SPD und Grüne wollen der heimischen Solarindustrie zu alter Stärke verhelfen. Denkbar wären insbesondere Nachhaltigkeitsanforderungen an die Produktion oder spezielle Boni. Die Koalitionspartner von der FDP sind alles andere als überzeugt.
Langfristig strebt Deutschland eine grüne Energiepartnerschaft mit der Ukraine und den Import von Wasserstoff an. Um ihre eigene Stromversorgung zu decken und somit eine stabile Basis für Energieexporte zu haben, braucht die Ukraine aber die Kernenergie. Deren Versorgung mit Uran ist ungewiss.
Ein zentrales Vorhaben der Klimakonferenz ist gefährdet: Diplomat:innen konnten in entscheidenden Fragen keine gemeinsame Linie zu einem Fonds für Klimaschäden finden. Wegweisende Empfehlungen für die Ausgestaltung des Geldtopfs bleiben aus – was als schlechtes Vorzeichen für die weiteren Klimaverhandlungen gilt.
Die EU-Kommission hat einen Aktionsplan für die Windkraft entworfen. Demnach will sie die Notfallverordnung verlängern, weil sich die Umsetzung der Erneuerbaren-Richtlinie durch die Mitgliedsstaaten verzögert. Das Bundeswirtschaftsministerium hat sich bereits an die Arbeit gemacht.
Noch gibt es keinerlei politische Antwort darauf, wie im Jahr 2027 der deutsche CO2-Markt für die Bereiche Gebäuden und Verkehr in einen europäischen Markt übergehen soll. Der Thinktank Agora Energiewende macht einen ersten Aufschlag – und spricht sich für eine Verdopplung des CO2-Preises schon im nächsten Jahr aus, um Preisschocks zu verhindern.
Der Meeresspiegel steigt und Überschwemmungen nehmen zu. Dennoch passen sich Küstengebiete auf der ganzen Welt im Schnitt nur mittelmäßig an die Folgen der Klimakrise an, zeigt eine neue Studie in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“. Die Forschenden machen Zielvorschläge für die kommenden Klimaverhandlungen.
Iberischer Wasserstoff soll bis nach Deutschland geleitet werden. Mit OGE beteiligt sich nun auch ein deutscher Fernleitungsnetzbetreiber an dem Projekt H2med. Wie viel von den veranschlagten zwei Millionen Tonnen H2 pro Jahr am Ende in Deutschland ankommt, ist offen.
Grundsätzlich wird das Nutzen von EE-Strom, der ansonsten wegen Netzengpässen abgeregelt werden müsste, allseitig begrüßt. Doch bei Übertragungsnetzbetreibern und BDEW gibt es erhebliche Zweifel, ob die Ampelkoalition ein überzeugendes Gesetz vorgelegt hat. Falsche Anreize, Überkomplexität und beihilferechtliche Probleme werden befürchtet.
Texanische Umweltaktivistinnen warnen in Deutschland vor den Folgen langfristiger Gas-Lieferverträge mit amerikanischen Verflüssigern. Die Standortgemeinden an der Küste von Texas und Louisiana wollen keine „Kolonie für die Förderung fossiler Brennstoffe“ sein.
Städte und Gemeinden müssen bereits Ausschreibungen vorbereiten, um künftig die kommunale Wärmeplanung zu leisten. Anna-Lena Meiners vom Verein Civitas Connect rät, bei der Ausschreibung und Auftragsvergabe auf Datensouveränität zu achten und sich am besten schon technisch einzuarbeiten.
Nach zähen Verhandlungen hat sich der EU-Rat auf seine Position zur Reform des EU-Strommarkts geeinigt. Deutschland und Frankreich stimmten einem Kompromiss zu, wonach auch besehende Atomkraftwerke staatlich gefördert werden dürfen, solange die EU keine Wettbewerbsverzerrung befürchtet.
Elektrolyseure und andere flexible Verbraucher sollen örtlich günstig an erneuerbaren Strom kommen, wenn die Erzeuger ansonsten aufgrund von Netzengpässen abgeregelt werden. Die Ampel hat „Nutzen statt Abregeln“ in die laufende EnWG-Reform eingearbeitet. Die Sorgen vor Missbrauch sind groß, die Regulierung ist deshalb hochkomplex.
Eine riesiger Anlagenpark von Batteriespeichern in Privathäusern steht bereit, um Einspeisespitzen von PV-Anlagen aufzufangen und das Netz zu entlasten – theoretisch. In der Praxis fehlen Anlagenbetreibern die Anreize dazu. Ein Beratungsunternehmen schlägt vor, das zu ändern.
