Um Technologien zur CO2-Entnahme führt auf dem Weg zur Klimaneutralität kein Weg herum. Doch noch sind sie nicht rentabel. In Zukunft könnten sie aber in den europäischen Emissionshandel integriert werden – jede gespeicherte Tonne CO2 würde dann Gewinn bringen. Wie das gehen soll, haben Forscher des PIK nun erstmals skizziert.
Die bevorstehende Klimakonferenz soll unter anderem ein neues Globalziel für die Klimafinanzierung bringen. Vertreter aus Australien und Südafrika zeigen nun den Weg hin zu einem Kompromiss auf. Stellungnahmen von Staaten zeigen: Viele Fragen sind offen und das Thema der künftigen Geberländer ist ein heißes Eisen.
Eigentlich sollen Nachhaltigkeitsregulierungen die Transparenz fördern und so helfen, die Wirtschaft zu transformieren. Doch eine Studie der Frankfurt School zeigt: Um ihren zu berichtenden CO2-Ausstoß zu senken, verkaufen einige Unternehmen ihre Anteile schlicht. Emissionen würden so nur verlagert, kritisiert Co-Autor Frank Ecker im Interview.
Die deutsche Politik und Zivilgesellschaft im Blick hat die Berliner Nichtregierungsorganisation Germanwatch seit 1991. Als Vorreiter im Gebiet der Nachhaltigkeit wuchs die Denkfabrik schnell und hat heute über 100 Mitarbeiter – die Expertise ist im politischen Berlin insbesondere wegen der guten internationalen Vernetzung gefragt.
Zivilgesellschaftliche Organisationen hatten vor zwei Wochen kritisiert, dass der Ausschuss für Nachhaltigkeitsberichterstattung des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committees nur ein Mitglied aus dem arbeits- und menschenrechtlichen Bereich hat. Nun geht es.
Die Preisrekorde diesen Monat haben das Bitcoin-Schürfen lukrativer gemacht – und dessen Treibhausgas-Emissionen in die Höhe getrieben. Die EZB warnt vor der Kryptowährung: „Der faire Wert von Bitcoin ist weiterhin null.“
Zunehmend mehr EU-Staaten wollen das wegweisende europäische Gesetz gegen die globale Entwaldung massiv entschärfen. Dabei ist die EU-Verordnung längst in Kraft getreten. Ein Vorstoß aus Wien findet offenbar dennoch bei einer großen Mehrheit der Agrarressortchefs in den Mitgliedstaaten Anklang. Eine Bestandsaufnahme mit Ausblick.
Ernst Rauch ist Chefklimatologe beim Rückversicherer Munich Re. Seit über 50 Jahren befasst er sich mit den Folgen des Klimawandels – und den Risiken, die extreme Wetterlagen mit sich bringen. Im Interview erklärt der Wissenschaftler, warum zerstörte Siedlungen möglicherweise woanders neu errichtet werden müssen.
Eine neue Studie des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung in Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank (EZB) hat den Klimawandel als Inflationstreiber ersten Ranges identifiziert. Das hat Folgen für Wirtschaft und das Finanzsystem.
Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee vertritt die Bundesrepublik international bei der Erarbeitung von Vorschriften. Wegen dessen Unternehmensnähe fordern Nachhaltigkeitsorganisationen, dass künftig auch andere Interessengruppen eingebunden werden.
Kann künstliche Intelligenz die Kursentwicklung von Aktien vorhersehen? Wird sie Finanzprofis am Arbeitsplatz ersetzen? Diese sind in einer Umfrage geteilter Meinung.
Giftige Chemikalien und Plastik, Dürren und sinkendes Grundwasser: Weltweit sind Böden, Flüsse, Ozeane und Trinkwasser gefährdet – und mehrere UN-Nachhaltigkeitsziele. Investoren und Umweltorganisationen fordern Gewässerschutz und Strategien für eine bessere Widerstandskraft von Gesellschaft und Wirtschaft.
Die Erderwärmung lasse sich nicht mehr auf 1,5 Grad begrenzen und die Bundesregierung habe den Generationenvertrag teilweise aufgekündigt: Bei der Jahrestagung des Deutschen Vereins für Versicherungswissenschaft wurden die großen Themen diskutiert – aber auch Details der Regulierungen.
Algorithmische Verschlüsselungen ermöglichen heutzutage sichere Finanztransaktionen. Doch mit dieser Sicherheit ist es vorbei, sobald Quantencomputer leistungsstark genug werden, um diese zu knacken. Deshalb rüstet sich die Finanzbranche gegen die potenzielle Gefahr und bereitet den Übergang zu quantensicherer Verschlüsselung vor.
