Das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet daran, die industriepolitischen Vorgaben der EU in die geplante EEG-Novelle zu gießen. Am stärksten und akutesten ist der Handlungsdruck bei Permanentmagneten, für die das Ministerium mit Europas Windbranche eine Resilienz-Roadmap entwickelt hat.
Die globale Energiewende setzt Milliardeninvestitionen aus der Privatwirtschaft voraus – auch in Schwellen- und Entwicklungsländern. International geförderte Garantien können die Transformation unterstützen. Die Green Guarantee Group gibt nun Empfehlungen, wie die Finanzinstrumente künftig besser zum Einsatz kommen können.
Während Europa Milliarden in grüne Wasserstofftechnologien investiert, drängen chinesische Hersteller mit hohem Tempo auf den Markt – besonders bei der Schlüsseltechnologie, der Elektrolyse. Noch hat Europa Chancen, ein Debakel wie bei der Photovoltaik abzuwenden.
China baut die Solar- und Windenergie so rasant aus, dass zumindest in den Statistiken die Bedeutung der Kohlekraft schrumpft. Auch bei den Emissionen macht sich das bemerkbar. Agora Energiewende hat erstmals umfassend den Umbau des chinesischen Energiesystems untersucht.
Die neue Bundesregierung hat die NIS-2-Richtlinie der EU wieder aufgenommen und begonnen, sie umzusetzen. Aber der Referentenentwurf enthält eine Änderung der Geltungsbereiche. Das könnte gerade für Stadtwerke und andere kommunale Unternehmen fatal sein. Der zuständige Verband VKU zeigt sich bereits besorgt.
Mit Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft will Dänemark neben Sicherheit auch die Energiewende in der EU voranbringen. Es geht um den Ausbau erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und wettbewerbsfähige Strompreise. Aber auch mit der ersten CO2-Steuer in der Viehwirtschaft will Dänemark mit gutem Beispiel vorangehen.
Die NGO „Finanzwende“ will, dass die Bafin stärker gegen Greenwashing vorgeht. Gleichzeitig soll die Finanzaufsicht die Stabilität einzelner Institute sowie des Finanzsystems als Ganzes in Zeiten der Klimakrise sichern und Nachhaltigkeit wirksamer bei sich verankern. Doch in der Behörde sieht man die Sache etwas anders.
Drei Prozent des neuen EU-Klimaziels für 2040 soll über Klimaschutzprojekte im Ausland erbracht werden können. Proportional gesehen würden so aber 18 Prozent mehr Emissionen ausgegeben werden, rechnet das Öko-Institut. Außerdem ist fraglich, ob dieses Schlupfloch tatsächlich Geld spart.
Im Zuge der geplanten Netzentgeltreform der Bundesnetzagentur stellen sich mehrere Energieverbände gegen die Einführung von Einspeiseentgelten. Offener steht die Branche Baukostenzuschüssen gegenüber. Breite Zustimmung findet erneut ein Kapazitätspreis.
Wind auf See und an Land, Solarenergie, Stromnetze und Geothermie: Auf Druck der EU zündet die neue Bundesregierung in vielen Bereichen den Genehmigungsturbo. Das wird höchste Zeit, doch manch ein Experte rät zur Gründlichkeit vor Schnelligkeit.
2026 tritt der in CBAM in Kraft. Die CO2-Abgabe könnte zu einer schweren Bürde für die ohnehin notleidende ukrainische Industrie werden. Obwohl die EU-Kommission bereit ist, die vollständige Einführung des Zolls für die Ukraine bis 2027 zu verschieben, hat der Staat bisher noch keinen offiziellen Antrag auf eine solche Verschiebung gestellt.
Viele Milliarden müssen in den kommenden Jahren in den Ausbau der Verteilnetze fließen. Den Investitionsbedarf können die vielen Betreiber laut einer neuen Studie der Deutschen Energie-Agentur nicht stemmen. Die Experten schlagen neue Finanzierungswege vor.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Alarmstufe Gas zur Frühwarnstufe herabgesetzt – ein Schritt, den eigentlich schon Robert Habeck gehen wollte. Dass die deutschen Gasspeicher derzeit deutlich leerer sind als noch vor einem Jahr, darin sieht Katherina Reiche keinen Grund zur Sorge.
Der weltgrößte Ölexporteur will eine Industrie für Seltene Erden aufbauen. Für die EU ist das eine verlockende Gelegenheit, mit Saudi-Arabien wieder enger zusammenzuarbeiten. Experten warnen, dass dies ausgerechnet die Risiken für Europa birgt, die verringert werden sollen.
