Der Energiewirtschaftsverband BDEW hat seine Erwartungen an die kommende Bundesregierung formuliert. Vor allem brauche es schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, um die Erneuerbaren stärker ausbauen zu können. Die EEG-Umlage sei bis 2026 sukzessive durch eine Haushaltsfinanzierung zu ersetzen.
In einem offener Brief zur laufenden Bewertung der nationalen Wiederaufbau- und Resilienzpläne durch die Kommission schlagen die Grünen im Europaparlament Alarm: Viele Mittel aus dem Corona-Aufbaufonds würden fälschlicherweise als klimafreundlich deklariert.
Die Regierungskoalition will die Grundlage für eine Co-Finanzierung von Erdgas- und Wasserstoffnetzen schaffen. Falls der bisher vertrauliche Einigungsentwurf offiziell wird und auf eine Quersubventionierung durch Gaskunden hinausläuft, ist mit Widerspruch nicht nur in Deutschland zu rechnen.
Bis deutlich über 300 Euro pro Tonne CO2 im nationalen Emissionshandel – wenn die Politik nicht schon jetzt graduell die Preise erhöht, könnte ab 2027 ein drastischer Anstieg drohen, warnt der Stadtwerke-Verband VKU und präsentiert dazu eine ausführliche Studie. Verbandschef Ingbert Liebing fordert, mit den Einnahmen vor allem die Stromkosten zu senken.
Eine Verknüpfung des Emissionshandels der EU mit dem von Großbritannien scheint vorerst vom Tisch. Bislang sind die beiden Systeme zwar sehr ähnlich – allerdings stehen auf beiden Seiten umfassende Nachschärfungen an.
Jeder Fördereuro der europäischen Agrarpolitik soll auf seine Klimarelevanz geprüft werden, fordert das EU-Parlament. Die Agrarminister lehnen das ab und beharren auf einer pauschalen Anrechnung, Das war einer der Gründe für das Scheitern des Trilogs vergangene Woche in Brüssel.
Die Atmosphäre war vor der Industrialisierung viermal stärker mit Aerosolen belastet, als bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Universität Harvard. Da die Klimamodelle bisher von niedrigeren Aerosolkonzentration ausgehen, hat die Erkenntnis Auswirkungen auf die aktuelle Klimaforschung.
Künftige Wasserstoffnetze sollen im Betrieb nicht streng von Gasnetzen getrennt werden, darüber sind sich die meisten EU-Mitgliedstaaten einig. Verhindern wollen sie aber eine Quersubventionierung, die am Ende Gaskunden belasten würde. Um das und mehr drehte sich eine Aussprache unter Leitung der EU-Kommission.
Aus 230 Wasserstoffprojekten hat der Bund 62 auserwählt, die insgesamt acht Milliarden Euro Fördermittel erhalten sollen. Dazu muss aber noch das EU-Beihilferecht geändert werden. Damit niemand leer ausgeht, macht der Wirtschaftsminister schon den nächsten Topf auf.
Nie zuvor hat ein Gericht einen Mineralölkonzern dazu verpflichtet, seine Emissionen derart zu reduzieren, wie am Mittwoch das Den Haager Bezirksgericht. Nun dürften viele ähnliche Klagen folgen – unter anderem im Italien. In Frankreich laufen bereits zwei ähnliche Prozesse.
Die neue Kabeltrasse „Nordlink“ verbindet das deutsche mit dem norwegischen Stromnetz. Für Deutschland ist der Nutzen klar: stetiger Grünstrom in wind- und sonnenarmen Zeiten. Norwegen seinerseits hofft auf mehr Versorgungssicherheit. Der Pegel in den Reservoirs seiner Wasserkraftwerke ist phasenweise bedenklich niedrig.
Die EU überarbeitet ihre Regeln für staatliche Energie- und Umweltbeihilfen. Ein erster Entwurf setzt vor allem auf Technologienoffenheit und will auch die Förderung fossiler Projekte zulassen. Bei den Erneuerbaren setzt die Kommission verstärkt auf Ausschreibungen.
Erstmals hat ein Team der Arizona State University systematisch untersucht, wann sich Korallen von Hitzewellen gut erholen und wann nicht. Neben der Temperatur spielen Dünger und Überfischung eine große Rolle.
