Das Solarpaket 1 lässt auf sich warten. Derweil versucht die Bundesregierung die PV-Branche auf anderem Weg zu unterstützen. Unter anderem will sie den Net Zero Industry Act beschleunigt umsetzen. Eine Kleine Anfrage der Union gibt Aufschluss darüber, wie das BMWK die Lage einschätzt.
Die staatlichen Import-Terminals für Flüssigerdgas kommen den Bund teuer zu stehen, das ist seit Längerem klar. Ein Bericht des BMWK an den Haushaltsausschuss des Bundestages zeigt nun, mit welchen Ausgaben, aber auch Einnahmen der Bund im Detail rechnet.
2024 ist das Jahr, in dem hierzulande mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre entweicht, als das 1,5-Grad-Klimaziel zulassen würde. Das rechnet der Sachverständigenrat für Umweltfragen nun vor – zumindest, wenn es nach fairen Maßstäben geht. Die Erkenntnis steht nur auf den ersten Blick im Widerspruch zu jüngsten Klimaprojektionen.
Ein neuer Vorschlag von Wirtschaftsminister Robert Habeck, die steigenden Kosten des Stromnetzausbaus mit einem Amortisationskonto nach dem Vorbild von H2 zu strecken, stößt auf auffällig geringen Widerstand in der Koalition. Zu wenig ist noch bekannt, zu viele Fragen offen. Ein Allheilmittel ist das Instrument laut Experten nicht.
Für schnellere Genehmigungen von Windparks will der Gesetzgeber künftig auf Umweltverträglichkeitsprüfungen verzichten. Doch bei Offshore-Projekten bildet sich eine breite, ungewöhnliche Koalition von Naturschützern und Energieversorgern gegen die Pläne.
In anderen Ländern machen sich viele Entwickler an die Arbeit, in Deutschland hingegen gibt es Kritik an alternativen Kernreaktor-Konzepten. Eine neue Studie im Auftrag des Bundesamts Base untermauert die Zweifel nun. Mehr als 30 Staaten verpflichten sich unterdessen zu mehr Tempo bei der Atomkraft.
Höhere Temperaturen ließen Ernten in der Vergangenheit deutlich schrumpfen. Ein geringeres Nahrungsmittelangebot treibt die Preise – und wirkt destabilisierend auf das Finanzsystem. Eine neue Studie zeigt nun, dass die Inflation absehbar deutlich ansteigen könnte.
Seit Jahren fordern Küstenländer und Wirtschaftsvertreter mehr Geld des Bundes für den Ausbau der Häfen. Die gestern beschlossene Nationale Hafenstrategie ist für sie eine große Enttäuschung – vor allem für das besonders wichtige Windrad-Drehkreuz Cuxhaven.
Die Atomallianz in der EU will beim Kernenergiegipfel in Brüssel auftrumpfen. Kleinen modularen Reaktoren neuer Bauart gilt bei dem hochranging besetzen Treffen besondere Aufmerksamkeit. Aber bei ihrer Entwicklung sind noch viele Fragen offen. Und beim Bau neuer Großkraftwerke gibt es gewaltige Probleme.
Eine Lockerung der Zertifizierungsregeln für Solaranlagen soll deren Anschluss beschleunigen. Doch die geplante Vereinfachung könnte zulasten der Sicherheit gehen, warnen Experten. Denn richtig oder falsch eingestellte PV-Anlagen seien bei einer Störung im Netz das „Zünglein an der Waage“.
Das prominenteste Wasserstoffvorhaben mit deutscher Beteiligung in Afrika hat gigantischen Finanzierungsbedarf. Hyphen in Namibia soll nun ein „Strategisches Auslandsprojekt“ werden. Von dem Titel des Bundes erhofft sich Mehrheitseigner Enertrag Rückenwind. Aber ohne handfeste deutsche Förderung wird es kaum gehen.
