Deutschland fokussiert sich bei der CO2-Entnahme vor allem auf den Sektor Landnutzung. Das reicht nicht, monieren zwei renommierte Institute in einer neuen Studie. Sie raten der Ampel-Regierung, das Thema breiter anzugehen. Die Forscher weisen dem CO2-Preis dabei eine zentrale Rolle zu.
Nach deutschen Erdöllogistikern in Seehäfen sind auch Unternehmen in Belgien und den Niederlanden Opfer von Hackerattacken geworden. In Rotterdam ist teilweise die Entladung von Öltankern unterbrochen. Die europäische Polizeibehörde Europol ermittelt.
Die EEG-Umlage soll schnellstmöglich abgeschafft werden – soweit herrscht Einigkeit. Dass es definitiv am 1. Juli soweit ist, dementiert das Wirtschaftsministerium allerdings. Bei der Frage, ob die Versorger gezwungen werden könnten, die Einsparungen an die Kunden weiterzugeben, klaffen die Positionen innerhalb der Ampel allerdings weit auseinander.
Eine einfache und für den Klimaschutz sehr willkommene Lösung zum Binden von CO2 aus der Atmosphäre könnte die beschleunigte Verwitterung von Basaltmehl sein. Dafür müssen aber noch Kosten- und Monitoringprobleme gelöst werden.
Ein Emissionshandel für Gebäude und Verkehr sowie ein CO2-Grenzausgleich sollen frisches Geld in den Haushalt der EU spülen, um die Corona-Hilfen zu refinanzieren. Doch wie viel damit eingenommen wird, ist noch ziemlich unklar, wie eine Befragung des Haushaltskommissars zeigt. Teils hat die Kommission ihre Erwartungen sogar zurückgeschraubt.
Der Druck in Erdgasspeichern nimmt bei Füllständen unter 50 Prozent stetig ab. Dadurch sinkt auch die Geschwindigkeit, mit der sie Gas ins Netz speisen können. Wenn die deutschen Speicher weiterhin rasch geleert werden, kann die Ausspeicherleistung in den kritischen Bereich fallen, obwohl noch Gas darin ist.
Die größten Vermögensverwalter hatten sich gegen eine Aufnahme von Erdgas in die Taxonomie ausgesprochen, doch die EU-Kommission geht in die entgegengesetzte Richtung und senkt die Hürden für fossiles Gas. In anderer Hinsicht geht sie aber auf ihre Kritikerinnen und Kritiker zu.
Mit dem Hin und Her um das Förderende der KfW-Programme fangen die Diskussionen um den Energie- und Klimafonds erst an. Soll auch das Ende der EEG-Umlage daraus finanziert werden? Dann bliebe noch weniger für andere Transformationsaufgaben, die aus dem Fonds bezahlt werden sollen.
Die CSU-Spitze will sich bei ihrer Klausurtagung neu sortieren. Beim Klimaschutz hält die Partei eher an Altem fest: So soll dem Verbrennungsmotor durch synthetische Kraftstoffe zu einem zweiten Leben verholfen werden. Für die Industrie fordert die Partei eine Ausweitung des Carbon-Leakage-Schutzes.
Die deutschen Bundesländer sind nicht gesetzlich dazu verpflichtet, mehr für Klimaschutz zu tun, urteilt das Bundesverfassungsgericht. Entsprechende Beschwerden wurden abgewiesen. Länder könnten Klimaziele gar nicht aus eigener Kraft erreichen, hieß es zu Begründung.
Klimaminister Robert Habeck korrigiert sich: Alle Anträge auf KfW-Förderung, die vor dem plötzlichen Aus der Effizienzzuschüsse eintrafen, sollen nun doch beschieden werden. Das kostet zusätzlich 5,4 Milliarden Euro. Der grüne Ressort-Chef gibt sich selbstkritisch, die Opposition fordert Verlängerung bis 31. Januar und schnelle Klarheit über neue Programme.
Würden sich alle Menschen weltweit vegan ernähren, könnte das allein ausreichen, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Dieser Schluss lässt sich aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie ziehen. In Deutschland ist man politisch aber noch nicht auf dem Weg zu einer Senkung des Tierbestands.
In der Lausitz schlagen die Kommunen Alarm, weil die Strukturhilfen für die erste Förderperiode bereits verplant sind. Auch an anderer Stelle ist die Stimmung schlecht. Die Region sorgt sich angesichts der Ansage aus Berlin, nun doch schon bis 2030 aus der Kohle aussteigen zu wollen.
