Manche Verkehrsverbünde in Deutschland sortieren bald hunderte Varianten ihrer ÖPNV-Tickets aus. In welchen Regionen die Tarifsysteme für Busse und Bahnen wann einfacher werden – und wer warum noch abwartet.
Der chinesisch-schwedische Autobauer Polestar, eine Tochter von Volvo und Geely, gerät gleich mehrfach geopolitisch unter Druck. CEO Michael Lohscheller will auch in Europa produzieren und fordert im Background-Gespräch mehr Klarheit in der Politik. Die zweifelhafte politische Karriere von Tesla-Chef Elon Musk hat für Polestar einen schönen Nebeneffekt.
Das Bundesforschungsministerium stellt bis zu 25 Millionen Euro für die Batterieforschung bereit, damit keine Projekte gestoppt werden müssen. Das Kanzleramt betont auf dem Batterieforum die strategische Bedeutung der Branche für die neue Bundesregierung.
Die Klimaerwärmung bringt grönländisches Eis zum Schmelzen und eröffnet den Zugang zu kritischen Rohstoffen, die für grüne Technologien benötigt werden. Doch schnelle Abhilfe für Europas Rohstoffsicherheit bietet die Insel nicht.
Auf dem heute beginnenden Batterieforum ist die umweltfreundliche Natrium-Ionen-Batterie ein wichtiges Thema. Weltweit arbeiten Unternehmen an verschiedenen Serienanwendungen. Auch das Bundesforschungsministerium unterstützt die Technologie mit neuen Programmen.
Christiane Benner spricht im Background-Interview über ihr Verhältnis zu Friedrich Merz, die „brandgefährliche“ Debatte über die Abkehr vom Verbrenner-Aus und die Zukunft von Volkswagen. Um den E-Auto-Absatz anzukurbeln, brauche es eine Kaufprämie Käuferinnen und Käufer mit kleinen und mittleren Einkommen, fordert die IG-Metall-Chefin.
Seit 2021 arbeitet die Bundesregierung an besseren Möglichkeiten für Kommunen, Tempo 30 anzuordnen. Der Weg über StVG und StVO könnte im März mit dem Inkrafttreten der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift enden. Die Verbände bewerten den in die Anhörung gegebenen Entwurf tendenziell positiv.
Vor rund einem Jahr ist in Berlin ein Betrugssystem der Fahrdienste aufgeflogen. Daraufhin holte die Behörde Labo fast 2000 illegale Autos von den Straßen. Jetzt klagen Flottenbesitzer über „willkürliches“ Handeln des Labo. Sie fühlen sich unter Generalverdacht gestellt und warnen vor den Folgen für Bewohner und Touristen in der Hauptstadt.
Die Deutsche Bahn hat die Eckpunkte der Korridorsanierung auf der Strecke Berlin-Hamburg bekannt gegeben. Ein Punkt: Die DB hat in Teilen die feste Fahrbahn abgebaut und durch Schotter ersetzt. Durch die neunmonatige Sperrung und 200 Kilometer Umweg sehen sich die Güterbahnen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit bedroht.
Der Verkehrsminister zieht im Background-Interview Bilanz: Volker Wissing über sein Verhältnis zu seinen alten FDP-Parteifreunden, über Kaufprämien für E-Autos, einen Infrastrukturfonds, die Bahnsanierung, das Deutschlandticket und die Schwierigkeit, die Menschen vom Klimaschutz zu überzeugen.
Die angeschlagene deutsche Autoindustrie könnte einen Stimmungsaufheller gut gebrauchen. Doch mit der Amtseinführung von Donald Trump am kommenden Montag verdüstern sich die Aussichten der Branche noch weiter. Aber es bieten sich auch neue Chancen auf dem US-Markt.
Die Öl- und Gasförderung in Deutschland nimmt seit Jahren ab. Unternehmen und der Bund testen nun, ob sich ein Schwenk zur Lithiumgewinnung aus Tiefenwasser lohnt. Das Norddeutsche Becken, wo Exxonmobil einsteigen will, gilt als vielversprechend. Aber Eingriffe ins Erdreich bleiben politisch heikel.
Deutschland hätte laut EU-Recht schon längst gesetzliche Weichen beim Emissionshandel stellen müssen. Bliebe eine Novelle aus, ließen sich Treibhausgase im Seeverkehr nicht wie geplant bepreisen, warnt ein Berater im Bundestag. Die Energiebranche fordert für 2026 einen festen CO2-Preis in den Bereichen Straßenverkehr und Wärme.
