Die globalen CO2-Emissionen sind 2019 insgesamt nicht gestiegen. Grund dafür ist der Rückgang der Stromproduktion aus Kohlekraftwerken in den USA und der EU, wie die Internationale Energieagentur berichtet. Auch in Indien boomen die Erneuerbaren. Doch Sorgenkind bleibt der Verkehrssektor.
Die Elektrifizierung der Sektoren Verkehr, Gebäude und Industrie bietet großes Klimaschutzpotenzial – allerdings nur, wenn ausreichend Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Sonst könnte die Sektorkopplung zum Rückschlag werden, warnt eine neue Studie.
Bürgerbeteiligungen für mehr Demokratie – gerade beim Klimaschutz – verlangen die Aktivisten von Extinction Rebellion und das Bündnis German Zero. In Großbritannien und Frankreich tagen die Bürgerräte schon. Die Ergebnisse sind aber nur so gut wir ihre Umsetzung durch die Politik.
CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wirft das Handtuch. Sie vermochte es nicht, die Flügel in ihrer Partei zusammenzuführen. Das ideologisch aufgeladene Klimathema hatte seinen Anteil am innerparteilichen Bruch, wie ein Parteienforscher sagt. Der oder die Neue im Amt muss einen Ausgleich finden.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will Abgaben auf CO2-Importe an den EU-Grenzen erheben. Falls sie ernst macht, bekommt insbesondere der Energieexporteur Russland ein Problem. Davor hat Wladimir Putins offizieller Klimaberater die russischen Unternehmen gewarnt.
Nach dem Wahl-Fiasko in Thüringen ist von einem Bruch zwischen der CDU-Parteispitze und den Landesverbänden im Osten die Rede. Gilt er auch für die Energiepolitik? Einige ostdeutsche CDU-Abgeordneten zweifeln jedenfalls an den in Berlin gestrickten Plänen.
Cedrik Neike ist im Siemens-Vorstand zuständig für „Smart Infrastructure“ und den indischen Markt. Siemens drängt ins Geschäft mit grüner Energie, doch rüstet zugleich eine australische Kohlemine aus. Im Interview spricht Neike über die Unternehmensstrategie in Zeiten des Klimawandels.
Der Bundesrat hat umfangreiche Änderungsvorschläge für das Gebäudeenergiegesetz gemacht. Bei der Nutzung synthetischer Gase zeigt sich die Bundesregierung kompromissbereit. Doch nun beraten erst einmal die Bundestagsabgeordneten.
Eine konsequente Energiewende würde den Bedarf an Wasser in Deutschland stark verringern und damit Flüsse und Grundwasser schonen. Power-to-Gas-Anlagen und Speichersysteme bieten zudem erhebliches Synergiepotenzial für die Energie- und die Wasserwirtschaft, wie eine neue Studie zeigt.
Seit den 1990er Jahren werden die Strömungen in einem Großteil der Meere schneller – Klimamodelle hatten das Gegenteil projiziert. Doch zunehmende Winde sorgen bei drei Viertel der Meeresströmungen für eine Beschleunigung, hat ein Forscherteam ermittelt. Noch aber gelten die Ergebnisse als vorläufig.
Der Beirat der Bundesregierung für nachhaltige Finanzen stellt hohe Ansprüche an die Regulierung des Sektors und spart nicht mit Kritik am bisher Erreichten. Das geht aus dem Entwurf eines Zwischenberichts hervor, der Tagesspiegel Background vorliegt.
Die Deutsche Emissionshandelsstelle arbeitet mit Hochdruck daran, das neue CO2-Handelssystem im Verkehrs- und Wärmebereich aufzubauen. Welche Unternehmen müssen berichten? Wie werden Emissionsmengen erfasst? Insgesamt 14 Verordnungen sollen rasch Antworten liefern.
Wälder sollen in dem Ziel der EU, bis 2050 klimaneutral zu werden, eine wichtige Rolle spielen. Auf einer Konferenz der EU-Kommission diskutierten Experten und Politiker nun, wie eine Waldstrategie für Europa aussehen kann. Umweltschützer begrüßen das, doch sie warnen auch vor Fehlern beim Waldschutz.
Die Hauptversammlung von Siemens ist für Aktivisten die Gelegenheit, noch einmal gegen den Adani-Deal zu protestieren. Grundsätzlich geht es dabei um die nachhaltige Ausrichtung des Konzerns. Die Bindung der Vorstandsgehälter an den CO2-Ausstoß bei Siemens hat bisher nur eine kosmetische Funktion.
