Jetzt ist er da: Der lang erwartete Plan, was Deutschland mit den EU-Milliarden gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise vorhat. Der Fokus liegt beim Straßenverkehr, der Industrie und der Forschung. Die Schiene geht leer aus.
Autonomes Fahren erscheint inzwischen realistisch. Doch die Technik muss noch besser werden, um sie ruhigen Gewissens einsetzen zu können. Dann gehen die Unfallzahlen nach unten – eine Welt ohne Crashs jedoch bleibt eine Illusion.
Am Freitag wird bekanntgegeben, wer den Microlauncher-Wettbewerb der Bundesregierung gewinnt. Die beteiligten Start-ups sind auf einen Sieg inzwischen aber gar nicht mehr angewiesen. Die Premierenflüge sind auch so finanziert. Doch von einer kommerziellen Raumfahrt ist Europa noch weit entfernt.
Klimaneutralität ist nicht erst 2050, sondern schon 2045 möglich. Das ist das Ergebnis einer Studie von Agora Verkehrswende, Agora Energiewende und Stiftung Klimaneutralität. Der Verkehr soll noch schneller elektrifiziert, neue Verbrenner und Plug-in-Hybride ab 2032 nicht mehr zugelassen werden.
Ein Felssturz am Mittelrhein, eine Schlammlawine in Frankreich und Starkwind in Dänemark – die Kraft der Natur legt den europäischen Güterverkehr regelmäßig lahm. Es fehlt an Ausweichstrecken und einem effektiven Krisenmanagement. Seit dem Tunneleinsturz in Rastatt hat sich nur wenig verbessert, beklagen Branchenvertreter.
Der Markt für Elektroautos hat Fahrt aufgenommen, aber wie sieht es bei E-Motorrädern aus? Noch sind sie eine Nische, doch das ändert sich gerade. Sie gewinnen neue Kundengruppen und werden sogar im Staatsdienst eingesetzt.
Die jüngsten Berichte über Unfälle mit Tesla-Fahrzeugen schüren Zweifel an der Technologie zum autonomen Fahren – vor allem bei älteren Menschen. Das zeigt eine Exklusiv-Umfrage für Tagesspiegel Background. Europäische Hersteller warnen derweil vor überzogenen Erwartungen an hochautomatisierte Systeme.
Der Flickenteppich an Corona-Reiseregeln schwächt die EU im globalen Wettbewerb, sagt Lufthansa-Vorständin Christina Foerster. Die Politik müsse nun endlich einen verlässlichen Fahrplan für das Hochfahren des Flugverkehrs vorlegen. Ein Interview über den Neustart und den Klimaschutz.
Auf den Autobahnen stauen sich die Lastwagen, und in den Städten blockieren Lieferwagen den Verkehr. Dagegen herrscht auf den Wasserstraßen fast nur Ausflugsverkehr. Ein Potsdamer Forschungsprojekt will das ändern. In Berlin sollen schon bald autonome Schiffsflotten Pakete und Baustoffe transportieren.
Wie die Deutsche Post bis 2050 klimaneutral werden will, hat der für Post und Paket zuständige Vorstand Tobias Meyer anhand konkreter Beispiele gezeigt. Neben E-Lieferfahrzeugen und E-Bikes spielt die Verlagerung von Sendungen auf die Schiene eine wichtige Rolle. Doch dabei gibt es noch einige Hindernisse.
Die Halbleiter-Krise in der Automobilindustrie spitzt sich weiter zu. Hersteller wagen keine Prognosen mehr, auch der weltgrößte Zulieferer Bosch wird wegen der Lieferengpässe nervös.
Ob Hochgeschwindigkeitszüge oder E-Autos – es wird noch so manches Infrastrukturprojekt brauchen, damit die Verkehrswende gelingt. Statt aber über langwierige Genehmigungsverfahren zu schimpfen, empfehlen Umweltrechtler:innen, die kommunale Ebene personell zu verstärken und ein Mobilitätskonzept auf den Tisch zu legen.
Ab 2050 soll auch der Bahnverkehr keine CO2-Emissionen mehr ausstoßen. Der französische Hersteller Alstom setzt dafür auf Wasserstoffzüge. Der schnelle Weg zur Marktreife gelang dank deutscher Förderung. Doch ausgerechnet hier sehen die Technik inzwischen viele skeptisch.
