Die Internationale Atomenergieagentur mahnt zu „maximaler Zurückhaltung“ bei möglichen Kämpfen im Umfeld des russischen Kernkraftwerks Kursk. Es liegt 60 Kilometer von der Grenze entfernt, über die ukrainische Truppen seit Mittwoch vordringen. Die Ukraine meldet unterdessen einen Brand im AKW Saporischschja und beschuldigt Russland.
Zu wenig, zu langsam – die bisherige Regulierung zur Beschleunigung des Markthochlaufs für Wasserstoff reicht der Wirtschaftsvereinigung der Grünen und dem Grünen Wirtschaftsdialog nicht. Sie fordern rasches Handeln insbesondere bei Wasserstoffspeichern. Auch der Branchenverband DWV macht neue Vorschläge.
Mit einer Task Force nach Tesla-Vorbild will Brandenburgs Ministerpräsident Tempo machen beim Speichern und Nutzen von CO2. Sein Alleingang verursacht Streit mit dem grünen Koalitionspartner.
Bis 2030 könnten sich die globalen Windkraft-Kapazitäten verdoppeln, wie aus einer Analyse der Denkfabrik Ember hervorgeht. Vor allem China trägt zum Aufschwung bei. Für die Klimaziele würde das allerdings noch immer nicht reichen. Zwei Experten sehen in finanzieller Unterstützung für ärmere Länder einen Schlüssel für weltweite Fortschritte.
Bereits im kommenden Jahr soll der Bau der geplanten Wasserstoffautobahn starten. Doch dort, wo sie nicht vorbeiführt, gibt es Unzufriedenheit. Die Hoffnungen ruhen nun auf der Bundesnetzagentur.
Ob es der Fonds zur Finanzierung kerntechnischer Entsorgung ist oder die Sondervermögen des Bundes und der Sozialversicherung: Deutschland will bei seinen Geldanlagen Nachhaltigkeitskriterien beachten. Wie gut das gelingt und wo Schwierigkeiten liegen, zeigen nun die Antworten der Bundesregierung auf eine kleine parlamentarische Anfrage.
Erst 2031, dann 2046 und nun 2074 – die Standortentscheidung für das Atommüll-Endlager verzögert sich laut Experten immer weiter. Das Umweltministerium mahnt zur Ruhe, doch in Niedersachsen macht sich Ärger breit.
Die Bundesnetzagentur will dem Um- oder Rückbau von Gasnetzen mit dynamischer Regulierung begegnen. Die Folge könnten zeitweise höhere Netzentgelte sein. Energiebranche und Verbraucherschützer folgen dem Ansatz, fordern aber Kompensation für Netzkunden, wie aus Stellungnahmen zum Festlegungsentwurf KANU 2.0 hervorgeht.
Die nächste EU-Kommission wird sich mit Verboten der umstrittenen PFAS-Stoffe befassen. Die Industrie warnt vor pauschalen Schritten und sieht die Entwicklung von Zukunftstechnologien in Gefahr. Nun wenden sich Bayern und Baden-Württemberg direkt an Ursula von der Leyen.
In der neuen EU-Kommission von Ursula von der Leyen dürfte die Position des Industriekommissars aufgewertet werden. Im Gespräch ist dafür erneut der Franzose Thierry Breton. Die spanische Umweltministerin Teresa Ribera gilt als heißeste Anwärterin für das Amt der Klimakommissarin. Bis Ende August muss das Team für die neue EU-Kommission stehen.
Abwärme aus unterirdischen Bauten hat Potenzial, Städte klimafreundlich mit Wärme zu versorgen. Wie das gehen kann, zeigen Beispielprojekte in der Londoner Tube und der Pariser Metro. Doch bei der weiteren praktischen Umsetzung lauern Schwierigkeiten, obwohl die Technik laut Experten einsatzbereit ist.
Am 1. September wählt Sachsen ein neues Parlament. Die Grünen stehen laut Umfragen bei sechs Prozent. Ein Interview mit ihrem Energieminister Wolfram Günther über das zähe Ringen mit der CDU, den schlechten Ruf der Windkraft und darüber, was Robert Habeck für Sachsen erreicht hat.
Wie schon in ihrer Wachstumsinitiative angekündigt, plant die Bundesregierung einen Wechsel bei der Förderung der Erneuerbaren. Einen Fadenriss bei den Investitionen will sie dabei vermeiden. Von Experten kommt Zustimmung, aber auch Kritik an den Plänen. Offen ist zudem, was die Ampel von den Plänen noch umsetzen kann.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat sich erstmals für ein konkretes Modell beim geplanten Kapazitätsmarkt ausgesprochen. Demnach favorisiert es eine Kombination aus zentralem und dezentralem Design – ein noch nie dagewesenes Modell also. Experten warnen vor zu viel Komplexität.
