Erst am heutigen Montag statt am vergangenen Freitag wird Bundesumweltminister Carsten Schneider das Regierungsprogramm zur Förderung von E-Autos vorstellen. Innerhalb der Koalition werden unterschiedliche Gründe für die Verschiebung genannt. Schon jetzt gibt es Kritik von außen an den Plänen.
Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente hat einen Fahrschein nach deutschem Vorbild entwickelt. Das Abono Único gilt jedoch zunächst nur in interregionalen Bussen, in Nah- und in ausgewählten Fernverkehrszügen auf Mitteldistanzen. Damit das monatliche Ticket zum Erfolg wird, müssen die Provinzen künftig mitziehen. Ein Experte ordnet das neue Ticket ein.
Der Bundestag hat nach langen Verhandlungen das Gesetz zur beschleunigten Planung und Beschaffung für die Bundeswehr beschlossen. Damit soll auch die Beschaffung aus dem zivilen Bereich gestärkt werden. Vorgesehen sind zudem neue Regelungen, die kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Start-ups die Teilnahme an Ausschreibungen ermöglichen.
Auf dem wichtigen Automarkt Brasilien sind bisher Fiat und VW die Marktführer. Doch chinesische Hersteller greifen mit moderneren Modellen an. Da helfen die Zollvorteile des Mercosur-Abkommens den Europäern. Die Chinesen reagieren mit mehr lokaler Fertigung.
Regionale Netzwerke sollen den Wandel der Autoindustrie vom Verbrenner zum E-Auto flankieren, neue Geschäftsmodelle identifizieren und Arbeitsplätze sichern. Der Branchenverband VDA und die IG Metall kooperieren eng.
Auf einer Fachveranstaltung des Energieverbandes BDEW wird deutlich, warum der Hochlauf der E-Mobilität in den Niederlanden viel besser vorankommt als in Deutschland. Experten und Politikerinnen zeigen auf, was sich ändern müsste.
Marinehafen statt Energy Port? In Bremerhaven verdichten sich die Pläne der Bundeswehr für einen neuen Standort. Der Konflikt berührt mehr als lokale Hafenpolitik, sondern ist ein Beispiel dafür, wie Verteidigungs- und Klimapolitik gegeneinander abgewogen werden.
Eine neue Studie entwirft ein mögliches Bild der Mobilität im Jahr 2045, in dem autonome Shuttles den ÖPNV deutlich stärken. Modelliert wird ein Szenario mit kürzeren Wartezeiten, höheren ÖPNV-Anteilen und sinkendem Autoverkehr. Doch damit es zu einer solchen Angebotsqualität für 100 Euro im Monat kommt, bräuchte es politischen Willen.
Griechenland will seinen Straßenverkehr revolutionieren. Kamerasysteme, die mit Künstlicher Intelligenz arbeiten, sollen bald diverse Verstöße automatisiert erfassen und Bußgelder digital ausstellen können. Die Maßnahme soll die Zahl der Verkehrstoten deutlich reduzieren.
Die neue Unionsdatenbank der EU soll Betrug mit falsch deklarierten Biokraftstoff-Importen verhindern. Doch Branchenvertreter beklagen technische Mängel, mangelnde Kommunikation der Kommission und weiter ungelöste Risiken für den THG-Quotenmarkt. Die Bundesregierung erhält dagegen unerwartet viel Lob.
Mit Rückenwind durch das Mercosur-Abkommen setzt Bundeskanzler Friedrich Merz bei seinem Indien-Besuch darauf, dass schon bald das Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem bevölkerungsreichsten Land der Erde abgeschlossen wird. Die Autoindustrie und der Maschinenbau sehen großes Potenzial.
Russland hat 50 Eisbrecher, die USA nur drei. Um rasch Flotten zu bauen und ihren Einfluss in der tauenden Arktis zu steigern, zapfen die USA und Kanada Finnlands Know-how bei Eisbrechern an. Das ist politisch heikel: Die USA könnten mit den Schiffen Druck auf Grönland und Dänemark ausüben.
Länder, Kommunen und Verbände sollen sich mit eigenen Vorschlägen am Klimaschutzprogramm beteiligen. Tagesspiegel Background hat einige Stellungnahmen vorab ausgewertet. Die Vorschläge will das Bundesumweltministerium in das Programm einfließen lassen.