Finanzhäuser und Kreditinstitute haben hinsichtlich des Managements von Risiken des Klimawandels Nachholbedarf. Das zeigen zwei internationale Studien. Auch die Chancen von Klimaschutz werden noch zu wenig beachtet.
Arbeitsstopps in der Solarindustrie, geschlossene Kohleminen und ein sinkender Ölpreis – die Maßnahmen, die China gegen die Ausbreitung des Coronavirus getroffen hat, sind auch auf den globalen Energiemärkten spürbar. In Deutschland könnte sogar der Börsenstrompreis kurzfristig sinken.
Die EU-Kommission will eine Strategie für Künstliche Intelligenz aufsetzen. Dafür hat eine Expertengruppe einen Leitfaden für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz erarbeitet, den unter anderem der Energiekonzern EnBW getestet hat. Über die Ergebnisse hat Tagesspiegel Background mit dem Unternehmen gesprochen.
Während die Rolle von Erdgas auf dem Weg zu einem CO2-neutralen Energiesystem umstritten ist, schafft die Gaswirtschaft Fakten. Einer neuen Studie zufolge sind EU-weit Investitionen in Gasinfrastrukturen in Höhe von 117 Milliarden Euro geplant, ein dicker Batzen davon in Deutschland.
In Modellen des Weltklimarats spielt die Verbrennung von Biomasse in industriellen Prozessen mit anschließender CO2-Speicherung im Untergrund (BECCS) stets eine Rolle. Ein neuer Report warnt davor, die Methode zu überschätzen.
Die EU-Kommission bringt einen neuen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft heraus. Der jetzt bekannt gewordene Entwurf ist – wie der europäische Green Deal – eine Ideensammlung. Darauf sollen aber dutzende Gesetze folgen.
Großbritannien hat die EU verlassen. Bisher nimmt das Vereinigte Königreich am EU-Emissionshandel teil, und seine Energiewirtschaft ist eng mit der europäischen verflochten. Jetzt werden die Energie- und Klimabeziehungen neu ausgehandelt. Einige Trends zeichnen sich bereits ab. Eine Übersicht.
Mit der Verabschiedung des Kohleausstiegsgesetzes im Kabinett ist auch das Kapitel Kohlekommission abgeschlossen. Eine Umfrage von Tagesspiegel Background unter Ex-Mitgliedern zeigt: Wenngleich sie die Pläne der Bundesregierung kritisieren, bereut die Mehrheit ihr Engagement in dem Prozess nicht.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Entwurf für eine nationale Wasserstoffstrategie in die Ressortabstimmung gegeben. Er trägt die Handschrift der Union, die Wasserstoff zunächst in Raffinerien zum Einsatz bringen will. Dagegen hatte sich das Umweltministerium gesträubt.
Beim Bundesverband Erneuerbare Energie verteidigte der Wirtschaftsminister erneut die restriktive Windkraftpolitik der Bundesregierung. Doch er gab sich hoffnungsvoll, in der Koalition bald einen Kompromiss zu finden. Dann soll beim Wind und der Photovoltaik alles ganz schnell gehen.
Die niederländische Zentralbank DNB bringt die Finanzinstitute im Lande mit Klimastresstests auf Trab. Selbst hat sie sich zu verantwortlichem Investieren verpflichtet und will zu einer sozial nachhaltigen Wirtschaft beitragen. Andere Zentralbanken und Aufsichtsbehörden sollen sich ebenfalls engagieren.
Mit einem neuen Vorschlag zur Abstandsregelung will die Union die Windkraft noch stärker ausbremsen. Das CDU-geführte Wirtschaftsministerium hat seine Finger mit im Spiel. Doch das will der Koalitionspartner SPD „auf keinen Fall mitmachen“.
In Deutschland gilt die CO2-Speicherung im Untergrund als nahezu undurchführbar. Viele Projekte scheiterten am gesellschaftlichen Widerstand. Nun wirbt Norwegen um eine CO2-Speicherung unter der Nordsee, auch zugunsten der Produktion von blauem Wasserstoff. Eine Option für deutsche Unternehmen?
