In einem dreijährigen Programm wollen Expert:innen aus Deutschland und Israel Handlungsempfehlungen für eine verantwortungsbewusste und konsequente Anwendung von Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen erarbeiten. Heute fällt der Startschuss für GIHF-AI. Das Konzeptpapier zeigt: Vertrauen spielt eine große Rolle.
Ärzt:innen in Gesundheitsämtern verdienen bis zu 1500 Euro weniger als in Kliniken. Kein Wunder, dass es immer weniger Mediziner gibt, die sich auf solche Stellen bewerben. Was helfen könnte, wäre ein arztspezifischer Tarifvertrag wie in anderen Bereichen des Gesundheitswesens auch. Doch die kommunalen Arbeitgeber wehren sich – und zahlen lieber Zulagen.
Per Gesetz erhielt das Bundesamt für soziale Sicherung den Auftrag, alle Kassen rückwirkend auf mögliche Manipulationen am Morbi-RSA zu untersuchen. Nun liegt der Prüfbericht für 2013 vor. Er erhärtet den Verdacht, dass Ortskrankenkassen bei Diagnose-Manipulationen eine führende Rolle gespielt haben könnten.
Wie kann in Zukunft der Zugang zu Arzneimittel-Innovationen sichergestellt werden, ohne die Finanzierbarkeit aus den Augen zu verlieren? Krankenkassen und Pharma-Branche suchen nach Lösungen.
Jens Spahn erregt neuen Unmut bei den Krankenkassen. Der Gesundheitsminister hat den Krankenhausentgeltkatalog für 2022 per Ersatzvornahme so festgelegt, dass es kaum eine Bereinigung der Fallpauschalen um die steigenden Pflegekosten gibt. Die AOK fordert nun von der neuen Regierung, das Thema Doppelfinanzierung bei der Pflege möglichst schnell anzugehen.
Alfredo Borrero Vega, Vizepräsident von Ecuador, plädiert für eine gerechte Impfstoffverteilung. Auf dem Weltgesundheitsgipfel in Berlin will er die Regierungen der Industrieländer auf die Bedeutung einer entschiedenen Unterstützung der ärmsten Länder aufmerksam machen, um den Kampf gegen die Pandemie zu gewinnen.
Die Bundesrepublik dringt auf den Abschluss eines weltweit gültigen Pandemievertrags – und stellt beim World Health Summit die Rolle des internationalen Datenaustauschs heraus. Ohne globales Abkommen dürfte das in Berlin geplante WHO-Hub nur die Hälfte wert sein.
Die Medikamente von heute finanzieren die Innovation von morgen, sagt Bill Anderson. Was sich der CEO von Roche Pharma von der anstehenden Reform des europäischen Arzneimittelrechts erhofft, wie Innovation langfristig gesichert werden kann und was der europäische Arzneimittelstandort beachten sollte, verrät er im Interview.
In der Corona-Pandemie stand das Robert Koch-Institut im öffentlichen Fokus wie nie zuvor – und immer unter Kontrolle des Gesundheitsministers. Mit der Ampelkoalition könnte sich das ändern: Womöglich kommt eine Seuchenschutzbehörde nach internationalem Vorbild. Das könnte sich auch auf den Chefposten auswirken.
Amyloidose ist eine seltene Erkrankung, die durch mehr Aufklärung früher erkannt werden könnte, sagen Ärzte und Betroffene. Am Amyloidosezentrum in Würzburg werden Patienten betreut und zur Krankheit geforscht. Was fehlt ist die Vernetzung mit niedergelassenen Fachärzten.
FDP und Grüne schicken neben ihren bekannten Gesundheitspolitiker:innen auf Bundesebene jeweils einen Landesgesundheitsminister mit in die Koalitionsgespräche. Viel Zeit bleibt ihnen nicht, denn bis 10. November sollen ihre Arbeitsgruppen Ergebnisse liefern.
Die Beseitigung von Spurenstoffen in Ab- und Trinkwasser ist ein Dauerthema. Ungeklärt ist: Wer muss für die Eliminierung von Arzneimittel-Rückständen und Co aufkommen? Eine Sonderabgabe nach dem Verursacherprinzip wäre wohl nicht umsetzbar. Und Aufklärung wäre sinnvoller als zusätzliche Reinigungsstufen.
Der Gemeinsame Bundesausschuss fördert seit 2016 Projekte, die über die bisherige regelhafte Gesundheitsversorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen. Doch erst in den nächsten Monaten und Jahren wird sich zeigen, wie gut dieses Geld angelegt war.
