Am heutigen Donnerstag starten die Koalitionsverhandlungen für eine mögliche schwarz-rote Regierung. Umwelt und Landwirtschaft werden in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe verhandelt, angeleitet von Steffen Bilger (CDU), Franziska Kersten (SPD) und Artur Auernhammer (CSU). 13 weitere Mitglieder sind noch in der Arbeitsgruppe.
High Noon für die NGT-Verordnung: Am Freitag soll der Ausschuss der Ständigen Vertreter über einen Kompromissvorschlag der polnischen Ratspräsidentschaft abstimmen. Eine Zustimmung im Ministerrat wäre dann nur noch eine Formsache, der Weg zum Trilog wäre frei. Öko-Verbände halten den Vorschlag für unzureichend.
Das einheitliche Format für die nationalen Wiederherstellungspläne ist beschlossene Sache. Ein paar Änderungen am Entwurf der EU-Kommission konnten die Mitgliedstaaten noch platzieren. Nun kann die Umsetzung starten – und damit wird es schnell gehen müssen, denn die Fristen laufen.
Ruth Hanßen ist Fachärztin für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie sowie Leiterin der Arbeitsgruppe Translationale Stoffwechselforschung an der Uni Köln. Im Gespräch mit Tagesspiegel Background erklärt Hanßen, wie Gehirne von Menschen mit Adipositas funktionieren und warum sie nichts von einer Zuckersteuer hält.
Winzige Plastikpartikel schädigen die Zellmembran von Pflanzen und behindern so die Photosynthese von Pflanzen auf dem Land und im Meer, heißt es in einer neuen Studie. Die beteiligten Forschenden leiten daraus weltweit erhebliche landwirtschaftliche Ertragseinbußen ab. Daran gibt es Kritik.
Fehlende Überstundenauszahlung, mangelnde Planbarkeit und immenser Zeitdruck: Die Gewerkschaft NGG fordert bessere Arbeitsbedingungen in der Backwarenbranche. Vieles ist direkt an die Arbeitgeber adressiert, doch auch die Politik könnte eingreifen.
In der Debatte um das Mercosur-Abkommen dreht sich alles um die negativen Folgen für Landwirtschaft und Umwelt. Dabei vermischen sich Ideologie, Populismus, Lobbyinteressen und sachliche Argumente. Ökonom:innen halten die Nachteile des Freihandelsabkommens für überschaubar.
Am Wochenende haben sich Union und SPD auf ein elfseitiges Sondierungspapier geeinigt. Auch bei Ernährungs- und Agrarthemen haben die drei Parteien in einigen Themenfeldern einen Konsens gefunden.
Mit einem Vorschlag zur Änderung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie will die EU-Kommission den Abschuss von Wölfen erleichtern. Die Entscheidung über konkrete Regeln fürs Wolfsmanagement bleibt aber bei den Mitgliedstaaten. Umweltverbände sprechen von „Klientelpolitik“.
Die Deutsche Umwelthilfe konnte am Donnerstag einen Erfolg verzeichnen: Sie gewann mit ihrer Klage gegen die Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wegen der Nitratbelastung des Ems-Grundwassers. Die DUH sieht darin einen Präzedenzfall. Für die Behörden und das Landvolk Niedersachsen hingegen sind die Folgen des Urteils noch nicht absehbar.
Die EU plant Zölle auf Kunstdünger aus Russland. Die Handelsmaßnahme wird kontrovers diskutiert. Während der europäische Verband Copa Cogeca vor Folgen für die Ernährungssicherheit warnt, meint der deutsche BÖLW, dass eine von Importen abhängige Ernährungssicherheit nicht nachhaltig ist.
Um Vertragsverhandlungen zwischen Händlern und Herstellern auf Augenhöhe zu ermöglichen, gibt es seit wenigen Jahren die UTP-Richtlinie. Die Bundesanstalt für Ernährung hat nun erstmals einem großen Lebensmitteleinzelhändler untersagt, Milch- und Sahneprodukte nicht erst nach 49 Tagen zu zahlen, sondern schon nach 30 Tagen.
Steuersenkung für Lebensmittel und kostenlose Schulverpflegung: Die SPD geht mit konkreten Forderungen bezüglich Ernährung in mögliche Koalitionsgespräche mit der Union. Aber wie positionieren sich die Christdemokrat:innen? Bei welchen Themen schwarz-rot in puncto Ernährung auf einen gemeinsamen Nenner kommen könnte.
