Im Streit um Zölle zwischen der EU und den USA läuft am Mittwoch die Frist ab. Zuletzt soll US-Präsident Trump mit einem 17-prozentigen Zoll auf Agrarprodukte aus der EU gedroht haben. Während Frankreich und andere Staaten Gegenmaßnahmen verhängen wollen, sucht Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen neue globale Handelspartner.
An Norwegens Westküste erntet der Agrochemiekonzern Syngenta eine bestimmte Braunalge, um sie zu Pflanzenstärkungsmitteln zu verarbeiten. Weltweit gewinnt der Einsatz sogenannter Biologicals im Ackerbau an Bedeutung. Auch die EU-Kommission will den Bereich fördern – wie, bleibt allerdings noch offen.
Nach der Wiedereinführung der Agrardieselrückvergütung dürfen sich Landwirt:innen über weitere Geschenke freuen: Der Bundestag hat mit seiner Zustimmung den Investitionsbooster der Bundesregierung auf den Weg gebracht. Er soll auch in der Landwirtschaft für Wachstum sorgen. Wer eine neue Maschine kauft, darf mit Steuerentlastungen rechnen.
Dem Versprechen der Koalition hinsichtlich Planungssicherheit für Tierhalter steht eine EU-Vorschrift entgegen, die bereits abgehakt schien: die Industrieemissionsrichtlinie. Zwar trat sie bereits in Kraft, doch es folgt noch ein Durchführungsrechtsakt, an dem gerade gearbeitet wird. Dieser könnte den Tierhaltern erneut Anpassungen abverlangen.
Drei Prozent des neuen EU-Klimaziels für 2040 soll über Klimaschutzprojekte im Ausland erbracht werden können. Proportional gesehen würden so aber 18 Prozent mehr Emissionen ausgegeben werden, rechnet das Öko-Institut. Außerdem ist fraglich, ob dieses Schlupfloch tatsächlich Geld spart.
Um eine gesündere Ernährung zu fördern, sollten Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten weiter reduziert werden, sind Expert:innen überzeugt. Nach einem aufwendigen Stakeholder-Prozess mit Wissenschaft und Wirtschaft hat das Max Rubner-Institut nun entsprechende Empfehlungen veröffentlicht. Der Moment hätte ein Meilenstein sein können, doch er verpufft.
Eine ambitionierte Life-Sciences-Strategie hat die EU-Kommission am Mittwoch vorgestellt. Ziel ist die globale Führungsrolle Europas in den sogenannten Lebenswissenschaften. Geplant sind Investitionen in Forschung, Innovation und Marktbeschleunigung, diesmal mit stärkerem Bezug zum Lebensmittelsektor.
Die EU hat die bedingungslose Unterstützung der Ukraine durch zollfreie Einfuhren kürzlich zurückgenommen und jetzt ein neues Abkommen mit dem Land ausgehandelt. Es soll die Erzeuger in Europa schützen. Doch wie sieht das von der ukrainischen Seite aus? Yulia Valova hat mit Pavlo Koval, Generaldirektor der Ukrainischen Agrarkonföderation, gesprochen.
Die EU und die Ukraine haben sich auf ein Handelsabkommen geeinigt, das neue Obergrenzen für zollfreie Einfuhren von Agrarprodukten wie Weizen, Geflügel und Honig festlegt. Die Vereinbarung soll die vorübergehende Zollfreiheit für die Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland anpassen.
Die EU hat im Rahmen des Programms „Horizon Europe“ die Boden-Mission ins Leben gerufen, um den Zustand der Böden in Europa bis 2030 deutlich zu verbessern und ihre vielfältigen Ökosystemleistungen zu sichern. Kritik gibt es an den mangelnden politischen Konsequenzen – insbesondere bei der Überwachung der Bodengesundheit.
