Die Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn transportiert immer weniger Güter. Der Personalbestand blieb jedoch weitgehend gleich, zeigen Berechnungen von Tagesspiegel Background. Mit Druck aus Brüssel muss das Unternehmen schnell produktiver werden. Kann das gelingen?
E-Autos werden meist geleast. Für Leasing gilt aber nicht der neue „Investitionsbooster“ des Finanzministers. Das monieren die Autohersteller. Jens Südekum, Chefökonom von Lars Klingbeil, macht Hoffnung, dass dieses Manko im Gesetzgebungsverfahren behoben wird.
Zu wenige Elektroautos, zu wenige Sanierungen und zu viele Emissionen: Deutschland muss laut EU-Kommission schnell handeln, um Klimavorgaben für das Jahr 2030 zu erreichen. Ansonsten drohen milliardenschwere Ausgleichszahlungen – per Gesetz muss die Bundesregierung dazu bald Stellung beziehen.
Kritische Rohstoffe gelten als strategisches Nadelöhr der grünen Transformation. Um den chinesischen Ausfuhrkontrollen und den damit einhergehenden Belastungen für die Automobilindustrie entgegenzutreten, will die EU unabhängiger werden – und setzt dabei auf Diplomatie und neue Rohstoffprojekte rund um den Globus.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder will sich persönlich um das Fahrrad kümmern. Etwa der Nationale Radverkehrsplan soll weiter vorangetrieben werden. Doch bei den konkreten Zielen bleibt Schnieder vage. Die Branche öffnet sich unterdessen und sucht den Schulterschluss zu anderen Stakeholdern.
Einnahmen aus dem Emissionshandel „vorziehen“ und rasch Elektroautos in der Europäischen Union fördern: Nach der Denkfabrik Epico macht diesen Vorschlag so ähnlich auch der Umweltverband T&E. 21,6 Milliarden Euro sollen die EU-Länder so erhalten. Fachleute befürworten den Vorstoß – sehen aber teils offene Fragen bei den EU-Schuldenregeln.
Als Teil des „Investitionsboosters“ von Finanzminister Lars Klingbeil will das Bundeskabinett heute auch die Förderung der E-Mobilität verabschieden. Die Autoindustrie lobt die geplanten Maßnahmen. Agora Verkehrswende und Naturschutzbund kritisieren die Subventionen für extrem teure E-Autos.
Der amerikanische Elektroautobauer Rivian entwickelt für Volkswagen jetzt den ersten Kleinwagen nach dem Software-zuerst-Prinzip. Unter der Trump-Regierung hat das Unternehmen zwar Vorteile, sagt der Gründer RJ Scaringe, er wünscht sich dennoch eine andere Politik.
Wie chinesische Marken im Eiltempo neue Märkte erobern, zeigt sich in den ASEAN-Staaten. Die Region ist die Blaupause für die Expansion von BYD, Xiaomi und Co. Für die deutschen Hersteller wird der Wettlauf zum Strategie- und Stresstest für andere Weltregionen.
Das bundeseigene Mautunternehmen Toll Collect entwickelt immer mehr Anwendungen, mit denen es die eigenen Daten der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Eine davon wird heute vorgestellt. Tagesspiegel Background konnte vorab mit CEO Mark Erichsen sprechen.
2029 sollen die ersten Autos und Züge durch den Fehmarnbelttunnel rollen. Doch die deutsche Hinterlandanbindung droht sich zu verzögern und auch die Dänen sind mittlerweile in Verzug. Am Naturschutz liegt es nicht.
Die EU-Staaten sind beim Klimaschutz auf Kurs, aber längst nicht am Ziel. Die positive Entwicklung im Stromsektor und bei den Erneuerbaren kaschiert Probleme in Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und bei der Energieeffizienz. NGOs vermissen eine Finanzierungsstrategie, während die Industrie den Green Deal rasieren will.
Aufruhr in der Verbändelandschaft der Mobilitätsbranche: Der Bundesverband E-Mobilität ist insolvent und wird nicht fortgeführt. Beim Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes ist der Präsident zurückgetreten. In beiden Fällen gab es internen Streit. Schon bringen sich neue Akteure ins Spiel.
Sie stehen oft in der Kritik, gelten als defizitär – dabei bieten sie Raum für echte Innovation. Regionalflughäfen wie Paderborn/Lippstadt zeigen, wie sich technologische Lösungen für Klimaschutz, Effizienz und Fachkräftemangel unter Realbedingungen testen lassen, quasi ein Reallabor mit Potenzial für die ganze Branche.
