber fehle.
Eine Reihe von Mitgliedsstaaten und mehrere EU-Abgeordnete haben jüngst gefordert, dass der Emissionshandel für Gebäude und Verkehr sozialverträglicher ausgestaltet wird. Die EU-Kommission soll nun zwei Änderungen ins Auge gefasst haben: das Vorziehen der ETS-2-Einnahmen und eine Reform der Marktstabilitätsreserve.
Trotz Schutzmaßnahmen und ständiger Reparaturarbeit bleibt das stark zentralisierte Energiesystem der Ukraine anfällig für russische Angriffe. Regionen und Kommunen setzen deshalb zunehmend auf eigene Lösungen, um ihre Versorgung sicherzustellen. Aber sie stoßen an technische und rechtliche Grenzen.
Die Union hatte im Bundestagswahlkampf Stimmung gegen das sogenannte Heizungsgesetz gemacht und dessen Abschaffung gefordert. Fünf Monate nach Start der Regierung ist weiter unklar, wie eine Reform aussehen könnte. Dies sorgt für Verunsicherung und sinkende Verkaufszahlen.
Vom Gesetz zur Stärkung des Energieverbraucherschutzes erhoffen sich die Verbände Lösungen für viele Probleme. Rechtsunsicherheit bei „Kundenanlagen“ ist eines der dringlichsten. Auch die Schwierigkeiten beim Netzanschluss und beim Smart-Meter-Rollout hielten Fachleute in einer Bundestagsanhörung für eiligst lösungsbedürftig.
Die schwarz-rote Koalition ist sich nicht einig, mit welcher Position sie in Brüssel beim Thema Verbrenner-Aus auftreten soll. Die Union will die CO2-Regulierung lockern, in der SPD gehen die Meinungen weit auseinander. Ein Kompromiss ist nicht in Sicht. Stattdessen gibt es aus der SPD-Fraktion einen neuen Vorschlag für die E-Auto-Förderung.
Der Kanzler gibt heute eine Regierungserklärung zum EU-Gipfel kommende Woche ab. Abgeordnete von Grünen und SPD fordern in auf, sich klar zum 90-Prozent-Klimaziel zu bekennen. Aus der Union heißt es, konkrete Forderungen wie das Verbrenner-Aus erschweren eine Einigung.
Vier Wochen vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Belém spricht Brasiliens stellvertretender Finanzminister Dario Durigan über die Bedeutung des neuen Klimafonds TFFF. Die Suche nach Unterstützern ist schwierig – doch der Klimaschutz hätte eine Chance, wenn Deutschland mitzieht.
Geld in Sicht: Die Nordseestaaten möchten mit der EU-Kommission die Finanzierung für Offshore-Windparks neu denken, zeigt ein Beschlussentwurf, der Tagesspiegel Background vorliegt. Für stabilere Lieferketten bringt das Bündnis außerdem eine gemeinsame Beschaffung von Komponenten ins Spiel.
Die Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 gilt seit Russlands Überfall auf die Ukraine als tot. Aber das deutsche Zertifizierungsverfahren ist nur vorläufig ausgesetzt. Es könnte wieder gestartet werden, zeigt eine Antwort des Wirtschaftsministeriums. Mögliche Motive gibt es genug. Einen kritischen internen Bericht hält das Ministerium unter Verschluss.
Diplomaten in London müssen über einen Paradigmenwechsel im internationalen Seeverkehr entscheiden: Ein neues Regelwerk soll eine CO2-Bepreisung für den Sektor einführen und Anreize für mehr alternative Kraftstoffe schaffen. Der Nabu blickt einem „historischen Durchbruch“ entgegen, während die USA mit Sanktionen drohen.
Die Bundesregierung plant, den Ausbau von Offshore-Anlagen und Stromnetzen zu beschleunigen. Die Gesetzespläne waren nun Gegenstand einer Anhörung im Bundestag. Die geladenen Expertinnen und Experten warben für Nachbesserungen.
