Pharma Deutschland setzt seine Neustrukturierung konsequent fort und hat nun einen ersten Landesverband gegründet. Ab 1. September wird zudem die Leiterin der Abteilung Arzneimittel beim Gemeinsamen Bundesausschus, Antje Behring, zu Pharma Deutschland stoßen und dort die Abteilung Gesundheitsversorgung verstärken.
Radiolog:innen hantieren täglich mit jeder Menge medizinischer Bilddaten. Um sie dabei zu entlasten, bieten diverse Unternehmen KI-basierte Tools für den Bildgebungsbereich an oder wollen andere privatwirtschaftliche Akteure dabei unterstützen, diese selbst zu entwickeln. Siemens Healthineers und Bayer schreiten dabei voran.
Lange Wartezeiten für Therapien, Drehtür-Patienten und überdurchschnittliche Liegezeiten: Psychiatrie und psychotherapeutische Versorgung sehen sich seit Jahren den immergleichen strukturellen Problemen ausgesetzt. Die Psychiaterin und Grünen-Gesundheitspolitikerin Kirsten Kappert-Gonther spricht im Interview über nötige Reformmaßnahmen.
Die negativen Folgen der Gesundheitspolitik von Karl Lauterbach und seinem Vorgänger Jens Spahn erreichen immer mehr Bürger. Nachdem große Kassen wie Barmer, AOK Nordost und Knappschaft ihren Versicherten schon im Januar Erhöhungen um bis zu 0,8 Prozentpunkte zugemutet hatten, erleben nun auch immer mehr BKK- und IKK-Mitglieder einen Beitragsschock.
Die Sozialversicherungsbeiträge werden 2025 aller Voraussicht nach weiter steigen. Das legen die ersten bekannten Details aus dem Gesundheitsetat fürs kommende Jahr nahe. Einen Schwerpunkt will Karl Lauterbachs Ministerium auf gesundheitliche Aufklärung legen.
Mit dem Entwurf für das Gesundes-Herz-Gesetz werde die Selbstverwaltung übergangen, meinen derzeit etliche Akteure. Es wäre nicht der erste BMG-Versuch, Leistungen schneller in die Versorgung zu drücken. Eine Initiative warnt angesichts aktueller Gesetzgebungsverfahren vor einer Verengung des Präventionsgedankens auf Vorbeugemedizin.
Experten des Projekts Grippeschutz schlagen Alarm. Trotz immer älter werdender Bevölkerung bleibt Deutschland bei den Quoten für die Influenza-Impfung auf bedenklich niedrigem Level. Der Hauptgrund dafür sei fehlendes Wissen, heißt es in ihrem Report. Zudem brauche es Impfempfehlungen nicht nur für Risikogruppen, sondern für die Gesamtbevölkerung.
Mindestens acht Bundesländer setzen sich für einen erneuten Anlauf zur Einführung der Widerspruchsregelung bei der Organspende ein. Es gilt als sicher, dass ihr Gesetzentwurf heute im Bundesrat eine Mehrheit finden wird. Doch das letzte Wort hat der Bundestag – und dort ist es alles andere als gewiss, ob und wie sich die Parlamentarier positionieren werden.
Die Bundesregierung ringt um den Haushalt 2025. Der BMG-Etat ist dabei einer der kleineren Posten. Bei anstehenden Beratungen blicken die Ampel-Haushälter vor allem auf Kostenrisiken der GKV – und müssen die Hoffnungen auf erhöhte Zuschüsse für kostenlos versicherte Bürgergeldempfänger wohl endgültig begraben.
Heute soll der Bundestag das Medizinforschungsgesetz (MFG) verabschieden. Während Krankenkassen die im Entwurf festgelegte Regelung für Geheimpreise und die Änderungen der AMNOG-Leitplanken grundsätzlich ablehnen, hätte sich die Industrie mehr Planungssicherheit gewünscht. Auch die Opposition ist unzufrieden mit dem MFG-Entwurf.
Von der Beobachterin zur agierenden Behörde: Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht ist seit Dienstag die Europäische Drogenbehörde (EUDA). Beim gestrigen Startschuss überwiegt die Freude über neue Möglichkeiten, etwa durch Frühwarnsysteme und ein Labornetz. Doch der Hintergrund ist auch die sich verschärfende Situation.
