Ein iranischer Internet-Dienstleister wird beschuldigt, an der Internetzensur beteiligt zu sein. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein Ableger in Deutschland. Dabei könnten auch Sanktionen umgangen werden, trotzdem hat bisher offenbar niemand ermittelt – obwohl konkrete Hinweise vorlagen und iranische Netzaktivisten seit Monaten Alarm schlagen.
Nach mehrjähriger Entwicklungszeit ist der Startschuss für den digitalen Lieferschein gefallen. Er soll Logistikern Zeit und Mühe sowie viele Tonnen Papier einsparen. 40 Unternehmen machen bereits mit, angesprochen werden sollen alle Industrien.
Der Anbieter von Kollaborationssoftware hofft zwar weiter auf die EU-Wettbewerbshüter. Doch in der Konkurrenz mit Microsoft setzt Slack nun vor allem auf einen einstigen Word-Konkurrenten.
Obwohl reichlich Mittel für die flächendeckende Versorgung mit Glasfaser vorhanden sein sollten, ist der Fördertopf nun leergeräumt. In diesem Jahr können Kommunen und Länder kein Geld mehr abholen. Der Bund sieht einen Erfolg darin, manche Länder ein Versagen.
EU und USA wollen digitalpolitisch mehr kooperieren, doch im Spannungsfeld zwischen Datenschutz und nationaler Sicherheit ist das nicht einfach. Nun kommt in Washington offenbar Bewegung in die Datenschutz-Debatte. Und auch mit Blick auf die nächste Tagung des Trade and Technology Councils zeigen sich beide Seiten optimistisch.
Nächstes Jahr soll die Beta-Version der Nationalen Bildungsplattform online gehen, bis 2025 will die Regierung das Projekt abschließen. Viele zentrale Fragen waren zuletzt jedoch noch offen. Einige davon hat das BMBF nun anlässlich einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke beantwortet. Dennoch bleibt einiges ungeklärt.
Eine deutsche Betreibergesellschaft soll die Unabhängigkeit einer Microsoft-Cloud für die deutsche Verwaltung garantieren. Obwohl SAP und Arvato weiter über Details verhandeln, ist der Aufbau in vollem Gange. Denn die Zeit läuft für Delos.
Wie soll die internationale Förderung von „Open Science“ mit leichterem Zugang zu Forschungsdaten verbessert werden? Das hat der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) in einem Fachbericht untersucht. Den wichtigsten deutschen Beitrag sieht das Gremium in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur.
Mit der gestrigen Präsentation der ersten Pilotprojekte des Sovereign Tech Funds nimmt die Open-Source-Förderung der Regierung konkrete Formen an. Und auch das Zentrum für digitale Souveränität (Zendis) könnte noch in diesem Jahr gegründet werden.
Im Bundestag debattierten gestern europäische Expert:innen für Technikfolgenabschätzung über die Resilienz von Kritischen Infrastrukturen und Best-Practices. Dabei zeigt sich: Es herrscht – trotz schwieriger Sicherheitslage – immer noch Nachholbedarf.
Nicht nur in der Verwaltung, auch in Kultureinrichtungen ist ein „digitales Mindset“ gefragt. Mit Bundesmitteln entstehen nun Open-Source-Lösungen, die Opern, Museen und Konzerthäusern in ganz Deutschland Inspiration liefern sollen. Doch digitale Lösungen sind nicht das einzige, was es braucht, um Kunst und Kultur gegenwärtig zu machen.
Die öffentliche Verwaltung leidet unter massivem Fachkräftemangel, besonders im IT-Bereich. Auf dem Land und in kleinen Kommunen ist die Lage besonders drastisch. Doch geringe Gehälter sind nicht das einzige Problem. Altbackene IT-Umgebungen und fehlende Entfaltungsmöglichkeiten schrecken junge Bewerber:innen ab.
Damit KI möglichst allen Menschen nutzen kann, müssen Projekte zum Gemeinwohl passend gefördert werden. Vorschläge dazu stellen heute die Autoren vom HIIG gemeinsam mit drei Bundesministerien bei einer Fachkonferenz vor. Um „Civic Coding" besser zu unterstützen, wollen auch die Ministerien noch enger zusammenarbeiten.
