Pleiten, Fusionen, strengere Regulierung: Die E-Scooter-Branche steht unter Druck. Geteilte Mobilität werde überbewertet, sagt ein Experte. Welche Zukunft hat die Branche?
Aus der zweiten Bereinigungsvorlage des Bundesfinanzministeriums gehen massive Streichungen im Bereich der Schiene und E-Mobilität hervor. Auch einige Verhandlungserfolge der Ampel-Haushälter geraten im Haushaltschaos unter die Räder. Das letzte Wort wird aber erneut das Parlament haben.
Noch gibt es kaum synthetische Kraftstoffe, um die Emissionen im Seeverkehr zu senken. Forscher haben nun die globale Versorgung des Sektors mit grünem Ammoniak skizziert. Das Ergebnis: Wenige strategische Häfen mit dem Energieträger zu beliefern, könnte den Klimaschutz schnell vorantreiben. Europa müsste auf den Nordwesten Afrikas setzen.
Ersatzteile finden auf undurchsichtigen Wegen ins Land, Leasingfirmen setzen ihre Interessen trotz des andauernden Angriffskrieges durch, und der Kreml hofft auf den schnellen Ausbau der eigenen Flugzeugproduktion. Die russische Luftfahrt ignoriert alle Regeln, doch die Zahl der internationalen Flüge wächst.
In deutschen Städten dauerte eine Autofahrt auf einer zehn Kilometer langen Strecke 2023 tendenziell länger als im Vorjahr, zeigt der Traffic-Index des Kartierungdienstes TomTom. Im internationalen Vergleich bleibt Deutschland aber ein gutes Land für Autofahrerinnen.
Die Luftverkehrsteuer steigt nach 2020 ein weiteres Mal prozentual deutlich, doch unbezahlbar werden Tickets dadurch kaum. Die Erhöhung soll dem gebeutelten Haushalt wie dem Klima gleichermaßen helfen. Die Grünen können zufrieden sein. Für Donnerstag hat die Ryanair-Führung einen Berlin-Besuch angekündigt.
Das deutsche Start-up Kopernikus stellt seine Technik für automatisiertes Valet-Parken durch eine Zusammenarbeit mit Skidata auf eine breite Basis. Das österreichische Unternehmen ist in Parkhäusern in fast allen Ländern der Welt vertreten.
Volker Wissing lässt sich in den USA vorführen, wie der fahrerlose Taxiservice von Waymo funktioniert. In Deutschland kommen entsprechende Projekte bislang schleppend voran. Doch es gibt Fortschritte.
Bis 2026 sollen die Steuerbegünstigung beim Agrardiesel vollständig auslaufen. Die Suche nach Alternativen läuft. Das Landwirtschaftsministerium bringt Biodiesel ins Spiel. Doch dabei gibt es zwei Probleme: Er wird nicht steuerlich begünstigt und die Teller-Tank-Konkurrenz verschärft sich wohl weiter.
Die Proteste gegen die Kürzung der Steuerprivilegien von Landwirten eskalieren. Experten würden die Vorteile ohnehin streichen. Auch seien die Missbrauchsmöglichkeiten so groß wie Scheunentore.
Im neuen Jahr muss die Ampel-Regierung verkehrspolitisch auf Kurs bleiben. Einige Vorhaben könnten 2024 deutlich Fahrt aufnehmen, andere drohen zu scheitern. Ein Überblick.
Die „Consumer Electronics Show“ in Las Vegas ist der erste wichtige Messe-Termin für die Auto- und Verkehrsbranche. In der kommenden Woche werden aber nicht nur Technik-Innovationen präsentiert. Die CES hat im US-Wahljahr auch eine politische Agenda.
Wenn Mindestabstände unterschritten werden und sich Flugzeuge gefährlich nahe kommen, spricht die Luftfahrtbranche von „Close calls“. Laut Medienberichten häufen sich die Fälle von vermeidbaren Beinahe-Zusammenstößen in den USA. Doch wie ist die Situation hierzulande?
