Der neue Umweltminister Carsten Schneider ist auch für die Mobilitätsbranche höchst relevant – umso mehr, als sein Haus den Bereich Klimaschutz aus dem Wirtschaftsministerium zurückbekommen hat. Für Kraftstoffe und CO2-Flottengrenzwerte ist das Umweltministerium ohnehin zuständig.
Einer neuen ADAC-Studie zufolge hält die Mehrheit der Deutschen die Mobilitätswende und die Einhaltung der Umweltgrenzwerte für dringend. Selbst für eine Transformation von der autogerechten zur „lebenswerten“ Stadt kann sich die Hälfte der Befragten erwärmen. Wenn es um konkrete Maßnahmen geht, fallen die Antworten anders aus.
Der jahrzehntealte Konflikt zwischen den Atommächten Indien und Pakistan eskaliert. Ein Krieg würde nicht nur die gesamte Region Südasien destabilisieren. Auch die Aussichten für den wachsenden Mobilitätsmarkt würden sich verdüstern. Dabei braucht die Branche ihn dringend.
In der Bundesrepublik wurden im vergangenen Jahr nur rund 20 Kilometer Schienenwege neu elektrifiziert. Insgesamt wären knapp 3600 Kilometer nötig, um zumindest auf einen Anteil von 80 Prozent zu kommen. Die Allianz pro Schiene und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen haben der neuen Regierung Ratschläge gegeben, wie das Ziel zu erreichen ist.
Alle 20 Minuten verunglückt ein Kind im Straßenverkehr. Der Autoclub ACE will mit seinem Schulweg-Check auf Gefahren an Grundschulen aufmerksam machen und Verbesserungen anstoßen. Eltern müssen häufig erst wachgerüttelt werden.
Die Preise von neuen Elektroautos und Verbrennern nähern sich immer weiter an. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist die Preisparität schon beinahe erreicht. Die Politik steht vor der Frage, ob eine staatliche Förderung der Elektromobilität noch nötig ist.
Die Grünen warnen die neue Bundesregierung davor, die Frist zur Beantragung von Geld aus dem EU-Klima-Sozialfonds nicht verstreichen zu lassen. Aus der SPD kommen positive Signale, und das Öko-Institut sieht die Mittel selbst bei einer Verspätung nicht verloren.
Die Carsharing-Anbieter der ersten Stunde vergrößern ihre Flotten hierzulande Jahr für Jahr. Stadtmobil, Cambio und Teilauto fordern trotzdem mehr politische Unterstützung. Ohne bessere Rahmenbedingungen bleibe der notwendige Wandel von privaten zu geteilten Autos eine Herausforderung.
Das Europaparlament stimmt in dieser Woche über die Entschärfung der CO2-Flottengrenzwerte ab. Die Autohersteller können Hoffnung haben. Für die Konservativen wäre das nur ein Etappensieg, sie wollen das Verbrenner-Aus 2035 völlig kippen. Kritiker befürchten großen Schaden für den Green Deal.
Mit der Insolvenz von Customcells in der vergangenen Woche setzt sich der Niedergang der Batteriezellproduktion in Deutschland fort. In der Branche macht sich Resignation breit. Doch es gibt Anlass zur Zuversicht: Prognosemodelle zeigen, dass die Kapazitäten in Europa für die Nachfrage im Jahr 2030 ausreichen könnten.
Wenn die Milliarden aus dem Sondervermögen schnell und effizient verbaut werden sollen, kommt es entscheidend auf die Kommunen an. Einige Städte wenden bereits Laserscanverfahren, Augmented Reality und KI-gestützte Plattformen zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren mit Erfolg an.
City-Maut, Tempo 30, Radwege statt Parkplätze, grün statt grau – anfangs ist der Widerwille oft groß. Je länger der Fortschritt aber wirkt, desto stärker wächst die Begeisterung auch unter Skeptikern. Alles eine Frage der richtigen Kommunikation?
Die frühen Jahre der Luftfahrt in den 1950er- und 1960er-Jahren werden häufig verklärt. Neben anderen Punkten werden die weltweiten Direktverbindungen als großer Vorteil jener Zeit angesehen. In den kommenden Jahren wird es wieder mehr Direktflüge geben, denn ein neues Flugzeug ermöglicht erstmals Interkontinentalflüge zwischen kleineren Flughäfen.
Auf den ersten Blick ist das Urteil des Europäischen Gerichtshofs eine Niederlage für den Ladesäulenbetreiber Fastned. Doch hat das Luxemburger Gericht dem zuständigen Oberlandesgericht Düsseldorf aufgetragen, wichtige Punkte zu prüfen. Das sehen Fastned und ein unabhängiger Anwalt als Chance.