Renault ist auf dem deutschen Markt auf der Strecke geblieben. 2024 sind die Verkäufe massiv eingebrochen, bei E-Autos um fast 70 Prozent. Deutschland-Chef Florian Kraft erläutert im Background-Interview, wie der französische Importeur mit neuen Elektroautos wieder Fahrt aufnehmen will und was er von der künftigen Bundesregierung erwartet.
Die niedersächsische Landeshauptstadt richtet als erste Kommune auf Basis der neuen Straßenverkehrsordnung längere Tempo-30-Abschnitte auf Hauptverkehrsstraßen ein. Und das, obwohl in Hannover inzwischen eine „Auto-Koalition“ regiert. Die erwartete Verwaltungsvorschrift zur StVO ist auf der Zielgeraden.
Wie nach jeder Bundestagswahl wird sich auch der Verkehrsausschuss verändern. Neue Verkehrspolitiker:innen quer durch die Parteienlandschaft stehen schon in den Startlöchern. Tagesspiegel Background stellt eine Auswahl vor – und was sie für den Verkehrsausschuss qualifiziert.
Der Jahreswechsel verlief für Wasserstoffzüge problematisch. Lieferengpässe bei Wasserstoff führten zu Verzögerungen. Komplikationen bei der Einführung neuer Technologien sind keine Überraschung für Experten, die Alternativen wie Hybrid-Batteriezüge bevorzugen. Doch es gibt auch Argumente für den Einsatz von Wasserstoffzügen.
Bis 2040 will die EU-Kommission die Emissionen um 90 Prozent senken. Doch anders als von Brüssel erwartet, dürften die Rückgänge bis dahin deutlich kleiner ausfallen. Das zeigt ein gemeinsamer Report vom Ecologic Institut und dem Öko-Institut. Die Forschenden machen Vorschläge, um die Lücke, etwa im Verkehrssektor zu schließen.
Der wissenschaftliche Beirat des Bundesverkehrsministeriums schlägt vor, die Bahnpolitik grundlegend zu reformieren: Das Eisenbahn-Bundesamt soll zulasten der Fachabteilungen des Ministeriums gestärkt werden. Das Trassenpreissystem soll auch der Systementwicklung dienen, Pönalen für Verspätungen die Vergütung der Manager senken.
Die Branche leidet unter dem THG-Quotenpreisverfall im Zuge der Betrugsfälle mit gefälschtem nachhaltigen Biodiesel. Der Bundestag könnte auf den letzten Metern nachbessern. Von einer neuen Bundesregierung erhoffen sich die Hersteller mehr Förderung.
Das Verwaltungsgericht Leipzig hat Mindestpreise für Mietwagen bestätigt, die zum Schutz des Taxigewerbes dienen. Die Stadt Leipzig musste jedoch die festgelegte Preishöhe anpassen, da sie über den Taxipreisen lag. Das Urteil könnte Signalwirkung für andere Städte haben. Uber und Bolt warnen indes vor voreiligen Schlüssen.
Die Deutsche Bahn hat die weitere Flottenmodernisierung verschoben. Der Milliardenauftrag für bis zu 95 neue Fernzüge wird vorerst nicht vergeben. Die nächste ICE-Generation wird wohl frühestens 2035 starten. Die Branche rätselt über die Gründe – dabei liegen einige Erklärungen recht nahe.
Trotz Wahlbetrug, Spyware gegen Aktivisten und fehlender Umweltanalysen macht Deutschland Lithium-Deals mit Serbien, um die heimische Autoindustrie zu versorgen. Bei seinem Besuch in dem Land sprach Kanzler Olaf Scholz mit keinem einzigen Kritiker des Mega-Projekts zum Lithium-Abbau.
Die nächste Bundesregierung sollte bei der Förderung der Umstellung auf E-Busse den Schwerpunkt auf die Ladeinfrastruktur legen, empfiehlt Henrik Falk. Der Chef der Berliner Verkehrsbetriebe erwartet von den Busherstellern deutliche Preissenkungen. Seine eigene Flotte will er nicht völlig auf Batterieantrieb umstellen.
Nach den Vorwürfen wegen sexueller Belästigung lassen die Grünen im Wahlkreis Pankow Stefan Gelbhaar durchfallen. Seine verkehrspolitische Bilanz fällt gemischt aus – zumindest in den eigenen Reihen. Mögliche Nachfolgerinnen und Nachfolger stehen in den Startlöchern.
Im Entwurf zum ersten Wahlprogramm des Bündnisses Sahra Wagenknecht geht es im Mobilitätskapitel viel um Autos. Mit einem „Volksleasing“ und einer Zukunft für den Verbrenner will das Bündnis bei den Wählerinnen und Wählern punkten.
