Güllefässer rollen dieser Tage landauf, landab: Die Güllesperrfrist naht. Mehr als sonst dürfen Landwirt:innen in Bayern in den Roten und Gelben Gebieten düngen. Möglich macht es das aktuelle Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Wie lange, liegt in den Händen des Bundeslandwirtschaftsministeriums.
Die Regeln für den Anschluss von Biomethananlagen an das Gasnetz laufen Ende 2025 aus. Ein Bündnis aus Branchenunternehmen drängt auf eine Verlängerung. Doch es gibt Widerstand.
Vom Irrweg zum Werkzeug für den Naturschutz: Die Flurbereinigung kann auf demokratischen Wegen Flächen für dringende Umweltprojekte beschaffen. Aber das Instrument ist unpopulär, unterschätzt und unterfinanziert.
Die Bundesregierung will das Energiesteuerrecht entschlacken und hat Reformpläne vorgelegt, die heute Thema einer Anhörung im Bundestag sind. Im Vorfeld kritisiert die Bioenergie-Lobby die geplante Streichung von Biomasse aus der steuerrechtlichen Definition als „erneuerbar“.
Timm Harder vom Friedrich-Loeffler-Institut forscht an der Impfung von Gänsen gegen die Vogelgrippe. Eine Immunisierung der Bestände hält er grundsätzlich für möglich. Frankreich zeige mit seinen durchgeimpften Enten aber, wie komplex und aufwändig ein solcher Schritt wäre.
Die Bundesregierung muss die Treibhausgasminderungsquote bei Kraftstoffen neu regeln. Über den Entwurf haben die Ministerien lange gerungen, nun ist er in der Ressortabstimmung. Die Änderungen: Die Quote im Jahr 2040 soll erhöht werden. Für Flug- und Schifffahrt gilt die Quote nicht.
Der Grünen-Europaabgeordnete Martin Häusling hat am Donnerstag in der Heinrich-Böll-Stiftung eine neue Studie zu TFA-Pestiziden vorgestellt. Mangelhaft sei die Umsetzung bestehender Gesetze, schlussfolgern die Autoren Helmut Burtscher-Schaden und Peter Clausing darin. Eine neue Gefahreneinstufung könnte mehr Klarheit bringen.
Die massenhaft sterbenden Kraniche sind nicht die Überbringer der Vogelgrippe, sondern ihre ersten Opfer, sagt der Tierarzt Oliver Krone. Bei den Nutztieren sei besonders das ökologisch im Freiland gehaltene Geflügel gefährdet. Kranichen könnte die Renaturierung der Landschaft helfen.
Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben in Brandenburg erfolgreich zusammengewirkt. Nach zweieinhalb Jahren Entwicklung wurde ein neuartiges Schlachtfahrzeug in Betrieb genommen. Mit ihm können auf der Weide getötete Rinder über längere Strecken transportiert werden. Alle EU-Vorgaben werden eingehalten. Tierhaltern entstehen neue Chancen.
Gekeulte Tiere und landesweite Stallpflicht: Teile Deutschlands rüsten sich gegen die Vogelgrippe. Fachleute warnen: Solange Geflügel in dichter Haltung lebt, bleibt das Risiko für neue Zoonosen bestehen. Aktuelle Entwicklungen in einzelnen Ländern und Kritik zum Geschehen.
Minister Rainers Projektgruppe zur schnelleren Pflanzenschutzmittelzulassung soll in etwa drei Monaten Ergebnisse liefern. Bis dahin wird die Debatte darum, ob die Zahl der Pestizide ausreicht, mindestens noch dauern. Eine Nachwuchsgruppe erforscht ökologische Alternativen.
Ukrainische Bauern kämpfen nicht nur um ihre Ernte, sondern auch um ihr Überleben. Unter Drohnenangriffen stehen sie täglich vor der Entscheidung, ob sie ihr Leben riskieren wollen, um die Felder zu bestellen.
Der EU-Agrarrat hat in den Verhandlungen zur grünen Architektur der GAP ab 2027 kaum Fortschritte erzielt. Österreich hat durch eine gemeinsame Erklärung einen Vorstoß gewagt. Man wolle sie sich genauer anschauen, versprachen Agrarkommissar Hansen und Dänemarks Minister Jensen. Nach wie vor stehen die Diskussionen am Anfang.
Der als schwarze Metzger bekannte Agrarminister Alois Rainer will in Brüssel kein Verbot von Bezeichnungen wie „veganes Schnitzel“ oder „Soja-Wurst“ mittragen. Für die Bundesregierung steht dabei weniger Ideologie als Bürokratieabbau und hohe Kosten für die Wirtschaft im Vordergrund.
