Nach mehr als 60 Jahren ist Deutschland aus der Kernenergie ausgestiegen. Am vergangenen Samstagabend wurden die drei am Netz verbliebenen Atomkraftwerke abgeschaltet. Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder fordert nun, die bayrischen Kraftwerke in Landesverantwortung weiterzubetreiben. Laut Grünen ist das reines „Wahlkampfgetöse“.
Die G7-Umweltminister:innen nennen in ihrem Abschlussdokument erstmals konkrete Ausbauzahlen für Wind- und Solarenergie bis 2030. Auch bekennen sie sich erstmals dazu, dass der Höhepunkt der CO2-Emissionen bis 2025 erreicht werden soll. Doch sie bleiben vage, wenn es um einen konkreten Ausstiegsfahrplan aus den fossilen Energien geht.
Bis Ende März hätte die Bundesregierung dem Bundestag eigentlich einen Bericht übermitteln müssen, der zeigt, wie sich die aktuelle Klimapolitik auf die Entwicklung der nationalen Treibhausgasemissionen auswirkt. So gibt es das Klimaschutzgesetz vor. Doch die Bundesregierung ist dem bisher nicht nachgekommen. Wann der Bericht kommt, ist unklar.
Sie geloben Klimaschutz, aber finanzieren den Ausbau fossiler Energien: Viele Großbanken helfen noch immer Unternehmen bei ihren Plänen für eine massive Expansion von klimaschädlichen Brennstoffen, zeigt ein neuer Urgewald-Bericht. Ein Umweltökonom erklärt, wie der Klimaschutz in dem Sektor vorankommen könnte.
Der Staat soll Industrieunternehmen die Preise für CO2 und Strom langfristig garantieren, fordert der grüne Wirtschaftsminister. Doch die FDP um Finanzminister Lindner will keine neuen Subventionen und spricht von Planwirtschaft.
20 Milliarden Euro haben die Kernkraftwerksbetreiber für den aufwändigen Rückbau ihrer Anlagen bereitgestellt. Die Grünen nennen den Prozess eine „Jahrhundertaufgabe“. Bei mehr als 20 Akw steht diese noch an. Doch die Rufe, Reaktoren in Reserve zu halten anstatt sie abzureißen, werden lauter.
Robert Habeck will auf die Tube drücken: Noch dieses Jahr soll es erste Ausschreibungen für geförderte neue Backup-Kraftwerke geben, kündigte der Wirtschaftsminister an. Die Strommarkt-Plattform PKNS soll deutlich kürzer tagen als zwischenzeitlich geplant. Einem bezuschussten Industriestrompreis erteilte Habeck eine Absage.
Die Stiftung H2 Global soll den Import grünen Wasserstoffs in Gang bringen. Erste Vergabeverfahren für Lieferanten laufen, aber auf der Abnehmerseite gibt es Zweifel. Dem Energiekonzern Eon bietet das Konzept zu wenig Sicherheit und Flexibilität für Wasserstoffbezieher in Deutschland.
Ein Treffen der G7-Energie- und Klimaminister:innen wird am Wochenende Beschlüsse bringen, die sich bis zur UN-Klimakonferenz Ende des Jahres auswirken können – im positiven wie im negativen Sinne. Kohlekraft, fossile Subventionen und ein neuer Industrieplan Japans sind die Themen.
Neue Veröffentlichungen zur Gasspeicherumlage zeigen, dass mit der staatlichen Einspeicherung schon jetzt ein hohes Minus – vermutlich im Milliardenbereich – eingefahren wurde. THE kaufte Gas für 175 Euro pro Megawattstunde ein und musste es für etwa 70 Euro abgeben.
Wind- und Solarenergie waren 2022 in der Stromerzeugung so bedeutend wie noch nie. Doch um die Pariser Klimaziele einhalten zu können, müssten neue Windräder und Solaranlagen deutlich schneller ans Netz gehen, zeigt ein Bericht der britischen Denkfabrik Ember. Außerdem gibt es beim globalen Kohleausstieg immer noch keine Fortschritte.
Obwohl die EU vorschreibt, dass Behörden ihre Liegenschaftsdaten öffentlich nutzbar machen müssen, erschweren mehrere Bundesländer den Zugang dazu. Unternehmen betrachten das als Gefahr für die Energiewende, denn die Daten sind wichtig für den Solarausbau auf Dächern.
Die Regelungen zur Nutzung von Bioenergie laut der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien sollen in den nächsten Tagen schriftlich vorliegen. So weit die Bestimmungen bereits bekannt sind, liegen die Ansichten dazu weit auseinander.
