Das Bundeskabinett hat die Reform des Baugesetzbuches auf den Weg gebracht, die Bauvorhaben beschleunigen und vereinfachen soll. Das Aufstellen von Bebauungsplänen soll künftig höchstens zwölf Monate dauern. Auch der Bau von Geothermie- oder Windenergieanlagen soll zügiger gehen, doch Bau- und Wohnungswirtschaft geht der Entwurf nicht weit genug.
Photovoltaikanlagen bieten Hackern ein potenzielles Einfallstor zur Manipulation des Stromnetzes. Das zeigen eine Reihe von Expertenberichten, die auch die Bundesnetzagentur alarmieren. Sie sieht ein steigendes Sicherheitsrisiko und empfiehlt, auch dezentrale PV-Anlagen als kritische Infrastruktur einzustufen.
Der Vorschlag der Bundesnetzagentur, die Netzentgeltrabatte für die energieintensive Wirtschaft an Flexibilisierungen beim Stromverbrauch zu knüpfen, stößt auf Widerstand der Industrie. Eine Alternative zeigen Forschende des Beratungsunternehmens Neon auf. Nicht verbrauchsabhängige Anreize, sondern Mengenrabatte seien kurzfristig der beste Weg.
Infos zur Energieerzeugung können helfen, gezielte Verbrauchsentscheidungen zu treffen. Netzbetreiber müssen diese Daten gemäß europäischen Vorgaben künftig bereitstellen – und preisgeben, wie sehr sie Wärmepumpen und Wallboxen im Versorgungsgebiet bei Bedarf drosseln könnten. Die EU-Kommission erklärt nun in Leitlinien, wie die Umsetzung funktionieren soll.
Ursula von der Leyen will bis Ende der Woche bekanntgeben, wer welchen Posten in der neuen EU-Kommission übernehmen soll. Für das Klimaressort ist spanische Umweltministerin Teresa Ribera wohl gesetzt. Der tschechische Industrieminister Jozef Síkela könnte neuer Energiekommissar werden. Er gilt als Anhänger der Kernenergie und Befürworter des Green Deal.
Das Verkehrsministerium hat einen harten Schnitt gemacht: Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 30. August wurde Kurt-Christoph von Knobelsdorff als Geschäftsführer und Sprecher der bundeseigenen Förderorganisation NOW GmbH abberufen. Über die Gründe wird auch in der Belegschaft gerätselt.
Das Beste aus zwei Welten oder komplexes Ungetüm – die Meinungen bei Energieverbänden und Experten gehen in der Bewertung des kombinierten Marktmodells im Optionenpapier des Bundeswirtschaftsministeriums auseinander. Das zeigt eine Umfrage von Tagesspiegel Background. Eine Debatte „klein“ gegen „groß“ will die Branche aber vermeiden.
Kurz vor den Landtagswahlen in Brandenburg in zweieinhalb Wochen sichert die Bundesregierung die PCK Raffinerie erneut vorübergehend ab: Das BMWK verlängert die Treuhandverwaltung an den deutschen Töchtern von Russlands Rosneft zum vierten Mal. Bis Jahresende soll der Verkauf der russischen Raffinerieanteile vollzogen sein. Interesse hat Katar.
Innere Sicherheit und soziale Sicherheit waren für die Wählerinnen und Wähler in Sachsen und Thüringen die entscheidenden Themen. Der Klimaschutz spielte nur eine geringe Rolle, und zwar noch weniger als vor fünf Jahren. Das bestätigt einen Trend für ganz Deutschland. Aber was folgt nun daraus?
Die Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen bringen dramatische Verschiebungen: Die AfD triumphiert in Thüringen mit 32,8 Prozent, während das BSW aus dem Stand 15,8 Prozent erreicht und die Linke überholt – eine schwierige Regierungsbildung steht bevor. In Sachsen verpasst die CDU-geführte Koalition die Mehrheit, die AfD liegt knapp hinter der CDU.