Die seit vielen Jahren laufende Netzentwicklungsplanung für Erdgas soll künftig auch Wasserstoffnetze erfassen. Dazu verlangt der Bund eine Reihe von Änderungen am Prozess. Wichtigste Schaltstelle wird eine neue Koordinationseinheit der Netzbetreiber, wie aus einem Gesetzentwurf hervorgeht.
Tendenziell steigen die Kosten für die Nutzung des Stromnetzes im Süden deutlich, während sie im Norden stabiler bleiben. Unter anderem liegt das am boomenden PV-Ausbau. Die im bundesweiten Schnitt zweistellig steigenden Entgelte fachen die Debatte um politische Eingriffe an.
Seine Ernennung als neuer EU-Klimakommissar war hochumstritten, nun ist der Niederländer Wopke Hoekstra im Amt. Im Interview betont er, dass er bestens für den Job geeignet ist und dass er sich keine Illusionen über schwierige Verhandlungen auf der COP28 macht.
Mit dem Net Zero Industry Act sollen Nachhaltigkeitskriterien bei der Vergabe öffentlicher Aufträge und in Ausschreibungen erneuerbarer Energien zur Pflicht werden, sind sich die EU-Organe im Grunde einig. Damit wollen sie den europäischen Herstellern einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
SPD und FDP machen im Bundestag deutlich: Bei der Wärmeplanung soll die Biomasse eine stärkere Rolle spielen. Das Gesetz soll noch einmal entsprechend überarbeitet werden. Der VKU dringt auf Vorfahrt für die Wärmenetze. Wo sie eine wichtige Rolle spielen, dürfe es keine Förderung für Wärmepumpen und Wasserstoffheizungen geben.
Die Ukraine hat so viel Erfahrung mit Angriffen auf ihr Energiesystem, dass der Netzbetreiber Ukrenergo den Deutschen Tipps gibt für den Fall, dass es sie ebenfalls trifft. Das Land sieht sich auf eine neue Offensive Russlands gegen seine Kraftwerke und Netze besser vorbereitet als vor einem Jahr.
Die Weltbankgruppe schreibt ihre Grundsätze im Sinne des Klimaschutzes um. Ein weiteres Ergebnis der Jahrestagung: Ärmere und dem Klimawandel ausgelieferte Länder sollen ihre Schuldenrückzahlungen bei Katastrophen pausieren dürfen. Die Beschlüsse sind ein Meilenstein – doch ein großer Streit in der Klimafinanzierung steht noch bevor.
Am Sonntag wählt Polen ein neues Parlament. Die leise Abkehr von fossilen Energien wird begleitet vom Versprechen, dass Polen an seiner Identität als Kohleland festhält. Wie passt das zusammen? Im Wahlkampf überwogen Sicherheit und Migration das Thema Klima.
Könnte Strom verlustfrei durch Leitungen fließen, würde das die Anwendung vieler Technologien revolutionieren. Weltweit arbeiten Forschende an Supraleitung bei Raumtemperatur – kurz schien der Durchbruch schon geglückt.
Deutschland muss sich an die Folgen des Klimawandels anpassen – doch wer soll das bezahlen? Hier bahnt sich ein großer Streit zwischen Bund und Ländern an, zeigt eine Stellungnahme der Bundesregierung vom Mittwoch. Eine Hürde bei der gemeinsamen Finanzierung sind verfassungsrechtliche Beschränkungen.
Die agrarstarke Ukraine könnte helfen, fossiles Gas im deutschen Energiesystem durch Biomethan zu ersetzen. Damit müsse man nicht warten, bis der Krieg vorbei ist, schlagen das Zentrum Liberale Moderne und Zukunft Gas vor. Aber es gibt hohe Hürden, und die haben mit dem Krieg nichts zu tun.
Seit dem Wochenende liegt die Erdgas-Pipeline Balticconnector in der Ostsee still. Experten vermuten einen Anschlag mechanischer oder explosiver Art, ein zufälliger Schaden scheint inzwischen unwahrscheinlich.
Noch ist nicht einmal sicher, ob tatsächlich ein Anschlag dahintersteckt. Doch allein der Verweis auf „äußere Einwirkung“, die zum Ausfall der Pipeline Balticconnector zwischen Finnland und Estland führte, lässt die Gaspreise in die Höhe schießen.
Mit einem Vergleich der Klima-Architektur verschiedener Länder machen Forschende Vorschläge für die Novelle des deutschen Klimaschutzgesetzes. Den Schritt von sektorspezifischen hin zu sektorübergreifenden Maßnahmen finden sie gar nicht nachteilig – bei guter Umsetzung.
