Verflechtungen mit Kreml-kontrollierten Energiekonzernen standen schon vor dem russischen Überfall auf die Ukraine im Zwielicht. Bekannte Unionspolitiker haben jahrelang im Russland-Netzwerk des sächsischen Gaskonzerns und Gazprom-Partners VNG mitgeholfen. Dieses hatte politische Ambitionen.
Will Deutschland bis 2045 klimaneutral sein, steht die Wirtschaft vor großen Herausforderungen. In der neuen Allianz für die Transformation können Industrievertreter, Gewerkschaften, Verbraucherschützer und Umweltschützer über ihre Sorgen sprechen. Vergeblich am Tisch sucht man allerdings die Jugendverbände.
Nach zähen Verhandlungen bei der UN-Zwischenkonferenz in Bonn bleibt noch viel zu tun, um die COP 27 In Ägypten zum Erfolg zu machen. Bis dahin finden jedoch noch einige internationale Treffen statt, die Gelegenheit zur Konsensbildung bieten.
Die Gaslieferungen aus Russland brechen nun deutlich ein, die Ankündigungen von Gazprom werden umgesetzt. Inzwischen fließt nur noch knapp ein Drittel des Gases im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt. Zuverlässig will Russland nur noch „Freunde“ beliefern. Panik an den Märkten bleibt jedoch aus.
Extremwetterereignisse wie Dürren oder Starkregen treten in Deutschland immer häufiger auf. Dennoch rutschen sie durch die Prognosen der Klimamodelle, da diese vor allem eine globale Vorhersage berechnen. Klimawissenschaftler fordern nun Investitionen in neue hochpräzise Modelle.
Künstliche Intelligenz soll Prozesse effizienter machen, den Energieverbrauch senken und bestenfalls CO2 sparen. Bisher ist aber nicht gut erforscht, welchen CO2-Fußabdruck KI selbst verursacht. Wissenschaftler:innen haben nun ein Konzept vorgelegt, das einen umfassenderen Blick ermöglichen soll. Darin geben sie auch Empfehlungen an Politik und Wirtschaft.
Bei der Klimazwischenkonferenz in Bonn stecken mehrere Verhandlungsstränge fest. Besonders gefährlich wäre ein Scheitern beim neuen Programm zur Senkung der Emissionen. Doch auch der Ton beim Thema Schäden und Verluste wird schärfer.
Die Bundesregierung ist inzwischen überzeugt, dass Gazprom gezielt die Lieferungen drosselt und es sich bei den technischen Schwierigkeiten von Nord Stream 1 nur um einen Vorwand handelt. „Es fängt vielleicht gerade erst an“, warnte Wirtschaftsminister Robert Habeck vor einer weiteren Verschärfung.
Ohne die Grünen hat sich ein Bündnis aus Konservativen, Sozialdemokraten und Liberalen im EU-Parlament auf einen Kompromiss zur Reform des Emissionshandels geeinigt. Er sieht ein Ende der Gratis-Zertifikate bis 2032 vor, ausgenommen sind Exporteure. Damit ist der Weg frei für weitere Teile des Fit-for-55-Paketes.
Hitzewellen und Luftverschmutzung fordern zunehmend ihren Tribut. Immer mehr Tote lassen sich den beiden Phänomenen zuschreiben. Zwei Forscherinnen haben nun in einer Übersichtsstudie zusammengetragen, wie stark vor allem Kinder unter Hitze und dreckiger Luft leiden.
Knapp zehn Milliarden Euro muss der Bund an Notkrediten in Gazprom Germania pumpen, um eine Pleite zu verhindern, von der unter anderem Stadtwerke mittelbar betroffen wären. Nun steht eine endgültige Verstaatlichung wohl kurz bevor. Das Firmengeflecht wird in Securing Energy for Europe umbenannt.
Der längere Ausfall eines LNG-Exportterminals in den USA und verringerte Kapazitäten der Pipeline Nord Stream 1 treiben den Gaspreis in Europa deutlich nach oben. Siemens Energy bestätigte, dass die Turbinen für eine Verdichterstation in Russland aufgrund von Sanktionen nicht wie geplant geliefert werden können.
Lobbyarbeit für ein Gesundheitswesen, das Klimawandel, Umweltveränderung und planetare Gesundheit als integralen Bestandteil betrachtet: Dieses Ziel setzt sich das Centre for Planetary Health Policy, das heute in Berlin offiziell an den Start geht.