Europa will das Recycling von Altfahrzeugen neu regeln – und damit Rohstoffe besser nutzen und die Autoindustrie nachhaltiger machen. Während die Verhandlungen in Brüssel laufen, streiten Umweltverbände, Hersteller und Zulieferer über den richtigen Weg.
Der Koalitionsvertrag von Union und SPD legt verkehrspolitische Schwerpunkte vor allem auf den Schienenverkehr und die Automobilindustrie. Die Schifffahrt oder der Klimaschutz im Verkehrssektor werden dagegen nur wenig berücksichtigt – im Gegensatz zur hausinternen Prioritätensetzung im BMDV.
Eigentlich sollte der Chips Act Europas Anteil an der Halbleiter-Herstellung verdoppeln. Dieses Ziel wird das Gesetz weit verfehlen, stellt ein Rechnungshof-Bericht fest. Ein großes Problem: Die Mitgliedstaaten teilen nicht genug Informationen mit der Kommission. Die arbeitet dafür schon an einem Chips Act 2.0.
Seit 100 Tagen ist Donald Trump wieder im Amt. Der US-Präsident wirkt entschlossener denn je, seine Agenda durchzubringen. Sie ist gespickt mit unwahren und fragwürdigen Aussagen, seine Handelspolitik hält die gesamte Weltwirtschaft auf Trab. Auch der Verkehrssektor bekam schon einiges ab.
Auf dem chinesischen Pkw-Markt boomen sie, aber europäische Hersteller haben sie ausgemustert. Die künftige Bundesregierung will Reichweitenverlängerer für E-Fahrzeuge fördern. Scania und DHL erproben die Technik im Güterverkehr. Experten raten von einer Förderung ab.
Rund 39.000 Kfz-Händler und -werkstätten beschäftigen hierzulande 468.000 Mitarbeitende. Kfz-Mechatroniker bleibt ein beliebter Ausbildungsberuf, doch die Branche kämpft mit Abwanderung. Große Betriebe verdrängen kleine, die Industrie wirbt Beschäftigte ab.
China verschärft die Regeln für das hochautomatisierte und autonome Fahren mit dem privaten Pkw. Deutsche Autohersteller begrüßen die Änderungen. Experten sehen Chancen, warnen aber vor Herausforderungen bei Datennutzung und Partnerschaften.
Die Zahl der erfassten illegalen Rennen mit Autos oder Motorrädern auf deutschen Straßen steigt Jahr für Jahr. Trotzdem wissen die meisten Bundesländer nicht, wie viele Menschen dabei verletzt oder getötet werden. Bundesweite Daten zu den Rennen fehlten bisher. Tagesspiegel Background hat sie zusammengetragen.
SPD und Grüne setzen in Hamburg auf den Ausbau des ÖPNV, mehr Radwege, die digitale Verkehrssteuerung und einen Masterplan zum Parkplatzmanagement. Obwohl Anjes Tjarks weiter als Senator die Verkehrspolitik der Hansestadt prägen kann, bleibt ein Streitpunkt: die Ressortzuständigkeiten der Verkehrs- und Innenbehörde.
H2 Mobility warnt davor, dass Deutschland die europäischen AFIR-Vorgaben für Wasserstoff-Tankstellen verfehlen könnte. Um die Ziele für 2030 zu erreichen, müssten pro Jahr 20 bis 30 Stationen errichtet werden. Die Hoffnungen ruhen auf Nutzfahrzeugen mit H2-Antrieb.
Union und SPD planen, das Klagerecht von Umweltverbänden gegen Infrastrukturprojekte zu beschneiden. Es soll mehr auf die „tatsächliche Betroffenheit“ ausgerichtet werden. Ein rechtlich nahezu unmögliches Vorhaben, sagen Umweltexperten, und zudem das falsche Signal an eine streitbare Zivilgesellschaft. Sie sehen dennoch Spielräume für Reformen.
Die USA haben mit hohen Strafzöllen auf chinesische Schiffe geopolitischen Druck ausgeübt – doch viele US-Häfen waren auf dieses Mittel technisch kaum vorbereitet. Container bleiben „on hold“, europäische und asiatische Reedereien ändern ihre Routen. Und über allem steht die Frage, wie genau die USA aus dieser Situation als Sieger hervorgehen sollen.