Bleibendes Kopfweh nach Covid-19-Infektionen ist ein wichtiges Thema beim diesjährigen Schmerzkongress. Mehr als jede:r Dritte ist davon betroffen. Doch die Pandemie hat auch das Leiden anderer Schmerzpatienten verschärft. Die Wartelisten derer, die auf Diagnostik und Expertenhilfe hoffen, sind nochmal länger geworden.
Hitzewellen, Infektionskrankheiten, steigender Meeresspiegel: Noch immer ist kein Staat ausreichend auf die Folgen der Klimakrise vorbereitet. Das verdeutlicht der heute veröffentlichte „Lancet Countdown“. Ausgerechnet die Pandemie könnte nun allerdings eine Chance sein – wenn nachhaltig investiert wird.
Über den Umgang mit Gesundheitsdaten wird auch in der neuen Legislatur diskutiert werden. Die Verfügbarkeit bleibt ein Problem, Forscher:innen aus Deutschland greifen immer wieder auf Daten aus dem Ausland zurück. Gesundheitsdaten könnten künftig aber auch verstärkt als Anreiz verstanden werden.
In der Corona-Pandemie ist die Zahl der Krebs-Früherkennungsuntersuchungen bedenklich zurückgegangen. Das belegen neue AOK-Zahlen, die heute veröffentlicht werden. Experten rechnen mit schweren gesundheitlichen Folgen und auch mehr Todesfällen.
Ende November dürfte der pandemische Ausnahmezustand auslaufen. Ein Ende aller Maßnahmen muss dies aber nicht bedeuten. Wie es weitergeht, hängt jetzt vor allem an den Ländern: Viele von ihnen würden auf dieses Privileg wohl gerne verzichten.
Gestern schickte Gesundheitsminister Spahn seinen Verordnungsentwurf, mit dem der Steuerzuschusses an die Krankenkassen um sieben Milliarden Euro erhöht werden soll, zur Stellungnahme an die Verbände. Ob das Geld reichen wird, Zusatzbeitragserhöhungen im nächsten Jahr zu verhindern, ist noch nicht ausgemacht.
Sie sind im Krankenhaus oft die letzte Waffe. Und doch werden Reserveantibiotika manchmal unsachgemäß eingesetzt. Die Hersteller und Pharmaverbände fordern die Politik deshalb auf, den sachgerechten Einsatz dieser wichtigen Medikamente besser zu fördern und zu regulieren.
Die Bürgerversicherung scheint vom Tisch. Doch soll die private Pflegeversicherung für ihre einkommensstarke Klientel nicht wenigstens einen Finanzausgleich leisten? Diese Forderung der gesetzlichen Kassen wird vom Wissenschaftlichen Institut der PKV zurückgewiesen. Begründung: Privat Versicherte sind als Pflegefälle teurer. Und sie werden immer älter.
Nicht mal eine halbe von insgesamt 12 Seiten widmen SPD, Grüne und FDP in ihrem Sondierungspapier der Gesundheits- und Pflegepolitik. An den meist sehr allgemein gehaltenen Formulierungen lässt sich allerdings bereits ablesen, was daraus an konkreten Maßnahmen folgen könnte – und wessen Handschrift sich hier zeigt.
Mit der Entwicklung einer bahnbrechenden Impfstoff-Technologie könnte Deutschland zum weltweit führenden Biotech-Standort werden. Doch noch immer fokussiert sich die Politik auf die Pharmabranche. Und verliert damit die Förderung zentraler Akteure aus den Augen. Die USA, Südkorea und die Schweiz könnten das ausnutzen.
Bei einigen impfpräventablen Infektionserkrankungen stagnieren die Impfquoten in Deutschland nach wie vor. Das Nationale Aktionsbündnis Impfen will dies mit mehreren Maßnahmen ändern. Gestern stellten sie ihren Code of Conduct und ihre Pläne auf dem Tagesspiegel Impfgipfel vor.
Der Verein Spitzenfrauen Gesundheit hat Forderungen an die neue Bundesregierung formuliert, um unter anderem mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Während noch immer über Quotenregelungen gestritten wird, machen sich Berufsverbände Sorgen um weiblichen wie männlichen Nachwuchs.
Selten sind viele – das zeigt die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen. Eine, die dazugehört, ist die dreijährige Leni. Über die schwierige Suche nach ihrem Gendefekt und die Frage, was dieser am Ende tatsächlich bedeutet.