Die Behörden reagieren auf die Ausbreitung der Vogelgrippe mit Sperrzonen, Stallpflichten, Biosicherheitsmaßnahmen und verstärkten Kontrollen. Die Lage sei ernst, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Rainer. Inzwischen mussten schon über 400.000 Tiere gekeult werden. Eine Alternative wären Impfungen. Für die ist Deutschland aber noch nicht vorbereitet.
In Bayern gelten seit Freitag die Einschränkungen für die Düngung in den Roten Gebieten nicht mehr. Das Bundesverwaltungsgericht kippte die entsprechende Verordnung. Die Vorgaben für die Ausweisung von Belastungszonen müssten präziser gefasst werden. Ein klarer Fingerzeig gen Berlin: das Düngegesetz braucht mehr denn je eine Novellierung.
Kita- und Schulessen im Visier von Hackern? Eine Studie des BMLEH zeigt Risiken für die Kita- und Schulverpflegung auf. Denn mehr Digitalisierung bedeutet auch mehr Angriffsfläche. Cyberangriffe, Stromausfälle und Personalengpässe könnten die Schulverpflegung gefährden, warnt Carolin Kahlisch vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung.
Die gefürchtete Vogelgrippe ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Rund 2000 Kraniche starben in Ostdeutschland – und in Baden-Württemberg wurden nach dem Ausbruch der Krankheit in einem Geflügelbetrieb 15.000 Tiere getötet. Bund und Länder wollen nun über das weitere Vorgehen beraten.
Zögerliche Finanzzusagen und Zweifel am Konzept: Der zur UN-Klimakonferenz geplante Milliardenfonds für den Tropenwald gerät ins Stocken, noch bevor er an den Start geht. Bundeskanzler Friedrich Merz wird zur entscheidenden Figur.
Ein Gutachten zum Rechtsrahmen der energetischen Holznutzung zeigt Inkonsistenzen und Unsicherheiten auf. Der Autor fordert eine Reform, um Holz nachhaltig in die Energiewende einzubetten. Kritiker betonen, dass Holz ein wichtiger und klimafreundlicher Energieträger bleibt.
Im Europaparlament ist der Kompromiss zum Lieferketten-Omnibus überraschend gescheitert. Konservative, Sozialdemokraten und Grüne ringen weiter um den richtigen Weg zwischen Wirtschaftsfreiheit und Menschenrechtsschutz. Für Unternehmen bleibt die Unsicherheit bestehen. Forschende warnen derweil vor einem gefährlichen Rückschritt für Mensch und Umwelt.
Was in der Nachkriegszeit eine Notmaßnahme war, entpuppt sich heute als Schutzfaktor: Die Rationierung von Zucker in Großbritannien hat Generationen geprägt – und beim Herz-Kreislauf-Risiko nachhaltig Spuren hinterlassen. Forschende sehen darin einen Hinweis, wie stark frühe Ernährung das ganze Leben beeinflusst.
Die EU hat am Dienstag auf die anhaltende Kritik an der Anti-Entwaldungsverordnung EUDR reagiert. Angaben zur Herkunft von Produkten wie Kakao- oder Kaffeebohnen soll jetzt nur der erste Importeur auf dem EU-Markt machen müssen. Ein im September angekündigter Aufschub der Regeln soll für kleine Firmen gelten.
Mehr junge Menschen für die Landwirtschaft zu gewinnen, ist eines der zentralen Anliegen von Agrarkommissar Christophe Hansen. Jetzt legt er seinen Plan dafür vor. Der enthält sinnvolle Initiativen, wird aber nicht ausreichen.
Der Trilog über das Vereinfachungspaket zur Gemeinsamen Agrarpolitik ist überraschend gescheitert. Wie die Abgeordnete Christine Singer kritisierte, habe sich der Rat geweigert, mit dem Parlament zu verhandeln. Der Rat dagegen fühlte sich von einer neuen Tagesordnung überrumpelt. Die Gespräche sollen nun zunächst auf Arbeitsebene fortgesetzt werden.
Das Gesetz zur Reduzierung von Pestiziden in Frankreich hat bisher wenig bewirkt. Kürzlich wurde die Regierung zu einer Neubewertung der Zulassungen verurteilt. Neue Daten zeigen die Umweltbelastung durch Pestizide im Land mit einer bisher unerreichten Genauigkeit.
Der Agrardiesel wird wieder begünstigt und bei Honig muss die Herkunft genauer angegeben werden. Dem hat der Bundesrat am Freitag zugestimmt. Bei der Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie und beim Lieferkettengesetz hat die Länderkammer Nachbesserungswünsche. Ein Überblick über die Sitzung am Freitag.
