Vielfältige Fruchtfolgen sind gut für Umwelt und Ackerbau. Doch es gibt in Deutschland kaum einen Markt für untypische Feldfrüchte, sodass Landwirte immer wieder dieselbe Handvoll Fruchtarten anbauen.
Ein Impfstoff gegen den grassierenden Virustyp der Blauzungenkrankheit lässt auf sich warten, die drei Impfstoffe mit deutscher Notzulassung haben Schwächen. Die Forderungen aus dem EU-Agrarausschuss sind daher deutlich: mehr Geld und Tempo bei der Impfstoffentwicklung. Wie sinnvoll eine Impfpflicht wäre, scheint derweil fraglich.
Nachdem Bundesagrarminister Cem Özdemir die Verbändeanhörung für Milchlieferverträge gestartet hat, weht ihm Gegenwind aus der Branche entgegen. Doch es gibt auch Verbündete, die den Vorstoß, die Position der Milchbauern im Markt zu stärken, unterstützen. Ausgerechnet in den Reihen der ZKL jedoch scheiden sich die Geister.
Mit einem Beschluss von Dienstag kann die EU ein aktives Bestandsmanagement für den Wolf freigeben. Einem Freifahrtschein soll das Votum aber nicht gleichkommen. Während Landwirtschaftsverbände jubeln, kritisieren Naturschützer den Beschluss als Fehlentscheidung.
Alternative Eiweißquellen rücken im Lebensmittel- und Futtermittelbereich zunehmend in den Fokus, wenn es darum geht, den steigenden globalen Proteinbedarf nachhaltig zu decken. Das Bundesinstitut für Risikobewertung forscht schon länger zu neuen Proteinquellen – und hat dabei vor allem mögliche Gesundheitsrisiken im Blick.
Einen Monat lang hat die EVP das EU-Parlament, den Rat, die Kommission und viele Unternehmen in Atem gehalten: Inhaltliche Änderungen am Waldschutzgesetz sollten in letzter Sekunde noch ein „Bürokratiemonster“ verhindern. Die umstrittenen Änderungsvorschläge sind nun vom Tisch, ein ohnehin geplanter Aufschub ist gesichert. Doch es bleiben Narben.
In Deutschland landen noch immer viele Nahrungsmittel auf dem Müll – sieben Prozent davon im Handel. Ein Bericht des Thünen-Instituts im Auftrag des Bundesagrarministeriums sieht die Supermarktketten und den Großhandel nun auf einem guten freiwilligen Weg. Doch der Bericht legt auch Ausbaupotenzial offen.
Im zweiten EUDR-Trilog entscheidet sich heute, ob Rat oder Parlament längeren Atem beweisen. In Deutschland wird derweil vorgesorgt: Um eine rechtliche Grauzone zu verhindern, geht im Bundestag wohl Ende der Woche ein Durchführungsgesetz in die erste Lesung. Das BMEL bewertet eine Lücke im Entwurf als unproblematisch, Umweltverbände sehen das anders.
Die UN-Konferenz zur Wüstenbildung in Riad adressiert extreme Dürren und Trockenheit. Delegierte diskutieren über Landrechte und nachhaltige Bodennutzung. Der Weltdürre-Atlas warnt vor zunehmender Trockenheit, die Millionen betrifft. Experten fordern umfassende Ansätze zur Bekämpfung der Wüstenbildung.
Zahlreiche Pflanzenzüchter zeigen sich besorgt über die offene Patentfrage in der geplanten Regulierung von Pflanzen und Produkten aus neuen Züchtungsmethoden. Einige sehen die Zukunft der Branche in Gefahr. Gerade kleine und mittlere Zuchtbetriebe drängen auf eine schnelle Einigung.
Kurz vor Weihnachten 2024 hatte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen mit ihrem Vorstoß Schlagzeilen gemacht, nun steht eine Entscheidung an: Diese Woche entscheiden die Vertragsstaaten der Berner Konvention, ob es dem Wolf künftig leichter an den Kragen geht. Voraussichtlich am Dienstag wird die Kommission ihren Antrag in Straßburg präsentieren.