Die gestern eröffneten Frühjahrstagungen von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) haben selten so stark im Fadenkreuz der Kritik gestanden wie dieses Jahr. Die globalen Auseinandersetzungen zwischen den USA und China lähmen die Arbeit beider Organisationen zunehmend. Schäden drohen vor allem der weltweiten Klimafinanzierung.
Monatelang rang die EU-Kommission mit sich, ob Flugzeuge und Schiffe mit konventionellen Antrieben neuester Bauart künftig in die Taxonomie aufgenommen werden sollen und so als nachhaltige Investments gelten. Nun hat sie sich zu einem Ja durchgerungen. Klimaschützer toben.
Die Bilanz der Gewinnabschöpfung am Strommarkt ist äußerst mager. Es gibt so gut wie keine Einnahmen mehr. Zudem schafft die Abwicklung noch auf Monate Unsicherheit. Der BEE fordert deshalb, dass sie rückwirkend ausgesetzt wird.
Einen verbindlichen Rahmen für die Klimaanpassung in Bund, Ländern und Gemeinden soll ein neues Klimaanpassungsgesetz schaffen, das jetzt in die Verbändeanhörung geht. Bisher gab es keine systematische Förderung von Investitionen in die Klimaanpassung.
Das mögliche Verbot von PFAS-Chemikalien durch die EU schlägt hohe Wellen, denn die Stoffe finden sich in tausenden Alltagsprodukten. Doch sie sind auch essenziell in Technologien der Energiewende. Die Wasserstoffbranche fürchtet einen katastrophalen Markteinbruch, denn Alternativen gibt es bislang keine.
Ein hochrangiger Energierat von Vertreter:innen der USA und Europas will kritische Energieinfrastrukturen besser schützen, kleine Atomreaktoren fördern und Methanemissionen bekämpfen. Ein vorrangiges Ziel ist auch die Stärkung der Energiesicherheit in der Ukraine und in Moldawien.
Seit Jahren wird darüber debattiert, ob Wasserstoff im Wärmesektor abseits von Nischen eine Zukunft hat. Skepsis ist weit verbreitet, die Entschlossenheit der Befürworter allerdings ebenfalls erheblich. Viel hängt nun von der GEG-Ausgestaltung im Bundestag ab. Doch auch mit einer günstigen Regelung wäre H2 als Wärmeoption noch nicht am Ziel.
Kohlekraftwerke umbauen und Batteriespeicher hochziehen: Viel Wind- und Solarenergie machen einen Paradigmenwechsel im chinesischen Stromsektor notwendig. Flexibilität ist gefragt, doch der Markt dafür existiert noch nicht. Entsprechende Anreize wären auch im Sinne des Klimaschutzes notwendig.
Das erste Energieeffizienzgesetz geht ins Kabinett. Erstmals wird ein klares und zuletzt nach europäischen Vorgaben verschärftes nationales Einsparziel für 2030 gesetzlich festgeschrieben. Allerdings wurden die zusätzlichen Effizienzvorschriften, die das Gesetz einführt, im Vergleich zu ersten Entwürfen tendenziell abgeschwächt.
Aus dem Gesetzentwurf für 65 Prozent Erneuerbare beim Heizen sind am Montag weitere Details bekanntgeworden. Darunter sind die Anforderungen an Wasserstoffnetze. Jetzt ist noch die Ausgestaltung der Förderung offen.
Die EU-Kommission hat eine öffentliche Konsultation zum Klimaziel der EU für 2040 eingeläutet. Wohin die Reise gehen soll, verrät sie noch nicht. Doch neue Berechnungen des Thinktanks Agora Energiewende liefern erste Zahlen.
Klimafreundliche Kraftstoffe sind bislang kaum auf dem Markt verfügbar, doch geplante EU-Gesetze dürften den E-Fuels Auftrieb geben. Noch aber verhindern Unklarheiten die Ausweitung der Produktion, wie auch die Erfahrungen eines E-Fuel-Herstellers zeigen.
Die gefallenen Gaspreise führen zurück zur „neuen Normalität“: Moderne Anlagen verdrängen die Steinkohle, zeigt eine Analyse der aktuellen Merit Order. In Zukunft wird allerdings auch maßgeblich die Wasserstoffwirtschaft die Preise setzen – und im Bundesrat gibt es einen Vorstoß zur Aufspaltung der Strompreiszone.
