Weltweit wächst der Markt für elektrisch motorisierte Kleinst- und Leichtfahrzeuge sowie E-Bikes. Laut McKinsey ist nach China besonders in Italien die Bereitschaft zur Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel groß. Doch der zuständige Minister setzt andere Prioritäten.
Eine frühzeitige Zwischenbilanz auf dem Weg zur Erreichung der CO2-Flottenziele wäre im Sinne der Autohersteller. Weil die Transformation schleppend läuft und 2025 Strafzahlungen drohen, könnte die EU-Kommission ihnen mehr Spielraum geben. Doch das EU-Recht erlaubt kaum Abkürzungen im ohnehin engen Zeitplan bis 2035.
Künftig sollen die Mautdaten genutzt werden dürfen, um der Stellplatzsuche für Lkw einen Schub zu geben. Eine Gesetzesänderung macht das möglich. Mittelständische Unternehmen indes fühlen sich um ein Geschäftsfeld betrogen. Sie erwägen juristische Schritte.
Die FDP will verhindern, dass Autos in Innenstädten weniger Platz zugesprochen wird. In Hannover findet sie dafür Verbündete. Der dortige Oberbürgermeister von den Grünen ist mit seinen Plänen für eine autoarme Innenstadt vorerst gescheitert.
Logistikdrohnen könnten gerade in der Medizin helfen, Proben schneller ins Labor zu bringen und die Diagnose zu beschleunigen. Allerdings stehen im städtischen Raum eine ganze Reihe an Vorschriften im Weg. Ein Projekt in Mönchengladbach sucht einen Ausweg.
Immer mehr Städte überlegen, Autobahneinhausungen als Lärmschutzmaßnahmen zu bauen. Meist kommt auf den Deckel ein Park. Dabei könnten hier zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: weniger Lärm und die Schaffung von neuem Wohnraum.
Die Vorschläge der FDP, den Autoverkehr in den Städten zu stärken, stößt auf harsche Kritik. Auf kommunaler Ebene ist man selbst in der eigenen Partei nicht glücklich über die Formulierungen. Verkehrsminister Volker Wissing ließ die Debatte unkommentiert.
In wohl keiner Metropole der Welt lassen sich Fahrten mit der U-Bahn so genau planen wie in Seoul. Exakte Routen minimieren Zeit und Stress. Europäische Städte könnten sich etwas abschauen.
Am 1. September wird in Sachsen gewählt. Erstmals könnte das BSW in den Landtag einziehen. Die Partei von Sahra Wagenknecht will das Verbrenner-Aus zurückdrehen. Die CDU setzt sich dafür ein, dass Sachsen „Autoland“ bleibt. SPD und Grüne stellen den öffentlichen Verkehr in den Fokus. Ein Blick in die Wahlprogramme.
Seit einer Änderung des Allgemeinen Eisenbahngesetzes können Bahnflächen nur noch in Ausnahmefällen entwidmet werden. Landesweit stehen deshalb Radweg-, Wohnungsbau- und Straßenprojekte vor dem Aus. Werden die Regeln wieder aufgeweicht?
In der neuen EU-Kommission von Ursula von der Leyen dürfte die Position des Industriekommissars aufgewertet werden. Im Gespräch ist dafür erneut der Franzose Thierry Breton. Die spanische Umweltministerin Teresa Ribera gilt als heißeste Anwärterin für das Amt der Klimakommissarin, beim Verkehr bleiben Fragezeichen. Bis Ende August muss das Team stehen.
Ende 2023 übernahm die ehemalige Münchner Vizebürgermeisterin, Katrin Habenschaden, den Job als Leiterin Nachhaltigkeit und Umwelt bei der Deutschen Bahn. In ihrer neuen Rolle spricht sie über Nachhaltigkeit im DB-Kosmos, den gesellschaftlichen Wert der Bahn und die Gründe, warum man Klima- und Artenschutz zusammen denken muss.
Wie die Sicherung des Schienennetzes finanziert werden soll, gehört neben anderen Bahn-Themen und den Autobahnen zu den Dossiers, die Frankreichs künftige Regierung erwarten. Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen haben Verkehrsthemen jedoch keine große Rolle gespielt.