Die heute beginnende UN-Konferenz gegen die Wüstenbildung ist die größte ihrer Art. Zur Eröffnung fordert ein Bericht eine Kurskorrektur in der Landwirtschaft, um die Bodendegradation zu bekämpfen. Denn Entwaldung und nicht nachhaltige Praktiken würden die Ökosysteme bedrohen.
Es geht ein Aufatmen durch die Agrarwirtschaft: Die BayWa kann trotz ihres Schuldenbergs gerettet werden. Das bescheinigt ihr der zweite Entwurf des Sanierungsgutachtens. Allerdings nennt Chefsanierer Baur eine zentrale Voraussetzung: Bestimmte Unternehmensteile müssen verkauft werden.
Mit einem zukunftsfähigen Wassermanagement in der Landwirtschaft hat sich das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag beschäftigt. Eine Reihe von politischen und landwirtschaftlichen Maßnahmen wurde präsentiert. Gegen das sich verschärfende Problem ist vor allem eines nötig: Investitionstätigkeit.
Die Ukraine behauptet sich trotz Krieg als bedeutender Agrarakteur, mit 11,4 Milliarden Euro Exporten im ersten Halbjahr 2024. Bei einem EU-Beitritt könnte die Ukraine der größte Empfänger von Agrarsubventionen werden. Dafür gibt es aber eine Lösung.
Für die Änderungswünsche des Parlaments sieht es nicht gut aus: Den Rat konnte ein Mittelweg nach EVP-Gusto diese Woche jedenfalls nicht überzeugen. Kein gutes Vorzeichen für den zweiten Trilogtermin am Dienstag. Die Zeit für einen Fristaufschub um ein Jahr, den eigentlich allen Seiten wollen, wird derweil immer knapper.
Für den frischgebackenen Agrarkommissar Hansen ist die To-Do-Liste jetzt schon lang, auch die ersten Verbände melden Begehrlichkeiten an. Während der Luxemburger diesen kaum aus dem Weg gehen kann, dürfte er ein Abschiedsgeschenk seines Vorgängers wahrscheinlich ignorieren.
Wie wird sich die deutsche Landwirtschaft in den kommenden zehn Jahren entwickeln? Forschende des Thünen-Instituts haben Projektionsergebnisse vorgelegt: Es wird weniger Getreide angebaut, die Tierbestände sinken, die Fleischerzeugung ebenso. Untersucht haben die Forschenden auch den Effekt einer europaweiten CO2-Steuer auf die Landwirtschaft.
Das Kabinett hat eine Vergabereform beschlossen, die Regionalität als Ausschreibungskriterium für Kantinen vorsieht. Für die Grünen-Abgeordnete Anne Monika Spallek kann dies einen Paradigmenwechsel für mehr regionale Wertschöpfung bewirken. Der Gesetzentwurf muss allerdings noch durch den Bundestag, wo seit dem Koalitionsbruch die Mehrheiten fehlen.
Rund zwei Jahre werkeln die Vereinten Nationen inzwischen an einem globalen Abkommen gegen die Plastikvermüllung der Ökosysteme. Bislang mit wenig Erfolg. Auch die laufende fünfte Verhandlungsrunde in Südkorea macht aktuell wenig Hoffnung auf einen Durchbruch. Dabei wäre eine Lösung gerade auch für die Nahrungsmittelproduktion wichtig.
Der Auftrag war ein anderer gewesen. Statt eines Dreiseiters legt die Zukunftskommission Landwirtschaft jetzt erneut einen Rundumschlag vor. Viele Empfehlungen bauen auf dem Bericht des Gremiums von 2021 auf, doch es finden sich auch neue Impulse. Ebenso wie deutliche Worte an die scheidende und die kommende Bundesregierung.
