Inspekteure schelten die chinesische Energie-Regulierungsbehörde. Sie habe ihre Aufsichtspflicht verletzt und die Regeln für den Bau von Kohlekraftwerken zu lasch interpretiert. Experten werten dies als Trendwende in der chinesischen Klimapolitik.
Im neuesten Vorschlag für den Ausbau der Stromnetze summieren sich die Kosten erstmals auf rund 100 Milliarden Euro für Onshore- und Offshore-Leitungen. Einige neue Leitungen – auch mit Gleichstromübertragung – sind vorgesehen. Grundsätzlich infrage gestellt werden die Vorhaben in ersten Reaktionen aber nicht, eher im Gegenteil.
Wer in nachhaltige Projekte investieren will, hat unzählige Optionen. Oft tragen sie aber weit weniger zum Klima- und Umweltschutz bei, als glaubhaft gemacht wird. Mit der EU-Taxonomie sollen einheitliche Standards gesetzt werden. Wie diese genau aussehen sollen, sorgt jetzt für Streit.
Der neue US-Präsident Joe Biden hat Erste-Hilfe-Maßnahmen für die Klimapolitik in Form von Dekreten auf den Weg gebracht. Nun muss er um Mehrheiten im Kongress kämpfen, um weitere Vorhaben durchzubringen.
An einem neuen Standort nahe dem Erzgebirge will ein Fraunhofer-Institut bessere Lösungen für die Fertigung und das Recyceln von Batterien entwickeln. Sogar Lithium könnte in der Region gefördert werden. Eine Batterie-Verordnung der EU dürfte die Entwicklung fördern.
Brunsbüttel und Stade sind noch im Rennen für das erste deutsche Import-Terminal für Flüssigerdgas. Doch der Markt ist volatil, und langfristig soll Erdgas ohnehin grünen Energieträgern weichen. Das erschwert die Planungen und Investitionsentscheidungen – trotz politischer Unterstützung.
Lange war unklar, nach welchem Muster Deutschland den angestrebten Import grünen Wasserstoffs organisieren will. Ein Konzeptpapier aus dem Umfeld der Bundesregierung skizziert nun Regeln für den Milliardenmarkt. Die Opposition befürchtet mangelnde politische Aufsicht.
Die Projektgesellschaft „Neuconnect“ plant die erste direkte Stromverbindung zwischen Deutschland und Großbritannien. Dafür schafft nun auch der deutsche Gesetzgeber den regulatorischen Rahmen. Laut der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes sollen die Kosten über die Netzentgelte refinanziert werden.
Die EU baut auf den Einsatz künstlicher Intelligenz beim Klimaschutz. Gestern fand dazu eine Anhörung im KI-Sonderausschuss des EU-Parlaments statt. Der Tenor der geladenen Experten: Das Potenzial ist groß, der Hype aber auch.
Die deutsche Windbranche hat das zweitschlechteste Jahr ihrer Geschichte hinter sich. Angesichts des großen Mangels an Genehmigungen helfen auch immer höhere Ausbauziele der Politik nicht weiter. Die Ausschreibungsmengen mit Verweis auf die EU zu kürzen lehnen die Verbände aber entschieden ab.
Neue Regeln für Energiedienstleister könnten einen Schub für die Gebäudeeffizienz bringen. Eine neue Initiative hat Wünsche dafür zusammengestellt. Derweil fordern die Grünen eine Neuausrichtung der energetischen Sanierung.
Der Auslöser der schweren Störung im europäischen Stromnetz am 8. Januar ist gefunden: Die Kettenreaktion bahnte sich ihren Weg innerhalb von Sekunden von einem Umspannwerk in Kroatien aus. Unklar bleibt aber die tiefere Ursache des Vorfalls, der zu Frequenzschwankungen und einem Riss im europäischen Verbundnetz führte.
„Wir kehren zurück mit Demut“, sagt der neue US-Klimabeauftragte John Kerry auf dem internationalen Klimaanpassungsgipfel. Die Niederlande versuchen, als Gastgeber eine Allianz zur Bewältigung der Klimawandelfolgen zu schmieden. Deutschland kündigt zusätzliche Gelder an.
Die Atommüll-Endlagersuche soll ungeachtet der Corona-Pandemie voranschreiten – auch die Formate der Öffentlichkeitsbeteiligung. Bürgerinitiativen, Umweltverbände und teils auch die Kommunen fordern ein Moratorium. Das Umweltministerium will sich dem nicht anschließen.
