Nach monatelangen Verhandlungen hat das Bundeskabinett eine Reform der Personenbeförderung beschlossen. Doch noch nicht alle Fragen sind geklärt. Das parlamentarische Verfahren soll Klarheit bringen. Scharfe Kritik aus der Mobilitätsbranche gab es auch an dem ebenfalls beschlossenen IT-Sicherheitsgesetz.
Lichtblicke im Coronajahr 2020 zu finden, dürfte vielen Automanagern nicht leicht fallen. Doch es gibt sie tatsächlich. Beim Ausblick auf das kommende Jahr tun sich allerdings selbst Optimisten in der Branche schwer.
Die europäische Weltraumindustrie braucht Staatshilfe, weil die Ariane 6 zwei Jahre später fertig wird. Doch die Rakete wird beim Start bereits veraltet sein. Hoffnung machen dagegen Start-ups und ein neues EU-Programm für Breitband-Internet via Satellit.
Um ihre Flotten zu dekarbonisieren, wollen Daimler, MAN, Volvo, Scania und weitere europäische Hersteller ab 2040 keine mit fossilen Treibstoffen betriebenen Trucks mehr verkaufen. Umweltschützer halten dies für unambitioniert und kritisieren, dass vor allem ein CO2-Preis den Wandel flankieren soll.
Corona setzt den öffentlichen Personennahverkehr unter Druck. Auch bei einer Durchimpfung will nur gut die Hälfte der Bevölkerung Bus und Bahn wieder nutzen wie vor der Pandemie. Das zeigt eine exklusive Umfrage für Tagesspiegel Background. Was Experten für 2021 und darüber hinaus erwarten.
Mehr Bahn wagen – die Luftverkehrswirtschaft will klimaneutral werden, und die Politik soll helfen. Die Produktion von Klimakerosin (SAF) könnte bald beginnen, so ein Masterplan. SAF-Quoten und Steuern seien dagegen kontraproduktiv. Die Lücke zu den Forderungen von Klimaschützern bleibt riesig.
Bis 2030 sollen 800.000 Anwohner durch Schutzwände gegen Lärm entlastet werden. Zu laute Güterwagen sind ab sofort verboten. Im kommenden „Jahr der Schiene“ will die EU-Kommission für das umweltfreundliche Bahnfahren werben.
Neuerdings gibt es auch in Sachsen eine Kaufprämie für Lastenräder. Gefördert werden aber – wie bei der staatlichen Prämie – nur gewerbliche Fahrzeuge, obwohl gerade privat genutzte Cargobikes besonders gefragt sind. Aus Sicht der Radlogistikbranche wird so Potenzial verschenkt.
Es ist der spannendste Schiff-Neubau des Jahres. Die Pandemie verzögerte die Auslieferung des weltweit ersten selbstfahrenden Elektro-Frachtschiffs. Nun übergab die Werft die „Yara Birkeland“. Es ist nur der Auftakt auf dem Weg zu autonomen Flotten.
Finanzstarke Investoren pumpen große Summen in die digitale Spedition Sennder. Das Berliner Start-Up verfolgt seine disruptive Wachstumsstrategie auch mit Unterstützung des schwedischen Lkw-Produzenten Scania und strebt mittelfristig einen Umsatz von einer Milliarde Euro an. Die mittelständischen deutschen Speditionen wollen sich dagegen wehren.
Um nicht den Techunternehmen den Markt zu überlassen, muss die hiesige Autoindustrie bei der Entwicklung vernetzter Dienste und eigener Betriebssysteme Gas geben. Rund um das „Smartphone auf Rädern“ entstehen zudem neue Unternehmen, wie eine exklusive Analyse für Tagesspiegel Background zeigt.
Nokia und andere Telekommunikationsunternehmen verlangen von den Autoherstellern hohe Lizenzgebühren für die Nutzung von 4G. Daimler sieht seine Zulieferer in der Pflicht. Continental befürchtet das Aus im Telematikgeschäft. Der Rechtsstreit gilt als Fingerzeig für die gesamte Industrie 4.0.
Der neue Rechtsrahmen der EU soll nicht nur in Europa ab 2023 für nachhaltigere Batterien sorgen. Die Verordnung soll auch für importierte Akkus gelten und damit einen weltweiten „Goldstandard für Batterien“ schaffen, wie Maroš Šefčovič, Vizepräsident der EU-Kommission, bei der Vorstellung sagte.
