Carsten Schneider hat sich mit Vertretern der ostdeutschen Autobranche getroffen. Der Bundesumweltminister warb für den Erhalt von Arbeitsplätzen und für den Klimaschutz. Das E-Auto kann dem Standort eine Zukunft geben.
Massive Cyberattacken legen die Buchungssysteme der Deutschen Bahn zeitweise lahm und blockieren Kundenkonten beim DB Navigator und auf bahn.de. Insider gehen davon aus, dass die sogenannten DDoS-Angriffe aus Russland kommen.
Auszubildende müssen derzeit je nach Bundesland unterschiedlich viel für ein Deutschlandticket zahlen – trotz niedriger Gehälter. Eine bundesweite Lösung lässt auf sich warten, es gibt jedoch verschiedene Ansätze dafür in den Ländern.
Die deutsche Luftverkehrswirtschaft fordert eindringlich politische Unterstützung. Der Standort falle wegen überhöhter staatlicher Kosten international immer weiter zurück. Eine Abschaffung der Luftverkehrsteuer helfe auch dem Finanzminister.
In Grünheide entscheidet die Tesla-Belegschaft Anfang März über Macht, Mitbestimmung – und über Elon Musks größten Konflikt in Europa. Zuvor hatten Drohungen des Managements, wachsende Spannungen im Werk und ein bizarrer Polizeieinsatz den Kampf zwischen dem Autobauer und der IG Metall eskalieren lassen.
Der internationale Verband für Ladestandards warnt: China versucht, seine Technologie für E-Lkw nicht nur in Asien durchzusetzen, sondern auch in Lateinamerika und Afrika. Dabei hilft auch der Export gebrauchter Busse und Lastwagen mit elektrischem Antrieb. Eine schlechte Nachricht für das Megawatt Charging System.
Mit einer neuen globalen UNECE-Regulierung rückt autonomes Fahren regulatorisch in greifbare Nähe. Doch Europas Ansatz setzt weniger auf Tempo als auf Vertrauen: Safety Case, Zertifizierbarkeit, Governance. Reicht dieser normative Vorsprung – oder verliert die EU im Wettlauf mit Tech-Giganten an Geschwindigkeit?
Die Bahntochter DB InfraGO schiebt die Verzögerung bei der Korridorsanierung Hamburg–Berlin auf den harten Winter. Erst am 13. März soll es Klarheit über den Eröffnungstermin geben. Pro Bahn, die Güterbahnen und Mofair lassen das nicht durchgehen.
In der Debatte um mehr Sicherheit in Zügen fordern Politiker und Bahnvertreter ein fälschungssicheres Ticket – teils sogar mit Foto. Das soll Konflikte bei Ausweiskontrollen vermeiden. Der Verkehrsverband VDV setzt dagegen auf digitale Lösungen. Welche Variante sich durchsetzt, sollen die Bundesländer Ende März beraten.
Die US-Regierung kippt Emissionsgrenzen für die Autoindustrie. Die US-Hersteller freut es, deutsche Autobauer sortieren sich noch. Auf ihrem Weg in die Elektromobilität ergeben sich nun neue wirtschaftliche und rechtliche Risiken.
Flix will den asiatisch-pazifischen und lateinamerikanischen Busmarkt erobern. Bis jetzt gab es vor allem Erfolge zu verzeichnen – doch in Peru scheitert das Unternehmen bislang am Rechtsrahmen. Die Behörden verlangen eigene Fahrzeuge, die Flix nicht besitzt.
Nach aktuellen Umfragen erscheint nach der Wahl in Baden-Württemberg eine weitere Zusammenarbeit von Grünen und CDU wahrscheinlich – womöglich aber unter Führung der Union. Für Grün-Rot-Rot, eine Ampel oder eine Deutschland-Koalition sehen die Meinungsforschungsinstitute aktuell keine Mehrheit.
Beim informellen EU-Gipfel in Alden Biesen setzen Merz, Macron und Meloni unterschiedliche Akzente in der Wettbewerbsdebatte. Während Berlin und Paris Tempo fordern, drängt Rom auf konkrete Entlastungen. Ursula von der Leyen kündigt einen Fahrplan an.