Während die USA restriktive Vorgaben für vernetzte Autos plant, gelten für einen großen Teil des Weltmarktes, schon gemeinsame Regeln – Europa eingeschlossen. Branchenkenner sehen die Umsetzung weit fortgeschritten, besonders beim Software-Support in der Betriebsphase ist aber noch einiges unklar.
Der verlustreiche und hoch verschuldete Staatskonzern braucht immer neue und größere Finanzhilfen – und wird zum Fass ohne Boden für die Steuerzahler. Die Bahn wünscht sich einen langfristig angelegten Fonds zur Infrastrukturfinanzierung.
Das kommende Jahr könnte teuer werden für die deutschen Autobauer. In einem schwachen Markt für Elektroautos greift die nächste Stufe der CO2-Regulierung. Hersteller, die ihre Flottenziele verfehlen, müssen dann mit hohen Strafzahlungen rechnen. In der Branche und in der Politik wird der Ruf nach Erleichterungen lauter.
Im klimabewegten Boom-Jahr vor der Coronakrise waren sich Politik und Wirtschaft einig: Innerdeutsche Flüge schienen aus der Zeit gefallen. Tatsächlich sind sie seitdem um die Hälfte zurückgegangen. Wettbewerb gibt es nicht mehr. Doch ein Ende ist nicht absehbar. Der Zustand der Bahn tut sein Übriges.
Draufhauen ist einfach. Doch was macht im Gegensatz dazu eigentlich konstruktive Oppositionsarbeit aus? Tagesspiegel Background hat sich in den Fraktionen und in der Wissenschaft umgehört. Dabei wurde deutlich: Es gibt auch Grenzen der Konstruktivität.
Zu viele Nachteile für Autofahrer und zu viel Ideologie: Die Frankfurter FDP will den Masterplan Mobilität in seiner jetzigen Form nicht mittragen. Sollte sie dabei bleiben, sei dies „ein Schlag ins Gesicht all derer, die daran mitgearbeitet haben“, sagt Wolfgang Siefert, Grünen-Mobilitätsdezernent in der Römer-Koalition.
Seit 2012 hat die spanische Stadt Pontevedra einen Metrominuto-Stadtplan. Dieser zeigt Fußverkehrsrouten im Stil eines U-Bahn-Netzplans. Mittlerweile haben viele europäische Städte einen solchen Plan, außer in Deutschland. Hierzulande gibt es Vorbehalte.
Wie sich die zentralen Versorgungssysteme unserer Gesellschaft klimafreundlich umbauen lassen, hat ein Team des Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit in Potsdam untersucht. An drastischen Maßnahmen und einem völlig anderen Leitbild führt für die Autoren im Verkehrsbereich kein Weg vorbei.
Nachdem Experten verfassungsrechtliche Bedenken gegen den Entwurf der Ampel für den Bundeshaushalt 2025 geäußert haben, geht die Diskussion um die Schließung der Milliardenlücke weiter. Grüne und Lobby-Verbände fordern erneut ein Sondervermögen für Infrastrukturvorhaben.
Ein sogenannter Mobilitätspass soll baden-württembergischen Kommunen künftig Geld für mehr Bus- und Bahnverkehr in die Kassen spülen. Gegenüber ersten Plänen wurden einige Varianten gestrichen und eine zusätzliche Hürde eingebaut.
In Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern kommt es vermehrt zu Klimaprotesten an Flughäfen. Die können schnell teuer und schlimmstenfalls gefährlich werden. Manche wollen härtere Strafen, andere mahnen, den Störaktionen weniger Aufmerksamkeit zu schenken.
Verkehrsunternehmen suchen händeringend nach neuen Mitarbeitern – auch im Ausland. Vor allem Bus- und Straßenbahnfahrerinnen und -fahrer fehlen. Nun will die Branche neue Wege gehen.
Verbände und Spediteure warnen davor, die während der Fußball-EM und der Olympischen Spiele eingeführten Grenzkontrollen dauerhaft fortzuführen. Mehrere CDU-Landesinnenminister hatten sich dafür ausgesprochen, um illegale Einreisen nach Deutschland zu verhindern und die Migration besser zu steuern.
Bei E-Autos bildete Italien im vergangenen Jahr mit 66.000 verkauften Fahrzeugen annähernd das Schlusslicht Europas. Einer der Gründe dafür ist die politische Weichenstellung der italienischen Regierung. Sie treibt zwar die Mobilitätswende voran, setzt aber auf Technologieoffenheit zur Erreichung der Klimaziele 2050.