Nord- und Ostdeutschland sind Vorreiter beim Ausbau von erneuerbaren Energien. Und doch werden sie für ihre Bemühungen mit höheren Netzentgelten bestraft. Dies will die Bundesnetzagentur ab 2025 ändern: Regionen mit hohen Netzentgelten wegen des rasanten Erneuerbaren-Zubaus sollen entlastet werden. Wie hoch der Rabatt ausfällt, zeigt sich erst im Oktober.
Bereits abgeschlossene Wärmepläne offenbaren Mängel bei der Deckung des zusätzlichen Strombedarfs durch den Ausbau von Wärmepumpen. Das liegt an fehlenden Preissignalen zum netzdienlichen Betrieb der Geräte, was das Stromnetz belasten könnte. Für größere Gebäude oder Gebäudenetze gilt eine Kombination aus PV, Wärmepumpe und KWK als effiziente Lösung.
Fast alle EU-Staaten haben bekanntgegeben, wer sie in den nächsten fünf Jahren in der Kommission vertreten soll. Kadri Simson ist nicht mehr dabei, Wopke Hoekstra dagegen schon. Die Spanierin Teresa Ribera bringt Klimaexpertise mit. Ansonsten reißen sich einige Länder um Finanzposten.
Der Solarausbau nimmt Fahrt auf, Wärmepumpen sollen Gas ersetzen. Die Folge: Immer mehr Projektierer und Verbraucher wollen einen Stromnetzanschluss, müssen aber warten. Das BMWK will nun die Weichen legen, um den Stau bei Netzanschlussbegehren zu reduzieren. Die Energiebranche ist skeptisch. Innovative Netzanschlusslösungen fehlen im Entwurf.
Bis 2030 wird Deutschland absehbar europäische Klimavorgaben reißen. Der aktualisierte Nationale Energie- und Klimaplan (NECP) zeigt nun, dass die Bundesregierung mit verschiedenen Maßnahmen gegensteuern will. Belastbare Zahlen zur Klimaschutzwirkung bleibt sie schuldig – und es fehlen konkrete Pläne für den Abbau fossiler Subventionen.
Die geplante Reform der Fernwärme-Verordnung wird zu mehr Transparenz führen und die Kundenrechte stärken, loben Verbände in der Anhörung. Die Verordnung müsse die Besonderheiten des Contracting berücksichtigen und dürfe den Unternehmen nicht zu viel Bürokratie aufbürden. An den Vorgaben zur Preisgestaltung gibt es weiterhin Kritik.
Zehn Gigawatt Kraftwerkskapazität hat Russland in der Ukraine zerstört. Noch liefernde Fossilenergie-Kraftwerke und Wasserkraftwerke werden weiter aus der Luft angegriffen. Windparks indes sind schwerer zu beschädigen und haben sich im Krieg bereits bewährt. Deshalb plant die Ukraine mehr davon. Ein deutsches Unternehmen beteiligt sich.
Energieanbieter müssen sich künftig besser für Preiskapriolen am Markt wappnen. Das sieht eine Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes vor. Diese betrifft auch aber den weiteren Netzausbau oder das Energy Sharing.
Die Mineralölkonzerne haben die Quote zur Minderung von Treibhausgasen 2022 übererfüllt, die Ausgleichszahlungen hielten sich in Grenzen. Das zeigt ein Bericht der Bundesregierung, der heute im Kabinett beschlossen werden soll. Die Autoindustrie drängt bereits auf höhere Quoten – vor allem für E-Fuels.
Seit dem 27. August können auch Unternehmen, Wohnungseigentümer und Hauseigentümer Zuschüsse für die Heizungsmodernisierung beantragen. Aktuelle Zahlen der Förderbank KfW zeigen, dass das Interesse an Wärmepumpen steigt. Insgesamt dürfte die Nachfrage 2024 aber deutlich hinter den Vorjahren zurückbleiben.
Immer größer werden die Gefahren durch den Klimawandel. Doch eine neue Studie zeigt: Die Metropolen an den Küsten der Welt wappnen sich nur oberflächlich, langsam und begrenzt gegen die Risiken. Ein Problem ist laut den Forschenden, dass die Behörden kaum Klimaszenarien berücksichtigen und den Blick nicht in die Zukunft richten.