In dieser Woche will die Europäische Kommission ihre Arbeitsagenda für das kommende Jahr präsentieren. Dabei auch einige wenige Initiativen aus dem Digitalbereich. Die Kommission lugt etwa auf das Metaverse, will illegales Streaming angehen und frühzeitig die geplante Initiative zu kritischen Rohstoffen auf den Weg bringen.
Im Bundesamt für Kartografie und Geodäsie wird an einem digitalen Zwilling für die gesamte Bundesrepublik gearbeitet. Wie das Projekt aufgebaut ist, wo die Daten herkommen und wozu es eingesetzt werden könnte, erklärt BKG-Chef Paul Becker im Interview.
Nach dem Vorstoß der EU-Kommission, Tech-Unternehmen an den Kosten für das europäische Telekommunikationsnetz beteiligen zu wollen, hagelte es Kritik. Nun hat sich auch das Gremium Europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation (Gerek) positioniert und auf gegenseitige Abhängigkeiten hingewiesen.
Eine US-Amerikanerin hat das Generalsekretariat der ITU übernommen, Deutschland scheiterte – auch wegen Regionalproporz – mit seinem Kandidaten für das Standardisierungsbüro. Wie zerstritten die Mitgliedsländer der für Frequenzen, Standards und Entwicklung der Netze zuständigen UN-Organisation sind, zeigt die heute endende Vierjahreskonferenz in Bukarest.
Der Markt für Mobilitätsdaten entwickelt sich nicht wie erhofft: Die Fahrzeugbauer stellen immer noch zu wenige Daten zur Verfügung, außerdem sind sie nicht einheitlich. Die EU-Kommission will den Europäischen Mobilitätsdatenraum mit neuen Regeln anschieben.
Das neue Data Spaces Support Centre soll den Aufbau der geplanten europäischen Datenräume unterstützen. Als zentrale Schnittstelle soll es zudem dafür sorgen, dass die Data Spaces auch miteinander kompatibel sind. Dabei könnte vielleicht auch die ein oder andere religiöse Grundsatzdiskussion beendet werden.
Die Kinder und Jugendlichen in Deutschland verbringen seit den Pandemiejahren nicht nur mehr Zeit im Internet – sie machen dort auch deutlich häufiger negative Erfahrungen. Eine aktuelle Studie der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter weist vor allem bei verstörenden Inhalten und Mobbing deutliche Anstiege aus.
Einige Wochen vor Ende der OZG-Frist bleiben Kernfragen, wie es weitergeht, ungeklärt. Heute treten Bund und Länder erneut zu einer Sondersitzung zusammen, um zu diskutieren, wie die Finanzierung 2023 aussieht, was im OZG 2.0 stehen und wie die Fitko-Spitze besetzt werden soll.
Die Zahl der von Cybermobbing betroffenen Jugendlichen ist weiter hoch, wie eine aktuelle Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing in Zusammenarbeit mit der TK belegt. Die Schüler:innen können der psychischen Belastung meist nur schwer entkommen, weil die Ausgrenzung nicht auf das Schulumfeld beschränkt ist.
Das Kabinett hat gestern ihre 39-seitige Fachkräftestrategie beschlossen. Die Digitalisierung wird darin als Fluch und Segen zugleich gesehen.
Es geht voran bei der digitalen Verwaltung in Deutschland. Doch auch wenige Wochen vor Ende der Frist des Onlinezugangsgesetzes handelt es sich aus Bürger:innensicht eher um Ameisenschritte. Die Nutzungsraten stagnieren, dafür sind die Deutschen wieder zufriedener.
Der Rechtsrahmen für das autonome Fahren füllt sich: Deutschland war Pionier, die EU hat nachgezogen. Nun soll die überarbeitete Produkthaftungsrichtlinie auch KI umfassen. Kritik kommt aus der Autoindustrie.
Eigentlich trat EU-Innenkommissarin Ylva Johansson gestern vor die EU-Parlamentarier:innen, um für Klarheit und Beschwichtigung rund um das umstrittene Kinderrechtspaket zu sorgen. Stattdessen blieben wesentliche Fragen zur „Chatkontrolle“ unbeantwortet, zudem verstrickte sich Johansson in unpassenden Vergleichen.
Es scheint Gewissheit zu werden: Arne Schönbohm muss seinen Posten als BSI-Präsident räumen. Gegenüber Tagesspiegel Background hieß es aus Regierungskreisen, es solle ein zeitnaher Wechsel erfolgen. Ein Überblick der Geschehnisse.
