Beim Bundesforschungsministerium sind trotz knapper Frist massenweise Ideen zum geplanten Forschungsdatengesetz eingegangen. Damit das Gesetz gelingt, muss es aber in die Regulierung auf EU-Ebene eingebettet werden.
Quantencomputer kommen – für die Migration zu quantensicheren Verschlüsselungsverfahren bleiben vielleicht nur wenige Jahre. Doch schon die Kommunikation von heute könnten von Angreifer:innen gespeichert werden, um sie in der Zukunft zu entschlüsseln. Das verschiebt den Zeitplan, warnen Expert:innen.
In der Reihe „Schwachstellen im Fokus“ stellen wir Sicherheitslücken, Schwachstellen oder Schadsoftware vor, die in den vergangenen Tagen von sich Reden gemacht haben. Eine Dateiübertragungssoftware beinhaltet einen Programmfehler, der das Einschleusen von Abfragecodes auf Datenbanken ermöglicht.
Staatliche Zugriffe auf private und geschützte Kommunikation betreffen nicht nur den Datenschutz, sondern auch die Cybersicherheit. Warum sich ein digitales Briefgeheimnis und das Recht auf Verschlüsselung auf europäischer wie auf nationaler Ebene herleiten lässt und was daraus für die Politik folgt, führt Dennis-Kenji Kipker aus.
Noch immer kämpft der IT-Dienstleister Bitmarck mit den Folgen eines schweren Cyberangriffs. Der Fall zeigt, wie Zentralisierung in kritischen Bereichen zum Systemrisiko werden kann. Außerdem wird klar, dass es mit der IT-Sicherheitsregulierung in Teilen des Gesundheitswesens noch nicht weit her ist.
Was bewegt Deutschlands CIOs und Cisos in Bezug auf die Sicherheit ihrer Unternehmen? Welche Technologien werden ihren Berufsalltag verändern? Und was wünschen sie sich von der Politik, um die Sicherheitslage zu verbessern?
Das European Repository of Cyber Incidents (EuRepoC) sammelt Informationen und Wissen über Cyberkonflikte. Einmal im Monat werfen die Forschenden im Tagesspiegel Background Cybersecurity einen Blick auf die jüngsten Cyberoperationen und stellen die zentralen Trends vor.
Das Bundesinnenministerium (BMI) bereitet gerade eine Neuregulierung der Cybersicherheit Kritischer Infrastrukturen vor. Da passt die kürzlich durchgeführte Evaluierung der bisherigen Gesetzeslage gut in die Zeit. Die hält das BMI für wirksam, sieht aber auch Anpassungsbedarf. Allerdings haben es längst nicht alle Kritikpunkte in den Bericht geschafft.
Vor allem Großunternehmen richten Cyber Defense Center ein, um auf die Herausforderungen der Cybersicherheit eine umfassende Antwort zu geben. Andreas Gaetje, Chief Information Security Officer (Ciso) von Körber, erklärt im Interview, was eine zeitgemäße Sicherheitsinfrastruktur ausmacht und wie sie betrieben wird.
Bei der Cybersicherheit von Open-Source-Software hat die Politik verschiedene Handlungsoptionen in einem komplexen Umfeld, stellt ein Kurzdossier der Stiftung Neue Verantwortung (SNV) dar. Der Policy Brief empfiehlt die Einrichtung eines Open-Source-Programmbüros für Cybersicherheit und stellt dafür mögliche Inhalte und Maßnahmen vor.
Schon lange wird über chinesische Komponenten im deutschen Mobilfunknetz diskutiert. Nun teilt die Bundesregierung mit, die Prüfung solle im Sommer abgeschlossen werden. Den prozentualen Anteil chinesischer Bauteile im Kernnetz des deutschen Mobilfunknetzes kann sie allerdings nicht beziffern.
In der Reihe „Schwachstellen im Fokus“ stellen wir Sicherheitslücken, Schwachstellen oder Schadsoftware vor, die in den vergangenen Tagen von sich Reden gemacht haben. Eine Version der Code-Austauschplattform Gitlab erreicht mit dem Wert 10 die höchstmögliche Einstufung für den Schweregrad einer Schwachstelle.
Angebliche Chef:innen, die per E-Mail zur Überweisung von hohen Geldbeträgen auffordern – noch immer kein so seltener Betrugsversuch. Im Interview spricht Marie-Christine Kragh vom Kreditversicherer Allianz Trade über das Vorgehen der Kriminellen, psychologische Strategien und den hohen Wert einer guten Unternehmenskultur.