Ein Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze könnte zu unumkehrbaren Veränderungen im Erdsystem führen. Eine neue Studie des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung zeigt, dass die Erwärmung rasch gestoppt werden muss, um drastische Folgen zu vermeiden.
In Erwartung stark steigender Preise hatte die Offshore-Windbranche ehrgeizige Ausbaupläne ohne staatliche Prämien geschmiedet. Der Preisverfall durch eine Teilung der deutschen Strompreiszone würde ihnen einen Strich durch die Rechnung machen. Mehr als 16 Gigawatt würden ohne finanzielle Entschädigung wohl nicht gebaut.
Was eine zweite Amtszeit von Donald Trump für die US-Klima- und Energiepolitik bedeuten könnte, zeigt das Project 2025: Umweltbehörden drohen gemäß dem inoffiziellen Regierungsprogramm der Republikaner starke Einschnitte, der Klimawandel soll als Thema verschwinden, Forschungsgelder wegfallen.
Der Gebäudesektor hinkt traditionell beim Klimaschutz hinterher. Der jüngste Einbruch bei den Heizungsmodernisierungen verschärft die Situation. Umweltverbände fordern zusätzliche Maßnahmen. Die Bundesregierung sieht noch keinen Anlass zur Sorge.
Die jüngste Hitzewelle im Mittelmeerraum hätte es ohne die Verbrennung fossiler Energieträger durch den Menschen nicht gegeben, zeigt eine aktuelle Analyse. Die Temperaturen stiegen um bis zu 3,3 Grad, was die Gefahren durch Hitze drastisch erhöht.
Welche Moorvernässung spart besonders viel Treibhausgasemissionen ein und birgt am wenigsten Nutzungskonflikte? Diesen Fragen gehen Fachleute in der Studie „Moore in Niedersachsen“ nach. Sie enthält auch Vorschläge, wie die wiedervernässten Flächen sich weiter nutzen lassen.
Das Bundeswirtschaftsministerium will mit der angekündigten Reform der Fernwärme-Verordnung mehr Transparenz im Markt-Monopol schaffen. Eine Obergrenze für Fernwärmepreise fehlt im Referentenentwurf ebenso wie die Einführung einer Preisaufsicht. Stattdessen werden Versorger verpflichtet, Indizes zu nutzen, die die Beschaffungsstruktur widerspiegeln.
Die Ampel-Koalition wollte keine neuen Genehmigungen für Gasbohrungen in der Nordsee mehr. Das umstrittene Bohrprojekt vor Borkum wird vor allem für die Grünen zur Nagelprobe. Und zur Blaupause für den Rest des Landes. Umweltschützer tragen ihren Protest auf die See hinaus.
Yannick Seuthe von der „Letzten Generation“ wurde bekannt als „Bali-Flieger“. Kürzlich blockierte Seuthe den Flughafen Frankfurt. Im Interview begründet Seuthe das eigene Reiseverhalten, das viel Kritik und Häme zur Folge hatte.
Sollte der Europäische Emissionshandel für Verkehr und Wärme später starten als 2027, sollen die Preise für die CO2-Zertifikate im nationalen Brennstoffemissionshandel im Jahr 2027 an den Europäischen Emissionshandel gekoppelt werden. Das geht aus einem Gesetzentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium hervor.
Eine Riesenraffinerie in Nigeria will Westafrika mit Benzin versorgen und europäischen Mitstreitern damit Konkurrenz machen. Finden die europäischen Raffineure keine neuen Absatzmärkte für ihre Überproduktion, so könnten sich Schließungen mehren.
Energiekrise, klimagerechte Transformation und Corona-Pandemie haben zu gewaltigen Kraftanstrengungen in deutschen Großkonzernen geführt – und teils zu gewaltigen Subventionen. Im Deutschen Aktienindex erhielten zwei Energieversorger und ein Autohersteller besonders viel Geld, zeigt eine Studie.
Die Bundesregierung will mit einem neuen Investitionsrahmen die Versorgungssicherheit erhöhen. Mit dem VKU bringt sich nun ein großer Energieverband bei dem Thema in Position. Er setzt auf die Kombination zweier Ansätze, wie aus einem Positionspapier hervorgeht.