Auf 6,5 Prozent der deutschen Flächen wachsen Mais, Schilf und andere Energiepflanzen. Eine neue Studie zeigt: Mit weniger Land und ohne Anbaubiomasse ließe sich das gesamte Energiesystem klimaneutral gestalten. Umweltforscherin Daniela Thrän hält die Ergebnisse für plausibel – kritisiert aber die Ausblendung der Agri-Photovoltaik.
Enorm kompliziert und zeitaufwändig – so beurteilt der Deutschlandchef des Übertragungsnetzbetreibers Tennet den BMWK-Vorschlag eines kombinierten Kapazitätsmarktes. „Ein deutscher Sonderweg sollte vermieden werden“, so Tim Meyerjürgens. Auch zu einer möglichen Gebotszonenteilung hat er eine klare Haltung: Ein Zonen-Split sei keine schnelle Lösung.
Die Abscheidung und Speicherung von CO2 ist nicht einmal zugelassen, da verkündet das Bundeswirtschaftsministerium schon erste Bedingungen für eine CCS-Förderung. Anders als bei den Klimaschutzverträgen liegt der Fokus auf dem Mittelstand. Dieser soll bei der Dekarbonisierung und bei Investitionen in CCS für nicht-vermeidbare Emissionen unterstützt werden.
Einige Bundesländer haben schon Regelungen, damit Kommunen finanziell von neuen Windrädern profitieren. In Bayern ist ein Gesetzentwurf der Grünen im Gespräch, der auch ausdrücklich neue Freiflächen-Photovoltaik einschließen soll – ein landespolitisches Novum. Wirtschaftsminister Aiwanger kritisiert den Vorschlag und will Anlagen an Autobahnen einbinden.
Salzkavernen sind das Behältnis der Wahl für die künftige Speicherung von Wasserstoff. Teils müssen die künstlichen Hohlräume mehr als tausend Meter tief im Salzgestein neu angelegt werden, teils sollen bestehende Erdgaskavernen umgerüstet werden. Der Bau der deutschen H2-Speicherinfrastruktur wird zum Wettlauf gegen die Zeit.
Energie-Infrastrukturen gehören im Kriegsfall meist zu den ersten Sabotage- und Angriffszielen. Aber eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur von Staat und Branche hierfür gibt es in Deutschland noch nicht. Das einschlägige Kritis-Dachgesetz lässt auf sich warten. Branche und Staat sind uneins über Zuständigkeiten und Lasten.
Es ist ein Katastrophenszenario, doch nun stellen Forschende es infrage. Könnten Teile des antarktischen Eisschilds aufgrund der Erwärmung plötzlich zusammenbrechen? Rapide steigende Meeresspiegel und Überschwemmungen in Küstenregionen wären die Folgen.
Die europäische Solarindustrie kämpft seit Jahren gegen die asiatische Konkurrenz. Im sizilianischen Etna Valley will sich die „3Sun Gigafactory“ dem Trend mit einer jährlichen Produktion von drei Gigawatt entgegenstellen. Ein ehrgeiziges politisches Unterfangen, das Europas Resilienz beweisen soll.
Der Klimaausschuss der US-Demokraten unterstützt die Kandidatur von Kamala Harris und Tim Walz. Besonders jüngere Wählerinnen und Wähler haben sie im Blick. Im Mittelpunkt der Klimadebatte stehen eine saubere, bezahlbare und unabhängige Energieversorgung – sowie eine Reindustrialisierung des Landes.
Die Bundesregierung finanziert den Klimaschutz mit Erlösen aus der nationalen und europäischen CO2-Bepreisung. Doch beide Einnahmequellen sind mit wachsenden Unsicherheiten behaftet – die Gründe reichen von einer wechselhaften Konjunktur bis hin zu Veränderungen beim Emissionshandel. Jüngste Berechnungen für künftige Erträge geben nun Rätsel auf.
Deutschlands Städte sollen grüner und lebenswerter werden, doch der neue Transformationsbericht zeigt: Die Ziele für nachhaltiges Bauen und klimafreundliche Mobilität stehen zwar auf dem Papier. Fachleute kritisieren aber fehlende Maßnahmen und warnen vor einem Rückschritt, wenn nicht bald massiv investiert wird.