Noch immer taucht die Verordnung zur Neuregelung der ärztlichen Ausbildung nicht auf der Kabinettzeitplanung auf. Statt Finanzierungseinigungen schallen Durchhalteparolen durchs Land. Dass die Reform in dieser Legislatur gelingt, daran gibt es immer mehr Zweifel. Der Medizinische Fakultätentag will nun in Eigeninitiative das Medizinstudium weiterentwickeln.
Seit ihrer Beitragserhöhung um 0,6 Prozentpunkte zum 1. Januar 2024 zählt die Knappschaft zu den drei teuersten Kassen. Bald könnte sie mit einem Gesamtbeitrag von 17 Prozent die teuerste sein. Denn angesichts wegbrechender Einnahmen steht auf der Tagesordnung der heute tagenden Vertreterversammlung eine weitere Erhöhung um 0,2 Prozentpunkte ab 1. Oktober.
Minister Lauterbach hat für seine geplante Apothekenreform Widerstand erwartet und auch bekommen. Bei einem Vor-Ort-Besuch im brandenburgischen Teltow verteidigte er sein Vorhaben und wischte Kritik beiseite. Am 17. Juli soll das Gesetz nun vom Kabinett beschlossen werden und den Weg für die Telepharmazie ebnen.
Neben den bereits bekannten Änderungen zu Geheimpreisen und AMNOG-Leitplanken einigen sich die Fraktionen auf weitere Änderungsanträge – sie werden heute im Gesundheitsausschuss, morgen dann im Bundestag verabschiedet. Eine Übersicht über die weiteren Modifizierungen.
Seit gestern gilt für Ärztinnen und Ärzte in Entnahmekliniken die Abfragepflicht beim Organspenderegister. Doch die technischen Hürden sind weiter hoch. Jetzt haben BMG, DGAI und DIVI an einem gemeinsamen Runden Tisch temporär greifende Hilfestellungen erarbeitet, um trotzdem keine Organspende auf den Intensivstationen zu gefährden.
Die vom Kanzleramt forcierten Geheimpreise für Arzneimittel werden von den Fraktionen aus Herstellersicht dermaßen unattraktiv ausbuchstabiert, dass sie wohl kaum noch zur Anwendung kommen dürften. Die Regelung wird befristet, zudem ist nun eine Evaluation vorgesehen. Bedeutender sind Ausnahmen bei den AMNOG-Leitplanken.
Viele Bundesländer müssen aktuell oder schon bald ihre Krankenhausplanung erneuern. Da momentan aber nicht sicher ist, wann und wie genau das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz in Kraft tritt, bereiten sich viele Landesregierungen auf alle Eventualitäten vor. Orientierung bietet NRW, wo die zweite Phase des Reformprozesses angelaufen ist.
Bei Lauterbachs abgespecktem Entwurf darf es nicht bleiben. Das war Konsens unter den Ampel-Fraktionen bei der ersten Lesung des Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetzes am vergangenen Freitag im Bundestag. Allerdings gehen die Nachbesserungswünsche und -versprechungen in unterschiedliche Richtungen.
Lange musste die Medizinalcannabisindustrie auf die Statusänderung warten. Nun zeigt sich der Grund für die Ungeduld: Viele Blütensorten sind derzeit nicht erhältlich, weil die Zahl der Verordnungen sich vervielfacht hat. Ein wichtiger Treiber dafür dürften Telemedizinanbieter und Versandapotheken, das E-Rezept und die schwammige Regulierung sein.
Liat Nadai Arad saß in der Jury des diesjährigen Berliner Healthcare Hackathons und hat dort auch von ihrem Alltag und den Herausforderungen als Chief Transformation Officer des zweitgrößten Krankenhauses in Israel berichtet. Alexandra Heeser sprach mit der taffen Cyber-Spezialistin über die ePA, Cyber-Kriminalität und Verteidigungsstrategien.
Warten die Länder seit Monaten vergeblich auf eine seitens des Gesundheitsministeriums vorgelegte Auswirkungsanalyse der Krankenhausreform, können sie sich nun zumindest mit dem Krankenhaus-Rating-Report befassen. Darin skizzieren Boris Augurzky und Co., wie sich die Krankenhauslandschaft verändern könnte.