Trotz Sanktionen verschifft Russland weiter Rohöl und Ölprodukte auf dem Seeweg. Die maroden Tanker der Schattenflotte sind nicht nur ein geopolitisches Problem, sie bedrohen auch die Umwelt. Der politische Handlungsdruck wächst, aber Kontrollen und Verbote sind schwierig.
Eine laute Minderheit in der EU will die CO2-Bepreisung im Straßenverkehr und beim Heizen hinauszögern. Doch ein späterer Start würde keine Probleme lösen, warnen Fachleute. Er würde den Klimaschutz zurückwerfen, zu Preisschocks führen und Investitionen hemmen. Stattdessen plädieren Expert:innen für soziale Vorkehrungen.
Die Bundesregierung will noch vor der Bundestagswahl den Betrug mit nachhaltigen Kraftstoffen eindämmen und die nationale Quote für E-Kerosin streichen. Die Luftverkehrswirtschaft freut sich. Doch ist unsicher, ob die Unionsfraktion im Bundestag den Änderungen eine Mehrheit verschafft.
Bei Bussen, Eisen- und Straßenbahnen läuft es unterschiedlich rund. Das zeigen neue Quartalszahlen des Statistischen Bundesamts zur Beförderungsleistung, die Tagesspiegel Background ausgewertet hat.
Volker Wissing ist wieder dabei. Schon am Montag reiste der Bundesverkehrsminister nach Las Vegas, um eine stattliche Zahl an Terminen auf der CES wahrzunehmen. Die Technik-Messe, die heute offiziell eröffnet wird, zählt für die Mobilitätsbranche zu den Pflichtterminen. Bei deutschen Autofirmen zeigt sich die Krise.
Nach der Bundestagswahl wird der Verkehrsausschuss anders aussehen. In der Unionsfraktion sind die Direktmandate entscheidend. In den anderen Fraktionen gibt es einige prominente Abgänge. Das Schicksal des Grünen-Abgeordneten Stefan Gelbhaar entscheidet sich morgen.
Die Fertigstellung des Infraplans verzögert sich weiter. Jetzt liegt zumindest ein erster Entwurf vor. Noch fehlen die Steuerungskennzahlen – und die Verknüpfung zwischen Maßnahmen und ihrer Finanzierung. Expert:innen fordern umfassende Verbesserungen.
Tiktok wird für die politische Kommunikation immer wichtiger, aber Beiträge zur Verkehrspolitik sind selten erfolgreich. Dabei müsste das nicht so sein. Gerade im anstehenden Winter-Wahlkampf bietet die Plattform viele Möglichkeiten, auch für komplexe Themen.
2025 soll die E-Mobilität in Europa Fahrt aufnehmen. Doch die Abhängigkeit von asiatischen Batterieherstellern wird hoch bleiben – auch bei neuen Technologien. Besser sieht es in der Nische aus, wie Porsche und Cellforce zeigen.
Im neuen Jahr gilt für den Flugverkehr eine verpflichtende Beimischungsquote für Sustainable Aviation Fuel (SAF), ansonsten drohen Bußgelder. Doch es klafft eine Lücke zwischen der schleppend anlaufenden SAF-Produktion und den künftig benötigten Mengen. Italien zeigt, wie der Produktionshochlauf funktioniert.
Das neue Jahr beginnt mit ungewissen politischen Perspektiven. In Berlin und Washington wechseln die Regierungen, in Brüssel ist eine neue EU-Kommission angetreten. Außerdem sind die Sektoren mit sich selbst beschäftigt. Wohin geht die Reise für die Bahn und den ÖPNV, für die Autobauer, den Luft- und Schiffsverkehr? Ein Überblick.
Über mangelnde Bewegung kann sich der Mobilitätssektor im ablaufenden Jahr 2024 nicht beklagen. Auch mit mancher Karriere ging es rasant nach oben – oder nach unten. Tagesspiegel Background stellt zusammen, wer in den vergangenen zwölf Monaten erfolgreich war oder scheiterte.
Zwei Schritte vor, drei Schritte zurück: So wirkt es häufig, wenn man die Fortschritte bei der Verkehrs- und Mobilitätswende begleitet. Bei den vielen negativen Nachrichten geraten Fortschritte – ja, die gibt es – schnell aus dem Blick. Die Background-Redaktion hat sechs Good News ausgesucht, die zum Jahresende versöhnlich stimmen.