Trump droht allen mit Zöllen – sowohl Verbündeten als auch Gegnern. Nun macht er klar, dass die beiden Nachbarn Kanada und Mexiko an der Reihe sind. Zölle auf Agrarprodukte sollen Anfang April folgen.
Die Sondierungsphase hat begonnen und damit auch das Ringen um die Zuschnitte der Bundesministerien. Ein um Familie und Gesundheit erweitertes „Supersozialministerium“ steht seit Wochen im Raum. Dabei gibt es noch ein anderes Thema, das sich an ein größeres Gesundheitsministerium andocken ließe: Ernährung.
Mit dem Verlust von Biodiversität geht auch ein Verlust von wirtschaftlicher Stabilität einher, so eine These der Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Allerdings besteht für die landwirtschaftliche Produktion in Deutschland nur eine moderate Abhängigkeit von Bestäubern. Dagegen ist der Klimawandel schon heute eine Gefahr für gute Erträge.
Ernteausfälle in Höhe von zwei Milliarden Euro entstehen in der EU jedes Jahr durch bodennahes Ozon. Das hat die Europäische Umweltagentur ermittelt. Einer der Vorläuferstoffe von bodennahmen Ozon ist Methan – auch aus der Landwirtschaft. Die Deutsche Umwelthilfe fordert deshalb eine deutlich verringerte intensive Nutztierhaltung.
Forschende warnen, dass die Adipositasraten bei Kindern, Jugendlichen und jungen Heranwachsenden weltweit in die Höhe schießen, schnelle Maßnahmen das Blatt aber noch wenden könnten. Dafür bräuchte es Fünfjahres-Aktionspläne. Vorschläge, was darin stehen sollte, haben die australischen Forschenden direkt mitgeliefert.
Alles sieht danach aus, als würde Deutschland bald von einer Koalition aus SPD und CDU/CSU regiert. In der Agrarpolitik dürfte die Union den Ton angeben und den Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratieabbau legen, während Umwelt- und Klimaschutz in den Hintergrund rücken.
Brandenburgs Umweltministerium will das Renaturierungsgesetz nicht umsetzen und setzt sich damit über EU-Recht hinweg. Nun kommt Zuspruch von verschiedenen Seiten. Der Deutsche Bauernverband hofft darauf, dass die neue Regierung in Brüssel nachverhandelt. Das BMUV zeigt sich entsetzt.
Der Multilateralismus lebt noch: Nachdem im November 2024 die Weltnaturkonferenz ohne Einigung bei der Finanzierung zu Ende ging, konnte die nun in Rom nachgeholt werden. 154 Staaten einigten sich auf einen mehrjährigen Finanzrahmen zum Schutz der Biodiversität. Umweltverbände pochen auf eine schnelle Umsetzung.
Die Schilf-Glasflügelzikade breitet sich in Deutschland aus und verursacht massive Schäden im Zuckerrüben- und Kartoffelanbau. Experten fordern dringend Maßnahmen und mehr Forschung zur Bekämpfung des Schädlings. Morgen tagt das Julius Kühn-Institut.
Im neuen Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation steht die deutsche Wasserwirtschaft im Fokus. Diese ist im europäischen Vergleich sehr kleinteilig strukturiert – was ein Ausbremsen von Innovationen zur Folge hat. Teilweise besteht aber regulatorischer Veränderungsdruck. Was die Kommission empfiehlt.
Acht Unternehmen des Agrargroßhandels sollen über 17 Jahre lang Preisabsprachen für Pflanzenschutzmittel getroffen haben. Nicht zum ersten Mal steht der Verdacht im Raum, dass Landwirte deshalb zu hohe Preise zahlen mussten. Über 3000 Bauern haben sich einer Sammelklage gegen die Unternehmen angeschlossen, die nun beim Landgericht Dortmund eingereicht wurde.
Bio-Siegel, Blauer Engel, „nachhaltig“ oder „klimaneutral“. Das sind nur einige der vielen Umweltlabel und -aussagen, die Verbraucher:innen heute auf Produkten finden. Eine neue Studie des Öko-Instituts und Umweltbundesamts diskutiert, wie man mehr Transparenz schaffen und Greenwashing verhindern könnte.
