Chinas neuer Fünfjahresplan streicht die Autoindustrie von der Liste der strategischen Branchen – ein Einschnitt. Während deutsche Hersteller Marktanteile verlieren, erlebt Volkswagen überraschend ein Comeback. Doch Experten warnen: Schon bald könnten die deutschen Autobauer in der Volksrepublik erneut unter Druck geraten.
Die geplante Energiesteuersenkung sorgt vor der Anhörung im Finanzausschuss des Bundestags für Streit. Während die Bundesregierung eine schnelle Entlastung verspricht, mahnen Verbände und Wissenschaftler Strukturreformen an.
Die Vorbehalte gegen eine City-Maut sind groß – doch Erfahrungen aus anderen europäischen Städten zeigen deutliche Vorteile. Wie eine moderat gestaltete Durchfahrtsgebühr aussehen könnte und welche rechtlichen Hürden dafür überwunden werden müssten.
Peter Hanke möchte alle Verkehrsträger gleich behandeln. Der Sozialdemokrat fordert im Background-Interview eine eigenständige Bahnstrategie in Europa und spricht über den Balanceakt beim Autobahnausbau und seine klare Haltung zur Antriebswende: E‑Mobilität hat für ihn Vorrang.
Die Koalition hat Wochen um das Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote gerungen. Nun haben sich Union und SPD geeinigt. Sie schieben strittige Punkte wie die Anrechenbarkeit von Biomethan in Raffinerien auf die Quote in einen Entschließungsantrag.
Heute will das Bundesverkehrsministerium die Koordinierungsstelle für die Digitalisierung der Schiene starten. Unter den Ländern und den Branchenverbänden gibt es großen Unmut: Es fehle eine Strategie, die Pläne des Bundes und der DB InfraGO seien völlig unambitioniert. So werde der Rückstand zu anderen Ländern nicht aufgeholt.
Die geplanten Entlastungen der Bundesregierung an der Zapfsäule sind befristet – und politisch umstritten. Die Kritik aus Opposition, Wirtschaft und Ländern wächst, ebenso wie die Forderungen nach weiteren Maßnahmen. Auch für die SPD scheint E20 eine neue Option zu sein – obwohl viele Fragen zur Umsetzung offen bleiben.
Die EU reagiert auf die Energieverwerfungen durch die Iran-Krise mit neuen Beihilferegeln. Ziel ist es, Unternehmen zu stabilisieren und Lieferketten zu sichern. Besonders betroffen sind Verkehr und Industrie – während in Deutschland über alternative Wege gestritten wird.
Elektrisch abheben mit flüssigem Wasserstoff: Das Stuttgarter Start-up H2Fly sorgt mit seinem eVTOL-Demonstrator für Aufsehen. Background hat sich von CEO Ralf Müller erklären lassen, wie echte Flugdaten, leichte Brennstoffzellensysteme und neue Flugzeugdesigns die Branche verändern – und warum der größte Kampf nicht um die Technik geführt wird.
Aus Sorge vor Treibstoffmangel und Luftraumsperrungen wegen des Kriegs im Nahen Osten fordern europäische Fluglinien von der Kommission koordinierte Kerosinkäufe. Je nachdem, wie lange die Blockade der Straße von Hormus noch anhält, drohen Inflation, unterbrochene Lieferketten und Hungerkrisen.
Konkurrenz für den ICE: Ab Dezember soll der Frecciarossa 1000 erstmals München direkt mit Rom verbinden. Im Mai starten die Probefahrten. Parallel zur Allianz mit Trenitalia schicken die Deutsche Bahn und ÖBB die neuen Railjets weiterhin auf der Brenner-Achse gen Süden. Das Angebot für nachhaltige Zugreisen ans Mittelmeer wird breiter und attraktiver.
Mit einem dringenden Appell an die Bundesregierung fordern ein Verbändebündnis und die Gewerkschaft Verdi Investitionen in die Wasserstraßen-Infrastruktur. Vor der Ende April stattfindenden Nationalen Maritimen Konferenz warnen sie vor Personalkürzungen und dem Ausfall kritischer Infrastruktur.
Steigende Energiepreise, begrenzte Einnahmen und fehlende Impulse aus Berlin setzen Verkehrsbetriebe massiv unter Druck. Während Unternehmen mit kurzfristigen Entlastungen wenig anfangen können, fordern Verbände und Städte eine ganzheitliche Finanzierung des ÖPNV.
