Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach könnte schon bald, das Ende exklusiver Rabattverträge einläuten. Bis Jahresende will er Eckpunkte für neue Vergabemodelle vorlegen. Die Idee ist nicht neu, nur die Seite, von der sie kommt. Denn 2020 hatte die SPD noch erfolgreich an den exklusiven Rabattverträgen festgehalten.
Weltweit sind etwa 72 Millionen Menschen mit einem Fadenwurm infiziert, der die Flussblindheit hervorruft. Die meisten von ihnen leben in sehr armen Ländern des globalen Südens. Jetzt haben Forscher der Uniklinik in Bonn ein Antibiotikum aus der Natur so weit entwickelt, dass es 2024 erstmals an Menschen geprüft werden könnte. Ein Meilenstein.
Der Streit um die Neuregelung der Suizidassistenz ist alles andere als beigelegt. Bei einer Experten-Anhörung gestern im Bundestag zeigten sich die anwesenden Juristen mehrheitlich skeptisch gegenüber einer Regelung im Strafrecht. Derweil erläuterte die Medizinethikerin Bettina Schöne-Seifert den „ethischen Grunddissenz“.
Der Global Health Hub veröffentlicht heute ein Papier, das der Bundesregierung Anregungen zur Bewältigung der Klimakrise geben soll – insbesondere in Hinblick auf den Gesundheitsschutz. Dabei geht es um Prävention wie die Verhinderung von Zoonosen, den Abschied von fossilen Energien und auch eine Kommunikationsstrategie.
Im Konsultationsprozess für eine Digitalisierungsstrategie im Gesundheits- und Pflegebereich sind die Verbände jetzt aufgerufen, ihr Feedback zu Eckpunkten des Ministeriums abzugeben. Wer in ihnen allzu konkrete Ankündigungen erwartet, wird enttäuscht.
Der EU-Abgeordnete Peter Liese (CDU) findet, die Corona-Isolationspflicht habe ausgedient. Sie führe zu Personalengpässen, schütze die Bevölkerung aber nicht signifikant. Kritik am starren Kurs vom Gesundheitsminister, der auf die Absonderung besteht, kommt auch von Ärzten und aus der Pflege: Wer infiziert ist, aber sich gut fühlt, solle arbeiten dürfen.
Mit dem neuen Haushaltsplan werden Lauterbachs Ministerium neue Stellen zur Verfügung gestellt – die Frage ist, ob sie besetzt werden können? Der Personalrat warnt schon länger vor einem Kollaps, die Koalition fordert Lauterbach nun zum Gegensteuern auf.
Noch dürfte es einige Monate dauern, bis die erste DiPA auf den Markt kommt. Der Nutzen könnte aber insbesondere für pflegende Angehörige immens sein, sagt der ehemalige Pflegebevollmächtigte Andreas Westerfellhaus. Er arbeitet mittlerweile bei LifeBonus, die eine App eben für diese Gruppe entwickeln.
Vom Pflegebonus bis zu einem Aktionsplan für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen: Die Arbeitsplanung des Bundesgesundheitsministeriums bis kommenden Herbst legt lauter Termine für bestehende Gesetzesvorhaben fest. Und ein paar neue Vorhaben finden sich dort auch.
Mit einem denkwürdigen Beschluss leiten Ampel-Haushaltspolitiker faktisch das Ende der Corona-Isolationspflicht ein. Und so steht seit gestern die Frage im Raum, wo Lauterbach in Sachen Corona überhaupt noch handlungsfähig ist? Nun droht auch noch ein Impfdebakel zum Jahreswechsel.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sorgt mit seinen Spargesetzen dafür, dass sich die Pharmaindustrie sukzessive aus Deutschland zurückzieht, will aber ein Gesetz gegen Lieferengpässe vorlegen. Und auch auf EU-Ebene bekommen die Unternehmen immer mehr Steine in den Weg gelegt.