Auf der Strecke Berlin-Hamburg kann die DB InfraGO trotz neunmonatiger Sperrung für die Sanierung offenbar wichtige Arbeiten nicht erledigen. Die Verkehrsminister der betroffenen Länder fordern in einem Brief Abhilfe von Bundesminister Patrick Schnieder.
Software und KI ersetzen in der Forschung und Entwicklung von automatisierten Autos immer mehr Tests auf der Straße. Ingenieure stehen vor der Aufgabe, Sicherheit und Glaubwürdigkeit nachzuweisen. Deutsche und europäische Entwicklungen könnten hier globale Vorreiter werden.
Der Streit um die Neubesetzung des Vorstands der DB InfraGO zeigt: Die Kommunikation zwischen der Deutschen Bahn und dem Bundesverkehrsministerium funktioniert schlecht. Insider haben aber auch den Verdacht, dass der Staatskonzern und Beamte hinter dem Rücken des neuen Ministers Patrick Schnieder Fakten schaffen wollten.
Sieben Abgeordnete stellt die AfD im Verkehrsausschuss des neuen Bundestags. Ihr oberstes Ziel ist die Bewahrung einer autozentrierten Verkehrspolitik, aber auch die Sanierung der Wasserstraßen ist ein wichtiges Anliegen. In der Rhetorik zur Wahlfreiheit des Verkehrsmittels zeigen sich Parallelen zur Union.
Mit elektrischen Fluggeräten ist Deutschland im Wettbewerb mit China und den USA zunächst am Boden geblieben. Der Regierungswechsel weckt bei Pionieren der elektrischen Luftfahrt nun Hoffnung auf eine verbesserte staatliche Förderung. In Bayern sucht man den Erfolg im Patiententransport.
Manila gilt als die Stadt mit der weltweit schlimmsten Verkehrslage. Der Bau einer U-Bahn soll die Lage endlich verbessern. Doch das Projekt, an dem auch ein deutsches Unternehmen beteiligt ist, verzögert sich. Was den Verkehr zunächst umso prekärer macht.
Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) werden Züge noch smarter. Sie erkennen, wann ein Teil repariert werden muss. Sie verscheuchen Wild aus dem Gleis. Durch eine bessere Abstimmung mit der Steuerungszentrale wird der Betrieb flexibler und energieeffizienter. Fahrer werden in immer mehr Städten überflüssig.
Die Deutsche Bahn verärgert kommunale Verkehrsverbünde mit teils drastisch erhöhten Provisionsforderungen und Kündigungen der Vertriebsverträge. Die Leidtragenden könnten am Ende die Zugreisenden sein.
Die Ansage im Koalitionsvertrag ist klar: Beim autonomen Fahren soll Deutschland durch die Einrichtung von Modellregionen vom Probe- in den Regelbetrieb kommen. In den USA und in China ist man bereits weiter, weshalb manch einer den Zug abgefahren sieht.
Ein ungewöhnlicher Legislativweg, ein enges Zeitfenster und scharfe Kritik: Die Reform der EU-Fluggastrechte sorgt in Brüssel seit Jahren für Streit. Während Airlines auf Entlastungen hoffen, Verbände vor einem Rückschritt im Verbraucherschutz warnen, sehen Juristen ein Ergebnis, von dem beide Seiten profitieren können.
Ein Förderprogramm für kleine Einkommen soll die Antriebswende voranbringen und den Markt für E-Autos ankurbeln. Leasing- und Autoverband haben Bedenken und fürchten, dass die Unternehmen die finanziellen Risiken tragen müssen – mit einer Ausnahme.
Der neue Finanzminister Lars Klingbeil will im Haushalt 2025 Titel aus den Etats des Verkehrs-, des Wirtschafts- und des Forschungsministeriums in den Klima- und Transformationsfonds verschieben und dafür Mittel in diesen Ressorts entsprechend kürzen. Die Verkehrsbranche und die Grünen sehen den Investitionshochlauf gefährdet.
Sie gelten als Gegenspieler – dabei haben Rad- und Automobilbranche eine lange gemeinsame Geschichte. In schwierigen Zeiten versucht man, Brücken zu bauen. Doch die Fahrradindustrie sieht noch keine Gleichbehandlung.