Brasilien und Argentinien sind große Produktionsstandorte und Absatzmärkte für deutsche Autobauer. Der Export wurde durch hohe Zölle behindert. Das soll sich nun in den kommenden Jahren ändern. Doch Experten dämpfen diese Erwartungen – sie sehen ganz andere Vorteile des Handelsabkommens.
Zum Start einer neuen Ratspräsidentschaft richtet sich der Blick traditionell auf das Arbeitsprogramm des vorsitzenden Landes. Tagesspiegel Background hat mit Zyperns Verkehrsminister Alexis Vafeades über offene Dossiers, laufende Verhandlungen und die verkehrspolitischen Schwerpunkte des Inselstaates in den kommenden sechs Monaten gesprochen.
Das verkehrspolitische Jahr 2026 verspricht wichtige Weichenstellungen auf nationaler und europäischer Ebene. Während die Bundesregierung die Emissionsminderung sowie den digitalen Führerschein forciert, setzt die EU-Kommission Schwerpunkte bei der Luft- und Seeverkehrsregulierung.
Nach Jahren des Wachstums muss die Branche bei ihrem Geschäftsmodell nachjustieren: sinkende Preise, mehr Gebrauchträder, sparende Kunden und Digitalisierungslücken fordern Hersteller, Händler und Leasingfirmen heraus. Bei der Digitalisierung gibt es großen Nachholbedarf.
Neue Angebote machen Bahnreisen durch ganz Europa attraktiver – auch nach Großbritannien. Der Ausbau der Brenner-Strecke macht das Italien-Geschäft schon jetzt interessant. Doch Start-ups wie Go-Volta aus den Niederlanden haben noch immer hohe Hürden zu überwinden.
Die von Auto- und Techfirmen initiierte gemeinsame Entwicklung einer Software-Plattform für das autonome Fahren kommt voran. Der deutsche Autoindustrieverband VDA hofft auf einen internationalen Erfolg des Open-Source-Modells – auch in Asien und in den USA.
Die Bundesregierung möchte Subventionen streichen, zuletzt erhöhte sie vor allem auch klimaschädliche Beihilfen. Eine neue Studie beleuchtet den Ansatz des „Umwidmens“ von Steuervergünstigungen für mehr Akzeptanz bei dem Thema. Das könnte Geld und CO2-Emissionen sparen.
Laut der CSU geht es mit dem Ausbau der Infrastruktur auch deshalb nicht voran, weil Klagen von Umweltverbänden ihn verzögern würden. Die CSU fordert deshalb eine Abschaffung des Verbandsklagerechts. Dagegen wehren sich die Umweltverbände.
Künstliche Intelligenz steht wieder im Mittelpunkt der Technikmesse Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Der Chiphersteller Nvidia könnte zusammen mit Mercedes-Benz im kommenden Jahr Robotaxis fahren lassen. Trumps Abschottungspolitik bremst derweil die Chinesen aus.
Ein Jahr nach Einführung der Zölle auf chinesische Elektroautos und der Verlängerung der Anti-Dumping-Regeln für Fahrradteile verteidigt die EU-Kommission ihren handelspolitischen Kurs. Vizepräsident Maroš Šefčovič sieht darin ein wirksames Mittel gegen unfaire Subventionen, Abgeordnete warnen indes vor Belastungen für KMU.
Ab dem 6. Februar beginnt die nächste Generalsanierung – diesmal in Bayern. Doch auf der Strecke Nürnberg–Regensburg bleiben zentrale Probleme ungelöst. Zu wenig Ausbau, fehlendes ETCS: Die Verspätungen drohen zu bleiben.
Nach dem verheerenden Zugunglück von Tempi steht Griechenlands Bahnsystem vor enormen Herausforderungen. Die Regierung kämpft mit Sicherheitsmängeln, während die EU ambitionierte Klimaziele für den Schienenverkehr fordert.
Autonomes Fahren, der Green Deal der EU, das Deutschland-Ticket, Elektroautos, Rohstoffabhängigkeit oder die Mikromobilität – die Herausforderungen des Verkehrssektors werden 2026 nicht kleiner. Die Background-Redaktion blickt nach vorne und findet auch einige Gründe für Optimismus.
Wissenschaftler kritisieren die Slotvergabe an Flughäfen als ineffizient. Die Zuteilung von Start- und Landerechten entscheidet unter anderem darüber, wie groß die Konkurrenz zwischen den Fluglinien ist. Weil die aktuelle Regelung eingesessene Anbieter bevorzugt, will die EU die entsprechende Verordnung überarbeiten.