Der Kanzler will es, Minister Lauterbach soll es durchsetzen, die SPD-Fraktion folgen – doch noch hakt es bei den vertraulichen Erstattungsbeträgen. Das Ministerium schlägt eine Befristung vor, zudem Ausnahmen bei den AMNOG-Leitplanken. Während die SPD sich zuversichtlich gibt, dämpfen Grüne die Erwartungen an eine Einigung.
Zu Beginn der Corona-Pandemie löste Jens Spahn eine folgenschwere Masken-Beschaffung aus, sie dürfte in den kommenden Jahren Milliarden kosten. Bei seiner Befragung im Haushaltsausschuss sagt der Ex-Minister nichts Neues – und das BMG macht klar, dass es das Problem gerne der nächsten Regierung zuschieben möchte.
Dass die Länder mit dem KHVVG-Entwurf nicht einverstanden sind, ist bekannt. Nun führt die GMK-Vorsitzende von der Decken ein Beispiel aus ihrem Bundesland Schleswig-Holstein an: Würde die Reform so umgesetzt, müsste das Land auf ein gestuftes Versorgungsmodell für Schlaganfallpatient:innen verzichten, das Telemedizin und mobile Spezialist:innen vorsieht.
Die Gesetzliche Krankenversicherung ist am Rande ihrer finanziellen Belastbarkeit angekommen. Wie eine stabile, verlässliche und solidarische Reform der GKV-Finanzierung aussehen könnte und wie die Pläne zur Rettung des KHVVG-Transformationsfonds, darum ging es unter anderem an Tag eins des Hauptstadtkongresses.
Deutschland forschte zuletzt zwar mehr zu vernachlässigten Tropenkrankheiten, liegt mit dieser Steigerung jedoch unter dem Durchschnitt der zehn produktivsten Länder. Positiv hebt ein Expertengremium den deutschen Beitrag zur translationalen Forschung in Form von Patenten und klinischen Studien hervor. Sorgen macht die eindimensionale Finanzierungsstruktur.
Die soziale Pflegeversicherung (SPV) sollte um die neuen Prinzipien Generationengerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Demografiefestigkeit ergänzt werden. Zu diesem Schluss kommt der Bericht der Bundesregierung zur zukunftssicheren Finanzierung der SPV und spielt mehrere Szenarien durch.
Die elektronische Patientenakte (ePA) soll für alle, die nicht widersprechen, Anfang 2025 angelegt werden. Doch vor der flächendeckenden Nutzung plant das Gesundheitsministerium eine Testphase von voraussichtlich vier Wochen in zwei Modellregionen. Welche das sind und wie es danach weitergehen soll, erzählten Beteiligte aus BMG, Gematik und BSI gestern.
Heute könnte der Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes die Nachfolge des bisherigen Pflegevorstands Gernot Kiefer festzurren, der sich Ende Juni in den Ruhestand verabschiedet. Doch dazu wird es nicht kommen. Denn die Kassen wollen keine Vorfestlegung für eine noch gewichtigere Personalie: die Ablösung von Vorstandschefin Pfeiffer im nächsten Jahr.
Das Urteil des Bundessozialgerichts zur Kostenerstattung von geschlechtsangleichenden Maßnahmen hat eine Regulierungslücke geschaffen, die seit einem Dreivierteljahr offensteht. Aus dem G-BA kommt nun ein eigener Vorstoß, die Grünen begrüßen die Initiative.
Man habe alles an Strukturverbesserungen versucht, um die Organspendezahlen zu erhöhen, nun komme man um eine Widerspruchsregelung nicht mehr herum. Mit diesem Argument starteten gestern Abgeordnete verschiedenster Fraktionen eine neuerliche Initiative zur Änderung des Transplantationsgesetzes. Und diesmal scheinen die Chancen besser zu stehen als 2020.
Die Beiträge zur Sozialversicherung drohen bis 2035 die 50-Prozentmarke zu knacken, schreibt das IGES-Institut in einer Studie. DAK-Vorstandschef Andreas Storm fordert, den „Beitrags-Tsunami“ mit einem doppelten Stabilitätspakt ab 2026 zu stoppen. Bis dahin soll die Ampel auf weitere Verlagerungen gesellschaftlicher Kosten auf die Beitragszahler verzichten.
