Das Robert Koch Institut und Data4Life machen in einem gemeinsamen Projekt die Forschungsaktivitäten am RKI transparent – vorerst für die RKI-Forschenden, künftig für die Öffentlichkeit. Die bisher zu selten stattfindenden Sekundärdatenanalysen seien eine vertane Chance, sind die Projektpartner überzeugt. Das wollen sie mit einer Suchmaschine ändern.
Bund und Länder hielten sich beim Onlinezugangsgesetz bisher zurück, was klare Zeitpläne bis Ende des Jahres betrifft. Dass im Frühjahr eine Liste mit besonders wichtigen Verwaltungsleistungen beschlossen wurde, die digitalisiert werden sollen, hat den Druck erhöht. Kürzlich wurde der Umsetzungsstand ermittelt. Tagesspiegel Background liegt er vor.
Der Entwurf der Digitalstrategie ist da. Manches wirkt erstaunlich ambitioniert, vieles altbekannt. Neue Leuchtturmprojekte fehlen jedoch. Im Sommer soll nun noch nachgearbeitet werden.
Über hundert Facebook-Seiten betreibt die Bundesregierung, wie aus der gestern veröffentlichen Beantwortung einer Kleinen Anfrage hervorgeht. Rechtens ist das nicht, da das Datenschutzrecht nicht gewahrt werden kann. Die Datenschutzkonferenz veröffentlichte zuletzt ein FAQ zu den Facebook-Seiten, das mehr Klarheit und womöglich auch Einsicht bringen soll.
Die Ausschuss für Digitales lädt zu einer öffentlichen Anhörung ein. Doch ob beim Thema digitale Identitäten zwei Stunden reichen, um die wichtigsten Fragen zu klären, bleibt abzuwarten. Denn noch immer ist nicht ganz klar, wohin die Reise gehen soll.
Deutschland droht wirtschaftlich und technologisch den Anschluss zu verlieren, warnt das SPD-Wirtschaftsforum. Bei der digitalen Verwaltung ist es ein Entwicklungsland. Auch die Ampel-Koalition tut nicht genug, um die Digitalisierungdefizite zu beheben.
Intels Chipfabrik in Magedeburg ist hierzulande eine der größten Ansiedlungen der nächsten Jahre. Die Deutschland-Chefin spricht im Interview über die Standortentscheidung, die Chipkrise und die Veränderungen im globalen Wettbewerb.
Das Kabinett beschließt heute den Haushaltsentwurf für 2023. Eine Kabinettvorlage gibt nun Aufschluss darüber, auf welche Digitalvorhaben sich die Regierung geeinigt zu haben scheint. Dabei fehlt manches, in anderen Feldern gibt es deutliche Verschiebungen.
Die fünf KI-Leuchttürme bekommen deutlich mehr Geld. Die dauerhafte Finanzierung behebt Schwierigkeiten bei der Personalgewinnung. Doch Rechenkapazitäten und Ausgründungen bleiben Herausforderungen.
Sepp Hochreiter ist einer der Vorreiter des maschinellen Lernens. Doch in Österreich ist er derzeit unzufrieden. Eine Brandenburger Gruppe will ihn daher an das neue Lausitzer KI-Zentrum locken, doch auch andere Standorte machen sich Hoffnung.
Der Bundesfinanz- und Justizminister haben Eckpunkte für ein Zukunftsfinanzierungsgesetz vorgelegt. Sie wollen damit den Aktienmarkt und Start-ups stärken. Doch deren Vertreter werfen der FDP „erschreckendes Unverständnis“ vor.
In den ersten vier Artikeln des geplanten AI Act wird geklärt, für welche Anwendungen die neuen Regeln gelten und wie die Verantwortung für deren Einhaltung zwischen Herstellern und Nutzern verteilt wird. Dass es noch viel zu klären gibt, wurde auch am Dienstag beim Experten-Roundtable des Weizenbaum Instituts und ALLAI deutlich.
Durch Digitalisierungsprozesse im Arbeitssektor entstehen Chancen und Gefahren für Arbeitnehmer:innen: Weniger gefährliche Arbeiten vs. stärkere psychische Belastungen, größere Gehaltsungleichheit vs. Lohnausgleich hochqualifizierter Arbeitender. Große Unterschiede zeigen sich diesbezüglich auch zwischen Deutschland und den USA.