Die EU hat erstmals rechtliche Ziele gegen Lebensmittelverschwendung festgelegt. Doch diese bleiben hinter den Erwartungen zurück. Das Parlament wollte stärkere Vorgaben, aber einige Staaten widersetzten sich – mit Unterstützung der Kommission. Für Wissenschaft und NGOs ein enttäuschender Kompromiss.
Seit über zwei Jahren gibt es ein Gesetz, aber keine Umsetzung: das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz. Bis zum 1. März 2026 benötigt die Regierung klare Vorgaben zur Kennzeichnung. Streitpunkte sind unter anderem die Einbeziehung von Gastronomie und Importware. Fachverbände und NGOs fordern dringend eine transparente Regelung.
In sozialen Netzwerken kursieren zahllose Mythen über Ernährung. Meistens werden diese Falschinformationen durch Algorithmen befeuert. Vieles davon sind wissenschaftlich nicht belegt oder gar riskant. Warum Ernährungsthemen besonders anfällig für Desinformationen sind und weshalb Ernährungsbildung wichtig ist.
Das EU-Parlament will Begriffe wie „Schnitzel“ oder „Burger“ künftig pflanzlichen Produkten verbieten – sehr zum Ärger von Rügenwalder Mühle-Chef Jörg Pfirrmann. Im Gespräch erklärt er, warum das Namensverbot mehr Bürokratie als Verbraucherschutz bringt, wie viel Millionen eine Umstellung kosten würde – und warum der Veggie-Boom trotzdem weitergeht.
Fachkräftemangel, Bürokratie und Streit um die Mehrwertsteuer: In einer Anhörung im Bundestag prallten die Positionen von Gewerkschaften, Wissenschaft und Branche aufeinander. Während die einen vehement Entlastung fordern, warnen die anderen vor zu teuren Subventionen.
Auch dieses Jahr veröffentlicht Misereor zusammen mit der Universität Göttingen eine Armutsstudie. Die traurige Erkenntnis: Die globale Ernährungsarmut hat eine Rekordhöhe erreicht. 3,25 Billionen US-Dollar fehlen weltweit für gesunde Ernährung. Der Südsudan ist pro Person am stärksten betroffen, aber auch EU-Länder kämpfen mit Ernährungsarmut.
Sollen Verbraucher:innen die Ernährungstransformation allein in die Hand nehmen – oder sollte die Politik die Zügel übernehmen? Eine Online-Tagung geht dieser Frage nach. Denn fest steht: Die Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich eine gerechtere Ernährungspolitik. Die Frage ist nur, wie sie am besten umsetzbar ist.
Das Tropical Forest Forever Facility (TFFF) klingt verlockend: Ein globaler Fonds, der scheinbar aus dem Nichts Milliarden zum Schutz tropischer Wälder generiert. Doch das Risiko eines finanziellen Ausfalls – und dass der Regenwald keinen Cent erhält – ist enorm, sagt Volkswirt Max Alexander Matthey. Das gehe zulasten der politischen Glaubwürdigkeit.
Die Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung ist heiß umkämpft. Wie die Konflikte gelöst werden könnten, beschreiben Empfehlungen des Austrian Centre for Peace. Es setzt auf Beteiligung und Transparenz, warnt aber auch vor falschen Kompromissen.
Durch die Androhung eines Pakts mit den Ultrarechten konnte der konservative Omnibus-EP-Berichterstatter Jörgen Warborn Liberale und Sozialdemokraten zu einem Kompromiss zwingen: Demnach sollen die meisten Unternehmen aus den Nachhaltigkeitsberichts- und Lieferkettenpflichten herausfallen. Heute wird im Ausschuss abgestimmt.
Der bürokratische Aufwand, sich für EU-Gelder zu bewerben, schreckt viele landwirtschaftliche Betriebe ab. In Brandenburg zeigen Kooperativen, wie Ressourcen gebündelt und bessere nachhaltige Bewirtschaftung werden können. Doch das Erfolgsmodell könnte mit der Reform der GAP vor dem Aus stehen. Ein Feldbesuch mit Olaf Scholz.
Vier Wochen vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Belém spricht Brasiliens stellvertretender Finanzminister Dario Durigan über die Bedeutung des neuen Klimafonds TFFF. Die Suche nach Unterstützern ist schwierig – doch der Klimaschutz hätte eine Chance, wenn Deutschland mitzieht.
Deutschland hat ein Problem mit zu viel Nitrat im Grundwasser. Vielerorts liegen die Messwerte für Nitrat seit Jahren über dem Grenzwert. In einem wegweisenden Urteil hat das Bundesverwaltungsgericht nun entschieden, dass der Bund mit einem Aktionsprogramm aktiv gegensteuern muss.
