Abseits von Pflege, Corona und Bürgerversicherung spielte Gesundheitspolitik im Wahlkampf kaum eine Rolle: Dabei liegt das Thema vielen Wählern am Herzen, wie eine Background-Umfrage zeigt. Vor allem gilt das für Grünen- und Linkenwähler.
Schlechte Luft schadet der Gesundheit stärker als angenommen, und die bestehenden Richtwerte für die maximale, gesundheitlich noch vertretbare Belastung sind zu lasch. Jetzt empfiehlt die WHO deutlich strengere Luftgüteleitlinien. Die EU ist unter Zugzwang.
Deutschland muss hunderte Millionen Masken aus China nach Deutschland holen, vermutlich zu Milliardenkosten. Jens Spahns Haus weiß nicht, wie viele davon überhaupt verkehrsfähig sind – in der EU nicht zugelassene Ware könnte an Drittstaaten „gespendet“ werden. Die Opposition wirft Spahn eine klammheimliche und teure „Verschiebeaktion“ vor.
Wer in Deutschland den Notruf wählt, kann in der Regel innerhalb von wenigen Minuten mit dem Eintreffen von Hilfskräften rechnen. Verbesserungsbedarf gibt es in der Notversorgung trotzdem. Die große Reform fiel in der vergangen Legislatur aus. Dennoch gibt es viele Projekte für eine Optimierung des Rettungsdienstes.
Im Oktober beginnen neue Tarifverhandlungen für Ärzt:innen an kommunalen Kliniken. Der Marburger Bund will eine Gehaltserhöhung um 5,5 Prozent. Doch fast noch wichtiger sind der Gewerkschaft verlässlichere Ruhezeiten für die Mediziner. Weil die Arbeitgeber Ausnahmeregelungen ausgenutzt hätten, müssten die Grenzen des Zulässigen klarer definiert werden.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will der Pflegeversicherung noch im Oktober eine Milliarde Euro Sonderzuschuss als „Erstattung pandemiebedingter Kosten“ zukommen lassen. Der GKV-Spitzenverband hält dies für zu wenig und warnt in einer Stellungnahme vor drohenden Zahlungsproblemen einzelner Pflegekassen im November.
Für Deutschlands Krankenhäuser ist die Pandemie ein goldenes Zeitalter, schimpft der Gesundheitsökonom Reinhard Busse. Fürs Nicht-Behandeln, also über Freihaltepauschalen, hätten die Kliniken 14,5 Milliarden Euro Steuergeld kassiert. Nach der Wahl brauche es radikale Reformen: Häuser dürften nur noch die Leistungen abrechnen, für die sie ausgestattet sind.
Die 116117 hat in diesem Jahr durch ihre Funktion als Corona-Impfhotline an Bekanntheit gewonnen. Dennoch wählen viele Menschen immer noch die 112, auch wenn es sich nicht um einen Notfall handelt. Eine neue digitale Schnittstelle soll den Informationsaustausch zwischen Leitstellen und Kassenärztlichen Vereinigungen nun vereinfachen.
Grüne und SPD sind sich in ihren gesundheitspolitischen Forderungen weitgehend einig. Und auch in einem Dreierbündnis mit der Linkspartei wären die Gemeinsamkeiten so groß, um ausreichend Reformprojekte für eine Legislatur zu finden. Das größte davon: eine Bürgerversicherung. Wenn auch vielleicht nur in der Light-Version.
Um die Apotheken in Deutschland ist es zuletzt etwas ruhiger geworden – auch, weil die Corona-Pandemie vieles ermöglicht hat, wofür sich Apothekenfunktionäre jahrelang eingesetzt haben. Wieso sich die Politik nach der Bundestagswahl trotzdem um die Apotheken kümmern muss, erklärt die ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening im Interview.
Ein simpler Bluttest kann vorhersagen, wer in zehn oder 15 Jahren an Alzheimer erkranken wird – und wer nicht. Sobald es wirksame Medikamente gegen die Krankheit gibt, steht einem flächendeckenden Screening zur Früherkennung nichts mehr im Wege, sagt der Biophysiker Klaus Gerwert, der den Test entwickelt hat.
Anfang September hatten sich die Gesundheitsminister der Länder auf einheitliche Corona-Regeln an Schulen geeinigt. Doch während nun in allen Bundesländern nicht mehr ganze Klassen in Quarantäne geschickt werden, wird die Einhaltung des Hygienekonzeptes ganz unterschiedlich gehandhabt.