In der vergangenen Woche ist der „Bundesbericht Forschung und Innovation 2020“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Kabinett verabschiedet worden. An Umfang mangelt es dem Schriftstück nicht, wohl aber an Bezügen zu aktuellen Regierungsplänen.
Noch steht der geplante Digitalpakt für die Justiz nicht – doch die Länder haben schon sehr konkrete Vorstellungen davon, was sie vom Bund wollen. Kernforderungen sind Unterstützung bei Ressourcenmangel und einheitliche Standards.
Nicht nur der Klimawandel macht dem Agrarsektor zu schaffen – mit Corona kam der Fachkräftemangel, mit dem Ukraine-Krieg Lieferengpässe und verstärkter Preisdruck. Große Hoffnungen ruhen auf digitalen Anwendungen, überall in Deutschland wird mit Robotern auf dem Feld oder KI im Stall experimentiert, um Probleme zu lösen. Mit unterschiedlichem Erfolg.
Nachdem der Start des E-Rezepts nun schon mehrmals verschoben und die Testphasen verlängert wurden, will eine Reihe von Stakeholdern nun von sich aus für mehr Tempo sorgen. Der kürzlich gegründete Verein „E-Rezept-Enthusiasten“ stellte heute ein Förderprogramm vor, um Arztpraxen und Apotheken zu locken.
Für Unternehmen ist es nicht leicht, sich auf die geplante KI-Regulierung vorzubereiten. Hilfestellungen geben sollen so genannte Sandboxes, in deren Rahmen Anwendungen auf ihre Rechtskonformität hin getestet werden können. Der erste Entwurf kommt nun aus Spanien. Aber auch die anderen EU-Staaten sollen profitieren.
Start-ups sollen mit innovativen Ideen helfen, gegen die Klimakrise anzukämpfen. Dafür hat die Bundesregierung im Entwurf der neuen Start-up-Strategie Fördermöglichkeiten geschaffen – der schon bestehende Fonds zur Förderung von Deep Tech Start-ups soll zum Deep Tech & Climate Fonds werden. Was bedeutet das für klassische Deep-Tech-Technologien?
Berlin, Wien, Madrid, Budapest: Per Video ließ sich ein angeblicher Vitali Klitschko in europäische Rathäuser schalten und konferierte über den Ukraine-Krieg. Es ist eine Täuschung, die Unruhe auslöst. Wurden europäische Politiker:innen durch ein Deepfake getäuscht?
Das NetzDG muss wegen der vollharmonisierenden Wirkung des DSA „grundlegend überarbeitet werden“, antwortet die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion. Bei den Details des neuen nationalen Rechtsrahmens bleiben noch zahlreiche Fragen offen.
Ein Schul-Dashboard, diebstahlsichere Fahrradständer, Box-Automaten und webbasierte Einkaufssystem für Schüler:innen - solcherlei Innovationen haben Zehntklässler:innen des Berliner Leibnitz-Gymnasiums letzte Woche im Rahmen der Hackdays bis zum Prototyp entwickelt. Die Konzepte sind erstaunlich praxisrelevant.
Im Mai gingen sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Schleswig-Holstein die CDU und die Grünen als Sieger aus den Landtagswahlen hervor. Nun haben sich die beiden Parteien jeweils auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Auch digitalpolitisch haben sich die Koalitionspartner einiges vorgenommen.
Im Gesundheitssektor halten immer mehr Produkte Einzug, bei denen Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz kommt. Die Anforderungen dabei sind hoch und betreffen unter anderem Datensicherheit, Vermeidung von Fehldiagnosen und Schutz vor Diskriminierung. Dazu veröffentlicht der TÜV-Verband nun einen Fragenkatalog, der solche KI-Systeme prüfbar machen sollen.
Digitalisierung erlebbar machen, das ist das Überthema des heute stattfindenden Digitaltags. In über 2.000 Veranstaltungen und Workshops soll Digitalisierung greifbar werden. Eine große Stütze der Digitalisierung unter anderem in der Bildungsarbeit sind digitale Ehrenamtler.