Der Bundesrat hat einer Reform der E-Scooter-Regeln zugestimmt. Künftig dürfen Leihroller auf Gehwegen nur geparkt werden, wenn sie niemanden behindern, Kommunen erhalten mehr Kontrolle über Sharing-Angebote. Zugleich steigen einige Bußgelder und neue Technik wird Pflicht. Kritik kommt vor allem von der Fußverkehrslobby.
Wie war das Jahr – und wie wird das nächste? Die Background-Redaktion hat fünf Prominente der Branche zum Status quo der Mobilitätswende, ihren verkehrspolitischen Highlights und Tiefpunkten, nach Wünschen für den Bürokratieabbau und nach einer Idee für die Schlagzeile des kommenden Jahres gefragt.
Bei den Diskussionen über das EU-Autopaket und das sogenannte Verbrenner-Aus rückte das Thema Batterie in den Hintergrund. Zufrieden sind mit dem EU-Batterie-Booster allerdings weder die Autoindustrie noch Umweltschützer.
Drohnen zum ersten, zweiten und dritten gibt es kurz vor Weihnachten auf Bundesebene: Der Bundesinnenminister eröffnete das Drohnenabwehrzentrum; Bundesrat und Bundestag beschäftigen sich mit dem Luftsicherheitsgesetz und die Aufsicht beim BOS-Drohneneinsatz wechselt. Christiane Rebhan fasst die Entwicklungen zusammen.
Der deutsche Autoverband bewertet den EU-Vorschlag zur Abschwächung des Verbrenner-Aus äußerst kritisch, während die europäischen Hersteller einen überfälligen Schritt zu mehr Flexibilität sehen – und auf Nachbesserungen hoffen. Auch im politischen Europa sind die Reaktionen gespalten.
Die EU-Kommission relativiert das Verbrenner-Aus. Plug-in-Hybride, Range Extender sowie reine Benziner und Diesel sollen auch nach 2035 erlaubt bleiben. Die Hersteller müssen die verbleibenden Emissionen aber vollständig kompensieren. Die Industrie lobt den Pragmatismus der Kommission, Umweltschützer sind empört.
Die gescheiterte Chefin von DB Cargo, die CEO von Airbus und dem E-Autohersteller Tesla sowie die Ex-Vorstandsvorsitzenden von Mercedes und der HHLA: Die Background-Redaktion hat fünf Köpfe aus der Mobilitätsbranche zusammengestellt, mit deren Karriere es in den vergangenen zwölf Monaten bergab ging.
Das fast vergangene Jahr war voller Widersprüche. Die Antriebswende kam voran, es mangelt aber an Geschwindigkeit. Die Nahverkehrsbranche verkaufte trotz einer Preiserhöhung mehr Deutschlandtickets. Und die Binnenschifffahrt kämpft weiter unter widrigen Rahmenbedingungen mit ihrem Strukturwandel.
Das „Auto-Paket“ der EU-Kommission erreicht die europäische Branche in einer tiefen Krise. Die Gewinnmargen sind so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das integrierte Omnibuspaket soll mit vielen Vereinfachungen und einer neuen Kategorie für kleine Elektroautos helfen. Bis daraus Gesetz wird, müssen EU-Parlament und Rat jedoch noch zustimmen.
Obwohl SPD und Grüne konkrete Vorschläge zur Erneuerung des Mobilitätsbudgets vorlegen, bleibt das Projekt ausgebremst. Die Regierung verweist auf den Koalitionsvertrag – und stellt ein Instrument zurück, das in Politik und Verbänden weiterhin breite Unterstützung erfährt.
Ein neuer Minister, Umbau bei der Deutschen Bahn, Klimaschutz aus Kalifornien, eine europäische E-Auto-Offensive und ein britisches Start-up für autonomes Fahren: Die Background-Redaktion hat fünf Köpfe ausgewählt, die 2025 mit ihren Projekten für Schlagzeilen in der Verkehrswelt sorgten.
Die EU-Kommission stellt am Dienstag ihr „Automotive Package“ vor, das auch die Elektrifizierung von Firmenflotten neu regulieren könnte. Während die Kommission die Flotten als wichtigen Treiber der Dekarbonisierung sieht, warnt die Transportbranche vor unrealistischen Vorgaben und Überforderung für bestimmte Industriezweige.