Die sieben führenden Industrienationen wollen ausländische Kohlekraftwerke nur noch finanzieren, wenn das CO2 geologisch gespeichert wird. Die CCS-Technologie sei ein Eingeständnis an Japan, heißt es aus Regierungskreisen. Auch die EU-Staaten wollen das Speichern der Kohle-Emissionen finanziell fördern.
Immer mehr Menschen leiden unter den psychischen Folgen des Klimawandels. Dabei müssen die Betroffenen nicht unbedingt Katastrophenereignisse erlebt haben. In Deutschland sollte daher bereits jetzt ein vorausschauender Bedarfsplan entwickelt werden, fordern Wissenschaftler.
In einem wegweisenden Urteil ordnete ein Gericht in den Niederlanden am Mittwoch schärfere Klimaziele für den Ölriesen Shell bis 2030 an. Währenddessen war Exxon Mobil bei der Hauptversammlung mit Forderungen nach einem Einstieg in erneuerbare Energien konfrontiert. Und von zehn großen Ölkonzernen hat nur einer eine ausreichende Nettonullstrategie.
Ohne grünen Wasserstoff ist das Weltklima nicht zu retten. Doch wie soll er gespeichert und transportiert werden? Komprimiert oder verflüssigt, als Methanol, Ammoniak oder Trägermedium LOHC? Tagesspiegel Background gibt Antworten.
Deutschlands verschärftes Klimaziel hat die kaum ein Jahr alte Nationale Wasserstoffstrategie überholt, warnt die Stiftung Klimaneutralität. In ihrer „Wasserstoffstrategie 2.0“ fordert sie ein kompromissloses Förderregime. Andernfalls sei ein zügiger Markthochlauf des Energieträgers gefährdet. Tagesspiegel Background hat die Studie vorab ausgewertet.
Formulierungen, die den Weg zu minus 55 Prozent Emissionsminderung verlangsamen würden, haben es nicht in die Gipfelerklärung der EU-Staats- und Regierungschefs geschafft. Doch neue Beschlüsse gibt es auch nicht – die soll es erst geben, wenn die Kommission die entsprechenden Gesetzesvorschläge gemacht hat.
Mit zunehmend konkreten Forderungen mischen sich die Kirchen in Deutschland in die Klimaschutzdebatte ein. Außerdem setzen sie sich selbst Klimaziele, etwa für ihre Gebäude und Fahrzeugflotten. Das liegt nicht zuletzt an den „Christians for Future“. Sie machen Druck von innen, der bis in die CDU/CSU wirkt.
Zwei klimapolitische Großereignisse stehen diese Woche in Brüssel an: Die abschließenden Verhandlungen über die Gemeinsame Agrarpolitik und der EU-Gipfel zum Fit-für-55-Paket der EU-Kommission.
Er hat gemeinsam mit Kollegen das berühmte Hockeystick-Diagramm erstellt. Für diese Temperaturkurve, die ab der Industrialisierung steil in die Höhe zeigt, wurde Michael Mann massiv angefeindet. Seitdem ist er ein unermüdlicher Kommunikator von Erkenntnissen der Klimaforschung. Jetzt ist sein neues Buch auf Deutsch erschienen.
Der Klimawandel ist Hauptthema beim Gipfel der arktischen Anrainerstaaten. Im Umfeld der Gespräche wird deutlich, dass die Spannungen in der Region weiter zunehmen. Eine neue Studie zeigt, wie der Klimawandel mittlerweile auch zum Problem für Russlands Ambitionen im hohen Norden wird.
Der Präsident des Elektroindustrieverbandes ZVEI, Gunther Kegel, hält es für einen „traurigen Zustand“, dass erst ein Gericht die Regierung zum Handeln brachte. Jetzt erwartet er schnelle Fortschritte. Seine Industrie profitiert von der Elektrifizierung – trotzdem glaubt der CEO von Pepperl+Fuchs nicht, dass alle Technologierennen schon entschieden sind.
Noch ist ungewiss, welche Länder Deutschlands absehbar hohen Importbedarf an grünem Wasserstoff decken können. Der von der Bundesregierung und Industrie gebildete Vermittler „H2 Global“ soll dennoch möglichst bald mit Auktionen beginnen.
Die geplante Umstellung vieler Industrie- und Transportprozesse auf klimafreundlichen Wasserstoff (H2) verändert die Wirtschaftsstruktur. Für die östlichen Bundesländer wäre das eine gute Gelegenheit, verlorenen Boden gutzumachen. Drei Forschungsinstitute schlagen vor, wie sie es anpacken sollen.