Mit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine hat sich auch die Desinformationsschlacht in Deutschland intensiviert. Als Reaktion hat das Bundesinnenministerium eine Taskforce eingerichtet, die gegen manipulative Inhalte vorgeht. Unterdessen zeigt eine Studie des EU Disinfo Lab auf, wie Russophobie als Mittel zur Desinformation eingesetzt wird.
Einwilligungsmanager sollen den Umgang mit Cookie-Bannern erleichtern. Doch die Regeln dafür verzögern sich und um die Ausgestaltung wird gerungen. Ein Professor bringt daher von selbst verschwindende Cookie-Banner als Alternative ins Spiel.
Das Bundeskartellamt will sich Googles Kartendienst Maps genauer ansehen. Dabei geht es auch um die Bedingungen für die Einbindung der Karten in Infotainmentsysteme der Autohersteller. Die wollen das Verfahren zum jetzigen Zeitpunkt nicht kommentieren.
Mit Pitches statt Papieranträgen konnten sich Antragsteller beim „Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen“ des Bundeswirtschaftsministeriums bewerben. Die Evaluation des neuen Ansatzes ist positiv, das Programm soll daher weitergeführt werden.
Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft soll Funklöcher stopfen. Wie die umstrittene Behörde bisher vorangekommen ist, verrät der erste Jahresbericht der Gesellschaft, mit dem sich heute der Haushaltsausschuss des Bundestages beschäftigt.
Ein halbes Jahr vor der Umsetzungsfrist des Onlinezugangsgesetzes, fehlt es dem Bund und den Ländern immer noch an einer umfassenden Strategie, wie es weitergeht mit der digitalen Verwaltung. Debattiert wird in der morgigen Sitzung unter anderem, wie künftig der Betrieb von Online-Services finanziert werden soll.
Nach monatelangen Verzögerungen hatte die EU-Kommission Ende Mai ihre Liste mit „hochwertigen Datensätzen“ des öffentlichen Sektors vorgelegt, die künfitig frei zugänglich gemacht werden sollen. Heute endet das entsprechende Konsultationsverfahren. Eine erste Analyse der Stellungnahmen zeigt: Es gibt noch immer viel Nachbesserungsbedarf.
Nicht nur Gastronomen und Dienstleister, auch die produzierenden Unternehmen spüren den Fachkräftemangel. Gut, dass die Industrie „Cobots“ anbietet – kooperative Roboter, die vergleichsweise günstig sind und einfach mit dem Menschen zusammenarbeiten können.
Die Erwartungen an den im Koalitionsvertrag vorgesehenen neuen Versuch mit elektronischen Patientenakten, den Opt-Out-ePAs, sind riesig. Das machten Expert:innen bei einem Symposium des G-BA anhand von Praxisbeispielen deutlich. Am Gesundheitsdatennutzungsgesetz wird gearbeitet, ein Zeitplan steht noch nicht. Auf Europa will das BMG aber nicht warten.
Eigentlich sollten Wirtschafts- und Innenministerium gemeinsam für das Dateninstitut zuständig sein. Doch auch das Wissenschaftsressort von Ministerin Bettina Stark-Watzinger meldet Ansprüche an. Derweil warnen Experten: Hauptsache, es geht endlich los.
In ihrem vergangene Woche präsentierten, erneuerten Verhaltenskodex gegen Desinformation setzt die EU-Kommission gemeinsam mit Plattform-Anbietern auf verbesserte Medienbildung. Um diese ist es laut Expert:innen in Deutschland schlecht bestellt. Doch Beispiele zeigen, dass eine „Impfung gegen Desinformation“ funktionieren kann.
Der Einsatz von Videokonferenztools aus den USA an deutschen Schulen und Hochschulen ist datenschutzrechtlich höchst umstritten. In Hessen wollen Datenschutzbehörde, Universitäten und Wissenschaftsministerium nun einen Weg gefunden haben, wie es doch funktionieren könnte.
Während der Pandemie hat sich die Möglichkeit für Psychotherapie per Video als hilfreich erwiesen. Nun ist dieses Angebot wieder reglementiert, Videosprechstunden wurden auf 30 Prozent begrenzt. Das ärgert die Anbieter, sie wollen Einschränkungen nicht länger hinnehmen. Ihr Hauptargument: die langen Wartezeiten für psychisch Erkrankte.