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat seine Berechnungen für ein nationales CO2-Budget aktualisiert. Demnach darf Deutschland nur noch 3,1 Gigatonnen CO2 ausstoßen, wenn der Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen eingehalten werden soll. Offizieller Maßstab ist das nationale CO2-Budget in der Politik aber bisher nicht.
Mit einer knappen Mehrheit kippten die EU-Abgeordneten in einer gemeinsamen Sitzung des Umwelt- und des Wirtschaftsausschusses den Vorschlag der Kommission, Atomenergie und Erdgas in die Taxonomie aufzunehmen. Ob das Parlament tatsächlich ein Veto einlegt, entscheidet das Plenum Anfang Juli.
Die bisherigen freiwilligen Selbstverpflichtungen der Staatengemeinschaft reichen nicht aus, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. In Vorbereitung der nächsten Klimakonferenz in Ägypten wird deshalb an einem neuen Arbeitsprogramm gearbeitet.
Israel will und soll mehr Erdgas aus dem östlichen Mittelmeer in die EU liefern – über den Umweg Ägypten und in Form von LNG. Ein trilaterales Abkommen ist in Arbeit. Die Hisbollah im Libanon droht währenddessen damit, ein Gasförderschiff zu versenken.
Eine Umfrage unter Besitzern von Ein- und Zweifamilienhäusern zeigt, dass viele den Nutzen und Effekt energetischer Sanierungsmaßnahmen massiv unterschätzen. Die Umfrage wurde von der Initiative Klimaneutrales Deutschland in Auftrag gegeben. Die neue Organisation will die Klimadebatte in Deutschland bereichern.
Trotz Tankrabatt bleiben die Spritpreise hoch. Der Verdacht: Mineralölkonzerne nutzen die angespannte Marktlage, um ihre Margen weiter zu erhöhen. Nun will der Wirtschaftsminister das Kartellrecht schärfen. Zuvor waren Forderungen nach härterem Durchgreifen lauter geworden.
Die EU will klimagefährliches Methan aus dem Energiesektor per Verordnung unter Kontrolle bringen. Was europaweit im Grundsatz gut ankommt, stößt im Detail auf Widerstand in den Bundesländern. Sie wollen nicht zu tief ins Messen und Prüfen von Emissionen hineingezogen werden.
Energiesparen gilt als dröge und soll durch eine neue bundesweite Kampagne mehr Schwung bekommen. Kritiker der am Freitag vorgestellten Maßnahmen erwarten nun aber auch mehr Ordnungsrecht von der Bundesregierung.
Die Erderwärmung führt in den Alpen zu stärkerem Pflanzenbewuchs, so eine Studie. Gleichzeitig schrumpfen die Gletscher – mit womöglich dramatischen Folgen für die Biodiversität und das empfindliche Klima des Gebirges.
Das Justizministerium hat aus formalen Gründen ein Veto gegen das Gesetzespaket zur Beschleunigung der Windkraft eingelegt. Der Zeitraum für die Beteiligung der Ressorts und der Verbände ist der FDP zu kurz. Windbranche und Naturschützer sehen in dem Paket viel Licht und Schatten.
Aufgrund der hohen Tankstellenpreise wird eine Übergewinnsteuer für Ölkonzerne oder sogar weitere Teile der Energiewirtschaft prominent diskutiert. Viele halten das für ein sinnvolles Anliegen – die FDP erteilt allerdings eine klare Absage. Rechtlich gibt es gerade in Deutschland Fallstricke.
Warum beträgt die Mehrwertsteuer auf Süßkartoffeln 19 Prozent, auf Trüffel aber nur sieben? Das Umweltbundesamt sieht darin keinen Sinn und fordert, die Mehrwertsteuer stärker an sozialen und ökologischen Kriterien auszurichten. Das könnte Haushalte mit niedrigen Einkommen entlasten und obendrein CO2-Emissionen sparen.
Die internationalen Klimaziele werden ohne CO2-Speicherung im Untergrund kaum zu erreichen sein. In Norwegen arbeiten Energieunternehmen längst an der Lösung. Ihr Geschäftsmodell soll 2024 starten und die Industrie in Europa anlocken. Doch sie sehen auch noch Regulierungsbedarf.
Dramatische Momente gestern im EU-Parlament: Nachdem es zu keiner Einigung über die ETS-Reform kam, wurden weite Teile des Fit-for-55-Pakets verschoben. Nun muss der Umweltausschuss nachverhandeln, bis wann die Industrie freie Verschmutzungsrechte erhält. Die Parteien schieben sich gegenseitig die Schuld zu.