Manche Fernwärmeanbieter setzen bei Preisanpassungsklauseln auf Preisindizes, die sich an den Gaspreisen an der Börse orientieren. Fernwärmekunden kommt das teuer zu stehen, wie eine Analyse des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt. Die Fernwärme-Verordnung soll deshalb mehr Vorgaben zu den Preisanpassungsklauseln machen, fordern die Verbraucherschützer.
Das vergangene Jahr war ein Jahr der Wetterextreme. Die Weltorganisation für Meteorologie bestätigt nun, dass es das wärmste Jahr in der Beobachtungsgeschichte war. Forschende sehen Anzeichen für einen immer stärker voranschreitenden Klimawandel. Doch auch das Naturphänomen El Niño hatte seinen Anteil.
Bis 2030 sollen 40 Prozent der kritischen Metalle in der EU weiterverarbeitet werden, heißt es in der Rohstoffverordnung, der der EU-Rat am Montag zugestimmt hat. Allerdings könnte das laut der Umweltorganisation WWF bei einigen Metallen zu mehr statt weniger CO2-Emissionen führen.
Sie werden drangsaliert, kriminalisiert, in manchen Teilen der Welt sogar ermordet: Die Feindseligkeit gegen Klimaaktivisten wächst weltweit und bedroht das Recht auf Protest, warnen Experten. Zur Europawahl will Fridays for Future wieder groß auf die Straße gehen.
Ernst Rauch ist Chefklimatologe beim Rückversicherer Munich Re. Seit über 50 Jahren befasst er sich mit den Folgen des Klimawandels – und den Risiken, die extreme Wetterlagen mit sich bringen. Im Interview erklärt der Wissenschaftler, warum zerstörte Siedlungen möglicherweise woanders neu errichtet werden müssen.
Deutschland setzt massiv auf den künftigen Import und die Nutzung von Energieträger auf Basis von grünem Wasserstoff. Ammoniak, Methanol und LOHC gelten als vielversprechende Speichermöglichkeiten für den Transport. Technisch gibt es aber einige Schwierigkeiten – auch deshalb ist offen, was sich durchsetzt.
Die Klimaziele 2030 sind für Deutschland zum Greifen nah, wie Projektionen zeigen. Das könnte absehbar aber nur gelingen, weil Fortschritte bei der Energiewende mangelnden Klimaschutz im Gebäude- und Verkehrssektor wettmachen würden. Im Zieljahr gäbe es Millionen weniger Elektroautos als erwünscht und einen geringeren Absatz von Wärmepumpen.
Betreiber von Gasverteilnetzen sollen künftig neue Netzanschlüsse verweigern oder sogar Bestandskunden kündigen dürfen. Die gesetzlichen Grundlagen dafür will das Wirtschaftsministerium verankern und damit EU-Vorgaben umsetzen.
Die angekündigte Wasserstoffimport-Strategie lässt auf sich warten. Zivilgesellschaft und Forschende drängen nun darauf, dass auch konkrete Nachhaltigkeitsstandards Teil der Pläne werden. Wie das gelingen kann, zeigt eine neue Studie.
Der Ausstieg aus der Öl- und Gasproduktion geht nur schleppend voran. Erst gestern hat Shell sein Emissionsminderungsziel für 2030 aufgeweicht, BP will ebenfalls den fossilen Exit in dieser Dekade verlangsamen. Investoren machen Druck und wollen am profitablen Geschäft mit Öl und Gas festhalten.
Noch immer hängt die Novelle des Klimaschutzgesetzes im Bundestag fest – SPD, Grüne und FDP konnten sich nicht verständigen. Andeutungen über einen erzielten Kompromiss haben sich nicht bestätigt, auch nicht auf Anfrage an die Ampel-Fraktionen. Die Deutsche Umwelthilfe spricht aber bereits von einer „Entkernung“ des Gesetzes in einem Hinterzimmer-Deal.