Vorschläge aus der Union, über eine gekappte Wärmepumpenförderung eine allgemeine Stromsteuersenkung zu finanzieren, stoßen auf scharfe Kritik der Heizungsbranche. Auch inhaltlich scheint der Vorstoß wenig durchdacht. Aus der Industrie kommt derweil Druck, die Stromsteuer für alle auszusetzen.
Die Kommission will am Mittwoch einen Gesetzesvorschlag für das EU-Klimaziel 2040 unterbreiten – doch der Rückhalt bei EU-Ländern und im EU-Parlament ist fraglich. Ein CDU-Europaabgeordneter bringt einen frühen Einsatz von internationalen Klimaschutzzertifikaten als Kompromiss ins Spiel. Aus der Forschung kommen dagegen Warnungen.
Die Bundesregierung will Flugwindenergie vorantreiben. Lange und komplexe Genehmigungsverfahren und eine Förderungslücke behindern jedoch den Markthochlauf der Flugdrachen-Technologie.
Die Vorverhandlungen zur COP30 sind in Bonn zu Ende gegangen. Während bei einigen technischen Fragen Fortschritte erzielt wurden, stehen die ganz großen Themen – etwa der gewaltige Bedarf an Klimainvestitionen und wie ein Ausstieg aus fossilen Brennstoffen aussehen könnte – nicht einmal auf der Tagesordnung der COP.
Olexij Brecht wacht über die Stromtrassen der Ukraine. Der Chef des Staatsunternehmens Ukrenergo spricht über russische Raketenangriffe, deutsche Flugabwehrsysteme, Betonbarrieren und unterirdische Leitwarten. Er teilt die Lehren aus dem Krieg mit seinen Kollegen in der EU.
In den kommenden Monaten will Energiekommissar Dan Jørgensen ein Stromnetzpaket vorlegen – und damit den EU-weiten Ausbau von Stromnetzen beschleunigen. Eine Expertin hat Reformideen für Vereinfachungen. Der europäische Stromverband fordert derweil mehr Mitspracherecht für die Verteilnetzbetreiber.
Kurz bevor die EU-Kommission ihren Vorschlag für ein neues EU-Klimaziel vorlegt, fordern mehrere Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, Reformen für den Emissionshandel für Gebäude und Verkehr. Dadurch sollen Auswirkungen auf Verbraucher abgefedert werden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will zudem eine Debatte über das neue Klimaziel anstoßen.
Die Regierungskoalition erwägt den Erneuerbaren-Ausbau zu bremsen, falls Stromverbrauch und Netzausbau nicht hinterherkommen. Alles wartet auf einen Monitoringbericht, den das EWI-Institut vorlegen soll. Vergeblich um den Auftrag bemüht hatten sich die Fachleute des Wirtschaftsministeriums und der Bundesnetzagentur.
Der Netzausbau schreitet voran, Transformatoren sind Mangelware. Während europäische Hersteller mit der Produktion nicht hinterherkommen, könnte China liefern. Bisher gehen die deutschen Netzbetreiber kaum auf den Lockruf aus Fernost ein, aus Angst vor Sicherheitsrisiken. Kleinen Unternehmen könnten aber keine Alternativen bleiben.
Die Finanzierung der deutschen LNG-Terminals soll in 2025 aus dem neuen Sondervermögen geschehen. Das stößt auf Kritik, so wie die Finanzierung der Gasspeicherumlage aus dem KTF. Die Bundesregierung setzt auf Gas und möchte dessen Einkauf wieder in die Hände des Marktes geben – der zeigt aber wenig Interesse in Sachen Einspeicherung.
Für abgesagte Stromsteuersenkung ernten Union und SPD viel Kritik - auch aus den eigenen Reihen. Im parlamentarischen Verfahren könnte die Entlastung nun doch noch kommen.
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche geht in der Causa Northvolt auf Distanz zu ihrem Vorgänger Robert Habeck. PwC, von Habeck zur Prüfung des Batteriefabrik-Projekts beauftragt, rechnete nicht mit einem Ausfall, hatte aber Zweifel an den Wachstumsplänen. Das Gutachten liegt nun vor.