Die Bundesregierung will nächste Woche ein Entfesselungspaket für die Windkraft beschließen und hat dazu gestern die Endabstimmung gestartet. Erstmals werden die Länder gesetzlich verpflichtet genügend Flächen auszuweisen. Pauschale Mindestabstände zu Siedlungen sind somit de facto kaum noch haltbar, bleiben aber erlaubt.
Drei Viertel der Energie für Raumwärme und Warmwasser könnte die oberflächennahe Geothermie liefern, wie Fraunhofer-Forscher errechnet haben. Doch das Potenzial lässt sich vorerst kaum erschließen – es mangelt an Fachkräften und geeigneter Regulierung.
Investorengelder aus Deutschland tragen zum schwedischen Erneuerbaren-Boom bei. Und auch bei grünem Stahl und Batterien für Elektrofahrzeuge mischen deutsche Unternehmen in Skandinavien mit. Investment-Experten und Minister:innen erklären die Energiepläne des skandinavischen Landes.
Nach dem Fall Kemmerich bahnt sich in Thüringen das nächste politische Erdbeben an. Die CDU möchte die 1000-Meter-Abstandsregel einführen, mit den Stimmen der AfD könnte das sogar klappen. Nun hofft die rot-rot-grüne Landesregierung in Erfurt auf einen Kompromiss, wie er sich etwa in den Koalitionsverhandlungen in Nordrhein-Westfalen anbahnt.
Bei der Klimakonferenz in Glasgow haben die vulnerablen Länder nur einen „Dialog“ über Schäden und Verluste durch den Klimawandel bekommen. Keine Verhandlungen. Am Dienstag hat der Dialog begonnen. Delegierte und NGOs forderten Geld sofort.
Die Mineralölkonzerne stehen wegen hoher Spritpreise in der Kritik. Der Tank-Rabatt vom Mittwoch kommt nicht eins zu eins und vielerorts nur vorübergehend beim Kunden an. In der Koalition werden daher Forderungen lauter, „Übergewinne“ abzuschöpfen.
Das große „Build Back Better“-Investitionspaket von US-Präsident Biden ist kaum mehr zu retten – einige Teile könnten es aber in den Haushalt schaffen. Und jetzt drückt Biden mit einem Gesetz aus der Zeit des Korea-Kriegs auf die Tube. Währenddessen führen Republikaner eine Kampagne für Kohle, Erdöl und Erdgas.
Neben Wasserstoffleitungen müssen die Netzbetreiber nun auch deutsche LNG-Terminals und immer mehr Erdgas aus Westeuropa in ihren Netzentwicklungsplan einbeziehen. Das stellt die Branche vor erhebliche Herausforderungen. Und über allem schwebt das Szenario eines plötzlichen russischen Lieferstopps.
Aus Sicht des ukrainischen Gasnetzbetreibers GTSOU wäre es dringend geboten, Nord Stream 1 mit Sanktionen zu belegen – und sei es auch nur eine Reduktion der Volumina. Denn es fließt immer weniger Gas durch die Ukraine. Solange Russland aber auf die Ukraine angewiesen bleibe, hemme das die Kriegsführung und nütze bei Verhandlungen.
Iryna Stavchuk, parteilos, war bis vor wenigen Wochen stellvertretende Ministerin für Umweltschutz der Ukraine. Ein Interview über die Rolle von Klimaschutz beim Wiederaufbau, den EU-Kompromiss beim Ölembargo und alte Fehler der Ukraine bei der Energiewende.
Der Bundesrat verlangt von der Bundesregierung, „Spekulationen mit Öl, Gas und Strom“ zu „unterbinden“ – Bremen hat bereits eine „Sondersteuer“ gefordert. Finanzminister Lindner ist allerdings skeptisch, obwohl rechtlich wohl Spielraum besteht. Die Ost-Länder fordern feste Zusagen für die Raffinerien Schwedt und Leuna.
Die Bundesnetzagentur hat bei Gazprom Germania „überall planvolles Handeln“ zur Gasverknappung vorgefunden, berichtet Präsident Klaus Müller im Interview. Er erklärt, wie die Rationierung im Krisenfall vorbereitet und wie mit Pleitegefahr und Lieferstopps umgegangen wird. Die größere Eigenständigkeit der BNetzA müsse schnell gesetzlich geregelt werden.