Um einen Rahmen für die europäischen Anforderungen an Cloud-Anbieter gibt es seit Längerem Diskussionen. Ein erster Entwurf des zuständigen Gremiums orientierte sich an französischen Standards – gefolgt von lautstarker Kritik. Der neue Entwurf scheint wenig Veränderung zu bringen.
Eine chinesische Cybergruppe hat nach Angaben von Microsoft und der Geheimdienste der Fives-Eyes kritische US-Infrastrukturen in den USA im Visier. Von der Telekommunikation bis hin zu Verkehrsknotenpunkten sei ein breites Spektrum ausspioniert worden. China spricht von einer „kollektive Desinformationskampagne“.
Die Sanktionen gegen Russland zeigen Wirkung – das zeigt der Boom des Markts mit Kryptowährungen. Das Land scheint ein neues Umfeld zu schaffen, um internationale Blockaden zu umgehen. Tim Stuchtey, Rebecca Singer und Dimitri Androssow kommentieren das Vorgehen.
Ein Entwurf für die Datenstrategie der Bundesregierung liegt jetzt vor. Damit wollen Teile der Ampel-Regierung die Strategie der Vorgängerregierung ablösen. Nicht alle halten das für nötig.
Häfen als wichtige Schnittstelle für den Handel und die vernetzte Schifffahrt sind auch für Cyberkriminelle ein lohnendes Ziel, wie Fälle in der Vergangenheit gezeigt haben. Ob Forschung, Politik oder Unternehmen: Viele Beteiligte schließen derzeit vermehrt Sicherheitslücken und verbessern Strukturen, um Häfen besser vor Attacken zu schützen.
Bereits vor zwei Jahren erklärte Emmanuel Macron E-Health und Cybersicherheit im Gesundheitswesen zur „nationalen Priorität”. Eine Roadmap soll zudem das Gesundheitssystem bis 2027 weitgehend digitalisieren und Sicherheitslücken schließen. Man wolle „schneller und an vorderster Front” agieren.
Als vorübergehende Nationale Cybersicherheits-Direktorin setzt Kemba Walden auf Vielstimmigkeit, ihre Auslandserfahrung und eine spezielle Art von Nachwuchsförderung. Manch ein US-Politiker hätte sie deshalb gerne dauerhaft auf dem Posten.
Für den Verfassungsschutz steht fest: Russland und China sind die beiden Staaten, die am aggressivsten versuchen, in Deutschland Einfluss zu gewinnen – etwa durch Falschinformationskampagnen. Doch die Behörde warnt auch vor weiteren Operationen.
Fedor Ruhose und Valentina Kerst (beide SPD) warnen in ihrem Buch „Schleichender Blackout“ vor einem „digitalen Desaster“, das Deutschland drohe. Der Landes-CIO und die Staatssekretärin a.D. sparen nicht mit Kritik an vergangenen Weichenstellungen bei der Digital- und Cybersicherheitspolitik.
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat Anfang Mai mit einem Urteil die Verbraucherrechte bei Schadensersatzklagen nach Datenlecks gestärkt. Tim Wybitul, Datenschutzexperte und Partner der Kanzlei Latham & Watkins spricht im Interview über die Folgen und darüber, wie sich Unternehmen gegen immer Schadensersatzklagen und steigende Bußgelder wappnen können.
„Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt“ – das lateinische Sprichwort gilt auch für die Ausnutzung von Schwachstellen. Denn während der Staat keinen einheitlichen Umgang mit Schwachstellen anstrebt, legt er Unternehmen hohe Verpflichtungen auf. Ein Unding, kommentiert Nicolas Ziegler.
Flugverkehr, Wahlsysteme und Suizid-Prävention sollen per Gesetz besser vor Cyberangriffen geschützt werden. Dazu bringen im Kongress Abgeordnete und Senator:innen beider Parteien gemeinsame Vorschläge ein.
In der Reihe „Schwachstellen im Fokus“ stellen wir Sicherheitslücken, Schwachstellen oder Schadsoftware vor, die in den vergangenen Tagen von sich Reden gemacht haben. Eine für Angriffssimulationen in der Cybersicherheit eingesetzte Software wird zunehmend von echten Angreifenden missbraucht – seit kurzem auch auf den Mac-Computern von Apple.