Die Regierungskoalition stellt sich hinter eine Idee aus Brüssel: Union und SPD befürworten die vorgeschlagene Grünstahl-Quote für Autos bei den CO2-Flottengrenzwerten. Das Instrument könnte den Stahlherstellern eine enorme Nachfrage sichern – dies zeigt eine neue Studie, die Tagesspiegel Background vorab einsehen konnte.
Die Reduzierung der Spritpreise und der Kurs der Bundesregierung zur CO2‑Flottenregulierung sorgen für mehr Kritik als Lob von Opposition, Wissenschaftlern und Verbänden. Selbst innerhalb der Koalition gibt es Zweifel an der Wirksamkeit einiger Maßnahmen.
Das Treffen der Schienenbranche mit dem Bundesverkehrsministerium zum Thema Trassenpreisreform war für die Beteiligten eine herbe Enttäuschung. Klar ist: Eine durchgreifende Reform wird es nicht geben. Und die geplanten Änderungen kommen so spät, dass die Unternehmen schlecht kalkulieren können.
Mitfahrzentralen und Carsharinganbieter profitieren von den Preissprüngen an den Tankstellen. Aber steigende Kosten belasten die Unternehmen ebenfalls. Von der Politik gebe es zu wenig Unterstützung, beklagt die Branche.
Obwohl es zuletzt etwas besser lief, schneidet die DB bei der Pünktlichkeit im Vergleich zu anderen Ländern erschreckend schlecht ab. Das bestätigt nun eine neue Studie für die Wissenschaftsvereinigung „Mehr Bahn“.
EU‑Agrarkommissar Christophe Hansen fordert angesichts niedriger Getreidepreise und hoher Spritkosten eine stärkere Nutzung von Biokraftstoffen. Während der Branchenverband VDB Hansens Vorstoß begrüßt, warnen Umweltverbände, dass Biokraftstoffe die Transformation hin zu klimafreundlicher Mobilität bremsen könnten.
Deutschland bekommt den digitalen Führerschein gleich doppelt: Ende 2026 in der iKfz-App, Anfang 2027 in der staatlichen Eudi-Wallet. Was Digital- und Verkehrsministerium als sinnvolle Ergänzung sehen, könnte für Bürger:innen vor allem eines sein: erklärungsbedürftig.
Die Koalition sucht weiter nach einer gemeinsamen Linie, wie Bürger und Unternehmen angesichts hoher Energiepreise entlastet werden können. Während der Ölpreis zuletzt fiel, kommen die Preissenkungen an der Zapfsäule kaum an – und die Debatte über Gegenmaßnahmen wird immer hitziger.
Europäische Staaten haben zuletzt mehrere Öltanker in russischen Diensten aufgebracht. Russland droht Großbritannien bereits mit asymmetrischer Vergeltung. Die Stiftung Wissenschaft und Politik plädiert für ein entschiedeneres Vorgehen Deutschlands gegen die Schattenflotte.
Der Ölpreis sinkt deutlich nach der Vereinbarung einer Feuerpause im Nahost-Krieg. Doch an Tankstellen und bei der Kerosinversorgung ist keine Entspannung in Sicht, Reeder und Airlines bleiben vorsichtig. Die Bundesregierung prüft weiterhin Entlastungen bei den Energiekosten, morgen findet ein Krisengipfel statt.
Die EU investiert Milliarden in den Ausbau ihres Verkehrsnetzes. Doch neue Anforderungen durch Sicherheit, Klimawandel und Digitalisierung stellen die TEN-T-Politik vor grundlegende Herausforderungen. Die Koordinatoren der einzelnen Korridore erklären, wo das System an seine Grenzen stößt.
Die Ausrüstung mit dem Zugsicherungssystem ETCS ist in den europäischen Staaten sehr unterschiedlich. Hinzu kommen rund 150 streckenspezifische Testprotokolle. Das macht den Verkehr für Eisenbahnunternehmen technisch sehr aufwendig und teuer. Eine echte Harmonisierung ist nicht in Sicht, wohl aber Verbesserungen.
Stefanie Hubig stößt eine alte Debatte um die Kriminalisierung von Schwarzfahren als Straftat neu an. Während die Bundesjustizministerin eine Entkriminalisierung fordert und auf überlastete Gerichte sowie soziale Härten verweist, blocken Union, Verkehrsverbände und Gewerkschaften entschieden ab.