Auf einen Kompromiss zu den Regeln für 65 Prozent Erneuerbare im Heizungskeller hat sich die Regierung am Freitag nach den Beschlüssen des Koalitionsausschusses geeinigt. Wichtigste Änderung: Auch H2-ready-Heizkessel sind erlaubt. Ins Kabinett sollen nun auch das Energieeffizienzgesetz und das Bundesimmissionsschutzgesetz kommen.
Synthetisches Methan rein, Kohlendioxid raus: In Wilhelmshaven soll ein Umschlagplatz für den Im- und Export von Gasen per Schiff entstehen. Die Planer wollen auch CO2 in Salzkavernen zwischenspeichern und die Emissionen eines Gaskraftwerks recyceln.
Die zähen Verhandlungen um die Erneuerbare-Energien-Richtlinie sind beendet. Im Ergebnis sollen Erneuerbare bis 2030 mindestens 42,5 Prozent des EU-Energieverbrauchs ausmachen. Dazu führt Brüssel einzelne Sektorziele ein – und macht in Sachen Atomstrom ein Zugeständnis an Frankreich, das keines ist.
Industriestrompreis, Stromsteuer, Mini-Solaranlagen, Wasserstoff – die Energieminister der Bundesländer drängen die Bundesregierung zu Anpassungen bei der Energiegesetzgebung. Eine Einigung mit dem Bund gibt es zu Härtefallhilfen für Haushalte, die mit Heizöl oder Holzpellets heizen.
Mit einer Mischung aus Lob und Kritik hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Grundzüge einer neuen EU-China-Politik vorgestellt. Trotz guter Zusammenarbeit auf Teilgebieten wie dem Klimaschutz müsse die EU ihre Abhängigkeit von China verringern.
An Elektronikern herrscht Mangel. Wer auf eine Wärmepumpe umrüsten will, muss sich auf lange Wartezeiten einstellen. Ein Unternehmen zeigt Wege auf, wie die Digitalisierung bei der Fachkräftesuche für den Energiesektor helfen kann. Die Strategie des Bundes ist dagegen laut Wirtschaftsexperten nicht ausreichend.
Mit einem Aktionsprogramm will die Bundesregierung das CO2-Speicherpotenzial der Natur deutlich erhöhen. Weil das nicht reichen könnte, will die Koalition neben natürlichen auch technische Senken im Klimaschutzgesetz verankern. Erstmals soll ein länderübergreifender Biotopverbund als Vorrangfläche raumordnerisch gesichert werden.
Die Beschlüsse der Ampelkoalition stoßen auf erhebliche Vorbehalte insbesondere bei der Reform des Klimaschutzgesetzes und der Abschaffung von verbindlichen nationalen Klimazielen. Schwammig hingegen bleibt der GEG-Kompromiss. Nun hängt viel von den weiteren Verhandlungen ab.
Die Ampel-Koalition will den Gesetzentwurf für eine schnellere Verbreitung intelligenter Stromzähler nachschärfen. Er soll das Abrechnen von Mieterstrom vereinfachen, Bestimmungen zu Preisobergrenzen und Datenverkehr präzisieren. Genauer geregelt werden soll auch, was passiert, wenn ein Messstellenbetreiber ausfällt.
Der Disput zwischen Atom-Befürwortern und Gegnern in der EU verschärft sich. Es geht um die Anrechnung kohlenstoffarmer Gase, also auch aus Atomstrom, in der Erneuerbaren-Richtlinie. Da ein entsprechender Passus es gestern nicht in das Gaspaket schaffte, stehen heute harte Trilog-Verhandlungen um die RED an.
Das Klimaschutzgesetz wird tiefgreifend reformiert: Die jährliche Sektorüberprüfung entfällt, entscheidend soll stattdessen die Abschätzung der zukünftigen Gesamtemissionen sein, hat der Koalitionsausschuss der Ampel beschlossen. Der Vorschlag für die Gebäudeenergie-Reform wird aufgeweicht. Erneuerbare, Straßen und Schiene sollen schneller ausgebaut werden.
Die Technologien sind da, aber immer noch fehlt es am politischen Willen, um die Energiewende umzusetzen. So lässt sich der erste Tag des Berlin Energy Transition Dialogue zusammenfassen. Ein neues Bündnis will deshalb Druck machen, in Europa bis 2035 aus allen fossilen Energie auszusteigen.
Das Reparaturgesetz zu den Energiepreisbremsen bringt aus Sicht der Branche einige Erleichterungen. Doch alle Sorgen kann es bei Weitem nicht ausräumen – so befürchten etwa die Energieversorger, für den Staat weiterhin Aufgaben übernehmen zu müssen. Den Bundestag beschäftigen in dieser Woche auch andere energiepolitische Themen. Ein Überblick.