Die Auswirkungen des Klimawandels werden auch in Deutschland immer spürbarer. Insbesondere Hitze wird in der Bundesrepublik zum Problem. Aber auch Viren können sich häufiger und unbemerkt verbreiten. Künstliche Intelligenz könnte helfen, den Gesundheitssektor vor einer Überlastung zu bewahren.
Beim Kongress des Bundesverbands für Energie- und Wasserwirtschaft erklärten Kanzler Scholz und Wirtschaftsminister Habeck die Energiepolitik in der Krise. Die Energiewirtschaft hatte zwei Forderungen an den Kanzler. Der ging allerdings nur auf eine der beiden ein.
Die Bundesregierung will die Abstandsregeln für die Windkraft zu Mensch und Tier umkrempeln. Die Beschlüsse lassen aber seit Wochen auf sich warten. Der Bundestag könnte frühestens in seiner letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause zustimmen.
Erst die Coronapandemie, jetzt Russlands Krieg gegen die Ukraine mit seinen Folgen für den Energiemarkt: Das Energie-Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen scheint in weite Ferne zu rücken. IEA, Irena, Weltbank und die UN ziehen eine besorgniserregende Zwischenbilanz.
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil schlägt ein „soziales Klimageld“ vor. Der Vorschlag stößt bei FDP und Grünen auf Ablehnung. Während die Ampel diskutiert, haben sich Forscher:innen mit psychologischen Faktoren rund um das Klimageld beschäftigt. Demnach spielt es durchaus eine Rolle, wie die Maßnahme heißt und wie oft der Betrag ausgezahlt wird.
Wenn in drei Wochen über die Reform des Energiecharta-Vertrags abgestimmt wird, verfolgen spanische Regierungsbeamte das Geschehen voraussichtlich besonders aufmerksam. Kein anderes EU-Land wurde so oft auf Basis dieses Vertrags verklagt. Aber Erneuerbaren-Investoren gehen auch gegen Deutschland vor.
Viel Kritik ernten die EU-Staaten für ihr Embargo gegen russisches Erdöl. Während es manchen nicht weit genug geht, fordern ostdeutsche Politiker eine regionale Ausnahme, um die Raffinerie in Schwedt zu schützen. Derweil verkündet Gazprom weitere Lieferstopps gegen EU-Mitgliedsstaaten.
Dass die Bundesregierung in einer Gasmangellage Kohlekraftwerke schneller zurück ans Netz holen will, um so den Gasverbrauch im Strommarkt zu reduzieren, dieses Ansinnen teilen die einschlägigen Verbände durchaus. Die nun eingereichten Stellungnahmen zum Gesetzentwurf offenbaren aber große Zweifel der Verbände daran, wie die Bundesregierug das umsetzen will.
Das Öl-Embargo gegen Russland kommt – aufgrund der Blockade Ungarns jedoch mit erheblichen Einschränkungen. Der EU-Ratspräsident spricht beim Gipfel in Brüssel dennoch von maximalem Druck auf den Kreml.
Flutkatastrophen können überall auftreten, durch den Klimawandel werden sie immer häufiger. Doch die Städte und Gemeinden sind dem nicht hilflos ausgeliefert, wie eine neue Studie zeigt. Die Autoren regen eine Agenda 2030 gegen Starkregen und urbane Sturzfluten an.
Der Kohleausstieg 2030 würde die Emissionen Deutschlands stark senken – besonders, wenn die Braunkohle zuerst vom Netz gehen würde. Eine Studie von Energy Brainpool im Auftrag von Green Planet Energy verspricht, dass die Versorgungssicherheit erhalten bleibe und trotzdem keine Dörfer mehr abgebaggert werden müssten.
Wie die EU den Anteil ihrer Ausgaben für den Klimaschutz berechnet, bezeichnen Naturschutzverbände schon länger als fingierte Buchhaltung. Jetzt liefert der Europäische Rechnungshof Beweise. Für die nächste Haushaltsperiode hofft er nicht auf Besserung.
Minerale sollen CO2 im Meerwasser binden. Die Methode könnte helfen, der Atmosphäre große Mengen Treibhausgas zu entziehen. Ob sie gut genug funktioniert und ob sie unerwünschte Nebenwirkungen hat, wird jetzt in Norwegen erforscht.