Der Bahnverkehr hat sich 2023 von seinem Corona-Knick erholt. Für Straßenbahnen und Busse sieht die Lage nicht ganz so gut aus, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
An Baustellen im Verkehrssektor mangelt es nicht. Wie kommen die Deutsche Bahn und der ÖPNV in Schwung? Wie schlagen sich die europäischen Autobauer und Airlines gegen neue und alte internationale Konkurrenten? Welche Zukunft hat der öffentliche Verkehr? Tagesspiegel Background stellt Managerinnen und Manager vor, denen wir 2024 Überraschungen zutrauen.
Ein ruckelfreier Videoanruf mitten im indischen Ozean? Das verspricht das von SpaceX entwickelte Satelliten-Internet Starlink. Das freut nicht nur Seeleute. Reedereien hoffen auf Big-Data-Analysen aus der Ferne – und weniger Emissionen.
Der von der EU erhoffte Austausch von Fachkräften zwischen Auto- und Fahrradbranche existiert bisher nur in der Theorie. In der Praxis gibt es rechtliche, fachliche und auch mentale Hürden. Einen neuen Ansatz zeigt das Berliner Mobilitätshaus von Christoph Golbeck.
Was steht im neuen Jahr auf der Agenda? Tagesspiegel Background hat fünf Entscheiderinnen und Entscheider nach ihren persönlichen Vorsätzen für 2024 gefragt und danach, was aus ihrer Sicht vom vergangenen Jahr bleibt.
Was lief gut in den vergangenen zwölf Monaten? Auch wenn Krisen, Kriege und der Haushaltsnotstand den Blick auf die positiven Entwicklungen trübten – es gab auch gute Nachrichten für die Mobilitätswelt. Eine Auswahl.
Die anhaltenden Attacken von Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer haben bereits viele Reedereien veranlasst, ihre Frachter umzulenken. Die Öl-Preise steigen angesichts des Risikos eines kompletten Durchfahrtsstopps durch den Suez-Kanal seit einigen Tagen zwar etwas an, eine Versorgungskrise bleibt aber unwahrscheinlich.
Schienenprojekte sind oft strittig. Der grüne Verkehrsexperte Matthias Gastel will den häufigen Zwist durch eine unabhängige Instanz beim Deutschen Zentrum für Schienenverkehrsforschung entschärfen. Nötig wäre dafür ein Bundestagsbeschluss.
Klimaschutz ja, aber nicht hinter meinem Haus: So äußern sich immer öfter auch Gegner:innen neuer Bahnstrecken. Bei der geplanten Trasse zwischen Hannover und Bielefeld argumentieren beide Seiten mit Emissionen – basierend auf teils wackeligen Berechnungen.
Die EU will mit dem zwölften Sanktionspaket unter anderem den Ölpreisdeckel besser gegen eine Umgehung schützen. Ob die neuen Maßnahmen gegen Russland wirken, hängt laut Experten vor allem davon ab, ob Behörden konsequent Compliance-Nachweise einfordern. Das Problem mit der russischen Schattenflotte lösen die neuen Sanktionen aber nicht.
Höhere Kosten für Schiffstransport zwischen den Konitnenten bedeutet die Entscheidung der großen Reedereien, den Suezkanal vorerst zu umfahren, auf jeden Fall. Doch ähnliches Chaos in den Lieferketten wie im vergangenen Jahr erwartet bisher niemand. Für die Reedereien ist die Situation eine Herausforderung.
Die Bundesregierung legt Details zum Haushalt für 2024 vor: Geplant ist, die Ticketsteuer auf Passagierflüge anzuheben. Dafür fällt die Einführung einer nationalen Kerosinsteuer vom Tisch. Die Deutsche Bahn soll mit einer Eigenkapitalerhöhung in die Lage versetzt werden, die nötigen Sanierungen zu finanzieren.
Nach dem wütenden Protest von Bauern aus ganz Deutschland in Berlin will sich Landwirtschaftsminister Cem Özdemir dafür einsetzen, dass die Agrarhilfen für deutsche Bauern nicht so stark gekürzt werden wie geplant. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck fordert für diesen Fall Alternativen zur Finanzierung ein.
Eigentlich sind bei der Online-Fahrzeugzulassung technisch und rechtlich alle Voraussetzungen erfüllt. Flächendeckend nutzbar ist die fortschrittlichste Ausbaustufe trotzdem nicht – unter anderem, weil etliche Kommunen die Sicherheitsauflagen des Bundes noch nicht erfüllen.