Kamala Harris gilt für die Demokraten im Rennen um das Weiße Haus als gesetzt. Nun fehlt noch der Vize. Die Person an ihrer Seite sollte von Klimapolitik Ahnung haben, ohne es sich mit dem Arbeitermilieu zu verscherzen. Von Harris selbst wird erwartet, bei Amtsantritt den klimapolitischen Kurs ihres Vorgängers fortzusetzen.
Der dritte Winter wird für die ukrainische Bevölkerung der bisher härteste in Russlands Krieg. Die Hälfte der Stromerzeugung liegt in Trümmern. Um so wichtiger sind Stromimporte aus der EU. Ein deutsch-ukrainisches Experten-Team hat ermittelt, wie sich die Übertragungskapazität rasch steigern ließe.
Die Bundesnetzagentur will mit variablen Netzentgelten eine flexible Stromabnahme der Industrie anreizen. Ausnahmeregelungen sollen zusätzlichen Redispatch verhindern. Damit leitet die Behörde einen Paradigmenwechsel für industrielle Verbraucher ein, lässt die Details aber offen. Die Chemieindustrie warnt vor begrenztem Flexibilitätspotenzial.
Reicht das Geld, das der Energiekonzern Leag anspart, um die Braunkohle-Schäden zu beseitigen? Umweltverbände zweifeln daran und befürchten, dass im Pleitefall die Erneuerbaren-Sparte der Leag nicht für die Tagebau-Nachsorge aufkommen muss. Sie fordern von einer zukünftigen Landesregierung, etwaige Risiken besser abzusichern.
Die IT-Sicherheitsanforderungen an Netzbetreiber sollen künftig für alle Akteure im Energiesektor gelten, planen EU und Bundesregierung. Die Details legen die Regulierungsbehörden fest. Die Gesetzesänderung dient vor allem auch dazu, die eigene Hersteller-Industrie zu halten und zu stärken.
Eine Aufteilung der Stromgebotszonen in Deutschland würde die Elektrizitätspreise im Süden zumindest mittelfristig enorm heben, wie eine Analyse des Beratungshauses Enervis zeigt. Verlierer wären vor allem Windkraftanlagenbetreiber im Norden. Andere Studien sehen aber einen deutlich geringeren Preiseffekt.
In Rekordzeit haben Bund und Fernleitungsnetzbetreiber das Konzept für das Wasserstoffkernnetz auf den Weg gebracht. Mit dem nun eingereichten Antrag für Bau ist eine weitere Hürde genommen. Es bleiben aber noch offene Fragen.
Die Kapazitäten der deutschen Import-Terminals für Flüssigerdgas lassen sich derzeit schwer verkaufen. Das liegt teils an der aktuellen Lage auf dem LNG-Markt. Es könnte aber auch strukturelle Gründe haben, die bleiben und vor allem die Terminals auf Rügen unwirtschaftlich machen. Dann käme der Bund in Erklärungsnot.
An diesem Mittwoch will die Bundesregierung ihre Wasserstoffimportstrategie beschließen. Für das Konzept gibt es Zustimmung, doch für die Zukunft braucht es aus Expertensicht eine großzügigere Finanzierung.
Serbien verfügt über Europas größtes Lithium-Vorkommen, die EU über das Know-How und die Fördermittel für eine umweltschonende Gewinnung. Gemeinsam wollen sie den Schatz heben. Es könnte ein wichtiger Schritt des Landes in die Europäische Union sein. China zieht den Kürzeren. Umweltschützer leisten aber weiter Widerstand.
Ohne Subventionen, rein marktwirtschaftlich getrieben, nimmt der Bau großer Batteriespeicher stark zu. Einer der größten Europas entsteht in Schleswig-Holstein. Die Branche hofft auf politischen Rückenwind durch Gesetzesänderungen, auf Strategien der Bundesregierung und auf lokale Akzeptanz.
Die Bundesregierung will der Wirtschaft über ein staatliches Ankaufprogramm Zugang zu Wasserstoff und Wasserstoff-Derivaten verschaffen. Im Fall von strombasiertem Kerosin ist dies beim ersten Versuch nicht gelungen. Ein Grund: Der EU-Rechtsrahmen ist für Investoren zu unsicher.
Klimaschutz soll in der EU auch in der kommenden Legislatur eine Rolle spielen – solange die Wirtschaft floriert. Die wiedergewählte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will Unternehmen bei der Transformation stärker unter die Arme greifen. Sie kündigte einen Industrie-Deal und einen Fonds zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit an.