Künstliche Intelligenz verändert die maritime Industrie – nicht spektakulär, sondern schrittweise und praxisnah. Von smarter Wartung über automatisierte Inspektionen bis zur digitalen Verwaltung: Eine Fachtagung des Deutschen Maritimen Zentrums zeigte, welches Potenzial KI bietet – und wo die Grenzen liegen.
Die deutschen Autohersteller müssen ihre Kosten für Forschung und Entwicklung senken. Doch die stärkere Digitalisierung der Entwicklungsprozesse, Verlagerung in andere Länder und die Neuausrichtung auf Software werden zu einer Entlassungswelle in den deutschen Entwicklungsabteilungen führen.
Hersteller Alstom möchte wie Stadler längere Arbeitszeiten. Seit Jahren streiten Arbeitnehmervertreter und das Management über die Sanierung der deutschen Alstom-Standorte. Inzwischen gibt es 2000 Klagen bei Arbeitsgerichten, und das Unternehmen sucht verzweifelt nach einer Lösung.
Herbert Kasser gilt als Experte für Infrastrukturfinanzierung. Seit einem Jahr ist er als Finanzvorstand bei der österreichischen Asfinag tätig. Mit Background spricht er über Finanzierungsfragen in Deutschland und Österreich, Erhalt vor Neubau, Klimaschutz auf der Straße und die Verzahnung der Verkehrsträger.
Neue Daten der Studienreihe „Mobilität in Städten“ zeigen, wie sich die Bedeutung verschiedener Verkehrsmittel in den deutschen Landeshauptstädten verschiebt. Innerhalb von zehn Jahren kam es teilweise zu drastischen Veränderungen. Nicht immer profitierten davon alle nachhaltigen Fortbewegungsmittel des Umweltverbunds gleichermaßen.
Die Vorsitzenden des Sektorbeirats der DB InfraGO, Norbert Reinkober und Bärbel Fuchs, diskutieren mit Tagesspiegel Background über die Zukunft der deutschen Schieneninfrastruktur. Dringend notwendig seien Investitionen, der ETCS-Ausbau und eine langfristige Finanzierung. Sorgen bereitet ihnen der Bundesverkehrswegeplan.
Die Negativ-Erwartungen werden beim Vor-Ort-Check noch übertroffen: Der Autoclub ACE erfasst fehlende Lkw-Parkplätze entlang der Autobahnen. Der Bund kommt mit dem Ausbau wegen des wachsenden Lkw-Verkehrs nicht hinterher. Digitale Dienste wie das Kolonnenparken sollen Verbesserungen bringen.
Die langfristigen Klimaziele Deutschlands dürften deutlich verfehlt werden, zeigt der Prüfbericht des Expertenrats für Klimafragen. Der Verkehrssektor fällt dabei erneut negativ auf. Kritisiert wird die geplante Erhöhung der Pendlerpauschale, während eine Beibehaltung des Deutschlandtickets die CO2-Emissionen reduzieren könnte.
Der neue Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat sein Regierungsprogramm vorgestellt. Er will Infrastruktur-Investitionen und Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen. Mit demonstrativer Ideologiefreiheit sei es allerdings nicht getan, kritisiert die Opposition.
Erstmals soll es schnelle Direktverbindungen mit dem italienischen Superzug Frecciarossa ab München bis nach Rom geben. Die Deutsche Bahn startet mit ÖBB und Trenitalia eine neue Kooperation. Die Allianz bringt bessere Angebote auf der Brenner-Achse – aber vorläufig kaum günstigere Preise.
Bei der Frage, wie gut Europa im Verteidigungsfall vorbereitet ist, geht es nicht nur um Truppen und Waffen – sondern auch darum, wie sie von A nach B kommen. Der Europäische Rechnungshof gab der militärischen Mobilität zuletzt ein ernüchterndes Zeugnis. Expert:innen und Politiker:innen gaben in Brüssel nun Einblicke in die Pläne der EU.
Jürgen Resch, der Chef der Deutschen Umwelthilfe, und Claus Weselsky, der Ehrenvorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, haben den neuen Verkehrsminister Patrick Schnieder dazu aufgefordert, als Eigentümer endlich bei der Deutschen Bahn durchzugreifen. Weselsky verlangt sogar eine Auflösung des DB-Konzerns.
