Auf dem Höhepunkt des Streits um Nord Stream 2 bringt der Bundeswirtschaftsminister eine Wasserstoffpartnerschaft mit Russland ins Spiel. Nach der Bundestagswahl will er die Verträge in Moskau unterzeichnen. Eine Absichtserklärung beider Seiten gibt es schon.
Im Klimaschutzgesetz fehlen CO2-Etappenziele über 2030 hinaus, kritisiert das Bundesverfassungsgericht. Bis Ende 2022 muss nachjustiert werden. Doch schon in diesem Jahrzehnt wird Deutschland seinen CO2-Ausstoß deutlich senken müssen, um spätere Generationen nicht ungerecht zu belasten.
Bisher galt die Regeneration des Amazonas-Regenwalds nach der Kolonisierung durch die Europäer als Ursache für die gesunkene CO2-Konzentration in der Atmosphäre im 17. Jahrhundert. Eine neue Studie widerlegt nun anhand einer Pollenanalyse diese gängige Erklärung.
Die Übertragungsnetzbetreiber kündigen mehrjährige Verzögerungen beim Leitungsbau an. Betroffen sind auch die Gleichstromtrassen. Für Wirtschaftsminister Altmaier ist die Verzögerung pikant, er hatte den Ausbau zur Chefsache gemacht. Für die neue Regierung wird der Erneuerbaren-Ausbau schwieriger.
Die EU-Kommission arbeitet an einer Novelle der Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien. Ihr Einsatz im Wärmebereich soll verpflichtend steigen. Auch die Industrie soll mehr Erneuerbare einsetzen – allerdings mit unverbindlichen Zielvorgaben.
Die Nachfrage nach Batteriezellen in Europa eröffnet Marktchancen auch für eine Lithiumgewinnung aus europäischen Bergwerken und Geothermiebohrungen. Die Projektentwickler hoffen auf europäische Nachhaltigkeitsanforderungen, welche die globale Konkurrenz überfordern.
Die Erdgasbranche fühlt sich zu Unrecht als Klimasünderin bedrängt. Zu ihrer Verteidigung bringen die Öl- und Gasfirmen ihr Know-how bei Geothermiebohrungen vor. Und sie empfehlen sich für die unterirdische Speicherung von CO2 – möglicherweise auch in Deutschland.
Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé steht unter Beobachtung wie kaum ein Konzern – Nachhaltigkeit und Klimaschutz stehen deshalb inzwischen ganz oben auf der Agenda des Vorstandschefs Ulf Mark Schneider. Schon bis 2030 sollen die CO2-Emissionen um die Hälfte fallen.
Im besten Fall könnten Bäume als natürliche Methanfilter genutzt werden. Im schlechtesten Fall ist der Methanausstoß sterbender Bäume ein weiterer, bisher unbeachteter Klimakippunkt. Warum immer mehr Forscher der Rolle von Bäumen im Methankreislauf der Erde auf der Spur sind und welche Fragen noch offen sind.
Die EU-Kommission hat in einem delegierten Rechtsakt die Strombezugskriterien für grünen Wasserstoff definiert. Ausgeförderte Post-EEG-Anlagen kommen demnach nicht als Lieferant in Frage. Brüssel verschenkt damit Potenzial für den Markthochlauf, so ein Experte.
Kaum steht das neue EU-Klimaziel für 2030, legen führende Klima-Thinktanks ein Szenario vor, mit dem Deutschland schon bis 2045 klimaneutral werden soll. Möglich werden soll das durch den Ausbau der Erneuerbaren, höhere Sanierungsraten und mit etwas Hilfe von Fleischersatzprodukten.
Das Bundeskabinett soll heute den deutschen Plan für das Corona-Hilfspaket der EU beschließen. Im Vergleich zu früheren Entwürfen sind einige Verbesserungen aus Klimaschutzperspektive enthalten. Strittig bleibt, ob es sich tatsächlich um einen großen Schub für die Energiewende handelt.
Mit bis zu sieben Gigawatt stellen Pumpspeicher Deutschlands größte Speicherkapazität für klimafreundliche Stromversorgung dar. Doch der Betrieb ist wirtschaftlich prekär, die Zukunft ungewiss. Helfen könnte ihnen, nicht mehr als Stromverbraucher eingestuft zu werden. Betreiber hoffen auf die Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes.