Er wirkt wie ein Relikt aus schlechteren Zeiten: der Zwang in der Psychiatrie. Aber trotz zahlreicher Maßnahmen zur Reduktion sind Fixierungen, Zwangsbehandlung und Zwangseinweisungen in der Psychiatrie nach wie vor Alltag. Psychiater:innen diskutierten nun Alternativen und benötigte Gesetzesänderungen.
Die Energiekrise zeigt, welche dramatischen Folgen eine zu starke Abhängigkeit von einem Handelspartner haben kann. In der Pharmaindustrie ist es China, an dessen Tropf Deutschland und ganz Europa hängen. Was können Politik und Wirtschaft tun, um sich unabhängiger zu machen?
Zu langsam, zu kompliziert, zu wenig: So lautet die Kritik der Direktorin für Digitale Medizin am Berlin Institute of Health am Datenschutz. Hessens Datenschützer stritt mit ihr über die elektronische Patientenakte, die Natur der Patienteneinwilligung und verschiedenes Zeitempfinden bei Abstimmungsprozessen.
Ob zweite Ehe oder gleichgeschlechtliche Partnerschaft: Wer als Arzt oder Pflegekraft in katholischen Häusern arbeitet, konnte wegen solcher Lebensverhältnisse seinen Job verlieren. Das soll nun nicht mehr möglich sein, beschlossen gestern die Bischöfe und einigten sich auf ein liberaleres Arbeitsrecht. Allerdings: Kirchenaustritt bleibt ein Kündigungsgrund.
Das Implantateregister Deutschland könnte im Bereich der Endoprothetik zu einem klaren Rückschritt bei der Versorgung von Patient:innen führen, warnten gestern die Partner des Endoprothesenregisters Deutschland. Vertreter:innen von Kassen, Industrie und Medizin befürchten, dass geleistete „Pionierarbeit“ weggeworfen werden könnte.
Unsere Gesellschaft scheut die Auseinandersetzung mit dem Tod, das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands. Dabei wünschen sich viele, dass das anders wäre und haben Vorstellungen davon, wie sie sterben wollen.
Bisher liefen die sogenannten Heilmittelerbringer meist unterm Radar der Gesundheitspolitik. Das soll sich ändern, versprach Minister Lauterbach gestern beim Therapiegipfel. Er stellte den Therapeuten gleich dreierlei in Aussicht: verlässliche Gehaltssteigerungen, eine Teilakademisierung und einen Direktzugang von Patienten ohne Umweg über Arztpraxen.
Knappschaft und KKH haben als erste Kassen angekündigt, die von der Politik beschlossene Anhebung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes zum 1. Januar 2023 nicht an ihre Versicherten weiterzugeben. Sie halten ihren Zusatzbeitrag stabil. Andere Kassen stecken mitten im Abwägungsprozess, ob sie es sich leisten können und wollen, dem Beispiel zu folgen.
Im Eilverfahren will Minister Lauterbach die Hilfen für Kliniken und Pflegeheime auf den Weg bringen, jetzt liegen die Details zum Verteilungsmechanismus vor. Bundestag und Bundesrat bleibt jetzt nur wenig Zeit, die Hilfen auf den Weg zu bringen.
Heute beginnt die Datenschutzkonferenz (DSK) und im Mittelpunkt steht der Umgang mit Forschungsdaten. Im Interview erklärt Bundesdatenschützer Ulrich Kelber, warum er seit 19 Jahren für ein Forschungsdatengesetz wirbt, weshalb eine Duldung im E-Rezept-Streit nicht möglich war und wie digitale Identitäten aussehen könnten.
Immer wieder kommt es zu Lieferengpässen bei Medikamenten. Während Pharmaunternehmen die Preisregulierung der Regierung verantwortlich machen, fordern Apotheker eine stärkere Arzneiproduktion in Europa. Doch es gibt noch andere Vorschläge.
Die Bereitschaft zum Blutspenden in Deutschland geht zurück – auch wenn 2020 die Zahl der Erstspender kurzfristig anstieg, eine Folge des Lockdowns offenbar. Zu schaffen macht den Organisationen vor allem fehlende Kontinuität. Und der demografische Wandel. Doch wie lässt sich die jüngere Generation verlässlicher einbinden?