Wärmeplanungen stellen die Kommunen vor zahlreiche Probleme. Kommunen in Baden-Württemberg, die ihre Pläne bereits vorgelegt haben, setzen vor allem auf die Fernwärme. Das zeigt eine Analyse des Fraunhofer ISI. Die Immobilienbranche drängt indes auf eine schärfere Regulierung und Kontrolle der Fernwärme.
Abgesagt oder nur verschoben? Das EU-Lieferkettengesetz, an dem seit Jahren gearbeitet wird, betrifft in hohem Maße auch den Energiesektor. Die FDP hat die Richtlinie vorerst versenkt. Aber die Kommission und der belgische Ratsvorsitz geben die Hoffnung noch nicht auf.
Der Kabinettsbeschluss zum Bürokratie-Entlastungsgesetz reicht den Verbänden der Energiewirtschaft vorne und hinten nicht. Sie hoffen auf Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren und in anderen, spezifischen Einzelgesetzen. Der Wirtschaftsminister verspricht weitere Entlastungen per Verordnung.
Fernwärmekunden müssen teils Tausende Euro nachzahlen. Verbraucherschutzministerin Steffi Lemke will das ändern. Sie fordert Reformen zugunsten der Verbraucher. Ansetzen will Lemke unter anderem bei den umstrittenen Preisanpassungsklauseln.
Der Deutsche Ethikrat hat ein grobes Konzept für Klimagerechtigkeit umrissen. Das Gremium setzt beim Klimaschutz auf eine stärkere CO2-Bepreisung – und erwägt einen größeren Beitrag von Wohlhabenden. CCS-Technologien betrachten die Mitglieder im schlimmsten Fall als „Bürde“ für die nächsten Generationen.
Die Mitgliedsstaaten sollen den Energieverbrauch ihres Gebäudebestandes senken. Das EU-Parlament hat der entschärften Gebäuderichtlinie zugestimmt, die keine Sanierungspflichten mehr für Wohngebäude enthält. Dabei zeigt eine Studie, dass gerade die energetische Sanierung auch der angeschlagenen Bauwirtschaft helfen könnte.
Nach jahrelanger Vorarbeit versteigert das Wirtschaftsministerium erstmals Klimaschutzverträge mit der Industrie. Für die ersten beiden Runden in diesem Jahr stehen 23 Milliarden Euro im Haushalt bereit. Als Ersatz für das neue Förderinstrument will der Minister bald ein Konzept für Grüne Leitmärkte vorstellen.
Die EU wird voraussichtlich nicht alle Teile des Green Deals rechtzeitig vor der Wahl abschließen – die Energiesteuerrichtlinie droht auf der Strecke zu bleiben. Zwar kam zuletzt wieder Bewegung in die Verhandlungen, doch die Mitgliedstaaten sind weiter uneins bei der Besteuerung von Flug- und Schiffsbrennstoffen.
Es ist so weit: Automobilindustrie, Energiewirtschaft, Ladeinfrastrukturanbieter und Verbraucherschützer haben dem BMDV eine Roadmap für den Hochlauf des bidirektionalen Ladens übergeben. Als eine der größten Hürden wollen sie die Doppelbelastung bei den Stromnebenkosten abschaffen.
Bürokratieabbau fehlte noch in keiner Sonntagsrede – nun macht die Ampel Ernst. Die Initiativen wie das Bürokratieentlastungsgesetz dürfen aber nicht das Ende der Politik bedeuten, warnen Experten. An mancher Stelle geht die Entlastung womöglich zu weit, etwa beim Energie-Monitoring.
Die EU-Mitgliedstaaten sollen künftig selber entscheiden, wie sie die energetische Sanierung ihres Gebäudebestands voranbringen wollen – das sieht die geplante Novelle der Gebäudeeffizienzrichtlinie vor. Am heutigen Dienstag steht die Abstimmung über den hart erkämpften Deal an. Eine Annahme ist nicht sicher, befürchten Umweltorganisationen.
Überschwemmungen, Hitze und Brände – die Folgen der Klimaerwärmung sind in Europa deutlich zu spüren. Die EU muss dringend Maßnahmen ergreifen, um besser auf die Krise vorbereitet zu sein. Doch nach Fachleuten der Europäischen Umweltagentur kommen diese nicht schnell genug.