Zum Abschluss des internationalen Klimagipfels hat US-Präsident Joe Biden die Wachstums- und Beschäftigungschancen des Klimaschutzes hervorgehoben – Chancen vor allem für Industrieländer. Nichtregierungsorganisationen vermissen starke Finanzierungszusagen der USA und anderer reicher Länder für den globalen Süden.
Die EU-Staaten wollen viel mehr Holz verbrennen, um ihre Klimaziele zu erreichen. Die EU-Kommission findet das nachhaltig, doch Umweltschützer sind entsetzt. Sie fordern einen Vorrang für die stoffliche Nutzung und eine nachhaltige Waldwirtschaft.
Dezentrale, der Energiewende dienlich Strommarktkonzepte haben es schwer im deutschen Energierecht. Das zeigt das zwar bundesgeförderte, politisch aber eher gemiedene Projekt „Pebbles“ im Allgäu. Die Initiatoren, darunter Siemens, fordern einen Befreiungsschlag.
Beim Klimagipfel von US-Präsident Joe Biden machten die USA, Japan und Kanada neue Zusagen für den Klimaschutz. China will seinen Kohleverbrauch nach 2025 verringern. Sogar der Klimawandelleugner Jair Bolsonaro gab ein Versprechen ab.
Union und SPD haben sich doch noch darauf einigen können, das EEG in dieser Legislaturperiode erneut zu reformieren. Statt langfristiger Weichenstellungen wurden sowohl bei den Ausschreibungen für erneuerbare Energien als auch bei der EEG-Umlage kurzfristige Lösungen gewählt. Entsprechend deutlich ist die Kritik – selbst von den Sozialdemokraten.
Der EU-Erdbeobachtungsdienst Copernicus hat seinen jährlichen Bericht zum Klima und zu den Treibhausgasemissionen in Europa und der Arktis vorgestellt. Auch wenn in Europa extreme, lange Hitzewellen im vergangenen Jahr ausblieben, brachte 2020 weitere Wärmerekorde.
Für Saudi-Arabien und andere Nahost-Staaten werden Europa und Ostasien die wichtigsten Abnehmer von Wasserstoff. Deutschland erarbeitet sich mit Energiepartnerschaften, Technologie und Managern vor Ort eine gute Startposition im Wettbewerb um künftige Importmengen.
„Ich finde, da ist alles erlaubt“, sagt SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und stellt in Aussicht, große Stromleitungen in drei Jahren fertigzustellen. Windkraftwerke sollen Genehmigungen innerhalb von sechs Monaten erhalten. Beim europäischen Klimaschutz plädiert er für ein neues Handelssystem für Verkehr und Gebäude analog zum deutschen Emissionshandel.
Die isländische Projektgesellschaft „Carbfix“ gibt heute bekannt, ein Importterminal für CO2 aus Nordeuropa bauen zu wollen. 2030 könnten drei Millionen Tonnen Kohlendioxid jährlich auf der Vulkaninsel verpresst werden. Bei den momentanen Preisen im Emissionshandel werde ein Geschäftsmodell daraus.
Viele Zugeständnisse haben die Mitgliedsstaaten dem EU-Parlament in den Verhandlungen zum neuen EU-Klimaziel abgerungen. Am Ende blieb es bei 55 Prozent weniger CO2 bis 2030 und bei einem mündlichen Versprechen, das niemand so recht überprüfen kann.
Die EU-Kommission will mehr Geld in nachhaltige Investitionen lenken. Doch das Projekt ist zum Spielball von Lobbyinteressen geworden, strittige Themen wurden erst einmal ausgeklammert. Zum Ende des Jahres kommen sie wieder auf den Tisch.
Die EU-Kommission will von viel mehr Unternehmen verlangen, Nachhaltigkeitsrisiken für ihr Geschäft und die Gesellschaft transparent zu machen. Der erste Richtlinien-Entwurf liegt vor. Zivilgesellschaft und Investoren hatten zu dem Schritt gedrängt.
Die EU-Kommission hat einen Teil der EEG-Novelle bewilligt, die Anschlussförderung für alte Windmühlen. Die Genehmigung gilt aber nur für dieses Jahr und nicht für die geplanten Ausschreibungen. Kommende Woche soll die Bundesregierung zustimmen.
Ein neues Verhandlungsformat mit Europa, den USA und China könnte als weiterer Prozess neben der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen hilfreich sein, sagt der Klimaökonom Ottmar Edenhofer. Denn ohne China sei die Tür zum 1,5-Grad-Ziel verschlossen.