Nur für stromintensive Unternehmen, nur drei Jahre lang und nur bei Investitionen in den Klimaschutz: Die EU-Kommission stellt mit neuen Beihilferegeln die Bedingungen für einen Industriestrompreis. Die Energiebranche sorgt sich angesichts der Spielräume um Stromlieferverträge. Fachleute sehen an anderer Stelle eine Chance verpasst.
Der Deutschland-Stack ist ein Vorzeigeprojekt des neuen Bundesdigitalministeriums. Das Vorhaben soll für Ordnung in der staatlichen IT-Landschaft sorgen – und im Planungsprozess für das Wasserstoffkernnetz.
Mithilfe der Rechtspopulisten wollten Frankreichs Konservative den Ausbau der Erneuerbaren stoppen. Doch eine große Mehrheit der Nationalversammlung hat den Plan abgelehnt. Währenddessen leidet die Atomstrom-Produktion unter der Hitze.
Dank gelockerter Schuldenregeln will der Bund deutlich mehr Geld ausgeben, wie die Entwürfe für den Haushalt 2025 und die Sondervermögen für Infrastruktur und Klima zeigen. In vielen Punkten orientieren sich CDU und SPD dabei an Ampel-Plänen. Einschnitte gibt es für den Wasserstoffhochlauf und offene Fragen bei den Energiepreissenkungen
Die Autoindustrie und konservative Politiker in Brüssel wollen die CO2-Regulierung für Pkw kippen und durch eine Lebenszyklusanalyse ersetzen. Dahinter steht eine langfristige Strategie. Der ADAC zeigt aber schon heute: E-Autos sind insgesamt am saubersten.
Der Bundeshaushalt 2025 soll heute das Kabinett passieren. Ein Dokument zeigt, dass ein Großteil des Geldes aus dem Sondervermögen in Infrastruktur statt in Klimaschutz fließen soll. Der KTF dagegen schrumpft doch nicht ganz so sehr, wie befürchtet – soll allerdings dafür verwendet werden, die Gasspeicherumlage zu finanzieren.
Die Bundesregierung gibt sich bezüglich der Folgen des Krieges in Nahost für die Energieversorgung noch gelassen. Doch an den Märkten ist Unsicherheit zu spüren – das könnte auch Folgen für die Befüllung der Gasspeicher haben.
Gängige Preisprognosen für klimafreundlichen Wasserstoff per Elektrolyse sind viel zu optimistisch, schlussfolgern FfE-Forscher aus neuen Berechnungen. Die Praxis zeigt demnach, dass Investitions- und Stromkosten unterschätzt wurden. Der H2-Hochlauf in Deutschland kann dennoch klappen.
Das Bundeswirtschafts- und das Bundesumweltministerium organisieren derzeit den Übergang der Abteilung für Klimaschutz. Noch ist unklar, wer für die Themen CCS und den EU-Klimazoll CBAM zuständig ist. Beide Themen sind sowohl industrie- als auch klimarelevant.
Der US-Angriff auf iranische Atomanlagen bringt erneut das Drohszenario einer Schließung der Straße von Hormus auf den Plan. Irans Parlament hat sich bereits dafür ausgesprochen, das letzte Wort hat aber der Sicherheitsrat. Die USA warnen vor einem solchen Schritt, von dem ein großer Teil der Öl-Exporte betroffen wäre.
Die EU-Kommission will mit gelockerten Beihilferegeln nationalen Regierungen ermöglichen, ihre energieintensive Industrie gezielt zu entlasten. Mehr Beachtung als im Entwurf zuvor schenkt Brüssel kohlenstoffarmem Wasserstoff und RFNBOs.
Die Entscheidung des Stahlkonzerns gegen eine Produktionsumstellung auf Wasserstoff bleibt wohl ein Einzelfall. Um einen Dominoeffekt zu vermeiden, stellt die Bundesregierung Gesetze und Förderprogramme auf den Prüfstand. Ein erneuter Stahlgipfel soll alle Akteure an einen Tisch holen.
Diese Woche will das Kabinett skizzieren, wie der neue Fonds für Infrastruktur und Klimaneutralität aussehen soll. Der Gesetzentwurf genüge verfassungsrechtlichen Ansprüchen nicht, warnen Rechtsexperten in einem der Redaktion exklusiv vorliegenden Gutachten. Die Opposition befürchtet einen Verschiebebahnhof.
Technologien, die CO2 direkt aus der Atmosphäre saugen und einspeichern, dürften in Zukunft eine große Rolle spielen. Doch noch lässt sich sehr schwer sagen, wie viel die Verfahren kosten werden. Eine Studie des europäischen Parlaments nennt Herausforderungen und Handlungsempfehlungen, damit der Hochlauf gelingen kann.