Nach dem Haushaltsstreit ist vor dem Haushaltsstreit: Die Ampel-Koalition hat die Verhandlungen zum Etat für 2025 aufgenommen. Während die FDP auf die sonst üblichen Eckwerte verzichten und zunächst Sparvorschläge sehen will, fordern SPD und Grüne mehr Spielraum.
Werbeaussagen zu Klima und Umwelt sollen strenger überprüft werden – so das Ziel einer Richtlinie, über die heute das EU-Parlament debattiert. Kritik kommt von der Ernährungsindustrie und aus der Wissenschaft. Doch auch die Bio-Branche hat Bedenken, wie sich das Gesetz mit Bio-Labeln vereinbaren lässt, die strenger sind als die EU-Öko-Verordnung
Bei der Erdgasversorgung Mitteleuropas haben neue Flussrichtungen die alte Ost-West-Achse abgelöst. Gas kommt aus Norwegen und über die LNG-Terminals in Westeuropa. Zunehmend fließt auch Gas aus Algerien über Südeuropa herein und das Land hat ehrgeizige Wasserstoffpläne. Doch Rivalitäten mit Marokko gefährden die Annäherung an Europa.
Die Bundesregierung peilt mit ihrer Kraftwerksstrategie weniger Erzeugungsleistung an als ursprünglich geplant. Einblick in die Beweggründe dafür gibt ihre Antwort auf eine Kleine Anfrage der Union. Sorge vor zu hohen Kosten dürfte der Hauptgrund für die Begrenzung sein.
Der Bundesrechnungshof zieht eine Bilanz der Energiewende und schlägt alarmierende Töne an: Der Ausbau der Erneuerbaren sei nicht auf dem Zielpfad, zugleich mangele es an steuerbarer Leistung – die Versorgungssicherheit sei in Gefahr. Das BMWK, die BNetzA und der BDEW widersprechen.
Der Aufbau von Humusboden in Land- und Forstwirtschaft nützt dem Klimaschutz. Wie er am besten gelingt, will die Initiative Humusklimanetz in Forschung und Praxis ermitteln. Erste Ergebnisse zeigen: Wirtschaftliche Faktoren sind das eigentliche Hemmnis.
Gasnetzbetreiber sollen ihre Assets schneller abschreiben und refinanzieren dürfen, um sie rechtzeitig stillzulegen. Das schlägt die Bundesnetzagentur in einem Eckpunktepapier vor. Ab 2025 könnten die neuen Abschreibungsmodalitäten gelten.
Ursula von der Leyen hat ihre Parteifreunde mit ihren klimapolitischen Ambitionen oft vor den Kopf gestoßen. Auf dem Parteitag der Europäische Volkspartei (EVP) in Bukarest soll die Deutsche heute zur Spitzenkandidatin für die Europawahl gekürt werden. Das gilt als sicher, auch weil sie sich zuletzt thematisch und politisch sehr flexibel gezeigt hat.
CO2-Abscheidung und -Speicherung ermöglichen in auffallend vielen Klimaschutz-Szenarien die weitere Nutzung von Kohlekraft. Solchen Berechnungen liegen aber kaum nachvollziehbare Annahmen zugrunde, zeigt eine neue Analyse von Forschenden. Ihr Entstehen geht offenbar auch auf veraltete Daten zurück.
Mit neuen LNG-Terminals will die Bundesregierung die nationale Versorgung mit Flüssigerdgas sicherstellen. Die Pläne machen Deutschland zum drittgrößten Erschaffer von LNG-Importkapazitäten, zeigt eine neue Analyse des Global Energy Monitor. Derweil bricht der Bundeswirtschaftsminister zum wichtigsten Exporteur USA auf.