Mit einer Länge von über 2000 Kilometern betreibt die BEW Berliner Energie und Wärme das größte Fernwärmenetz Westeuropas. Über die Herausforderung, die Infrastruktur weiter auszubauen, den Kohleausstieg umzusetzen und parallel einen Eigentümerwechsel zu managen, spricht BEW-Chef Christian Feuerherd im Interview.
Die EU-Kommission will die lahmende Elektrifizierung energieintensiver Wirtschaftssektoren beschleunigen. Sie hat zunächst sondiert, was Unternehmen, Verbände und andere Organisationen davon erwarten. Die Rückmeldungen sollen beim Erstellen eines EU-Aktionsplans helfen.
Erst ja, dann nein und nun doch: Die Union will die Stromsteuer für sämtliche Verbraucher senken, nicht nur für die Industrie. Die Opposition drängt darauf. Zumal der Netzentgelt-Zuschuss des Bundes wohl kaum bei den Leuten ankommt.
Schon im nächsten Jahr soll die kostenlose Zuteilung von CO2-Zertifikaten im Europäischen Emissionshandel sinken. Industrievertreter schlagen deshalb Alarm. Die Bundesregierung wirbt dafür, die kostenlose Zuteilung zu verlängern. Den ursprünglichen Plänen der EU-Kommission zufolge soll sie nämlich schon 2034 enden.
Die Bundesregierung will mit EU-Unterstützung ein milliardenschweres Förderprogramm für kleine und mittlere Einkommen auflegen. Der Verkauf günstiger E-Autos soll angekurbelt werden. Beim Autogipfel sagt der Kanzler zu, in Brüssel einen „harten Schnitt“ zu Lasten der Autobranche im Jahr 2035 verhindern zu wollen.
Smart Meter müssen in Deutschland höhere Standards erfüllen als in anderen EU-Staaten. Laut einer Umfrage im Auftrag des Digital- und Elektroverbandes ZVEI ist das im Interesse der meisten Verbraucher. Die Bundesregierung sieht keinen Grund, von diesem Ansatz abzuweichen.
Ohne die USA ist es schwieriger geworden, ärmere Länder bei der Bekämpfung des Klimawandels zu unterstützen. Vor allem brauchen sie schuldenfreies Geld. Auf der Climate Week in New York haben Klimaschützerinnen neue grüne Finanzierungsmodelle diskutiert.
Angesichts der Dauerkrise der Industrie geraten Klimaschutzvorgaben unter Druck. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BDI, Holger Lösch, wünscht sich im Interview mit Karsten Wiedemann mehr Flexibilität und weniger staatliche Eingriffe, auch wenn dies Folgen für das Erreichen der Klimaziele hätte.
Die Ukraine entwickelt ihre Biomethanproduktion weiter: Die Mengen steigen rasant, sodass sie zu einer strategischen Ressource für die EU werden könnten. Denn der Energieträger eröffnet Chancen für die Unabhängigkeit von russischem Erdgas. Im Weg stehen Zertifizierungspflichten und Zollbürokratie.
Für den frühzeitigen Ausstieg aus der Braunkohle erhalten die Versorger Entschädigungen. Über die Summe für den ostdeutschen Konzern Leag gab es große Diskussionen. Mit Änderungen am Gesetz zum Kohleausstieg ermöglicht das Wirtschaftsministerium nun, dass das Geld an die Leag fließen kann.
Bundeswirtschaftsministerin Reiche möchte den Neubau von neuen Gaskraftwerken im Umfang von bis zu 20 Gigawatt mit staatlichen Beihilfen fördern. Doch die Pläne stehen auf EU-beihilferechtlich wackligen Füßen. Das zeigt ein Rechtsgutachten im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe.
Versäumnisse beim Klimaschutz zwingen die Bundesregierung, ein Maßnahmenpaket zu schnüren. Der Umweltminister hat es eilig wegen der laufenden Haushaltsverhandlungen. Verbände fordern eine Investitionsoffensive aus dem Sondervermögen.