Die EU will den Einfluss von Stadtwerken auf die Ladeinfrastruktur einschränken. Hierzulande soll Paragraf 7c des Energiewirtschaftsgesetzes verhindern, dass Stromnetzbetreiber auch Ladesäulen betreiben. Eine Übergangsfrist für kleine Stadtwerke läuft zum Jahresende aus. Einige wussten sich nur mit einem Notverkauf zu helfen.
Podcast, Buch, Doku-Serie, TV-Sendung und Newsletter: Das Background-Redaktionsteam hat fünf Medientipps zusammengestellt, mit denen sich die Feiertage auf ebenso unterhaltsame wie lehrreiche Weise verbringen lassen – nicht nur für Mobilitäts-Nerds.
Die Deutsche Bahn ringt um die Milliarden-Finanzierung zur Streckensanierung. Der Haushaltsausschuss und die Eigenkapitalerhöhung entscheiden über die Zukunft des Staatskonzerns. Verkehrsminister Volker Wissing fordert ein Ende der Blockadehaltung.
Die Deutsche Umwelthilfe hat Eurowings „Greenwashing“ vorgeworfen. Zu Recht, befand nun ein Gericht. Es ist nicht die erste Klage dieser Art gegen eine Airline. Auch Brüssel will eingreifen – und umweltbezogene Werbung bald strenger regulieren, um Verbraucher besser zu schützen.
Die Liberalen setzen verkehrspolitisch auf Technologiefreiheit, Wettbewerb, Markt und Innovation. Individuelle Mobilität dürfe durch staatliche Gängelung nicht eingeschränkt werden. Der Straße und dem Auto schenkt die FDP mehr Aufmerksamkeit als der Schiene und der Bahn.
Eine neue Studie für das Verkehrsministerium bescheinigt den rollenden Hotels gute Zukunftschancen. Mindestens jeder zehnte Reisende würde auf Flug oder Autofahrt verzichten, wenn das Angebot stimmt. Doch dafür bleibt noch viel zu tun.
Die Grünen fordern höhere Abgaben für Milliardäre, und Robert Habeck setzt sich neuerdings für Azubis ohne Führerschein ein. Doch der Verkehrsteil der Partei im Wahlprogrammentwurf bleibt weitgehend unkonkret. Verkehrsforscher Andreas Knie kritisiert die Bahnpolitik der Grünen als konventionell und nicht mehr zeitgemäß.
Ein Blick in die Wahlprogramme von CDU/CSU und SPD zeigt: Die Unterschiede in der Verkehrspolitik sind groß. Die Union lehnt ein Tempolimit und das Verbrenner-Aus ab. Bei der Bahn plant sie die Trennung von Netz und Betrieb. Die SPD ist anderer Meinung und verspricht 500 Euro Mobilitätsbudget für junge Menschen.
GM zieht sich aus dem Robotaxi-Geschäft zurück. Das autonome Fahren steht vor Herausforderungen. Während etablierte Hersteller auf Fahrerassistenzsysteme setzen, könnte generative KI den nächsten Innovationsschub bringen. Experten sehen Chancen für eine Aufholjagd in der zweiten Technologiewelle.
Sollte es nach der Bundestagswahl zu einer schwarz-grünen Koalition kommen, gäbe es große Differenzen in der Bahnpolitik. Die Union fordert die Trennung von Netz und Betrieb, die Grünen wollen das durch kleinere Reformschritte überflüssig machen. Auch beim Güterverkehr und der Finanzierung der Bahn haben die Parteien unterschiedliche Vorstellungen.
Nach dem überstürzten Ende der Kaufprämie vor einem Jahr wirft die Branche der Regierung einen Zick-zack-Kurs vor. Kurz vor der Wahl präsentiert der Wirtschaftsminister neue Förderideen. Die Zielgruppe: Menschen mit kleinem Einkommen. Die Umsetzung ist ungewiss.
Um die Wiedereinführung von Straßenbahnsystemen wird in vielen deutschen Städten intensiv gerungen. Die Tram-Projekte kommen deshalb unterschiedlich schnell voran. Wo könnten die Bahnen schon bald wieder fahren, und wer bremst?
Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit legt der Verkehrsminister noch einen langfristigen Flugplan für den Regelbetrieb von Drohnen und Lufttaxis in Deutschland vor. Die Industrie begrüßt das – und warnt davor, zu lange mit der Umsetzung zu warten.
Die Europäische Volkspartei als größte Fraktion im EU-Parlament will, dass Neuwagen mit Verbrennungsmotor auch nach 2035 in der EU zugelassen werden. Außerdem sollen Strafzahlungen für Autobauer verhindert werden, die die Ziele nicht erreichen. Grüne und SPD kritisieren die Forderungen scharf.