Die israelische Spähsoftwarefirma Quadream hat ihre Geschäftstätigkeit aufgrund verschärfter Exportbeschränkungen in Israel eingestellt. Die Spyware-Branche bekommt Gegenwind: Die Schließung von Quadream ist Teil eines breiteren Trends, bei dem der Sektor aufgrund zunehmender staatlicher Restriktionen und internationaler Kritik schrumpft.
Während sich die digitalen Aufklärungsmöglichkeiten rasant entwickelt haben, ist das Bundespolizeigesetz von 1994 kaum erneuert worden – trotz eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts von 2016. Vergangene Woche legte das Innenministerium nun den Ländern und Verbänden eine Neuauflage vor.
Mit Quantencomputern könnten sich die IT-Sicherheitssysteme von Autos leicht knacken lassen, warnen Fachleute. Die Folgen wären katastrophal. Doch die Autohersteller entwickeln Abwehrmaßnahmen.
Wenn der Cyber Resilience Act in den kommenden Jahren in Kraft tritt, werden sich auch britische Hersteller, die Produkte in der EU anbieten wollen, daran halten müssen. Zusätzliche Aufwände und Kosten ließen sich vermeiden – dazu müssten sich EU und Großbritannien zur gegenseitigen Anerkennung ihrer Standards durchringen.
Als Nancy Faeser den damaligen BSI-Präsidenten Arne Schönbohm absetzen ließ, wurden dafür keine überzeugenden Gründe genannt. Nun zeigt sich, dass es keine Anhaltspunkte für die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegeben hatte. Das Anwaltsschreiben liegt Tagesspiegel Background exklusiv vor.
Das von der EU geförderte Projekt „Instantaneous Infrastructure Monitoring by Earth Observation“ (IIMEO) soll es möglich machen, Störungen in der Kritischen Infrastruktur vom Weltall aus mit Satelliten zu entdecken. Als Pilotanwendung zur Demonstration ist bis 2025 die Überwachung von Bahnstrecken geplant.
Ermöglicht Künstliche Intelligenz wirklich Desinformationen von der Stange? Christopher Nehring, Gastdozent des Medienprogramms Südosteuropa der Konrad-Adenauer-Stiftung, über die Risiken von technologischen Werkzeugen für die öffentliche Meinung. Ein Gastbeitrag.
In sechs Runden war die Meinung von Industrie und Zivilgesellschaft zur geplanten internationalen Digitalstrategie gefragt. Die Vertreter rieten, das Rad nicht neu zu erfinden, Ängste vor einem europäischen Digital-Imperialismus ernst zu nehmen und warnten vor einer Fragmentierung des politischen Dialogs.
Noch hat Bitmarck mit den Auswirkungen des Anfang Mai öffentlich gewordenen Cyberangriffs zu kämpfen. Doch läuft erst einmal die Technik wieder, beginnt die politische Aufarbeitung des Falls. Es geht um schlecht gesicherte Systeme und die Frage nach den Sicherheitsvorkehrungen der Zukunft.
Seit Monaten wird intensiv über Einsatzmöglichkeiten von KI-Sprachmodellen, allen voran ChatGPT, diskutiert. Auch über missbräuchliche Anwendungen für Cyberkriminalität und Desinformation wird längst spekuliert. Vergangene Woche hat sich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik mit einem Positionspapier in die Debatte eingeschaltet.
In der Reihe „Schwachstellen im Fokus“ stellen wir Sicherheitslücken, Schwachstellen oder Schadsoftware vor, die in den vergangenen Tagen von sich Reden gemacht haben. Eine kritische Schwachstelle in einer Druckverwaltungssoftware wird bereits ausgenutzt – unter anderem von einem Cyberakteur, der im iranischen Interesse handelt.
Das Cloud-Security-Unternehmen Wiz kündigte Anfang des Jahres eine erneute Finanzierungsrunde an. Mitgründer und CEO Assaf Rappaport spricht im Interview über Cybersicherheit in Krisenzeiten, Regierungsbehörden als Kunden und seine Sorgen vor dem Reformvorhaben der israelischen Regierung.
Seit bald drei Wochen kämpft einer der größten IT-Dienstleister im Gesundheitswesen mit den Folgen einer Cyberattacke. Für viele Kassen, die Kunde bei der Bitmarck sind, bedeuten dessen Abwehrmaßnahmen, dass sie ihren Job immer noch ganz oder teilweise nicht machen können. Inzwischen stehen mögliche Schadenersatzforderungen im Raum.