Verkehrsminister Patrick Schnieder will Fahrschüler künftig selbst mit ihren Eltern üben lassen – als Alternative zu teuren Fahrstunden. In Österreich ist das Modell seit 2003 etabliert, aber mit deutlich strengeren Vorgaben. Auch Frankreich setzt auf begleitetes Fahren und stark digitalisierte Theorie per App.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder wirbt für eine entschlackte, günstigere Fahrausbildung – inklusive Laienfahrstunden. Doch Fahrlehrer, Verbände und Opposition warnen weiterhin vor sinkender Qualität und neuen Risiken.
Am Mittwoch hat EU-Kommissarin Henna Virkkunen einen Drohnen-Aktionsplan vorgestellt, der auf die Absicherung ziviler Infrastruktur ausgerichtet ist. Hobbydrohnenpiloten müssen mit mehr Auflagen rechnen. Ferner basiert der EU-Plan aber auf Freiwilligkeit.
Heute will das Verkehrsministerium seine überarbeiteten Eckpunkte für die Fahrschulreform vorstellen. Ein geleakter Entwurf kursierte bereits am Dienstag. Das Papier sieht deutlich schärfere und konkretere Reformen vor – von digitaler Theorie über den Einsatz von Simulatoren bis hin zur Laienausbildung nach österreichischem Vorbild.
Europas Staats- und Regierungschefs beraten am Donnerstag beim informellen EU-Gipfel über die Wettbewerbsfähigkeit Europas. Im Zentrum: der Industrial Accelerator Act, Buy European und die Frage, ob Vereinfachung oder Deregulierung den Ton angibt.
Der Mobilitätspass, der in Baden-Württemberg theoretisch seit vergangenem Jahr eingeführt werden kann, stößt vielerorts auf Skepsis. Bürokratie, fehlendes ÖPNV-Angebot und politische Vorsicht bremsen das Modell vorerst aus. Eine Stadt wagt zumindest eine vertiefende Prüfung.
Der Gebäude- und Verkehrssektor liegen im Jahr 2030 rund 225 Millionen Tonnen über dem gesetzlich festgeschrieben Limit. Das Klimaschutzprogramm kann die Lücke kaum reduzieren, wie ein Entwurf zeigt. Das Bundesumweltministerium kommentiert den Entwurf nicht, macht aber klar: Es verhandelt weiter innerhalb der Bundesregierung.
Die Kosten für die Modernisierung wichtiger Strecken explodieren, und die Vollsperrungen führen zu noch größeren Betriebsproblemen und Verspätungen. Der Schienenverkehr droht Kunden und Anbieter zu verlieren. In der Branche wächst die Kritik: Der verantwortliche DB-Konzern sollte umsteuern – und den Bau-Marathon nochmals verlängern.
In den USA werfen Gewerkschafter Mercedes-Benz vor, eigene Standards zu verlassen und Beschäftigte gezielt an der Organisierung zu hindern. Die US-Arbeitsbehörde NLRB ermittelt bereits wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte in Mercedes-Standorten.
Der multinationale Stellantis-Konzern vollzieht eine Vollbremsung im verlustreichen Elektro-Geschäft. Er ist kein Einzelfall, auch andere Autobauer steuern um. Beobachter sehen einen Mitverursacher der Krise: die orientierungslose und widersprüchliche Politik.
Volocopter und Lilium standen einst für deutsche Innovationskraft, scheiterten aber an fehlender Unterstützung. Während China und die USA ihre eVTOL‑Industrie gezielt fördern, droht Deutschland den Anschluss zu verlieren – trotz seiner politischen Strategie.
Wer von Singapur in asiatische Nachbarländer will, fliegt meistens. In Zukunft könnte sich das dank einer neuen Zugstrecke teilweise ändern. Der Asean-China-Korridor soll mehrere Länder per Schnellzug verbinden. Doch die Frage bleibt: Profitieren auch arme Länder der Region, oder betreibt China Geopolitik auf Schienen?
Der neue Fonds bei der Europäischen Investitionsbank sei ein erster Schritt für sozialen Klimaschutz, argumentiert eine Gruppe von EU-Parlamentarier:innen. Die Abgeordneten werben für Maßnahmen wie Sozial-Leasing und Sanierungszuschüsse. Die Einnahmen bauen auf dem ETS 2 – doch seine Einführung gilt noch immer als politische Zitterpartie.
Über 80 Prozent des Welthandels werden auf dem Seeweg transportiert – meist mit klimaschädlichem Schweröl. Das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Bundestag zeigt in einer Studie, welche Kraftstoffe und Technologien die Schifffahrt dekarbonisieren könnten. Doch Experten sehen erhebliche Lücken – und warnen vor politischer Blockade.