Das Europäische Parlament hat über zwei zentrale Vorhaben zur Agrarpolitik abgestimmt. Neben der Vereinfachung von Umweltauflagen in der Gemeinsamen Agrarpolitik wurde die Einschränkung von Bezeichnungen wie „Veggie-Burger“ angenommen. Während Konservative Landwirte schützen wollen, warnen Kritiker vor Rückschritten beim Umwelt- und Klimaschutz.
Immer wieder erschleichen sich Landwirt:innen – und Pseudo-Landwirt:innen – ungerechtfertigt EU-Agrarsubventionen. Millionen Euros wurden so betrogen. Meist sind auch nationale Behörden verwickelt, wie Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft zeigen. Dabei gibt es fortbestehende Schwachstellen in der GAP.
Die Ukraine entwickelt ihre Biomethanproduktion weiter: Die Mengen steigen rasant, sodass sie zu einer strategischen Ressource für die EU werden könnten. Denn der erneuerbare Energieträger eröffnet Chancen für die Unabhängigkeit von russischem Gas. Im Weg stehen Zertifizierungspflichten und Zollbürokratie.
Nach der Agrarministerkonferenz im September ist die Umsetzung der Tierhaltungskennzeichnung zum 1. März 2026 nicht mehr besonders wahrscheinlich. Zu grundlegend sind die noch offenen Punkte. So geht es neben der Sichtbarkeit der Kennzeichnung auch um die Einbeziehung ausländischer Ware – die europarechtlich kaum umzusetzen ist.
Als eine seiner letzten Amtshandlungen hatte Cem Özdemir in einem nationalen Alleingang versucht, Lebendtiertransporte in Drittstaaten zu verbieten. Das scheint unter bestimmten Bedingungen möglich, so die Reaktion der EU, die Background exklusiv vorliegt. Doch dies ist keine Option für Özdemirs Nachfolger Alois Rainer. Er setzt auf EU-weite Regeln.
Vier Fachleute haben rechtliche Zweifel am Mercosur-Abkommen. Nicht nur den Kniff der Kommission, das Abkommen in zwei Teile zu spalten, halten sie für fraglich. Der Vertragstext enthalte auch ein Element, dass die europäische Umwelt- und Klimagesetzgebung massiv behindern könnte.
Ob vegetarische Produkte weiter wie Fleischprodukte bezeichnet werden dürfen, will das Europäische Parlament am Dienstag debattieren und am Mittwoch entscheiden. Die Sozialdemokraten spotten über einen konservativen Kulturkampf.
Was wir essen, entscheidet über Gesundheit und Klima. Laut dem neuen EAT-Lancet-Bericht ist das Ernährungssystem die wichtigste Ursache für das Überschreiten planetarer Grenzen. Eine Umstellung auf die Planetary Health Diet könnte Millionen Todesfälle verhindern und die Emissionen des Sektors halbieren. Dies Ergebnis dürfte jedoch auch Kritiker mobilisieren.
Längst sind smarte Fütterungssysteme oder Precision Farming Teil der modernen Landwirtschaft. Künstliche Intelligenz soll sie nachhaltiger und noch effizienter machen. Dafür braucht es aber mehr Koordination im Datenraum.
Auf Änderungen an den Nachhaltigkeitsberichts- und Sorgfaltspflichten von Unternehmen will sich das Europaparlament kommende Woche einigen. Die Verhandlungen sind Teil von mehreren Vereinfachungspaketen – die Omnibusse. Davon rollen dieses Jahr noch zwei für den Bereich Landwirtschaft und Ernährung an.
In Sachen Moorschutz schafft das Bundesumweltministerium Fakten: Ende des Jahres sollen Mittel zur Wiedervernässung und Kompensation bereitstehen. Kritisch haben Verbände die geplante Stilllegung bewirtschafteter Wälder in der geplanten Neufassung des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz beurteilt.
Viele Menschen werden nicht zu Vegetariern, weil ihnen Fleisch nicht mehr schmeckt, sondern aus Mitgefühl. Für diejenigen, die weiter Lust auf Steak oder Bacon haben, könnte Laborfleisch eine Lösung sein. Der aktuelle Stand zu Fleisch und Alternativen am heutigen Weltvegetariertag und worüber das Europäische Parlament demnächst abstimmt.
Der Erhalt und Schutz der Almwirtschaft hat es in den Koalitionsvertrag geschafft. Wie der gewährleistet werden soll, bleibt bislang jedoch unklar. Nur so viel: Die Kombinationshaltung von Rindern soll möglich bleiben. Das Land Bayern und der bayerische Bauernverband sehen noch mehr Handlungsfelder.