Kleinere Einfuhrkontingente und höhere Zölle: Die EU-Kommission hat neue Maßnahmen angekündigt, um Importe von Billigstahl zu beschränken und den EU-Markt vor Überkapazitäten abzuschirmen. Um die Zukunft der europäischen Stahlbranche zu sichern, setzen SPD und Agora Industrie auf den Emissionshandel – und grüne Leitmärkte.
Keine Schummeleien geduldet: Die EU-Länder wollen sicherstellen, dass Brüssel das geplante Verbot von russischen Erdgasimporten durchsetzt – und Hintertüren schließt. Bei einem vermeintlichen „Transit“ von russischem Erdgas durch die EU sollen strenge Kontrollen greifen, heißt es in einem Beschlussentwurf der dänischen Ratspräsidentschaft.
Die Bundesnetzagentur will das Bandlastprivileg bei den Netzentgelten für die energieintensive Industrie durch Flexibilitätsanreize ersetzen. Doch das ist nicht ihre einzige Baustelle. Präsident Klaus Müller spricht im Interview über Kraftwerksausschreibungen und darüber, ob es noch Änderungen bei der Reform der Netzregulierung geben wird.
Öffentlichkeitsbeteiligung ist eigentlich Pflicht in Planungs- und Genehmigungsverfahren für Infrastrukturprojekte. In der Praxis sieht es jedoch ganz anders aus: Nicht einmal ein Drittel der Verfahren wird öffentlich gemacht, zeigt ein Monitoringbericht.
Vier Fachleute haben rechtliche Zweifel am Mercosur-Abkommen. Nicht nur den Kniff der Kommission, das Abkommen in zwei Teile zu spalten, halten sie für fraglich. Der Vertragstext enthalte auch ein Element, dass die europäische Umwelt- und Klimagesetzgebung massiv behindern könnte.
Vor fünf Monaten legte ein Blackout die iberischen Halbinsel für viele Stunden lahm. Die Suche nach den Ursachen geht auch nach der Veröffentlichung eines Berichts der europäischen Übertragungsnetzbetreiber weiter. Linda Osusky hat den Bericht ausgewertet und mit Experten gesprochen.
Das Bundeswirtschaftsministerium strebt weiter einen Erneuerbaren-Anteil von 80 Prozent am Stromverbrauch bis 2030 an. Doch selbst bei deutlich abgesenkten Bedarfsprognosen könnte dieses Ziel verfehlt werden. Das zeigt eine Analyse von Aurora Energy Research.
Die EU-Kommission will bald Ausschreibungen für den Import von erneuerbarem Wasserstoff auf den Weg bringen. Wie die Brüsseler Führungsriege diese Auktion gestalten könnte, hat sie vom Fraunhofer-Institut skizzieren lassen. Im Mittelpunkt steht dabei der geplante Wasserstoff-Korridor von Nordafrika nach Deutschland.
Die Übertragungsnetzbetreiber im Strombereich werden ihre Netzentgelte 2026 halbieren, falls der Bund sich mit einem Zuschuss beteiligt. Das Wirtschaftsministerium kündigt eine Dauerlösung ab 2027 an. Die Stahlindustrie drängt auf einen Industriestrompreis und wird erhört.
Mit der am Mittwoch vorgestellten Abteilungsstruktur will Wirtschaftsministerin Reiche Zuständigkeiten für Wasserstoff bündeln. Den Molekül-Hochlauf plant die Regierung mit dem parallel verabschiedeten Wasserstoffbeschleunigungsgesetz zu beflügeln. Für das Vorhaben gibt es Lob, aber auch Forderungen, etwa nach einem Aktionsplan für Offshore-Wasserstoff.
Ein „Fusionsökosystem“ soll in Deutschland entstehen, das sieht der neue Aktionsplan zur Kernfusion vor. Das Forschungsministerium legt darin dar, wie es Unternehmen und Instituten helfen will, sogenannte Demonstratoren zu bauen – die Vorstufe eines tatsächlichen Kraftwerksprototyps.