Strom- und Gasnetzbetreiber sollen schlank und kostengünstig arbeiten, fordern Verbraucherschützer. Wie der sogenannte Effizienzvergleich, die Anreizregulierung und andere Vorgaben neu reguliert werden, ist ein sensibles Thema in der Branche. Das zeigen die Reaktionen auf die Reformpläne der Bundesnetzagentur.
Überall in der EU werden Projekte zur Abscheidung und Speicherung von CO2 geplant. Noch sind sie aber nicht rentabel, zumal gar nicht klar ist, wie groß der Bedarf an CO2-Infrastruktur sein wird. Auch an der gemeinsamen Koordinierung mangelt es – obwohl schon jetzt Engpässe vor allem bei den Speichermöglichkeiten drohen.
Der Energieverbrauch in Deutschland stagniert auf hohem Niveau. Die hohen Energiepreise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine haben das nur vorübergehend geändert. In allen Sektoren ließe sich noch Energie sparen. Für den Gebäudebereich bräuchte es verbindliche Vorgaben, Anreize könnten Unternehmen dazu bringen, in Effizienz zu investieren.
Erdgas scheint nicht mehr knapp, die Speicher sind voll und die Preise sinken. Gründe genug für die EU, ihre Gasspar-Verordnung in eine Empfehlung umzuwandeln. Zugleich beschwört die „Gaspec“ um Russland, Iran und Katar neue geopolitische Risiken herauf.
Kleine modulare Reaktoren sollen mit dem Kernbrennstoff HALEU die Energiewelt revolutionieren. Eine Zwischenbilanz der OECD-Kernergieagentur dürfte die Erwartungen dämpfen: Vorbilder gibt es kaum, Abhängigkeiten von Russland drohen und die Erzeugungskapazitäten sind überschaubar. China und die USA gehen trotzdem voran.
Progressivere Parteimitglieder wollen den Klimaschutz in CDU und CSU verankern. Das ist schwierig angesichts der Stimmungslage in den beiden Schwesterparteien. Die Klimaunion hofft nun, dass ihre Positionen im Wahlprogramm für 2025 zur Geltung kommen. Auf einem Kongress am Wochenende machte sie sich Mut.
Ob die ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien deren Produktion längerfristig beeinträchtigen können, ist noch unklar. Aber die Probleme in den Anlagen nehmen zu, Ersatzteile sind schwer zu bekommen. Russlands Rohölexport indes erweist sich weiterhin als relativ resistent gegen Sanktionen und Kriegseinwirkungen.
Klimaschützern werde unterstellt, sie wollten die Menschheit „zurück auf die Bäume schicken“, kritisiert die Klimaphysikerin Friederike Otto. Das wolle niemand, doch nur auf technische Lösungen zu setzen, hält sie für trügerisch. Der Klimawandel ist in ihren Augen vor allem ein Gerechtigkeitsproblem.
Die EU muss die Flexibilität des Stromsystems deutlich steigern. Laut Strommarkt-Reform müssen nationale Kapazitätsmechanismen künftig neben fossilen Kraftwerken auch nicht-fossile Flexibilitäts-Technologien wie Speicher oder Netze fördern. Am Montag sprechen sich die Energieminister dazu aus.
Der Rückkauf von Energienetzen wurde in vielen Kommunen in der Vergangenheit als Erfolg verbucht. Schwieriger zu fassen ist die Bilanz der Rekommunalisierung von Fernwärme. Nach Hamburg plant nun auch Berlin einen Vorstoß. Der Senat hat sich entschieden, das Fernwärmenetz von Vattenfall zu übernehmen. Nun muss Berlin die Transformation selbst bezahlen.
Heute begehen die Beschäftigten im Nahverkehr ihren ersten Klimastreik gemeinsam mit Fridays for Future. Langfristig wird das unkonventionelle Bündnis einen langen Atem brauchen, um weiter für gute Arbeitsbedingungen und eine klimafreundliche Wirtschaft zu kämpfen.