Die Waldbrandsaison beendet in der Arktis normalerweise der Herbst. Sogenannte Zombiefeuer können allerdings unterirdisch unbemerkt den Winter überleben und flammen im Frühjahr wieder auf. Der Klimawandel dürfte dazu beitragen, dass sich diese Brände in Zukunft häufen.
Klimaneutralität als Nachhaltigkeitsziel liegt im Trend und lässt den Handel mit freiwilligen CO2-Kompensationen florieren. Sie aber bergen die Gefahr von Doppelzählungen und Greenwashing. Ein Leitfaden des WWF empfiehlt Unternehmen deshalb, ganz auf Offsets zu verzichten.
Sechs Monate vor der Weltklimakonferenz COP26 ist der US-Klimabeauftragte John Kerry nach Deutschland gereist, um über die Erreichung der Pariser Klimaziele zu sprechen. Die Welt stehe vor einer gewaltigen Herausforderung - Raum für Fossile sieht er in Zukunft trotzdem noch.
Das EU-Parlament bezieht heute Stellung zur Wasserstoffstrategie der Kommission und drückt sich ebenso vor einer Aussage zur Rolle der Kernenergie. Deren Ausschluss fordert eine fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe vergeblich. In Deutschland erreicht die Wasserstoffregulierung die heiße Phase.
Eine der einflussreichsten Energie-Institutionen zieht einen Schlussstrich unter die Ära von Öl, Gas und Kohle. Die Neupositionierung der IEA könnte Leitwirkung für die Weltklimakonferenz haben. Umweltministerin Schulze sieht sich im Ringen um ein schärferes Klimaschutzgesetz bestätigt.
Die Novelle der EU-Gebäudeeffizienzrichtlinie steht erst im Dezember an. Verschiedene Stakeholder laufen sich aber schon einmal warm, um Einfluss auf die Regulierung zu nehmen. Ein Bauen mit geringem CO2-Fußabdruck rückt dabei mehr und mehr in den Fokus.
Eine neue Studie führt deutsche Unternehmen als mögliche Profiteure von Zwangsarbeit in der Region Xinjiang in China auf. Dabei strebt die Solarindustrie in Europa eigentlich eine saubere Renaissance an. Vor allem ein chinesischer Hersteller von Silizium macht die Sache kompliziert.
Bahnbrechend Neues findet sich nicht im frisch beschlossenen Wahlprogramm der FDP. Neben dem Bekenntnis zum Pariser Abkommen und einem Ziel für negative Emissionen bringt die Partei mit einer „Klimadividende“ aber erstmals ein Instrument für den sozialen Ausgleich in ihr Programm ein.
Die Kalkulation der Braunkohle-Entschädigung ist von NGOs weitgehend offengelegt worden und zieht scharfe Kritik an der Höhe der Kompensationszahlungen für die Betreiber auf sich. Ob das Beihilfe-Verfahren in Brüssel davon beeinflusst wird, bleibt unklar.
Mit einer Grundsatzrede hat Klimakonferenzpräsident Alok Sharma seine Prioritäten für die COP 26 deutlich gemacht. Zentral ist die Forderung nach konkreten Minderungsplänen bis 2030. Die hätten allerdings längst vorliegen müssen. Der fast vollendete Kohleausstieg aber macht Großbritannien zu einem (beinahe) vorbildlichen Gastgeber.
Massenweise Munition auf dem Meeresboden behindert und verteuert den Bau von Windparks und das Legen von Kabeln und Pipelines. Lange wurde das Problem politisch wenig beachtet. Jetzt sollen Initiativen des Bundestags und des EU-Parlaments ein Großreinemachen anstoßen.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat per Verordnung erste Anforderungen an die Herstellung von grünem Wasserstoff definiert. Im Sinne eines schnellen Markthochlaus bleiben aber einige relevante Aspekte wie die Standortwahl offen. Ende 2023 sollen die Regeln angepasst werden.
Das Klimaschutzgesetz hat das Kabinett passiert. Doch noch steht aus, wie es umgesetzt werden soll. Erste Maßnahmen deutet die Regierung in einem „Klimapakt“ an – vor allem im Gebäudebereich könnte neue Dynamik aufkommen.