Am Sonntag hat Österreich ein historisches Upgrade auf der Schiene erhalten. Mit der neuen Koralmbahn sind die südlichen Städte Graz und Klagenfurt in nur 41 Minuten erreichbar. Auch der ICE wird nun erstmals von Deutschland bis nach Graz fahren, wenn auch weniger schnell als der Railjet Xpress.
Verkehrswende, Infrastruktur oder Mobilitätsinnovationen: Die Background-Redaktion empfiehlt sechs Medientitel, die Sie mit den aktuellen Themen der Zeit über den Jahreswechsel begleiten. Drei Bücher, ein Podcast, eine TV-Doku und ein Comic – inspirierend, überraschend und gut für alle, die unterwegs gern weiterdenken.
Die neue Bahnchefin Evelyn Palla hat konkretisiert, wie sie den Staatskonzern schneller, schlanker und effizienter machen will. Die Pünktlichkeit soll aber erst 2027 spürbar besser werden. Auch dann erst soll unter dem Strich eine schwarze Null stehen.
Union und SPD haben sich im Koalitionsausschuss darauf geeinigt, dass sämtliche Infrastrukturprojekte wie Straßen, Schienen und Brücken schneller gebaut werden sollen. Dazu wird etwa das Verbandsklagerecht eingeschränkt. Umweltverbände geißeln den Beschluss, der aus Sicht der Industrie überfällig war.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder will die Regeln für E‑Scooter verschärfen – doch im Bundesrat formiert sich Widerstand. Sozialverbände sehen Fußgänger in Gefahr, die Ausschüsse fordern Nacharbeit. In welche Richtung mögliche Änderungen gehen, bleibt jedoch offen.
Verkaufshilfen könnten Second-Hand-Stromer für Kunden mit geringerem Einkommen attraktiv machen. Große Autohändler wie Burkhard Weller würden auch im Neuwagengeschäft davon profitieren. Nicht alle in der Branche halten Prämien für eine gute Idee.
Nicht nur gegen die Neubaustrecke Hannover–Hamburg, sondern auch gegen die Verbindung Hannover–Bielefeld gibt es Widerstand vor Ort. Fachleute warnen: Mit dieser Strecke wäre der gesamte Deutschlandtakt gefährdet.
Die EU will den digitalen Bahnmarkt neu ordnen: mit fairen Zugängen zu Daten, klaren Haftungsregeln und offenen Vertriebssystemen. Doch der Verordnungsentwurf verzögert sich, und die Branche warnt vor Risiken beim Datenaustausch und neuen Machtzentren beim Ticketing.
Die Luftfahrt wird ihre Klimaziele verfehlen. Der IATA-Verband kritisiert die mangelnde Verfügbarkeit von nachhaltigem Flugkraftstoff. Eine neue Studie zeigt, dass Restbiomasse aus dem Globalen Süden bis zu 20 Prozent des weltweiten Bedarfs decken könnte.
Die Gegner der Neubaustrecke Hannover–Hamburg haben einen Bericht über die Planung öffentlich gemacht. Danach könnte sich der Bau bis 2063 hinziehen. Außerdem soll das Nutzen-Kosten-Verhältnis schlechter sein als angenommen. Das Verkehrsministerium und die Grünen weisen die Kritik zurück.
Der Einsatz von Fahrsimulatoren könnte laut Bundesverkehrsminister Schnieder den Führerscheinerwerb günstiger machen. Experten sehen Vorteile für die Verkehrssicherheit, betonen aber die Notwendigkeit von Qualitätsstandards und ergänzenden Praxisfahrten.
Winfried Hermann wird nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März sein Amt als Verkehrsminister übergeben. Im Interview zieht er Bilanz: Bei Stuttgart 21 hat er Verbesserungen herbeigeführt, beim Ausbau des ÖPNV ist er vorangekommen, die Transformation der Autoindustrie verläuft viel schleppender, als er es sich gewünscht hätte.
Die Bundesregierung will neun Neu- und Ausbauvorhaben zügig umsetzen. Doch die Finanzierung ist nicht gesichert – und der erfahrene Gutachter Martin Vieregg sieht bessere Alternativen zur oft unterirdischen DB-Trassenplanung.
Urteilt der Europäische Gerichtshof wie erwartet, würde dem Schienenpersonennahverkehr eine Steigerung der Trassenpreise um 840 Millionen Euro drohen. Das würde die Fahrpreise drastisch erhöhen. Deshalb müsste der Finanzminister einen Ausgleich über die Regionalisierungsmittel schaffen.