Nach Jahren politischer Forderungen, einem gemeinsamen Standpunkt der Ministerpräsidenten der Länder und vielen Debatten in Bundes- und Länderparlamenten kommt man beim Thema Naturgefahrenpflichtversicherung für Wohngebäude immer noch kaum voran. Das ist zumindest der Eindruck, den jetzt eine Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestags hinterlassen hat.
Die Frankfurt School feiert den Start ihres Zentrums für europäische Transformation. Bei den Diskussionsrunden auf der Eröffnungskonferenz wurde deutlich, dass so manch einer den Wandel zwar befürwortet, sich mit Regulierungen aber schwer tut.
Die belgische EU-Ratspräsidentschaft kämpft für Sorgfaltspflichten in Lieferketten. Durch Zugeständnisse hat sie viele Mitgliedsstaaten dafür gewinnen können. Nur die FDP – und damit Deutschland – blockiert gleiche Wettbewerbsbedingungen in Europa. Ob Italien der Richtlinie CSDDD zur nötigen qualifizierten Mehrheit verhilft, war bis Redaktionsschluss offen.
Wirtschaft und Finanzwelt hängen erheblich von Leistungen verschiedenster Ökosysteme ab, doch die Zusammenhänge sind vielfach noch unklar. Jetzt haben sich Forschende aus Deutschland und den Niederlanden daran gemacht, herauszufinden, wie stark der internationale Handel finanziell von der Natur abhängig ist.
Die 3,8-Millionen-Einwohner-Metropole Berlin soll bis 2035 klimaresilient gemacht werden, um Bevölkerung und Wirtschaft vor Extremwetterlagen wie Starkregen, Hochwasser, Hitze und Dürren zu schützen. Dies ist das Ziel der Initiative Volksentscheid Baum. Um das zu erreichen, hat sie einen Entwurf für ein „Bäume-Plus-Gesetz“ am Montag vorstellt.
Dieses Jahr müssen Tausende Unternehmen ihr Risikomanagement und andere Prozesse so ausrichten, dass ihre Lieferketten nicht die Menschenrechte verletzen oder die Umwelt schädigen. Andernfalls drohen Geldbußen – oder es ziehen sich Geldgeber zurück. Das deutsche Recht gilt international als Blaupause.
Die Christdemokraten stellen sich programmatisch neu auf. Nicht nur in Deutschland, sondern europaweit. Der „Green Deal“ von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist out. Rüstung, ein härterer Kurs gegen unerwünschte Einwanderung sowie Entbürokratisierung für die Wirtschaft sind hingegen in. Das wird Auswirkungen haben, auch auf den Finanzsektor.
Wegen des Widerstands der FDP hat Deutschland die europäische Lieferkettenrichtlinie zu Sorgfaltspflichten blockiert. Doch ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Deutschland ist in der EU auch bei anderen Vorhaben immer mehr der Bremser – und das liegt häufig an den Liberalen.
Das Netzwerk Women in Sustainable Finance fördert gezielt Frauen in der Finanzbranche und verknüpft weltweit Menschen im Nachhaltigkeitsbereich miteinander. Denn ohne Frauen in Führungspositionen und Entscheidungsgremien fehlt ihre Expertise, um die Wirtschaft zu nachhaltiger zu gestalten.
Aus Sorge um die Finanzstabilität und die Verbraucher will die EU den Wildwuchs mit Kryptowerten eindämmen. Dafür hat sie eine Verordnung erlassen – diese gilt aber nur für Kryptos, die keine Finanzinstrumente sind. Und welche sind das? Die Aufsichtsbehörde Esma will das Gestrüpp lichten, während der Bundestag an der Umsetzung in deutsches Recht arbeitet.
Die Abstimmung über die umstrittene EU-Lieferketten-Richtlinie CSDDD wurde bereits mehrere Male im Europäischen Rat verschoben. Nun wird die Zeit knapp, um die Vorschriften noch vor den Europawahlen Anfang Juni zu verabschieden. Die belgische Ratspräsidentschaft hofft trotzdem noch auf einen Durchbruch.
Das weltweite Bündnis aus Zentralbanken und Finanzaufsichten NGFS soll stärker die Bedürfnisse des globalen Südens beachten, sagte die Vorsitzende und Bundesbankvorständin Sabine Mauderer zu Tagesspiegel Background. Dazu gehört insbesondere, die Anpassung an die Erderhitzung zu finanzieren. Mauderer kündigte Leitlinien für Transformationspläne von Banken an.