Der Bundesrechnungshof wirft der Leitungsebene des Verkehrsministeriums die Verschwendung von 87,5 Millionen Euro vor. Die Trassenpreisförderung sei zu teuer und habe einen geringen Klimaschutzeffekt. Der BRH fordert, Schadensersatzansprüche wegen fortgesetzter Verstöße gegen das Haushaltsrecht zu prüfen.
Die DB InfraGO hat die mit Spannung erwartete Veranstaltung zur Digitalisierung des Schienennetzes kurzfristig abgesagt. Nach dem Scheitern der Ampelregierung wackelt die Finanzplanung des krisengeschüttelten Staatskonzerns – nun soll erst einmal der Aufsichtsrat nächste Woche die neuen Prämissen klären.
Die Potenziale des Zufußgehens als nachhaltigste Verkehrsform werden nicht ausgeschöpft, findet der ADAC und lädt zur Diskussion. Neben der neuen Straßenverkehrsordnung soll die erste nationale Fußverkehrsstrategie die unterschätzte Fortbewegungsart fördern. Die Beteiligten erwarten, dass das Verkehrsministerium deutlich nachbessert.
Im Wahlprogramm der Linken hat Verkehrspolitik eine zentrale Bedeutung. Die Partei fordert einen Umbau der Autoindustrie hin zu mehr kollektiver Mobilität und plant umfangreiche Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr. Mit einer „konsequenten Mobilitätswende“ will sie zudem Industriejobs sichern.
Die Allianz pro Schiene, der VDB und die Index GmbH verstärken ihr Jobportal, um dem Fachkräftemangel in der Bahnbranche zu begegnen. Ziel ist es, Personal vor allem für technische Berufe zu gewinnen. Trotz des Stellenabbaus bei der DB bleibt der Bedarf hoch. Mit verstärkter Anwerbung von Frauen und internationalen Fachkräften will die Branche wachsen.
Sinkende Gütermengen, verfallende Infrastruktur und Antriebswende machen den Binnenschiffern zu schaffen. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden“, sagt Steffen Bauer von HGK Shipping. Europas größter Binnenschiffer erwartet ein politisches Signal, dass der Verkehrsträger noch gebraucht wird.
Teile der Autoindustrie fordern, die CO2-Grenzwerte zu verschieben und aufzuweichen. Sie warnen vor Milliardenstrafen und verweisen auf die schlechten Rahmenbedingungen für die E-Mobilität. Die Umweltverbände werfen den Herstellern vor, Verkäufe von E-Autos gezielt zu verschieben.
In Madrid werden Pakete mit der Metro ausgeliefert. In Hamburg testet ein Quartiersprojekt multimodale Logistik, um Emissionen zu reduzieren. Risikokapital fließt in innovative Lösungen für die letzte Meile, Routenoptimierung per KI und Drohneneinsatz. Praktiker und Forscher sehen einen Engpass: Personalmangel.
Rund um den Jahreswechsel will das Bundesverkehrsministerium das zentrale Steuerungsinstrument für die Schieneninfrastruktur vorlegen: den Infraplan. Bisher ist er nicht in Sicht. Background liegt aber eine umfangreiche Präsentation aus dem zuständigen Referat vor, aus der sich einiges ablesen lässt.
Die EU-Verkehrsminister wollen, dass ein Fahrverbot oder Führerscheinentzug in einem EU-Land künftig auch in allen anderen Mitgliedsstaaten gelten soll. Außerdem sind sie dafür, dass die Fluggastrechte vereinheitlicht werden. Verbraucherschützer üben Kritik.
Das Bundesumweltministerium bereitet eine neue Regelung für den Klimaschutz im Flugverkehr vor. Die Vorgaben für die Airlines würden damit weniger streng. Verabschieden kann die neue Bestimmung jedoch erst die nächste Bundesregierung.
Die Zerschlagung der DB Cargo habe begonnen, und das sei nur gerecht, weil die Deutsche Bahn gegen EU-Recht verstoßen habe. Diese Meinung wurde auf dem Kongress der Güterbahnen vertreten. Dort wurde auch skizziert, wie die Branche wettbewerbsfähiger gegenüber dem Lkw werden kann.
2030 sollen fahrerlose Fahrzeuge Alltag sein. Das hat sich das Bundesverkehrsministerium in der gestern veröffentlichten Strategie zum autonomen Fahren vorgenommen. Darin werden auch die noch zu nehmenden Hürden benannt.