Beteiligung von Fakt-Checker:innen ein neues Transparenz-Zentrum und detaillierte Berichtspflichten für die Unterzeichner. Der neue von der EU-Kommission vorgestellte Verhaltenskodex bringt viele Maßnahmen mit sich, um Desinformation zu reduzieren und Nutzer:innen zu unterstützen, stärker dagegen vorzugehen.
Zu langsam, zu planlos, zu wenig transparent: So beurteilt die Union die Bemühungen des BMG zur E-Rezept-Einführung. Denn wie in der Antwort auf eine Kleine Anfrage deutlich wird, hat die Gesellschafter-Versammlung der Gematik Ende Mai zwar zu etwas Auftrieb geführt, aber noch bleiben zu viele Fragen unbeantwortet.
Künstliche Intelligenz soll Prozesse effizienter machen, den Energieverbrauch senken und bestenfalls CO2 sparen. Bisher ist aber nicht gut erforscht, welchen CO2-Fußabdruck KI selbst verursacht. Wissenschaftler:innen haben nun ein Konzept vorgelegt, das einen umfassenderen Blick ermöglichen soll. Darin geben sie auch Empfehlungen an Politik und Wirtschaft.
Apple Music und Netflix benutzen, obwohl das Datenvolumen aufgebraucht ist. Was für Verbraucher:innen gut klingen mag, verstößt gegen die Netzneutralität. Die neuen Richtlinien verbieten Zero Rating eindeutig und stärken die Netzneutralität, sagen Expert:innen.
Längst wollen Hersteller mit ihren digitalen Pflegeanwendungen durchstarten, doch bis es soweit ist, muss das Gesundheitsministerium die Anforderungen an die Industrie konkretisieren. Und das dürfte vor allem mit hohem Aufwand und hohen Kosten verbunden sein.
Die russische Regierung entzieht der eigenen Bevölkerung schrittweise den Zugang zum freien Netz und verlässt somit den Internetraum Europas. Um dieses Vorhaben umzusetzen, muss die Regierung noch einige Herausforderungen überwinden.
Ein Jahr ist es her, dass die EU-Kommission ihren Vorschlag zur Novellierung der eIDAS-Verordnung vorgelegt hat. Jetzt kommt Bewegung in den Prozess. Auch die Bundesregierung positioniert sich.
Zum geplanten Dateninstitut gibt es noch wenig Konkretes. Eine Initiative aus namhaften Akteuren hat daher nun ein erstes Konzept entworfen, wie die Einrichtung aufgebaut werden sollte, was das Institut leisten soll und was nicht.
Die Auswirkungen des Klimawandels werden auch in Deutschland immer spürbarer. Insbesondere Hitze wird in der Bundesrepublik zum Problem. Aber auch Viren können sich häufiger und unbemerkt verbreiten. Künstliche Intelligenz könnte helfen, den Gesundheitssektor vor einer Überlastung zu bewahren.
Das KI-Sprachmodell LaMDA hat einen Softwareingenieur bei Google davon überzeugt, ein Bewusstsein zu haben. Das ist technisch noch nicht möglich, argumentieren KI-Forscher:innen – Gefühle und Empathie seien auch etwas Körperliches. Außerdem sprechen sie von einer Verunsicherung in der Gesellschaft, die durch die Vermenschlichung von KI aufkommt.
Schon zum fünften Mal will die Bundesregierung eine Hightech-Strategie aufsetzen, um ihre Innovationsvorhaben zu bündeln. Bei den Vorgängern hat sich aber deutlicher Nachbesserungsbedarf gezeigt. Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts haben jetzt untersucht, was der Strategie bislang zum Erfolg fehlt.
Die geplante elektronische Aktenführung soll einen Quantensprung für die deutsche Justiz bringen. Bis Ende 2025 müssen alle Gerichte und Staatsanwaltschaften die E-Akte einführen. Doch eine Umfrage unter Bund und Ländern zeichnet ein heterogenes Bild.
Die letzten offenen Fragen bei der Neuorganisation der Digitalpolitik sind geklärt. Neben dem Digitalministerium bekommen BMWK und BMI eine starke Position. In vielen Bereichen wird viel Abstimmung nötig.
Um als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) gelistet zu sein, müssen Hersteller hohe Anforderungen erfüllen. Für manche reicht es deshalb beim ersten Anlauf nicht. Den Schritt ins Ausland wagen aber viele Hersteller dennoch.