Corona, Klimakrise und Krieg in Europa: Junge Menschen sind vielen Stressfaktoren ausgesetzt, die ihre psychische Gesundheit belasten. Vor allem Jugendliche mit einem schwierigen Verhältnis zu ihren Eltern müssten daher selbst bestimmen können, ob sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, wie SOS Kinderdorf und die Stiftung Kindergesundheit deutlich machen.
Im Kampf gegen die antimikrobiellen Resistenzen spielen Reserveantibiotika eine wichtige Rolle. Doch nach wie vor ist die Vergütung im Krankenhaus nicht geregelt, beklagt Sibyll Escher, Director Medical Affairs Infectious Disease bei dem Pharmaunternehmen MSD, im Interview. Damit fehle ein wichtiger Forschungsanreiz.
Die Fakten liegen auf der Hand, die Bedrohung ist eine globale, und dennoch reichen die Anstrengungen zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen nicht aus, beklagen Wissenschaftler zum Auftakt der World Antimicrobial Awareness Week. Gebraucht werde mehr Forschung, Förderung, Diagnostik, Prävention und – eine gezielte, innovative Kommunikation.
Als schleichende und unsichtbare Pandemie beschreiben Forschende die gesundheitliche Bedrohung, die durch das vermehrte Auftreten und die Verbreitung antibiotikaresistenter Keime entsteht. Aber es gibt auch Hoffnung – auf neue Antibiotika und Therapieansätze, etwa gegen die Lungenkrankheit Tuberkulose.
Auch wenn sich der Gesetzgeber bereits Gedanken über die Weiterentwicklung des AMNOG, den Umgang mit den Orphan Drugs, Biosimilars und Co. gemacht hat, reichen diese Maßnahmen nicht aus, um die Ursachen der steigenden Arzneimittelausgaben aus dem Weg zu räumen. Das geht aus dem neuen Arzneimittel-Kompass der AOK hervor.
Erschreckende Bilanz der Corona-Schutzmaßnahmen in Pflegeheimen: Während der ersten Welle kamen auch Ärzte und sogar Palliativhelfer nur unter erheblichen Zugangsbeschränkungen zu den dort lebenden Menschen. Und Psychotherapeuten oder Zahnärzte hätten teilweise gar keinen Zutritt gehabt, heißt es in einer umfangreichen Studie der Berliner Charité.
Dialogfenster statt Papierstapel: der Fokus des diesjährigen Bürokratieindex der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) liegt auf der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU). Die kostet wegen langer Signierprozesse und Fehlermeldungen mehr Zeit als sie spart – zumindest für die Niedergelassenen.
Hohe Kosten, viel Bürokratie und geringe Bleiberaten – diese Schwierigkeiten müssen Pflegeanbieter bewältigen, wollen sie Pflegekräfte aus dem Ausland in ihren Kliniken, Pflegeheime und Pflegedienste holen. Die staatlichen Vermittlungsagenturen zeigen magere Ergebnisse, und auch in der Praxis scheitert das Vorhaben an der Bürokratie.
Der Historiker Tobias Arndt hat sich mit dem Blutskandal der 1970er- und 1980er-Jahre intensiv auseinandergesetzt und wollte wissen, ob zahlreiche Hepatitis-C-Infektionen hätten verhindert werden können. Die kurze Antwort lautet: ja.
Wie das konkret umgesetzt werden soll, verriet der Minister zum Auftakt des Krankenhaustages allerdings nicht. Klinikvertreter zeigten sich enttäuscht vom Reformkurs und Politikstil Lauterbachs. Teils hörbarer, als ihnen lieb war.
Innerhalb der Sterbehilfedebatte kommt die Suizidprävention zu kurz, findet die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Claudia Bausewein. Insbesondere müsse sich die Politik um mehr Aufklärung zu den Möglichkeiten der Palliativmedizin bemühen. Die DGP hat nun eine eigene Kampagne entwickelt.