Das Problem ist nicht neu: Zu wenig Parkplätze führen zu verstopften Straßen, Einsatzfahrzeuge kommen im Ernstfall nicht durch. Bürger:innen haben das Problem in Lübeck erkannt, die Stadt hat in wenigen Monaten eine Lösung gefunden. Smarte Parksensoren an Kreuzungen sind seit wenigen Monaten im Rahmen des Projekts „Kreuzung frei“ im Einsatz.
Die EU hat gerade das 12. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Der Handel mit sanktionierten Waren wird jetzt als Straftat definiert. Seit Anfang 2022 ist der Export von Fahrzeugen und -teilen aus Deutschland in die Kaukasus-Region explodiert. Beobachter haben einen Verdacht, der EU-Handelsausschuss zeigt sich alarmiert.
Politisch ein Außenseiter in der EU, ist Ungarn auf dem Weg, zu einem globalen Batterie-Hotspot zu werden. Mit Rückendeckung deutscher Autokonzerne und asiatischer Batteriehersteller. Ungarns Premier Viktor Orbán setzt dabei nicht nur die Umwelt aufs Spiel, sondern könnte auch die Chinapolitik der EU blockieren.
Flugscham kennt Jens Bischof nicht. Der Chef der Lufthansa-Tochter Eurowings verweist auf die Milliarden, die die Gruppe in umweltfreundliches Fliegen investiere. Die Kunden wollten im Übrigen nicht billig reisen, sondern preiswert. Für wettbewerbsfähige Preise müssten aber die Rahmenbedingungen fair sein. Hier sieht er die EU-Kommission in der Pflicht.
Wann genau läuft der Umweltbonus für neue E-Autos aus? Das Finanzministerium sagt: Nur wer bereits einen Antrag gestellt hat und die Förderbedingungen erfüllt, bekommt sein Geld. Das Wirtschaftsministerium widerspricht. Die Mittel für die Bahnsanierung sollen zum Teil aus dem Verkauf von Post- und Telekom-Aktien kommen.
Der Koalitionsvertrag von Union und SPD in Hessen steht. Viele Projekte, wie den Ausbau des ÖPNV und der Schiene, wollen die neuen Partner beibehalten. Für die geplante Beschleunigung aller Autobahnprojekte dürfte es inzwischen jedoch zu spät sein.
Ein gutes Buch geht immer – zum Verschenken oder Selberlesen. Die Background-Redaktion hilft rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest mit einigen Empfehlungen bei der Titel-Auswahl.
Die Klimakonferenz endet mit einer Einigung auf eine Abkehr von fossilen Energien. Dass es nun zu einem schnellen Ausstieg der Unterzeichnerstaaten aus ihren Öl- und Gasgeschäften kommen wird, glaubt in Dubai aber niemand. Es gehe mehr um das politische Signal. Das Risiko für solche Investitionen wird deutlich erhöht, erwarten Klimaschützer.
Angesichts von Knappheit, hohen Preisen und Betrugsanfälligkeit steht die Förderung von Biokraftstoffen für den Straßenverkehr zunehmend infrage. Dem Europäischen Rechnungshof fehlt eine klare, langfristige Strategie. Eine neue Datenbank stößt auf Skepsis.
Nach langen Verhandlungen steht eine politische Einigung zum Bundeshaushalt. Auch der Verkehrssektor soll seinen Teil beitragen. Während bei den Investitionen in die Schiene mit Kreativität Kürzungen vermieden werden sollen, sollen Subventionen im Luftverkehr wegfallen. Wie genau, darüber scheinen sich die Ministerien noch uneins.
Den europäischen Luftraum zu vereinheitlichen, wäre ein Gewinn für das Klima und die Wirtschaftlichkeit der Luftfahrt. Die spanische Ratspräsidentschaft wollte mit der SES2+-Verordnung die Grundlagen für die Regulierungsebenen etablieren. Doch die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten stocken.
Vor den finalen EU-Verhandlungen über eine Lieferkettenrichtlinie formiert sich massiver Widerstand in der deutschen Industrie. Mehrere Verbände sehen unverhältnismäßige Haftungs- und Schadenersatzregeln auf sich zukommen. Sie fordern die Bundesregierung zum Handeln auf.