Die EU einigte sich in der vergangenen Legislaturperiode darauf, sowohl den Seeverkehr als auch den Straßenverkehr in den europäischen Emissionshandel aufzunehmen. Für die Luftfahrt wurden die Regeln zur CO2-Bepreisung verschärft. Ein neuer Entwurf aus dem BMWK nimmt sich der nationalen Umsetzung an.
Yannick Seuthe von der „Letzten Generation“ wurde bekannt als „Bali-Flieger“. Kürzlich blockierte Seuthe den Flughafen Frankfurt. Im Interview begründet Seuthe das eigene Reiseverhalten, das viel Kritik und Häme zur Folge hatte.
Lieferwägen sind klimaschädlich und verstopfen gerade in den Städten die Straßen. In Karlsruhe haben Forscher:innen nun ein Projekt vorgestellt, wie sich kleine Pakete auch per Straßenbahn transportieren lassen. Eine Lösung für die Verkehrswende?
Eine Riesenraffinerie in Nigeria will Westafrika mit Benzin versorgen und europäischen Mitstreitern damit Konkurrenz machen. Finden die europäischen Raffineure keine neuen Absatzmärkte für ihre Überproduktion, könnten sich Schließungen mehren.
Frankreich erlebte Brandanschläge auf die Bahn kurz vor dem Start der Olympischen Spiele in Paris. Doch auch in Deutschland können Sabotageaktionen passieren. Die Deutsche Bahn versucht, sich dagegen zu rüsten.
Nichts ist unmöglich, auch nicht die Wiederwahl von Donald Trump im November. Stabilen Jahren in der Verkehrs-, Auto- und Handelspolitik würden unruhige Zeiten folgen. Das kann besonders der deutschen Autoindustrie schaden.
Die EU-Agentur für Flugsicherheit EASA will sich demnächst mit einer Studie zu der Frage positionieren, ob ein Pilot im Cockpit während bestimmter Flugphasen ausreicht. Die Industrie macht schon länger Druck. Piloten weltweit sehen in dem Ansinnen eine absichtliche Verschlechterung der Flugsicherheit.
Durch das Leitsystem ETCS bremsen Züge sanfter. Das kostet Zeit und damit zehn bis 15 Prozent der Kapazität der Schiene, warnt Claus Weselsky. Der Chef der Gewerkschaft der Lokomotivführer fürchtet zudem, dass überzogene Visionen von autonom fahrenden Zügen junge Leute abschrecken, noch Lokführer zu werden.
Im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Schiene gibt es noch eine Großbaustelle: den neuen Zugfunk. Ohne den 5G-Standard sind deutlich dichtere Takte und automatisiertes Fahren nicht möglich. Das Verkehrsministerium will seinen Umsetzungsplan Anfang August der EU-Kommission schicken.
Wenn DB-Chef Richard Lutz heute nach dem ersten Halbjahr 2024 Bilanz zieht, werden PR-Strategen wieder alle Register ziehen, um die Lage des Staatskonzerns zu beschönigen. Diese Art der Kommunikation hat Tradition. Kritik kommt auch vom Bundesrechnungshof.
Das Chaos nach dem Software-Crash war eine Ausnahme, die Flughäfen bewältigen die Reisewelle zum Ferienbeginn ohne Turbulenzen. Doch strukturelle Risiken wie Personalmangel und marode Infrastruktur bleiben. Arbeitnehmervertreter sprechen von einer „Seifenblase“.
Die Diskussion um neue Verschuldungsmöglichkeiten für die Autobahn GmbH und die Deutsche Bahn gewinnt an Schärfe. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Autobahn GmbH greift das Kanzleramt an. Auch aus der FDP und der Wissenschaft gibt es harte Kritik.
Vom Kleinstadt-Bürgermeister zum Verkehrsminister: Pete Buttigieg steuert die Klima-Investitionen der US-Regierung. Der Posten war einst eher etwas für politische Leichtgewichte, Buttigieg aber spielt eine Schlüsselrolle. Das liegt vor allem am vielen Geld für Straße und Schiene.
An diesem Mittwoch will die Bundesregierung ihre Wasserstoffimportstrategie beschließen. Für das Konzept gibt es Zustimmung, doch für die Zukunft braucht es aus Expertensicht eine großzügigere Finanzierung.