Die Grünen im Bundestag lehnen das Kohleausstiegsgesetz ab. Doch fundamentale Änderungen werden sie nicht durchdrücken können. Ihnen bleibt nur der Appell an die Regierungsfraktionen. Sonst wollen sie das Gesetz in einer möglichen schwarz-grünen Bundesregierung nachschärfen.
Das Gebäudeenergiegesetz wird heute in erster Lesung im Bundestag behandelt. Experten gewinnen ihm positive Seiten ab. Vor allem mit der Innovationsklausel könne das Gesetz Entwicklungen anstoßen. Um die Klimaziele zu erreichen, müsste es nun aber auch losgehen mit der energetischen Sanierung.
Die Union verzichtet offenbar auf eine allzu restriktive Mindestabstandsregelung für Windräder. Darauf deutet zumindest ein neues Konzeptpapier hin, das aber fraktionsintern noch nicht abgestimmt ist. Die CSU fordert derweil eine stärkere Senkung der EEG-Umlage, was der Windverband für ein „vergiftestes Angebot" hält.
Wenn in diesem Jahr erstmals Gebiete genannt werden, die als Standort für das Atommüll-Endlager infrage kommen, ist auch Streit zu erwarten. Der ehemalige Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) spricht im Interview über das aktuelle Auswahlverfahren und die Erfahrungen aus Gorleben.
Die Bundesregierung schließt eine Beteiligung am deutschen Netz von Tennet nicht aus. Bis Mitte 2020 würden die Niederländer verschiedene Optionen prüfen, etwa einen Teil-Verkauf an Privatinvestoren oder eine Zusammenarbeit mit dem deutschen Staat. Die KfW-Beteiligung an 50 Hertz wird der Bund momentan nicht los.
Die Dekarbonisierung soll bald auch den Industriesektor erreichen. Wie er bis 2050 klimaneutral werden könnte, umreißt die EU in einer neuen Strategie, deren Entwurf jetzt bekannt wurde. Besonders konkret ist das Paper aber nicht. Unklarheiten gibt es auch bei der damit zusammenhängenden CO2-Grenzsteuer.
Mit mehr als vier Milliarden Euro will die Bundesregierung die Braunkohlebetreiber RWE und Leag für das vorzeitige Ende von Kraftwerken und Tagebauen entschädigen. Doch die EU-Kommission hat ein gewichtiges Wort mitzureden.
Die Energiepartnerschaften, die Deutschland mit vielen Ländern aufgebaut hat, sind zu einem veritablen Instrument deutscher Energie-Außenpolitik und „Soft Power“ geworden. Nun untergräbt das Stocken der eigenen Energiewende Deutschlands Attraktivität und Glaubwürdigkeit.
Die Bundesregierung will die Risikotechnologie CCS auf Industriemissionen beschränken. Auf EU-Ebene stimmte sie hingegen für deren Einsatz auch in Kohle- und Gaskraftwerken. Das EU-Votum ebnet den Weg für Großprojekte mit deutscher Beteiligung zur CO2-Verpressung unter der Nordsee.
Erstmals seit dem Neustart der Endlagersuche wird es in diesem Jahr wieder ernst. Wenn im Herbst Gebiete genannt werden, die weiterhin als Standort für den Atommüll infrage kommen, sind Widerstände zu erwarten. Die Atomaufsicht arbeitet derzeit auch an einem Konzept für die Endlagerkonferenzen.
Die EU-Kommission wird diese Woche die bis dato eingegangenen Klimapläne der Mitgliedsstaaten veröffentlichen. Dabei setzt sie erstmals auf die Methode des „name and shame“ und entblößt somit Nachzügler wie Deutschland.
Das Forum Nachhaltige Geldanlage (FNG) zählt mittlerweile mehr als 170 Mitglieder, darunter Banken, Versicherungen, Ratingagenturen und Vermögensverwalter. Vorstandschef Volker Weber spricht im Interview mit Tagesspiegel Background über seine Erwartungen an die Regulierung und wen sich Deutschland zum Vorbild nehmen sollte.
Der Entwurf zum Kohleausstiegsgesetz soll bereits am Mittwoch im Bundeskabinett verabschiedet werden. Doch vor allem die Ausschreibungsbedingungen für Steinkohlekraftwerke rufen starken Widerstand hervor. Die Betreiber fühlen sich im Vergleich zu den Vereinbarungen für Braunkohlekraftwerke diskriminiert.