Nicht nur die Länder sorgen sich im Zuge der Beratungen zum Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz um einen Kompetenzverlust, sondern auch der Gemeinsame Bundesausschuss. Bei einem Rechtssymposium wurde über Qualitätssicherung zwischen Selbstverwaltung und Krankenhausplanung diskutiert.
Nur noch 64 Prozent der Deutschen sind zufrieden mit dem Gesundheitssystem – und anders als im Rest Europas ist hierzulande auch das Vertrauen in die klassische Schulmedizin gesunken. Zu diesem düsteren Ergebnis kommt eine europaweite Befragung im Auftrag des Arzneiherstellers Stada. Hauptvorwurf: Die Ärzte konzentrierten sich nur auf Symptom-Behandlung.
Antimikrobielle Resistenzen haben das Potenzial, die nächste große Gesundheitskrise in Europa auszulösen. Ob die neue Kommission der stillen Pandemie etwas entgegensetzen kann, entscheidet sich auch am Willen der Mitgliedsstaaten, die Landwirtschaft in die Pflicht zu nehmen. Deutschland sticht heraus durch Intransparenz beim Antibiotikaeinsatz in Kliniken.
Kinder und Jugendliche in Deutschland haben wenig Rechte und Mitsprache, kritisiert der Heidelberger Kinderethiker Christoph Schickhardt – nicht nur während der Pandemie. Ihrem bis heute andauernden gesundheitlichen und psychosozialen Leid gelte es, politisch zu begegnen. Im Bereich der Gesundheit bräuchten Kinder grundgesetzlich verankerte Anspruchsrechte.
Aufwändig, praxisuntauglich, innovationsfeindlich – die immer detaillierten Vorgaben im Gesundheitswesen machen vielen zu schaffen. Um sie zu begrenzen, startet der Bundesverband Managed Care heute eine ungewöhnliche Ausschreibung. Er bittet um Videos mit Darstellungen der „irrsinnigsten Erfahrungen“ im Versorgungsalltag und will die besten davon prämiieren.
Beim Tag der innovativen Gesundheitswirtschaft wurde vor allem eine Frage intensiv diskutiert: Wie können sich Deutschland und Europa im Wettbewerb mit den großen Wirtschaftsräumen behaupten? Mit der nationalen Pharmastrategie sei man ein großes Stück weitergekommen, aber das EU-Pharmapaket bleibe ein Damoklesschwert.
Daten des Medizinischen Dienstes deuten darauf hin, dass neben den Auswirkungen der großen Pflegereform von 2017 sozialer Druck Ursache für den starken Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen in den vergangenen Jahren sein könnte. Nun bestätigt eine Analyse von Medicproof, dem Gutachterdienst für Privatversicherte, zum Pflegegrad 1 teilweise dieses Bild.
Viele Projekte und doch eine gewisse Ratlosigkeit: Zum siebten Geburtstag der Allianz für Gesundheitskompetenz präsentiert das Netzwerk eine Roadmap mit Projekten. Die eine Strategie aber gibt es nicht. Man müsse Gesundheitspersonal und -organisationen fit machen und in die Lebenswelten der schwer Erreichbaren gehen, hieß es bei einer Konferenz zu dem Thema.
Das von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach geplante Gesunde-Herz-Gesetz geht in die Verbände-Anhörung. Ein Hauptkritikpunkt seitens der Krankenkassen ist schon jetzt klar: die leichtere Verordnungsfähigkeit von Cholesterinsenkern. Kardiologen betonen jedoch, dass es für den Nutzen dieses Vorhabens wissenschaftliche Evidenz gebe.
Wie sind ärztliche Bereitschaftsdienste anderswo organisiert, wovon können wir lernen? Im Auftrag der KBV ließen Experten den Blick nach Dänemark, England und in die Niederlande schweifen, heute präsentieren sie die Ergebnisse. Sie kommen noch rechtzeitig für die geplante Notfallreform, mit deren Entwurf die Funktionäre der Niedergelassenen unzufrieden sind.