Auf dem chinesischen Heimatmarkt wachsen BYD, Geely, Chery & Co. immer dynamischer. Doch die internationale Expansion stockt. Selbst der russische Markt schottet sich inzwischen ab.
Union und SPD haben für aktive Mobilitätsformen wie den Rad- und Fußverkehr nur eine vage Absichtserklärung im Koalitionsvertrag festgehalten. Dennoch erklären Politiker:innen beider Parteien auf Nachfrage, das Fahrrad fördern zu wollen. Ein Blick zurück zeigt, dass Geld allein die Probleme nicht lösen kann.
Alternative Antriebe setzen sich in vielen Fahrzeugsegmenten langsam durch. Selbst Baumaschinen und Bagger gibt es mit Elektromotor. Das Militär ist eine Ausnahme. Beim Einsatz von schwerem Gerät unter extremen Bedingungen geht es noch nicht ohne Verbrennungsmotor. Aber es wird experimentiert.
Die 21. Ausgabe der wichtigsten Automesse der Welt findet in Schanghai ab morgen unter erschwerten Bedingungen statt. Die von Regierungsvertretern ohnehin viel beachtete Autoschau präsentiert sich in diesem Jahr politisch aufgeladen wie noch nie. Die deutschen Hersteller kämpfen gegen den Bedeutungsverlust.
Die künftige Koalition will Schulden für Infrastrukturinvestitionen aufnehmen und privates Kapital einbinden. Öffentlich-private Partnerschaften sollen in begrenztem Umfang genutzt werden. Experten sehen Chancen – andere warnen mit Blick auf ÖPP vor höheren Kosten für die Steuerzahler.
Trier liegt an der Grenze zu Luxemburg – das macht die Stadt zu einer Pendlerstadt. Auch deshalb wird dort Digitalisierung großgeschrieben. Wie schafft es eine der kleinsten Großstädte Deutschlands, zur smartesten City in Rheinland-Pfalz zu werden?
Die Sanierung des Bestandsnetzes verschlingt enorme Summen. Viele Neubauprojekte hat der DB-Konzern deshalb vorerst „pausiert“. Zum Ärger von Deutschlands Nachbarn. Branchenvertreter werfen der Bahn Intransparenz bei der Priorisierung von Projekten vor.
Netzbetreiber und Fahrzeugbauer fordern gemeinsam mehr Tempo bei der Errichtung von Lkw-Ladepunkten. Lange Genehmigungsverfahren und fehlende Informationen über Netzkapazitäten bremsen jedoch den Ausbau. Fachleute warnen bereits vor einem Engpass bei der Ladeinfrastruktur.
Die Bundeswehr baut aktuell drei neue Aufklärer mit KI-Systemen an Bord. Was sie können und wie sie zur Stabilisierung der Sicherheitslage in der Ostsee eingebunden werden könnten.
Der Zustand der deutschen Bahninfrastruktur hat sich leicht verbessert, bleibt aber kritisch. Die Riedbahnsanierung zeigt erste Erfolge. Stellwerke sind weiterhin das größte Problem. Expert:innen fordern mehr Investitionen und bessere Planung.
München erwägt Mindestpreise für Fahrdienstvermittler. Uber warnt vor Preiserhöhungen von 45 Prozent. Die Taxibranche wiederum kritisiert den unfairen Wettbewerb. Die Städte ringen um die Balance zwischen Gewerbefreiheit und Daseinsvorsorge.
Donald Trump schafft neue Unsicherheit. Bei Autozöllen deutet er ein Nachgeben an, um Investitionen in die USA zu locken. China provoziert der US-Präsident zu Exportbeschränkungen für Seltene Erden. Europäische Hersteller trifft beides.
Die Renovierung des Schienennetzes kommt langsam voran. Immerhin wird die Infrastruktur erstmals wieder „jünger“. Doch das Beispiel Riedbahn zeigt: Sanierung ist kein Garant für mehr Pünktlichkeit, das Dilemma der Deutschen Bahn ist größer. Der Rückhalt für Bahnchef Lutz schwindet.
Der Transport von Kindern mit dem Lastenrad ist sicher – so lautet die Botschaft der Branche, nachdem sich Berichte über negative Tests und Qualitätsmängel im vergangenen Jahr häuften. Die Bundesregierung arbeitet an Vorgaben für Kindersitze, die von einem neuen EU-Standard schon übertroffen werden.
Die Sanierung der DB Cargo ist schwierig, kann aber ein Vorbild für den ganzen Bahnkonzern sein. Im Gespräch mit Tagesspiegel Background erklären Vorstandschefin Sigrid Nikutta und Finanzvorständin Martina Niemann, wo die Verluste herkommen, wie die DB Cargo wieder Gewinne machen will und welche Kunden lieber den Lkw nutzen sollten.