Die Pflegekassen sind jetzt schon klamm, ab kommendem Jahr sollen sie Eltern mit mehreren Kindern zusätzlichen Beitragsrabatt gewähren. 176 Euro pro Jahr könnte das Urteil des Bundesverfassungsgerichts solchen Familien im Schnitt bringen, hat der Pflegeexperte Rothgang errechnet. Diese Kosten dürften aber nicht den Beitragszahlern aufgebürdet werden.
Das Bundesgesundheitsministerium setzt im Krankenhausbereich weiter auf schnelle Maßnahmen, die akute Probleme nicht lösen, sondern vorerst abmildern sollen, bis der große Wurf einer Strukturreform umgesetzt wird. Wurde oftmals über ausbleibende politische Maßnahmen gemeckert, geht den Krankenkassen die Umsetzung nun in manchem Bereich sogar zu flott.
Es ist im Koalitionsvertrag festgeschrieben: Sprachmittlung soll in Zukunft kostenlos sein. Bei einer Fachtagung diskutierten Fachleute aus Psychiatrie und Psychotherapie mit Politik, Dolmetscher:innen und Krankenhausmanagern darüber, wie ein solches Gesetz aussehen muss, damit es finanzierbar und in der Praxis machbar ist.
Das E-Rezept ist längst da und trotzdem nutzen es kaum Leistungserbringer und Patient:innen. Ralf König, Vorsitzender der E-Rezept-Enthusiasten, bedauert dies und fordert, das E-Rezept auf Papier besser zu vermarkten und auch die Leistungserbringer mehr in die Pflicht zu nehmen.
Mit dem Finanzstabilisierungsgesetz ist es der Politik zwar gelungen, die Finanzierung des Gesundheitssystems für 2023 einigermaßen zu sichern. Doch schon 2024 droht das nächste Finanzloch. Und die neueste Bitmarck-Studie deutet darauf hin, dass die Zusatzbeiträge schon 2023 viel stärker steigen könnten, als vom Gesetzgeber geplant.
Trotz geplanter Legalisierung wird der illegale Vertrieb von Cannabis aus Sicht des BKA ein Schwerpunkt der Drogenfahnder bleiben. Im vergangenen Jahr hat der Rauschgift-Handel jedoch am stärksten bei Kokain zugelegt. Und die Zahl der Toten ist erneut gestiegen. Der Drogenbeauftragte zeigt sich besorgt. Er drängt auf stärkeres Engagement bei der Prävention.
19 Änderungsanträge und acht Maßgabebeschlüsse wurden in der Bereinigungssitzung für den Etat 2023 des Bundesgesundheitsministeriums beschlossen. Zusätzliches Geld wird für den Umbau der Gematik bereitgestellt, ebenso im Bereich globaler Gesundheit. Eine Übersicht über Gewinner und Verlierer im nun finalen Haushaltsplan für das BMG.
Der G-BA hat erstmals einen Wirkstoff in eine Festbetragsgruppe aufgenommen, der in der frühen Nutzenbewertung einen beträchtlichen Zusatznutzen in einer Teilpopulation attestiert bekommen hat und für den zudem schon ein Erstattungsbetrag gilt. Die Arzneimittel-Hersteller bezweifeln die rechtliche Gültigkeit. Der G-BA-Chef verteidigt den Beschluss.
Es braucht eine klare Priorisierung für die Krebstherapie an Zentren, fordert Michael Ghadimi. Der Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie an der Universitätsmedizin Göttingen ist Präsident des diesjährigen Deutschen Krebskongresses und spricht im Interview auch über die Frage der Finanzierung.
Gestern hat das BMG den Abschluss der „Zukunftsregion Digitale Gesundheit“ eingeläutet. Vorgestellt worden sind dabei die verschiedenen Projekte der Modellregion in Berlin-Brandenburg. Konkrete Ergebnisse bleiben allerdings vage.