Auf dem EU-Gipfel wird heute weiter über ein Embargo auf russisches Öl verhandelt. Einem Kompromisspapier zufolge könnte dieses vorerst nur auf Öl verhängt werden, das per Schiff kommt. Pipeline-Öl würde somit ausgeklammert. Eine Einigung ist dennoch unsicher.
Fachminister:innen der sieben größten Industrieländer haben unter der Leitung von Robert Habeck und Steffi Lemke den Abschied von den fossilen Energien vorangetrieben. Außerdem verabschiedeten sie einen Stufenplan für die kohlenstofffreie Stahl- und Zementproduktion.
Falls Deutschland wegen des Konflikts mit Russland mehr Kohle verbrennen muss, könnte sie zu einem guten Teil aus Kolumbien kommen. Die Regierung in Bogotá prüft bereits eine Erhöhung der Ausfuhren nach Deutschland, doch der Kohleabbau in Kolumbien hat einen miserablen Ruf.
Die Energie-, Klima- und Umweltminister der G7 werden heute ihre Beschlüsse zum Kohleausstieg und zur Finanzierung der globalen Energiewende bekanntgeben. Die Erwartungen sind groß, die Differenzen auch.
Die Gefahr von Störungen in kritischen Infrastrukturen durch Cybersabotage wächst mit der Konfrontation zwischen Russland und dem Westen. Da kommt das neue 450-Megahertz-Funknetz zur autarken Steuerung des Energiesystems gerade recht. Doch bis es fertig ist, vergehen noch Jahre.
Die Bundesländer fordern entscheidende Änderungen am EEG-Entwurf. Sie warnen unter anderem, dass der geplante Tarifsplit bei der Förderung von Solar-Dachanlagen den Markt verzerre und die Ausbauziele gefährde. Die kommunale Beteiligung an Wind- und Solarparks müsse zur Pflicht werden. Die Regierung blockt die Einwände aber weitgehend ab.
Weniger Fischerei und Tourismus, ein Schutzstatus für den Kaiserpinguin: Dazu verhandeln die Staaten derzeit auf der Antarktis-Konferenz in Berlin. Es sind Schritte, um die Folgen des Klimawandels zumindest ansatzweise abzufedern. Forschende wollen auf der Konferenz vor allem verdeutlichen: Die Erhitzung der Antarktis ist für die ganze Welt fatal.
Die Bundesländer und etliche Wirtschaftsverbände fordern, die Emissionen bei der Produktion eines Offshore-Windpark als Zuschlagskriterium in den Ausschreibungen einzuführen. Davon würde neben dem Klima vor allem die lokale Zulieferindustrie profitieren.
Wettbewerbsökonom Justus Haucap hält nichts vom Tankrabatt. Im Background-Interview spricht er über die Folgen des russischen Krieges gegen die Ukraine für den Treibstoffmarkt, warum sich Öl- und Spritpreise entkoppeln und die Versäumnisse des Bundeskartellamts.
Die Bundesregierung will die Netzreserve erweitern und die Sicherheitsbereitschaft verlängern, um besser auf den Fall einer Gasnotlage vorbereitet zu sein. Per Verordnungsermächtigung kann sie Kohlekapazität dann ans Netz bringen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf gab das Wirtschaftsministerium am Dienstag in die Ressortabstimmung.
In den vergangenen Monaten sind deutsche Windenergie-Unternehmen gleich mehrfach Opfer von Cyberattacken geworden. Gibt es einen Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg? Und wie ist es um die Cybersicherheit in der Branche bestellt?
Seit März leiden die Menschen in Pakistan und Indien unter der Hitze. Laut offiziellen Angaben der Behörden sind bereits 90 Menschen im Zusammenhang mit der Hitze gestorben. Die Word Weather Attribution Initiative hat nun untersucht, welchen Einfluss der Klimawandel auf das extreme Wetter hat.
Für eine gelingende Klimapolitik braucht die EU Frankreich - was plant das Land in dem Bereich? Über Macrons Pläne für seine zweite Amtszeit und den Druck, der vom rechten und linken politischen Feld in der Umweltpolitik auf ihn ausgeübt wird.
Den Erneuerbaren-Anlagen soll Vorrang eingeräumt werden, da ist SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch ganz bei Wirtschaftsminister Habeck. Miersch unterstützt diesen auch bei seiner jetzigen LNG-Mission. Dass am Ende aber ausgerechnet LNG einen vorzeitigen Kohleausstieg ermöglichen könnte, sieht Miersch im Interview kritisch.