Tiefe Geothermie könnte fossile Wärme in Kommunen ersetzen, die mit dem Kohleausstieg wegfallen wird. Fraunhofer- und Helmholtz-Forschende raten der Regierung, Milliarden-Investitionen anzuschieben. Wärme aus der Erde soll im Gigawattmaßstab nutzbar werden. Fachkräfte aus der Öl- und Gasindustrie könnten mit anpacken.
Fatih Birol, Chef der IEA, hatte jüngst Russland eine klare Schuld an den Gasknappheit in Europa gegeben. So eindeutig wie seine Aussagen sind die Erhebungen aus dem eigenen Haus allerdings nicht. Die hohen Preise dämpfen 2022 in Europa die Nachfrage.
Der Europäische Rechnungshof hat sich mit den Energiesteuern und -subventionen der Mitgliedsstaaten befasst: Es mangele an kohärenten Vorgaben, kritisieren die Prüfer. Problematisch seien vor allem die anhaltenden Subventionen und niedrigeren Steuersätze für fossile Energieträger im Vergleich zu klimafreundlichen Technologien.
Nach dem Bundesfinanzminister Christian Lindner eine Abschaffung der EEG-Umlage im Sommer in Aussicht stellte, machte auch das Wirtschaftsministerium am Montag klar, dass man die Umlage schnellstmöglich abschaffen möchte. Unterdessen bleiben die Energiepreise unverändert hoch.
Die globale Rinderhaltung verursacht die größten Methanemissionen des Agrarsektors. Futterzusätze sollen den Ausstoß des Klimagases mindern, der erste könnte demnächst in der EU zugelassen werden. Doch die Wissenschaft ist uneins über den richtigen Weg zur klimafreundlichen Herde.
Bund und Kommunen müssen die Ladeinfrastruktur bis 2030 enorm ausbauen, um die Klimaziele im Verkehr zu erreichen. Verkehrsstaatssekretärin Daniela Kluckert und der Chef der Nationalen Leitstelle, Johannes Pallasch, erklären, wie sie Vorbehalte gegenüber E-Autos ausräumen wollen.
Frankreich wirkt auf ein Nachhaltigkeitssiegel für Atomkraft in der EU-Taxonomie hin. Zahlreiche Meiler abgeschaltet, eine alternde AKW-Flotte, ein hochverschuldeter Betreiber: Ein Blick in das Land zeigt, dass Staatspräsident Macron es auf Finanzspritzen abgesehen hat, die der Sektor dringend braucht.
Wirtschaftsminister Robert Habeck will der Industrie mit „Carbon Contracts for Difference“ bei der Transformation helfen. Schon recht, sagt Klimawissenschaftler Ottmar Edenhofer im Interview. Doch wenn der CO2-Preis weiterhin niedrig bleibe, gefährde das grundsätzlich die Bemühungen beim Klimaschutz.
Regeln für Abstände der Windkraft gibt es auch im Bauordnungsrecht der Bundesländer. Deren Prüfung könnte bei den Anlagen künftig entfallen, wenn die Länder es entsprechend regeln. Es brauche darüber hinaus aber vor allem ein stimmiges Gesamtkonzept, mahnt die Stiftung Umweltenergierecht in einer aktuellen Studie.
Die alte Grünen-Spitze sitzt jetzt in Schlüsselpositionen der Bundesregierung. Die Grünen kommen ab heute zu einem digitalen Parteitag zusammen, um ihren neuen Bundesvorstand zu wählen. Ein Blick auf die aussichtsreichsten Kandidaten und ihre klimapolitischen Einstellungen.
Der chinesische Staatsrat hat seinen Fünfjahresplan für Energieeinsparung und Emissionsreduktion veröffentlicht. Ein Gesamtziel für den maximalen Energieverbrauch findet sich darin im Gegensatz zum vorherigen Plan nicht. Stattdessen wird der Verbrauch ins Verhältnis zum Wirtschaftswachstum gesetzt.
Für die Energie- und Verkehrswende setzt die Bundesregierung auf große Mengen grünen Wasserstoff. Denn in vielen Bereichen wie der Luft- und der Schifffahrt ist das Gas die einzige Alternative zu fossilen Brennstoffen. Allerdings werden die erforderlichen Metalle knapp, warnt die Deutsche Rohstoffagentur.