Klimakommissar Wopke Hoekstra hofft weiterhin auf Beschlüsse für einen EU-Klimaplan für 2035 und ein EU-Klimaziel für 2040 – und das wenige Wochen vor der COP30. Frankreich hat derweil Bedingungen für diese Meilensteine diktiert. Unter den Forderungen: Eine weitere Reform der Klimazölle und der rasche Start einer 100-Milliarden-Euro-Förderbank.
Die Bundesnetzagentur hat einen zweiten Anlauf gestartet, die Industrienetzentgelte zu reformieren. Doch auch an den neuen Vorschlägen für Flexibilitätsanreize äußern viele Unternehmensvertreter Zweifel. Für Branchen mit geringem Flexibilitätspotenzial sieht die Behörde Speicher als Lösung – die Umsetzung ist aber nicht ohne Hürden.
Klesch vs. Deutschland, Nord Stream 2 vs. Deutschland, AET vs. Deutschland – nach wie vor laufen Schadenersatzklagen von Energieinvestoren vor internationalen Schiedsgerichten. Und in vielen Investitionsschutzabkommen Deutschlands schlummert das Risiko weiterer Klagen. NGOs mahnen: Aussteigen oder nachverhandeln.
Es geht um 255 Milliarden Euro wirtschaftlichen Mehrwert und bis zu 100.000 neue Arbeitsplätze. Dezentrale Energielösungen könnten die Energiewende billiger machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie eines Zusammenschlusses von Anbietern dieser Lösungen.
Wälder, Moore, Böden – Umweltminister Carsten Schneider hat seinen Vorschlag zur Weiterentwicklung des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz präsentiert. Mit über 800 Millionen Euro für 2026 und mehr als einer Milliarde ab 2028 scheinen Förderungen gut finanziert zu werden. Doch Land- und Forstwirte müssen auch mitmachen.
6,1 Milliarden Euro an Haushaltsmitteln hat Deutschland im Jahr 2024 für den globalen Klimaschutz und die globale Klimaanpassung bereitgestellt. Eine versprochene Zielmarke ist damit erreicht – doch Gelder für die Folgejahre stehen infrage. Klären muss die Bundesregierung außerdem ihre Haltung zur umstrittenen Idee eines Tropenwaldfonds.
Die Gefahr von Cyberangriffen auf kritische Energieinfrastruktur wächst, viele Anlagenbetreiber schützen sich bereits umfassend. Doch manche Unternehmen hinken hinterher, was fatale Folgen haben kann für die Versorgungssicherheit. Abgestimmte Sicherheitskonzepte können helfen – aber an der Regulierung hakt es.
Die CCS-Technologie sollte auch an Erdgaskraftwerken untersagt werden, fordern die Länder. Der Bund müsse endlich klären, welche Emissionen sich nicht vermeiden lassen und förderfähig sind. Ministerin Reiche will die Förderung nächste Woche starten, mit halbem Volumen.
Der Bund muss aus Sicht der Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer mehr tun, um Haushalte und Unternehmen von Energie- und CO2-Kosten zu entlasten. Das Thema Bezahlbarkeit steht auch im Fokus eines Treffens der Landesenergieministerinnen und Minister mit Verbänden an diesem Montag in Berlin.
Die russischen Provokationen im Nato-Luftraum und nicht identifizierte Drohnen in Dänemark zeigen, wie verletzlich Europa und seine Infrastrukturen für Drohnenangriffe sind. Die EU kündigt mit so viel Nachdruck wie noch nie einen „Drohnenwall“ an. Bei der Beantwortung vieler offener Fragen soll die Ukraine helfen.
Der EU-Abgeordnete Peter Liese (CDU) hat einen Plan, wie die EU sich doch noch auf einen Klimaschutzplan (NDC) vor der COP30 einigen kann. Die Idee: 72,5 Prozent weniger Emissionen bis 2035 und wenn nötig ein geringeres EU-Klimaziel 2040. Forschende sehen in einem EU-NDC eine Schlüsselrolle für Erfolge bei den UN-Klimaverhandlungen.