In der frühkindlichen Bildung spielt Medienerziehung bislang kaum eine Rolle. Warum sich das ändern muss, und wie das gelingen kann – damit haben sich Expert:innen der Stiftung Digitale Chancen und der Stiftung Ravensburger Verlag befasst. Heute stellen sie die Ergebnisse ihrer viereinhalbjährigen Forschungsarbeit vor.
Beim digitalen Bauen hinkt Deutschland anderen Ländern hinterher. Mit einem neuen Portal will die Bundesregierung den Datenaustausch beim Building Information Modeling (BIM) ermöglichen. Bis 2025 soll es Standard bei Infrastrukturprojekten werden.
Heute veröffentlicht eine von Destatis eingesetzte Expert:innengruppe ihre Empfehlungen für ein Dateninstitut. Mitglied Georges-Simon Ulrich, Chef der Schweizer Statistikbehörde, plädiert für ein starkes Bundesamt für Statistik als Datentreuhänder. Warum auch Deutschland von diesem Ansatz profitieren würde, erklärt er im Interview.
In der Bundesregierung beschäftigen sich viele verschiedene Häuser mit der Zukunft und der strategischen Vorausschau. Eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion zeigt jedoch: Ein Gesamtkonzept soll es nicht geben.
Nach diversen Verzögerungen hat US-Präsident Biden den Weg für ein neues EU-US-Datentransferabkommen frei gemacht. Die Zugriffsrechte von Nachrichtendiensten sollen eingeschränkt werden, EU-Bürger sollen Beschwerdemöglichkeiten bekommen. Reicht das dem EuGH? Während die EU-Kommission sich zuversichtlich gibt, bereitet Max Schrems schon die Klage vor.
Zwei Tage, zwei Transparenzgesetze: Gestern legte ein Bündnis aus der Zivilgesellschaft einen Entwurf für ein bundesweites Transparenzgesetz vor, heute wird Stefan Brink einen Vorschlag für Baden-Württemberg vorstellen.
Iran reagiert mit digitalen Sperrstunden auf die Proteste und ist seinem Ziel eines möglichst abgeschotteten Internets näher gekommen. Neue Daten ermöglichen einen Blick auf einige Zahnräder des digitalen Unterdrückungssystems im Iran.
Reparieren statt wegwerfen – das hat bei Verbrauchern in Deutschland bei Tech-Produkten bisher keinen hohen Stellenwert. Was die Politik dagegen tun kann, zeigt ein Bericht des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen. Die Zeit drängt, denn aktuell werden in Brüssel mit der Überarbeitung der Ökodesign-Richtlinie und dem Warenkaufrecht die Weichen gestellt.
Aufwändig gestaltete Webseiten, die deutsche Nachrichtenportale imitieren, bilden den Kern einer massiven Desinformationskampagne, die per Forensik russischen Quellen zugeordnet werden konnte. In einem Bericht untersucht eine NGO, warum viele der Seiten auch heute noch online sind und welche Strategie Moskau damit verfolgt.
Das Warten auf die Vorlage aus Washington für ein neues EU-US-Datentransferabkommen dürfte bald ein Ende haben, doch bis zum Jahreswechsel wird der Vertrag nicht in Kraft treten. Dann werden allerdings viele Datenübertragungen illegal – eine neue Situation, auf die sich die zuständigen Behörden bereits vorbereiten.
Geraten Kund:innen in den Konflikt mit Onlinehändlern, zögern sie oft, den geringen Streitwert einzuklagen. Die EU-Kommission steuert mit alternativen, digitalen Wegen zur Streitbeilegung gegen. Doch ein Update ist dringend nötig.
Die Stiftung Mercator fördert analog zu den Denkfabriken zur Energie- und Verkehrswende nun auch die Gründungsphase einer Agora digitale Transformation. Stefan Heumann zieht sich bei der Stiftung Neue Verantwortung aus der operativen Verantwortung zurück und wird zum 1. Januar ihr Leiter. Kann die neue Organisation die digitalpolitische Debatte ankurbeln?
Viel Wirbel um nichts? Nach monatelangem Hickhack könnte die Übernahme von Twitter durch Elon Musk doch noch zustande kommen. Kurz vor einem Gerichtsprozess gibt der Tesla-Chef überraschend klein bei und erneuert sein Angebot – zum ursprünglich vereinbarten Kaufpreis.