Die Vorlage des Finanzministers für die Bereinigungssitzung verspricht eine Mammutsitzung des Haushaltausschusses in der kommenden Nacht. Im BMG-Etat sind vor allem Mehrausgaben im Corona-Kontext vorgesehen.
In ihrer aktuellen Fassung werden die Vorschläge der Krankenhaus-Expertenkommission zur tagesklinischen Versorgung die Patienten und Krankenhäuser nicht von medizinisch unnötigen Behandlungen und Vorgaben entlasten. Davon ist Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken, überzeugt.
Die Ampelkoalition wagt einen ersten wichtigen Schritt zur Überwindung der Sektorengrenzen: Zum Januar 2023 sollen gleiche Leistungen in Krankenhaus und ambulanter Praxis auch gleich vergütet werden. Darauf haben sich ihre Experten jetzt verständigt. Für Pädiatrie und Geburtshilfe soll allerdings weniger Geld fließen, als ursprünglich in Aussicht gestellt.
Krankenhäuser sind Klimasünder, müssen gleichzeitig die gesundheitlichen Folgen der Klimakrise auffangen. Wie man in der Planung, bei Umbauten und im laufenden Betrieb architektonische und verhaltensbezogene Lösungen finden kann, zeigte eine Konferenz in der dänischen Botschaft.
Das Bundesamt für Soziale Sicherung fordert die gesetzlichen Krankenkassen dazu auf, für das kommende Jahr keinen Haushaltsplan für ihre Pflegekassen zur Prüfung einzureichen. Es reagiert damit auf die völlig unabsehbare Finanzlage der SPV, die jede Haushaltsplanung zur Makulatur machen könnte.
Die Zahlung in den Pflegevorsorgefonds soll 2023 nun doch nicht ausgesetzt, sondern nur verzögert werden. Das sieht ein Kompromiss der Ampelkoalition vor, der jetzt bekannt geworden ist. Allerdings wird darüber noch ebenso verhandelt wie über die Finanzierung von Tagesbehandlungen in Kliniken. Hier stellte sich gestern Lauterbachs eigene Partei quer.
Die Prävention und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen in Deutschlands Forschungslandschaft immer noch eine unterdurchschnittliche Rolle. Viele Hoffnungen verbinden sich indes mit der datengestützten Kardiologie, Vorbild sind hier die USA. Ein vielversprechendes Pilotprojekt kommt nun aus Bayern.
Die Konferenzreihe „Stadt der Zukunft“ befasst sich in diesem Jahr mit den Wechselbeziehungen zwischen Gesundheit, Architektur und Umwelt. Unter dem Motto „Urbane Gesundheitslandschaften der Zukunft“ diskutieren die Teilnehmer:innen heute in Essen ein neues Leitbild für die „Gesunde Stadt“. Im Fokus steht unter anderem die Rolle der Krankenhäuser.
Die CompuGroup Medical (CGM) ist bereit ein Softwareupdate ihrer Konnektoren durchzuführen, wie das Unternehmen nun erklärt. Allerdings fehlt dafür noch die endgültige Spezifikation der Gematik. Und die Zeit rennt.
Erhalten Krankenversicherer wirklich zu geringe Zuweisungen, um die Kosten vulnerabler Gruppen decken zu können, wie jüngst in einer Studie behauptet? Die Betriebskrankenkassen melden Zweifel an: Zumindest für Pflegebedürftige und Härtefälle lasse sich zeigen, dass die Unterdeckung vor allem durch die hohe Zahl der im Beobachtungsjahr Verstorbenen entstand.
Die FDP ist Treiber der Cannabis-Legalisierung. Doch dass diese dabei hilft, den Schwarzmarkt auszutrocknen, glaubt eine Mehrheit der FDP-Wähler nicht – im Gegensatz zu Anhängern von SPD, Grünen und Linken.