Wie soll professionelle Pflege künftig gelingen? Wieviel Geld müssen Pflegekräfte verdienen? Und wie fällt der Rückblick auf die Corona-Pandemie aus? Antworten auf diese Fragen will der Pflegetag geben, der bis heute in Berlin stattfindet.
Dass die GKV-Finanzlage schwierig ist, überrascht niemanden. Wie dramatisch das Finanzloch aber tatsächlich ist, das wurde erst gestern durch das Zusammentreten des Schätzerkreises zu Tage befördert. Für 2022 ist ein weiterer Bundeszuschuss in Höhe von sieben Milliarden Euro nötig.
In Berlin soll ein weltweiter Leuchtturm der Einzelzelltherapie entstehen. Das Projekt wird heute ausgerufen, in der Hoffnung, Berlin zum weltweiten Vorreiter der Zukunftsmedizin zu machen. Benötigt werden dafür voraussichtlich dreistellige Millionenbeträge pro Jahr.
Im kommenden September will die EU-Kommission ein Pflegepaket vorlegen, im Dezember zudem ihre Vorschläge zur Überarbeitung des europäischen Arzneimittelrechts präsentieren. Das geht aus einem Entwurf des Arbeitsprogramms für 2022 hervor, das voraussichtlich am 19. Oktober beschlossen wird.
Der Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung hat abermals einen neuen Rekordwert erreicht. Das legt ein Brief über den neuen Bericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit nahe. Der zeigt auch, wie groß die Intransparenz in diesem Bereich ist.
Sie tun es weniger aus moralischer Verpflichtung als aus persönlicher Verbundenheit: 13 Prozent der 16- bis 39-Jährigen beteiligen sich in Deutschland an der Pflege ihrer Angehörigen. Und 68 Prozent der Jüngeren wären nach eigenen Angaben bereit dazu. Das sind Ergebnisse einer DAK-Studie, die heute veröffentlicht wird.
Auf jeden Covid-19-Toten kommen mehr als zwei Frauen und Kinder, die aufgrund überlasteter Gesundheitssysteme ums Leben gekommen sind. Das zeigen neue Daten der Global Financing Facility der Weltbank. Doch um die sekundären Auswirkungen der Pandemie abzumildern, braucht es auch finanzielle Unterstützung von Deutschland, die bisher fehlt.
Seit einem Jahr profitieren die Apotheken von der Neuordnung der Hämophilie-Versorgung. Einige Behandler hingegen bekommen Probleme kostendeckend zu arbeiten und die Pharmaunternehmen müssen sich mit niedrigeren Abgabepreisen zufriedengeben.
Zahlreiche Studien belegen inzwischen, welche Rolle Kinder und Jugendliche im Pandemiegeschehen spielen. Beim Kongress der Kinder- und Jugendärzte waren sich Mediziner einig, dass Kita- und Schulschließungen der falsche Weg sind. In Sachen Impfen erging indes ein dringender Appell an die Politik.
In der Pflege laufen die Kosten davon, das System benötigt dringend eine Finanzreform. Doch wie weit werden die künftigen Koalitionäre dabei gehen? Ein Steuerzuschuss nach Kassenlage hilft wenig, meinen Experten. Und wenn schon keine Bürgerversicherung, dann bräuchte es wenigstens einen Strukturausgleich für einkommensstarke Privatversicherte.
In der Kleinstadt Baruth-Mark, etwa 60 Kilometer südlich von Berlin, startet in diesen Tagen das erste kommunale Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Ostdeutschlands. Träger der neuen Einrichtung sind also nicht selbständige Vertragsärzte oder ein Krankenhaus, sondern die Stadt.
Neue Technologien in der Medizin erlauben es, tiefer in den Menschen einzugreifen als noch vor wenigen Jahrzehnten. Und das, sagt die Medizinethikerin Christiane Woopen, wirft normative Fragen auf: Welche Ziele wollen wir damit verfolgen? Was ist für den Einzelnen und die Gesellschaft zuträglich? Was ist wünschenswert?
Das Gesundheitswesen brauche eine klare Finanzierung von Dolmetscherleistungen, forderten Ärzt:innen beim gestrigen Kongress für Kinder- und Jugendmedizin. Verstehen Eltern das medizinische Personal nicht, sei die Versorgung gefährdet.
Die Zahlen sind mit Unsicherheit behaftet, aber frappierend: Mehr Menschen als offiziell angegeben könnten bereits gegen Corona geimpft sein. FDP und Grüne erhöhen den Druck, den derzeitigen Ausnahmezustand zu beenden, die verfasste Ärzteschaft fühlt sich in ihren Forderungen bestätigt.