Fast 100 Finanzhäuser tragen mit addiert 2,7 Billionen Dollar potenziell zur tropischen Entwaldung bei, zeigt ein heute veröffentlichter Bericht von Umweltschützern. Hunderte Investoren haben nach eigenen Angaben kaum Strategien gegen den Verlust biologischer Vielfalt, so eine Umfrage.
Das Schnellladegesetz des Verkehrsministeriums soll den Ausbau der Lade-Infrastruktur staatlich vorantreiben. Doch bei Privatinvestoren formiert sich Widerstand aus Sorge vor Verdrängung. Der Energiekonzern EnBW wendet sich „alarmiert“ an die Politik, der BDEW hält das Gesetz für eine „Katze im Sack“. Es gibt aber auch Unterstützung.
Das jüngst vom Kabinett verabschiedete neue Atomgesetz sorgt für Entrüstung bei Atomkraftgegnern. Es weiche die Kontrolle durch Gerichte auf und sei womöglich sogar verfassungswidrig.
China und die EU verpflichten sich zu einer Reihe von Klimakriterien für ihre Wirtschaftsbeziehungen. Das europäisch-chinesische Investitionsabkommen, das am Freitag veröffentlicht wurde, begrenzt zugleich die gegenseitige Einflussnahme auf Umwelt- und Arbeitsschutz.
Eine noch unveröffentlichte Studie zeigt: Gesteuertes Laden von E-Autos über Preisanreize nützt allen – den Kunden, den Stromnetzen und dem Klima. Dazu müsste der Strompreis aber von Abgaben und Umlagen entlastet werden. Außerdem braucht es einheitliche Datenstandards.
Joe Biden und sein Team beweisen, dass sie sich gut auf die Amtsübernahme vorbereitet haben. Am Donnerstag wurde eine umfangreiche Verfügung zum Klimaschutz veröffentlicht. Umfragen zeigen hohe Zustimmungsraten für saubere Energien auch unter republikanischen Wählern.
Angetrieben von der Klimapolitik des neuen US-Präsidenten werden amerikanische Banken sich zu Nachhaltigkeitsvorreitern entwickeln, sagen Frankfurter Sustainable-Finance-Experten voraus. Das werde den Trend, Klimarisiken zu verringern, auch im europäischen Finanzsektor verstärken.
Der Offshore-Windbranche und ihren Zulieferern stehen harte Zeiten bevor: In diesem Jahr wird in Nord- und Ostsee nichts gebaut. Wann die nächsten Projekte kommen, ist unsicher. Branchenvertreter hoffen auf eine Sonderausschreibung. Die nächste reguläre Runde ist erst wieder im September.
Stromtarife, die sich der Nachfrage und dem Angebot im Netz anpassen, sollen Verbraucher und Klima entlasten. Mit dem neuen Energiewirtschaftsgesetz will das Wirtschaftsministerium dafür sorgen, dass dynamische Tarife in Verbindung mit Smart Metern flächendeckend auf den Markt kommen.
Mit der Reform des Energiewirtschaftsgesetzes will das Wirtschaftsministerium vor allem die Stromverteilnetze flexibler gestalten. Deren Betreiber sollen Flexibilitäts-Dienste wie Ladesäulen oder Speicher notfalls selbst übernehmen, müssen aber mit Vorgaben zur Kostensenkung rechnen.
Im Dreiländereck Deutschland, Tschechien, Polen regt sich Widerstand gegen den Braunkohletagebau Turów. Das Energieunternehmen PGE will dessen Abbauplan bis zum Jahr 2044 verlängern. Dabei bedient es sich einer Sonderklausel des polnischen Rechts, die gegen EU-Regeln verstößt, meinen Experten.
Die EU lässt das Potenzial von grünem Ammoniak aus Wasserstoff für das Energiesystem erforschen. Der Einsatz des gut beherrschbaren Gases als Schiffskraftstoff steht bevor, und es könnte die Düngerproduktion CO2-frei machen. In Deutschland hängt alles vom Ausbau der erneuerbaren Energien ab.
In der nächsten Windkraft-Auktion wird es wieder keinen Wettbewerb geben. Deshalb muss das Volumen der darauffolgenden Runde ziemlich sicher gedrosselt werden. Die Erhöhung des Ausbauziels verkomme so zur Symbolik, urteilt ein Enegierechtsexperte.