Heute wird die Deutsche Post erklären, wie sie ihre ehrgeizigen Klimaziele erreichen will. Die konzerneigenen Elektrofahrzeuge von Streetscooter werden nur noch bis 2022 hergestellt. Doch wie wird die große E-Flotte dann bestückt? Verschiedene Hersteller sind im Rennen.
Verkehrsminister Andreas Scheuer spricht von der „Systemabkehr“, der Fahrradclub ADFC bezeichnet die Neuauflage des Nationalen Radverkehrsplans als „kleine Revolution“. Damit das Rad tatsächlich zum gleichberechtigten Verkehrsmittel wird, braucht es jedoch eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes.
Die Chefs der Autobahn GmbH und der Bauindustrie rechnen damit, dass die Grünen in der nächsten Bundesregierung sitzen werden. Wie sie sich darauf einstellen, unterscheidet sich allerdings deutlich. Die Diskussion um unbezahlte Rechnungen spielen dagegen beide herunter.
Wie klimafreundlich oder -schädlich sind Agrokraftstoffe aus Raps, Soja und Co? Die Branche legt eine Studie vor, der zufolge das Ausmaß indirekter Landnutzungseffekte halb so wild ist. Die Deutsche Umwelthilfe hingegen warnt vor verheerenden Effekten für Klima und Artenvielfalt durch Anbaukraftstoffe.
Biokraftstoffe, Cargo-Schiffe, Stadt-Busse mit Erdgasantrieb – einem geleakten Entwurf der EU-Taxonomie zufolge, könnten Investitionen in all diese Bereiche bald als nachhaltig gelten. Heute präsentiert die EU-Kommission die finalen Kriterien. Umweltverbände überlegen, ihre Unterstützung zu entziehen.
Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ist keine ausgewiesene Verkehrspolitikerin. Doch aus ihren Äußerungen nach der Kür und dem Programm für die Bundestagswahl lässt sich ablesen, was auf die Mobilitätsbranche unter einer Kanzlerin Baerbock zukäme.
Corona und Homeoffice führen dazu, dass immer mehr Pendlerinnen und Pendler ihr ÖPNV-Abo kündigen. Verkehrsunternehmen versuchen, mit neuen Tarifmodellen die Kunden zurückzugewinnen. Das allein wird nicht reichen, um die finanzielle Krise der Branche in den Griff zu bekommen.
Knapp 90 Millionen Euro vom Bund und aus Bayern bekommt BMW für die „Entwicklung der übernächsten Generation von Lithium-Ionen-Zellen“. Die Münchner wollen die Staatshilfen auch für Forschung an Feststoffbatteriezellen nutzen.
Die Schiffe aus dem Suezkanal-Stau kommen diese Woche in Nordeuropa an. Im Hamburger Hafen ist man jedoch erstaunlich entspannt. Doch die aus dem Takt geratene Container-Verteilung wird die Branche noch über Monate beschäftigen. Bei der Bewältigung der Krise spielt Optimierungssoftware eine entscheidende Rolle.
Bald will die EU das Emissionshandelssystem reformieren. Noch ist unklar, worüber die Regierungschefs im Juni genau abstimmen sollen. Für den Luftverkehr stehen womöglich einschneidende Veränderungen an.
Immer mehr Städte und Gemeinden und die örtlichen Verkehrsunternehmen testen autonome Shuttles. Sie hoffen, die Menschen für den ÖPNV zu begeistern. Den Einsatz der Technologie auf den öffentlichen Verkehr zu beschränken, lehnt die Mehrheit der Deutschen allerdings ab, wie eine exklusive Umfrage für Tagesspiegel Background zeigt.
Die Regel, beim Neubau auch Stellplätze einrichten zu müssen, stellen immer mehr Bundesländer und Kommunen infrage. Mittlerweile gibt es ein ganzes Bündel an Alternativen. Für Bauherrn ist der Flickenteppich ein Graus. Experten fordern eine grundlegende Reform.
Bei der Verkehrsministerkonferenz geht es heute auch um mehr Sicherheit im Fuß- und Radverkehr. Zu den Vorschlägen zählen die einfachere Anordnung von Zebrastreifen und neue „Begegnungszonen“. Druck für besseren Radverkehr kommt auch von der Straße: Heute startet erstmals die „Bundeskonferenz der Radentscheide“.
Eine wenig bekannte Kommission der Vereinten Nationen entwirft in Genf Vorschriften für elektrische Fahrzeuge und die kommende Revolution im Straßenverkehr: das autonome Fahren. Hersteller aus fast allen Teilen der Welt nehmen Einfluss, wo sie können.