Die Bedeutung des EU-Verkehrsausschusses (TRAN) wird unterschätzt, finden viele seiner Mitglieder. Sie treffen sich heute zur konstituierenden Sitzung. In den nächsten fünf Jahren wird ein Schwerpunkt darin liegen, den Schienenverkehr zu verbessern. Doch auch für die Straße stehen Entscheidungen an – Stichwort: Verbrenner-Aus.
Oft sitzt nur eine Person im Auto. Die restlichen Plätze bleiben leer. Mitfahr-Apps wollen das ändern. Doch bisher fristen die meisten Plattformen ein Nischendasein.
15 Millionen Touristen werden während der Sportgroßveranstaltung im Großraum Paris erwartet, davon 1,2 Millionen aus dem Ausland. Auch verkehrstechnisch stellen die Olympischen und Paralympischen Spiele eine riesige Herausforderung für die Veranstalter dar. Sie haben versprochen, die grünste Olympiade durchzuführen, die es je gab.
Nach der chinesischen CRRC und der französischen Alstom ist Siemens Mobility der größte Hersteller von Schienenfahrzeugen und Digitalisierungstechnik. Der Konzern profitiert davon, dass Deutsche Bahn, Bund und Länder die Investitionen in die Schiene erhöhen. Ein Gespräch mit dem Chef.
Die Bundesregierung will der Wirtschaft über ein staatliches Ankaufprogramm Zugang zu Wasserstoff und Wasserstoff-Derivaten verschaffen. Im Fall von strombasiertem Kerosin ist dies beim ersten Versuch nicht gelungen. Ein Grund: Der EU-Rechtsrahmen ist für Investoren zu unsicher.
Das Bundesverkehrsministerium weist den Verdacht zurück, Lobby-Termine bei Minister Volker Wissing und Staatssekretär Oliver Luksic seien käuflich. Diesen Eindruck hatte die Kampagne „HVO100 goes Germany“ erweckt. Wissing und Luksic wollen von solchen Angeboten nichts gewusst haben. Die Schirmherrschaft für die Kampagne hat Luksic ausgesetzt.
Die wiedergewählte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will sich dafür einsetzen, dass es beim Verbrenner-Aus Ausnahmen für E-Fuels gibt. Für ihre Formulierung heimst sie selbst von den Grünen Lob ein. Auch die Buchung von grenzüberschreitenden Bahnreisen soll deutlich einfacher werden.
Bei den CSD-Umzügen in diesen Wochen sind viele große Mobilitätsunternehmen dabei. Das Engagement soll bei der Suche nach dringend benötigten Fachkräften helfen, birgt aber auch das Risiko des sogenannten Pinkwashings. Ein Blick auf das Engagement der Branche.
Die Mobilitätsbranche reagiert gespalten auf die Haushaltspläne der Ampel für das nächste Jahr. Während die Straßenlogistiker finden, Verkehrsminister Volker Wissing habe „geliefert“, fordert die Bahnbranche Nachbesserungen. Vor allem im Bereich Schiene bleiben Fragen offen.
Der Berliner SPD-Politiker Tino Schopf hat einen Mann aus Brandenburg und dessen mutmaßlichen Komplizen angezeigt. Beide stehen im Verdacht, im Zentrum eines durch Medienberichte aufgedeckten Systems zu stehen.
Selbst die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur befürchtet, dass der Aufbau des Ladenetzes für E-Lkw nicht schnell genug vorankommt, weil die Anschlüsse an das Stromnetz auf sich warten lassen. Dafür hat die Leitstelle gute Nachrichten, was die Preise für Ladestrom angeht.
Für den Einstieg in eine Wasserstoffwirtschaft spielen Häfen eine zentrale Rolle – als Standorte für Import und Produktion. Während in Rotterdam die ersten Vorhaben finanziert sind und begonnen haben, herrscht in Deutschlands Häfen wie in Hamburg noch weitgehend Flaute. Es fehlen konkrete Investitionsentscheidungen.
Für die Dekarbonisierung der Industrie braucht Deutschland Wasserstoff. Ein Großteil wird aus Importen kommen. Wie die Bundesregierung diese organisieren will, zeigt der Entwurf der Wasserstoff-Importstrategie. Grundlegend Neues findet sich nicht darin.