Kurz vor der Amtseinführung von Joe Biden werden hohe Erwartungen an die Klimaschutzpolitik der USA formuliert. Tatsächlich lassen sowohl Ankündigungen als auch Personalpolitik auf starkes Engagement schließen. Die Einführung eines CO2-Preises wird allerdings als große Hürde betrachtet.
Leichtbau ist ein Zukunftsthema, das vom Bundeswirtschaftsministerium mit einer neuen Strategie gefördert wird. Autos, Windräder und Gebäude könnten im Ergebnis dauerhafter und ressourcenschonender produziert werden. Laut Feedback aus der Zielgruppe ist die Strategie gelungen.
Die Coronapandemie wird auch das traditionelle Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos verhindern. Doch bei aller Sorge um die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Folgen – das Forum sieht den Klimawandel immer noch als die größere Gefahr.
Das Power-to-X-Hub der Bundesregierung sieht sich als weltweite Wissensplattform für grüne Kraftstoffe. Ganz konkret ist die Herstellung von klimafreundlichem Flugzeugtreibstoff in Brasilien, doch auch andere Länder haben Interesse. Tagesspiegel Background hat mit dem Leiter des Hubs gesprochen.
Als Teil ihrer Renovierungsstrategie will die EU-Kommission das „neue europäische Bauhaus“ gründen. Ein nachhaltiger Architekturstil soll mit Kunst, Kultur und Wissenschaft entwickelt werden. Seine Bedeutung sei nicht hoch genug einzuschätzen, meint Klimaforscher Schellnhuber.
Die Öl-und Gasindustrie setzte im vergangenen Jahr 70 Millionen Tonnen des gefährlichen Treibhausgases Methan frei. Die EU will das Problem eindämmen. Neue Satelliten sollen ein dichtes Bild von Methanlecks in Fördergebieten und an Pipelines liefern. Aus wichtigen Regionen gibt es bisher kaum brauchbare Daten.
Der Bund will große Demonstrationsprojekte für die Nutzung und Speicherung von CO2 fördern. In der EU-Klimapolitik bis 2030 sollen diese Technologien aber noch keine Rolle spielen, findet auch eine große Mehrheit im Bundestag.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat mit einem außergewöhnlichen Vorgehen das weit fortgeschrittene Gesetz zur Einführung von Spitzenglättung im Stromnetz gestoppt – nach Intervention der Autoindustrie. Eine Reform ist damit für diese Legislaturperiode möglicherweise vom Tisch.
Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) spricht im Background-Interview über CO2-Preise an den EU-Außengrenzen, den Stand bei Industrierabatten für den nationalen Emissionshandel und über die Hoheit der Länder im Konflikt zwischen Windkraft und Artenschutz. Hinsichtlich höherer EEG-Ausbauziele ist er optimistisch – Verzug sei „nicht verantwortbar“.
Eine neue, ausführliche Analyse der deutschen Eigentümerstruktur zeigt: Die erneuerbaren Energien sind weiterhin sehr breit gestreut. Doch die Bürgerenergie verliert langsam an Boden. Fonds, Banken und Versorger dagegen sind in den vergangenen Jahren zunehmend ins Geschäft mit Wind und Sonne eingestiegen.
Die deutsche Energiemarktregulierung steht mit hoher Wahrscheinlichkeit vor einem Umbau. Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs hält die Bundesnetzagentur für zu wenig unabhängig. Viele Verordnungen würden hinfällig, wenn das Gericht sich anschließt – was es meist tut. Laut Experten könnte sogar die Aufteilung der Behörde folgen.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig räumt ein, sie habe ihren Plan, Nord Stream 2 durch eine Stiftung gegen US-Sanktionen zu schützen, nicht mit der Bundesregierung abgestimmt. Nachdem Außenminister Heiko Maas auf Distanz ging, springt nun die Bundes-SPD Schwesig bei.
Das Bundesforschungsministerium fördert drei Wasserstoff-Leitprojekte mit 700 Millionen Euro. Eines hat zum Ziel, Pilotanlagen auf hoher See zu errichten. Getestet wird auch der Transport über umgerüstete Gaspipelines zu Industriekunden.
Mecklenburg-Vorpommern will mit einer umstrittenen Stiftung den raschen Weiterbau von Nord Stream 2 sichern. Wirtschaftswissenschaftlerinnen vom DIW geben für den Fall eines Scheiterns des Pipeline-Projekts Entwarnung: Europas Versorgungssicherheit wäre nicht gefährdet.