Eine Anfrage der Union zeigt: Das BMWK verfolgt weiter die widersprüchliche Linie, dass es staatlich geförderte Gaskraftwerke braucht, die Versorgungssicherheit aber nicht davon abhängt. Kosten, Vergütungsmechanismus, Zeitplan – an vielen Stellen stehen große Fragezeichen hinter der Kraftwerksstrategie. Bei den Koalitionspartnern wachsen Skepsis und Unmut.
Sollen fossile Kraftwerke weiterlaufen dürfen, wenn spezielle Anlagen ihre Emissionen wieder abscheiden und speichern? Das ist ein zentraler Streitpunkt bei der Frage nach dem Ausstieg aus fossilen Energien. Auch die EU-Mitgliedstaaten sind sich weiterhin uneinig, zeigt ein Beschluss für die COP. Bei der Klimafinanzierung zeigt sich mehr Geschlossenheit.
Früher war sie zurückhaltend, nun dringt die Monopolkommission auf die schnelle Einführung eines Kapazitätsmarkts. Dafür liefert sie in ihrem neuen Energiegutachten sogar einen detaillierten Vorschlag. Mit einer Mischung aus zentralen und dezentralen Elementen für die Absicherung des Strommarkts soll staatlicher Übervorsicht vorgebeugt werden.
In neue Kavernen für Wasserstoff zu investieren, ist den Gasspeicherbetreibern zu heikel, solange es keinen Handelsmarkt für klimafreundliches H2 gibt. Ihr Interessenverband schlägt deshalb eine staatliche Starthilfe vor: Differenzverträge.
Eine Kombination aus hohen Temperaturen und feuchter Luft gefährdet selbst das Leben junger und gesunder Menschen. Eine neue Studie zeigt: Bei zwei Grad Erwärmung dürften diese gefährlichen Bedingungen vor allem in Südostasien, im Osten Chinas und in Subsahara-Afrika Einzug halten.
In einem neuen Verordnungsentwurf für die E-Fuels-Zulassung im Straßenverkehr auch nach 2035 pocht die EU-Kommission darauf, dass die Kraftstoffe vollständig klimaneutral sein müssen. Das ist aber vorerst wenig realistisch. Das BMDV kämpft gegen das Verbrenner-Aus durch die Hintertür.
Das Interesse, Wasserstoff aus nordischen Ländern zu importieren statt aus fernen Weltregionen, wächst. Der Norden hat enormes Erzeugungspotenzial, und Konsortien planen schon H2-Pipelines nach Deutschland. Aber jetzt kommen in Schweden und Finnland Zweifel auf.
In vier Jahren schon wird es einen zweiten Emissionshandel in der EU geben. Inverkehrbringer von Brennstoffen für den Gebäudesektor und den Straßenverkehr müssen dann CO2-Zertifikate kaufen, ähnlich der deutschen CO2-Bepreisung. Doch was der europäische Markt mit sich bringt, ist völlig unklar – im schlimmsten Fall drohen CO2-Preise über 200 Euro.
Derzeit verhandeln Rat und EU-Parlament über die Methanverordnung, das Gaspaket und die Gebäudeeffizienzrichtlinie. Noch im Herbst müssten die drei Initiativen verabschiedet werden, wenn sie noch in dieser Legislaturperiode beschlossen werden sollen. Doch bei entscheidenden Fragen sind Rat und Parlament uneins.
Bei den Landtagswahlen am Sonntag spielen Klima- und Energiepolitik keine dominante, aber eine nach wie vor wichtige Rolle. In Bayern allerdings mehr als in Hessen – das könnte an der Regierungsbeteiligung der Grünen in Wiesbaden liegen und am deutlich weniger polarisierenden Auftreten und Programm der Parteien dort.
Der Grüne Klimafonds erhält geringere Mittel für den internationalen Klimaschutz als bei der vorherigen Finanzierungsrunde. Wichtige Geberländer wie die USA machten keine Zusagen. Prognosen lassen außerdem Zweifel an der deutschen Klimafinanzierung aufkommen – dazugehörige Zahlen liegen Tagesspiegel Background exklusiv vor.
Das Bundeskabinett hat das Klimaschutzprogramm 2023 angenommen. Damit will das Bundeswirtschaftsministerium die Lücke zum Klimaziel für 2030 verringern. Vor allem im Gebäudebereich wurde das Papier nochmal umfangreich überarbeitet, weil die Ampel-Koalition in den vergangenen Wochen auf Klimaschutzvorgaben verzichtet hat. Die Umweltverbände kritisieren das.