Die OECD geht kritisch und detailreich mit Deutschlands bisherigen Ansätzen der Innovationspolitik ins Gericht. Dabei könnte Deutschland eigentlich in diesem Feld eine Führungsrolle übernehmen, denkt die Pariser Industriestaatenorganisation – wenn die Regierung in ihrer kommenden Zukunftsstrategie umsteuert.
Heute veranstaltet die Bundesagentur für Arbeit den zweiten Human Friendly Automation Day. Es geht um die Frage, wie KI-basierte Automatisierung in der Wirtschaft zugunsten der Beschäftigten ausgestaltet werden kann. Die Agentur selbst will mit gutem Beispiel vorangehen und stellt eigene Projekte vor.
Der Bankensektor sucht nach einer neuen digitalen Identifikationslösung für sein Onlinegeschäft. Dabei kristallisiert sich eine Lösung immer mehr heraus, mit der die Branche bisher gefremdelt hat: Die Onlineausweisfunktion des elektronischen Personalausweises.
Beim Umgang mit Daten wünscht sich Marianne Janik in Deutschland einen risikobasierten Ansatz. Im Interview spricht die Microsoft-Deutschland-Chefin über die Einschränkungen souveräner Clouds, ein Schiebereglermodell für die öffentliche Hand und den Bedarf nach neuen Standards in der IT.
Heute wird nach zweijähriger Arbeit die „Digital Reset“-Studie vorgestellt, bei „Bits & Bäume“ soll sie als inhaltlicher Impuls dienen. Die Autor:innen fordern nicht weniger als einen Neustart der Digitalisierung – und skizzieren für verschiedene Bereiche Transfromationspfade in Richtung des 1,5-Grad-Ziels.
Heute abend startet die zweite „Bits & Bäume“-Konferenz. Wer kommt? Welche Gesetze werden besprochen oder neu entworfen? Welche Ideen für eine nachhaltigere Bildung und besseren Verkehr werden vorgestellt? Ein Überblick.
Schleswig-Holstein will mit seiner Landesdatenstrategie eine „Datenbereitstellungsoffensive“ in Gang setzen. Der Digitalminister und Chef der Staatskanzlei, Dirk Schrödter (CDU), setzt auf eine veränderte Ausbildung, ein Datenkompetenzzentrum und ein neues Mindset in der Verwaltung.
Heute wird das neue KI-Spitzenzentrum Lamarr bei Bonn feierlich eröffnet. Dort sollen große KI-Modelle wertebasiert erforscht und entwickelt werden.
Mit zwei gestern vorgestellten Gesetzesinitiativen will die EU-Kommission das System der Produkthaftung auf die Höhe der Zeit bringen, vor allem Tech-Produkte sollen eingebunden werden. Doch die Schaffung eines konsistenten Rechtsrahmens ist kompliziert. Und aus dem EU-Parlament kommt bereits deutliche Kritik.
Nach dem Inkrafttreten des Gesetzes zum autonomen Fahren wollen private Anbieter und Verkehrsunternehmen auf dem Robotaxi-Markt Fuß fassen. Ein Mobilitätsforscher ist skeptisch. Etablierten Konzernen räumt er kaum Chancen ein.
Mit der gestern vorgestellten Neuauflage der Nationalen Weiterbildungsstrategie sollen die digitale Weiterbildung gestärkt und Zugänge zu Beratung, Förderung und Angeboten erleichtert werden. BMAS und BMBF stellen dafür, zum Teil neue, Ideen vor.
Die Digitalisierung der Verwaltungsregister muss zeitnah umgesetzt werden – darin sind sich die Regierungsparteien einig. Doch Grüne und FDP sehen ebenso wie Datenschutzrechtler:innen in der Steuer-ID als zentrale Personenkennziffer einen Verfassungsverstoß. Am Bundesverfassungsgericht wollen trotzdem nicht alle klagen.
Heute stellt die Initiative D21 eine Studie vor, in der die Entwicklung der Schuldigitalisierung aus Elternsicht analysiert wird. Mit dabei sind auch BMBF und KMK. Die Ergebnisse zeigen, dass vielerorts wichtige Grundvoraussetzungen, um die Lernenden auf ein Leben im digitalen Zeitalter vorzubereiten, nicht erfüllt sind. Das Wichtigste vorab.