Frankreich will Kernkraft als „grüne“ Energie einstufen und damit auf eine Stufe mit Wind- und Sonnenenergie stellen. Doch der Präsident hat die Rechnung ohne die EU gemacht.
Mangelnde Konsequenz, fehlender sozialer Ausgleich und unzureichende Gesetze: Expert:innen der Wissenschaftsplattform Klimaschutz (WPKS) kritisieren die Bundesregierung angesichts großer Lücken in der Energie- und Klimapolitik. Die Stellungnahme liest sich wie ein Brandbrief.
Ohne eine einheitliche Betreibergesellschaft dauert die Schaffung eines Leitungsnetzes für Wasserstoff zu lange und läuft ineffizient ab, warnt eine Gruppe von Wissenschaftlern und Beratern. Sie halten auch eine Beteiligung des Bundes für prüfenswert. Die Branche lehnt das bisher ab.
Knapp 250 Milliarden Euro Investitionen, insgesamt rund 20.000 Kilometer neue Leitungen – die Stromnetzbetreiber haben ihre erste Abschätzung des notwendigen Netzausbaus für ein klimaneutrales Deutschland vorgestellt. In Stein gemeißelt ist der Plan aber noch nicht.
Klimapolitisch war es ein großer Knoten, den der Koalitionsausschuss am Sonntag zu lösen hatte: Wie genau lauten die Vorschriften für den Austausch von Gas- und Ölheizungen, welche Technologien dürfen genutzt werden und wie werden Immobilienbesitzende finanziell unterstützt?
Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) will die Anpassung Deutschlands an die Folgen des Klimawandels per Gesetz regeln. Der Entwurf, der nun in die Ressortabstimmung gegeben wurde, beinhaltet auch Vorgaben für Länder und Kommunen. So soll etwa die Versiegelung von Böden auf ein Minimum reduziert werden. Streit könnte es über die Finanzierung geben.
Mit jahrelanger Verspätung beginnt heute die gesellschaftliche Debatte über geologische CO2-Speicher offiziell von vorn. Dass ausgerechnet die Bürgerinitiativen zum Auftakt nicht dabei sind, können auch Umweltverbände nicht nachvollziehen. Und das grüne Wirtschaftsministerium kann es auf Anhieb nicht erklären.
Brennstoffzellen-Fahrzeuge auf die Straße bringen, Wasserstoff-Tankstellen hochziehen und Subventionen von der Zentralregierung kassieren: Dieses Modell fahren einige Städte in China, zeigt ein neuer Bericht. Klimaschutz steht dabei nicht im Vordergrund – eine Gefahr für die Klimaziele der Volksrepublik.
Nach einer durchverhandelten Nacht haben sich die EU-Institutionen auf ein Klimagesetz für die Seeschifffahrt verständigt. Ab 2025 müssen die Emissionen sinken. Auch eine Quote für E-Fuels kommt. Sie geht manchen jedoch nicht weit genug.
Der Wirtschaftsminister will schneller mehr Flächen für die Windkraft. Weil die Koalitionspartner nicht mitziehen, ruhen seine Hoffnungen auf den Ländern. Niedersachsen, NRW und einige andere folgen ihm bereits.
Eine Studie vergleicht die Erzeugungskosten für ständig verfügbaren Strom und grünen Wasserstoff. Deutschland schneidet dabei schlecht ab, kann aber auch Vorteile ausspielen. Der Druck dürfte mit zunehmender Dekarbonisierung dennoch zunehmen. Allerdings schneidet auch der Import von Zwischenprodukten gut ab – das würde hiesige Wertschöpfung teils erhalten.
Robert Habeck beschuldigt die FDP, den Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes bewusst durchgestochen und so Vertrauen zerstört zu haben. FDP-Vize Wolfgang Kubicki sorgt seinerseits mit einem Habeck-Putin-Vergleich für Entsetzen, für den er sich prompt entschuldigt. Das alles zeigt, wie genervt Grüne und FDP voneinander sind. Die SPD ist aufgeschreckt.
Deutschlands globale Ambitionen, grünen Wasserstoff zu importieren, könnten in Lieferländern schädliche Nebenwirkungen haben, warnt die Organisation Corporate Europe Observatory. Sie befürchtet Konflikte um Land, Wasser und Energie.
Die Regierungskoalitionäre wollen in dieser Woche ihren Dauerstreit um Heizungstausch und Verbrenner-Aus beilegen. Vorher wird aber nochmal richtig ausgeteilt.