Kliniken können bestimmte Leistungen nur noch abrechnen, wenn sie Mindeststandards einhalten. Prüfen muss das der regional zuständige Medizinische Dienst nach einem vorgegebenen Schlüssel. Doch der Prozess stockt, seit das BMG versucht, den vom Medizinischen Dienst des Spitzenverbands Bund erstellten Begutachtungsleitfaden zu verwässern.
Ernst & Young wickelt im Regierungsauftrag Verträge mit Masken-Lieferanten ab. In mindestens einem Fall kam es dabei offenbar zur sexuellen Belästigung durch einen hochrangigen Mitarbeiter, der im Gegenzug Hilfe beim Fall versprochen haben soll. Dabei wurden offenbar auch vertrauliche Infos aus dem BMG weitergeleitet. EY ermittelt intern.
Die Gewerkschaft Verdi hatte den Tarifabschluss mit dem privaten Klinikbetreiber Helios gelobt. Im Interview erklärt Fresenius-Chef Stephan Sturm, warum Profite aus seiner Sicht zum Patientenwohl beitragen und warum ein Umsatzverzicht die Qualität erhöhen kann.
Eine Reform der Krankenhausstrukturen wird immer drängender. Der AOK-Bundesverband und die Allianz Kommunaler Großkrankenhäuser (AKG) haben sich vor der Bundestagswahl zusammengetan, um gemeinsame Positionen zu erarbeiten.
Am 21. September jährt sich der Welt-Alzheimertag. Auch wenn die großen Erfolge bislang ausgeblieben sind, arbeitet die Pharmabranche unvermindert daran, doch noch bessere Behandlungsmöglichkeiten zu schaffen. Eine Bestandsaufnahme.
Bei der vergangenen Bundestagswahl wurde sie seitens der FDP noch für gescheitert erklärt, doch dieses Mal ist sie ein denkbares Szenario: eine Jamaika-Regierung bestehend aus Union, Grünen und FDP. Neben vielen gemeinsamen Vorhaben in der Gesundheitspolitik gibt es jedoch ein Thema, das eine Einigung schwer möglich macht.
In der Corona-Pandemie gab es zwar auch bei Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken einen mächtigen Schub. Doch aus Expertensicht dürfen Ärzte den Schutz vor diesen Infektionen nicht aus den Augen lassen. Nach der ausgebliebenen Grippewelle drohten gefährliche Rebound-Effekte. Und bei Herpes Zoster sei die Durchimpfungsrate immer noch „katastrophal“.
Wegen zu geringer Einflussmöglichkeiten auf die Arbeitsbedingungen von Klinikärzten in katholischen Einrichtungen verlässt der Marburger Bund die Arbeitsrechtliche Kommission des Caritasverbandes. Die mögliche Folge: Streiks auch in kirchlichen Krankenhäusern.
Das Vorzeigeprojekt der integrierten Versorgung gerät unter Beschuss. Das könnte auch Signalwirkung für eine Bundesregierung mit Grünen-Beteiligung haben – fordert die Partei doch regionale Versorgungsverbünde nach dem Baden-Württemberger Vorbild.
Wie viele Menschen in Deutschland jedes Jahr den freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeiten als Weg aus dem Leben wählen, ist nicht bekannt. Viele sind es aber wohl nicht. Über diesen oft symptomarmen und umkehrbaren eng betreuten Rettungsanker müsste viel mehr aufgeklärt werden, meint der Geschäftsführer der Gesellschaft für Palliativmedizin.
Die neue Studie der Gates-Stiftung macht Hoffnung: Demnach sind die Folgen der Pandemie weniger schlimm als erwartet. Aber dennoch sind Impfraten bei Kindern weltweit gesunken. Zudem warnt der Deutschland-Chef vor einer ungerechten Verteilung der Corona-Impfstoffe.
In dem 100-Tage-Plan des Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet findet sich auch ein Vorschlag für eine Pflegereform, die unter Jens Spahn dürftiger ausfiel als geplant. Die grundsätzlichen Ziele werden partei- und akteursübergreifend geteilt, an der Umsetzung und Finanzierung gibt es jedoch deutliche Kritik.
Die USA hat sie längst. Nun will auch die EU eine Behörde, mit der sich die Mitgliedstaaten für Krisenzeiten wappnen und gegenseitig mit nötigen Produkten wie Impfstoffen versorgen können. Am Donnerstag wird das Projekt HERA vorgestellt. Und heute geht es im EU-Parlament um die Möglichkeit, unabhängig von der WHO den Gesundheitsnotstand ausrufen zu dürfen.