Elektro-Lkw gelten als klimafreundlichere Alternative zum Diesel. Doch hohe Anschaffungskosten und fehlende Ladepunkte bremsen deren Einsatz aus, obwohl die Betriebskosten sehr günstig sind. Wie Speditionen damit umgehen.
Im Herbst bringt VW den ID.Polo zusammen mit einem Stadt-Ladetarif von 39 Cent pro Kilowattstunde. Im Gespräch mit Tagesspiegel Background erklärt Giovanni Palazzo, Chef der VW-Energietochter Elli, wie der Konzern in ganz Europa E-Autos, Stromspeicher und Netz miteinander verknüpft.
Der neu gewählte Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause will Baumaßnahmen beschleunigen, den ÖPNV zur Chefsache machen und die Verkehrswende vorantreiben. Doch die Pläne des Grünen-Politikers treffen auf knappe Kassen und hohe Erwartungen. Erste Konfliktlinien zeichnen sich ab.
Die geplante Transitgebühr soll Deutsche und Europäer von den Autobahnen fernhalten. Gegner des „diskriminierenden“ Projekts warnen vor harschen Reaktionen der Europäer.
Steigende Spritpreise setzen Europas Regierungen unter Druck. Während Deutschland die Preisdynamik reguliert, setzen andere Länder auf Preisdeckel, Steuersenkungen oder Alternativen. Ein Überblick über die sehr unterschiedlichen Strategien – und ihre Folgen für Verbraucher und Wettbewerb.
Die Bundesregierung ist grundsätzlich bereit, Haushalte zu entlasten, die besonders von den stark gestiegenen Spritkosten betroffen sind. Eine Idee: eine pauschale Senkung der Kfz-Steuer über eine ausgezahlte Prämie. Ökonomen und Umweltverbände schlagen Alternativen vor.
Das erneuerte Luftsicherheitsgesetz bringt aus Sicht der Energiebranche keine Klarheit in die Zuständigkeiten zur Drohnenabwehr. Ihr Verband BDEW will, dass Anlagenbetreiber selbst Drohnen vom Himmel holen dürfen. Lücken können sogar Deutschlands Nato-Fähigkeiten kompromittieren.
In der Luftfahrt ist ein „perfekter Sturm“ aufgezogen: Der Nahost-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus lassen die Kerosinpreise explodieren und führen zu Lieferengpässen für Flugbenzin. Die Lufthansa prüft die Stilllegung von Flugzeugen. Europas Energieminister sind alarmiert.
Eine „Stadt in der Stadt“, größer als 100 Fußballfelder, wird aktuell vom emiratischen Unternehmen Binghatti Properties in Kooperation mit Mercedes-Benz in der arabischen Metropole Dubai errichtet. Was der deutsche Autokonzern in den Emiraten trotz des Nahost-Kriegs mit Luxuswohnungen erreichen will.
Trotz explodierender Energiepreise erteilt der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) neuen Billigtickets eine klare Absage. Auch Kommunen und Busunternehmen schlagen angesichts steigender Kosten Alarm und warnen vor drohenden Kürzungen im Nahverkehr.
Union und SPD wollen noch in diesem Jahr den Finanzierungskreislauf Straße schließen. Doch die Umsetzung ist kompliziert: Die Koalition will zugleich eine verlässliche Finanzierung der defizitären Bahn garantieren. Experten erwarten einen Kompromiss, der Straße und Schiene neu austariert.
Europas Verkehrsinfrastruktur steht unter Druck: Cyberrisiken, geopolitische Spannungen und globale Abhängigkeiten treffen auf langsame Systeme und begrenzte Mittel. Infrastrukturexperten erklären, wie schwierig der Weg zu mehr Souveränität wirklich ist.
Mario Reiß, der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), kritisiert im Background-Interview die völlig intransparenten und ineffizienten Finanzstrukturen der Deutschen Bahn. Die Kontrolle durch die Bundesregierung sei schlecht. Das Vorgehen von DB-Chefin Evelyn Palla findet Reiß nicht rigoros, sondern konsequent.
Um kritische Rohstoffe zu sichern, setzt die EU vor allem auf Bergbau. Trotz der Risiken für Umwelt, Klima und den sozialen Zusammenhalt. Dabei könnten Recycling und Kreislaufwirtschaft schon bald den EU-Bedarf an Batterierohstoffen decken, ohne Umweltvorschriften aufzuweichen, so ein neuer WWF-Bericht.