Finnland arbeitet an neuen Methoden, Sabotage von Energieinfrastruktur in der Ostsee zu verhindern. Den Rahmen bildet seine „Sicherheitsstrategie für die Gesellschaft“. Der Fall des Schattentankers „Eagle S“ hatte erhebliche Sicherheits- und Rechtslücken offenbart.
In der ersten Bundesratssitzung nach der Sommerpause stehen mehrere energiepolitische Vorhaben auf der Tagesordnung. Schwerpunkte sind die Umsetzung der EU-Erneuerbaren-Richtlinie (RED III) im Bereich Offshore-Wind und Stromnetze sowie die rechtliche Ausgestaltung von CCS. Die Ausschussempfehlungen enthalten zahlreiche Vorschläge für Nachbesserungen.
Die BNetzA ist entschlossen, die Bandlast-Profiteure zu flexiblem Stromverbrauch anzureizen und legt drei Vorschläge für eine Reform der Industrienetzentgelte vor. Anders als zuvor adressiert sie auch die Belange von schwer zu flexibilisierenden Branchen. Speicher sieht sie etwa für Glasproduzenten als Lösung. Die Chemieindustrie ist dennoch skeptisch.
Die EU steht vor dem UN-Klimagipfel ohne Klimaschutzpläne da. Und trotzdem fordern Berlin und Brüssel nun mit 14 weiteren Nationen „von allen Ländern“ genau solche Pläne, welche die 1,5-Grad-Klimagrenze wahren. Der EU-Rat will zudem die globale Energiewirtschaft „weit vor 2050“ frei von fossilen Brennstoffen sehen, zeigt ein Beschlussentwurf.
Auf der New York Climate Week sucht die amerikanische Klima-Community nach Strategien, um Klimaziele einzuhalten – trotz Blockaden der Trump-Regierung. Sie wollen den Ausbau erneuerbarer Energien schnell ausbauen und diskutieren die Rolle der Bundesstaaten.
Eigentlich sollte der künftige Ankauf von CO2-Zertifikaten im Haushalt 2026 in den KTF wandern – doch das wurde verhindert. Welches Ressort die voraussichtlichen Milliardenkosten in einigen Jahren stemmen muss, ist nach wie vor offen. Möglich scheint, dass es sich zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium entscheiden wird.
Die Niederlande wollen ihr Stromnetzgeschäft in Deutschland endlich loswerden. Ein Börsengang ist vom Tisch, aber ausgesuchte Investoren stehen bereit. Darunter sind Norwegens Staatsfonds und die bundeseigene KfW.
Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indonesien offenbart noch immer Differenzen bei EU-Regeln zum Schutz gegen Waldzerstörung. Indonesische Palmöl-Exporteure sollen Hilfe bekommen, um die Vorgaben zu erfüllen. Doch noch am selben Tag verkündet Brüssel, die Regeln um ein weiteres Jahr zu verschieben.
Die EU-Kommission will im Oktober ein detailliertes Regelwerk für die Anerkennung von CO2-Entnahmen festlegen. Mit Blick auf den Entwurf fordert die Energiebranche einen längeren Zeithorizont für solche Projekte. Umweltschützende dagegen befürchten „erschwindelte“ Klimaschutz-Zertifikate.
Das Digitalministerium arbeitet an einer nationalen Strategie für Rechenzentren und hat erste Anregungen gesammelt. Die Branche sorgt sich zunehmend um das Problem verfügbarer Stromanschlüsse. Im Spannungsfeld zwischen Rechenleistung und Nachhaltigkeit zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab.
Auf Druck von US-Präsident Trump will die EU-Kommission den Ausstieg aus russischem Gas beschleunigen. Die Mitgliedsstaaten müssten mehrheitlich zustimmen. Experten warnen vor neuen fossilen Abhängigkeiten.