Die Bahn will durch Digitalisierung Störungen und Wartungskosten verringern. So werden bereits 28.000 smarte Weichen durch Sensoren automatisch überwacht. Mit einem 5G-Testfeld wird der Einsatz des schnellen Mobilfunks im Bahnverkehr erprobt mit dem Ziel eines einheitlichen Standards in Europa. Bei der Vegetationskontrolle setzt die DB verstärkt Drohnen ein.
Wegen der Klimakrise braucht es mehr Bahnverkehr. In Europa sollen vier Staatsbahnen deshalb nun ein neues Nachtzugnetz schaffen. Doch die privaten Anbieter klagen über unfairen Wettbewerb. Auch der Deutschlandtakt wirft viele wettbewerbsrechtliche Fragen auf. Die Grünen fordern mehr Engagement des Bundes.
Streit im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn: Gewerkschaftschef und Aufsichtsratsvize Klaus-Dieter Hommel hält die Planung von DB-Chef Richard Lutz für unrealistisch. Der Bund müsse den defizitären Staatskonzern noch stärker unterstützen. Die Schulden steigen auf 31 Milliarden Euro, das Rating am Kapitalmarkt könnte sich verschlechtern.
Die EU-Kommission will den Verkehrssektor in den nächsten Jahrzehnten dekarbonisieren – mit 82 Einzelvorhaben. Das Echo ist verhalten: Dem Autoindustrieverband VDA greifen die Pläne zur Digitalisierung zu kurz, die öffentlichen Verkehrsbetreiber fürchten, beim Thema Daten benachteiligt zu werden.
Uber opfert wegen Rekordverlusten in der Coronakrise seine Urban-Air-Mobility-Sparte und steigt aus dem Flugtaxi-Rennen aus. Die deutschen Entwickler Lilium und Volocopter machten 2020 dagegen Fortschritte. Sie steuern auf die Marktreife zu und planen konkrete Strecken.
Ein Mautsystem mit Anreiz zur CO2-Reduktion, Fortschritte beim europäischen Luftraum und neue Nachtzugverbindungen. Das waren die Highlights des gestrigen EU-Verkehrsministertreffens. Heute folgt gleich ein weiterer wichtiger Termin in Brüssel: Die Kommission präsentiert ihren Entwurf für die neue Mobilitätsstrategie.
Das Technologieunternehmen Heraeus baut in Hanauer Solaris-Busse UV-C-Filter gegen Covid-19-Viren ein. Daimler setzt dagegen bei seinen Bussen auf antivirale Hochleistungspartikelfilter. Beide Techniken sollen die Erreger zu mindestens 99 Prozent eliminieren. Das wäre auch gut für Züge und Kreuzfahrtschiffe.
Vielen Fahrschulen fehlt Personal. Fahrlehrer werden gesucht, die Wartezeiten für die Führerscheinprüfung sind mitunter lang. Corona hat die Situation noch verschärft. Die Gründe für den Nachwuchsmangel reichen weit zurück. Nun will die Branche die Krise für sich nutzen.
Der sich rasant erholende Welthandel hat plötzlich ein Problem: Es fehlt an Containern. Ware steckt in China fest, und die Frachtraten gehen durch die Decke. Spediteure und Logistiker attackieren die Reedereien und fordern ein Eingreifen der Europäischen Union.
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will die Entwidmung von stillgelegten Schienenwegen erleichtern. Ein Gesetzentwurf wird vorbereitet und soll noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden. Die Grünen sehen das kritisch.
Ein einheitliches Mindestalter von 18 Jahren für Berufskraftfahrer in der EU würde nicht nur die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen, sondern könnte die Straßen sogar sicherer machen, sagen die Befürworter. Skeptiker verweisen hingegen auf die hohe Verantwortung und die schlechten Arbeitsbedingungen.
Mit der Bahn von Berlin nach Barcelona in 13 Stunden – mit dem Zukunftskonzept TEE 2.0 sollen europäische Metropolen besser miteinander verbunden werden. Doch dafür hat die Politik bisher zu wenig getan. Morgen beraten die EU-Verkehrsminister dazu. Wie die Pläne aussehen und wo es hakt.
Nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr wollen die Grünen das Verkehrsministerium übernehmen. Profilierte Politiker auf diesem Feld haben sie zur Genüge, aber nicht alle sind ministrabel. Und dann spielen immer noch die Parteiflügel eine Rolle. Tagesspiegel Background analysiert, wer die besten Chancen hat.