Die EU-Kommission stellt in Kürze ihre Pläne für eine „Made in Europe“-Regulierung für E-Autos vor. Deutsche Hersteller und Zulieferer haben ein gemeinsames Interesse an einer Stärkung des Standorts. Doch auf „Buy European“ können sie sich nicht einigen.
Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz hat eine Debatte darüber ausgelöst, wie sich solche Vorfälle in Zukunft verhindern lassen. Die Gewerkschaften sehen vor allem die Politik in der Verantwortung.
Während die USA im globalen Wettlauf um kritische Rohstoffe den Gang höher schalten, drohen Europa laut EU-Rechnungshof Engpässe. Trotz der Bemühungen, Chinas Rohstoffmonopol zu überwinden, pilgerten im Januar zahlreiche westliche Staatsoberhäupter nach Peking.
In einem Sonderbericht nimmt der Europäische Rechnungshof die urbane Mobilität in der EU unter die Lupe. Sein Befund: Trotz Milliardeninvestitionen und neuer Pflichten für Städte bleibt die Wirkung oft begrenzt. Die EU-Kommission kündigt nun Nachbesserungen an, Verbände fordern mehr Freiheiten für Kommunen.
Seit Jahren wird in Brüssel über die Zukunft der maritimen Wirtschaft und der Häfen diskutiert. Mit dem geplanten Ocean Act sowie zwei neuen Strategien will die EU-Kommission das regulatorische Feld neu ordnen. Die Entwürfe zeigen, welche Antworten Brüssel auf Wettbewerbsdruck, Transformation und Sicherheit sucht.
Die EU-Kommission will eine neue elektrische Kleinwagen-Klasse einführen: M1E. Die klassischen Pkw-Hersteller werden mit „Super-Credits“ gelockt, die Microcar-Lobby sieht sich vom Wettbewerb ausgeschlossen.
Mit einem neuen ÖPNV-Taxi wagt Lüneburg einen schnellen, ungewöhnlichen Schritt: Taxiunternehmen werden zum festen Teil des Nahverkehrs – und die Nachfrage ist enorm. Doch je erfolgreicher das Angebot, desto größer die finanzielle Belastung für den Landkreis. Andere Kommunen schauen gespannt zu.
Am Rücktritt von ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand zeigt sich wie unter einem Brennglas, wie polarisiert die Debatte um die Mobilitätswende geführt wird. Und welche Macht ein Shitstorm auf Social Media entfalten kann.
Die fehlende Finanzierung fünf baureifer Bahnprojekten sorgt weiterhin für Unverständnis – besonders auf lokaler Ebene. Während die Landesverkehrsminister zurückhaltend reagieren, sind Politiker:innen in den betroffenen Kommunen irritiert über die Kommunikation und das Vorgehen in Berlin. Mühldorfs Bürgermeister wendet sich in einem offenen Brief an Merz.
Europa will unabhängiger von Rohstofflieferanten wie China werden. Die Luxemburger Prüfer attestieren der EU auf diesem Weg aber Ambitionslosigkeit und unklare Ziele.
Mehr als 1700 Expertinnen und Experten haben beim Verkehrsgerichtstag in Goslar über die Zukunft der Verkehrssicherheit beraten – und Empfehlungen an die Politik formuliert. Neue Promillegrenzen fürs Rad, strengere Handy-Strafen: Vieles könnte den Alltag im Straßenverkehr spürbar verändern.
Nach ihrem Erfolg vor dem Bundesverwaltungsgericht in Sachen Klimaschutzprogramm ruft die Deutsche Umwelthilfe 2026 als „Jahr der höchstinstanzlichen Klimaklagen“ aus. Tagesspiegel Background gibt eine Übersicht, welche Verfahren die DUH noch angestrengt hat.
Auf der Bahnstrecke zwischen Frankfurt am Main und Mannheim sorgte die Infrastruktur auch nach Abschluss der Bauarbeiten für Zehntausende Verspätungsminuten. Die Deutsche Bahn gibt an, aus den Problemen Schlüsse für die folgenden Korridorsanierungen zu ziehen.
Beim Wettbewerbssymposium der Deutschen Bahn stand die Reform des Trassenpreissystems im Mittelpunkt. Das Bundesverkehrsministerium hat sich noch nicht für ein Modell entschieden, machte aber deutlich, dass die Länder auf Regionalisierungsmittel in Milliardenhöhe verzichten müssten, wenn die Trassenpreise sinken sollen.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder fordert mit Blick auf die Deutsche Bahn mehr Realismus. Im Background-Interview spricht er außerdem über die Mobilität im ländlichen Raum, einsturzgefährdete Brücken und den Luftverkehrsstandort Deutschland.