Nachdem der Kreistag in Stendal in Sachsen-Anhalt die Gültigkeit des 49-Euro-Fahrscheins ab dem 1. Januar gekippt hat, steigt die Sorge, dass andere Kommunen und Landkreise folgen könnten. Einzelne Bundesländer denken über rechtliche Änderungen nach, die ein Ausscheren aus dem Deutschlandtarif verhindern sollen.
Durch das Haushaltsurteil zum Klima- und Transformationsfonds können die Netzanschlüsse für große Ladeparks für Lkw nicht beantragt werden. Wenn aber der Hochlauf der Infrastruktur nicht klappt, wären die Lkw-Hersteller und die Logistik gefährdet, warnt die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur.
In Belgien bildet eine Vielparteienkoalition die Regierung, die vor den Wahlen im kommenden Jahr von Rechtsaußen unter Druck kommt. Dennoch erwarten EU-Verkehrspolitiker, dass die belgische Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2024 mehr bewegen könnte als die derzeit amtierenden Spanier.
Bundesfinanzminister Christian Lindner hat die Gelder für die Bahnsanierung gesperrt. Dabei könnte er laut einem unabhängigen Gutachten etliche Milliarden freigeben. Auch bei der Gesetzesgrundlage für die Bahnsanierung kommt die Ampelkoalition nicht weiter.
Der Ölmarkt hat sich seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten zwar entspannt, aber eine Versorgungskrise ist nicht ausgeschlossen. Was im Fall plötzlicher Verknappung zu tun ist, übt die Bundesregierung mit anderen IEA-Mitgliedsstaaten. Eine Kleine Anfrage der Union zeigt: Die Ölreserve ist gut gefüllt, aber Preissteigerungen sind realistisch.
Weil eine Sondergenehmigung fehlt, erteilt ein Bezirk in Berlin der Verbauung von Klima-Asphalt eine Absage. Der Gründer fühlt sich durch Bürokratie und technische Regelwerke ausgebremst. Der für die Regelung zuständige Verein verspricht Reformen.
Verkehrsminister Volker Wissing lässt mit vielen Steuermillionen den Kauf von Dieselloks mit Hybridantrieb bezuschussen. Doch schädliche Treibhausgase werden so kaum verringert. Der Bundesrechnungshof kritisiert massive Geldverschwendung.
In wenigen Wochen wird die Schifffahrt in den europäischen Emissionshandel aufgenommen. Das kostet Reeder nicht nur Geld, sondern auch Nerven. Gegen den bürokratischen Albtraum entwickelt das Berliner Start-up Zero44 digitale Tools.
In den nächsten Monaten will die EU-Kommission die lange erwartete Datenbank zur Nachverfolgbarkeit von Rohstoffen und erneuerbaren Kraftstoffen starten. Nach dem Verdacht von falsch etikettierten Biodiesel-Importen aus Asien soll sie dabei helfen, die Transparenz zu erhöhen.
Nach einem Jahr lässt sich feststellen: Die Liberalisierung des Schienenverkehrs in Spanien ist ein Erfolg. Die Nachfrage ist stark gestiegen, die Preise gesunken. Platzhirsch Renfe hat kräftig eingebüßt. Jetzt will die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez Kurzstreckenflüge einschränken.
Seine Mobilitätsdaten teilen – und daran Geld verdienen. Dieses Modell verfolgt ein Pionierprojekt in Zürich. Die Informationen sollen der Stadt eine nachhaltigere Planung ermöglichen. Ein Modell auch für Deutschland?
Die eigentlich zum 1. Januar 2024 fälligen Zölle auf Neuwagen im Handel zwischen der EU und Großbritannien werden um drei Jahre verschoben. Einem Vorschlag der EU-Kommission muss der Rat nun zustimmen. Zusätzlich gibt es drei Milliarden Euro Förderung für die Batterieproduktion.
Die Weltklimakonferenz in Dubai ist ein gigantisches Event. Entsprechend groß ist der CO2-Fußabdruck. In der auf Öl-Gewinnen gebauten Stadt wirbt die fossile Industrie dafür, keinen globalen Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle zu beschließen. Beim heutigen „Transport Day“ auf der Konferenz stehen die Alternativen im Mittelpunkt.