Das von Hessen und Rheinland-Pfalz entwickelte Breitbandportal soll den Glasfaserausbau vorantreiben. Noch ist der digitale Antrag nur in wenigen Pilotkommunen verfügbar. Doch das soll sich schon bald ändern, sagt Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus.
Eine teure interne Software beim Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung sorgt für Unmut. Dazu kommen die Mitarbeiter:innen der Behörde, die zumindest bei der Einführung vor einigen Jahren große Probleme mit dem System hatten. Einen Wechsel zu einer anderen Software soll es aber nicht geben.
Heute findet die öffentliche Anhörung zum AI Act der EU im Digitalausschuss statt. Acht Expert:innen beziehen zum aktuellen Entwurf Stellung. Die meisten kritisieren die zugrundeliegende KI-Definition: Sie sei zu allgemein gehalten. Auch Diskriminierung sei weiterhin möglich.
Dokumente des EU-Rats geben Einblick in dessen Verhandlungen zur geplanten Richtlinie zu Plattformarbeit: Einige EU-Staaten wollen nicht, dass die Union überhaupt aktiv wird, andere interessiert die Finanzierung. Die nächsten Schritte werden heute und morgen diskutiert - bis Ende des Jahres soll ein Entwurf fertig sein.
Seit Monaten gibt es Streit in der EU um die Zertifizierung von Cloud-Diensten. Sollen Anbieter aus Drittstaaten sich als besonders sicher bescheinigen lassen können? Und: Werden hier nicht geopolitische Ziele mit ausgehandelt, wo es eigentlich nur um technische Aspekte gehen sollte? Deutschland fordert von der EU-Kommission nun eine breitere Debatte.
Mit dreiwöchiger Verspätung reicht die Bundesregierung in Brüssel doch noch eine Stellungnahme zur Kompromissvorlage für den AI Act ein. Die Änderungsvorschläge sind detailliert und teilweise grundsätzlich, beziehen sich jedoch nur auf einen kleinen Teil der geplanten Verordnung.
Der Bundesdatenschutzbeauftragte spricht sich für harmonisierte, kompatiblere Gesetzgebung in Bund und Ländern aus. Das könne Forschungsvorhaben erleichtern. Auch müsse bei neuen Lösungen nicht alles neu erfunden werden, kritisierte Ulrich Kelber. Auch habe Deutschland die nationalen Möglichkeiten der DSGVO bisher gar nicht genutzt.
Das Projekt Manufacturing-X soll die Lieferketten der Industrie digitalisieren und einen Datenraum für die Industrie 4.0 realisieren. Die Ambitionen der Initiative sind hoch, die Unterstützung dafür auch. Allerdings fehlt noch ein dreistelliger Millionenbetrag.
Bei mehreren IT-Projekten von BMI und BMF läuft es nicht rund. Die Modernisierung des IT-Systems zur Umsatzsteuerkontrolle bezeichnet der Bundesrechnungshof schon als gescheitert – auch beim OZG-Dashboard und der IT-Konsolidierung herrscht Unzufriedenheit. Heute tagt dazu der Rechnungsprüfungsausschuss.
Mit dem OZG-Booster sollten zumindest einige wichtige Leistungen noch in diesem Jahr flächendeckend digitalisiert werden. Doch auch das klappt nicht. Heute treffen sich Bund und Länder, um zu klären, was 2022 noch geschafft werden kann.
Die Publikationsliste der Bewerber allein reicht nicht aus, um Tech-Professuren sinnvoll zu besetzen. Deshalb hat der Forschungsbeirat der Plattform Industrie 4.0 eine neue Metrik entwickelt, die zahlreiche Indikatoren enthält und bei der Informationsbeschaffung auf KI setzt. Heute werden die Ergebnisse des Forschungsprojekts vorgestellt.
Ab Oktober sollen über die souveräne Medizindatenplattform Honic erste Forschungsprojekte starten. Den Gründer:innen helfen Cloud-Technologien und die DSGVO, um tagesaktuell Versorgungsdaten zusammenführen zu können. Sie sehen in ihrem Geschäftsmodell vor allem eine Konkurrenz auf deutschem Boden zu Anbietern aus den USA oder China.
Israel orientiert sich bei der Wahl eines festen Standards zum Austausch von Gesundheitsdaten an den USA. Damit sind zwei Innovationstreiber auf einer Wellenlänge. Der Europäische Gesundheitsdatenraum hat währenddessen Potential, aber beantwortet zentrale Fragen nicht.