Die Bundesregierung wagt den Neustart bei der Wasserstoffförderung und stellt 220 Millionen Euro für H2‑Tankstellen und ‑Lkw bereit. Damit soll ein Grundnetz für den Schwerverkehr entstehen. Die Logistikbranche mahnt, dass nur eine verlässliche Abnahme und abgestimmte Standards den Wasserstoff aus der Nische holen können.
Volkswagen hat sein wichtiges China-Geschäft umgebaut und will von niedrigen Kosten profitieren – auch beim Export aus der Volksrepublik. Im Verbrennergeschäft ist der Autobauer Marktführer, aber das Segment schrumpft rasant. Bei Elektroautos geben heimische Hersteller den Ton an.
Das Deutschlandticket galt lange als Einfallstor für Fahrscheinbetrug. Nun verspricht die Branche eine Wende: Strukturen werden vereinheitlicht und Schwachstellen geschlossen. Auch strengere Kontrollen könnten helfen. Dennoch bleiben Risiken bestehen.
Drohnen sind längst mehr als Technikspielzeug: Sie prägen moderne Kriegsführung, fordern Europas Sicherheit heraus und werfen zugleich komplexe Rechtsfragen im zivilen Luftraum auf. Zwischen dem neuen Aktionsplan aus Brüssel und zivilem Alltag entscheidet sich, wie resilient Europa wirklich ist.
Während Wien mit großem Winterdiensteinsatz und durchgehend befahrenen Oberleitungen alle Linien am Laufen hält, stand der Berliner Straßenbahnverkehr nach extremem Eisregen tagelang still. Die Deutsche Bahn hat für Extremfälle spezielle Putzloks im Einsatz.
Mit der steigenden Beliebtheit von Elektrokleinstfahrzeugen passieren auch immer mehr Unfälle, zeigen die neuesten Zahlen der Plattform Shared Mobility. In Relation zur Fahrleistung hat sich das Unfallrisiko dagegen kaum erhöht. Verbände fordern eine verbesserte Unfallstatistik für mehr Sicherheit.
Der Pariser Nahverkehrsbetreiber RATP könnte Ende des Monats einen neuen Chef bekommen, wenn das Parlament die Nominierung des von Präsident Macron vorgeschlagenen Kandidaten absegnet. Ihn erwarten eine Reihe von Aufgaben, von der Liberalisierung über den Sozialdialog bis zur Rentabilität der Gruppe.
Bis Juli 2026 müssen nach EU-Recht alle neu zugelassenen Autos zahlreiche Assistenzsysteme an Bord haben, um die Sicherheit zu erhöhen. Das erhöht die Kosten, wodurch es schwieriger wird, preisgünstige Kleinwagen anzubieten. Einige Hersteller zeigen aber, dass es geht.
Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin, Nicole Hoffmeister-Kraut macht Druck auf ausgesuchte EU-Parlamentarier, die Vorgaben für die Autoindustrie weiter aufzuweichen. Eine SPD-Abgeordnete zeigt sich irritiert.
Am Tag der Anhörung zur Novelle des Luftsicherheitsgesetzes spitzt sich die Debatte um mehr Sicherheit im Luftverkehr zu. Bundesregierung, Länder, Flughäfen und Polizei bewerten die geplanten Verschärfungen unterschiedlich und ringen um Befugnisse, Zuständigkeiten und Kosten.
Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz soll wichtige Verkehrsprojekte beschleunigen. Doch die Bundesrats-Ausschüsse bemängeln nicht nur die zu kurze Anhörungsfrist, sondern auch den Gesetzentwurf selbst: Er werde „voraussichtlich keine nennenswerte Beschleunigungswirkung“ entfalten. Besonders kritisch sehen die Länder Einschränkungen bei Umweltverbandsklagen.
Geht es nach den Regierungsfraktionen, soll der CO2-Preis im nationalen Brennstoffemissionshandel im kommenden Jahr 65 Euro die Tonne nicht überschreiten. Das Bundesumweltministerium will sich dagegen an der geltenden Rechtslage orientieren – und die sieht eigentlich einen höheren CO2-Preis vor.