Informationen allein reichen nicht aus, um Menschen zu einer gesünderen Ernährung zu bewegen. Das unterstreicht eine neue Studie aus Großbritannien. Während das Land vorangeht, herrscht in Deutschland Stillstand.
Ein zuckerhaltiger Schokoriegel als High-Protein-Produkt, ein Bananenjoghurt ohne Bananen: Angaben auf Lebensmitteln verwirren oder täuschen gar, kritisiert der EU-Rechnungshof. In den Rechtsvorschriften der EU klaffen große Lücken, die es zu schließen gilt.
Für freiwillige Kohlenstoffmärkte laut Pariser Abkommen wurden in Baku wesentliche Bestimmungen verabschiedet. Doch es gibt Zweifel, wie integer die Regeln sind. Befürchtet wird außerdem, dass sie auf Greenwashing hinauslaufen. Weitere Details sind noch bis 2025 zu klären.
Volles Programm im Bundesrat: Die Absenkung der Umsatzsteuerpauschale passierte das Gremium – wenn auch unter viel Kritik –, ebenso die Vereinfachungen bei den GLÖZ-Standards, die unbefristete Zulassung von Blauzungenimpfstoffen sowie die Verschärfung des Tierschutzgesetzes. Doch der Rauswurf der Brandenburger Gesundheitsministerin überschattete all das.
Landwirtschaft und Ernährung bleiben in den Beschlüssen der Klimakonferenz in Baku weitgehend außen vor. Dabei sind sie essenziell, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Brasilien immerhin setzt in seinem ambitionierten Klimaziel auf Waldschutz. Hoffnung macht auch der Plan, die drei UN-Konventionen zu Klima, Biodiversität und Wüstenbildung zusammenzubinden.
Die Umweltrechtsorganisation Client Earth hat Klage gegen das Land Mecklenburg-Vorpommern eingereicht. Bei landwirtschaftlichen Projekten werde keine Verträglichkeitsprüfung nach FFH-Richtlinie durchgeführt, so der Vorwurf. Landwirtschaft und Naturschutz können aber miteinander einhergehen, erklären Jennifer Seyderhelm und Christiane Gerstetter im Interview.
Ohne neue Förderregelungen könnte ein Zehntel aller Anlagen im kommenden Jahr vom Netz gehen, warnte die Biogasbranche. Dabei könnten flexible Biogasanlagen durchaus eine Schlüsselrolle in der Energieversorgung übernehmen. Stabilere Rahmenbedingungen erwartet die Branche von der kommenden Regierung.
Die EU hat beschlossen, dass Unternehmen Nachhaltigkeitsdaten künftig gemäß der Richtlinie CSRD veröffentlichen müssen. Doch das deutsche Umsetzungsgesetz will die CDU nicht mitbeschließen. Nun hängt es an der FDP, ob es noch vor der Bundestagswahl kommen kann.
Der Anhörungskrimi in Brüssel ist ausgestanden: EVP, S&D und Renew haben ihre gegenseitigen Blockaden aufgegeben und sich für die anstehende Zusammenarbeit sogar auf eine Art „Koalitionsvertrag light“ geeinigt. Neben den Vize-Präsident:innen wurde auch der Tierwohlkommissar Várhelyi bestätigt, muss einen Teil seines Portfolios aber abgeben.
Es bleiben weniger als vier Wochen, um ein Chaos bei der Entwaldungsverordnung noch zu verhindern. Während Kommission und Mitgliedsstaaten sich bei einem einjährigen Aufschub einig sind, scheint die Verhandlerin des Parlaments an den inhaltlichen Änderungsforderungen der Abgeordneten vorerst festhalten zu wollen. Ein Drahtseilakt.
Mehrere EU-Regulierungen verpflichten Unternehmen zu Nachhaltigkeitsangaben. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will die Vorschriften zusammenfassen und die Zahl der geforderten Angaben verringern. Die geplanten Änderungen an Bestandteilen der Sustainable-Finance-Regulierung sind damit umfassender als bislang bekannt.