Das Filtern von CO2 aus der Luft gilt als teuer und wenig effizient – aber auch unerlässlich für Klimaneutralität bis 2050. Gerade nimmt das Geschäft mit den großen Filteranlagen Fahrt auf. Ob Direct Air Capture tatsächlich den CO2-Gehalt in der Atmosphäre senken wird, hängt auch von den richtigen Anreizen ab.
Die Klimaerwärmung und ihre Folgen dürften in der kommenden Regierung massiv an Bedeutung gewinnen – auch im Gesundheitsministerium. Ins Zentrum rückt damit nicht nur die Stärkung des Komplexes „Klima und Gesundheit“, sondern auch der Treibhausgasausstoß des Sektors an sich.
Das Projekt der EU-Taxonomie droht zu scheitern. Umweltverbände und Wissenschaftler:innen läuten die Alarmglocken. Sowohl Atomkraft als auch Erdgas könnten ihren Weg in das Rahmenwerk finden, und auch die geleakten Kriterien für Forstwirtschaft und Bioenergie werden scharf kritisiert.
Ein Entwurf der technischen Bewertungskriterien für die EU-Taxonomie sorgt für Irritation: Demnach hätte ein Teil des Stromnetzes aus dem Regelwerk ausgeschlossen werden sollen und als nicht klimaverträglich gegolten. Anscheinend geschah das unabsichtlich.
Die Krise der Windkraft erreicht ihren nächsten Tiefpunkt: Mangels genehmigter Projekte hat die Bundesnetzagentur die Auktionsmenge gekürzt. Abhilfe verspricht Umweltstaatssekretär Flasbarth: Nach anfänglichen Vorbehalten stimmt er einer Standardisierung der Artenschutz-Vorgaben per Bundesgesetz zu.
Der Entwurf einer Reform der Regeln für die unternehmerische Berichterstattung zur Nachhaltigkeit ist durchgesickert. Doch die Neuerungen der EU-Kommission reichen laut NGOs nicht aus, um Investoren angemessen zu informieren und Kapitalströme wirksam umzulenken.
Die USA sind zurück auf der Bühne der internationalen Klimapolitik. Vorläufiger Höhepunkt der neuen Strategie ist eine Vereinbarung mit China, in denen das gemeinsame Engagement für Klimaschutz in konkreten Maßnahmen beschrieben wird. Am Donnerstag folgt der Klimagipfel von Präsident Biden.
Erstmals hat ein unabhängiger Expertenrat für Klimafragen die Treibhausgasemissionen Deutschlands überprüft und bestätigt. Doch die Experten belassen es nicht dabei – sie üben Kritik an der unsicheren Datenlage und der Funktionsweise des Klimagesetzes.
Noch ist das weltgrößte Wasserkraftwerk nur ein Vorhaben, doch die Besorgnis darüber wächst: Der Staudamm, den China im Himalaya plant, hätte gigantische Dimensionen, das Kraftwerk darin gigantische Kraft. Das Projekt würde Tibet noch stärker verändern und die Spannungen mit Indien weiter verschärfen.
„Purpurner“ oder „gelber“ Wasserstoff aus Elektrolyseuren, die mit Atomstrom betrieben werden, ist für Deutschland keine Option. Für andere Länder in Europa schon. Auch für solche, mit denen Deutschland in Sachen Wasserstoff eng zusammenarbeiten will.
Der Bund fördert Energieforschungsprojekte wie das „Norddeutsche Reallabor“ mit enormen Summen. Besser wäre es, sie ausnahmsweise von regulatorischen Lasten wie Abgaben und Umlagen zu befreien. Doch das lässt das EU-Beihilferecht (noch) nicht zu.
Die Bedarfsprognosen für Erdgas klaffen weit auseinander. Es gilt als klimafreundlicher als Kohle, aber dennoch als zu klimaschädlich. Wie viel Erdgas-Infrastruktur sollte noch gebaut werden? Ein Autorenteam um die DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert hat eine klare Empfehlung.
Mit 100 Billionen Dollar im Rücken: Die UN-Finanzinitiative Principles for Responsible Investment (PRI) will sich in den nächsten drei Jahren verstärkt für ambitionierte Klimaziele und eine starke Regulierung einsetzen. Deutschland müsse seine Defizite angehen.