Biomasse soll künftig anders gefördert werden. Die dafür nötige Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes soll zeitnah kommen, heißt es aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Leitlinie ist die Etablierung eines Kapazitätsmarkts, der die Energieversorgung sichern und den Ausbau der Erneuerbaren flankieren soll.
Die Produktion von grünem Wasserstoff ist herausfordernd: Nicht nur muss sich die Herstellung wirtschaftlich rechnen. Auch die Klimabilanz muss stimmen und die Folgen für Wasser und Land müssen überschaubar bleiben. Wissenschaftler zeigen nun, welche Weltregionen Erfolg haben könnten. Für eine potenzielle Exportregion gibt es schlechte Nachrichten.
In Thüringen könnte die CDU bald gemeinsam mit BSW und SPD regieren, wenn die SPD nicht an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert. Mit Blick auf die Energiepolitik passen CDU und BSW relativ gut zusammen, die SPD hat deutlich andere Ziele. Grüne und Linke warnen indes vor einer Rolle rückwärts beim Windkraftausbau.
Die Kürzungen im Klimafonds KTF machen auch bei der Gebäudeförderung nicht halt. Das Bundeswirtschaftsministerium will beruhigen: Abstriche beim Heizungstausch soll es nicht geben. Kritiker fürchten aber, dass ein möglicher Mehrbedarf auf der Strecke bleibt. Die erwarteten Einnahmen aus dem EU-ETS korrigiert der Bund drastisch nach unten.
In Hamburg Moorburg wird aus einer Kohlekraft-Invest-Ruine ein Drehkreuz für grünen Wasserstoff. Die Bauarbeiten für das Elektrolyseprojekt HGHH und das Wasserstoffleitungsprojekt HH-WIN haben begonnen. Damit gibt Hamburg das von vielen erhoffte Startsignal für den – vorerst allerdings lokalen – Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft.
Die Entdeckung eines Supraleiters, der Strom bei Raumtemperatur leitet, könnte unsere Energieversorgung verändern, sagt der Physiker Bernhard Keimer vom Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart. Doch bislang lassen sich supraleitende Materialien nur unter enorm aufwändiger Kühlung nutzen. Wie greifbar ist dieser Traum?
Die Förderung für die Wärmewende soll 2025 um zwei Milliarden Euro kleiner ausfallen. Auch andere Ausgaben aus dem Klima- und Transformationsfonds kürzt die Ampel-Koalition. Das Besondere bei der Haushaltseinigung: Die Bundesregierung greift auf einen riskanten Kniff zurück. Der Experte Niklas Illenseer befürchtet im Ernstfall eine Haushaltssperre.
Mit einem gigantischen Energiewende-Plan möchte der Lausitzer Energiekonzern Leag den Weg aus der Kohlekraft meistern. Dafür baut das Unternehmen die bisher größte schwimmende Solaranlage Europas. Doch die Pflichten der Tagebau-Nachsorge werden es noch Jahrzehnte beschäftigen. Ein Besuch bei einem Konzern im Wandel.
Mit knapp 370 Milliarden Dollar fördern die Vereinigten Staaten die Fertigung und den Ausbau grüner Technologien. Neue Zahlen zeigen: Zwei Jahre nach Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes verzeichnen die USA Rekordinvestitionen bei der Energiewende. Die EU will mit einem „Clean Industrial Deal“ nachziehen.
Kein Kohleausstieg vor 2038, versprechen CDU, SPD und BSW in ihren Wahlprogrammen. Dem Europäischen Emissionshandel dürfte das egal sein, worauf auch die Grünen hinweisen und die Forderung Augenwischerei nennen. Einigkeit herrscht beim Erneuerbaren-Ausbau und dem Ziel, Brandenburg zum Wasserstoff-Hub zu machen.