Nach Jahren des Stillstands einigt sich die internationale Staatengemeinschaft auf ein Klimapaket für den Schiffsverkehr. Erstmals sollen weltweit Emissionen bepreist, saubere Kraftstoffe belohnt und betroffene Staaten unterstützt werden. Reeder jubeln – Umweltverbände sehen nur eine „halbe Wende“.
Der Müll muss weg, warnt die Esa in ihrem aktuellen Space Environment Report: Denn der Platz auf wichtigen Umlaufbahnen wird durch kommerzielle Satelliten, die auch Navigationssysteme beliefern, und die Trümmer inaktiver Objekte zunehmend knapp und gefährdet andere Missionen.
Die Trennung von Netz und Betrieb bei der Bahn konnte die Union nicht gegen die SPD im Koalitionsvertrag durchsetzen. Doch sieht sie die ersten Reformen nur als Einstieg in tiefgreifendere Veränderungen. Die Grünen und die Güterbahnen bewerten die Einigung negativ.
Bis 2030 könnte der zweite Emissionshandel Benzin und Heizöl deutlich verteuern – darauf deutet eine neue Studie des Kölner EWI hin. Die Fachleute bezweifeln, ob die CO2-Bepreisung im Verkehrs- und Gebäudesektor als Klimaschutzinstrument taugt. Andere weisen jedoch auf methodische Mängel hin und sehen Ausgleichsmaßnahmen als Lösung.
Die Trockenheit macht der Binnenschifffahrt ungewöhnlich früh im Jahr zu schaffen. Auch wenn die Lage noch nicht so extrem ist wie 2018 oder 2022, spricht die Branche von einem Warnsignal. Damit sie sich dem Klimawandel anpassen kann, braucht sie neue Schiffe, eine bessere Infrastruktur und politische Unterstützung.
Die Wasserstraße hat es schwer in der deutschen Verkehrspolitik – auch der neue Koalitionsvertrag zeigt das deutlich. Obwohl sie für Industrie, Klima und Logistik unverzichtbar ist, bleibt sie unterfinanziert und wenig beachtet. Stimmen aus der Branche fordern: Es braucht einen realistischen Blick und Investitionen.
Kein Tempolimit, aber Social Leasing und ein preisstabiles Deutschlandticket: Der Koalitionsvertrag enthält im Verkehr nur wenige Änderungen im Vergleich zum Sondierungspapier. Tagesspiegel Background gibt einen Überblick und hat erste Reaktionen eingefangen.
Das Sendungsvolumen steigt weiter, doch immerhin gehen die Emissionen pro Paket in der Kurier-, Express- und Paketbranche zurück. Für noch mehr CO2-Einsparungen hofft der Verband BPEX auf staatliche Unterstützung bei Leasingraten für E-Fahrzeuge. Das neue Verkehrszeichen „Ladebereich“ soll für Entlastung in den Kommunen sorgen.
Mit den neuen Zöllen und Gegenzöllen verschärft sich der Handelsstreit zwischen den USA und der EU – mit großen Folgen vor allem für die exportstarken Mobilitätsbranchen. Während Luftfahrt, Schifffahrt und Bahnindustrie vor gestörten Lieferketten und wachsender Unsicherheit warnen, bleibt die Fahrradbranche vergleichsweise gelassen.
Das Umweltbundesamt sieht Deutschlands Klimaziel 2030 in Reichweite. Der Expertenrat für Klimafragen überprüft diese Einschätzung bis Mitte Mai. Ist der Rat anderer Meinung, müssten die neuen Minister und Ministerinnen rasch handeln. Binnen drei Monaten müssten dann neue Maßnahmen her. Im Fokus: der Verkehr.
Die internationale Schifffahrt steckt inmitten radikaler Veränderungen: Während sich die Staaten bei den IMO-Verhandlungen in London um eine CO2-Steuer auf Emissionen ringen, sorgt sich die griechische Schiffsindustrie vor allem über die Huthi-Angriffe und die angekündigten US-Zölle.
Digitale Zwillinge sollen den Stadtverkehr smarter, nachhaltiger und effizienter gestalten. Doch in der Praxis scheitert die Technologie oft an veralteten Daten, fehlender Echtzeitvernetzung und mangelnder Koordination. Warum das Konzept noch nicht hält, was es verspricht – und wo dennoch Potenzial liegt.