Die Vorbereitungen zur UN-Klimakonferenz COP 30 kommen nur schlecht voran: Es gibt noch keine Indikatoren für gute Klimaanpassung – auch in der Landwirtschaft. Der „gerechte Übergang“ ist bisher nur auf den Energiesektor bezogen. Und im Sharm el-Sheikh Dialogue zu Ernährungsthemen fehlt es an konkreten Umsetzungsschritten.
Der Beschluss der Mindestlohnkommission hat ein geteiltes Echo ausgelöst. Während der Handel bereits vor Jobverlusten warnt, könnten vor allem Menschen im Gastgewerbe von der empfohlenen Erhöhung 14,60 Euro profitieren. Der Bauernverband warnt erneut vor Folgen für die deutsche Landwirtschaft, vor allem bei Obst, Gemüse und Wein.
Im Bundestag fordert die Linke heute die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel. Ziel ist die Entlastung von Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status. Woran der Nullsteuersatz bislang gescheitert ist und welche Hürden die Partei sieht.
1,5-Grad-Ziel streichen, Transitionspläne kommen erst im nächsten Jahrzehnt und müssen nicht umgesetzt werden, Nachhaltigkeitsberichts- und Sorgfaltspflichten für weniger Firmen als bislang vorgesehen: Die EU-Staaten haben sich auf ihre Omnibus-Verhandlungsposition geeinigt.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat am Mittwoch im Bundestag einen Überblick über die Schwerpunkte seiner Politik gegeben. Dabei ließ sich er sich in seiner ersten Regierungsbefragung von den Abgeordneten aller Fraktionen ins Kreuzverhör nehmen. Über die Pläne und Visionen seiner Amtszeit.
Nachdem die Kommission einen Rückzieher bei der Green Claims Richtlinie angedroht hatte und der letzte Trilog dazu abgeblasen wurde, machen sich die S&D- und Renew-Vorsitzenden für das Gesetz stark. Tatsächlich wären die rechtlichen Hürden für einen Stopp durch die Kommission hoch. Der Ministerrat wiederum könnte seine Position anpassen, damit es weitergeht.
Auf seine Position zum Forest Monitoring Law hat sich der Agrarministerrat am Dienstag geeinigt. Auf Zuspruch stieße Österreichs Vorschlag zur Zulassung von Pestiziden. Deutschlands Position zu Neuen Genomischen Techniken bleibt weiterhin unbekannt.
Der Haushaltsentwurf 2025 kommt zur rechten Zeit: Ab heute tagen die Delegierten des Deutschen Bauernverbands zwei Tage lang in Berlin. Die Landwirte und Bäuerinnen können sich über mehr Geld für die Unfallversicherung sowie für Digitalisierung und Forschung freuen. Das Programm für den Umstieg auf alternative Proteinerzeugung läuft unter anderem Namen.
Um das Grundwasser zu schützen, gelten für Landwirte zahlreiche Regeln, darunter Dokumentationspflichten beim Düngen. Damit ist bald Schluss: Nach der Kabinettssitzung am Dienstag gilt die Aufhebung der Stoffstrombilanzverordnung als beschlossene Sache. Doch der Widerstand aus Umweltverbänden und Opposition ist umso lauter.
Die Green Claims Richtlinie hätte heute beschlossene Sache sein können, doch die Trilogverhandlungen wurden wenige Stunden vor Beginn abgesagt. Nachdem die EU-Kommission mit der Ankündigung, das Gesetz zurückzuziehen, für Verwirrung gesorgt hatte, kippte Italien letztlich die Mehrheit im Rat. Die parlamentarischen Berichterstatter sind empört.
Bei einem Ratstreffen in Luxemburg zeigten sich die EU-Agrarminister:innen skeptisch gegenüber der Einführung einer neuen nationalen Behörde für die Daten der Landwirte. Auch die Nutzung der Krisenreserve nur für wirtschaftliche Probleme lehnten mehrere Teilnehmende ab. Deutschland stand mit der Erwähnung von Umwelt- und Klimaschutz ziemlich allein da.