Nach zwei Tagen VMK in Lindau herrscht Einigkeit beim Deutschlandticket und der Führerscheinreform. Doch ein Problem bleibt ungelöst: Die Länder warnen vor einem Milliardenloch im Nahverkehr. Ein Sondergipfel mit dem Bund soll Antworten finden.
Bei der Antriebswende ist Dänemark deutlich weiter als Deutschland. Trotzdem sorgten die aktuellen Spritpreise und eine populistische Aktion an Tankstellen für Aufregung. Für die künftige Verkehrspolitik dürfte eine Mitte-Partei die zentrale Entscheidung treffen.
Die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz zwingt Hersteller und Zulieferer zu einer nie dagewesenen Beschleunigung ihrer Prozesse. Ohne eine engere Zusammenarbeit wird es nicht gehen. Die Politik sagt Unterstützung zu, Zweifel an einer schnellen Umsetzung bleiben.
Umweltminister Carsten Schneider zufolge lassen sich mit den beschlossenen Maßnahmen im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung die gesetzlichen Ziele einhalten. Der Expertenbeirat für Klimafragen und Verbände bezweifeln das, die Umwelthilfe kündigt weitere Klagen an.
Der Bund finanziert bereits zu fast zwei Dritteln auch laufende Ausgaben zur Wartung der Infrastruktur – entgegen den Zielen der Bahnreform. Zudem fließen die milliardenschweren Reparaturzuschüsse aus dem „Sondervermögen“, das für Investitionen reserviert sein soll. Die Kritik an der DB InfraGO und der Bundesregierung nimmt zu.
Autonomes Fahren wird meist als technisches Problem diskutiert – doch Wissenschaftler warnen vor einer gefährlichen Schieflage. Ein internationales Forschungsteam um den TUM‑Professor Sebastian Pfotenhauer schlägt deshalb einen „Führerschein“ für selbstfahrende Autos vor, um Vertrauen, Akzeptanz und gesellschaftliche Kontrolle zu stärken.
Die deutsche Automobilindustrie blickt mit konkreten Erwartungen auf das neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und Australien. Schon heute ist der Markt mehrere Milliarden Euro schwer – und stark wachsend, vor allem bei Elektroautos. Mit dem Wegfall von Zöllen und regulatorischen Hürden könnten die Exportzahlen weiter deutlich steigen.
Verkehr und Mobilität haben bei den Kommunalwahlen in Frankreich eine wichtige Rolle gespielt. In Paris und Lyon haben die Wähler für Kandidaten mit einer fahrradfreundlichen Politik gestimmt. Beide versprechen auch, die Métro in ihren Städten rund um die Uhr fahren zu lassen – zumindest teilweise.
Die Bundesregierung startet erneut einen Anlauf für die digitale Fluggastabfertigung – ein Vorhaben, das bereits 2024 an datenschutzrechtlichen Bedenken scheiterte. Nun legt das Verkehrsministerium einen nahezu identischen Entwurf vor, der biometrische Gesichtserkennung an Flughäfen ermöglichen soll.
Die Deutsche Umwelthilfe ist mit dem Versuch gescheitert, den deutschen Autokonzernen vom Bundesgerichtshof ein vorzeitiges Verbrenner-Aus auferlegen zu lassen. Der BGH verweist auf den Gesetzgeber. Die Umwelthilfe prüft jetzt eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht.
Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten als eine der schnellsten und günstigsten Maßnahmen, um den CO2-Ausstoß im Verkehr zu reduzieren. Sie könnten auch Menschenleben auf den besonders gefährlichen Landstraßen retten. Doch die Bundesregierung schaltet auf stur.
Der neue Verband E-Mobility Deutschland geht an den Start. Er legt seinen Fokus auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Im Gespräch mit Background erklärt die Vorstandsvorsitzende Linda Boll, wie ihr Verband mit anderen Akteuren zusammenarbeiten und Begeisterung für die E-Mobilität entfachen will.
Die Landesverkehrsminister:innen kommen in dieser Woche zu ihrer Frühjahrskonferenz zusammen. Die Agenda ist voll: vom Preisindex des Deutschlandtickets über festgefahrene Finanzierungsfragen bis hin zu autonomen Bussen, Lieferrobotern und umstrittenen Schulstraßen. Tagesspiegel Background gibt einen Überblick.