Besonders im internationalen Flug- und Schiffsverkehr sind Wasserstoff und seine Syntheseprodukte wichtige Bausteine zum Erreichen der Klimaziele. Das Fraunhofer ISI-Institut hat den nötigen Import von grünem Wasserstoff im heute erscheinenden Policy Brief unter die Lupe genommen – und warnt davor, die Herausforderungen zu unterschätzen.
Porsche und Siemens wollen in Patagonien ab 2022 mit Windkraft synthetische Kraftstoffe für die Sportwagen der VW-Tochter produzieren. Welche Rolle E-Fuels künftig im Verkehrssektor spielen könnten und wovon der Erfolg des Projekts in Chile abhängt, verraten Porsche-Chef Oliver Blume und Siemens-Energy-Chef Christian Bruch im Doppel-Interview.
Bahnbrechende Beschlüsse hat der Ladegipfel von Bundesregierung und Wirtschaft nicht gebracht. Die zuständigen Minister Altmaier und Scheuer untermauerten mit Zahlen den Hochlauf der E-Mobilität in Deutschland, doch der Autoindustrie geht der Ausbau der Ladeinfrastruktur zu langsam voran. Neue Statistiken zeigen, welche Regionen vorbildlich sind.
Die staatliche 900-Euro-Förderung für private Wallboxen lässt die Nachfrage explodieren und die Preise steigen. Hersteller kommen mit der Produktion kaum hinterher. Auch die Förderbank KfW war dem Ansturm zunächst nicht gewachsen.
E-Busse erobern langsam die deutschen Städte. Doch die Energiewende im Nahverkehr kann nur gelingen, wenn sich die Mitarbeiter begeistern lassen. Auch die Bahn kennt die Bedeutung einer sparsamen Fahrweise. Bei Dieselloks führt nun ein neues Assistenz-System zu einem großen Effizienzsprung.
In der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität gibt es einen Grundsatzstreit zwischen Industrie und Umweltverbänden über die Nutzung synthetischer Kraftstoffe und die Zukunft des Verbrennungsmotors. Konsens besteht nur darüber: E-Fuels bleiben so teuer, dass sie eine staatliche Förderung brauchen.
Die weltweiten Warenströme fließen trotz Pandemie weiter. Doch fast ein Jahr nach dem Ausbruch des Virus sind hunderttausende Seeleute weiter auf ihren Schiffen gefangen. Die Uno fordert jetzt Gegenmaßnahmen, und auch Jeff Bezos ist gefragt.
Kommende Woche präsentiert die EU-Kommission voraussichtlich ihre „Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität“. Dann dürfte klarer werden, welche Richtung die EU bei der Überarbeitung des europäischen Mobilitätsdatenraums einschlagen will. Tagesspiegel Background gibt einen Überblick zum Status quo.
Bei der Deutschen Bahn könen Kunden in der Weihnachtszeit nur noch 60 Prozent der Plätze reservieren. Doch den Bürgern reicht das nicht. Einer Background-Umfrage zufolge wollen 74 Prozent nicht mit der Bahn fahren. Die Verbraucherschützerin Marion Jungbluth fordert kostenlose Reservierungen für alle Fahrgäste.
Die Autobranche liefert den ersten Use Case für das europäische Datenprojekt Gaia-X. Dafür hat sich BMW unter anderem mit SAP zusammengetan. Künftig sollen Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette vernetzt werden. Nun hoffen die Initiatoren, dass sich möglichst viele weitere Akteure anschließen.
Die Auslieferung der ersten Corona-Impfstoffe beginnt. Logistik-Konzerne, Speditionen und Cargo-Fluglinien stehen in den Startlöchern, doch noch herrscht Ungewissheit über die genauen Lieferketten. Deutschland wird 2021 zur Drehscheibe für das begehrteste Produkt des Jahres.
Macht die Digitalisierung den Verkehr nachhaltiger? Auf dem Digital-Gipfel sind sich die Diskutantinnen weitgehend einig. Sie mahnen aber die passende staatliche Regulierung an, damit sich die „intelligente Mobilität" positiv auswirkt.
Häfen, sagt der Chef von Rostock Port, Jens Scharner, seien für die Energiewende prädestiniert. In Rostock will er zeigen, wie es geht: Der Seehafen soll einen Spitzenplatz in der deutschen Wasserstoffwirtschaft einnehmen. Davon soll auch der nahe Regionalflughafen profitieren.