Beim Großbatterie-Hersteller Fluence herrscht Ärger über die deutsche Regulierung, doch zugleich Euphorie über das Marktpotenzial. Fluence-Vorstandschef Julian Nebreda erklärt im Interview, unter welchen Bedingungen das Siemens-Joint-Venture eine Produktion in Europa aufbauen würde.
Mit der Verabschiedung des Haushalts für 2025 hat die Ampel-Koalition ihren Fortbestand erstmal gesichert. Doch Kritikern fehlen in dem Zahlenwerk klare Aussagen zu Energie- und Klimathemen.
Der Ausbau der Windkraft bleibt weit hinter den politischen Zielen zurück, zeigt die Halbjahres-Statistik. Daran ändern auch die vielen neuen Genehmigungen noch nichts. Die Fotovoltaik ist dagegen schon wieder auf dem Rekordkurs des Vorjahres.
Solange es noch genug Erdgaskunden gibt – und damit auch Netzentgeltzahler –, sollen Netzbetreiber ihre Leitungen schnell abschreiben dürfen. Wie schnell und zu welchen Bedingungen genau, präzisiert nun die Bundesnetzagentur in einem Festlegungsentwurf.
Mit dem gestern in Kraft getretenen Strommarkt-Paket will die EU die Preise dauerhaft deckeln. Bei der Erneuerbaren-Förderung wird eine Erlös-Obergrenze eingezogen. Kapazitätsmechanismen sollen Schwankungen ausgleichen. Und in einem erneuten Krisenfall gestattet die Richtlinie staatliche Eingriffe in die Strompreisbildung.
Trotz Investitionskosten zahlt sich eine energetische Sanierung auf lange Sicht aus. Beim Einfamilienhaus spart eine Sanierung und der Einbau einer Wärmepumpe am meisten Budget und CO2-Emissionen. Das belegt eine Studie, die die Umweltorganisation WWF vorgelegt hat. Für Mieter in Mehrfamilienhäuser wird es dagegen in beinahe jedem Fall teurer.
Aufforstung, Luftfilter, Bioenergie mit CCS: Die Palette an Methoden zur CO2-Entnahme ist breit. Eine neue Studie legt nun dar, in welchem Umfang „neuartige“ und „konventionelle“ Methoden beim Erreichen der Klimaziele helfen können. Ein Ergebnis: Verzögerte Emissionsminderungen machen vor allem den massiven Einsatz unerprobter Technologien notwendig.
Am Mittwoch will das Bundeskabinett den Haushaltsentwurf für 2025 beschließen. Doch darin klafft noch immer eine Lücke von 17 Milliarden Euro. Offen ist auch noch der Wirtschaftsplan für den Klima- und Transformationsfonds (KFT). Allerdings deutet der Etatentwurf auf grundlegende Änderungen beim KTF in den nächsten Jahren hin.
Für die Dekarbonisierung der Industrie braucht Deutschland Wasserstoff. Ein Großteil wird aus Importen kommen. Wie die Bundesregierung diese organisieren will, zeigt der Entwurf der Wasserstoff-Importstrategie. Grundlegend Neues findet sich nicht darin.
Die Neuausrichtung der deutschen Klimapolitik ist vollendet. Doch die Reform des Klimaschutzgesetzes zieht mindestens drei Verfassungsklagen nach sich. Außerdem fehlen weiterhin Vorkehrungen, damit Deutschland europäische Klimavorgaben einhalten und den milliardenschweren Ankauf von CO2-Zertifikaten vermeiden kann.
Noch keine Generation vor uns wusste so viel über den Klimawandel – und hat erkannt, wie viel wir den Nachkommen aufbürden, weit über das 21. Jahrhundert hinaus. Den „Schuldenberg“ an CO2-Emissionen abzutragen, wird künftige Generationen teuer zu stehen kommen.
Für einen möglichst konstanten Stromverbrauch erhalten Industriebetriebe deutliche Netzentgeltrabatte. Die Regelung steht der Flexibilisierung des Stromsystems entgegen. Die Bundesnetzagentur wagt sich nun an eine Reform.
In vielen EU-Mitgliedstaaten sind noch immer wegweisende Fragen in der Klimapolitik offen – zum Beispiel, welche Rolle CO2-Entnahmen künftig spielen sollen. Diese und andere Unklarheiten behindern das Erreichen der Klimaziele, warnen Fachleute vom Ecologic Institute. Ihre Empfehlungen setzen beim Prüfen und Nachsteuern an.