Heute wird die Fraktion Die Linke aufgelöst. Zwei ehemalige Fraktionsmitglieder bleiben dem Verkehrsausschuss des Bundestags auch für den Rest der Legislaturperiode in unterschiedlichen Rollen erhalten. Politische Wettbewerber werden die konstruktive Ausschussarbeit vermissen.
Die private Nutzung von Dienstwagen kostet den Staat jedes Jahr Milliarden. Gleichzeitig kommt der Wechsel zur Elektromobilität kaum voran. Reformvorschläge gibt es zahlreich – aber nicht nur die FDP will die Steuerregeln beibehalten.
Ende März 2024 soll Schluss sein für die Vernetzungsinitiative, die mit Millionen an Steuergeldern gefördert worden war. Offenbar glauben Bund und Länder nicht mehr an den Erfolg des Digitalisierungsprojekts. Die Branche ist gespalten.
Die von der maritimen Branche lange eingeforderte neue Hafenstrategie liegt vor. Aus den insgesamt fast 70 Seiten geht aber nicht genau hervor, wie der Streit um die Finanzierung geschlichtet werden soll. Klar ist aber, dass Einnahmen aus der Lkw-Maut und aus dem Emissionshandel für die Schifffahrt eingeplant werden sollen.
Mit einer konzertierten Übergabe der Tarifforderungen startet Verdi heute bundesweit die Tarifrunde zu den Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr. Die Gewerkschaft fordert Entlastungen, um den Mangel an Arbeitskräften im ÖPNV zu mildern. Die Übergabe der Forderungen wird durch Fridays For Future unterstützt.
Für die notwendige Verlängerung des Führerscheins sollen Verkehrsteilnehmer künftig bestätigen, dass sie fit genug zum Fahren sind. Verkehrsminister Volker Wissing stellt sich jedoch erneut gegen schärfere Vorschriften für ältere Autofahrer:innen.
Leasing- und Flottenunternehmen kaufen gut 60 Prozent der Neuwagen in der EU, überwiegend Diesel und Benziner. Die EU-Kommission will das ändern und ein Gesetz in die Wege leiten, das höhere Elektroanteile vorschreibt. Davon hätten die Hersteller etwas und die klammen Haushälter.
Auf die deutsche Luftfahrtbranche kommen nach geltendem Recht derzeit zwei verschiedene Beimischquoten für E-Kerosin zu. Die Airlines wehren sich und die EU-Kommission gibt ihnen recht. Allein die EU-Quote könne gelten. Die Bundesregierung windet sich.
Durch das Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts stehen allein im Verkehrsbereich zehn Milliarden Euro auf der Kippe, hat das Deutsche Verkehrsforum errechnet. Würden sie gestrichen, müsste sich die Deutsche Bahn auf ein kleineres Kernnetz konzentrieren.
Der Ausbau- und Modernisierungspakt (AMP) steht im Koalitionsvertrag. Papier ist geduldig, nach zwei Jahren hat die Regierung hierzu noch keine Ergebnisse präsentiert. Das Deutschlandticket ist nur ein Grund für die Verzögerung.
Buchungsplattformen können den Wettbewerb auf der Schiene fördern. Der FDP-Verkehrspolitiker Valentin Abel macht Anbietern wie Trainline Hoffnung: Koalition und Verkehrsministerium hätten durchaus Interesse an einer Reform zu ihren Gunsten.
Der Verkehrsektor und der Gebäudebereich stoßen zu viel CO2 aus. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg fordert in einem Urteil nun: Die Koalition muss die laut Gesetz vorgeschriebenen Maßnahmen beschließen. Wahrscheinlich wählt sie einen anderen Ausweg.
Leonore Gewessler hat das Klimaticket durchgesetzt, das im Oktober sein zweijähriges Bestehen feierte. Im Interview spricht Österreichs Klima- und Mobilitätsministerin über die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs, ihre Leidenschaft für Nachtzüge und darüber, was Deutschland von seinem Nachbarn lernen kann.
Die Kommission will die Rechte von Flugreisenden stärken – und hat dazu gestern einen ersten Entwurf vorgelegt. Verbraucherschützer reagieren enttäuscht. Vorgestellt wurde auch der Europäische Datenraum Mobilität.