Klimaneutrale Gebäude gibt es nicht geschenkt. Sie müssen wahrscheinlich stark gefördert werden. Das legen Forderungen der Deutschen Umwelthilfe und des Deutschen Mieterbunds nahe. Auch die gesetzlichen Vorgaben müssten ambitionierter werden. Das gilt auch für Europa und den Green Deal.
Grönland will wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen und seine Abhängigkeit von Dänemark verringern. Im Interview erklärt Grönlands Industrie- und Energieminister Jess Svane, welche Rollen Wasser, Öl und der Klimawandel dabei spielen.
Der Energieversorger Orsted will in der deutschen Nordsee Windparks ohne staatliche Vergütung bauen. Jetzt kommt heraus, dass die Anlagen an das britische Stromnetz angeschlossen werden sollten. Wenn die deutsche Regulierung die Pläne nicht durchkreuzt und damit Kostenvorteile verschenkt hätte.
Damit der deutsche Kohleausstieg dem Klima wirklich nutzt, müssen mit der Abschaltung der Kraftwerke auch die Zertifikate im Europäischen Emissionshandel gelöscht werden. Das ist komplizierter, als man denken könnte. Die Regierung arbeitet noch an einer Lösung.
Seit langem stehen Konzernchefs in der Kritik für die klimaschädliche Wirkung ihrer Geschäfte. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos kritisieren sie nun selbst. Ihr Adressat ist die Politik, die endlich Tempo machen soll. Deutschland, Frankreich und der Finanzinvestor Blackrock versuchen es mit einer neuen Klima-Finanz-Partnerschaft.
Der Klimaschutz hat nächtliche Bahnreisen im Schlafwagen wieder populär gemacht, zumindest in Österreich. Die Bahngesellschaft ÖBB nahm jetzt mit staatlicher Hilfe ihre 27. Nachtverbindung in Betrieb, während die Deutsche Bahn einen Wiedereinstieg ablehnt. EU-Abgeordnete fordern von der Bundeskanzlerin einen Nachtzug nach Brüssel.
Steinkohlekraftwerke könnten schon ab 2024 ohne Stilllegungsprämie abgeschaltet werden, sofern die Ausschreibungen unterzeichnet sind, wie aus dem finalen Entwurf des Kohlegesetzes hervorgeht. Indes haben Ex-Mitglieder der Kohlekommission ihrem Unmut über die Braunkohlepläne der Bundesregierung Luft gemacht.
Die Bundesregierung will sich von Investitionen in fossile Brennstoffe verabschieden. Während dies auch zu den Themen des Weltwirtschaftsforums in Davos zählt, fehlen ihr Informationen über die Summe der klimaschädlichen Investments. Das zeigt die Antwort des Finanzministeriums an den Verein Bürgerbewegung Finanzwende.
Die Kritik von Umweltverbänden und Energieexperten an den Braunkohle-Plänen der Bundesregierung kann Holger Lösch nicht nachvollziehen. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie warnt davor, den Fahrplan wieder aufzumachen. Nachbesserung fordert er beim Thema Strompreiskompensation.
Für ihre Datenzentren haben Google, Amazon und Microsoft hohe Ansprüche: Der Strom muss grün sein. Doch zugleich helfen sie der Öl- und Gasbranche mit ihren Cloud-Dienstleistungen, die Förderung fossiler Energien zu intensivieren.
Der neue Szenariorahmen für die Stromnetzplanung räumt erstmals die Möglichkeit eines dauerhaften Engpasses in Nord-Süd-Richtung ein. Umstritten ist die Größe der Lücke und wie sie beseitigt werden soll. Pläne der Übertragungsnetzbetreiber für riesige Power-to-Gas-Anlagen lehnt der Regulierer ab.
Biokraftstoffe schienen lange abgeschrieben, doch jetzt schöpft die Branche neue Hoffnung: Um die Klimaziele für 2030 noch zu erreichen, könnte ihr Anteil im Verkehr kurzfristig hochgefahren werden. Das stellte die Energieökonomin Claudia Kemfert beim Fachkongress für erneuerbare Mobilität in Aussicht.
Um die Ziele des Abkommens von Paris zu erfüllen, müssen die Emissionen bis 2050 schnell sinken. Wie das gehen könnte, hat ein Team um die Soziologin Ilona Otto vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung ermittelt. Der beste der sechs sozioökonomischen Kipppunkte: Ein neues Anlagenverhalten im Finanzsektor.
