Strengere Vorgaben für den Zertifikate-Handel im Verkehrssektor zeigen erste Wirkung: Die Preise zur Erfüllung der THG-Quote sind erstmals seit langem gestiegen. Der Biokraftstoffbranche reicht das nicht. Sie fordert stärkere Kontrollen ausländischer Produzenten. Und auch für die Wasserstoffproduktion zeichnet sich bislang kein Business Case ab.
Die Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission soll Nichtregierungsorganisationen für Lobbyaktivitäten bezahlt haben. Zu den Vorwürfen zählt auch, dass die Umweltrechtsorganisation Client Earth Geld für Klagen gegen Bauern und Behörden erhalten haben soll. Client Earth weist die Vorwürfe zurück und stellt den Sachverhalt richtig.
Das Bundeswirtschaftsministerium wehrt sich gegen Vorwürfe, die Genehmigung des Solarpakets I durch die EU-Kommission zu verzögern. Allerdings warten Projektierer von Agri-PV noch ab, bis die besseren Förderbedingungen gelten. Dann soll das Segment aus der Nische herauswachsen.
Um die Kluft zwischen EU-Entscheidungsträgern, den tatsächlichen Bedürfnissen von Viehhaltern, Akteuren im vor- und nachgelagerten Bereich und den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu schließen, haben EU-Parlamentarier eine neue Arbeitsgruppe gegründet. Die Intergroup trägt den Namen „Nachhaltige Tierhaltung“.
Nach der Entscheidung eines Bezirksgerichts müssen die Nitratwerte in Natura-2000-Gebieten der Niederlande deutlich gesenkt werden. Die Entscheidung folgt einer Klage von Greenpeace und zeigt die unzureichenden bisherigen Maßnahmen auf. Landwirtschaftsministerin Marije Wiersma und Bauernvertreter fürchten die Folgen.
Die größten deutschen Fleisch- und Milchkonzerne tragen erheblich zum Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland bei und machen ungenaue Angaben, wie sie das ändern wollen, kritisiert eine aktuelle Studie. Die Industrie weist die Vorwürfe zurück.
Landwirte leiden häufiger als andere Berufsgruppen an Stress, Depressionen und Angstzuständen. Die Suizidrate ist überdurchschnittlich hoch. Ein neuer Bericht zeigt, wie sich ihre Situation verbessern lässt.
Karen Hendrix arbeitet als Psychiaterin an der Psychosomatischen Fachklinik in Simbach am Inn. Ihr Spezialgebiet sind Depressionen in der Landwirtschaft. Im Gespräch erklärt sie, wieso so viele Bäuerinnen und Bauern psychisch erkranken – und was ihnen hilft.
Nach dem Amtsantritt von US-Präsident Trump ist unklar: Erheben die USA auf breiter Front Schutzzölle oder nicht? Vorerst gibt es Entwarnung – und der Agrarbereich steht wegen seines geringen Volumens ohnehin nicht im Fokus.
Nicht alle Biokühe in Deutschland dürfen auf die Weide. Die EU-Bioverordnung verlangt aber von den Ökobäuer:innen genau das. Nun ist die Zeit der Ausnahmen nach knapp 20 Jahren vorbei. Bayerns Agrarministerin und zahlreiche Verbände befürchten dadurch einen Dämpfer beim Ausbau des Ökolandbaus.
Bundesagrarminister Cem Özdemir hat ein neues Konzept vorgestellt, das die Partnerschaft mit afrikanischen Ländern auf ein neues Fundament stellen soll. Das Ziel: Eine nachhaltige und klimaangepasste Landwirtschaft, um das Recht auf angemessene Nahrung durchzusetzen. NGOs begrüßen den Vorstoß, doch mit dem Konzept allein sei die Arbeit noch nicht getan.
Zu einem neuen Verdachtsfall der Maul- und Klauenseuche sollen heute die Laborergebnisse vorliegen. EU-Kommissar Hansen will auf Länder zugehen, die bereits einen Importstopp verhängt haben. Die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet als Unterstützung günstige Kredite für betroffene Betriebe an.
Alexander von Maillot will den Ruf des Lebensmittelkonzerns Nestlé verbessern. Das schlechte Image nervt ihn „tierisch“, sagt er. Mit einer Zuckersteuer aber hätte er kein Problem.