Heute treffen sich die Ampel-Sondierer das erste Mal zum Trialog – nach außen dringt über den weiteren Fahrplan bislang nichts. Ein Blick auf die letzten Sondierungen 2017 gibt eine Ahnung über die kommenden Schritte – und die Rolle der Gesundheitspolitik bei den Gesprächen.
Von den Gesundheitsexpert:innen der Linken ist nach der Wahl im Bundestag niemand mehr da. Damit die Fraktion bei dem wichtigen Thema nicht blank ist, will sich nun Kathrin Vogler wieder darum kümmern. Dem Background berichtete die zwischenzeitlich in die Außenpolitik abgewanderte Expertin, was sie konkret vorhat und wer ihr dabei helfen könnte.
Eine zunehmende Degeneration der Knorpel auf der Gelenkoberfläche, gefolgt von chronischen Schmerzen oder Einschränkungen der Mobilität: Viele Menschen sind früher oder später von einer Osteoarthrose betroffen. Bis heute ist keine Heilung möglich. Neue internationale Forschung macht aber Hoffnung. Ärzt:innen wünschen sich vor allem mehr Zeit.
Will ein EU-Mitgliedsstaat Impfstoff-Dosen an ein Drittland abgeben, ist das juristisch kompliziert. Besserung sei aber in Sicht, so BMG-Staatssekretär Thomas Steffen bei einer gestrigen Veranstaltung. Kritik übt er an der Umsetzung der HERA zur Krisenvorsorge und -reaktion. Ein Vertreter der EU-Kommission verteidigte die Pläne.
Der Nutzen neu zugelassener Arzneimittel soll künftig gemeinsam von den EU-Mitgliedstaaten bewertet werden. Das gefällt nicht jedem. Jürgen Windeler, Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, über unterschiedliche europäische Verständnisse evidenzbasierter Medizin und das Ringen von Politik und Industrie um Einfluss.
Die Sorge vor dem Coronavirus hat im vergangenen Jahr Routine-Impfungen einen Schub verliehen. Doch mit Verfügbarkeit der Covid-Impfstoffe bricht die Zahl der Routine-Impfungen wieder ein. Ein statistischer Effekt oder Grund zur Sorge?
Damit sich die neue Regierung nicht wieder vor der schwierigen Krankenhausreform wegduckt, drängt die DKG nun schon frühzeitig auf eine Bund-Länder-Kommission. Der Verband hat Angst vor ungeplanter Strukturbereinigung durch Insolvenzen. Er fordert, den Kliniken mehr ambulante Versorgung zu ermöglichen. Und er will eine auskömmlichere Finanzierung.
Alle elf Minuten stirbt ein Heranwachsender an Suizid. Das geht aus dem heute veröffentlichten Unicef-Report zu mentaler Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hervor. Der Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und dem späteren Lebensverlauf werde bislang zu wenig beachtet, so die Autor:innen.
Die Geburtshilfe in Deutschland steht vor dem Kollaps, warnt der Deutsche Hebammenverband. Die streikenden Berliner Kolleginnen stünden stellvertretend für alle Hebammen in Deutschland, die mit den gleichen Arbeitsbedingungen konfrontiert sind.
SPD und Grüne lassen die Bürgerversicherung erst einmal ruhen – in der Gesundheitspolitik gibt es damit für die FDP kaum noch Hindernisse für ein Bündnis. In Liberalisierungsfragen betonen beide Juniorpartner ihre Schnittmengen – die bei der Union kaum durchsetzbar wären. Die FDP verweist zudem auf Gemeinsamkeiten beim Themenkomplex Klima und Gesundheit.
Von einer Impfpflicht für Pflegekräfte hält Bärbel Arwe, Geschäftsführerin der Caritas Altenhilfe, gar nichts. Sie setzt auf Kommunikation und Aufklärung. Einen Impfzwang könne man sich auch gar nicht leisten, denn schon jetzt fehlten zu viele Pflegekräfte, sagt sie.
Wird er der nächste Gesundheitsminister? Karl Lauterbach würde gerne - kann sich aber auch an der Spitze eines ganz anderen Ressorts vorstellen. Im Interview sagt der SPD-Experte, was gesundheitspolitisch jetzt am Dringlichsten ist, welche Chancen er einer Ampel-Koalition gibt und ob er dafür notfalls das Projekt der Bürgerversicherung drangeben würde.