Die größte australische Krankenversicherung Medibank wurde Ende letzten Jahres Opfer einer Cyberattacke. Nun haben mehrere Kanzleien Sammelklagen eingereicht. Der australische Fall könnte neue Maßstäbe für die Bereiche Datensicherheit und Datenschutz setzen.
Das Bundesinnenministerium will EU-Vorgaben zur Cybersicherheit umsetzen. Eine frühe Fassung des Gesetzesentwurfs zeigt: Bei der Bestimmung der betroffenen Unternehmen will Deutschland Besonderheiten durchsetzen. Erstmals soll zudem auch die Bundesverwaltung gesetzlich zur IT-Sicherheit verpflichtet werden. Für die Umsetzung wird der Ciso Bund eingeführt.
Politiker:innen und Journalist:innen wurden in der EU überwacht, teilweise systematisch - das zeigt der beschlossene Bericht des Untersuchungsausschusses PEGA zum Spionageskandal nun erneut auf. Neben dem Bericht wurden auch Empfehlungen an eine EU-Richtlinie verabschiedet. Zivilgesellschaftlichen Organisationen gehen sie allerdings nicht weit genug.
Von der Destabilisierung der Gesellschaft bis zur Belastung der Umwelt – mit Überlastungsangriffen zielen Angreifer auf unterschiedliche Ziele ab. Doch wie gefährlich sind diese Angriffe? Haya Shulman und Michael Waidner gehen der Frage nach.
Der Verband der Internetwirtschaft Eco hat gestern zum Austausch und Dialog über die neue Kompetenzgruppe KRITIS nach Frankfurt eingeladen. Hintergrund der Konferenz waren die Anfang des Jahres in Kraft getretenen NIS-2 und CER-Richtlinien, die die regulatorischen Vorgaben für KRITIS-Betreiber:innen maßgeblich verändern.
Ab Oktober 2024 müssen etliche Unternehmen verschärfte Pflichten zur Cybersicherheit einhalten. Mit der NIS-2-Richtlinie will die EU die Regulierung in den Mitgliedstaaten auch weiter vereinheitlichen. In Deutschland werden dabei Besonderheiten in der Kategorisierung von betroffenen Unternehmen wegfallen – andere werden erhalten bleiben.
Data Chain Sec ist ein Forschungsprojekt mit mehreren Partnern, das sich auf die Sicherung von Datenlieferketten konzentriert. Ziel ist es, eine Lösung für die Lebensmittelindustrie zu entwickeln und zu testen, um Kritische Infrastruktur zu schützen. Ein Interview mit Mirko Ross, CEO von Asvin aus Stuttgart.
Seit zwei Jahren ist die Entsorgung von Hausmüll Kritische Infrastruktur. Welche Betreiber die entsprechenden Cybersicherheitsauflagen erfüllen müssen, will das Bundesinnenministerium in den kommenden Monaten festlegen. Konkrete Vorschläge hat eine Arbeitsgruppe aus Branchen- und Regierungsvertreter:innen schon erarbeitet.
Seit gut zwei Jahren erschüttern Enthüllungen um Spionagetools wie „Pegasus“ und „Predator“ die Öffentlichkeit. Während Abhörskandale in Ländern wie etwa Griechenland noch längst nicht aufgeklärt sind, ringen Staaten um Maßnahmen zur Eindämmung. Derweil floriert das Geschäft einem aktuellen Bericht der britischen Cybersicherheitsbehörde NCSC zufolge.
Ein chinesisches Desinformationsnetzwerk nutzte eine Londoner Scheinfirma, um weltweit Autor:innen und Übersetzer:innen zu rekrutieren. Das geht aus dem diesjährigen Bedrohungslagebericht des Facebook-Mutterkonzerns Meta hervor.
Zahlen oder nicht zahlen? In Frankreich wurde lange gestritten und spekuliert, wie auf Lösegeldforderungen nach einem Cyberangriff zu reagieren sei. Ein neues Gesetz seit Ende April soll für eine geregelte und legale Praxis sorgen. Davon profitieren nicht nur die Geschädigten, auch die französische Cyberversicherungsbranche soll florieren.
In der Reihe „Schwachstellen im Fokus“ stellen wir Sicherheitslücken, Schwachstellen oder Schadsoftware vor, die in den vergangenen Tagen von sich Reden gemacht haben. Eine Schwachstelle in Telefonadaptern führt zu einer kritischen Sicherheitslücke. Für die älteren Geräte gibt es kein Update.