Laut der von den Grünen mitgetragenen Stellungnahme der Bundesregierung soll Erdgas zumindest für den Übergang in die EU-Taxonomie aufgenommen werden. Von NGOs kommt deutlicher Widerspruch. Für die Grünen könnte der hinter der Stellungnahme stehende Koalitionskompromiss zum Imageschaden werden.
Wirtschaftsminister Robert Habeck möchte das BIP um Nachhaltigkeitsfaktoren ergänzen – die Idee von Wachstum stellt er nicht infrage. Auch will er das KfW-Debakel zum Anlass nehmen, die Subventionspolitik der Bundesregierung zu prüfen.
In Europa und den USA wird an Notfallplänen für ein Szenario gearbeitet, in dem Russland seine Erdgaslieferungen in Richtung Westen stoppt. In Deutschland wird der Ruf nach einer strategischen Gasreserve lauter, wie sie für Erdöl bereits existiert.
Etwas tun – gegen den Klimawandel, für Veränderung. Das ist das Credo der Scientists for Future. Die Bewegung hat viele Unterstützer, aber es gibt auch Kritik an ihrer Ablehnung von Atomkraft oder der Vernachlässigung von negativen Emissionen. Ein Porträt
Die Dena präsentiert ihren lange vorbereiteten Vorschlag, für die Strom- und Gasnetzplanung gemeinsame Vorgaben durch einen „Systementwicklungsplan“ zu machen. Damit die Netzentwicklungspläne 2024 die Gesamtziele für das Energiesystem effizienter berücksichtigen, müsse die Arbeit daran schon im Sommer beginnen.
Mit einem Befreiungsschlag hat sich die Bundesregierung von überholten Verpflichtungen aus der Gebäudeförderung verabschiedet. Künftig soll vor allem der Bestand gefördert werden. Eine umfassende Neuordnung des Gebäude- und Wärmesektors wird aber die ganze Legislaturperiode dauern.
In der Corona-Pandemie hat sich die Szene der Klimawandelleugner neues Vokabular angeeignet. Die "Klimadiktatur" wich dem „Klimalockdown“. Eine aktuelle Studie zeigt, warum die Pandemie die Klimaleugnung in den Sozialen Medien in Deutschland stark emotionalisiert hat. Was müssen die Plattformbetreiber tun?
Neue Berechnungen des DIW zeigen: Durch die Strompreissteigerungen erzielen die Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen Zusatzgewinne in Milliardenhöhe. Denn im Marktprämienmodell dürfen sie die gestiegenen Erlöse einstreichen – das Geld fehlt bei den Verbrauchern. Die Entwicklung befeuert die Debatte um das zukünftige Marktdesign.
Die Aufspaltung von Neu- und Altkundetarifen soll dem Wirtschaftsministerium zufolge bald Geschichte sein. Der Wirtschaftsstaatssekretär Oliver Krischer kündigte eine entsprechende Gesetzesreform an. Obwohl noch keine Entwürfe vorliegen, üben BDEW und Verbraucherschützer schon jetzt Kritik an Detailfragen.
Das Bundeswirtschaftsministerium stoppt die Förderung energieeffizienter Gebäude vorläufig und wirft der alten Bundesregierung „Fehlkalkulation“ in diesem Bereich vor. Denn der geförderte Standard EH55 werde längst verbaut. Industrie und Wohnungswirtschaft sind alarmiert.
Die Bundesregierung hat ihre Stellungnahme zur EU-Taxonomie nach Brüssel geschickt. Darin plädiert sie für „realistische“ Vorgaben für Gaskraftwerke und lehnt Atomkraft weiterhin ab. Aus den anderen EU-Staaten kommen derweil sehr unterschiedliche Reaktionen.
Die EU-Kommission will, dass die Preisvorteile der grünen Energien schneller bei den Verbrauchern ankommen. Diese und andere Reaktionen auf die aktuelle Energiekrise sowie das Fit-for-55-Paket waren Thema eines dreitägigen Umwelt- und Energieministertreffens unter französischer Präsidentschaft.
Olaf Scholz inszeniert sich auf internationaler Bühne als Klimakanzler, zuhause scheut er bisher harte Maßnahmen mit Blick auf die Belastungen. Nun gerät seine Partei wegen der hohen Energiepreise unter Druck. Die SPD bringt deshalb eine frühzeitige Abschaffung der EEG-Umlage ins Spiel.
Eine Pipeline durch das östliche Mittelmeer soll Europas Abhängigkeit von russischem Erdgas reduzieren und seine Energiesicherheit stärken. Die EU-Kommission gibt EastMed deshalb den Status „Projekt im gemeinsamen Interesse“ . Doch jetzt wankt das Milliardenvorhaben.