Die brandenburgische Ministerin Hanka Mittelstädt (SPD) hat die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur vorläufig ausgesetzt. Dabei gilt diese unmittelbar in allen Mitgliedstaaten – und damit auch Bundesländern. Naturschutzverbände bewerten den Vorstoß als Arbeitsverweigerung, Landbesitzende begrüßen ihn.
Die EU-Kommission will für viele Firmen Nachhaltigkeitspflichten streichen: Gestern schlug sie ihren „Omnibus“ zu CSRD, Taxonomie und Lieferketten vor. Eine weitreichende Forderung mancher Unternehmen erfüllt sie aber nicht.
Den Vorwurf unlauterer Einflussnahme auf die öffentliche Meinungsbildung in einer kleinen Anfrage der CDU/CSU haben die betroffenen Verbände zurückgewiesen. Der BUND, Foodwatch, die Deutsche Umwelthilfe und der Agora-Thinktank betonen ihre Rolle in der Demokratie und im öffentlichen Diskurs.
Die EU-Kommission will das Lieferkettengesetz um ein Jahr verschieben und Auflagen für Unternehmen deutlich abschwächen. Firmen sollen künftig nur noch direkte Zulieferer auf Einhaltung von Menschenrechten überprüfen müssen. Die Ernährungsindustrie und der Bauernverband reagieren erfreut, viele andere Stakeholder äußern sich kritisch.
In der Diskussion um die Patentierung von NGT-Organismen stehen große Saatgutzüchter und mittelgroße Zuchtbetriebe im Konflikt. Der polnische Vorschlag zur Regelung der Patentfrage wirft Fragen zur Umsetzung bisheriger Forderungen auf und bleibt hinter den Erwartungen zurück.
Mehrere hundert Fragen zur politischen Arbeit von NGOs hat die Unionsfraktion an die Bundesregierung gestellt. Amnesty International und Opposition sehen darin einen Angriff auf die Zivilgesellschaft.
Immer mehr Menschen wollen Lebensmittel in Bioqualität. Die Erzeugung hinkt jedoch hinterher. Handel, Branchenverband und Politik loten aus, welche Wege zu mehr Wachstum führen könnten. Julia Adou von Aldi Süd fordert etwa einen gesetzlich verbindlichen Mindestprozentsatzes für Bio-Produkte im Sortiment von Lebensmittelhändlern.
Insekten kommen hierzulande zunehmend auf den Speiseplan. Das neueste in der EU zugelassene Produkt: UV-bestrahltes Mehlwurmpulver. Drei Fachleute ordnen die Auswirkungen für Gesundheit und Umwelt ein.
Auf eine schnelle Regierungsbildung haben Branchenverbände am Tag nach der Wahl gedrängt. Sie fordern weniger Regulierung, mehr Wettbewerbsfähigkeit und Unterstützung für den ländlichen Raum. Umweltverbände mahnen, auch die Natur als Standortfaktor ernstzunehmen.
Jungen Menschen fällt es zunehmend schwerer, in der Landwirtschaft Fuß zu fassen. Antje Hollander von der Jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL) schildert im Gespräch, was es bräuchte, um das zu ändern.
Für manche Kandidierende endete der Wahlkampf am Sonntagabend mit einer Enttäuschung. Sie verpassten den Einzug in den Bundestag knapp. Wer es (wieder) geschafft hat und wer neu dabei ist.
Seuchen und ihre Bekämpfung bleiben im Nutztierbereich ein Dauerthema. Vor allem die Afrikanische Schweinepest und die Geflügelpest verursachen für die Nutztierhaltung in Deutschland immer wieder Probleme. Der Jahresbericht des Friedrich-Loeffler-Instituts verdeutlicht dies.
Der Europäische Klimarat unter Leitung von Ottmar Edenhofer drängt die EU, ihre Politik für negative Emissionen zu überarbeiten. Nicht nur Zukunftstechnologien, sondern auch Wälder und Böden müssen künftig viel mehr CO2 aus der Luft saugen.
Ein Überblick über die unerfüllten Ziele des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zu Themen wie Glyphosatverbot, Pflanzen- und Tierschutz oder den Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung. Die größten Kontroversen lösten das Kinder-Lebensmittel-Werbegesetz und das Bundeswaldgesetz aus.