Anna Deparnay-Grunenberg wird nach der Wahl nicht ins Europaparlament zurückkehren. Zu groß waren die Stimmenverluste für die Grünen. Im Background-Interview analysiert sie die Gründe für das schlechte Abschneiden ihrer Partei bei der EU-Wahl und den Rechtsruck, zeigt mögliche Auswege auf und spricht über ihre persönlichen Pläne.
Das Bundesfinanzministerium hat einen Haushaltsentwurf für das kommende Jahr an die Ressorts verschickt. Im Verkehrsetat deutet sich an, dass die Mittel für die Straße steigen, bei der Schiene wird der Rotstift angesetzt. Am Mittwoch soll der Entwurf vom Kabinett beschlossen werden.
Der wissenschaftliche Beirat des Verkehrsministeriums macht in einer noch unveröffentlichten Stellungnahme Vorschläge, wie das Deutschlandticket zukunftsfest gemacht werden sollte. Der Preis soll regelmäßig steigen, die Fahrgäste sollen einen festen Anteil der Kosten tragen. Für die Aufteilung der Einnahmen legen die Experten zwei Optionen vor.
Teure Dienstwagen bekommen einen Steuerbonus und Unternehmen eine Sonder-AfA für E-Autos. Ob die halbwegs neuen Förderinstrumente die Zögerlichkeit der Wirtschaft bei der Elektrifizierung beenden, ist fraglich.
Heute beginnt die Riedbahnsanierung als erstes von 41 Projekten. Der Zeitplan lässt sich jetzt schon kaum halten. Zudem kritisieren die Wettbewerber im Güterverkehr die Umleitungskonzepte und fürchten die Rückverlagerung von Gütern auf die Straße. Der VDV fordert die Schließung von Elektrifizierungslücken bei der Organisation des Umfahrungsverkehrs.
Bereits im antiken Rom schätzte man Schnelligkeit im Transportsektor als entscheidend ein. Das Hyperloop-Transportsystem ist ein Open-Source-Menschheitstraum, an dem seit mehr als zehn Jahren weltweit über 800 Ingenieure, Technologieexperten, Unternehmen und Universitäten beteiligt sind. In Italien beginnt die Realisierung.
Einen Monat nach der Europawahl geht der Blick Richtung Osten. In Brandenburg, Thüringen und Sachsen stehen Landtagswahlen an. Die aktuellen Verkehrsminister:innen sind in den politischen Farben getrennt, in der Sache weitgehend vereint. Ankommen wird es aber vermutlich auf das Bündnis Sahra Wagenknecht.
Auf der Schiene fehlt Personal, obwohl es mehr Lokführer:innen gibt. Doch die Triebfahrzeugführenden können immer weniger produktiv arbeiten, wie exklusive Berechnungen von Tagesspiegel Background zeigen. Das betrifft vor allem den Personenfern- und Güterverkehr. Woran liegt das?
In Japan soll eine neue Magnetschwebebahn alle Geschwindigkeitsrekorde brechen. Umweltbedenken haben das Jahrhundertprojekt über lange Zeit ins Stocken gebracht. Nun soll es weitergehen. Wirtschaft und Politik atmen auf.
Der Verkehrsminister sieht klimapolitisch keinen eigenen Handlungsbedarf und verweist auf die Novelle des Bundes-Klimaschutzgesetzes. Die ist aber noch nicht in Kraft getreten. Konkrete rechtliche Konsequenzen hat das zwar nicht – aber es werden Verfassungsbeschwerden vorbereitet.
Deutschland bekommt eine Nationale Fußverkehrsstrategie – der lang erwartete Entwurf ist in der Verbändeanhörung. Viel Konkretes ist daraus jedoch nicht zu entnehmen, was wohl auch an der niedrigen Priorisierung des Verkehrsministers liegt. Für mehr Sicherheit kann die Reform des Straßenverkehrsrechts sorgen.
Dauerhaft höhere EU-Einfuhrzölle würden das Joint Venture von Mercedes-Benz und Geely auf dem wichtigen europäischen Markt ausbremsen. Europa-Chef Dirk Adelmann hofft auf einen Erfolg der politischen Verhandlungen bis November – und erläutert im Background-Gespräch die Optionen im Fall der Fälle.