Die teuersten Teile des Elektroautos, die Batterie und der E-Motor, werden immer kompakter, effizienter und langlebiger. Innovationen führen dazu, dass sich Stromer und Verbrenner immer ähnlicher werden.
Digitale Betrugsmaschen setzen die Logistikbranche zunehmend unter Druck. Phantomfrachtführer stehlen ganze Lkw-Ladungen – oft unerkannt. Die Schäden steigen rasant. Experten setzen auf Prävention.
Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs erhöht den Druck auf Verkehrsminister Patrick Schnieder, eine Reform des Trassenpreissystems vorzulegen. Branchenverbände warnen vor Kostensteigerungen für den Nahverkehr und Kürzungen des Angebots.
Union und SPD verhandeln weiter über den Gesetzentwurf zur THG-Quote. Uneinig soll sich die Koalition vor allem bei der Frage sein, ob biogener Wasserstoff in Raffinerien auf die THG-Quote anrechenbar ist. Die Branche drängt auf schnelle Einigung. Umweltverbände haben grundsätzliche Bedenken gegen den Gesetzentwurf.
Zwischen Klimazielen, sicherheitspolitischem Druck und steigenden Kosten gerät Europas Luftfahrt weiter unter Druck. Während die EU-Kommission an einer neuen Aviation Strategy arbeitet, gehen Airlines dieser Tage zunehmend auf Konfrontationskurs – allen voran Ryanair-Chef Michael O’Leary.
Christine Behle, stellvertretende Verdi‑Chefin, rechtfertigt die heutigen ÖPNV‑Streiks und wehrt sich gegen das Bild einer streikwütigen Gewerkschaft. Die Arbeitgeber müssten endlich substanzielle Verbesserungen für überlastete Beschäftigte liefern – auch am Flughafen BER. Für jene, die nun das Streikrecht beschneiden wollen, hat Behle kein Verständnis.
Trotz maroder Infrastruktur und wachsendem Druck kann DB Regio den Gewinn steigern – doch die niedrige Marge bleibt ein Risiko. Der neue Chef Harmen van Zijderveld sieht den Regionalverkehr als Stabilitätsanker des Konzerns, während die DB insgesamt tief in den roten Zahlen steckt. Auch neue Sicherheitsmaßnahmen und digitale Angebote sollen kommen.
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger geht in Brüssel frontal auf Konfrontation mit der EU-Klimapolitik im Verkehrssektor. Beim Automotive Package prallen Industrieinteressen, politische Ziele und Zweifel an der Umsetzbarkeit hart aufeinander.
Der Streit um die Zukunft des Verbrenners spitzt sich in Brüssel zu: Erstmals seit dem Automotive Package ringen die EU-Staaten beim Umweltrat offen um die CO2-Flottengrenzwerte – und offenbaren dabei tiefe Gräben. Zwischen Klimazielen, Industrieinteressen und Technologiefragen ist eine Einigung derzeit nicht in Sicht.
Das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für Klimaneutralität und Infrastruktur (SVIK) sollte zusätzliche Investitionen in die marode Verkehrsinfrastruktur lenken. Doch mehrere Studien ziehen eine verheerende Bilanz: Statt die vorgesehenen Projekte zu finanzieren, stopfte die Regierung Haushaltslöcher.
Intercitys sind die langsame Variante im Fernverkehr. Doch weil die Nachfrage mancherorts ausbleibt, werden immer wieder Verbindungen gestrichen – vor allem in Ostdeutschland. Kommunen fürchten strukturelle Nachteile und fordern neue Modelle für den Fernverkehr. Eine Tarifintegration in den Nahverkehr könnte eine Alternative darstellen.
Interne Papiere der DB InfraGO zeigen: Allein in den vergangenen beiden Jahren wurden fast zehn Milliarden Euro zu wenig ins Schienennetz investiert. Der Sanierungsstau beträgt jetzt 136,5 Milliarden Euro. Führende Bahnmanager und Politiker hatten einen anderen Eindruck vermittelt.
Interne DB-Papiere und Berechnungen sollen zeigen: Die überlasteten Knoten führen zu noch mehr Verspätungen. Doch die beabsichtigte Ausdünnung der Fahrpläne vor allem im Regionalverkehr stößt bereits auf massiven Protest.