Heute kommt der Expertenrat für Klimafragen zusammen, um erstmals die deutsche Klimabilanz mitsamt Sektorzielen zu untersuchen. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes, erklärt im Interview, mit welchen Maßnahmen ein zukünftig noch höheres Klimaziel eingehalten werden könnte.
Von der Regulierung künftiger Wasserstoffnetze hängt ab, wer wie stark an diesem Zukunftsmarkt teilhaben kann. Die kommunalen Verteilnetzbetreiber sehen sich im entsprechenden Gesetzentwurf benachteiligt. Heute kommt es zur Aussprache im Wirtschaftsausschuss des Bundestags.
Die Vision eines europäischen Wasserstoffnetzes schweißt fast den ganzen Kontinent zusammen. Elf weitere Nationen, von Irland bis Griechenland, haben sich der Initiative angeschlossen. Derweil laufen auf EU-Ebene die Planungen für ein Wasserstoff-Rahmengesetz an.
Die Linke hat den Entwurf ihres Wahlprogramms überarbeitet. Nun wird Klimaneutralität bis 2035 statt 2040 angestrebt. Die erneuerbaren Energien sollen sehr schnell ausgebaut werden – eine Milliardenhilfe für Wasserstoff ist dagegen verschwunden und Importbeschränkungen wurden präzisiert.
Um internationale Konflikte und Ausweichmanöver auf Nicht-EU-Häfen zu vermeiden, ist der Schiffsverkehr bislang aus dem europäischen Emissionshandel ausgenommen. Doch das könnte sich bald ändern. Im Juni präsentiert die EU-Kommission ihre Pläne, wie sie die Seefahrt modernisieren will.
Der Solarflieger und Psychiater Bertrand Piccard hat 1000 technische Lösungen für den Klimaschutz gesammelt. Heute sollen sie veröffentlicht werden. Im Interview erklärt Piccard, wie er Politik und Wirtschaft dafür gewinnen will, die Technologien einzusetzen.
Die AfD bleibt in ihrem Wahlprogramm bei ihrer bisherigen Position – Klimaschutz lehnt sie rundheraus ab. Auf dem Parteitag am Wochenende wurde die Position sogar noch einmal nachgeschärft. Auch der Rechtsextreme Björn Höcke nutzt die Energiepolitik zur Profilierung.
Der energiepolitische Sprecher der Union im Bundestag, Joachim Pfeiffer, zieht sich von dieser Funktion zurück. Damit fällt der Grund für die Unterbrechung der Koalitionsverhandlungen zur EEG-Reform weg. Über die Nachfolgeregelung will die Union diese Woche sprechen. Die SPD hofft auf „Dynamik“, verweist aber auf weiter große inhaltliche Differenzen.
Eine Berechnung des Beratungsunternehmens ICIS zeigt, dass sehr hohe Preise notwendig wären, um alleine über dieses Signal die notwendigen EU-weiten Einsparungen in den Bereichen Verkehr, Gebäude und Kleinindustrie zu erzielen. Um Investitionen in die richtige Richtung zu lenken, könne staatliche Unterstützung der richtige Weg sein, meinen die Analysten.
Mit FDP-typischen Elementen wie Eigenverantwortung und Innovationskraft will die Partei auch im Kampf gegen den Klimawandel punkten. Im Entwurf des Wahlprogramms spielt der Emissionshandel eine zentrale Rolle. Die heimische Industrie soll vor Wettbewerbsverzerrungen geschützt werden.
Nach einer langen Vorbereitungsphase mit vielen Konsultationen wird im Juni der erste große Aufschlag für die Umsetzung des europäischen Greens Deals in konkrete Gesetze kommen. Ein Überblick.
Innerhalb der CDU/CSU hat sich eine Gruppierung formiert, die ein Ende der bisherigen Klimapolitik beider Parteien fordert. Der Verein stellt radikale Forderungen – Deutschland soll bis spätestens 2040 klimaneutral werden. Dabei soll die Wirtschaft im Mittelpunkt stehen.
Um das neue Klimaziel für 2030 zu erreichen, müsste der fossile Gasverbrauch der EU jedes Jahr um vier Prozent sinken, rechnet die EU-Kommission. Trotzdem investieren die Mitgliedsstaaten noch immer in neue Infrastruktur, um in Zukunft noch mehr Gas zu importieren. Spitzenreiter beim LNG-Ausbau bleibt Deutschland.