In den MINT-Fächern verlieren die Hochschulen zunehmend die besten Köpfe an die Privatwirtschaft. Denn die Mehrheit der Doktorant:innen und Post-Docs an der Uni empfindet die Beschäftigung als prekär. Das zeigt eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Informatik eindrücklich. Die GEW plädiert für ein Entfristungsgesetz.
Volker Wissing hielt seine erste programmatische Rede zur Digitalpolitik. Er betonte dabei vor allem den Kampf für die Freiheit im Netz und räumte Nachholbedarf bei der Digitalstrategie ein. Seinen Wunsch nach einem neuen Spirit teilte der Bundeskanzler allerdings nicht.
Eigentlich sollten die neuen Vorgaben für eine Internetmindestversorgung bereits in Kraft getreten sein. Nun diskutieren die Länder im Bundesrat über die genauen Werte – und drohen die Verordnung weiter zu verzögern.
Die Zukunft der Arbeit war Mittwoch mehrfach Thema der Republica. Hubertus Heil sprach über einen neuen Anlauf beim Rechtsanspruch auf Homeoffice. Einigkeit bestand, dass das "anything goes" bei der Plattformarbeit beendet werden muss.
Wikimedia Deutschland fordert von öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern, einen Teil ihrer Inhalte zur weiteren Nutzung frei verfügbar zu machen. Erste Projekte und Ideen gibt es, doch Hürden wie das Urheberrecht sind hoch.
Der Österreicher Robert Krimmer lebt seit acht Jahren in Estland, am Skytte Institut der University of Tartu ist er Professor für E-Governance. International zählt er zu den wichtigsten Stimmen im Bereich Digital Government. Den digitalen Wandel in Deutschland hält er für gescheitert.
Mobilitätsplattformen wie Trainline und Omio fühlen sich ausgebremst, denn die Deutsche Bahn will ihre Daten nicht teilen. Nach der Abmahnung durch das Bundeskartellamt steigt der Druck auf den Staatskonzern. Und die EU-Kommission bereitet neue Richtlinien zum Datenteilen sowie für den Ticketvertrieb vor.
Die Netzneutralität wird derzeit gleich doppelt verhandelt: zum einen in der Debatte um die Beteiligung großer Tech-Konzerne an den Kosten des Infrastrukturausbaus, zum anderen anhand neuer Regulierungen zu Nulltarif-Praktiken der Mobilfunkanbieter.
Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hat sich in den ersten sechs Monaten ihrer Amtszeit vor allem mit Bildungsthemen zu Wort gemeldet. Deutlich mehr Aufmerksamkeit heimst Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) mit den Innovationsprojekten seines Ministeriums ein. Fehlt eine gemeinsame Strategie?
Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, Plattformräte voranzutreiben. Wie diese unabhängigen Kontrollgremien für soziale Medien aussehen könnten, untersucht jetzt erstmals ein neues Kooperationsprojekt.
Künstliche Intelligenz kann schon bis zu 40 Prozent von Softwarecode schreiben. Für den Github-CEO Thomas Dohmke ist das der nächste Entwicklungsschritt beim Programmieren. Im Interview spricht er über die Probleme dabei und warnt vor einer Aufspaltung der Open Source Community.
Der erste Entwurf der Start-up-Strategie ist fertig. Vor der Präsentation erklärte die Beauftragte im Wirtschaftsministerium, Anna Christmann (Bündnis 90/Grüne), die zentralen Punkte. Unter anderem, wie die Verwaltung in der Breite stärker Aufträge an Jungunternehmen vergeben soll.
Ein US-Gesetz soll Online-Plattformen strenge Grenzen setzen. Amazon & Co. haben eine massive Kampagne dagegen gestartet. Wahrscheinlich mit Erfolg.
Die Vielfalt der in deutschen Schulen genutzten Lernmanagementsysteme (LMS) ist groß und eine bundesweit einheitliche Lösung unrealistisch. Nun wurde an der Uni Bremen ein Überblick über die LMS-Landschaft erarbeitet. Entstanden ist dabei auch ein frei lizenziertes Modell, das Schulträgern bei der Planung kommender Digitalisierungsschritte helfen soll.