Spediteure aus osteuropäischen Ländern müssen bei Ordnungswidrigkeiten nur ein Viertel oder die Hälfte des Bußgeldes zahlen. Das geht aus einer Länderliste des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) hervor. Der Branchenverband Camion Pro spricht von „einer Subvention wirtschaftskrimineller Unternehmen in Osteuropa“.
In einem gemeinsamen Brief fordern der europäische Industrieverband und die Umwelt-NGO Transport & Environment die EU-Kommission zum zügigen Ausbau der Ladeinfrastruktur auf. Die Hersteller setzen stärker auf Batterie-Lkw.
Viele Landratsämter beschäftigen sich kaum mit dem ÖPNV. Die verbleibenden Schülertransporte organisieren Privatunternehmer auf eigene Rechnung. Die Folgen der Corona-Pandemie und die Verkehrswende gefährden nun aber das Geschäftsmodell. Der Staat könnte eine steuernde Rolle zurückerlangen. Doch die Beharrungskräfte der Branche sind groß.
Mit dem Hochlauf der Elektromobilität entern immer mehr etablierte Unternehmen und Start-ups den Markt für Ladeinfrastruktur. Investoren wittern besonders viel Potenzial bei Ladeservices – und stecken Millionen in dieses Segment. Konzerne wollen gemeinsam mit Start-ups globale Standards bei Management-Systemen für Ladesäulen setzen.
Nissan, Bosch und Fraunhofer haben ihr Projekt zum bidirektionalen Laden von E-Autos verlängert. Der zuständige Projektleiter von Nissan hat Tagesspiegel Background schon mal verraten, was die Integration der Autos in das Stromnetz mit dem Akku macht, was das Rückspeisen der Energie bringt und welche Rolle VW spielen könnte.
Städte und Landesregierungen kooperieren in Pilotprojekten mit Navigationsanbietern, um Staus zu reduzieren oder bestenfalls zu vermeiden. Ein neues System in Málaga bezieht dabei auch Ampeln mit ein, während es in Niedersachsen um Schwarmintelligenz geht.
Bisher noch Forschung, bald schon industrielle Produktion: Beim Markthochlauf alternativer Treibstoffe soll es jetzt schnell gehen, die Nachfrage ist groß. Damit drängt die Zeit für die Politik, Prioritäten zu setzen – sowohl mit Blick auf die Verkehrsträger als auch auf die Treibstoffart.
Die Grünen diskutieren über die Zukunft des Bundesverkehrswegeplans. Der Neubau von Straßen soll künftig vermieden werden. Dafür könnte eine andere Methodik, aber auch die Anwendung bestehender Gesetze sorgen.
Neue Fahrassistenzsysteme sollen den Straßenverkehr sicherer machen, ab 2022 sollen unter anderem Abbiege- und Geschwindigkeitsassistenten in neuen Fahrzeugen Pflicht werden. Noch sind nicht alle Anforderungen an die Systeme geklärt, der Zeitplan scheint gefährdet. Mit den neuen Systemen sind zudem auch neue Risiken verbunden.
Im Juni wird die EU-Kommission ihren Vorschlag zur Überarbeitung des Europäischen Emissionshandels präsentieren – dabei soll auch die Schifffahrt an die Kandare genommen werden. Sie ist eine der Branchen mit der höchsten Klimabelastung. Wie das Schiffs-ETS aber genau aussehen soll, sorgt für Diskussion.
Der Entwurf des Wahlprogramms zeigt: Die FDP setzt beim Umbau des Verkehrssystems vor allem auf Digitalisierung, neue Technologien und den „Entwicklergeist“ von Ingenieur:innen. Von Verboten halten die Liberalen nichts, die Kaufprämie für E-Autos wollen sie wieder abschaffen. Eine zentrale Rolle spielt der Emissionshandel.
Neue Autos hat der Daimler-Konzern in den vergangenen Jahren viele vorgestellt, aber wohl kaum ein Fahrzeug von solcher Bedeutung. Die Elektro-S-Klasse könnte Gradmesser werden, ob die Stuttgarter im E-Zeitalter mit Tesla & Co. Schritt halten können. Der Konzern muss beweisen, dass er weiter zur technologischen Weltspitze gehört.
Die Kritik des US-Autobauers am zähen deutschen Genehmigungsrecht trifft einen politischen Nerv. Landes- und Bundesregierung treten auf den Plan, die Umweltverbände pflichten Tesla bei – mit einer Ausnahme.