In einer Sondersitzung hat sich der Agrarausschuss des Bundestags mit dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche befasst. Thematisiert wurde dabei auch die Produktion eines Impfstoffes. Vorbeugend gegen Maul- und Klauenseuche zu impfen, komme hierzulande jedoch nicht infrage, sagen Experten.
Mit der Hoffnung auf eine Einigung zum Düngegesetz zwischen Bund und Ländern ging es in den letzten Wochen auf und ab. Eine letzte Chance hätte es in dieser Woche geben sollen. Diese wollte die Union aber nicht nutzen und hat die Verhandlungen am Mittwoch vorzeitig abgebrochen.
Wegen der Maul- und Klauenseuche werden keine Paarhufer auf der Grünen Woche gezeigt. Die Seuche trifft die Bauern in einer schwierigen Phase: Die Erlöse sind im zurückliegenden Wirtschaftsjahr deutlich gesunken. Die Bio-Branche aber zeigt sich stabil.
In einem neuen Bericht macht die Bürgerbewegung Finanzwende Vorschläge, um Landwirte auf dem Bodenmarkt zu stärken. Die Maßnahmen wurden im Zusammenhang mit den Agrarstrukturgesetzen bereits vielfach erörtert und waren zum Teil politisch nicht durchsetzbar.
Mehr Unterstützung für die Bioökonomie in Deutschland fordern Experten in einem heute veröffentlichten Positionspapier. Acht Empfehlungen betonen die Bedeutung für Landwirtschaft, Klimaschutz und nachhaltiges Wachstum. Politische Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit seien unerlässlich.
Verbraucherschutzorganisationen werfen Handelsketten wie Rewe, Edeka und Aldi vor, Lebensmittelpreise künstlich hochzuhalten. Ungerechtfertigte Gewinne und der Verdacht von Preisabsprachen stehen im Raum. Doch der Handel ist sich einig, dass der Wettbewerb funktioniert.
Die Branche leidet unter dem THG-Quotenpreisverfall im Zuge der Betrugsfälle mit gefälschtem nachhaltigen Biodiesel. Der Bundestag könnte auf den letzten Metern nachbessern. Von einer neuen Bundesregierung erhoffen sich die Hersteller mehr Förderung.
Tierhalter konnten am Montag erst einmal leicht aufatmen: Alle im betroffenen Gebiet entnommenen Proben fielen negativ aus. Das Verbringungsverbot hat Brandenburg allerdings noch einmal verlängert. Bisher unklar ist das Ausmaß der jetzt folgenden Handelsbeschränkungen. Das BMEL will den Handel mit seinen Partnern möglichst aufrechterhalten.
Das parallel zur Grünen Woche stattfindende „Global Forum for Food and Agriculture“ (GFFA) dreht sich dieses Jahr darum, wie die Bioökonomie nachhaltig gestaltet werden kann – ohne Raubbau an natürlichen Ressourcen. Am Ende wollen sich die Agrarminister auf ein Kommuniqué dazu verständigen. Doch in diesem Jahr dürfte das schwieriger werden als sonst.
Der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik warnt vor einer Verlagerung von Haftungsrisiken für NGT-Pflanzen auf die Lebensmittelwirtschaft. Der entsprechende Vorschlag der EU-Kommission könnte gravierende Änderungen für Sicherheitsprüfungen in der Branche bringen.
Die AfD lehnt die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ab. Das BSW will die Marktmacht von Konzernen begrenzen. Die Linke fordert eine soziale und ökologische Agrarwende. Drei Parteiprogramme im Überblick.
In einer Wasserbüffelherde in Brandenburg ist am Freitag die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Gekeult werden mussten nicht nur die Büffel selbst – auch über 170 Schweine in der Region wurden vorsorglich getötet. Eine Ausbreitung der Seuche hätte katastrophale Auswirkungen für die Landwirtschaft. Die Bauern hoffen auf einen Einzelfall.
Die deutsche Ernährungs- und die Tiefkühlbranche fordern zur Bundestagswahl Lösungen gegen hohe Energiepreise. Der Pflanzenzüchterverband BDP wendet sich gegen die Patentierung von Material, das auch in der Natur vorkommen oder entstehen könnte, und verlangt mehr Forschungsförderung.
Befürworter für die Einführung einer Zuckersteuer gibt es viele. Die Chancen auf Umsetzung dürften allerdings auch in der kommenden Legislatur schlecht stehen. Das gilt auch für ein Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel – eine Maßnahme, die in Großbritannien gerade auf den Weg gebracht wurde.