Natürlicher Klimaschutz steht im Fokus eines Thementags bei der Klimakonferenz in Baku. Ein breites Bündnis forderte am Mittwoch mehr finanzielle Unterstützung für Wälder und Feuchtgebiete. Das Greifswald Moorzentrum präsentiert heute einen neuen Atlas.
Die Menschen essen hierzulande gesünder und umweltbewusster als zuvor – zumindest zu Hause. Das ist Fazit des neuen DGE-Ernährungsberichts. In der Außer-Haus-Versorgung und mit Blick auf soziale Ernährungsfaktoren besteht jedoch noch großes Nachholpotenzial. Bei alternativen Proteinquellen und hoch verarbeiteten Lebensmitteln braucht es zudem mehr Forschung.
Dank des Eilverfahrens im EU-Parlament hat die Forderung nach einer Null-Risiko-Kategorie für die EUDR es bereits in den Botschafterausschuss geschafft. Wie Deutschland sich dort positionieren wird, ist noch ungewiss. Ein potenzielles Schlupfloch für Staaten mit zweifelhafter Waldschutzbilanz könnte dabei aber eine Rolle spielen.
Die bei der UN-Klimakonferenz in Baku gestartete Harmonyia-Initiative ist ein Metavorhaben, um Agrarinitiativen zu vereinen und Investitionen zu fördern. Kritiker fordern jedoch konkrete Emissionssenkungen. Dänemark setzt bereits auf CO2-Abgaben in der Landwirtschaft.
Martin Frick vom UN-Welternährungsprogramm fordert mehr Klimahilfen für Kleinbauern. Ein Bericht zeigt: Diese haben kaum Zugang zu internationalen Klimafonds. Landwirte kämpfen weltweit zunehmend ums Überleben. Anpassungen sind möglich, brauchen aber Unterstützung.
Die Verhandlungen in Aserbaidschan sind weitgehend festgefahren. Nun präsentiert der COP29-Präsident einen groben Fahrplan für die kommenden Tage. Zum Finanzziel haben einige Industrieländer offenbar neue Zahlen ins Gespräch gebracht.
Ein EU-Projekt zur nachhaltigen Gestaltung des globalen Agrarhandels endet heute mit der Vorstellung eines Berichts. In moderierten Dialogen haben die internationalen Projektteilnehmer Kompromisse gefunden. Die Strategien und Maßnahmen sollen Entscheidungsträgern in Politik und Unternehmen als Leitfaden dienen – und lassen kaum ein Themenfeld aus.
Viele Initiativen zu Landwirtschaft und Klimaschutz, aber wenig Verbindliches in den Verhandlungen bringt die UN-Klimakonferenz in Baku. Ein Thementag „Agrar und Ernährung“ will Stränge zusammenführen. Methanemissionen bleiben ein strittiges Thema.
Dänemark, speziell die Stadt Kopenhagen, zeigt, wie es möglich ist, die Versorgung in öffentlichen Küchen gesünder, leckerer und nachhaltiger zu machen. Auch in Deutschland wurden erste Ansätze aus Dänemark übernommen. Ein Bericht.
Das Europaparlament hat den Weg freigemacht, um das Anti-Entwaldungsgesetz der EU doch noch aufzuschnüren. Deutschland und andere Staaten sollen von einer „Null-Risiko“-Kategorie profitieren. Um diese festzuzurren, fehlt aber noch das OK aus dem Rat. Dabei könnte nicht nur der enge Zeitplan problematisch werden.
Eine neue Studie zeigt: Emissionsgutschriften schützen das Klima meist viel weniger als angegeben, manchmal überhaupt nicht. Gerade Projekte zum Erhalt von Wäldern schaffen mehr Zertifikate als gerechtfertigt wäre. Die Erkenntnisse geben einen Vorgeschmack auf mögliche Probleme mit dem neuen internationalen Kohlenstoffmarkt.