Das EU-Parlament hat den Vorschlag der Kommission zur Zukunft des Emissionshandels für die Luftfahrt um seine eigenen Vorstellungen ergänzt. Die Menge der kostenlosen Zertifikate soll schneller sinken und das globale Abkommen Corsia soll doch noch zum Erfolg gebracht werden.
Die Verbraucherschutzministerin will regulatorische Schritte gegen die hohen Preisaufschläge für Neukunden bei Grundversorgern prüfen. Das Wirtschaftsministerium prüft eine Reform des Energiewirtschaftsgesetzes. Aber die Ampel-Koalition ist in der Strompreisfrage uneins.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die Wälder im Staatseigentum für die Windenergie öffnen, um seine 10H-Abstandsregelung gegen den Druck des Bundes zu verteidigen. Der Branchenverband fordert indes deren Abschaffung und hofft auf eine schnelle Repowering-Offensive.
Vom obersten Verbraucherschützer zum Chef der Regulierungsbehörde für Energie und Telekommunikation: VZBV-Vorstand Klaus Müller rückt an die Spitze der Bundesnetzagentur. Beobachter sehen in der Personalie ein Signal der Ampel-Koalition.
Mit deutlichen Worten kritisieren führende Abgeordnete des Europaparlaments den Plan der EU-Kommission zur Aufnahme von Atomenergie und Erdgas in den Katalog nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten. Vom offiziellen Beratergremium der Kommission, der Platform on Sustainable Finance, kommen ähnliche Vorbehalte.
Die französische Ratspräsidentschaft beginnt mit heftiger Kritik an Präsident Macron: Sein Drängen bei der Taxonomie habe Europa gespalten, außerdem nutze er den Vorsitz für den nationalen Wahlkampf, meinen die EU-Parlamentarier. Macron muss nun liefern, wird aber kaum etwas umsetzen können.
Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre wirbt in Berlin für blauen Wasserstoff und CO2-Speicher in seinem Land. Blau sei wirtschaftlicher als Grün, erzählt er deutschen Regierungs- und Industrievertretern. Im Fall einer akuten Gasnot könnte Norwegen allerdings nicht helfen.
Bei den Offshore-Windausschreibungen in den nächsten drei Jahren stehen die Sieger jeweils schon fest: Vattenfall und RWE mit Northland Power machen von ihren Eintrittsrechten Gebrauch. Offen ist nur noch der Preis – den sie selbst bestimmen können, falls wie erhofft niemand mitbietet.
Ein Klimasozialfonds soll die Belastungen des geplanten neuen EU-Emissionshandels im Gebäude- und Transportsektor abfedern. Nun liegt ein erster Entwurf aus dem EU-Parlament vor. Darin schlagen die Abgeordneten Vorauszahlungen für Mitgliedsstaaten und ein genaueres Monitoring der Ausgaben vor.
Robert Habeck verspricht, Wirtschaft und Klima zusammenzubringen. Die Union stellt das vor eine Herausforderung: Welche Akzente will sie in der Opposition bei der Klimapolitik setzen? Mit dem CDU-Parteitag am kommenden Wochenende beginnt die Richtungssuche.
Zeitenwende in der Energieversorgung: Erstmals stellen die Stromnetzbetreiber ihre Annahmen für ein klimaneutrales Deutschland 2045 vor. Es zeigt sich: Entweder müssen gewaltige Mengen erneuerbarer Strom in Deutschland produziert werden oder das Land ist auf riesige Wasserstoff-Importe angewiesen. Langfristig werden rund 40 Gigawatt Gaskraft benötigt.
Im Worst-Case-Szenario eines russisch-ukrainischen Krieges ist auch eine Unterbrechung russischer Gaslieferungen in die EU denkbar. Deutschlands Optionen wären dann beschränkt. Flüssigerdgas vom Weltmarkt könnte fehlende Pipelinegasmengen nur zu einem kleinen Teil ersetzen.
Gaskraftwerke sollen in Zukunft „H2-ready“ sein. Um das umzusetzen, schreibt die EU-Taxonomie Beimischungsquoten für grünen Wasserstoff fest. Das alarmiert den BDI: Der wenige in Deutschland produzierte grüne Wasserstoff drohe vollständig in den neuen Gaskraftwerken verheizt zu werden.