Es ist wieder kein Fortschritt zu verzeichnen bei den Verhandlungen zum Düngegesetz. Das gestrige, zweite Vorgespräch zwischen Bund und Ländern sollte den Weg zum offiziellen Vermittlungsverfahren ebnen. Stattdessen wird es eine dritte Vorrunde geben.
Mit einem Vorschlag zur Patentefrage versucht die polnische Ratspräsidentschaft, den Stillstand beim Kommissionsvorschlag zu neuen genomischen Techniken zu überwinden. Patentierte Pflanzen sollen möglich sein, aber gekennzeichnet werden.
Umweltexperten fordern mehr Anreize zu Wassersparen in der Landwirtschaft. Wie viel der Sektor tatsächlich verbraucht, wird bislang vermutlich unterschätzt. Einen Überblick über den globalen Bedarf gibt der Wasseratlas von Böll-Stiftung und BUND.
In den USA wurde der erste Todesfall in Kontakt mit der Vogelgrippe gemeldet. BMEL und BMBF treffen sich heute, um die Lage zu besprechen. Derweil gibt das Friedrich-Loeffler-Institut Entwarnung für die Gesundheit der Menschen in Deutschland.
Süßer Risikofaktor: Einer neuen Studie zufolge gehen jährlich weltweit Millionen Fälle von Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf Softdrinks und ähnliche gesüßte Getränke zurück. Die Ausmaße und Maßnahmen in den Ländern sind jedoch unterschiedlich.
Mit einem „Solarpaket“ will die Bundesregierung den Ausbau der Photovoltaik in Deutschland beschleunigen. Eine Zwischenbilanz zeigt, dass die Konkurrenz um Flächen groß ist und die ländlichen Räume möglicherweise nicht so profitieren, wie gedacht. Dafür etablieren sich viele ungeförderte Anlagen.
Extremwetter auf Rekordniveau: Der „Global Water Monitor Report“ zeigt, wie der Klimawandel 2024 dem Wasserkreislauf zugesetzt hat – mit tödlichen Dürren, Sturzfluten und Schäden in Milliardenhöhe weltweit.
Vegetarisch, vegan oder Allesesser: Eine neue Studie hat untersucht, welchen Einfluss verschiedene Ernährungsmuster auf das Darmmikrobiom von Menschen und somit auch auf ihre Gesundheit haben. Sie besagt, dass sich vor allem eine pflanzliche Ernährung positiv auf die (Darm-)Gesundheit auswirken kann. Doch die Realität ist noch viel komplexer.
In Warschau haben am Freitag Landwirte gegen das Mercosur-Abkommen protestiert. Landwirtschaftsminister Czesław Siekierski reagierte noch am selben Tag auf die Forderungen der Bauern. Kurz nach Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft versicherte Siekierski, dass die gesamte polnische Regierung Widerstand gegen das Abkommen leisten wolle.
Viele Bauern möchten raus aus internationalen Handelsabkommen. Die Idee: Importe sind eine Konkurrenz zur heimischen Produktion und drücken die Preise. Wären die Grenzen dicht, hätten es die hiesigen Landwirte leichter. Was dafür und was dagegen spricht.
Trotz Verbesserungen bleibt das Biomasse-Paket des Wirtschaftsministeriums umstritten. Das zeigte die erste Lesung im Bundestag. Verbände fordern weiterhin mehr Zeit für den Umbau der Anlagen, der für die gewünschte Flexibilisierung notwendig sei. Das Gesetz wird nun in den Ausschüssen beraten.
Mit einer neuen Weideprämie will die Bundesregierung die Förderlücke für grünlandbasierte Milcherzeugung schließen. Das Gesetz ist beschlossen, doch fehlt es noch an einer Verordnung, die regelt, wann es wofür Geld gibt. Ein Fachgespräch der Grünen Bundestagsfraktion bündelte dazu Ideen aus Wissenschaft und Praxis.
Nach den Wahlaussagen der Parteien und den Forderungen der Wirtschaftsverbände beschließen die Forderungen von zwei Umweltverbänden die Berichterstattung zur Bundestagswahl für dieses Jahr. Greenpeace tritt mit detailreichen und sehr weitgehenden Vorschlägen auf. Germanwatch bewertet auch die Parteiprogramme.