Die Mitgliedsstaaten dürfen bald ihre Verhandlungsposition bei der Vereinfachung von CSRD und CSDDD beschließen. Die Präsidentschaft schlägt vor, viele Unternehmen auszunehmen. In einem wichtigen Aspekt ist sie aber nicht so radikal wie der zuständige Berichterstatter des Europaparlaments.
Mitten in der Betonwüste Berlin-Mitte über Ernährung und Landwirtschaft sprechen? Dieser Gedanke ist weniger abwegig als gedacht, wie eine Veranstaltung der Berliner Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus zeigte. Ein Bericht.
Die Bundesregierung will die Treibhausgasquote für Klimaschutz im Verkehr im Einklang mit EU-Recht nachschärfen. Dafür soll der Anteil fortschrittlicher Biokraftstoffe steigen, sie sollen aber nicht mehr doppelt angerechnet werden dürfen. Der Biogasrat spricht von einem Desaster und sieht sich gegenüber der Elektromobilität benachteiligt.
Zum achten Mal in seiner Geschichte übernimmt Dänemark ab Juli den Vorsitz im EU-Rat. Bei seinen Prioritäten scheut die dänische Präsidentschaft nicht vor dem schmalen Grat zwischen Wettbewerbsfähigkeit und ökologischem Wandel zurück. Landwirt:innen, Tieren und Umwelt soll es gleichermaßen besser gehen. Ein Überblick.
Die Forderung der Agrarminister:innen der Union, die EU-Wiederherstellungsverordnung aufzuheben, stößt auf Widerstand: WWF und Naturschutzbund halten dagegen und fordern eine zeitnahe Umsetzung. Auch aus der Wissenschaft bekam das Gesetz stets Rückenwind, wie eine neue Studie nun darlegt.
Der Import von Bio-Ingwer aus Peru in die EU unterliegt derzeit verstärkten Kontrollen. Der Grund: Es gab Verstöße gegen die Öko-Regeln, Land und Produkt landeten, wie auch andere, auf einer Hochrisiko-Liste. Das soll laut EU-Kommission künftig auch bei bloßen Verdachtsfällen passieren. Die Bio-Branche steht der geplanten Verordnung skeptisch gegenüber.
Der Widerstand ebbt nicht ab: Nun fordern die unionsgeführten Agrarressorts der Länder eine Omnibus-Verordnung für die EU-Wiederherstellungsverordnung – und möchten dem Gesetz damit einen Riegel vorschieben. Das SPD-geführte Bundesumweltministerium bekräftigt unterdessen, sich bei der EU-Kommission für eine Fristverschiebung einzusetzen.
Entgegen dem Klimaschutzprogramm 2030 werden torfhaltige Substrate für den Hobbygartenbau auch im kommenden Jahr weiterhin im Handel erhältlich sein. Für die Industrie ist ein kompletter Verzicht noch undenkbar. Zudem sind torffreie Substrate etwa 21 Prozent teurer als solche mit Torf. Hier liegt die größte Hürde für die Marktentwicklung von Alternativen.
Die Landwirtschaft in der EU hat ein Problem: Es fehlt an jungen Betriebsleiter:innen. Mit einer Junglandwirteprämie versucht die Union seit Jahren gegenzusteuern. Erfolglos. EU-Agrarkommissar Hansen und Kollege Fitto, der für die Kohäsionspolitik zuständig ist, arbeiten daran, dass es ab 2028 besser läuft.
Klimaschutzprojekte im Ausland – vereinbart im Artikel 6 des Pariser Klimaschutzabkommens – sind ein Knackpunkt des EU-Klimaziels 2040. Sie versprechen kosteneffizienten Klimaschutz, andererseits warnen Kritiker vor Ramschangeboten. Ein Überblick über die Debatte.