Bundesumweltminister Carsten Schneider präsentierte am Montag seinen Vorschlag zur Weiterentwicklung des ANK. Einige der Maßnahmen beziehen sich auf Wälder, Moore und Ackerböden. Mit über 800 Millionen Euro für 2026 und über eine Milliarde Euro ab 2028 scheinen Förderungen gut finanziert zu werden. Doch Land- und Forstwirte müssen auch mitmachen.
In der ersten planmäßigen Agrarministerkonferenz unter Bundesminister Rainer traten die Bundesländer nicht gerade geeint auf. Bei der Tierhaltungskennzeichnung ging es um einen erneuten Aufschub. Rainer lehnte aber auch ein eigenes staatliches Logo klar ab. Weiter stritten die Ministerinnen und Minister um GAP, Wolf und Pflanzenschutz.
Die geplante Novelle des Düngegesetzes soll Verursachergerechtigkeit schaffen, verspricht Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Verbindliche Verträge zwischen Milchbauern und ihren Abnehmern lehnt er ab.
Eine Mehrheit der Länder in der Agrarministerkonferenz hat am Freitag die Überarbeitung der EU-Verordnung über die Wiederherstellung der Natur gefordert – bis hin zu deren Abschaffung. Das könnte über den geplanten zweiten Agrar-Omnibus der EU-Kommission geschehen, der vor Ende des Jahres herauskommen soll. Die Grünen im Bundestag protestieren.
Alois Rainer ist Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Außerdem ist er gelernter Metzger. Sein Job sei nicht, die Preisschilder im Supermarkt zu bestimmen, sagt er. Was dann? Und wie fühlt es sich an, ein Schwein zu schlachten?
Verzehrfertig, günstig, fast immer verfügbar: Hochverarbeitete Lebensmittel – kurz UPF – sind beliebt bei Verbraucher:innen und ebenso kontrovers. Doch was genau steckt hinter diesen Lebensmitteln, die als ungesund gelten? Und warum ist die Politik in dieser Debatte gefragt? Eine Einordnung.
Die Wiederherstellungsverordnung ist ein hochemotionales Thema – zumindest in Deutschland. Nach Inkrafttreten ist eine teils hitzige Debatte entbrannt, die auch bei der laufenden Herbstkonferenz der Agrarminister:innen geführt wird. Doch längst nicht alle Argumente stimmen.
Als sich während der Verhandlungen zum Haushalt 2025 das Ende des Bundesprogramms zum Umbau der Tierhaltung abzeichnete, wandten sich die Grünen im Bundestag mit einer kleinen Anfrage an die Bundesregierung. Für Tierhalter dürfte die Antwort ernüchternd sein. Alternative Förderungen werden derzeit klar verneint.
Europas Gewässer sind oft mit Giftstoffen belastet. Brüssel verschärft nun die Regeln, um das zu verhindern. Doch die Staaten bekommen sehr viel Zeit bei der Umsetzung. PFAS werden neu in die Liste der gefährlichen Substanzen aufgenommen. Ab August 2026 sind in Einwegverpackungen verboten. Für Glyphosat bleiben die Grenzwerte offenbar gleich.
Die EU-Kommission wollte Walddaten künftig europaweit harmonisiert sammeln. Am Dienstag haben die Ausschüsse für Agrar und Umwelt im Europaparlament den Vorschlag abgelehnt – zur Freude der rechten Parteien. Deutliche Kritik kam von den Grünen. Wie es nun weitergeht.
Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indonesien offenbart noch immer Differenzen bei EU-Regeln zum Schutz gegen Waldzerstörung. Indonesische Palmöl-Exporteure sollen Hilfe bekommen, um die Vorgaben zu erfüllen. Doch noch am selben Tag verkündet Brüssel, die Regeln um ein weiteres Jahr zu verschieben.
Die EU-Kommission will die Entwaldungsverordnung erneut verschieben – offiziell wegen IT-Problemen. Große Unternehmen müssten die Vorgaben damit frühestens Ende 2026 erfüllen, kleinere ab Mitte 2027. Während Teile der Wirtschaft aufatmen, sprechen Umweltverbände von einem Tiefpunkt und warnen vor Folgen für den Waldschutz.
Ab August 2026 gilt ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Doch es mangelt an der Infrastruktur für eine ordentliche Verpflegung, kritisiert das Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung. Eine Veranstaltung soll vorbildliche Praxisbeispiele präsentieren und Tipps bei der Umstrukturierung liefern.