Erst Anfang August hat sich das Bundeswirtschaftsministerium in einem Optionenpapier für den kombinierten Kapazitätsmarkt ausgesprochen. Eine Analyse im Auftrag des BMWK gibt nun Aufschluss über die mögliche Ausgestaltung. Umgesetzt würde zuerst der zentrale Kapazitätsmarkt, der dezentrale könnte im Anschluss folgen.
In einer 130 Meter langen Leitung im Emsland testen Unternehmen und Forscher, wie Werkstoffe auf Wasserstoff reagieren und wie künftig tausende Rohrkilometer von Gas auf H2 umgerüstet werden können. Von den Ergebnissen wird der Hochlauf des Wasserstoffmarkts abhängen.
Trotz anhaltender Kritik genehmigt Niedersachsen die geplante Förderung von Erdgas in der Nordsee vor Borkum. Ein Bündnis aus acht Umweltorganisationen macht nun in einem offenen Brief Druck auf die Bundesregierung – und fordert den Stopp des Vorhabens. Tagesspiegel Background hat das Dokument exklusiv vorab eingesehen.
Die Verhandlungen über die Haushaltslücke 2025 werden immer hitziger. Sogar der Fortbestand der Ampel-Koalition scheint gefährdet. Eine Lösung könnten gezielte Kürzungen sein. Aus der FDP kommen Forderungen nach Einsparungen bei Klimaschutzsubventionen. Ihr Vorschlag, das auch klimapolitisch wichtige BMZ abzuschaffen, dürfte aber zunächst folgenlos bleiben.
Die Bundesregierung will ab dem kommenden Jahr den Bau von neuen Gaskraftwerken ausschreiben. Die Hersteller von Turbinen haben schon jetzt gut zu tun. Das könnte Folgen haben.
Die Einnahmen aus der jüngsten Auktion für Offshore-Windkraftflächen gehen im Vergleich zu vorherigen Ausschreibungen deutlich zurück – darauf deuten zumindest erste Zahlen hin. Auch wurden weniger Gebote abgegeben. Abschattungseffekte durch eine zunehmende Dichte an Windkraftanlagen könnte das Investitionsinteresse hemmen.
2023 gab es einer Studie zufolge in Europa wahrscheinlich mehr als 47.000 Hitzetote. Die hitzebedingte Sterblichkeit hätte allerdings noch viel höher sein können, haben Wissenschaftler berechnet. Dass es nicht so war, liegt an Klimaanpassungsmaßnahmen.
Jeder Zweite in Sachsen hat kaum Bedenken, wenn Windkraftanlagen in direktem Wohnumfeld stehen, wie eine neue Umfrage zeigt. Das lässt sich positiv werten, dennoch liegt Sachsen vor der Landtagswahl damit unter dem Bundesdurchschnitt. Mehr Beteiligung steigert die Akzeptanz, wissen Experten. Ein entsprechendes Landesgesetz muss sich noch bewähren.
Ihr Erfolg ist ungewiss, die Technologien sind unreif und die Finanzierung fraglich: Noch ist Fusionsenergie ein ferner Traum. Zur raschen Emissionsminderung taugt Kernfusion daher nicht, erklären Forschende eines Akademienprojekts in einem neuen Impulspapier. Dennoch solle sich die Gesellschaft für die potenzielle Energiequelle einsetzen.
Die Internationale Atomenergieagentur mahnt zu „maximaler Zurückhaltung“ bei möglichen Kämpfen im Umfeld des russischen Kernkraftwerks Kursk. Es liegt 60 Kilometer von der Grenze entfernt, über die ukrainische Truppen seit Mittwoch vordringen. Die Ukraine meldet unterdessen einen Brand im AKW Saporischschja und beschuldigt Russland.
Zu wenig, zu langsam – die bisherige Regulierung zur Beschleunigung des Markthochlaufs für Wasserstoff reicht der Wirtschaftsvereinigung der Grünen und dem Grünen Wirtschaftsdialog nicht. Sie fordern rasches Handeln insbesondere bei Wasserstoffspeichern. Auch der Branchenverband DWV macht neue Vorschläge.
Mit einer Task Force nach Tesla-Vorbild will Brandenburgs Ministerpräsident Tempo machen beim Speichern und Nutzen von CO2. Sein Alleingang verursacht Streit mit dem grünen Koalitionspartner.