Die Cybercrime-Konvention der Vereinten Nationen sorgt für viel Diskussion unter den beteiligten Nationen sowie bei NGOs. Im Digitalausschuss wurde vergangenen Mittwoch ein Bericht der Bundesregierung zum Stand der Verhandlungen vorgestellt. Dass Deutschland oder die EU nicht mitzeichnen, sei nicht ausgeschlossen.
Die nordkoreanische Lazarus-Gruppe hat die Software-Lieferkette der Videokonferenz-Software 3CX kompromittiert. Dabei nutzte sie erstmals einen weiteren Lieferkettenangriff als Sprungbrett. Lazarus, verantwortlich für einige der weitreichendsten Cyberangriffe der vergangenen Jahre, zeigt damit ein weiteres Mal ihr langfristiges Bedrohungspotenzial.
Das Forschungsprojekt „Quasimodo“ hat erfolgreich neue kryptografische Algorithmen untersucht, die nicht von Quantencomputern angegriffen werden können. Die Ergebnisse werden unter anderem von der Firma Genua implementiert, um Netzwerksicherheitslösungen post-quantum sicher zu machen. Ein Interview mit dem Kryptoforscher Stefan-Lukas Gazdag.
Am jährlichen Al-Quds-Tag, benannt nach dem arabischen Namen der Stadt Jerusalem, bekundet die Regierung in Iran die Solidarität mit Palästina und droht Israel. Für Israel selbst bedeutet der Tag auch einen messbaren Anstieg der Cyberattacken – durchgeführt von staatlichen Akteuren oder vorgeblich hacktivistischen Gruppen.
Cybersicherheit, grenzüberschreitender Datenfluss, Internet Governance und Künstliche Intelligenz waren die Schwerpunkte des 2023er Treffen der G7 Digitalminister:innen. Wolfgang Kleinwächter, emeritierter Professor für Internetpolitik und Regulierung an der Universität Aarhus, fasst die Ergebnisse zusammen.
Achtzig der 96 Krankenkassen sind Kunde bei Bitmarck. Nun kämpft der IT-Dienstleister bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr mit den Folgen eines Cyberangriffs. Seit etwa einer Woche sind Teile der Kunden daher ganz oder teilweise nicht arbeitsfähig. Wird Bitmarck gerade zum Systemrisiko für die erfolgreiche Digitalisierung des Gesundheitswesens?
Unter der Überschrift „Die Zeitenwende Personal“ fordert der Verteidigungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Alexander Müller, eine Personaloffensive für die Bundeswehr. Auch die Bereiche IT und Cyber sollen davon profitieren.
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist es bislang nicht zu den anfangs befürchteten russischen Cyberangriffen größeren Ausmaßes gegen den Westen gekommen. Dennoch steigt laut Munich Re die Gefahr, dass Cyberattacken von Staaten ausgehen. Der Rückversicherer hat nun die Auswirkungen auf das Versicherungsgeschäft untersucht.
Bremen hat sich eine Cybersicherheitsstrategie gegeben. Diese berücksichtigt Besonderheiten wie die kritische Hafeninfrastruktur und den Technologie- und Forschungsstandort. Eine zentrale Herausforderung sieht das kleinste Bundesland in der Fachkräftegewinnung. Auch andere Länder arbeiten an eigenen Strategiepapieren.
Ab dem kommenden Montag müssen Großkliniken in Deutschland Cyberangriffe erkennen können. Doch beim Aufbau der Systeme gibt es noch Nachholbedarf.
Die EU-Kommission veröffentlichte vergangene Woche ein „Cyberpaket“, das die Mitgliedsstaaten und ihre Zusammenarbeit bei der Cyberangriffsabwehr unterstützen soll. Im Interview ordnet Philipp Eckhardt vom Centrum für Europäische Politik (CEP) den Vorschlag ein.
Im September vergangenen Jahres hat die Europäische Kommission den Entwurf des Cyber Resilience Acts (CRA) vorgelegt, einen EU-Gesetzesvorschlag zur Einführung grundlegender Sicherheitsanforderungen für diejenigen, die vernetzte Produkte in Europa verkaufen wollen. Nun hat die schwedische Ratspräsidentschaft eine Überarbeitung vorgelegt.
Die Regulierung im Bereich Cybersicherheit hat sich dramatisch gewandelt – und das gesamte Cybersicherheitsrecht befindet sich in einem erheblichen Umbruch. Was das konkret für Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft bedeutet, fasst Dennis-Kenji Kipker zusammen.