Die fixe Abgabe für private Verbraucher steigt laut Monitoringbericht der Bundesnetzagentur zwischen 2017 und 2020 um 20 Prozent. Die Aufsichtsbehörde legt nahe, dass weitere Grundpreis-Erhöhungen durchaus möglich sind – trotz „öffentlicher Diskussion“.
Die Umweltorganisation DUH vermutet nach der Einrichtung einer Stiftung einen Missbrauch des Stiftungs- und EU-Rechts. Sie droht mit rechtlichen Schritten und erneuert die Zweifel an der Schutzwirkung gegen die drohenden US-Sanktionen. Von der Opposition im Bundestag sowie von Fridays for Future kommt ebenfalls Kritik.
Der Bundestag debattiert heute über die Verschärfung von Luftgrenzwerten für Großfeuerungsanlagen wie Kohlekraftwerke. Die Energiewirtschaft wehrt sich gegen teure Umrüstungsmaßnahmen – die hat die Bundesregierung aber gar nicht vorgesehen, kritisieren Umweltorganisationen.
Aus dem unveröffentlichten Entwurf des Monitoringberichts der Bundesnetzagentur geht hervor, dass die Wechselquoten beim Strom 2019 erstmals seit zehn Jahren sanken. Auch auf dem Gasmarkt stagnieren die Anbieterwechsel, obwohl immer mehr Unternehmen um Kunden buhlen. Dennoch verlieren die Grundversorger weiter an Boden.
Deutschland erfüllt eine wichtige EU-Vorgabe zur Digitalisierung der Stromnetze kaum. Gemäß Strommarktrichtlinie haben alle Kunden mit Smart Metern seit Jahresbeginn Anspruch auf dynamische, an die erneuerbaren Energien angepasste Stromtarife. Doch das Angebot ist noch dünn.
Der Klima- und Artenschutzgipfel „One Planet Summit“ gestern in Paris soll neuen Schwung in die internationalen Verhandlungen bringen. Dabei ging es vor allem um das Thema Biodiversität, die „große, grüne Mauer“ in der Sahelzone und die großflächige Schaffung von Naturschutzgebieten. Ähnliche Ziele wurden bislang oft verfehlt.
Probleme im südosteuropäischen Stromnetz führten am Freitag zu einem Riss im europäischen Verbund. Über Ablauf und Notmaßnahmen gibt es nun etwas mehr Informationen, Branche und Regulierer sind zufrieden mit dem Krisenmanagement. Doch vollständig aufgeklärt ist der Vorfall noch nicht.
Seit Jahren wird über den Bau von Flüssiggas-Terminals an der deutschen Küste diskutiert. Das umstrittene Projekt in Brunsbüttel steht nun vor einem wichtigen Schritt. Der Zeitpunkt ist durch die geopolitische Lage denkbar günstig.
Für manche Kommunen könnte sich das EEG 2021 doppelt auszahlen: Sie bekommen Geld für jedes neue Windrad – und zwar nach Bundes- und nach Landesrecht. Allerdings bergen die Zahlungen ein gewisses strafrechtliches Risiko, meinen die Gutachter des Bundeswirtschaftsministeriums.
China führt Anfang Februar einen nationalen Emissionshandel ein. Zunächst gilt dieser nur für den Energiemarkt, bis 2025 soll auch die Industrie dazukommen. Was jetzt mit sehr vorsichtigen Schritten startet, könnte in wenigen Jahren zu einem robusten Werkzeug werden. Das beeinflusst auch die europäische Debatte um Carbon Leakage.
Erstmals bekennen sich unter anderem Deloitte, EY, KPMG und PWC dazu, dass sie als Auditoren eine wichtige Rolle bei der Klarstellung relevanter Klimarisiken spielen. Sie wollen in Zukunft prüfen, ob Unternehmen die nötigen Informationen offenlegen und diese einfordern. Das hat gravierende Auswirkungen auf börsennotierte Unternehmen und Zulieferer.
Der Wissenschaftler Thomas O’Donnell von der Hertie School of Governance schließt die Fertigstellung der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 so gut wie aus. Auch die neue Stiftung Mecklenburg-Vorpommerns löse die Probleme nicht, die die US-Sanktionen verursachten. Deutsche Politik und Wirtschaft hätten sich verkalkuliert.