Bis 2030 könnten sich die globalen Windkraft-Kapazitäten verdoppeln, wie aus einer Analyse der Denkfabrik Ember hervorgeht. Vor allem China trägt zum Aufschwung bei. Für die Klimaziele würde das allerdings noch immer nicht reichen. Zwei Experten sehen in finanzieller Unterstützung für ärmere Länder einen Schlüssel für weltweite Fortschritte.
Bereits im kommenden Jahr soll der Bau der geplanten Wasserstoffautobahn starten. Doch dort, wo sie nicht vorbeiführt, gibt es Unzufriedenheit. Die Hoffnungen ruhen nun auf der Bundesnetzagentur.
Ob es der Fonds zur Finanzierung kerntechnischer Entsorgung ist oder die Sondervermögen des Bundes und der Sozialversicherung: Deutschland will bei seinen Geldanlagen Nachhaltigkeitskriterien beachten. Wie gut das gelingt und wo Schwierigkeiten liegen, zeigen nun die Antworten der Bundesregierung auf eine kleine parlamentarische Anfrage.
Erst 2031, dann 2046 und nun 2074 – die Standortentscheidung für das Atommüll-Endlager verzögert sich laut Experten immer weiter. Das Umweltministerium mahnt zur Ruhe, doch in Niedersachsen macht sich Ärger breit.
Die Bundesnetzagentur will dem Um- oder Rückbau von Gasnetzen mit dynamischer Regulierung begegnen. Die Folge könnten zeitweise höhere Netzentgelte sein. Energiebranche und Verbraucherschützer folgen dem Ansatz, fordern aber Kompensation für Netzkunden, wie aus Stellungnahmen zum Festlegungsentwurf KANU 2.0 hervorgeht.
Die nächste EU-Kommission wird sich mit Verboten der umstrittenen PFAS-Stoffe befassen. Die Industrie warnt vor pauschalen Schritten und sieht die Entwicklung von Zukunftstechnologien in Gefahr. Nun wenden sich Bayern und Baden-Württemberg direkt an Ursula von der Leyen.
In der neuen EU-Kommission von Ursula von der Leyen dürfte die Position des Industriekommissars aufgewertet werden. Im Gespräch ist dafür erneut der Franzose Thierry Breton. Die spanische Umweltministerin Teresa Ribera gilt als heißeste Anwärterin für das Amt der Klimakommissarin. Bis Ende August muss das Team für die neue EU-Kommission stehen.
Abwärme aus unterirdischen Bauten hat Potenzial, Städte klimafreundlich mit Wärme zu versorgen. Wie das gehen kann, zeigen Beispielprojekte in der Londoner Tube und der Pariser Metro. Doch bei der weiteren praktischen Umsetzung lauern Schwierigkeiten, obwohl die Technik laut Experten einsatzbereit ist.
Am 1. September wählt Sachsen ein neues Parlament. Die Grünen stehen laut Umfragen bei sechs Prozent. Ein Interview mit ihrem Energieminister Wolfram Günther über das zähe Ringen mit der CDU, den schlechten Ruf der Windkraft und darüber, was Robert Habeck für Sachsen erreicht hat.
Wie schon in ihrer Wachstumsinitiative angekündigt, plant die Bundesregierung einen Wechsel bei der Förderung der Erneuerbaren. Einen Fadenriss bei den Investitionen will sie dabei vermeiden. Von Experten kommt Zustimmung, aber auch Kritik an den Plänen. Offen ist zudem, was die Ampel von den Plänen noch umsetzen kann.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat sich erstmals für ein konkretes Modell beim geplanten Kapazitätsmarkt ausgesprochen. Demnach favorisiert es eine Kombination aus zentralem und dezentralem Design – ein noch nie dagewesenes Modell also. Experten warnen vor zu viel Komplexität.
Ein Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze könnte zu unumkehrbaren Veränderungen im Erdsystem führen. Eine neue Studie des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung zeigt, dass die Erwärmung rasch gestoppt werden muss, um drastische Folgen zu vermeiden.