In einer Ampelkoalition könnte das BMG zum umkämpften Ministerium werden: Keiner will es. Und den, der es unbedingt will, will kein anderer. Ein Ausblick auf die aufreibenden gesundheitspolitischen Koalitionsgespräche einer SPD-Grünen-FDP-Regierung – und was für Schwerpunkte daraus folgen dürften.
Hersteller haben angekündigt, dass bereits in diesem Jahr auch Kinder unter zwölf Jahren gegen Corona geimpft werden könnten. Allerdings ist der Nutzen umstritten. Auch eine Immunisierung von Schwangeren scheint für Säuglinge wenig sinnvoll.
Patientenberater berichten immer wieder von Regelverstößen bei Selbstzahlerleistungen. Die Folge sei oft ein gestörtes Vertrauensverhältnis zum Arzt. Und für die meisten der sogenannten IGeL ist auch gar kein oder nur ein geringer Nutzen belegt. Die UPD wünscht sich deshalb verpflichtende Aufklärung für jede Offerte nach dem Stand der Wissenschaft.
Die ersten durch Deutschland finanzierten Corona-Impfstoffe sind in bedürftigen Ländern angekommen. Trotzdem bleibt das internationale Impfprogramm Covax weit hinter seinen Zielen zurück. Dabei ist nicht unbedingt Geld das größte Problem.
Auf die Freiverantwortlichkeit kommt es an, wenn eine Person sich selbst töten will und hierzu eine andere um Hilfe bittet. So hat es das Bundesverfassungsgericht im Februar 2020 entschieden. Bei der Beihilfe zum Suizid kommt Ärzten seither eine Schlüsselrolle zu – doch die hadern. Zu groß ist die Verunsicherung. Derweil ist das Parlament abgetaucht.
Wie viel Teamarbeit braucht die medizinische Versorgung von morgen? Und ist die Delegation ärztlicher Leistungen mehr eine Herausforderung als eine Chance? Darüber entbrannte beim Gesundheitskongress des Westens gestern in Köln eine lebhafte Diskussion – entfacht von einer Medizinischen Fachangestellten.
Zum Schutz vor Corona wurden überall die Hygienemaßnahmen verstärkt. Dennoch hat sich seit der Pandemie die Zahl der Krankenhaus-Infektionen deutlich erhöht. Das ist dem neuen Krankenhaus-Report der Barmer zu entnehmen. Die Autoren sehen einen Grund in der Überforderung von Ärzten und Pflegekräften. Sie verlangen bessere Vorkehrungen.
Neues Kapitel im Streit zwischen dem Bundesdatenschutzbeauftragten Ulrich Kelber und den Krankenkassen um die elektronische Patientenakten: In einem Schreiben an die Kassen weist Kelber diese an, die Nutzung auch für Nicht-Smartphone-Besitzer zu ermöglichen. Die Kassen hatten bereits früher angekündigt, gegen diese Forderung zu klagen.
Die Zukunft des Pharmastandortes Deutschland scheint in diesen Tagen rosig. Das liegt nicht zuletzt an der Pandemie und den Erfolgen in Deutschland entwickelter mRNA-Impfstoffe. Der Zugang zu Forschungsgeldern hat sich verbessert, internationale Entwicklungspartnerschaften zahlen sich aus. Die Forderungsliste der deutschen Pharmamanager ist trotzdem lang.
Drei Viertel der Eltern mit schulpflichtigen Kindern haben noch nichts von Luftfilteranlagen in Klassenzimmern gehört. Das zeigt eine Civey-Umfrage im Auftrag von Tagesspiegel Background. Auch das Förderprogramm des Bundes scheint nicht wie geplant zu laufen.
Hohe Erwartungen: Bundesforschungs- und Bundesgesundheitsministerium haben unter Mithilfe eines Expertengremiums jetzt sechs Covid-19-Arzneimittel-Kandidaten ausgewählt, die gefördert werden sollen. 150 Millionen Euro stehen zur Verfügung.
Bei Coronafällen an Schulen sollen nur noch umsitzende Kinder von Quarantäne-Maßnahmen betroffen sein. Damit folgen die Gesundheitsminister der Forderung von Kinderärzten, möglichst vielen Schülern den Besuch des Unterrichts zu ermöglichen. Allerdings gibt es Maßnahmen, die bisher kaum umgesetzt werden.
Gut möglich, dass es nach der Bundestagswahl eine Ampelkoalition gibt. Das würde SPD und Grünen die Chance eröffnen, doch noch eine Bürgerversicherung auf den Weg zu bringen. Aber wie wichtig ist ihnen das Projekt, was würden sie der FDP dafür offerieren? Und könnten die Liberalen über ihren Schatten springen?