Mit ihrer Biodiversitätsstrategie will die EU den Artenschwund bis 2030 stoppen und die Natur in den Mitgliedstaaten insgesamt wieder auf einen Pfad der Erholung bringen. Vor allem in der Landwirtschaft gibt es aber kaum Fortschritte im Kampf gegen die Krise, wie eine Zwischenbilanz des Joint Research Centres der EU-Kommission zeigt.
Die Vereinfachungspläne zur EU-Lieferkettenrichtlinie und der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung ruckeln sich weiter zurecht. Ein neuer Entwurf des Chefberichterstatters des Europäischen Parlaments legt weiteren Verhandlungsbedarf zwischen den EU-Organen offen. Auch in der Branche gehen die Positionen zur Abschwächung auseinander.
Die Moorvernässung polarisiert und schreitet nur langsam voran. In einem Workshop des Greifswald Moor Centrums und des Helmholtz-Instituts für Umweltforschung hat die deutsche Moorszene darüber diskutiert, wie sich der Diskurs darum verändern muss.
Was wäre, wenn Landwirte sich nicht mehr an die Standards der EU für den guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand von Flächen (GLÖZ) halten würden, weil sie keine Flächenprämien beantragen? Wäre die Natur durch nationale Regeln dann genauso gut geschützt? Diese Frage beantwortet eine am Donnerstag erschienene Publikation des Umweltbundesamtes.
Die französische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt Kantinen, keine Sojaprodukte mehr zu verkaufen. Zuvor hat sie einen toxikologischen Schwellenwert für Isoflavon festgesetzt, einem in Soja enthaltenen Phytoöstrogen. Eine strenge Entscheidung angesichts der wissenschaftlichen Wissenslage finden manche Experten.
Zwar hat die Weltgemeinschaft die Abkehr von fossilen Brennstoffen beschlossen. Doch über die Umsetzung wollen manche Länder gar nicht reden. Wie es mit dem Dialog weitergehen kann, wollen Klimadiplomaten in Bonn aushandeln.
In den vergangenen Wochen hat es immer wieder Cyberangriffe auf den britischen Einzelhandel gegeben. Besonders schwer traf es die Warenhauskette Marks and Spencer, aber der Lebensmittelhändler Co-op war betroffen. Hacker machten sich offensichtlich die Sorglosigkeit der Angestellten zunutze.
Deutschlands Wälder stehen unter Dauerstress. Das stellte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer bei seiner ersten Präsentation der Waldzustandserhebung fest. Um den Wald gesünder und stabiler zu machen, will er beides – Umbau und Nutzung – vorantreiben. In der Fachwelt ist die richtige Art des Umbaus allerdings umstritten.
Regenerative Landwirtschaft verspricht gesündere Böden und stabilere Erträge – und macht damit dem Ökolandbau Konkurrenz. Doch der grenzt sich vehement davon ab. Derweil haben große Agrarkonzerne den Begriff längst für sich entdeckt. Wie also steht es um diese Form der Landwirtschaft?
Laut einem Gesetz müssen im Land Berlin seit einiger Zeit die Ergebnisse von Hygienekontrollen in Restaurants und Bäckereien veröffentlicht werden. Doch der CDU-geführte Senat will darunter nun einen Schlussstrich ziehen. Nach der Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie im Bund werten Verbraucherschützer dies als weiteres Geschenk an die Branche.
Über die Notwendigkeit, das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz zu verbessern, herrscht im Bundestag und in der Wertschöpfungskette Einigkeit. Das zeigte die erste Beratung des Gesetzes, das die Einführung der Kennzeichnung erst einmal verschieben wird. Nun steigt für die Regierung der Druck, weitere Schritte einzuleiten.
Ein aktuelles Positionspapier unterstreicht den Nutzen von Grünland für Klimaschutz, Artenvielfalt und Tierwohl. Auch Alois Rainer sieht das so und will die Förderung von Weidegang forcieren. Eine seiner ersten Amtshandlungen ist jedoch das Aufeislegen von Ökoregelungen. Eine von ihnen soll mehr Milchkühe auf die Weide bringen.