Zehn Milliarden Euro hat der Bund für die staatlichen Import-Terminals für Flüssigerdgas veranschlagt. Dass es nun teurer wird, liegt an immer neuen Kosten, die seit den anfänglichen Planungen dazukommen. Die Bundesregierung musste unter hohem Zeit- und Erfolgsdruck verhandeln. Einige Folgen zeigen sich jetzt.
Die Waldzustandserhebung 2022 zeigt, wie es in Deutschland um Eiche, Buche, Fichte und Kiefer steht: Vier von fünf Bäumen im deutschen Wald sind krank. Fachleute fordern mehr Klimaschutz, weniger Verkehr und weniger Nutztiere.
Das extreme Wetter im vergangenen Jahr ist für DWD-Meteorologen ein Vorgeschmack auf die Zukunft. Hitzetote und Ernteeinbußen würden zunehmend zum Problem. Dürren könnten zudem das Energiesystem beeinträchtigen, wenn die Wasserstände wieder extrem absinken.
Es wird ungemütlich im reformierten EU-Emissionshandel. In Zukunft müssen doppelt so viele Emissionen eingespart werden wie bisher. Voraussichtlich werden schon im Jahr 2039 keine Verschmutzungsrechte mehr vergeben, hat ein Forschungsteam erstmals errechnet.
Die SPD hat das Thema Arbeitsbedingungen auf die Tagesordnung des morgigen Windgipfels im Wirtschaftsministerium gehoben. Die Gewerkschaft IG Metall fordert Tariflöhne und lokale Wertschöpfung als zusätzliche Ausschreibungskriterien. Vorbild könnte der IRA der USA sein, der eine „Kehrtwende in der Arbeitsmarktpolitik bedeutet.“
Ohne Gegenmaßnahmen rast die Menschheit auf eine Erderwärmung von 2,8 Grad zu. Doch das Ruder lässt sich noch rumreißen, mahnen die Forscher:innen des IPCC. Mitentscheidend für den internationalen Klimaschutz werden die Ergebnisse der kommenden Klimakonferenz in Dubai sein.
Mindestens ein Fünftel der Land- und Meeresflächen der EU sollen geschützt und Ökosysteme wiederhergestellt werden, so die Pläne der EU-Kommission. Die entsprechende Verordnung wird nun im Umweltausschuss des Parlaments verhandelt. In Deutschland soll derweil das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz bald ins Kabinett kommen.
Der chinesische Konzern soll sicherheitsrelevante IT-Technologie für das deutsche Höchstspannungsnetz liefern – darf aber wohl nicht: Politik und Behörden arbeiten fieberhaft am Ausschluss unerwünschter Hersteller von Komponenten der kritischen Energieinfrastruktur. Das könnte den Ausbau der Offshore-Windkraft in Verzug bringen.
Am Sonntag soll ein Koalitionsausschuss endlich den Streit um den beschleunigten Autobahn-Ausbau abräumen. Ein Kompromiss-Vorschlag liegt vor, nun müssen sich die Grünen bewegen. Die jedoch verweisen auf die Versäumnisse des Verkehrssektors beim Klimaschutz und verlangen, dass Kanzler Olaf Scholz sich nicht länger beim Klimaschutz wegduckt.
Netzengpässe bergen aus Sicht der EU-Kommission erhebliche Risiken für die Gasversorgung im nächsten Winter. Die Netzbetreiber haben die Umkehr der Flussrichtung nach Osten seit dem Ausfall des Lieferanten Russland nicht voll bewältigt. Manchmal liegen Leitungen trotz hoher Nachfrage brach. Die Kommission will deshalb Regeln für Nutzer verschärfen.
Die UN-Klimakonferenz in Dubai im Dezember soll klären, ob das 1,5-Grad-Ziel noch eingehalten werden kann. Die Voraussetzungen dafür muss eine Reihe politischer Treffen im Lauf des Jahres schaffen. Das erste findet kommende Woche in Dänemark statt.
Die EU-Kommission hat ihre Pläne für eine Wasserstoffbank vorgelegt. 800 Millionen Euro sollen schon im Herbst in einer Pilotauktion vergeben werden, um Produzenten von grünem Wasserstoff zu fördern. Doch das Konzept ist noch sehr lückenhaft.
Seit 30 Jahren konfrontiert Urgewald-Gründerin Heffa Schücking Investoren mit den Folgen ihrer Finanzierungen. Den norwegischen Staatsfonds hat sie zur Aufgabe seiner Kohlefinanzierung gebracht. Der fortschreitende Klimawandel macht Schücking angriffslustig: „Man muss freundlich sein und hartnäckig wie ein Pitbull zugleich“, sagt die 63-Jährige.