Aus Berlin und Sachsen kommen dieser Tage hoffnungsvolle Nachrichten in Sachen Brückensanierung. Doch langfristig muss deutlich mehr Geld in den Erhalt als in Neubauten fließen, mahnt ein Experte.
Zwischenzeitlich stand es schlecht um den Deutschlandtakt auf der Schiene. Mit dem Sondervermögen ist jetzt zumindest mehr Geld da. Der Grünen-Bahnexperte Matthias Gastel wirft SPD und Union aber vor, die dringend notwendigen Neubaustrecken zu blockieren. Konkrete Schritte schlägt die Initiative Deutschlandtakt der kommenden Bundesregierung vor.
Die EU arbeitet an einer Antwort auf die US-Zölle von Donald Trump. Es ist eine Gratwanderung zwischen Diplomatie und Vergeltung. Für die Automobilindustrie bleibt wenig Zeit. Ökonomen warnen vor Rückschritten für die deutsche und europäische Wirtschaft.
Die Verkehrsminister:innen der Länder wollen, dass die Milliarden aus dem Sondervermögen über einen Infrastrukturfonds verteilt werden. Um Straßen und Brücken zu ertüchtigen – auch zur Verteidigung –, müsse schneller geplant und genehmigt werden. Auch eine Reform der Fahrschul-Ausbildung und der EU-Klimasozialfonds waren Thema bei der Konferenz.
Die Gewaltkriminalität in Deutschland steigt, auch im öffentlichen Nahverkehr. Die Verkehrsminister reagieren mit Forderungen nach einem bundesweiten Waffenverbot und verstärkten Sicherheitsmaßnahmen in Zügen und Bahnhöfen. Ein Bundesland sticht dabei besonders heraus.
Hoher Parkdruck ist manchmal nur gefühlt – das zeigen Beispiele aus Leipzig und Düsseldorf. Fällt illegales, aber geduldetes Gehwegparken weg, halten sich die meisten Pkw-Fahrer daran. Parallelen lassen sich zur sogenannten Verkehrsverpuffung ziehen, wenn Straßen oder Viertel beruhigt werden.
Baidus Robotaxi-Einheit will nach Europa expandieren. Chinesische Unternehmen sind neben Waymo aus den USA beim autonomen Fahren führend. Die Bundesregierung plant in Deutschland große Modellregionen bis 2028.
Hohe Anschaffungspreise für Neufahrzeuge halten viele Menschen vom Einstieg in die Elektromobilität ab. Das gilt vor allem für Haushalte mit geringem Einkommen. Social Leasing könnte ein erprobtes Modell auch für Deutschland sein. Doch Union und SPD können sich nicht einigen.
Die EU-Kommission gibt den europäischen Autoherstellern wie angekündigt mehr Zeit für die Erreichung ihrer CO2-Flottenziele. Ein Vorschlag zur Änderung der entsprechenden Verordnung wurde verabschiedet. Nun muss das Parlament entscheiden – womöglich über die komplette Änderung der Regulierung.
Politik und Wirtschaft wollen Autobahnen fertigstellen. Planungsbeschleunigungsmaßnahmen sollen dabei helfen, Projekte wie die A20 zu Ende zu bringen. Doch Beispiele in Österreich und Frankreich zeigen, dass Autobahnen aus guten Gründen auf der Kippe stehen oder sogar gestoppt werden können.
Christian Bernreiter sieht Klärungsbedarf bei der Finanzierung des Deutschlandtickets. Im Background-Interview verteidigt er die geplante Erhöhung der Pendlerpauschale und erklärt, warum das Tempolimit mit der neuen Bundesregierung nicht kommen wird. Von der heute startenden Verkehrsministerkonferenz der Länder erwartet der CSU-Politiker nicht viel.
Die EU hat das geplante Lithium-Bergwerk in Sachsen nicht auf ihre Liste strategischer Vorhaben gesetzt. Davon will sich der Projektierer Zinnwald Lithium nicht beirren lassen. Aber sein Kapitalbedarf ist gewaltig. Und die Konkurrenz durch Projekte, die Lithium per Thermalwasserbohrung gewinnen, nimmt zu.
Genau einen Tag nach der Bilanz-Pressekonferenz der Deutschen Bahn hat die EU-Kommission ihren Beschluss im Beihilfeverfahren in Sachen DB Cargo veröffentlicht. Der Verband der Güterbahnen liest aus dem Dokument ein „Wachstumsverbot“ für DB Cargo heraus. Deren Finanzvorständin Martina Niemann spürt „Rückenwind“ für den Umbau des Unternehmens.