Ansatzpunkte für einen sinnvollen KI-Einsatz lassen sich in zig Bereichen der Gesundheitsversorgung finden, schreiben die Autoren eines neuen Whitepapers der Plattform Lernende Systeme. Viele Anwendungen zur Verbesserung von organisatorischen Prozessen ließen sich in der Fläche durchsetzen, weil schon kurzfristig mit einem Mehrwert zu rechnen sei.
Der Referententwurf zum Gesundes-Herz-Gesetz setzt auf etliche Leistungsausweitungen bei Vorsorge- und Früherkennung, medikamentöse Interventionen, Disease-Management-Programme und Tabakentwöhnung zulasten der GKV-gestalteten Präventionsmöglichkeiten. Kassen und Hausärzteverband kritisieren den Entwurf scharf, und monieren fehlende Evidenz für die Vorhaben.
Die finanzielle Lage der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bröckele, heißt es auf dem Presseseminar des GKV-Spitzenverbands. Weshalb sich die Kassen um ihre Finanzen sorgen und wie die Finanzierung nachhaltig sichergestellt werden könnte, erzählten Verbandsvertretende. Auch werfen sie einen Blick auf die kommende ePA für alle.
Bislang hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Reform der Rettungsdienste als eigenständiges Gesetz geplant. Nun will er die Regelungsinhalte in die parlamentarischen Beratungen zur Notfallreform integrieren. Was inhaltlich durchaus Sinn ergibt, birgt gleichzeitig eine große Gefahr.
Eine Umfrage des Pharmaverbands vfa unter Entscheider:innen in Politik, Verwaltung, Privatwirtschaft und Bevölkerung zeigt: Die Stimmung in der Wirtschaft ist leicht schlechter als die in der Politik. Dennoch sehen Politik und Bevölkerung die Branche als wichtigen Teil der Wirtschaft und befürworten die heimische Produktion.
Die Zahl der Pflegefachkräfte steigt in Deutschland nicht schnell genug, um den Bedarf für die kontinuierlich wachsende Zahl pflegebedürftiger Menschen zu decken. Die Berliner Karriere-Plattform Medwing für medizinische Fachkräfte verspricht durch perfektes Matching mehr Personalvermittlung im Gesundheitswesen.
Als zu teuer und allenfalls lukrativ für die private Versicherungswirtschaft hat der BKK-Dachverband in seinem Konzept für eine Pflegereform den Vorschlag des PKV-Expertenrats zurückgewiesen, die pflegebedingten Eigenanteile in der stationären Pflege künftig über eine obligatorische Zusatzversicherung abzusichern. Der wehrt sich nun.
Längere Behandlungsintervalle bei ernsthaften Netzhauterkrankungen entlasten Patienten und Ärzte gleichermaßen. Möglich macht es die Zulassung einer höheren Dosierung eines VEGF-Inhibitors. Künftig könnten auch Zelltherapien und Implantate zum Einsatz kommen. Aufklärung und Augenforschung zu den Krankheiten brauchen mehr Unterstützung, fordert ein Mediziner.
Das Ziel ist klar: Karl Lauterbach will als Präventionsminister punkten. Mit einem neuen Institut und einem „Gesundes-Herz-Gesetz“, außerdem einer Ausweitung von Vorsorgeuntersuchungen in Apotheken. Die Ankündigungen eignen sich für Schlagzeilen – angesichts entnervter Ampelfraktionen aber kaum für einen gelingenden parlamentarischen Prozess.
Reformdruck, steigende Kosten und ein Mitarbeiterpool mit hoher Berentung in den nächsten Jahren: Die GKV steht bis 2030 vor großen Herausforderungen. Vorschläge für effizientere und effektivere Prozesse macht nun die diesjährige GKV-Marktanalyse der Unternehmensberatung McKinsey, die heute veröffentlicht werden soll.
Während Litauen schon vor zehn Jahren in die Gesundheitsdateninfrastruktur investiert hat und sich deshalb für die EHDS-Umsetzung gut gewappnet fühlt, hakt es an anderen Stellen im Gesundheitssektor. Vize-Gesundheitsminister Olegas Niakšu erzählt im Interview, was die litauische Regierung gegen den Fachkräftemangel und die kurze Lebenserwartung machen will.