Bürgerbeteiligung kann da helfen, wo Politik direkt das Leben der Menschen erreicht. In der Verkehrspolitik passiert das auf allen Ebenen. Ein Projekt in München soll Partizipation bei Mobilitätsthemen fördern. Aber es gibt auch Stimmen, die vor zu viel Enthusiasmus warnen.
Wie schafft Europas Luftfahrtsektor den Spagat zwischen Klimaschutz und globaler Wettbewerbsfähigkeit? Bei Hintergrundgesprächen mit Lufthansa, Air France-KLM und IAG versucht die EU-Kommission, Zuspruch für ihre Pläne zu gewinnen – doch die Positionen gehen in Teilen auseinander.
Die beliebte Reise-App der Deutschen Bahn erfasst auch persönliche Informationen und gibt sie weiter. Ob das so rechtmäßig ist, soll kommende Woche ein Gericht entscheiden.
Der Einbau des neuen Stellwerks am Kölner Hauptbahnhof hat gezeigt, welch enorme Auswirkungen eine veraltete Infrastruktur hat. Fälle wie diesen wird es noch viele geben. Der Verband der Bahnindustrie hat ein Konzept vorgelegt, mit dem sich die Modernisierung deutlich beschleunigen ließe.
Erst vor zwei Jahren hat Ford seinen Kölner Standort auf Elektroautos umgestellt. Doch die Erwartungen haben sich bislang nicht erfüllt. Ein Sparpaket führt nun zu einer drastischen Reaktion: Zum ersten Mal kommt es zu einem Streik in den Kölner Ford-Werken.
Der Koalitionsvertrag öffnet Fördermöglichkeiten für innovative Verkehrssysteme wie Magnetschwebebahnen. In Nürnberg gibt es konkrete Pläne, doch eine Machbarkeitsstudie zeigt kaum Vorteile gegenüber Straßenbahnen. Das hält die CSU nicht davon ab, am Projekt weiter festzuhalten.
Verkehrsminister Patrick Schnieder setzt auf Kontinuität. Während Staatssekretär Stefan Schnorr bleibt, werden Susanne Henckel und Hartmut Höppner in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Mit Claudia Stutz wird ein Eigengewächs zweite Staatssekretärin.
Der regionale Lkw-Verkehr in Deutschland könnte schnell elektrifiziert werden, indem die Ladeinfrastruktur in Logistikdepots ausgebaut wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Öko-Instituts und des Fraunhofer ISI im Auftrag der Umweltorganisation Transport & Environment.
Griechenland plant, die Europäische Union künftig mit kritischen Rohstoffen zu versorgen. Konkret geht es um Gallium, Kupfer und Antimon – Rohstoffe, die etwa für die Produktion von Technologien gebraucht werden. Die heimische Förderung soll die große Importabhängigkeit reduzieren.
Lange wurde in Brüssel gerungen, hinter verschlossenen Türen diskutiert, wirtschaftliche und klimapolitische Argumente abgewogen. Nun stimmte das Europäische Parlament für die Lockerung der CO2-Flottengrenzwerte. Es gibt der Autoindustrie damit die gewünschte Flexibilität, während Umweltstandards auf der Strecke bleiben.
Die Zölle von Donald Trump treffen die amerikanischen Autobauer unterschiedlich hart. Die „Big Three“ Ford, GM und Stellantis passen Lieferketten an und warnen vor steigenden Preisen. Die Autogewerkschaft UAW hofft auf neue Jobs. Profitieren könnte ein Branchen-Neuling: Jeff Bezos.
Der neue Umweltminister Carsten Schneider ist auch für die Mobilitätsbranche höchst relevant – umso mehr, als sein Haus den Bereich Klimaschutz aus dem Wirtschaftsministerium zurückbekommen hat. Für Kraftstoffe und CO2-Flottengrenzwerte ist das Umweltministerium ohnehin zuständig.
Einer neuen ADAC-Studie zufolge hält die Mehrheit der Deutschen die Mobilitätswende und die Einhaltung der Umweltgrenzwerte für dringend. Selbst für eine Transformation von der autogerechten zur „lebenswerten“ Stadt kann sich die Hälfte der Befragten erwärmen. Wenn es um konkrete Maßnahmen geht, fallen die Antworten anders aus.
Der jahrzehntealte Konflikt zwischen den Atommächten Indien und Pakistan eskaliert. Ein Krieg würde nicht nur die gesamte Region Südasien destabilisieren. Auch die Aussichten für den wachsenden Mobilitätsmarkt würden sich verdüstern. Dabei braucht die Branche ihn dringend.