Die meisten Vermögensverwalter setzen auf nachhaltig ausgerichtete Anlageprodukte, so eine Umfrage, die Tagesspiegel Background vorliegt. Die EU-Offenlegungsverordnung verstärkt den Trend zu nachhaltigen Kapitalanlagen. Skeptiker befürchten allerdings Schönfärberei.
Im neuen Klimaschutzgesetz spielen natürliche CO2-Senken erstmals eine wichtige Rolle. Geologische Speicher kommen hingegen nicht vor. Dabei müsste es genau andersherum sein, meinen führende Wissenschaftler und die Agora-Stiftungen.
Das Klimaschutzgesetz soll heute nach einem Verfahren in Rekordzeit vom Kabinett beschlossen werden. Noch ist nicht alles fix – und es gibt Änderungen im Vergleich zum ersten Entwurf. So soll die öffentliche Beschaffung einen CO2-Preis berücksichtigen, Reduktionen wurden leicht nach hinten verlagert und die Sektorziele nach 2030 werden infrage gestellt.
Trotz des erreichten Klimaziels 2020 hat Deutschland sein CO2-Budget im Non-ETS Bereich überschritten. Erstmals wird es 22 Millionen CO2-Zertifikate aus dem Ausland kaufen müssen – nur der Preis ist völlig unbekannt.
Die natürlichen Grundwasserspeicher erholen sich seit einigen Jahren nicht mehr vollständig. Die klimabedingte „Dürrelast“ wird auch diesen Sommer in großen Teilen Deutschlands für Trockenheit sorgen, sagen Forscher. Wasserbetriebe richten sich auf ähnliche Zustände ein wie 2020 und 2019.
Bis Jahresende müssen die EU-Mitgliedsstaaten ihre Pläne für die europäische Agrarpolitik (GAP) bei der Kommission einreichen. Eine neue Studie analysiert die ersten Entwürfe – und fordert umfassende Nachbesserungen. Vor allem bei der Tierhaltung und dem Schutz der Moore.
Wie gute Kreislaufwirtschaft gehen könnte, hat die Circular Economy Inititiative Deutschland in einer Roadmap zusammengefasst. Richtig angegangen, könnten zirkuläre Geschäftsmodelle einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung der Klimaziele leisten, heißt es dort. Batterien von Elektroautos sind als lohnendes Objekt ausgemacht.
Erpressungs-Trojaner legten in den vergangenen Jahren unter anderem Computer von Privatleuten und Krankenhäusern lahm. Jetzt steht auch ein fast 9000 Kilometer langes Pipeline-Netz in den USA nach einem solchen Angriff still. Betroffen ist fast die Hälfte der Kraftstoff-Versorgung der Ostküste.
Mit einer Änderung im Bundesbergrecht ermöglicht der Gesetzgeber die Gewinnung des für die Energiewende so wichtigen Rohstoffs Lithium. Damit will sich Deutschland auch aus der Abhängigkeit von China befreien. Ausländische Beteiligungen an deutschen Produzenten kann der Bund künftig verhindern.
Gebäudeintegrierte Photovoltaik entwächst dem Experimentalstadium. Eigentlich steht ein riesiges Potenzial an Fassadenfläche für sie bereit. Aber von seiner Erschließung als Turbo des Erneuerbaren-Ausbaus ist Deutschland weit entfernt. Höhere Kosten sind nur eines von vielen Hindernissen.
Überraschend schnell hat das Bundesumweltministerium am Donnerstag einen Entwurf für die Novelle des Klimaschutzgesetzes vorgelegt und damit auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Klimagerechtigkeit reagiert. Schon kommenden Mittwoch soll das Gesetz im Kabinett behandelt werden.
Auf Druck einiger Mitgliedsstaaten will der EU-Rat das Förderverbot für fossile Energie-Infrastrukturen um fünf Jahre hinauszögern. Dagegen regt sich massiver Widerstand, unter anderem von der deutschen Bundesregierung.
Den menschlich verursachten Ausstoß des Klimagases Methan zu senken, wäre eine der billigsten und wirksamsten Strategien, um die Klimaerwärmung zu bremsen. Obendrein nützt es der Gesundheit und der Landwirtschaft, sagen Forscher. Mit seinem neuen Methanbericht nimmt das UN-Umweltprogramm Unep besonders die Öl- und Gasindustrie in die Pflicht.