Von der Ständigen Impfkommission in Deutschland hat mittlerweile wohl fast jeder Bürger gehört. Aber wie ist die Welt bei ihrer Impfexpertise aufgestellt? Und: Braucht es so viele einzelne Expertengremien wirklich, oder was spricht für und gegen eine „EU-STIKO“?
Der Wettbewerb von Krankenhäusern untereinander hat enorme Bedeutung für die Behandlungsqualität. Zu diesem Ergebnis kommt eine dicke Studie des Bundeskartellamts. Trotz Regulierung könnten sich die Kliniken mit ihren Angeboten gut von der Konkurrenz abheben. Wichtig sei aber konsequente Fusionskontrolle.
Ende September soll der Großteil der Impfzentren abgebaut sein. Die meisten Bundesländer wollen sich dann breit aufstellen, die Corona-Schutzimpfung soll möglichst überall verabreicht werden. Eine KV fordert allerdings Anpassungen.
Jens Spahn will erst nach der Wahl über zusätzliche Finanzhilfen für die klammen Krankenkassen entscheiden. Er begründet das mit der unsicheren Datenlage. Der GKV-Spitzenverband fühlt sich dadurch im Regen stehen gelassen. Und auch von den Grünen kommt heftige Kritik.
Die WHO hat gestern in Berlin das Zentrum für Pandemieaufklärung eröffnet. Mithilfe von Daten sollen künftige Ausbrüche besser vorhergesagt und bestenfalls sogar verhindert werden. Auch andere Organisationen hoffen bereits von den Analysen profitieren zu können.
Gesundheitsindustrie und -versorgung hatten 2020 erstmals seit zehn Jahren weniger Wertschöpfung als im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch betonen Politik, Forschung und Wirtschaft die immense und steigende Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für die Gesamtwirtschaft. Der BDI allerdings sorgt sich um die Zukunft.
Die Bundesländer haben ganz unterschiedliche Wege, um die Corona-Lage zu bewerten. So hat Sachsen längst einen Indikator zur Bettenauslastung. Vor allem setzt der Freistaat auf ein Tool, um regionale Vorhersagen machen zu können.
Der Konsum von Alkohol und Tabak stieg während der Pandemie an. Doch kommt dieser Anstieg auch in der Suchtmedizin an – und wie lange wird uns das Thema begleiten? Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und Suchtmediziner berichten von einem verzögerten Anstieg und vor allem von Rückfällen.
Keine Deckelung der Prüfquoten, Zuschläge nur in Ausnahmefällen und eine Rückführung der Pflegepersonalkosten ins DRG-System: Der AOK Bundesverband präzisiert in einem Positionspapier seinen Reformvorschlag für die Fallpauschalen. Die Vorschläge dürften nicht überall auf offene Ohren stoßen.
Mit der Landarztquote wollen viele Bundesländer der drohenden Unterversorgung mit ambulanten Fach- und Hausärzten in strukturschwachen Regionen entgegenwirken. Trotz strenger Verpflichtungen gibt es viele Interessenten für das Programm. Kritiker fürchten allerdings, dass die Zahl der Hausärzt:innen trotzdem weiter sinkt.
Kurz vor der entscheidenden Sitzung im BMG wächst die Angst der GKV, die Politik könnte sie 2022 mit den Corona-Löchern alleine und die Sozialgarantie platzen lassen. Sogar Horrorszenarien von einem erneuten Griff des Gesundheitsministers in die Kassen-Rücklagen machen die Runde.
Proteine bestimmen die Abläufe in jedem Organismus. Sie zu analysieren und zu verstehen, kann dabei helfen, Krankheiten schon Jahre bevor sie ausbrechen zu erkennen. Doch das Thema ist komplex – denn der Mensch hat hunderttausende Proteine. Nun gibt es in der Forschung Durchbrüche – dank KI.
Alle reden über Digitalisierung, doch was denkt eigentlich die politische Basis des Gesundheitswesens? Dort gibt es parteiübergreifend viel Konsens, dass reine Digitaldiskurse an den Problemen vorbeigehen.
Persönliche Kontakte zu E&Y und Jens Spahn waren bei der Maskenbeschaffung der Goldstandard: Das zeigen Telefonmitschnitte aus dem letzten Sommer. EY räumt ein, dass externe Mitarbeiter sich im Open-House-Verfahren Vorteile verschaffen wollten. Aus der Opposition, aber auch der Union, dringt die Forderung nach mehr Transparenz des BMG.
Geringe Impfquoten, Fluchtbewegungen, Mangelernährung und eine schwierige Sicherheitslage – all das erschwert derzeit die medizinische Versorgung in Afghanistan. Die meisten Hilfsorganisationen sind geblieben, fürchten aber Rückschritte und mehr Covid-Neuinfektionen.