Der Weg für ein Vermittlungsverfahren zum Düngegesetz hätte am Donnerstag freigemacht werden können. Eine Einigung ergab das Vorgespräch zwischen Bund und Ländern aber nicht. Stattdessen soll es einen weiteren Termin im Januar geben. Zu viele offene Punkte konnten nicht geklärt werden. Die umstrittene Nährstoffbilanzierung war nur einer davon.
Noch kurz vor den Neuwahlen hat das Kabinett die Biodiversitätsstrategie beschlossen – und dafür noch einige Änderungen im Vergleich zum ersten Entwurf vorgenommen. Damit die Strategie Wirkung zeigt, müssen die Maßnahmen allerdings von einer neuen Regierung umgesetzt werden, denn rechtlich bindend sind sie nicht.
Die Wahlkampfzeit ist offiziell eingeleitet: Nicht nur die Parteien bringen sich mit ihren Wahlprogrammen in Stellung, auch zahlreiche Verbände haben noch vor der Weihnachtspause einen Wunschzettel an die kommende Regierung verfasst. Eine Zusammenfassung der Forderungen aus dem Agar-, Forst- und Lebensmittelsektor.
Ökologische, soziale und wirtschaftliche Krisen sind eng miteinander verwoben – und verstärken einander. Das zeigt ein neuer Bericht des Weltbiodiversitätsrats. Viel steht auf dem Spiel, denn mehr als die Hälfte des globalen Bruttoinlandsprodukts hängt von der Natur ab.
Das Europaparlament hat dafür gestimmt, die EU-Anti-Entwaldungsverordnung um ein Jahr aufzuschieben. Unklar bleibt, wie sich ein Annex zum Mercosur-Abkommen auswirken wird.
Die Grünen wollen mit ihrem Programm für die Bundestagswahl den „Weg der Erneuerung fortsetzen“. Ziele sind die Anbindung ländlicher Gebiete an den ÖPNV oder faire Erzeugerpreise. Die FDP betont das freie Unternehmertum der Landwirte und setzt auf Innovationen.
Landwirt:innen haben oft keinen Zugriff auf die Daten, die Maschinen in ihrem Betrieb sammeln. Der EU Data Act verpflichtet die Hersteller nun, diese Daten herauszugeben – ein komplizierter Prozess, den das Bundeslandwirtschaftsministerium begleiten will.
Die Parteien bereiten sich gerade mit Hochdruck auf den Wahlkampf vor. Am Wochenende sickerten nun schon die Entwürfe der Wahlprogramme von SPD und CDU/CSU durch. Auch Tagesspiegel Background liegen die Papiere vor. Was die Sozial- und Christdemokraten in der Agrar- und Ernährungspolitik vorhaben.
Zähe Verhandlungen prägten die am Samstagmorgen beendete UN-Wüstenkonferenz. Eine Reihe von Beschlüssen konnten die Vertragsstaaten doch noch fassen. Für das umstrittenste Thema – das globale Dürreregime – wurde allerdings keine Lösung gefunden. Das wäre vielleicht gelungen, wenn weniger Verhandlungszeit für Grundsatzdiskussionen nötig gewesen wäre.
Nach acht Stunden und ohne Einigung ging der zweite Trilog zur EU-Bodenmonitoring-Richtlinie Donnerstagnacht zu Ende. Zu verhärtet sind die Fronten – und das, obwohl das Gesetz doch nur vorsieht, Bodendaten zu erheben. Woran also stören sich Verhandelnde und Stakeholder?
Zur Bundestagswahl fordert der Deutsche Bauernverband einen Kurswechsel in der Agrarpolitik. Im Rückblick war das Wirtschaftsjahr 2023/24 nur für Schweine- und Geflügelhalter gut, denn neue Schädlinge und die Klimaveränderung drückten die Erträge. Zur Personalie Günther Felßner verhält sich der Bauernpräsident neutral.
Die Regeln für Tiertransporte sollen nach dem Willen der EU-Kommission verschärft werden. Doch der Widerstand dagegen ist groß. Vor allem von rechts werden die Pläne mit Argumenten wie Bürokratie, Wettbewerbsverzerrung, Klimaschutz und Kostendruck torpediert.
Selten waren Branche und Ministerium so uneins über ein Gesetz: Während BMWK und BMEL zufrieden auf das Biomasse-Paket blicken, das gestern im Kabinett verabschiedet wurde, spricht die Branche von einem gebrochenen Versprechen.