Viele Mitarbeiter schrecken vor den Unwägbarkeiten bei elektrischen Firmenwagen zurück. Hybridfahrzeuge locken mit Steuervorteilen und könnten sie auf den Geschmack bringen. Vor allem aber sind die Unternehmen stärker beim Drumherum gefragt, wenn der E-Fuhrpark wachsen soll.
Zur Weihnachtszeit wird der deutsche Paketmarkt aufgrund der Coronakrise alle Rekorde brechen. Größter Gewinner ist Amazon. Nicht nur die Gewerkschaft Verdi und der EU-Politiker Ismail Ertug sehen das rasante Wachstum des US-Handelskonzerns nun auch in der Logistik mit Skepsis.
Zum Jahresbeginn 2021 soll die Reform der Autobahn-Verwaltung greifen, die neue bundeseigene GmbH ihre eigentliche Arbeit aufnehmen. Doch im gerade festgezurrten Bundeshaushalt für das nächste Jahr werden trotzdem üppig dotierte Stellen im Bundesverkehrsministerium für diese Aufgabe de facto verlängert – und das bis Ende 2023.
Der Bewegungsradius von Kindern in Europa ist den vergangenen Jahrzehnten stark geschrumpft. Eltern sorgen sich um die Sicherheit des Nachwuchses und schaffen gleichzeitig durch Elterntaxis selbst mehr Verkehr. Welche Lobby haben die elf Millionen Kinder in Deutschland, die noch zu jung zum Wählen sind? Tagesspiegel Background hat nachgeforscht.
Die Seefahrt ist überraschend im Entwurf für die EU-Taxonomie aufgetaucht. Ein Großteil der Schiffe würde damit ein grünes Label ausgestellt bekommen. Experten kritisieren, die gewählten Definitionen seien ambitionslos und würden Anreize für mehr Nachhaltigkeit auf See zunichte machen.
Volkswagen feiert heute 75 Jahre Mitbestimmung, Gerhard Schröder ist Ehrengast in Wolfsburg. Trotz oder wegen des großen Einflusses der Arbeitnehmervertreter entwickelte sich VW vom Käferhersteller aus der Provinz zum Weltmarktführer.
Corona erlaubt keine Weihnachtsfeiern, Social Distancing gilt auch in der Adventszeit. Ein Rundruf in der Branche zeigt aber: Der digitalen Kreativität sind auch in Pandemiezeiten keine Grenzen gesetzt.
Bis die oft als „Wunderbatterie“ gehandelte Festkörperbatterie serienreif ist, müssen noch hohe Hürden genommen werden. Insbesondere Schnellladen und der Einsatz im Auto sind bisher schwierig. Das machten Forscher und Praktiker auf der Europäischen Batteriekonferenz deutlich.
Elon Musk baut im brandenburgischen Grünheide nicht nur in Rekordzeit eine gigantische E-Autofabrik. Auch die größte Batteriezellenproduktion der Welt soll östlich von Berlin entstehen. Doch bevor beide ans Netz gehen können, wird Teslas Tatendrang auf der Baustelle gebremst.
Kondensstreifen, Stickoxide und andere Partikel – sie machen den Flugverkehr um einiges klimaschädlicher, als ihm oft attestiert wird. Grund dafür ist, dass viele Berechnungen nur CO2-Emissionen im Blick haben. Die Wissenschaft liefert jetzt immer mehr Daten, die auch Nicht-CO2-Effekte messbar machen.
Eine länderübergreifende „Smart Connectivity Area“ soll zwischen Estland, Kroatien und Bulgarien entstehen. Die sogenannte Drei-Meere-Initiative sieht digital vernetzte Energie- und Verkehrskorridore vor. Die Region soll zu einem globalen Hotspot für Innovationen werden. Ein deutscher Wissenschaftler ordnet den Plan ein.
Die Airlines müssen am Ende des Corona-Jahres weitere Hiobsbotschaften verkraften – und streiten über die Strategie bei Impfungen. Die Flugzeugbauer kommen bisher unterschiedlich gut durch die Krise. Airbus will die Pandemie für einen Technologiesprung nutzen. Die Amerikaner von Boeing agieren konservativer.
Tesla-Chef Elon Musk will die Batteriefertigung in Grünheide zur größten derartigen Fabrik der Welt machen. Auf einer Konferenz des Bundeswirtschaftsministeriums kündigte er zudem Elektro-Lkw mit Reichweiten von bis zu 1000 Kilometer an. EU-Vizepräsident Maroš Šefčovič und BASF-Chef Martin Brudermüller legten den Schwerpunkt auf Umweltverträglichkeit.