Keine ausreichende gemeinsame Analyse und Koordination, stattdessen ein „Flickenteppich“ an Sicherheitsreserven und anderen Eingriffen: Der Zusammenschluss der EU-Regulierer geht in seiner neuen Analyse zur Versorgungssicherheit hart ins Gericht mit den EU-Mitgliedsländern. Deutschland steht besonders im Fokus.
Im zweiten Anlauf hat der Niederländer Wopke Hoekstra die Einwilligung des EU-Umweltausschusses für seine Berufung als neuer EU-Klimakommissar erhalten. In einer ersten Runde war er durchgefallen, genauso wie EU-Vizepräsident Maroš Šefčovič. In einer schriftlichen Erklärung machten beide dann aber verbindliche Versprechen, die das Parlament überzeugten.
Die deutschen Gasspeicher sind zu Beginn der Heizperiode fast voll, weiterhin fließt Erdgas ins Land. Aber der immer wichtigere LNG-Markt ist volatil. Viel hängt in diesem Winter von der Nachfrage Asiens ab. Und davon, zu welchen Mitteln Russland im Energiekonflikt mit Europa greift.
Schweden holzt großflächig ab, Slowenien ist schlecht auf den Klimawandel vorbereitet: Zwei sehr unterschiedliche Fallbeispiele der europäischen Waldbewirtschaftung zeigen, dass europäische Regulierung bislang wenig an den grundsätzlichen Problemen geändert hat.
Russland steigert seine Angriffe auf Energieinfrastrukturen der Ukraine wieder. Petro Kotin, der Chef des ukrainischen Kernkraftwerksbetreibers Energoatom, spricht über die nuklearen Gefahren und über seine Strategie für eine Zeit nach dem Krieg.
Eine Studie im Auftrag des Energieausschusses des EU-Parlaments nimmt die laufende Strommarktreform unter die Lupe und spart nicht mit Kritik. Es fehle ganz grundsätzlich an Wissen über die Geldflüsse im Energiemarkt. Ständiges Herumexperimentieren am Strommarktdesign werde Investoren abschrecken.
Der Bundesrat hat die GEG-Novelle passieren lassen, aber baldige Änderungen angemahnt. Außerdem bezogen die Länder ausführlich Stellung zum Wärmeplanungsgesetz. Derweil verteuert sich Erdgas für Privatkunden massiv.
In einer dreistündigen Anhörung muss sich heute der Bewerber auf den Posten des Klimakommissars, Wopke Hoekstra, dem EU-Umweltausschuss stellen. Dass er Erfolg haben wird, ist keineswegs garantiert. Während die EVP hinter ihm steht, wollen ihn Grüne und Sozialdemokraten ins Kreuzverhör nehmen.
Die Energieministerkonferenz der Länder fordert, Subventionen zur Deckelung der Industriestrompreise an Dekarbonisierung, Effizienz und Erneuerbare zu koppeln. Der Erneuerbaren-Verband BEE sieht es genauso. Und auch der Bundesrat könnte heute mitziehen.
Die Debatte über einen Fonds für klimabedingte Schäden und Verluste nimmt weiter an Fahrt auf. Eine indische Denkfabrik macht einen neuen Aufschlag für eine Ausgestaltung des Geldtopfs: Demnach sollen Entwicklungsländer Geld nach Naturkatastrophen erhalten. Die Bundesregierung sieht diesen Ansatz skeptisch – und auch die Rolle Chinas ist umstritten.
Am 1. Oktober tritt der europäische Grenzausgleichsmechanismus CBAM in Kraft. CO2-Zertifikate kaufen muss noch niemand, doch auf Tausende Unternehmen kommen umfangreiche Berichtspflichten zu. So muss sogar der CO2-Gehalt von Schrauben gemeldet werden.
Eine zu geringe Förderhöhe beim Heizungstausch und eine Benachteiligung von Effizienzmaßnahmen beklagen die Verbände bei der Anhörung zur Bundesförderung effiziente Gebäude. Auch der Prozess ist holprig: Während die Verbände an ihrer Position arbeiteten, nahm die Bundesregierung noch Änderungen an den Förderrichtlinien vor.
Netzbetreiber blicken dem kommenden Machtzuwachs der Bundesnetzagentur mit Sorge entgegen. Die Anpassung des Energiewirtschaftsrechts hat für sie riskante Schwachstellen. Aber noch sei es nicht zu spät, einen Rest von parlamentarischem Einfluss auf den Regulierer zu retten, sagten Gutachter im Energieausschuss.