In der Bundesrepublik wurden im vergangenen Jahr nur rund 20 Kilometer Schienenwege neu elektrifiziert. Insgesamt wären knapp 3600 Kilometer nötig, um zumindest auf einen Anteil von 80 Prozent zu kommen. Die Allianz pro Schiene und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen haben der neuen Regierung Ratschläge gegeben, wie das Ziel zu erreichen ist.
Alle 20 Minuten verunglückt ein Kind im Straßenverkehr. Der Autoclub ACE will mit seinem Schulweg-Check auf Gefahren an Grundschulen aufmerksam machen und Verbesserungen anstoßen. Eltern müssen häufig erst wachgerüttelt werden.
Die Preise von neuen Elektroautos und Verbrennern nähern sich immer weiter an. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist die Preisparität schon beinahe erreicht. Die Politik steht vor der Frage, ob eine staatliche Förderung der Elektromobilität noch nötig ist.
Die Grünen warnen die neue Bundesregierung davor, die Frist zur Beantragung von Geld aus dem EU-Klima-Sozialfonds nicht verstreichen zu lassen. Aus der SPD kommen positive Signale, und das Öko-Institut sieht die Mittel selbst bei einer Verspätung nicht verloren.
Die Carsharing-Anbieter der ersten Stunde vergrößern ihre Flotten hierzulande Jahr für Jahr. Stadtmobil, Cambio und Teilauto fordern trotzdem mehr politische Unterstützung. Ohne bessere Rahmenbedingungen bleibe der notwendige Wandel von privaten zu geteilten Autos eine Herausforderung.
Das Europaparlament stimmt in dieser Woche über die Entschärfung der CO2-Flottengrenzwerte ab. Die Autohersteller können Hoffnung haben. Für die Konservativen wäre das nur ein Etappensieg, sie wollen das Verbrenner-Aus 2035 völlig kippen. Kritiker befürchten großen Schaden für den Green Deal.
Mit der Insolvenz von Customcells in der vergangenen Woche setzt sich der Niedergang der Batteriezellproduktion in Deutschland fort. In der Branche macht sich Resignation breit. Doch es gibt Anlass zur Zuversicht: Prognosemodelle zeigen, dass die Kapazitäten in Europa für die Nachfrage im Jahr 2030 ausreichen könnten.
Wenn die Milliarden aus dem Sondervermögen schnell und effizient verbaut werden sollen, kommt es entscheidend auf die Kommunen an. Einige Städte wenden bereits Laserscanverfahren, Augmented Reality und KI-gestützte Plattformen zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren mit Erfolg an.
City-Maut, Tempo 30, Radwege statt Parkplätze, grün statt grau – anfangs ist der Widerwille oft groß. Je länger der Fortschritt aber wirkt, desto stärker wächst die Begeisterung auch unter Skeptikern. Alles eine Frage der richtigen Kommunikation?
Die frühen Jahre der Luftfahrt in den 1950er- und 1960er-Jahren werden häufig verklärt. Neben anderen Punkten werden die weltweiten Direktverbindungen als großer Vorteil jener Zeit angesehen. In den kommenden Jahren wird es wieder mehr Direktflüge geben, denn ein neues Flugzeug ermöglicht erstmals Interkontinentalflüge zwischen kleineren Flughäfen.
Auf den ersten Blick ist das Urteil des Europäischen Gerichtshofs eine Niederlage für den Ladesäulenbetreiber Fastned. Doch hat das Luxemburger Gericht dem zuständigen Oberlandesgericht Düsseldorf aufgetragen, wichtige Punkte zu prüfen. Das sehen Fastned und ein unabhängiger Anwalt als Chance.
Europa will das Recycling von Altfahrzeugen neu regeln – und damit Rohstoffe besser nutzen und die Autoindustrie nachhaltiger machen. Während die Verhandlungen in Brüssel laufen, streiten Umweltverbände, Hersteller und Zulieferer über den richtigen Weg.
Der Koalitionsvertrag von Union und SPD legt verkehrspolitische Schwerpunkte vor allem auf den Schienenverkehr und die Automobilindustrie. Die Schifffahrt oder der Klimaschutz im Verkehrssektor werden dagegen nur wenig berücksichtigt – im Gegensatz zur hausinternen Prioritätensetzung im BMDV.