Die Bundesregierung will das entscheidende Klimaschutzinstrument im Verkehr, die THG-Quote, im Einklang mit EU-Recht nachschärfen. Neben Neuregelungen für die Anrechnung von Biokraftstoffen und der Erweiterung der Quote auf alle Verkehrsbereiche soll sie über das Jahr 2030 hinaus bis 2040 jährlich steigen.
Auch die neue Bundesregierung will den Ausbau von intelligenten Messsystemen vereinfachen und schneller machen. In der Branche kommt das gut an. Umstritten ist aber die Frage, ob vereinfachte Zähler helfen können.
Ab Juli übernimmt Dänemark die EU-Ratspräsidentschaft von Polen. Der nordische Staat wird damit den Takt in der Energie- und Klimagesetzgebung vorgeben. Auf der Prioritätenliste steht die Einigung zum EU-Klimaziel 2040, zu einem Industriegesetz und zum Ausstieg aus russischen Erdgasimporten.
Das verbleibende CO2-Budget für das 1,5-Grad-Ziel könnte schon in wenigen Jahren aufgebraucht sein, wenn die Emissionen nicht deutlich sinken. Das zeigt eine heute veröffentlichte Studie. Doch trotz der Dringlichkeit hat bislang kaum ein Land seine Klimaziele für 2030 nachgeschärft, wie eine weitere Analyse belegt.
Der Industrieausschuss des Parlaments stellt sich in einer Resolution hinter den Clean Industrial Deal der Kommission und fordert eine schnelle und entschlossene Dekarbonisierung. Die rechten Fraktionen sehen das naturgemäß anders und fordern eine Rückabwicklung zahlreicher Gesetze.
Die Bundesnetzagentur bleibt ihrer bisherigen Linie bei der großen Netzentgeltreform treu. Trotz erheblicher Kritik von Netzbetreibern hält die Behörde im Festlegungsentwurf mittelfristig an einer Verkürzung der Regulierungsperioden fest. Kleinere Netzbetreiber im vereinfachten Verfahren sollen keinen Ausgleich bei steigenden Betriebskosten erhalten.
Der Bundesgesetzgeber will die Zulassungsverfahren für Flusswärmepumpen beschleunigen. Wie die EU es gefordert hat. Jetzt sind noch die Länder zu überzeugen.
Bis Ende 2027 soll die EU die russischen Erdgasimporte schrittweise einstellen, schlägt die Kommission vor. Einfuhren auf Basis neuer Lieferverträge will Brüssel bereits zum Jahreswechsel verbieten. Eine Expertin warnt vor möglichen indirekten Lieferungen über Drittländer – und vor Überkapazitäten beim Erdgas nach 2030.
Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass Negativemissionen sowie in Drittländern erbrachte CO2-Minderungen in den Europäischen Emissionshandel integriert werden. Eine neue Studie des Öko-Instituts schaut sich beide Optionen an. Sie warnt vor der Integration von Artikel-6-Zertifikaten. Bei Negativemissionen sieht sie begrenztes Potenzial.
Zwist in Luxemburg: Weil nicht alle EU-Energieminister zustimmten, gibt es keine gemeinsamen Beschlüsse zur Energiepolitik. Unter den angedachten Beschlüssen war der Rückhalt für ein Ende russischer Energieimporte, für die engere Verflechtung der europäischen Stromnetze und ein Bekenntnis zu den EU-Klimazielen.
Große Wärmepumpen könnten der Wärmewende neuen Schwung geben. Doch bürokratische Hürden und uneinheitliche Genehmigungsverfahren bremsen den Ausbau. Die Branche fordert klare Regeln, schnellere Verfahren und politischen Rückenwind.
Der Krieg zwischen Israel und Iran hat das Potenzial, die Energiemärkte durcheinanderzuwirbeln. Die Bundesregierung und Experten sehen noch keinen Anlass zur Sorge und auch die Märkte für Öl und Gas zeigen sich entspannt. Dies könnte sich ändern, sobald die maritimen Lieferrouten für Öl und Gas von dem Konflikt betroffen sind.
Es ist mittlerweile Position der Bundesregierung, dass eine Wiederaufnahme von russischen Gaslieferungen über die Nord-Stream-Pipelines abzulehnen ist. Die SPD könnte die Haltung auf dem anstehenden Bundesparteitag offiziell auch als ihre übernehmen. „Nein zu Nord Stream" heißt es in einem Antrag.