Die Lobbyisten der Autoindustrie finden in Brüssel Gehör. Die Kommission kassiert einige ihrer Vorschläge zur Reduktion von Schadstoffen in der Luft. Wirtschaftsvertreter hatten diese zuvor als zu ehrgeizig kritisiert.
Bundesrat und Biokraftstoffbranche wünschen sich, dass auch grüner Wasserstoff aus Biogas oder Holz angerechnet werden darf, um Treibhausgase im Verkehr zu mindern. Die Bundesregierung lehnt das ab: Sie fürchtet, dass biogenes H2 in Konkurrenz zum Elektrolyse-Wasserstoff aus Strom tritt. Nun ist der Bundestag gefragt.
Immer mehr Satelliten umkreisen die Erde – und werden sich gegenseitig gefährlich. Fachleute fordern schon länger Verkehrsregeln für den Orbit. Nun wird auch die Politik aktiv. Doch noch fehlt es an einer wirksamen internationalen Zusammenarbeit.
Der US-Elektroautobauer wartet auf die Hauptgenehmigung für seine Gigafactory in Berlin-Brandenburg. Nun macht der Konzern in einem Brandbrief an das Oberverwaltungsgericht Druck – im Namen des Klimaschutzes und der Verkehrs- und Energiewende.
Kurz vor der Bundestagswahl kritisiert der Bundesrechnungshof die Bahnpolitik der Regierung scharf. Mit der geplanten Reform des Eisenbahnregulierungsrechts werde der Wettbewerb nicht gefördert und die Verkehrswende ausgebremst, heißt es in einem vertraulichen Bericht, der Tagesspiegel Background vorliegt.
Jeden Tag prasseln neue Hiobsbotschaften auf Airlines und Flughäfen ein. Die Hoffnungen auf einen echten Neustart im Frühjahr schwinden. Passagiere aber wollen reisen – dort, wo sie es dürfen, erholt sich der Markt bereits.
Joe Biden will nicht länger China hinterherhinken. Für die Aufholjagd plant der US-Präsident ein zwei Billionen Dollar schweres Infrastrukturprogramm. Bis Sommer soll das Paket durch den Kongress. Fast jeder Verkehrssektor wird mit Extra-Milliarden bedacht.
Vor einem Jahr, mitten in der ersten Welle der Pandemie, hat Vincent Ducrot die Leitung der Schweizerischen Bundesbahnen übernommen. Im Gespräch mit Tagesspiegel Background erläutert er, wie er das Unternehmen wieder aus der Krise führen will, was er selbst über die Arbeit von zu Hause aus denkt und welche Nachtzugpläne er in der Schublade hat.
Bei der Nahverkehrstochter der Deutschen Bahn fielen 2018 und 2019 tausende Fahrten aus – wegen Lokführermangel. Zugleich arbeitete das Fahrpersonal laut dem Betriebsratschef 720.000 Stunden pro Jahr im Büro statt im Führerstand. Die Gewerkschaft EVG macht dafür Sparmaßnahmen in der Verwaltung verantwortlich.
Revolutionäre neue Geschäftsmodelle wie das von Swapfiets sind in der Fahrradbranche selten. Der Fahrradmarkt ist noch nicht so weit, um von den großen Mobilitätstrends zu profitieren, sagt Berater Till Krämer. Die Unternehmen müssten noch lernen, mit einer Stimme zu sprechen, Investoren seien wegen der geringen Volumen zögerlich.
Nach den unbequemen Sitzen muss die Deutsche Bahn am ICE 4 nun auch auffällige Achsen ihrer neuen Fernzugflotte tauschen lassen. Nach Informationen von Tagesspiegel Background müssen insgesamt 800 Radsätze der bis Ende 2020 ausgelieferten Hightech-Flitzer wegen Qualitätsproblemen überprüft und teils gewechselt werden.
Die französische Nationalversammlung debattiert über das neue Klima-Gesetz. Präsident Emmanuel Macron verspricht den großen Wurf, was Kritiker nur für Wahlwerbung halten. Auf den Verkehrssektor kommen trotzdem konkrete Veränderungen zu.
Bosch-Chef Volkmar Denner hält die dritte Corona-Welle für bedrohlich. Jeder, der impfen kann, solle impfen, sagt er im Background-Interview. Seine Betriebsärzte stehen bereit. Die Digitalisierung hat sich beschleunigt, der Einsatz von KI im Internet der Dinge revolutioniert die Mobilitätsbranche. Den Hype um die Software nimmt Denner aber gelassen.