Gesundheitsminister Spahn hatte es eilig mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Drei Digitalisierungsgesetze wurden beschlossen, zahlreiche Projekte eingeführt. Doch wie wird es nach der Bundestagswahl mit dem Thema Digital Health weitergehen? Im zweiten Teil unseres Programm-Checks lesen Sie, wie sich CDU/CSU, FDP und AfD positionieren.
Seit 2006 befragt die Kassenärztliche Bundesvereinigung Versicherte zur Zufriedenheit mit der ambulanten Versorgung. Dieses Jahr spielte auch die Corona-Pandemie eine Rolle. Die Ergebnisse werden heute in Berlin vorgestellt.
Der seit Jahren boomende Biotech-Sektor könnte ab Sommer 2022 für viele Hersteller unattraktiv werden, warnen die Verbände BIO Deutschland und Pro Generika. Sie wehren sich damit gegen ein neues Gesetz, das die automatische Austauschbarkeit von Biosimilars in Apotheken vorsieht.
Heute soll der Bundestag die epidemische Lage verlängern – es ist ein Hilfskonstrukt, das wird immer deutlicher. Nun wird die Evaluation des Infektionsschutzgesetzes vorbereitet: Dieses soll, so der Plan, von der nächsten Regierung auf breitere Füße gestellt werden. Gerade wird über die Besetzung der Sachverständigenrunde verhandelt.
Sie sind sich besonders nahe und manchmal doch so fern: Der Katholische Krankenhausverband und die Caritas diskutierten mit Gesundheitsminister Jens Spahn und Bundestagsabgeordneten. Streitpunkte waren die Personalbemessung und Vorgaben für eine Krankenhausreform.
Die Einsamkeit, die Hilfebedürftigen in Pflegeheimen während der Pandemie aufgrund rigider Kontaktbeschränkungen zugemutet wurde, ist viel beschrieben worden. Jetzt zeigt eine Studie des Sozialverbands VdK und der Hochschule Osnabrück: Auch wer daheim gepflegt wurde oder Angehörige pflegte, litt unter Isolation, psychischen wie physischen Belastungen.
Die Geschichte der Fallpauschalen ist eine unendliche. Bei einer Veranstaltung zur Ökonomisierung des Gesundheitswesens zeigte sich nun: Ein Happy End ist weiterhin nicht in Sicht, aber immerhin sind sich Politiker, Ärzte und Gesundheitsökonomen darüber einig, dass Renditeschlachten nicht auf dem Rücken der Angestellten ausgetragen werden dürfen.
Gesundheit und Digitalisierung wurden, nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie, zu zwei Mega-Themen der nun endenden Legislatur. Doch welche Ideen und Vorschläge haben die Parteien für die Zukunft? Im ersten Teil unseres Programm-Checks lesen Sie, wie sich Grüne, Linke und die SPD zum Thema Digital Health positionieren.
Nicht zuletzt die Pandemie hat die Entwicklung telemedizinischer Projekte vorangetrieben – so auch eines zum Schwangerschaftsabbruch. Es erspart weite Fahrtwege, ist diskret und kann auch während einer Quarantäne durchgeführt werden. Selbst der Berufsverband der Frauenärzte bewertet das niederschwellige Angebot positiv.
Deutschland ist nach China und Indien das Land mit den meisten hitzebedingten Todesfällen. Als schnelle Lösung in einem immer wärmeren Klima gilt die Klimaanlage. Internationale Forscher haben nun eine ganzheitliche Strategie empfohlen, um die Folgen der Hitze zu mildern.
Mit „Zero Covid“ versucht sich Neuseeland gegen Corona zu schützen – jetzt ist das Land wieder im Lockdown. Zwar gab es auf dem Inselstaat sehr wenige Corona-Tote – aber auch sehr wenige Geimpfte. Macht Delta nun den hart erkämpften Erfolg zunichte?
Über 200 Symptome werden mittlerweile mit dem Long-Covid- oder dem Post-Covid-Syndrom in Verbindung gebracht. Eine Leitlinie soll den interdisziplinären Behandlungsteams Therapieempfehlungen an die Hand geben.
Bei der Durchsetzung ihrer Rechte haben Patienten, die einen Behandlungsfehler oder einen Schaden durch ein Arzneimittel vermuten, oft Probleme. Wenige Wochen vor der Bundestagswahl fordert die AOK nun die Politik in einem Positionspapier dazu auf, die Patientenrechte zu stärken. KBV und DKG reagieren mit Unverständnis, Union und SPD schweigen.