Um Deutschland besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten, hat das Kabinett am Mittwoch eine Klimaanpassungsstrategie beschlossen. Darin geht es unter anderem um resilientere Agrarökosysteme und widerstandsfähigere Böden. Diese stehen heute auch beim Trilog zum europäischen Soil Monitoring Law im Fokus.
Polen übernimmt ab Januar 2025 für sechs Monate den Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft. In dieser Zeit will das Land auf weniger Zwang für Landwirte beim Schutz der Umwelt hinwirken und auf Herausforderungen wie den Beitritt der Ukraine reagieren.
Nach einer anfänglichen Finanzspritze zur Bekämpfung der Wüstenbildung kündigen sich bei der UN-Konferenz in Riad keine vielversprechenden Lösungen an. Ein Trendwechsel bei der Bodendegradierung ist nicht in Sicht, immer mehr Flächen sind betroffen. Bei den künftigen Verhandlungen könnten aber neue Themen behandelt werden.
Beim Fleischkauf im Supermarkt soll bald ein staatliches Logo über die Bedingungen in Schweineställen informieren. Nun liegt auch ein Plan für die Ausweitung der Tierhaltungskennzeichnung auf die Außer-Haus-Verpflegung vor. Er soll in der kommenden Woche im Bundestag debattiert werden. Die Umsetzung bleibt wegen fehlender Mehrheiten aber weiter ungewiss.
Das Versprechen wurde bereits im Februar gegeben, nun soll es eingelöst werden: Die EU-Kommission hat Vorschläge für eine Anpassung der Gemeinsamen Marktorganisation und der Richtlinie gegen unlautere Handelspraktiken vorgelegt. Beides soll die Position von Erzeugern in der Wertschöpfungskette stärken. Obendrauf gibt es finanzielle Zusagen.
Ein Positionspapier der Bundesregierung zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2027 hebt die Notwendigkeit einer nachhaltigeren Ausrichtung hervor. Der Nabu bemängelt daran fehlenden Ehrgeiz und klare Vorgaben. Noch weniger ambitioniert ist ein Beschluss der EU-Agrarminister zur künftigen GAP.
Die Natur mehr sich selbst überlassen: Das fordern nicht nur Naturschützer. Das Potenzial für mehr Wildnisflächen ist da, wie eine neue Studie zeigt. Die Regierung überarbeitet derweil ihre Nationale Biodiversitätsstrategie, ein Entwurf ist schon in der Ressortabstimmung.
Entschlacken, aussetzen oder gar abschaffen? Wie es mit den Sorgfaltspflichten deutscher Unternehmen entlang ihrer Lieferketten weitergeht, ist ungewiss. Dabei stehen viele Firmen explizit hinter den Lieferkettenregulierungen und sind längst darauf eingestellt, sagt Katharina Reuter vom BNW. Im Interview erklärt sie, warum es starke Gesetze braucht.
Immer heftigere Starkregen, mehr Erosion: Wie gesunde Böden dennoch möglich sind, hat die Fachtagung der Kommission Bodenschutz untersucht. Um die Böden in der EU besser zu monitoren, tüftelt die EU derweil am ersten Bodengesetz. Doch kurz vor der zweiten Trilogsitzung zum Soil Monitoring Law sind noch Baustellen offen.
Zwischen Europa und den Mercosur-Staaten sollen Zölle abgebaut und Geschäfte angekurbelt werden. Firmen hoffen auf neue Märkte und steigende Umsätze. Bauern und Umweltschützer sehen den Vertrag kritisch. Doch der Weg zur Freihandelszone ist noch weit.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium stößt auf Kritik, weil es vorgeschriebene Lieferverträge für Milch einführen will. Der Bauernverband sieht dies als Überregulierung und warnt vor Preisverfall. Vizepräsident Holger Hennies erklärt seine Position.
Wie Bioenergieanlagen ihren Strom flexibler zwischen Erzeugungsschüben von Windkraft- und Solaranlagen einspeisen sollen, entwirft das Wirtschaftsministerium in einem Änderungsgesetz zum EEG. Das hat kaum Chancen auf Umsetzung in dieser Legislaturperiode, Branchenverbände schlagen trotzdem Alarm.
Die ungarische Ratspräsidentschaft hat das Dossier zu Neuen Genomischen Techniken mit Generalkritik traktiert, ist damit aber nicht weitergekommen. Bevor im Januar die patentkritischen Polen den Vorsitz übernehmen, setzt eine juristische Einschätzung des Status quo schon jetzt relevante Impulse.