Die UN-Ozeankonferenz hat Fortschritte beim Meeresschutz gebracht. Umweltorganisationen fordern jetzt, die Zusagen schnell und konkret umzusetzen - das gilt auch für Deutschland.
Seit Jahren wird eine Schattenflotte an Kohlemeilern in Bereitschaft gehalten. Weil der Neubau flexibler Gaskraftwerke stockt, mehren sich Stimmen, die eine Strategie für die Reserveanlagen fordern. Bei den Kraftwerksbetreibern kommt die Idee unterschiedlich an.
Klimaschutzprojekte im Ausland – vereinbart im berüchtigten Artikel 6 des Pariser Klimaschutzabkommens – sind der Knackpunkt des EU-Klimaziels 2040. Sie versprechen kosteneffizienten Klimaschutz, andererseits warnen Kritiker vor Ramsch-Angeboten und perversen Anreizen. Ein Überblick über die Debatte.
In drei Ländern Europas könnte die Versorgung mit Erdgas bei schweren Schäden an der Importinfrastruktur zusammenbrechen. Eine Analyse der europäischen Transportnetzbetreiber zeigt, woran das liegt. Deutschland käme mit einer „single largest infrastructure disruption“ vergleichsweise gut zurecht.
Die Energiebranche begrüßt grundsätzlich, dass die Bundesregierung mit einem 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen in die Klimaneutralität investieren will. Sie warnt Finanzminister Lars Klingbeil aber vor Tricks. So seien die geplanten Strompreissenkungen keine Infrastrukturmaßnahme und gehörten damit nicht aus dem Sondervermögen bezahlt.
Die Koalition will das Energieeffizienzgesetz auf die allernotwendigsten Mindeststandards im EU-Recht zurückstutzen. Die Auswirkungen sind umfangreich – und die Maßnahme umstritten. Was die Befürworter und Gegner der Zurückführung zu sagen haben.
Die Bundesnetzagentur novelliert die IT-Sicherheitskataloge. Diese enthalten die IT-Sicherheitsvorgaben für die Energiebranche. Der Zeitpunkt ist bedenklich. NIS-2 ist noch nicht umgesetzt. Auch ein Konflikt mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zeichnet sich ab.
Zwar hat die Weltgemeinschaft die Abkehr von fossilen Brennstoffen beschlossen. Doch über die Umsetzung wollen manche Länder gar nicht reden. Wie es mit dem Dialog weitergehen kann, wollen Klimadiplomaten in Bonn aushandeln. Ein Forscher fordert: Im Zweifel sollte Brasilien eine eigene Konferenz einberufen.
CO2 untertage speichern, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür – das ist die Haltung der Brandenburger Landesregierung. Ein potenzielles Exportziel sei Nachbarland Polen. Die Grünen haben erheblichen Klärungsbedarf.
Er hätte mehr Zeit gehabt, doch Bundesumweltminister Carsten Schneider will das Klimaschutzprogramm im November ins Kabinett einbringen. Zuvor will er per Verordnung die Sektorziele für den Zeitraum 2031 bis 2040 festschreiben, wie aus der Vorhabenplanung seines Hauses hervorgeht. Im Plan fehlt allerdings ein Datum für den Klimasozialplan.
Beim Bau neuer Kraftwerke setzt die Wirtschaftsministerin vor allem auf Erdgas – der Übergang zu Wasserstoff bleibt offen. Doch ohne H2-ready-Kraftwerke wackelt auch die Finanzierung des H2-Kernnetzes. Experten sehen aber noch ganz andere Risiken für das Projekt.
Ein kleines lateinamerikanisches Land beliefert fast allein die europäische Windkraftbranche mit einem Schlüsselmaterial: Balsaholz. Das ist nur ein Beispiel für gefährliche Abhängigkeiten bei kritischen Rohstoffen, warnen Forschende. Die Fachleute geben Empfehlungen für eine sicherere Versorgung der Branche.
Die Grünen und ihr Kernthema Klima sind in den Umfragen unten. Nun muss die Partei aus der Opposition heraus den Aufstieg meistern. Dafür wollen die Grünen nicht nur regelmäßig der Regierung ihre Verfehlungen vorhalten. Sondern die Menschen mit einer neuen Erzählung für den Klimaschutz gewinnen.