Die Ampel-Regierung hat Fortschritte bei der Tierhaltungskennzeichnung gemacht und zahlreiche Förderprogramme für ökologische Landwirtschaft und natürlichen Klimaschutz ins Leben gerufen. Biogasanlagen werden besser gefördert, die Standards für eine gesunde Ernährung erneuert.
Die Ernährungsstrategie des BMEL adressiert das Problem der Ernährungsarmut nicht ausreichend, meinen die Veranstalter:innen einer Fachtagung, die heute in Berlin stattfindet. Eine von fünf Forderungen: Eine warme Mahlzeit pro Tag aus ökologisch erzeugten, gesunden Nahrungsmitteln.
Christophe Hansen hat seine Vision für die Agrarpolitik der EU vorgestellt. Die stellt eine deutliche Abkehr vom Green Deal dar. Bauernverbände freuen sich über den neuen Fokus auf die Bedürfnisse der Landwirt:innen. Grüne und Umweltverbände äußern sich enttäuscht.
Zum Abschluss unserer Serie zur Bundestagswahl stellen wir Ihnen die Kandidierenden aus Schleswig-Holstein und Thüringen vor. Im Norden sind auch unter den Direktkandidaten einige interessante Fachpolitiker. In Thüringen tritt unter anderem ein ehemaliger Ministerpräsident an.
Drei Männer, drei Frauen, drei Bewerbungen mit und drei ohne Bundestagserfahrung: In Sachsen-Anhalt ist das Feld der Agrarfachleute, die (wieder) ein Büro in Berlin beziehen wollen, sehr ausgeglichen. Von der Tierproduktion in der ehemaligen DDR ist ebenfalls genau die Hälfte der Lebensläufe geprägt.
Geplante neue Regeln der EU für Emissionen von Holzöfen beunruhigen die Ofenbauer. Die angesprochene Menge der neuen Öfen sei zu klein, um Staubabscheider preiswert genug zu machen. Die Kommission schreibt dazu, man stehe am Anfang eines Prozesses, das Heizen mit Holz solle keinesfalls unmöglich gemacht werden.
Ein Forstwirt, ein Halter von Galloway-Rindern und ein Molkerei-Fachmann: Auf den Landeslisten der Parteien für die Bundestagswahl in Sachsen stehen viele echte Praktiker.
Der Landwirtschaftsausschuss des EU-Parlaments hat über den Abschuss von Wölfen diskutiert. Die Kommission will diesen durch eine Anpassung der FFH-Richtlinie erleichtern. Doch die Diskussion ging größtenteils an wissenschaftlicher Evidenz vorbei.
Der Sustainable-Finance-Beirat gibt kurz vor der Bundestagswahl kommenden Sonntag einige Empfehlungen, damit eine künftige Bundesregierung, die Regierungen der Bundesländer sowie Banken dazu beitragen, ein die Biodiversität schützendes Wirtschafts- und Finanzsystem zu etablieren. Zu einigen möglichen Handlungsfeldern äußerte er sich jedoch nicht.
Die Bundestagswahl rückt näher, Tagesspiegel Background blickt nach Westen. In unserer Serie zur Bundestagswahl haben wir uns die Kandidat:innen aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland angeschaut. Dabei stehen so manche prominente Gesichter auf den vorderen Listenplätzen.
Pestizidabgabe einführen oder Zukunftsprogramm Pflanzenschutz abschaffen? In puncto Landwirtschaft und Ernährung sind sich die Parteien nicht immer einig. Das FÖS fasst die Forderungen in den Wahlprogrammen mit Fokus auf Klimaauswirkungen zusammen.
Seit Anfang des Jahres müssen in Deutschland alle Wiederkäuer, die ökologisch gehalten werden, verpflichtend Weidegang bekommen. Stimmte das BMEL dem im November noch voll und ganz zu, kommt es nun zu einem Rollback. EU-Kommissar Hansen soll Ausnahmegenehmigungen möglich machen.
Lebendtiertransporte bedeuten oftmals viel Tierleid. Das BMEL engagierte sich bisher ausschließlich für Reformen auf EU-Ebene. NGOs und die Bundestierschutzbeauftragte sehen dagegen seit Langem auch einen nationalen Alleingang als Möglichkeit. Eine Woche vor der Bundestagswahl will nun Cem Özdemir genau den bestreiten.