Die Regierung hat sich auf neue Klimaziele ab 2030 geeinigt. Doch die Parteien sind uneins, mit welchen Instrumenten sie diese erreichen wollen. Davon hängt auch ab, was noch vorm Sommer umsetzbar ist.
Verbände und die Opposition im Bundestag wehren sich gegen eine Novelle des Atomgesetzes. Sie fürchten um die Klagerechte von Bürgern und einen negativen Einfluss auf die Endlagersuche, wie eine Anhörung im Umweltausschuss des Bundestags zeigte. Auch der Bundesrat stellt sich gegen den Entwurf.
Aktivisten kritisieren die deutsche Bundesbank als Klimasünderin und größte Bremserin im Rahmen der Europäischen Zentralbank. Bundesbankpräsident Jens Weidmann dagegen sieht vor allem die Politik gefordert.
Das Bundeskabinett hat eine Sustainable-Finance-Strategie beschlossen, um Deutschland zu einem führenden Standort für nachhaltige Finanzen auszubauen. Die 26 Maßnahmen sind jedoch längst nicht so ambitioniert wie die Empfehlungen des Beirats.
Das Bundesverfassungsgericht fordert Nachbesserungen am Klimaschutzgesetz der amtierenden Bundesregierung. Die Zahlen zum CO2-Budget zeigen, wie groß der Nachbesserungsbedarf ist.
Der Umbau des Energie- und Verkehrssystems wird die Nachfrage nach vielen mineralischen Rohstoffen explodieren lassen. Die Internationale Energieagentur schlägt Alarm: Politik und Wirtschaft sind darauf so schlecht vorbereitet, dass die Dekarbonisierung länger dauern und teurer werden könnte.
Der einflussreiche Vorsitzende des EU-Umweltausschusses und Macron-Vertraute Pascal Canfin hat eine Übersicht der 54 Gesetzesvorhaben aufstellen lassen, die den europäischen Green Deal umsetzen werden. Im Interview beschriebt er seine Position zu den wichtigsten Vorhaben im Bereich Energie und Klima.
Agri-Photovoltaik bedeutet energetische und landwirtschaftliche Flächennutzung zugleich. Solche Kombi-Solarparks könnten Konflikte zwischen Bauern und PV-Entwicklern entschärfen. Aber die vorgesehenen Ausschreibungen seien zu klein und falsch konstruiert, sagen Fachleute.
Berlin und Baden-Württemberg wollen die Mehrheit des Bundesrates für die Forderung gewinnen, dass an Ladesäulen der Preis pro Kilowattstunde Strom angegeben werden muss. Angesprochen ist damit die Bundesregierung. Die steuert immerhin auf eine Einigung über die Ladesäulenverordnung zu.
Die frühere Klimaneutralität, ein neuer CO2-Preis-Automatismus und Negativemissionen: Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil zum Klimagesetz einen regelrechten Wettstreit der Ideen losgetreten. Agora Energiewende hat umfassende Empfehlungen formuliert.
Die SPD plant, noch in dieser Woche Eckpunkte zur Novellierung des Klimaschutzgesetzes vorzulegen. Fraktionsvize Matthias Miersch spricht im Interview darüber, warum es vor allem auf den Ausbau der Erneuerbaren ankommt und mit welchen Versprechen seine Partei in den Wahlkampf geht.
In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben sich die Parteien auf ihre Regierungsprogramme geeinigt. Beide Länder wollen Vorreiter beim Klimaschutz werden und bis 2040 klimaneutral sein. Dazu soll der Ausbau der Erneuerbaren durch geringere Mindestabstände und gesetzliche Flächenzuweisungen vorangetrieben werden.
Mit Betriebskostenzuschüssen über einen Zeitraum von zehn Jahren will der Bund Klimaschutzinvestitionen der Industrie fördern. Die Eckpunkte für die neue Förderrichtlinie liegen nun vor. Das Geld fließt übergangsweise auch in die „Brückentechnologie“ Erdgas.
Zum Petersberger Klimadialog kommen diese Woche hochrangige Entscheider virtuell in Berlin zusammen. Umweltgruppen fordern, Angela Merkel solle hier ein Vermächtnis hinterlassen und starke Finanzierungszusagen für den Klimaschutz in Entwicklungsländern geben.