Carsharing-Unternehmen kritisieren, dass der Entwurf des Intelligente-Verkehrssysteme-Gesetzes (IVSG) sensible Daten ungeschützt offenlegt. Sie warnen vor Überwachung, kopierten Geschäftsmodellen und großen Nachteilen für deutsche Anbieter. Eine Anhörung am Montag im Verkehrsausschuss soll Klarheit bringen, wo nachgebessert werden muss.
Als Vizepräsident des neugegründeten EU-Fahrradverbands European Cycling Industries kämpft Volker Thiemann gegen Billigimporte und für die Anerkennung von E-Bikes als Schlüssel zur Mobilitätswende. Trotz der aktuellen Branchenkrise zeigt sich der deutsche Fahrradexperte im Interview optimistisch und erwartet noch in diesem Jahr eine Erholung des Marktes.
Während Alkoholfahrten im Auto streng sanktioniert werden, gelten Rad- und Pedelec-Fahrende in Deutschland erst ab 1,6 Promille als absolut fahruntüchtig. Angesichts steigender Unfallzahlen und wachsender E-Bike-Nutzung werden Experten beim Verkehrsgerichtstag in Goslar diskutieren, ob es einen neuen Grenzwert braucht.
Während Donald Trump Zölle offen als Machtinstrument einsetzt, ringt Europa um seine handelspolitische Linie. Die Vertagung des Mercosur-Abkommens und die Suche nach neuen Handelspartnern zeigen, wie schwer sich die EU zwischen geopolitischem Druck, Rechtsstaatlichkeit und Wirtschaft tut.
Die Bundesregierung will 2026 zum Jahr der E-Mobilität machen. Doch der Hochlauf der Ladeinfrastruktur krankt vielerorts daran, dass Anschlüsse an das Stromnetz Jahre brauchen. Tagesspiegel Background nennt die Gründe und was dagegen getan wird.
Über die Stadtgrenzen hinweg sorgt besonders der wachsende Pendelverkehr und die vielen Baustellen für immer mehr Staus. Das zeigt der Traffic-Index, den Tagesspiegel Background vorab ausgewertet hat. Das Infrastrukturpaket und Verkehrswende-Maßnahmen dürften die Situation kurzfristig noch verschärfen.
Dass die Bundesregierung auch Plug-in-Hybride mit Steuergeld fördert, liegt aus Sicht von Umweltminister Carsten Schneider nur an den Arbeitsplätzen in der Autoindustrie. Er hat jetzt auch die letzten Details der Staffelung nach Einkommen und Kindern genannt. Die Reaktionen sind durchwachsen.
Nach dem schweren Zugunglück in Südspanien mit mehreren Toten rätselt die Branche über die Ursache – die Technik ist modern, die Strecke frisch saniert. Überhöhte Geschwindigkeit gilt als ausgeschlossen, stattdessen rückt die Rolle von Sicherheitssystemen in den Fokus. Auch in Deutschland wächst der Druck, die Digitalisierung der Schiene voranzubringen.
Anders als seine Nachbarn scheint Deutschland nicht auf die europäische Hafenstrategie vorbereitet zu sein, warnen die Seehäfen. Darunter könne die Wettbewerbsfähigkeit leiden. Gleichzeitig lasteten immer mehr Aufgaben auf den Häfen – von Cyberabwehr bis militärischer Logistik –, ohne dass ausreichend Mittel bereitgestellt würden.
Europas wichtigste Verkehrsprojekte geraten weiter aus dem Takt: Kosten explodieren, Zeitpläne wackeln, das Ziel für 2030 ist nicht mehr zu halten. Das bilanziert ein neuer Bericht des Europäischen Rechnungshofs. Er zeigt auf, warum Milliardenprojekte gefährdet sind und was Brüssel dagegenhält.
Das Bundesumweltministerium schickt die Novelle für das Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz am kommenden Mittwoch ins Kabinett. In der Novelle ist ein bisher völkerrechtswidriger Passus zum Verbandsklagerecht gestrichen. Auch Maßnahmen für schnellere Umwelt-Klageverfahren sind enthalten. So entfalten Anfechtungsklagen keine aufschiebende Wirkung gegen Bauprojekte.
Die Mittelkürzungen des Verkehrsministeriums für autonomes Fahren treffen das hessische Vorzeigeprojekt Kira hart – die nächste Finanzierungsrunde bleibt aus. Aus Hessen kommt scharfe Kritik. Der Bund setzt derweil auf neue Modellregionen.