Weniger Fleisch und Milch, dafür mehr Gemüse – das hilft dem Klima, schreibt die Umweltorganisation WWF in einer Studie. Die Autoren haben berechnet, wie Ernährung den Klimawandel befeuert und wie sie sich ändern müsste.
Wie steht es zum Ende der Legislaturperiode um die rechtliche Architektur der Energiewende? Thorsten Müller, Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung Umweltenergierecht, zieht Bilanz. Er konstatiert Fortschritte durch neue Gesetze, aber auch Zögerlichkeit bei der Reform von EnWG und EEG. Das führe zu Konflikten, etwa bei Wasserstoff und Eigenversorgung.
Die Ökostrombranche wartet verzweifelt auf die Genehmigung des neuen EEG durch die EU-Kommission. Die schiebt den Schwarzen Peter nach Berlin weiter: Ein Grund für die Verzögerung sei, dass wichtige Infos der deutschen Behörden fehlen.
Nach dem Vorbild anderer EU-Staaten will Deutschland die Umstellung von Kohlekraftwerken auf Biomasse fördern. Eine Milliarde Euro, die dafür eingeplant sind, reichen aber wohl nur für eine Anlage. Wie nachhaltig die sein muss, legen EU-Kommission und Bundesregierung derzeit fest.
Der Klimawandel lässt das Eis der Barentssee schwinden. Paradoxerweise könnte es deshalb in Europa mehr schneien. Langfristig könnte der Klimawandel auch den westantarktischen Eisschild instabil machen. Wie warm das Meer dafür werden müsste, wurde jetzt erstmals modelliert.
Der Energie- und Klimafonds verbucht 2020 einen gewaltigen Rücklagenstau. Dass viel zu wenig Geld abfließt, liegt nur zum Teil an der Pandemie, aber auch an der nachträglichen Aufstockung des Fonds. Vor allem für Gebäudesanierungen steht in Zukunft mehr Geld zur Verfügung.
Erste Kompromissversuche, die gestoppten Gespräche zur EEG-Reform wieder in Gang zu bringen, sind gescheitert. Die Unionsfraktionsspitze will sich nicht illoyal zeigen, die SPD beharrt auf dem Abzug von Joachim Pfeiffer (CDU). Für beide Seiten steht einiges auf dem Spiel. Eine Übersicht des Verhandlungsstands.
Das Bundeskabinett hat die Carbon-Leakage-Verordnung verabschiedet. Darin finden sich zahlreiche Entlastung für Unternehmen, auf die das Wirtschaftsministerium gedrängt hatte. Wirtschafts- und Umweltvertreter sind dennoch unzufrieden.
Erdgas könnte unter strengen Auflagen in die EU-Taxonomie aufgenommen werden. Doch die gesetzten Grenzwerte seien viel zu streng, während Investoren zunehmend ihre Finanzierung verweigerten, klagt die Gasbranche. So werde der Umstieg auf grüne Gase nicht gelingen.
CDU-Chef Armin Laschet gibt zum Start der Bürgerbeteiligung ausführlich Einblick in die klimapolitische Agenda der Union. Grünen Wasserstoff rückt er in den Mittelpunkt und verspricht, Deutschland zum Standort Nummer eins zu machen. Zudem will er auf verstärkt auf Marktinstrumente setzen. Er warnt aber auch vor Übertreibungen beim Klimaschutz.
Die Klimainitiative von Vermögensverwaltern wächst rasant und vereint bereits ein Drittel der global gemanagten Vermögen. Die Initiative will die Branche wachrütteln, aktiv zur Klimaneutralität bis 2050 beizutragen.
Das System von Steuern, Abgaben und Umlagen auf den Strompreis muss dringend reformiert werden, schreibt der Bundesrechnungshof in einem am Dienstag erschienenen Bericht. Am besten sollten sie ganz durch einen entsprechend hohen CO2-Preis ersetzt werden.
EU-Kommission und Bundesregierung wollen Klimaschutzprojekte stärker fördern, wenn sie einen Zusatznutzen bieten für Mensch und Natur. Den „Green Bonus“ sollen auch Gaskraftwerke erhalten, wenn sie Wasserstoff-ready sind, zeigt die Stellungnahme des Bundes zur Reform der Beihilfleitlinien.