Aktuell steht viel auf dem Spiel in der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern. Dennoch verlief laut Bundesgesundheitsminister Lauterbach die diesjährige Gesundheitsministerkonferenz „überraschend harmonisch“. Das liegt aber nicht daran, dass man sich überall einig wäre.
Trotz einhelligen Votums der Verbände und auch Teilen der Pharmaindustrie wollen Kanzler und der Bundesgesundheitsminister ihren Plan für vertrauliche Erstattungsbeträge durchdrücken. Die Ampelfraktionen sehen das Risiko untragbarer Folgekosten – auch politisch. Die SPD steht nun vor der Entscheidung, dem Kanzler zu folgen oder ihrer Überzeugung.
Das BMG legt seinen Entwurf für eine Stärkung der Apotheken in der Fläche vor – für die Liberalen wird Minister Lauterbach den Ansprüchen einer Reform damit nicht gerecht, sie sehen deutlichen Änderungsbedarf. Die Apothekenverbände protestieren gegen die Umverteilung, die ohne ein Plus beim Honorar auskommen soll.
Zu wenige Kassensitze und eine ungewisse Zukunft für Studierende des neuen Psychotherapie-Studiengangs – das sind die zwei Hauptanliegen der Psychotherapeut:innen. Aber auch bei der Komplexversorgung und einigen Regelungen aus dem GVSG hakt es. Wer die Verantwortung trägt, das diskutierte man beim Dritten Psychotherapiekongress in Berlin.
Während in der GKV aktuell schlechte Nachrichten überwiegen, sieht der PKV-Verband die eigene Branche auf der Erfolgsspur. Das Geschäft mit Zusatzversicherungen wächst, die Vollversicherung läuft stabil. Und sie könnte besser laufen, würden Besserverdienende nicht durch enge Rechtsauslegung am Wechsel zur PKV gehindert, heißt es im Rechenschaftsbericht.
Durch interoperable Daten kann die Gesundheitsversorgung verbessert werden, sind sich Expert:innen beim IOP-Gipfel des Kompetenzzentrums für Interoperabilität im Gesundheitswesen (KIG) einig. Dabei ging es auch darum, wie das KIG diese künftig sicherstellen will und welche ersten Schritte für die elektronische Patientenakte nötig sind.
Wie in den meisten Bundesländern wird es auch in Baden-Württemberg weiterhin keine Pflegekammer geben. Laut Sozialminister Manne Lucha wurde die dafür notwendige Zustimmungsquote von 60 Prozent der Pflegekräfte knapp verfehlt. Nun gibt es Streit darüber, ob das Quorum von der Politik nicht zu hoch angesetzt und das Vorhaben dadurch verhindert wurde.
Die größte deutsche Wissenschaftsorganisation will eigene KI-Grundlagenmodelle entwickeln. In vier Projekten der Helmholtz-Gemeinschaft sollen unter anderem Foundation Models für Medizin entstehen.
Der wissenschaftliche Beirat beim Bundesamt für Soziale Sicherung hat vor einem Monat per Gutachten festgestellt, dass eine Ergänzung des Morbi-RSA um sozioökonomische Merkmale sinnvoll sein könnte. Nun machten die Experten dafür jedoch eine wichtige Einschränkung: Der Grad der Pflegebedürftigkeit dürfe nicht dazu gehören. Die Begründung ist brisant.
Prävention gilt laut BMG als zentraler Bestandteil der Cannabis-Teillegalisierung. Wie aber ist es schon heute in Deutschland um das Verständnis von Prävention auf Bundesebene und die Finanzierung von Suchthilfe vor Ort bestellt?
In diesem Jahr feiert die zentrale Kooperationsplattform der 36 akademischen Biobanken in Deutschland ihr zehnjähriges Bestehen. In einem neuen Positionspapier empfehlen Biobanken-Community und Patientenorganisationen gezielte gesundheits- und förderpolitische Maßnahmen, die eine bessere Nutzung und Vernetzung der Biobanken sicherstellen sollen.
Japan gilt seit jeher als Hochtechnologieland, auch bei Gesundheitsanwendungen stammen einige Vorreiterbeispiele aus Japan. In der Versorgung angekommen sind sie in der Fläche zwar noch nicht, dennoch gibt es eine politische Prioritätensetzung. Auch das Potenzial von Datenanalysen haben die Japaner erkannt.