Der Stellenwert der Saisonarbeit in der Landwirtschaft rückt die Branche in den Fokus der heutigen Bundestagsdebatte zum Mindestlohn. Eine Ausnahmeregelung von der möglichen Erhöhung auf 15 Euro fordert der Bauernverband. Vor den Folgen warnt die Arbeitnehmerseite.
Beim Thema Lieferkettenregulierung kommen CDU und SPD, trotz Vereinbarung im Koalitionsvertrag, offenbar auf keinen gemeinsamen Nenner. Das zeigte eine Debatte am Donnerstag im Bundestag. Dabei bräuchten Unternehmen gerade jetzt eine klare Linie.
Die neue Wasserstrategie der EU soll bis 2030 eine Effizienzsteigerung der Wassernutzung um zehn Prozent erreichen. Sie enthält jedoch keine neuen gesetzlichen Maßnahmen. Der Deutsche Bauernverband fordert eine Priorisierung der Landwirtschaft bei der Wassernutzung zur Ernährungssicherung.
Das Braunkohleunternehmen Leag und die tschechische Konzernmutter EPH bauen seit Jahren ihr Pelletgeschäft aus. Doch bei Umweltorganisationen stößt der Kurs auf Kritik.
Trotz zusätzlicher Investitionen aus dem Sondervermögen könnten Pläne der neuen Bundesregierung auf ein Nullsummenspiel fürs Klima hinauslaufen. Grund sind neue klimaschädliche Subventionen und entgangene Einnahmen, hat das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft ermittelt. Dazu trage auch der Sektor Landwirtschaft bei.
Obwohl sich einige Rechtspopulisten und die deutschen EVP-Abgeordneten im EU-Umweltausschuss gegen das erste EU-Bodengesetz stellten, hat es am Mittwoch für eine Mehrheit gereicht. Damit ist die Richtlinie, für die es bereits eine Trilogeinigung gegeben hatte, einen Schritt weiter.
Wieder hat eine Umweltorganisation Ewigkeitschemikalien in Nahrungsmitteln gefunden. Diesmal wurden Brot und Getreide untersucht. Besonders hoch waren die Mengen in Keksen mit Zutaten aus konventioneller Erzeugung.
Mit einer Agrarexportstrategie und Handelsabkommen wie Mercosur will die Bundesregierung Betriebe aus dem Agrar- und Ernährungssektor stärken. Eine Verbesserung der Exportsituation ist der Ernährungsindustrie zufolge auch dringend nötig. Das Landwirtschaftsministerium will sich dabei nach den Bedarfen der Wirtschaft richten – doch Details bleiben offen.
Die EU-Kommission plant eine Initiative, um der zunehmenden Verschmutzung der natürlichen Gewässer Einhalt zu gebieten. Ein Schwerpunkt ist der Kampf gegen die Ewigkeitschemikalie PFAS. Doch dies ist nicht der erste Anlauf.
Kohlenstoffbindung, Kosteneffizienz oder ein möglichst hoher ökologischer Nutzen: Der Brüsseler Thinktank Bruegel sieht drei mögliche Wege, das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur umzusetzen. In Deutschland sei es besonders wichtig, die privaten Eigentümer einzubeziehen.
Das Projekt „Essen mit Zukunft“ testet nachhaltige Ernährung in Kitas und Schulen. Trotz anfänglicher Skepsis zeigt sich eine hohe Akzeptanz. Wie weniger Fleisch- und Fischkonsum und ein höherer Bio-Anteil bei gleichen Kosten gelingen können.
Eine neue Studie widerspricht der landläufigen Ansicht, weniger Dünger- und Pestizideinsatz führe zwangsläufig zu weniger Erträgen. Unter der Voraussetzung, dass regenerative Praktiken angewendet werden, sind die 78 untersuchten Betriebe sogar sehr produktiv. Grundlage ist ein neuer Index, der die Reform der EU-Agrarpolitik inspirieren soll.