Deutschland hat zu wenig für den Erhalt artenreicher Mähwiesen getan und dadurch das Verschlechterungsverbot der FFH-Richtlinie nicht eingehalten. Zu diesem Schluss kamen die EuGH-Richter am Donnerstag. Nun muss nachgebessert werden. Politisch ist dabei auf alle Ursachen des Mähwiesenschwunds zu reagieren, sagen Umweltverbände.
Eine Reihe von Pflanzenschutzmitteln, die als hochgefährlich eingestuft werden, exportiert die EU nach wie vor in Drittstaaten. In einer Öffentlichen Anhörung im Bundestag diskutierten Experten darüber, ob den Importländern mit einem Ausfuhrverbot geholfen wäre – und bei wem die Verantwortlichkeit für die Risiken liegt.
Heute entscheidet sich, ob das EU-Gesetz für entwaldungsfreie Lieferketten noch einmal aufgeschnürt werden könnte: Entsprechende Änderungsanträge liegen auf dem Tisch. Hüter und Reformer des längst verabschiedeten Gesetzes versuchen im Endspurt noch letzte Unentschiedene zu mobilisieren.
Bei einem Gipfel während der UN-Klimakonferenz verhielt sich die EU auffällig schweigsam zu den Methanemissionen der Landwirtschaft. Der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung kündigte immerhin 900 Millionen Dollar Hilfen für die Minderung des Klimagases an. Aber auch Lachgas bleibt ein großes Problem.
Die EU-REACH-Verordnung und die CLP-Verordung regulieren Chemikalien und sollen zu mehr Umweltschutz und Verbrauchersicherheit führen. Mehrere Bundesländer aber fordern nun Reformen: Man solle trotz anderer Pläne bei der bisherigen Risikobewertung bleiben und Verbote mit anderen Interessen abwägen, heißt es in zwei Beschlussvorschlägen.
Eine neue Richtlinie erleichtert künftig das Bauen von höheren Gebäuden mit Holz. Bayern und NRW haben das innerhalb der Bauministerkonferenz abgestimmt. Die Initiative wird von der deutschen Holzwirtschaft begrüßt. Bei der Kreislaufwirtschaft im Holzsektor gibt es aus Sicht von Experten aber noch Entwicklungspotential.
Lebendtiertransporte in Drittstaaten bedeuten oftmals viel Tierleid. Das BMEL fordert Reformen in der EU. Dort steckt die Tiertransportverordnung seit Monaten fest. Ein von NGOs, Juristen und der Bundestierschutzbeauftragten geforderter nationaler Alleingang stößt bei Cem Özdemir auf taube Ohren.
Das BMEL hat die Waldschutznovelle am Montag offiziell abmoderiert. Während einige das als letzten Sargnagel des Vorhabens feiern, sehen andere den Schritt eher als Unterbrechung. Diese sei schmerzlich, doch auch die neue Regierung werde nicht um eine Modernisierung des Gesetzes herumkommen.
An der Umsetzung von Artikel 148 der GMO hat das BMEL intensiv gearbeitet. Ziel war, die Verhandlungsposition der Milchbäuer:innen zu verbessern. Futter für eine mögliche Ausgestaltung des Paragrafen bietet eine neue Studie. Sie zeigt eine marktwirtschaftliche Lösung auf, die auch einer neuen, konservativen Bundesregierung gefallen könnte.
Agrarminister Cem Özdemir hielt sich während der Eskalation des Ampel-Zerwürfnisses in Sambia auf. Ein Bericht über die agrarpolitischen Ziele, die Özdemir in Afrika bis zu seiner Abreise verfolgte und eine Rekonstruktion, wie er nach dem Bruch der Koalition weit weg von Berlin zum Doppelressortchef auf Zeit wurde.