Klimaexperten und Ärzte schlagen Alarm: Die gesundheitlichen Folgewirkungen und Gefahren der Erderwärmung würden noch immer „dramatisch unterschätzt“. Die Energiewende in Deutschland müsse unbedingt beschleunigt werden, drängen sie. Und auch für die Gesundheitseinrichtungen, insbesondere die Krankenhäuser, gebe es beim Klimaschutz jede Menge zu tun.
Zahlreiche Datenbanken, Forschungsprojekte und Netzwerke versuchen sich daran, systematisch Gesundheitsdaten zu sammeln und auszuwerten. Dabei scheitern sie aber immer wieder am föderalen Flickenteppich der Landesdatenschutzgesetze. Eine Diskussion beim BfDI brachte nun Forschende und Datenschützer zusammen.
Der Marburger Bund will eine Krankenhausfinanzierung, in der mindestens ein Drittel der Betriebskosten über Vorhaltepauschalen gesichert sind. Und würde der tägliche Bürokratie-Aufwand für Ärzt:innen nur halbiert werden, stünde bereits ein Vollzeitäquivalent von 33.000 zusätzlichen Ärzt:innen in der Versorgung zur Verfügung, so die Ärzt:innen-Gewerkschaft.
In gräulich-schwarzen Farben wird der Vorstoß zur Legalisierung von vielen gemalt: Zu viele Hindernisse, möglich Einwände der EU-Kommission und der Mitgliedsstaaten sind Einwände. Liberale Politiker, ein Arzt und ein Hanfverbands-Vertreter zeichnen das Vorhaben aber in wesentlich hellerem Licht.
Seit Monaten wird der geplante Tausch der TI-Konnektoren kritisiert. Doch was steckt dahinter, warum ist das Softwareupdate so schwer möglich und weshalb will sich ein Hersteller gar nicht äußern?
Die Kita-Schließungen in der Pandemie waren ein Fehler und schadeten mehr als sie nutzten – das ist nun die offizielle Position der Bundesregierung. Nun gehe es darum zu verhindern, dass sich Folgeschäden in einer ganzen Generation chronifizieren. Was bedeutet das für die weitere Pandemiepolitik?
Der geplante Hardwaretausch der Konnektoren sorgt seit Monaten für heftige Kritik. Während ein Hersteller behauptet, kein Softwareupdate durchführen zu können, beweist der CCC das Gegenteil. Im Interview erklärt Gematik-Chef Markus Leyck Dieken, warum es eine andere Finanzierung braucht und die Laufzeitverlängerung wieder aufgenommen worden ist.
Laut Infektionsschutzgesetz besteht für die Bewohner von Pflegeheimen außerhalb der persönlichen Räume Maskenpflicht. Doch die Länder gehen großzügig mit dieser Vorgabe um, wie eine Background-Umfrage ergab. Gleichzeitig drängen sie auf eine Klarstellung des Bundes. Und die FDP-Fraktion macht schon mal klar, dass sie nichts gegen Änderungen hätte.
Gestern hat die neue rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen ihren Koalitionsvertrag vorgelegt. Fehlt Konkretes zur Digitalisierung und Arzneimitteln gänzlich, wurden die Verfasser:innen bei Krankenhäusern, Öffentlichem Gesundheitsdienst und Pflege ausführlicher. Und auch auf Bundesebene will sich Niedersachsen bei mehreren Themen aktiv einbringen.
Der Wert der Genomsequenzierung für die Überwachung von Krankheiten ist unbestritten. Dass Omikron weltweit fälschlicherweise als „südafrikanische Variante“ bezeichnet wurde, hatte hingegen gravierende Folgen. Wissenschaftler:innen haben nun eine Debatte über soziale, moralische und ethische Komponenten im Umgang mit Genomdaten angestoßen.
Als Bollwerk gegen Partikularinteressen, so präsentiert sich der Gesundheitsminister. Die Selbstbehauptung ist auch mit seiner Vergangenheit zu erklären, in der er Drittmittel bei der Pharmaindustrie einwarb und hunderttausende Euro als Klinik-Aufsichtsrat verdiente. Wie frei kann Lauterbach heute seine angekündigten Reformen angehen?