Für den Einstieg in eine Wasserstoffwirtschaft spielen Häfen eine zentrale Rolle – als Standorte für Import und Produktion. Während in Rotterdam die ersten Vorhaben finanziert sind und begonnen haben, herrscht in Deutschlands Häfen wie in Hamburg noch weitgehend Flaute. Es fehlen konkrete Investitionsentscheidungen.
Die Bundesregierung will den Import von grünem Wasserstoff und seinen Derivaten mit Milliarden fördern. Die Ergebnisse der ersten Auktion für grünen Ammoniak zeigen, dass das Verfahren nur wenige Bieter lockt. Rufe nach Korrekturen werden laut.
Nach langem Streit hatte die EU im vergangenen Jahr Regeln zur Anerkennung von grünem Wasserstoff vorgelegt. Nun legt sie mit einem Rechtsakt für „CO2-arme Gase“ nach. Dieser schließt auch roten, blauen oder türkisen Wasserstoff ein – doch die Kriterien sind strikt.
Der Verkehrsminister sieht klimapolitisch keinen eigenen Handlungsbedarf und verweist auf die Novelle des Bundes-Klimaschutzgesetzes. Die ist aber noch nicht in Kraft getreten. Konkrete rechtliche Konsequenzen hat das zwar nicht – aber es werden Verfassungsbeschwerden vorbereitet.
Die Bundesregierung will im Oktober Eckpunkte für einen Kapazitätsmechanismus beschließen. Dabei ließe sich Versorgungssicherheit auch kostengünstig und ohne große Reformen über eine Weiterentwicklung des Strommarkts erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die Tagesspiegel Background exklusiv vorab vorlag.
Gestern stand Ursula von der Leyen bei der Grünen-Fraktion im Europaparlament Rede und Antwort. Das Manöver könnte ihr kommende Woche die nötigen Stimmen sichern, um erneut vom EU-Parlament zur Kommissionschefin gewählt zu werden. Doch innerhalb ihrer Fraktion blicken einige kritisch auf die Grünen.
Ohne bestimmte Mineralien keine Computer, Elektroautos oder Batterien. Das europäische Gesetz zu kritischen Rohstoffen soll daher die wichtigsten Ressourcen sichern. Aber das allein reicht nicht, meint Anne Lauenroth vom Bundesverband der Deutschen Industrie.
Bei jeder Gelegenheit betont die Bundesregierung, wie wichtig grüner Strom für die Wirtschaft im Osten ist. Auf einer Brachfläche an der Ostsee kann man die Zukunft erahnen – und auch, woran der Plan hakt. Kapital, Arbeitskräfte und Abnehmer des grünen Stroms fehlen. Und dann ist da noch das Problem der hohen Netzentgelte.
Neben Deutschland geben sich auch die Nachbarn eine Carbon-Management-Strategie. Sie wollen ihr CO2-Speicherverbot im Inland aufheben. Derweil äußern sich der deutsche Bundesrat und die Unionsfraktion zu den Plänen der Ampel-Regierung.
Die extrem rechten Parteien der EU haben sich zu einer neuen Fraktion zusammengeschlossen: Die „Patrioten für Europa“ lehnen den Green Deal vollständig ab und bilden die drittgrößte Gruppe im Parlament. In den anderen Fraktionen lehnt man jegliche Zusammenarbeit ab, doch die politische Versuchung nach Mehrheiten mit Hilfe rechter Stimmen könnte wachsen.
Der Technologiekonzern Siemens Energy will am Standort Berlin mit der Produktion von Elektrolyseuren punkten. Doch der Markt wächst nur langsam. Sehr gefragt sind dagegen die Gasturbinen des Herstellers. Dazu dürften auch die Kraftwerkspläne der Bundesregierung beitragen.
Nach wochenlangem Warten hat das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) Eckpunkte zu Kraftwerksstrategie veröffentlicht. Diese ist nun zum Kraftwerkssicherheitsgesetz aufgestiegen. Viele Fragen, vor allem zum Ausschreibungsdesign, bleiben aber bis zum Abschluss der anstehenden Konsultation offen.
Die Grundsatzeinigung der Koalition auf einen Haushaltsentwurf 2025 sieht eine deutliche Entlastung des Klima- und Transformationsfonds vor. Die EEG-Kosten sollen aus dem Zentralhaushalt gedeckt werden. Die Koalition will überdies die Konjunktur mit einer Wachstumsinitiative beleben. Eine Hauptrolle darin spielt die Energiewirtschaft.