Der Handel mit CO2-Zertifikaten aus freiwilligen Klimaprojekten kann ein wichtiger Baustein für mehr Klimaschutz sein. Dafür aber braucht es strenge Regeln, sonst ist Greenwashing die Folge. Ein entsprechender Artikel des Paris-Abkommens ist deshalb immer noch nicht mit Leben gefüllt. Bei der Klimakonferenz in Baku aber soll es vorangehen.
Nach langer Ankündigung macht die EVP Ernst: Am Donnerstag bringt sie umfassende inhaltliche Änderungsanträge zur EUDR im EU-Parlament zur Abstimmung. Ob diese Segen oder Verderben für den Kern der Verordnung bedeuten könnten, kommt ganz auf die Perspektive an. Über die Details zu den Anträgen, die jüngsten Reaktionen und die BMEL-Position.
Ein neuer Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen macht erneut klar: Wir brauchen eine Transformation – alles andere wird teuer. Ungesundes Essen führt etwa schon heute zu mehr als 70 Prozent aller versteckten Kosten des weltweiten Agrar- und Ernährungssystems.
Das Aus für die Ampel bedeutet auch eine Vollbremsung für zahlreiche geplante Gesetze. Ein Überblick dazu, welche Initiativen aus dem Agrar- und Ernährungsbereich nun vorerst liegen bleiben dürften. Oder ganz begraben werden.
Die Berufung zum Doppelminister erreichte Cem Özdemir auf seiner Afrikareise: Bis zu den Neuwahlen soll er auch das Forschungsministerium übernehmen. Dabei übte der Agrarminister auch Selbstkritik am Erscheinungsbild der Ampel-Koalition. Ein Regierungsmitglied aber habe Eigeninteressen über die des Landes gestellt.
Die geplante Verlängerung der EUDR-Umsetzungsfrist um ein Jahr gilt als Kompromiss. Jetzt grätschen die Konservativen offenbar mit Revisionen in das Eilverfahren des Parlaments hinein, die deutlich weiter gehen.
The Donald ist zurück und mit ihm so manches Risiko, das Europa lieber an sich vorbeiziehen gesehen hätte. Was eine zweite Amtszeit des Republikaners Donald Trump für die Landwirtschaft in der EU bedeuten könnte.
Der Agrarausschuss des Bundestages hat am Mittwoch die Planung eines weiteren Fachgesprächs zu den Empfehlungen des Bürgerrats Ernährung abgelehnt. Linken-Politikerin Ina Latendorf bezeichnete das als empörend. Doch SPD-Politikerin Susanne Mittag nennt gute Gründe für die Entscheidung. Wie es mit den Vorschlägen der Bürgerinnen und Bürger weitergeht.
Die Staats- und Regierungschefs versagten dabei, Anreize und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die globalen Finanzflüsse zum Erhalt des biologischen Reichtums beitragen. Jetzt seien die Realwirtschaft und Finanzinstitute am Zug, sagten Fachleute Tagesspiegel Background.
Während in Berlin darum gerungen wird, ob und wie es mit der Ampel-Koalition weitergeht, setzt Bundesagrarminister Cem Özdemir agrar- und ernährungspolitische Impulse im mehrere tausend Kilometer entfernten Äthiopien. Eine Bilanz der ersten zwei Tage der Afrika-Reise.
Zur Eröffnung der diesjährigen Innovationstage des Bundeslandwirtschaftsministeriums stand am Montag das Grünland im Mittelpunkt. Praxis, Wissenschaft und Politik sind sich einig: Die Grünlandnutzung braucht eine Perspektive, damit die vielen Vorteile der Flächen zum Tragen kommen.
Während die Agrarbranche vor einer Ratifizierung des Mercosur-Abkommens warnt, entgegnet der EU-Handelskommissar-Anwärter Maroš Šefčovič bei seiner Anhörung: Das Freihandelsabkommen bringt der EU vor allem Vorteile. Fraglich ist, ob er damit Mercosur-Kritiker umstimmt. Von sich als Kommissar hat er in seinem Hearing jedenfalls überzeugt.