Bislang wurde das Blut der jährlich etwa 800.000 Neugeborenen in Deutschland vor allem biochemisch untersucht, etwa auf bestimmte verräterische Proteine, die mit der Krankheit einhergehen. Bei der Spinalen Muskelatrophie gibt es solche Proteine nicht. Erstmals wird darum nun eine Genuntersuchung in das Screening aufgenommen.
Mit dem TI-Messenger bemüht sich die Gematik um eine niederschwellige Ad-hoc-Kommunikationslösung im Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt steht dabei der Datenschutz und die Interoperabilität. Ab heute können Hersteller mit der Entwicklung beginnen.
Das Neugeborenen-Screening kann jedes Jahr etwa 700 Kinder vor schweren Krankheitsverläufen bewahren. Ab heute scannen die Kinder- und Jugendmediziner auch auf spinale Muskelatrophie und Sichelzellkrankheit. Die Geschichte eines einzigartigen Erfolgs.
Auf den Stationen deutscher Kinderkliniken werden in diesem Jahr die Betten viel früher als sonst üblich knapp. Kinderärzt:innen und Kinderpfleger:innen fordern, die längst überfällige Reform der Finanzierung endlich umzusetzen. Auch die SPD bringt sich bereits ein.
Die Reform der Krankenhausfinanzierung wird eine der schwersten Aufgaben der kommenden Legislaturperiode. In den Parteiprogrammen finden sich dazu ein paar relevante Schnittmengen: Blaupause könnte in Teilen auch ein in der Pandemie erprobtes Instrument werden.
Die MedTech-Branche in Deutschland erholt sich im Jahr 2021 allmählich von den Pandemie-Auswirkungen. Bleibende Sorgen betreffen vor allem altbekannte Hürden. Heute wird der Bundesverband Medizintechnologie seine Forderungen für die kommende Legislatur und die Ergebnisse einer Mitgliederbefragung vorstellen.
281 neue Parlamentarier ziehen in den nächsten Bundestag ein, einige von ihnen haben einen Bezug zur Gesundheitspolitik. Wir stellen die einzelnen Vertreter der Fraktionen vor.
Die degenerative Erkrankung Ataxie führt zu Gleichgewichtsstörungen, Sprachstörungen, Hör- und Bewegungsproblemen. Betroffene und Forscher wollen die Öffentlichkeit für diese seltene Krankheit sensibilisieren. Für die dominanten und rezessiven Formen der hereditären Ataxie gibt es noch keine Heilung.
Die Bundestagswahl hat die Kräfteverhältnisse im Parlament deutlich verändert. Für einige Gesundheitspolitiker der CDU bedeutet sie das überraschende Aus, sie ziehen nicht wieder ins Parlament ein, andere konnten sich zumindest noch über die Landesliste retten. Anders stellt sich die Lage bei SPD, Grünen und FDP dar.
Für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung fehlt immer noch ein Bundesrahmenvertrag. Nachdem es keine Einigung zwischen den Verhandlungspartnern gab, wird aktuell ein Schiedsverfahren eingeleitet. Finanzierungsprobleme gibt es aber auch in der stationären Versorgung.
Bis zu einem Ampel- oder einem Jamaikabündnis dauert es noch – auf die Führung des BMG könnte der Machtpoker aber schon heute Auswirkungen haben. Und: Die Fortsetzung des pandemischen Ausnahmezustands ist unter den neuen Mehrheitsverhältnissen nicht mehr selbstverständlich. Eine erste Analyse zur gesundheitspolitischen Bedeutung der Bundestagswahl.
Kenneth Chien, medizinischer Wissenschaftler und seit 2013 Forschungsdirektor am Karolinska Institut in Stockholm, ist einer der vier Mitbegründer von Moderna. Im Interview spricht Chien über die Anfänge des Biotech-Unternehmens, Impfstoffpatente und die Zukunft der mRNA-basierten Technologie.
Die Hausärzt:innen in Deutschland attestieren der Gesundheitspolitik der vergangenen vier Jahre kein gutes Zeugnis. Auch der neuen Legislatur sehen die Delegierten des Deutschen Hausärztetages wenige Tage vor der Bundestagswahl skeptisch entgegen.
Die einen wollen Vollversicherung, solidarische Finanzierung und Abschied vom Profit, die anderen mehr Eigenvorsorge und weiterhin Teilkasko: In ihren Pflegekonzepten unterscheiden sich die Parteien erheblich. Einigkeit gibt es jedoch beim Ruf nach besseren Arbeitsbedingungen und Erleichterung für pflegende Angehörige. Unser Wahlcheck zum Thema Pflege.