Die Bundesratssitzung am Freitag hat es Agrarkommissar Hansen und seinem Vorstoß zur Stärkung der Landwirte in der Lebensmittelkette nicht leichter gemacht. Wie bereits einige EU-Mitgliedstaaten haben die Bundesländer erhebliche Bedenken zur Vertragspflicht nach Artikel 148 der Gemeinsamen Marktorganisation geäußert.
Niedersachsen ist ein Agrarland – entsprechend viele Kandidat:innen fast aller Parteien haben hier einen Fokus auf Landwirtschaft. Besonders die Grünen sind stark aufgestellt. Für die CDU geht mit der Ostfriesin Gitta Connemann eine prominente Kandidatin mit viel agrarpolitischer Erfahrung ins Rennen.
Große Landwirtschaftsbetriebe, dünn besiedelte Landstriche, ein seit 26 Jahren amtierender Agrarminister: Unsere Serie zur Bundestagswahl führt uns nach Mecklenburg-Vorpommern. Dort stehen einige bekannte Gesichter der Agrarpolitik auf den Landeslisten der Parteien. Doch auch die Freien Wähler sind stark aufgestellt.
Ein geleakter Entwurf von Christophe Hansens „Vision für Landwirtschaft und Ernährung“ ist im Umlauf. Der Agrarkommissar will Subventionen künftig fairer verteilen und Junglandwirt:innen den Rücken stärken. Das Dokument bleibt aber eine vage Absichtserklärung.
Schutzgebiete und Renaturierung können den unangenehmen Nebeneffekt haben, dass sie Umweltschäden in andere Länder verlagern. Davor warnt ein Team internationaler Wissenschaftler:innen. Doch die Studie stößt auf Kritik: Sie sollte nicht als Argument gegen Umweltschutz missverstanden werden.
Nordwestlich von Berlin fand am Mittwoch die Mitgliederversammlung der Freien Bauern Brandenburg statt. Eingeladen war die Schriftstellerin und Juristin Juli Zeh, die die Bauernproteste des vergangenen Winters und ihre Folgen einordnete. Einigkeit bestand darin, dass die Proteste viel gebracht haben, sich in Politik und Medien aber noch einiges ändern muss.
Seit Januar unterliegen Bio-Einfuhren aus Drittstaaten der EU-Öko-Verordnung. Ein Paradigmenwechsel, der die Branche vor große Herausforderungen stellt. Problematisch wird es vor allem für Kleinbäuer:innen durch die Regeln für zertifizierte Unternehmergruppen.
Die EU-Kommission verlängert oft per Ausnahmeregel die Genehmigung für Pestizide um Jahre. Umweltorganisationen halten das für rechtswidrig und ziehen vors Europäische Gericht. Gewinnen die Klägerinnen, könnte das weitreichende Folgen haben.
Der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Olaf Bandt ist im Ton verbindlich, aber in der Sache klar: Umweltschutz darf nicht für einen vermeintlichen Bürokratieabbau geopfert werden. Trotzdem müssten die Öko-Regelungen einfacher werden.
Die Bio-Branche in Deutschland verzeichnete 2024 ein Rekordwachstum von knapp sechs Prozent auf fast 17 Milliarden Euro. Herausforderungen sind ein steigender Importbedarf und Angebotsengpässe bei wichtigen Produkten.
Zwei große Hochschulen für die Landwirtschaft gibt es in Hessen, die Agrarstruktur ist vielfältig. Anders als in Baden-Württemberg und Bayern haben aber nur wenige Kandidierende für den Bundestag einen Schwerpunkt im Bereich Landwirtschaft und Ernährung.
Zum zweiten Mal ist eine Variante des Vogelgrippevirus auf Milchkühe in den USA übergesprungen. Virolog:innen sind besorgt, auch weil eine Ausbreitung des Virus unter Nutztieren die Übertragung auf Menschen wahrscheinlicher macht.
Gesündere Ernährung und traditionelle Gerichte: Eine neue Studie des Europäisches Instituts für Innovation und Technologie zeigt, welche Prioritäten Europäer:innen bei ihrem Lebensmittelkonsum haben. Der Food Trust Report prüft außerdem das Vertrauen in Akteur:innen der Branche.
Erstmals seit 2016 hat Deutschland wieder mehr Fleisch produziert. Als Grund sehen Marktforscher:innen veränderte Konsumgewohnheiten, aber keine Trendwende. Sie warnen daher: Die Fleischwirtschaft werde noch Probleme bekommen.