Auch wenn bis Ostermontag rund 40.000 Urlauber aus Deutschland nach Mallorca reisen werden – die neue Corona-Testpflicht verdirbt zumindest vielen Menschen die Lust aufs Fliegen. Gut 40 Prozent finden es dadurch unattraktiver, ergibt eine Civey-Umfrage für Background. Nur wenigen ist der Sicherheitsgewinn wichtiger.
Das Nadelöhr der Weltwirtschaft ist nach einer Woche wieder frei, die „Ever Given“ fährt Richtung Mittelmeer. Der Stau der Containerriesen löst sich aber nur langsam auf. Die Probleme für Logistik und Lieferketten fangen jetzt erst an. Wie sich die deutschen Häfen vorbereiten.
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) kann erste Erfolge bei dem von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geforderten Datenraum Mobilität vermelden: Bald soll sichtbar werden, wozu das Konstrukt genutzt werden kann. Im Background-Interview erklärt der Minister, wie er die Autobauer zum Mitmachen bewegt hat.
Lastwagen mit Oberleitung werden oft als deutsche Spinnerei abgetan. Doch Hasso Grünjes, der zuständige Abteilungsleiter bei Siemens Mobility, berichtet von Interesse aus allen Teilen der Welt. Auch das deutsche Verkehrsministerium will die Technik aus der Nische holen.
Mit dem Neustart der Fluglinien kommt neuer Schwung in die Klima-Debatte – angetrieben von NGOs. Die deutsche Industrie kontert nun die Forderung nach Kerosinsteuer und Schrumpfkurs. In der Coronakrise werde der Luftverkehr umso wichtiger für die hiesige Wirtschaft, so der BDI.
Wird der EU-Wiederaufbaufonds für den nötigen Schub in der Verkehrswende sorgen? Er hat zumindest das Potential dazu. Schließlich soll ein großer Teil der Investitionen in die Mobilität fließen. Doch Analysten der nationalen Entwürfe melden Nachbesserungsbedarf.
Wie hoch die gesamten Emissionen der europäischen Luftfahrt sind, war bislang kaum zu überblicken. Ein neuer Bericht hat die Daten jetzt erstmals gesammelt. Die Autor:innen fordern eine stärkere Regulierung – unter anderem die Ausweitung des ETS auf internationale Flüge.
Die bundeseigene Deutsche Energie Agentur arbeitet in der politischen Debatte über den Kraftstoff Flüssigerdgas eng mit einer Gruppe von Brennstoffanbietern und Lkw-Herstellern zusammen. Die Unternehmen investierten bis zu fünfstellige Beträge in das Projekt.
Jede Woche stirbt eine Radfahrerin oder ein Fußgänger durch einen abbiegenden Lkw. Warum kommt der Abbiegeassistent EU-weit erst 2024 für alle Neufahrzeuge? Weshalb rüsten nicht noch mehr Transportunternehmen freiwillig nach? Eine Analyse.
Diesen Sommer eröffnet Cargobeamer in Calais ein neues Frachtterminal, mit dem sich Lkw-Trailer schnell auf den Zug verladen lassen. So sollen mehr Güter auf die Schiene kommen. DB Cargo setzt allerdings auf kranbare Sattelauflieger. Heute präsentiert die Gütertochter der Deutschen Bahn ein neues Bündnis für den Kombinierten Verkehr.
Flugreisende nach Deutschland müssen sich ab Sonntag vor dem Abflug testen lassen. Zugleich müssen Unternehmen ab April Selbsttests für ihre Beschäftigten anbieten. Andernfalls schreitet der Gesetzgeber ein.
Ein havariertes Megaschiff blockiert das wichtigste Nadelöhr des Welthandels. Während im Suez-Kanal die Rettungsaktion für die „Ever Given“ anläuft, wächst der Druck auf die Lieferketten. Der Stopp der Warenströme könnte länger dauern.
Der Kombinierte Verkehr transportiert Ladung auf der langen Strecke über die Bahn, an den Terminals übernehmen dann Speditionen. Das EU-Mobilitätspaket will diesen Verkehr ab 2022 als Kabotage einstufen und hat eine Rückkehrpflicht der Lkw festgesetzt, um Sozialdumping einzudämmen. Dadurch könnten die CO2-Emissionen steigen.