Viele Verbände reagieren mit gemischten Gefühlen auf die am Donnerstag von den EU-Verkehrsministern beschlossenen Positionen zu Fahrzeugprüfungen und Lkw-Gewichten. Die Verbrenner-Debatte schafft es immerhin als Randthema in den Tag und verdrängt damit fast ein wichtiges Signal für die nachhaltige Luftfahrt.
Im Förderprogramm der Bundesregierung tauchen sie nicht auf, bei den Kunden sind sie unbeliebt, dennoch werden künftig viele gebrauchte E-Autos auf den Markt kommen. Um Ladenhüter und Abschreibungen zu verhindern, müssen Hersteller und Händler kreativ werden.
Ministerpräsident Pedro Sánchez persönlich hat einen Plan für die Automobilindustrie in Spanien vorgestellt. Ausgearbeitet wurde er gemeinsam mit der Industrie. Regierung und Autolobby scheinen dort alles auf eine Karte zu setzen: Elektromobilität. Bis 2035 sollen 95 Prozent der produzierten Autos elektrisch sein.
Beim EU-Verkehrsrat in Brüssel stehen heute zwei zentrale Gesetzesreformen an: die neuen Regeln zu Fahrzeugprüfungen und die Überarbeitung der Lkw-Gewichtsrichtlinie. Deutschland signalisiert zu beiden Dossiers seine Zustimmung. Das Verbrenner-Aus dürfte nur am Rande Thema werden.
Die EU-Kommission will mit einem Aktionsplan die Abhängigkeiten von China bei Seltenen Erden und anderen Rohstoffen verringern. Im Mittelpunkt: Ein neues „European Centre for Critical Raw Materials“, das Vorräte anlegen und gemeinsame Käufe arrangieren soll. Fachleute vermissen Konzepte für die Akzeptanz europäischer Bergbau-Projekte.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat im Ministerium die Baufreigaben für 23 Bundesfernstraßenprojekte an Vertreterinnen und Vertreter von Ländern inszeniert. Von Grünen und Umweltverbänden kommt erwartbare Kritik. Doch auch die Bauindustrie ist skeptisch, ob es sich um mehr handelt als um eine politische Ankündigung.
Die Güterbahnen werfen der Bahntochter DB InfraGO vor, „extraordinäre Kostensteigerungen“ vorzugaukeln. Damit wolle das Infrastrukturunternehmen seine Gewinne unzulässig erhöhen und auf diesem Wege Verluste innerhalb des Bahnkonzerns ausgleichen.
Der EU-Verkehrskommissar hat eine mögliche Lockerung des Verbrenner-Verbots angekündigt. Doch noch ist nichts entschieden: Die Kommission wartet auf Rückmeldungen einiger Mitgliedstaaten, ein weiteres Gremium bremst ebenfalls und das finale Okay gibt ohnehin nur eine Person: Ursula von der Leyen.
Wie die Auto- und die Verteidigungsindustrie enger zusammenarbeiten können, wird heute auf einem Treffen mit den Bundesministerien für Verteidigung und Wirtschaft besprochen. Die Regierung startet eine Plattform, auf der alle interessierten Unternehmen ihre Fähigkeiten anbieten können.
Mehr als ein Drittel der Wege wird inzwischen mancherorts zu Fuß zurückgelegt. Einige deutschen Landeshauptstädte übertreffen damit ihre Ziele für den Fußverkehr. Das zeigt eine Background-Analyse von neuen Modellschätzungen der Studienreihe „Mobilität in Deutschland“.
Der Bundesrechnungshof hat einen Totalverriss der Finanzierung der Schieneninfrastruktur in Deutschland verfasst. Das Verhältnis zwischen investierten Milliarden und Ergebnis sei extrem ungünstig, die Kontrolle der DB InfraGO ungenügend. Die Prüfer sehen sogar Verfassungsrisiken.
Die Bundesregierung legt die Kaufprämie für Elektroautos neu auf und macht Plug-in-Hybride wieder förderfähig – auch für kleine Einkommen. Beobachter sehen darin einen Erfolg der Industrielobbyisten, Mitnahmeeffekte seien programmiert. Nach Brüssel sendet die Koalition das Signal: Deutschland will kein Verbrenner-Aus.