Die SPD möchte Mieter entlasten, indem mindestens 50 Prozent der zusätzlichen Heizkosten durch den CO2-Preis auf Vermieter umgelegt werden. Die CDU befürchtet Mieterhöhungen und weniger Investitionen in Sanierungen.
Die Kryptowährung Bitcoin herzustellen, erfordert immer aufwändigere Rechenprozesse. Lange galt Bitcoin-Schürfen mit grünem Strom als Mittel, die Währung klimafreundlich zu machen. Doch Kritiker meinen, erneuerbare Energien würden für Wichtigeres gebraucht.
Mit der Mehrheit im Senat nach der Stichwahl in Georgia kann der künftige US-Präsident Joe Biden im Kongress seinen ambitionierten Klimaplan angehen. Doch dabei muss er taktieren und den nach wie vor starken Republikanern Brücken bauen.
Mit einem scheinbar absurden Manöver will Mecklenburg-Vorpommern die Fertigstellung der Pipeline Nord Stream 2 sichern. Eine gemeinnützige Umweltschutzstiftung soll wichtige Bauteile und Maschinen für die Fertigstellung kaufen. Die Nord Stream AG gibt den Löwenanteil des Geldes. Doch damit sind längst nicht alle Probleme lösbar.
Seit dem ersten Januar gilt in Deutschland der CO2-Preis auf Kraft- und Heizstoffe, der besonders einkommensschwache Haushalte belasten könnte. Tut er aber nicht, haben Expertinnen des Öko-Instituts errechnet. Wirksam sei vor allem die EEG-Senkung von über drei Cent.
Das neue Schnellladegesetz der Bundesregierung bezieht sich ausdrücklich nur auf reine Batterieelektrofahrzeuge. Das Laden von Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen sei auf der Langstrecke nicht erforderlich. Der Bundesverband E-Mobilität ist nicht nur deshalb unzufrieden mit dem Gesetzentwurf des Verkehrsministeriums.
Allen Warnungen der Wissenschaft zum Trotz will der Gesetzgeber das Volumen von Windkraft-Ausschreibungen nachträglich kürzen. Die Folge dieser „endogenen Rationierung“ dürfte eine Abwärtsspirale beim Angebot sein, heißt es selbst aus Reihen des Wirtschaftsministeriums.
Die Krise nutzen, um sich gegen den Klimawandel zu stemmen, lautet das Versprechen der EU. Wie viel davon umgesetzt werden kann, wird sich bis Ende April zeigen. Dann sollen die Mitgliedsstaaten ihre Pläne für den Corona-Hilfsfonds vorlegen. Ein Tracker verschafft eine erste Übersicht – mit gemischten Noten für Deutschland.
Vor der Klausurtagung der CSU liegen die jüngsten Entwürfe zum Klimaschutz vor. Ähnlich wie die CDU in einem Vorschlag fürs Wahlprogramm rücken auch die Christsozialen die Ausweitung des europäischen Emissionshandels in den Mittelpunkt. Sie legen aber auch einen Schwerpunkt darauf, dass sich die EU den Klimaschutz in Drittstaaten anrechnen lassen soll.
Die künftigen Energiebeziehungen zwischen der EU und Großbritannien zählten zu den minder toxischen Themen in den Verhandlungen über das Brexit-Handelsabkommen. Aber es bleibt noch viel zu klären. Fachgremien sollen konkrete Strom- und Emissionshandelsregeln ausarbeiten.
Elektrizität zur Stabilisierung der Stromnetze ist knapp und damit zeitweise extrem teuer. Eine Reform hat nicht den gewünschten Erfolg gebracht, das Bundeswirtschaftsministerium gesteht das ein und will „Gegenmaßnahmen ergreifen“. Einstweilen hilft ein Höchstpreis – langfristig könnte mehr Lastflexibilität das Problem verkleinern.
Im März steht die Landtagswahl in Baden-Württemberg an. Die regierenden Grünen zeigen sich trotz Kritik und Konkurrenz durch Klimabewegungen selbstbewusst und liebäugeln mit der SPD.
Das neue Jahr beginnt für viele Windparkentwickler mit einer bösen Überraschung: Sie dürfen an der Februar-Auktion nicht teilnehmen, weil der Gesetzgeber kurz vor Weihnachten die Meldefrist verlängert hat. Heute läuft sie ab. Betroffen sein könnten Projekte mit mehreren hundert Megawatt.