Im Datenraum Mobilität wollen sich immer mehr Unternehmen versammeln, auch die Autobranche signalisiert mittlerweile Interesse. Ihr Engagement könnte über Erfolg oder Misslingen des Vorhabens entscheiden. Auch in anderen europäischen Staaten tüfteln Unternehmen an ähnlichen Projekten. Wie das alles mit dem europäischen Cloudprojekt Gaia-X zusammenhängt.
Nach der Hilfe für die Lufthansa will die Bundesregierung auch die Betreiber der Infrastruktur unterstützen. Doch die Branche beharrt auf nicht zurück zu zahlenden Zuschüssen. Corona-Hilfsgelder von rund einer Milliarde Euro sind damit weiter in der Schwebe.
Aufreger wie die legendären fünf Mark für den Liter Benzin sucht man im neuen Grundsatzprogramm der Grünen vergeblich. Doch die „Autozentrierung“ der ganzen Gesellschaft will die Partei überwinden. Der Verkehr soll humaner, sauberer und vernetzter werden.
Die heftig umkämpfte A49 in Hessen ist nur ein Beispiel: Trotz des Klimawandels und der immer wieder propagierten Verlagerung von Verkehr auf die Schiene werden in Deutschland tausende Kilometer neue Straßen geplant und gebaut. Grüne und Umweltverbände fordern einen Baustopp, das Bundesverkehrsministerium verteidigt den Neubau.
Einkaufen in der Coronakrise wird digitaler, das gilt auch für den Autokauf. Online-Portale berichten von steigender Nachfrage, vom Trend zum Elektroauto – und von den Schattenseiten staatlicher Kaufprämien.
Bis autonome Shuttle und Trucks völlig ohne Fahrer auskommen, dürfte es noch dauern. Start-ups und Autobauer tüfteln deshalb an einer Technik, mit der sich die Fahrzeuge fernsteuern lassen. Nicht überall stoßen solche Systeme auf Begeisterung, Kritiker warnen vor den damit verbundenen Risiken.
Halten Hersteller automatisierter Autos die Datenschutzvorschriften ein? Bei Tesla haben Experten Zweifel. Einige glauben sogar, dass die Elektroautos des US-Konzerns auf europäischen Straßen nicht zugelassen werden dürften.
1000 oder sogar 2000 Kilometer Reichweite mit einem E-Auto – das kündigte vergangene Woche das niederländische Unternehmen SALD BV an. Im Gespräch mit Tagesspiegel Background erklären CEO Frank Verhage und Technikchef Erik Kremers, wann welche Innovation serienreif sein wird.
1,8 Billionen Euro ist das neue umstrittene EU-Haushaltspaket schwer, über das gestern beim EU-Videogipfel gesprochen wurde. Wie viel in den Verkehrssektor fließt und was genau gefördert wird, entscheiden die Mitgliedsstaaten. Das behinderte bislang den Ausbau grenzüberschreitender Infrastruktur, warnen Parlamentarier.
Das Bundesjustizministerium will der Polizei bei der Fahndung nach Kriminellen die automatische Kennzeichenerkennung an die Hand geben. Daten von harmlosen Autofahrerinnen und -fahrern sollen umgehend gelöscht werden. Datenschützer haben gleichwohl Bedenken.
Bis zu 14,8 Millionen rein batterieelektrische E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride könnten 2030 in Deutschland zugelassen sein. Das zeigen Angaben von Autoherstellern für die Studie der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur. Der Bedarf an öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur im Jahr 2030 wird mit 440.000 bis 843.000 Ladepunkten beziffert.
Viele Verkehrsplaner wollen den Stadtverkehr mit Mobilitätsstationen nachhaltiger machen. Wenig sinnvoll findet das der Sozialwissenschaftler Andreas Knie. Doch auf dem Land kommt den Hubs eine entscheidende Bedeutung zu.
Es trifft die deutschen Autohersteller auf ihrem wichtigsten Exportmarkt: In Großbritannien werden Neuwagen mit Verbrennungsmotoren ab 2030 verboten. Auf der Weltkarte wächst die Zahl der Länder, die Benziner und Diesel früher oder später verbannen wollen.
Der Bund fördert den Umbau der deutschen Automobilbranche zu einer klimafreundlicheren und digitaleren Industrie mit weiteren drei Milliarden Euro. Darauf einigten sich die Teilnehmer des Spitzengesprächs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstagabend.