Die deutschen Agrarchef:innen kommen diese Woche zur Herbsttagung zusammen, Wolf und Wiederherstellungsverordnung sind Top-Themen. In Brüssel geht es beim Agrarrat unter anderem um die Weinkrise. Der Agrarausschuss im EU-Parlament stimmt seinen Bericht zum Forest Monitoring Law ab.
Nach langen Verhandlungen hatte die damalige Ampel-Regierung das Zukunftsprogramm Pflanzenschutz auf den Weg gebracht. Nun wurde das Programm im Umfang von 1,7 Millionen Euro gestrichen. Unausgewogen und praxisfern sei es gewesen. Die Bundesregierung bekennt sich trotzdem zur Reduktion, doch ohne konkrete Zielvorgaben.
Die Expertenkommission Forschung und Innovation hat digitale Wasserregister und dynamische Wasserpreise in ihrem jüngsten Gutachten empfohlen. Bisher ist davon noch nichts umgesetzt. Die Landwirtschaft aber ist sich sicher: Sie muss Vorrang vor anderen Nutzern haben. Können Innovationen im Kontext des Klimawandels bei Nutzungskonflikten helfen?
Die EU-Kommission hat die Aufstockung deutscher Staatshilfen für Energie aus Biomasse und Biogas genehmigt. Das Biomassepaket fördert ökologischen Strom, erhöht das Ausschreibungsvolumen und unterstützt die Wärmeversorgung. Die Branche ist erleichtert, aber noch nicht ganz zufrieden.
Nach einer Informationsveranstaltung von zwei Bundesministerien haben Waldeigentümer:innen ihre Kritik an der Wiederherstellungsverordnung nachgeschärft. Zwar fallen die Ziele der beiden Verbände und die der Verordnung nicht zwingend auseinander. Doch es fehlen noch Antworten auf viele Fragen.
Die Digitalisierung in der Landwirtschaft verläuft immer schneller – in keinem Technologiesektor werden so viele Innovationen wie im Agrarsektor angemeldet, hat das Europäische Patentamt ermittelt. Wie gut ist Deutschland aufgestellt und wie verbreitet ist der Einsatz von Drohnen in anderen Teilen der Welt? Ein Überblick.
Im brandenburgischen Lietzen forscht das ZALF seit 30 Jahren an der reduzierten Bodenbearbeitung. Bei der Vorstellung der Ergebnisse zum Jubiläum des Langzeitversuchs wurde deutlich: Die Lösung liegt selten klar auf der Hand, für den Landwirt hat jedes Anbausystem seine Vor- und Nachteile. Hier richtig abzuwägen, bleibt eine Daueraufgabe.
Der Bundestag hat am Dienstagabend in zweiter Lesung über den Agrarhaushalt abgestimmt. Geändert hat sich im Vergleich zum Regierungsentwurf wenig. Doch die Debatte verlief leidenschaftlich – erwartungsgemäß wurde sie vom vorzeitigen Ende des Bundesprogramms zum Umbau der Tierhaltung überschattet.
Ein Bericht des Wirtschaftsministeriums zur Energiewende bestätigt die stabilisierende Rolle von Biomasse im Stromsystem. Die Branche aber meint: „Wir können noch mehr.“ Als Bremsklotz könnten sich Pläne der Bundesregierung erweisen, Bioenergie künftig mit der Stromsteuer zu belegen.
Das Angebot im Supermarktregal beeinflusst, was wir essen. Doch welche Verantwortung trägt der Lebensmittelhandel in der Ernährungswende? Über den Spagat zwischen günstigen Preisen und nachhaltigen Produkten, Chancen und Risiken politischer Regulierung und warum gute Ernährung bezahlbar sein sollte.
Kartoffeln erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. Zuletzt nahm der Pro-Kopf-Verbrauch wieder deutlich zu. Nach Reis, Weizen und Mais gilt die Kartoffel als eine der wichtigsten Kulturpflanzen – und spielt eine große Rolle für die Ernährung der Weltbevölkerung. Jetzt soll zum Schutz vor dem Klimawandel ihre genetische Vielfalt untersucht werden.
Wenn es um Ernährung geht, herrscht parteiübergreifend Einigkeit darüber, dass Bildung eine wichtige Rolle spielt. Der Verein „Acker“ will das Lernen über Lebensmittel so selbstverständlich machen wie Sport- oder Musikunterricht. Dafür bringt er Gemüsebeete in Schulen und Kitas. Doch zieht die Politik langfristig mit?
Der Umbau der Tierhaltung steht, laut eigenem Bekunden, bei Alois Rainer oben auf der Agenda. Jährlich wollte er tiergerechte Ställe mit 1,5 Milliarden fördern. Das hat nicht geklappt. Doch auch der Abruf der vorhandenen Mittel lief schlecht. Bis November sollte der Minister Konzepte dagegen auf den Tisch legen. Rainers Reaktion: Er stampft das Programm ein.
Wegen des Haushaltsurteils des Bundesverfassungsgerichts musste die damalige Ampel-Regierung beim KTF 2024 erheblich einsparen. Doch bei diesen Kürzungen ist es bei weitem nicht geblieben, wie ein aktueller Bericht des Finanzministeriums zeigt. Viele Mittel blieben ungenutzt. In der Landwirtschaft traf das vor allem den Moorschutz.
Die finanziell schwächere Bevölkerungsschicht besser unterstützen? Mit diesem Ziel stellte Die Linke einen Antrag auf Mehrwertsteuerbefreiung für Grundnahrungsmittel. Nun hat der Finanzausschuss des Bundestags den Antrag abgelehnt, am Freitag stimmt das Plenum darüber ab.
Heftige Reaktionen hat die Abstimmung im Agrarausschuss des EU-Parlaments zur Gemeinsamen Marktordnung nach sich gezogen. Der Ausschuss nutze die Novelle als Deckmäntelchen, heißt es sowohl von einem Abgeordneten der Grünen als auch vom Deutschen Raiffeisenverband.
Die Biogasbranche fordert bessere Förderbedingungen für Biomethan, um das erneuerbare Energiesystem von morgen zu stärken. Dazu geht das Hauptstadtbüro Bioenergie heute mit einem Positionspapier an die Öffentlichkeit. Die Stadtwerke Trier machen vor, wie Biomethan nachhaltig eingesetzt werden könnte.
Der Agrarausschuss im Europäischen Parlament hat seine Position zur Stärkung der Landwirte in der Lieferkette gefunden. Damit mündet eine Forderung der Bauernproteste vom Winter 23/24 in politisches Handeln: Schriftliche Verträge sollen ein wenig mehr Gerechtigkeit für die Produzenten bringen. Manche Abgeordnete kochten aber auch ihr eigenes Süppchen.
Woher der beliebte goldgelbe Brotaufstrich stammt, ist oft schwer zu sagen: Auf dem Glas stehen nur vage Bezeichnungen. Supermarktkunden sollen aber demnächst genaueren Durchblick bekommen. Für die nationale Umsetzung der EU-Vorgaben bereitet das Bundesernährungsministerium nun eine Verordnung vor.
Die Ernährungssouveränität Deutschlands ist durch den Klimawandel und die sinkende Zahl zugelassener Pflanzenschutzmittel in Gefahr. Das schreibt der Industrieverband Agrar auf Grundlage einer Studie, die heute veröffentlicht wird. Was die Pestizide betrifft, will die Koalition gegensteuern und hat im Haushalt Konsequenzen gezogen.
Wer Wiederkäuer nach Biorichtlinien hält, muss ihnen Weidegang ermöglichen. Eigentlich. Einige deutsche Biobetriebe weiden aber nur teilweise. Wie viele Ausnahmen möglich sind, handelt die EU gerade aus. Für einige Biobetriebe könnte der laufende Prozess aber zu lange dauern. Für sie läuft die Prämienuhr am 30. September ab.
Bei der Proteinwende hinkt die EU-Politik dem technologischen Fortschritt hinterher. Ein neuer Bericht europäischer Wissenschaftsakademien untermauert die Forderung, den Umstieg auf Fleischalternativen wie Pflanzenproteine, Insekten oder kultiviertes Fleisch zu beschleunigen. Kosten, Regulierung und Skepsis der Verbraucher:innen würden den Markt bremsen.
Gute Stimmung im Land verbreiten und nicht alles schlecht reden – das hat sich Alois Rainer zum Ziel gesetzt, trotz knapper Kassen. Er will nicht nur auf finanzielle Mittel, sondern auch auf andere Instrumente setzen. Dennoch dürften Tierhalter enttäuscht sein, dass die angekündigten 1,5 Milliarden Euro pro Jahr wohl nicht kommen werden.
Die EU-Kommission startet den Ratifizierungsprozess für das EU-Mercosur-Handelsabkommen. Das Versprechen der Vereinbarung lautet Wirtschaftswachstum bei gleichzeitigem Schutz von heimischen Produzenten und Verbrauchern – und das in Zeiten großer handelspolitischer Unsicherheit. Doch das überzeugt nicht jeden.
Eine angeblich existierende HVO-Anlage in den Vereinigten Arabischen Emiraten scheint in Wahrheit eine Fälschung zu sein – die dazugehörigen Nachhaltigkeitszertifikate bleiben offenbar dennoch gültig. Grund ist der in Deutschland geltende Vertrauensschutz. Fachverbände fordern eine Reform, während Ministerien und Wirtschaft über die Konsequenzen streiten.
Ob in Kitas, Schulen oder Kantinen – die Biostrategie 2030 kann nur gelingen, wenn Bund, Länder und Kommunen zusammenarbeiten. Unter neuer Führung im Agrarministerium stellt sich jedoch die Frage, wie es damit weitergeht. Ein Blick auf Strukturen, politische Unterstützung und die kommunale Umsetzung.
Mehrere regulatorische Vorgaben sollen Banken dazu bringen, natur- und biodiversitätsbezogene Risiken bei ihren Kunden zu messen. Davon ist die Landwirtschaft im besonderen Maße betroffen. Doch in der Praxis haben die Banken nach wie vor Mühe, die Anforderungen umzusetzen. Eine Studie der Landwirtschaftlichen Rentenbank zeigt die Herausforderungen.
Der UN Food Systems Summit 2025 steht in der Kritik: Konzerninteressen, politische Machtkämpfe und Wegwerfkultur würden Ernährungssicherheit verhindern, sagen Nicht-Regierungsorganisationen. Experte Martin Frick über Diversifizierung in der Landwirtschaft, bewussteren Konsum und Bildung.
Deutschland und Frankreich haben einen formalen Kompromiss zu internationalen Handelsabkommen gefunden. Die EU-Kommission könnte ein Splitting-Verfahren für eine erleichterte Ratifizierung vorschlagen.
Das Bundesarbeitsministerium will kurzfristig die geplante Entlastung von Firmen beim Lieferkettengesetz ins Kabinett bringen. Dies soll dort bereits am Mittwoch beschlossen werden. Während Wirtschaftsverbände die Entlastung begrüßen und NGOs diese kritisieren, sorgt vor allem die ungewöhnlich knappe Frist zur Stellungnahme für Unmut.
Eigentlich sollte Essen ein Genuss sein. Für Betroffene von Arfid lösen bestimmte Nahrungsmittel aber Ekel, Angst oder Desinteresse aus. Die noch wenig bekannte Essstörung hat für Betroffene aber Konsequenzen. Was zu Arfid führt, und welche Rolle Eltern einnehmen können, erklärt die Psychologin Ricarda Schmidt.
Die EU will die Rodung von Wäldern stoppen und hat eine Entwaldungsverordnung verabschiedet. Diese fordert eine lückenlose Dokumentation der Holzherkunft. Doch deutsche Waldbesitzer und Sägewerkbetreiber laufen Sturm gegen den Plan – denn die Verordnung sorgt für bürokratische Hürden. Umweltschützer fürchten zudem Schäden durch neue Regelungen.
Viele Biogasanlagen fallen demnächst aus der EEG-Förderung. Die besseren Vergütungen aus dem Biogaspaket würden für sie wahrscheinlich zu spät kommen. Flaschenhals ist der Notifizierungsprozess der EU. Bioenergiebranche und Bauernverband fordern deshalb schnelle Überbrückungshilfen.
Alois Rainers Vorschlag, seine parlamentarische Staatssekretärin Silvia Breher als Bundestierschutzbeauftragte zu berufen, hat das Kabinett am Mittwoch angenommen. Mögliche Loyalitätskonflikte der Neuen löste das Kabinett, indem es das Wort „unabhängig“ in Brehers Stellenbezeichnung strich. Sie will nun die Videoüberwachung in Schlachthöfen angehen.
Die Naturkautschukindustrie steht an einem Wendepunkt. Wer seine Lieferketten jetzt nicht umbaut, könnte schon bald nicht mehr lieferfähig sein, befürchtet eine Umweltstiftung. Warum der „unsichtbare“ Rohstoff zum Prüfstein für die Glaubwürdigkeit globaler Nachhaltigkeitsstrategien wird – und was dies für Kleinbäuerinnen und -bauern bedeutet.
Die brasilianische Regierung hat ein Update ihres Plans für die Tropical Forest Forever Facility vorgelegt. Sie soll waldreiche Länder belohnen, wenn sie ihre Bäume stehenlassen. Neu ist, dass ein Fünftel der Mittel für indigene Völker reserviert sind. Die Umweltorganisation Germanwatch kritisiert intransparente Anlagekriterien des Fonds hinter der TFFF.
Deutschlandweit warten Betreiber fertiger Agri-PV-Anlagen auf grünes Licht aus Brüssel für die von der Ampel beschlossenen besseren Förderregeln. Doch die Gespräche bleiben auch unter der neuen Bundesregierung zäh, weshalb diese sich auch auf ein Scheitern vorbereitet.
Mit Mitteln wie Wasser, Netzen oder Sand kämpfen Landwirte gegen Sonnenbrand bei Äpfeln. Trotzdem verursacht er teils große Ernteverluste. Um diese zu verringern, arbeiten Forschende an einem KI-basierten Frühwarnsystem gegen Hitzeschäden. Die App soll gezielte Schutzmaßnahmen ermöglichen, erste Prototypen sind bereits verfügbar.
Die letzten Schritte für ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indonesien stehen bevor. Besonders für die klimaschädlichen Nickel- und Palmölindustrien im Inselstaat steht viel auf dem Spiel. Umweltschützende verlangen Maßnahmen gegen Waldzerstörung und Spielräume für indonesische Wertschöpfung.
Shaik Imran hat das Start-up Prakheti mitgegründet, das regenerative Landwirtschaft im Bundesstaat Kerala fördert. Sein Studium der Landwirtschaft absolvierte er im Punjab, der Reiskammer Indiens. Als Delegierter der Jugendorganisation Youngo nimmt Imran an UN-Klimakonferenzen teil.
Ist es rechtskonform, Schweine auf engstem Raum und auf Vollspaltenböden zu halten, wie wir das in Deutschland tun? Nein, meinte vor sechs Jahren das Land Berlin und wandte sich ans Bundesverfassungsgericht. In diesem Jahr könnte eine Entscheidung aus Karlsruhe gravierende Folgen für die gesamte Branche bringen.
Der ländliche Raum blutet aus – nicht überall, aber in strukturschwachen Regionen umso mehr. Junge gehen, Häuser verfallen, Infrastruktur verschwindet. Doch es gibt Auswege. Frederik Fischer hat sich der Rettung des Landes verschrieben. Zum Beispiele mit Kodörfern, gemeinschaftlichen Siedlungen mit einem neuen sozialen Versprechen.
Die Landwirte in Deutschland fahren wieder deutlich mehr Getreide ein als im vergangenen Jahr. Mancherorts gibt es Qualitätseinbußen, verursacht durch den Regen oder die Düngevorschriften in den roten Gebieten. Für DBV-Präsident Joachim Rukwied kann die Abschaffung der Stoffstrombilanz nur ein erster Schritt sein.
Mikroplastik verschmutzt die Böden und hemmt das Pflanzenwachstum. In Deutschland sind Klärschlamm, Reifenabrieb, Folien und umhüllte Düngemittel die größten Quellen. Doch der vorerst letzte Versuch, ein globales Plastikabkommen abzuschließen, ist vergangene Woche in Genf gescheitert.
Junglandwirte bekommen von der EU eine Förderung – aber nicht, wenn sie gemeinsam in einer Agrargenossenschaft wirtschaften. Von mehreren Teilhabern bekommt dann oft gar keiner eine Förderung. Dagegen klagen nun zwei Genossenschaften aus Brandenburg, unterstützt vom Genoverband.
Eine Agrar- und Ernährungswende ist nicht nur möglich – sie wäre ein Gewinn für uns alle, meint Agrarökonom Hermann Lotze-Campen. Mit einigen bekannten Hebeln ließen sich bis 2050 versteckte Kosten in Billionenhöhe einsparen – vorausgesetzt, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ziehen jetzt an einem Strang, sagt er im Gespräch mit Tagesspiegel Background.
Bei der Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung sind viele Fragen noch unbeantwortet. In einer Stellungnahme fordern Landbesitzende jetzt erneut mehr Mitsprache. Zwei Stakeholdertreffen sind im September und November geplant. Die EU dagegen will kommende Woche keinen Finanzplan für die WVO vorstellen.
Der Holzwerkstoffhersteller Pfleiderer aus der Oberpfalz muss Informationen zu Biodiversität offenlegen, sagt Nachhaltigkeitschefin Stefanie Eichiner im Interview mit Susanne Bergius. Und keinesfalls nur wegen EU-Berichtspflichten: „Bei uns kommt der Druck aus der Finanzwelt.“
Wegen der Abschaffung der Stoffstrombilanz per Ministerverordnung klagt die grüne Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht. Das Parlament hätte beteiligt werden müssen, so die Grünen. Zweifel an dem Eilverfahren gab es immer. Das BMLEH hat sich zwar abgesichert. Doch ob die Aufhebung Bestand haben wird, ist alles andere als sicher.
Nahrungsmangel, Trinkwasserknappheit und soziale Unruhen können die Folge von immer schlechterer Bodenqualität sein. Wissenschaftler:innen fordern jetzt eine drastische Umstellung der Ernährungssysteme und politische Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung bis 2050.
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung mischt sich in die Debatte um die EU-Agrarpolitik ein. Ratsmitglied Hubertus Paetow, Präsident der DLG, erklärt den Hintergrund und skizziert, wie sich die Empfehlungen in Politik übersetzen ließen.
Die deutschen Wälder entwickeln sich immer mehr zur Kohlenstoffquelle. Die Bundesregierung fördert deshalb den Umbau der Wälder weg von Monokulturen hin zu Mischwäldern. Das braucht Zeit und Geld. Zudem sind Besitzer kleinerer Wälder nicht immer leicht für den Umbau zu gewinnen. Was kann die Politik besser machen, damit der Umbau der Wälder gelingt?
Im Jahr 2023 mussten 6000 minderjährige Frauen stationär wegen einer Essstörung behandelt werden. Betroffene müssen wesentlich länger im Krankenhaus behandelt werden als der Durchschnitt, auch die Mortalitätsrate ist hoch. Eine Verhaltensmedizinerin erklärt, was die Gesellschaft und Politik tun können.
Silvia Breher soll neue Bundestierschutzbeauftragte werden. Ist ihre heimatliche Nähe zur industriellen Tierhaltung ein Grund, an ihrem Engagement fürs Tierwohl zu zweifeln? Der schwierigere Part für Breher könnten Rollenkonflikte um die geforderte Unabhängigkeit werden.
Die Bundesregierung will die Stromsteuer für die Landwirtschaft und das produzierende Gewerbe dauerhaft senken. Die versprochene Entlastung für alle gibt es bei der Reform des Strom- und Energiesteuergesetzes aber nicht.
Das Kohlendioxid-Speichergesetz könnte einen Schub für die Abscheidung von CO2aus Bioenergie bringen – was die Novelle aber unberücksichtigt lässt. Die Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes dagegen versäumt es, bessere Bedingungen für Biogasanlagen zu schaffen, kritisieren Branchenverbände.
Die EU hat in einer Zoll-Einigung mit den USA einen Handelskonflikt abgewendet, doch die Verhandlungstaktik von Ursula von der Leyen stößt auf scharfe Kritik. Dabei übersehen Politiker die schwache Position der EU gegenüber den USA.
Obst und Gemüse sind wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. Doch was tun, wenn der Klimawandel ihnen die wichtigen Nährstoffe entzieht? Davon, dass globale Erwärmung und Treibhausgase nicht nur die Ernten, sondern auch die Qualität von Nutzpflanzen beeinflussen, sind Forschende aus Großbritannien überzeugt. Müssen wir uns Sorgen machen?
Viele deutsche Fichtenwälder sind abgestorben, riesige Flächen liegen brach. Alle sind sich einig: Dort sollen Mischwälder entstehen. Aber der Weg dahin ist ungewiss und konfliktreich. In NRW erprobt die Landesforstverwaltung neue Methoden.
In Genf soll in diesen Tagen ein globales UN-Plastikabkommen entstehen, um den weltweiten Verbrauch zu verringern. In der Landwirtschaft ist Mikroplastik in Böden das größte Problem. Das Abkommen könnte hier zumindest indirekt Abhilfe schaffen, sind Befürworter:innen überzeugt. Der Ausgang der Verhandlungen in der Schweiz ist indes unklar.
Eine britische Studie untersucht den Einfluss von ultraverarbeiteten und minimalverarbeiteten Lebensmitteln auf die Gesundheit. Und stellen fest: Bei gleicher Kalorienmenge führen hochverarbeitete Lebensmittel zu geringerem Gewichtsverlust. Allerdings warnen die Autor:innen davor, die Verantwortung der Gewichtsreduktion auf Individuen zu schieben.
Wenn Menschen nicht genug Geld für gute Ernährung haben, kann dies laut der Ernährungspsychologin Anja Simmet gesundheitliche und soziale Beeinträchtigungen verursachen. Simmet befasst sich schon länger mit Ernährungsarmut und leitet eine Forschungsgruppe, die das Thema im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung nun ausleuchten soll.
Noch befinden sich die Ausbruchsherde der Seuche Lumpy Skin Disease rund 200 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Das Friedrich-Loeffler-Institut bewertet die Gefahr für Deutschland aber als „erhöht“. Infizierte Bestände müssen laut EU gekeult werden. Für Impfungen in den Schutzzonen ist Deutschland nicht gerüstet.
Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ist für die Einhaltung fairer Handelspraktiken zuständig – etwa bei Zahlungsfristen für Milch- und Milchprodukte. Ein aktuelles Urteil stärkt nun die Handelsseite. Dies stößt bei Verbänden auf Unverständnis. Der Fall könnte noch den Bundesgerichtshof beschäftigen.
Die Bundesregierung hat den aktualisierten FFH-Bericht fristgemäß an die EU-Kommission geleitet – ohne die entscheidende Frage zu klären: Ist der Erhaltungszustand des Wolfs günstig? Im größten Teil Deutschlands ist der Zustand laut Bericht unbekannt. In den nächsten Monaten wollen Bund und Länder die Bewertung aber überarbeiten und die Entnahme ermöglichen.
Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz des Bundes bleibt unter seinen Möglichkeiten, stellt ein wissenschaftlicher Beirat des Umweltministeriums in einem Gutachten fest. Die Forschenden empfehlen der Regierung, neu anzusetzen: in Mooren, Wäldern, auf Agrarflächen, in Auen und Küstengebieten.