Geringere Kapitalkosten für Erneuerbare-Investments, weniger Backup-Kapazitäten und geringere Preisvolatilität – all das wäre laut Forschenden mit einer stärkeren Integration des EU-Strommarkts möglich. Doch der Weg ist lang, EU-Länder verharren im nationalen Denken. Die regulatorischen Hürden müsste ohnehin erst die nächste Kommission nehmen.
Als „Anti-Smog-Lösung“ war die Wärmepumpe in Polen zunächst erfolgreich. Doch 2023 stagnierte der Markt. Belebung ist nicht in Sicht. Jetzt hofft die Branche auf Impulse der neuen polnischen Regierung und auf eine Förderpolitik wie in Deutschland.
Die österreichische Energieministerin Leonore Gewessler will Gasversorger gesetzlich zwingen, kein russisches Gas mehr zu kaufen. Doch weder der konservative Koalitionspartner noch die Opposition unterstützen sie. Ein abrupter Gaslieferstopp aus Russland droht ab 2025. Ungarns Energiekonzern Mol könnte diesen jedoch verhindern.
Europa bekommt sein erstes Gesetz zur Wiederherstellung der Natur. Gestern stimmte in der mit Bangen erwarteten Abstimmung im EU-Parlament eine Mehrheit dafür – darunter auch abtrünnige EVP-Abgeordnete. Naturschützer:innen und progressive Abgeordnete atmen auf, Bauernverbände und Konservative wettern.
Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen sprechen sich gegen den Vorschlag aus, von Erdverkabelung auf Freileitungen umzustellen, um Milliarden beim Stromnetzausbau einzusparen. Ohne Unterstützung der Länder sieht wiederum Wirtschaftsminister Robert Habeck keine Chance für das Vorhaben.
Nach Beschluss des Bundeshaushalts ist nun auch das Förderprogramm für den im GEG angelegten Heizungstausch gestartet. Heizungsverbände hoffen auf ein Ende des Winterschlafs. Die Umwelthilfe kritisiert den Einsatz knapper öffentliche Finanzmittel für Gasheizungen scharf. Die kommunale Wärmeplanung kommt derweil nicht recht in Gang.
Mit ihrer Carbon-Management-Strategie will die Regierungskoalition den Umgang mit Kohlendioxid abstecken. Das Abscheiden und Einspeichern von CO2 bleibt den Eckpunkten zufolge nicht der Industrie vorbehalten, wie es der EU-Linie entspräche. Gaskraftwerke sollen ebenfalls CCS betreiben dürfen.
Bis 2060 will China kohlenstofffrei werden. Forschende simulieren in einer neuen Studie das Stromsystem des Landes im Zieljahr. Erneuerbare Energien müssten auf das Acht- bis Zehnfache der bisherigen Leistung ausgebaut werden. Eine prominente Rolle ist Kohlekraftwerken mit CCS eingeräumt – sie sollen Gebäude über Fernwärmenetze heizen.
Technologien wie Smart Grids und Digitale Zwillinge können dazu beitragen, dass Deutschland seinem CO2-Einsparziel für 2030 deutlich näher kommt. Eine Studie des Branchenverbands Bitkom bezifferte das Potenzial der Digitalisierung auf rund 73 Millionen Tonnen CO2. Besonders viel könnte die Digitalisierung des Energiesystems sparen.
Die EU fordert von den Mitgliedstaaten, europäische Hersteller von Ökostrom-Technologien gezielt zu unterstützen. Der letzte Solarzellen-Fabrikant und seine Aktionäre machen davon ihre Entscheidung für den Standort Deutschland abhängig und drängen auf einen Bundestags-Beschluss Mitte März. Letztlich hängt alles an der FDP.
Ein französischer und ein russischer Staatskonzern wollen in Niedersachsen Brennelemente für Atomkraftwerke produzieren. Ein neues Gutachten warnt: Das Vorhaben würde russischer Sabotage und Spionage in der europäischen Kernkraft Tür und Tor öffnen. Profitieren werde auch die russische Rüstungsindustrie, befürchten Energieexperten in der Ukraine.