Der EU-Parlamentarier Bernd Lange sucht als Unterhändler seit Wochen nach Wegen aus dem Zollstreit mit den USA. Der Wankelmut des US-Präsidenten macht Fortschritte aber sehr schwierig.
Immer mehr Kinder sind übergewichtig oder adipös. Expertinnen von der Verbraucherzentrale und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung machen Vorschläge, was zu tun wäre. Über Bildungsmaßnahmen, gesündere Kinderspeisekarten und mögliche Gesetzesänderungen.
Die Tierhaltungskennzeichnung und zwei neue Ökoregelungen werden wohl später kommen als geplant: Beschlüsse dazu hat das Bundeskabinett am Mittwoch gefasst. Nun müssen beide Änderungsgesetze schnell durch das parlamentarische Verfahren. Das Amt der Tierschutzbeauftragten soll wohl langfristig beibehalten werden.
Eigentlich sollte der dritte Trilog in wenigen Tagen die Green Claims Richtlinie zum Abschluss bringen. Nun steht im Raum, die Verhandlungen zu verschieben. Denn noch immer gibt es Streit um die Vorabüberprüfung von Umweltangaben und die Kompensation mit CO2-Zertifikaten.
Auf der kleinsten und südlichsten der Kanarischen Inseln, El Hierro, wo Regenfälle immer seltener werden, verfolgt der polnische Biologe Michal Mos ein ambitioniertes Projekt: Er will Landwirtschaft ohne künstliche Bewässerung betreiben – allein mit Nebelwasser.
Der Tierarzt und Forscher Nils Grabowski isst Insekten seit langem ohne Ekel, weiß aber, warum das vielen schwerfällt. Um das Klima zu schützen, muss man sich jedenfalls nicht dazu überwinden, meint er. Gute Chancen für Insekten als Nahrungsmittel sieht er wegen der vollwertigen Inhaltsstoffe.
Elf EU-Mitgliedstaaten, angeführt von Österreich und Luxemburg, fordern eine Verschiebung und Abschwächung der europäischen Entwaldungsverordnung EUDR von der Kommission. Sie warnen vor bürokratischen Überlastungen. Der WWF dagegen befürchtet, dass die geforderte Null-Risiko-Kategorie zum Einfallstor für umdeklarierte Ware wird. Susanne Ehlerding berichtet.
Unsichere Exporte, ein stetig sinkender Weinkosum in der EU, unberechenbare Witterung: Die europäischen Biowinzer müssen sich auf immer neue Herausforderungen einstellen. Dazu gehört auch die Ausbreitung des Falschen Mehltaus. Bis vor zehn Jahren war für den Bioanbau ein effektives Mittel verfügbar. Branche und Politik kämpfen nun für die Wiederzulassung.
Mit dem Tierschutzgesetz war eines der wichtigsten agrarpolitischen Vorhaben der Ampel-Koalition gescheitert. Die Linke versucht nun zu erreichen, dass die jetzige Regierung den Gesetzentwurf aus der Schublade holt. Im Bundestag wurde am Freitag jedoch deutlich, dass die neue Koalition keine Novelle beabsichtigt.
Vor der ersten Teilnahme von Alois Rainer am EU-Agrarministerrat zerren verschiedene Akteure am neuen Landwirtschaftsminister. Die umfassendste Wortmeldung kommt vom Dachverband Climate Action Network Europe. Waldbesitzer und Ökobauern haben ebenfalls Wünsche.
Auf dem EU-Markt für alternative Proteine führt Deutschland aktuell mit einem Umsatz von 2,24 Milliarden Euro. Fabio Ziemßen vom Bundesverband für Alternative Proteinquellen erklärt, wie die neue Bundesregierung die gesellschaftliche Akzeptanz und Innovation fördern kann.