Der politische Druck wächst: Die CSU verlangt, dass Wirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur gegen unseriöse Discount-Anbieter an den Energiemärkten vorgehen – um Verbraucher und Versorger zu schützen. Der BDEW sieht sich kurz vor dem Ziel, den Grundversorgern mehr Handlungsspielraum einräumen zu lassen.
Der neue Agrarminister Cem Özdemir hat sein Arbeitsprogramm für die Legislatur im Bundestag skizziert. Eine nachhaltige Landwirtschaft, Moorschutz, Humusaufbau und Waldumbau sollen das Klima schützen. Die Nutzung von Biomasse will die Bundesregierung ebenfalls neu regeln. In Özdemirs Amtszeit fällt auch die geplante EU-Bodenrahmenrichtlinie.
Die letzte Bundesregierung setzte sich den Bau von Flüssiggas-Terminals zum Ziel. Zwei Standorte zogen sich zurück, ein dritter erlitt nun einen Dämpfer. Die verbleibenden Konsortien setzen auf den steigenden Gasbedarf – und hoffen auf politische Hilfe.
Mit dem beschleunigten Ausbau der Offshore-Windkraft zieht scharfe Flächenkonkurrenz mit der Bundeswehr herauf. Die Energiebranche will bauen, das Militär braucht Platz zum Üben. Im Konflikt zwischen Versorgungssicherheit und der Landes- und Bündnissicherheit wird wenig miteinander geredet. Der Windverband BWO will das ändern.
Um die Klimaziele zu erreichen, will die neue Bundesregierung viel mehr Windräder in die Nordsee quetschen. Mit der höheren Anlagendichte sinkt aber deren Auslastung deutlich, zeigt ein neuer Flächenplan der zuständigen Behörde. Gesamtwirtschaftlich mache es dennoch Sinn.
Die Verbraucherzentrale NRW geht juristisch gegen die Aufsplittung von Neu- und Altkundentarifen in der Grundversorgung vor. Auch das Bundeskartellamt sieht die Entwicklung besorgt und kritisiert „Mondpreise“. Die Branche wehrt die Angriffe ab. Das Problem hätten Discount-Anbieter verursacht – die Bundesregierung müsse gegen unseriöse Vertriebe vorgehen.
Der Wirtschaftsminister gibt für 2030 das Ziel von sechs Millionen installierten Wärmepumpen aus. Der Branchenverband hält die Menge für realistisch. Auch Planungssicherheit ist für die Branche wichtig. Die Detailarbeit könnte sich jedoch noch als schwierig herausstellen.
Klima contra Wirtschaft – das war einmal. Robert Habeck will beides zusammenbringen. Die Opposition hat seinen Plänen kaum etwas entgegenzusetzen. Auch der mächtige Industrieverband BDI steht an der Seite des neuen Wirtschaftsministers, mahnt aber, es müsse konkreter werden.
Viele Mitgliedsstaaten und einige der größten Fraktionen im EU-Parlament sehen die Erweiterung des Emissionshandels auf Gebäude und Verkehr höchst kritisch. Diese Woche möchte der Berichterstatter des Parlaments seinen Vorschlag zum neuen ETS vorlegen – Kritik daran gibt es jetzt schon.
Verkehrsminister Volker Wissing verrät im Background-Interview, wie er 15 Millionen vollelektrische Pkw erreichen, die Deutsche Bahn reformieren und das Fliegen klimaneutral machen will.
Mit viel Phantasie hat sich die Ampel Luft für die Finanzierung von Klimaschutz verschafft, ohne die Steuern zu erhöhen: Rund 60 Milliarden Euro übrig gebliebene Corona-Hilfsmittel sollen in den Klima- und Transformationsfonds fließen. Die Opposition will dagegen klagen.
Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck gibt einen Ausblick auf die Gesetzesvorhaben, die sein Ressort noch in diesem Jahr umsetzen will. Ein Frühlings- und ein Sommerpaket sollen die Grundlage für den deutlich beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien legen.
Umweltverbände wollen den Bund gegen die gasfreundliche EU-Taxonomie klagen sehen. Derweil befürchten die Stadtwerke schon beim Entwurf des Regelwerks Investitionsstillstand im Kraftwerkspark. Wirtschaftsminister Habeck äußerte sich gestern vorsichtig zur Frage der Gaskraft.
Wie viel der Kohlenstoff im Permafrost zur Erderwärmung beitragen könnte, ist eine offene wissenschaftliche Frage. Ein Serie von Beiträgen in einem „Nature“-Magazin nähert sich dem Thema an. Demnach ist die Erwärmung im hohen Norden besonders stark.