Investiert die EU demnächst 29 Milliarden Euro in Stranded Assets im Gassektor? Davor warnt zumindest eine heute veröffentlichte Studie. Die Zahlen dürften die Fronten im Energieausschuss des Parlaments verhärten, wo diese Woche über eine umstrittene Liste von Förderprojekten abgestimmt wird.
Die Kritik von Energieexperten und Klimawissenschaftlern am Ausstiegsfahrplan für die Braunkohleverstromung reißt nicht ab. Sie warnen davor, dass die Abschaltung großer Kraftwerkskapazitäten verschleppt wird. Es besteht die Gefahr von Mehremissionen.
Die Internationale Energieagentur ist der Öl- und Gasbranche traditionell wohlgesonnen. Jetzt warnt sie, die Industrie bekomme riesige Probleme, wenn sie nicht rasch auf Klimaschutz umschalte. Die Unternehmen investieren weniger als ein Prozent ihrer Kapitalausgaben außerhalb des Kerngeschäfts.
Mit vier Milliarden Euro werden RWE und Leag für die Stilllegung von Braunkohlekraftwerken bis Ende 2029 entschädigt. Umweltverbände kritisieren den Beschluss der Bundesregierung mit Blick auf die Klimaschutzwirkung. Ihrer Meinung nach müsste nach 2022 viel mehr Kohlekapazität schneller vom Netz. RWE kündigt einen baldigen Stellenabbau an.
Die USA werden im Rahmen des neuen Handelsabkommens mit China große Mengen Öl und Gas in die Volksrepublik liefern. Im Gegenzug lässt Peking den Joint-Venture-Zwang für ausländische Investoren fallen und amerikanische Bohrfirmen ins Land. Es könnte die Blaupause sein für „TTIP light“.
Deutschland ist aus der Atomkraft noch gar nicht in Gänze ausgestiegen, da bringt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer einen späteren Wiedereinstieg ins Spiel. Die Opposition im Bundestag kritisiert das heftig und macht Gegenvorschläge.
Millionen Tiere verenden um das Jahr 2014 nach einer Hitzewelle im Meer vor der amerikanischen Pazifikküste. Ursache war eine schlechtere Planktonqualität, die sich auf die gesamte Nahrungskette auswirkte. Hinzu kam eine giftige Algenblüte, berichten Forscher vom Alaska Science Center in Anchorage.
Die Bundesregierung hat ihre Entscheidung über die Vergabe des Frequenzbereichs um 450 Megahertz vertagt. Sowohl Energiesektor als auch Sicherheitsbehörden beanspruchen die Frequenzen für ihren Datenverkehr. Das Verkehrsministerium hat die unterschiedlichen Kosten berechnen lassen.
Die Onshore-Windkraft stagniert, der Netzausbau stockt und das Erreichen der deutschen Klimaziele steht in Frage. Bewegung in die Sache bringen kann nach Ansicht der Wissenschaftsinitiative Esys ein Umbau der Energieregulierung. Auch zu anderen Energiewende-Problemen machen die Forscher Vorschläge.
Youtube arbeitet seit Jahren gegen Fakenews. Im Falle von Fehlinformationen zum Klimawandel allerdings noch nicht gut genug: Eine Studie von Avaaz zeigt, dass Klimawandelleugner-Videos durch den Empfehlungsalgorithmus millionenfach verbreitet werden. In diesen Videos laufen sogar Anzeigen von Umweltverbänden – ohne deren Wissen.
Der Strompreis ist für alle Deutsche in etwa gleich. Doch die politisch gewollte Einheit der Preiszone ist in Gefahr, weil der Netzausbau lahmt und die EU die Stromgrenzen öffnen will. Auf Druck Brüssels hat die Bundesregierung jetzt einen Rettungsplan vorgelegt.
Zwei Exekutiv-Vizepräsidenten stellten am Dienstag im EU-Parlament zwei Fonds zur Finanzierung des Green Deal vor. Abgeordnete kritisierten, dass die Mittel nicht ausreichten. Doch der eigentliche Konflikt wird sich demnächst um das CO2-Minderungsziel für 2030 drehen.
Der größte Finanzinvestor der Welt will Unternehmen in seinem Portfolio keine klimaschädlichen Geschäfte mehr durchgehen lassen. Blackrock-Boss Larry Fink droht ihnen in einem Brief mit Konsequenzen. Unter den Adressaten sind die Chefs der größten deutschen Konzerne.