Es ist ein Nehmen und Geben: Während die deutsche Chemieindustrie im Kanzleramt Subventionen fordert, verhandeln die UN in Bonn ein neues Rahmenwerk für mehr Nachhaltigkeit in der Branche.
Neue Berechnungen von Aurora Energy Research zeigen, dass die Auswirkungen auf die Stromkosten im Süden bei einer Teilung der deutschen Strompreiszone moderat wären. Zudem wäre die Wasserstoff-Produktion im Norden dann erheblich günstiger – auch aus regulatorischen Gründen.
Die drei zuletzt aktiven Kernkraftwerke Deutschlands sind abgeschaltet, aber FDP und Teile der Union fordern hartnäckig, sie wieder anzufahren. In zwei der Anlagen wäre das theoretisch noch möglich. In dritten aber schafft der Betreiber bereits Fakten.
Das FÖS diskutiert in einer ausführlichen Analyse die aus dem Ruder laufenden Kosten für das Management von Netzengpässen in Deutschland. Auch die Emissionsbilanz des Redispatch wird unter die Lupe genommen. Neben einer Gebotszonenteilung wird eine Beteiligung der Erzeuger an den Netzkosten erwogen.
Zuletzt waren kaum noch neue Wohnungen gebaut worden, das will die Bundesregierung mit einem Maßnahmenpaket jetzt ändern. Aus der Baubranche kommt Zuspruch für die Ampel-Pläne, doch die Absage ambitionierter Effizienzstandards im Neubau und bei energetischen Sanierungen gefährdet das Erreichen der Klimaziele im Gebäudesektor.
Die globalen Emissionen sind auf Rekordniveau und das Pariser Klimaziel gerät zunehmend aus dem Blick. Doch dank des starken Zuwachses erneuerbarer Energien und CO2-neutraler Technologien könnte das Ziel noch erreicht werden, befindet die Internationale Energieagentur in einem neuen Bericht. Dafür müsste aber in kurzer Zeit viel geschehen.
Über den größten Anschlag gegen eine für Deutschland wichtige Energie-Infrastruktur wird immer noch gerätselt. Was haben die Ermittler zur Zerstörung der Ostsee-Gaspipeline am 26. September 2022 bekannt gegeben und was nicht?
Das Wirtschaftsministerium will Klarheit schaffen zur langfristigen Rolle der CO2-Entnahme aus der Atmosphäre. Deshalb schlägt es mit der Langfriststrategie Negativemissionen bald auch eine Zielgröße für 2060 vor.
Polen trimmt seine Energiewirtschaft auf Widerstandsfähigkeit gegen russischen Druck. Die zentrale Rolle dabei spielt der Öl- und Gaskonzern Orlen. Kritiker werfen der nationalistischen Regierungspartei PiS vor, das Unternehmen politisch zu instrumentalisieren.
Im Bundestag kündigen SPD und Grüne an, das neue Klimaschutzgesetz nicht unverändert passieren zu lassen. Insbesondere bei der Verantwortung für das Einhalten der Ziele soll nachgebessert werden. Umweltorganisationen, Fridays for Future und die Opposition machen ebenfalls Druck. Die FDP ist dagegen zufrieden und betont Effizienz und Flexibilität.
Für die Windkraft gibt es das schon, um Genehmigungen zu beschleunigen. Jetzt wollen die Länder Vereinfachungen beim Artenschutz auch für den Straßenbau und die Industrie. Dafür müssten sie aber noch das Umweltministerium und das Kanzleramt überzeugen.
Angekündigt sind viele große Wasserstoffprojekte auf der Welt, aber nur für einen Bruchteil gibt es bereits Investitionsentscheidungen. Der Markt entwickelt sich nur schwach, konstatiert die Internationale Energieagentur. Es gibt einfach zu viele Hemmnisse.
Zusätzliche Erklärungen zum Freihandelsabkommen Ceta schützen Staaten nicht vor Schadensersatzforderungen von Konzernen, warnen Powershift und das Umweltinstitut München. Die Umweltverbände haben eine bislang geheime Fassung einer Interpretationshilfe vorgelegt, demnach könnte Klimaschutz Staaten teuer zu stehen kommen. Politiker widersprechen den Vorwürfen.
Der Radioökologe Thorsten Stumpf vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und der Technischen Universität Dresden schildert, weshalb ein Endlager für hochradioaktive Abfälle rasch gefunden werden sollte. Dem französischen und finnischen Ansatz kann der Experte einiges abgewinnen.