CDP veröffentlicht Umweltdaten zu etwa 20.000 Unternehmen. Für die Firmen soll es einfacher werden, den Fragebogen auszufüllen, verspricht die neue CDP-Chefin Sherry Madera im Interview von Tagesspiegel Background. Und das Ausfüllen soll ihnen dabei helfen, die Berichtsanforderungen der EU und des ISSB zu nachzukommen.
Industrieunternehmen wollen zunehmend Versicherungsschutz gegen Cyberangriffe kaufen. Die Bafin warnt Versicherer davor, die Policen zu billig anzubieten: Die Schadenaufwendungen sind hoch.
Mit ganz schön viel Tamtam starteten im vergangenen Jahr 14 vom Bildungsministerium geförderte Forschungsprojekte zu den Fragen, wie der Finanzmarkt stärker zur Finanzierung des Klimaschutzes beitragen und die Politik dies unterstützen kann. Nun stellen die Forschenden Zwischenergebnisse vor. Es bleibt aber noch viel zu tun.
Jedes Jahr muss Mikko Ollikainen mit begrenzten Mitteln Vorkehrungen gegen Klimafolgen in Entwicklungsländern finanzieren – er ist Chef des UN-Anpassungsfonds. Im Interview hofft der Manager auf Gelder aus dem internationalen Emissionshandel. Dafür bräuchte es aber noch eine Einigung auf der kommenden Klimakonferenz.
Die Mitglieder der Branchenvereinigung für nachhaltiges Investieren FNG haben am Montag einen neuen Vorstand gewählt und weitere Beschlüsse gefasst, mit denen sie nach den Querelen von 2023 zum Jahreswechsel ein neues Kapital aufschlagen wollen.
Tausende Firmen müssen künftig Angaben zu ihren Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft veröffentlichen – und deren Richtigkeit prüfen lassen. Von wem? Das Bundesjustizministerium hat Regeln entworfen, welche hohe Hürden vorsehen.
Die freiwilligen Standards der Global Reporting Initiative (GRI) decken die neuen verpflichtenden EU-Berichtsstandards ESRS nur teilweise ab. Das ergibt eine Studie der Unternehmensberatung Kirchhoff Consult, die Tagesspiegel Background vorab vorlag.
Dieses Jahr müssen Unternehmen vieler Branchen dafür sorgen, ab 2025 nachweisen zu können, dass ihre Produkte keine Entwaldung verursachen. Die meisten stehen am Anfang. Aber beim Risikomanagement und bei Berichtspflichten ergeben sich Synergien zu anderen Regulierungen. Handlungsbedarf besteht auch für Finanzakteure.
Das Sparkonto von Apple und die von Facebook einst angedachte Digitalwährung sind nur prominente Beispiele: Tech-Giganten wollen auch im Finanzsektor Geschäfte machen. Die EU-Finanzregulierer weisen auf Risiken hin – und planen eine strengere Beaufsichtigung.
Die Verhandlungsführer des EU-Parlaments und der Mitgliedsstaaten haben sich auf Vorschriften für die Anbieter von Nachhaltigkeits-Ratings geeinigt. In manchen Aspekten sind sie laxer als zunächst vorgeschlagen.
Die Bundesregierung kann sich nicht auf eine gemeinsame Position zu dem zur Verabschiedung anstehenden EU-Lieferkettengesetz verständigen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil erklärte das Scheitern seiner Bemühungen um eine Zustimmung Deutschlands und machte dafür Koalitionspartner FDP verantwortlich. Grüne sind enttäuscht. International baut sich Druck auf.
Nach Unternehmen und Finanzinstituten positionieren sich auch Vereinigungen des Kapitalmarkts gegen Diffamierung, rechtsradikales Gedankengut und Feinde von Demokratie und Menschenrechten.
Das geplante Netto-Null-Industrie-Gesetz soll die Fertigung klimaschonender Technologien in Europa stärken. Die Behörden müssen künftig zum Beispiel den Bau der entsprechenden Fabriken deutlich schneller genehmigen, wie die vorläufige Einigung vorsieht. Die Liste mit den betroffenen Bereichen liegt Tagesspiegel Background vor.
Die Verabschiedung des EU-Lieferkettengesetzes steht wieder auf der Kippe. Verantwortlich dafür ist die plötzliche Weigerung der deutschen Justiz- und Finanzminister Marco Buschmann und Christian Lindner, der CSDDD im Rat der EU-Mitgliedsländer die Zustimmung zu geben – trotz der zwischen EU-Staaten, Parlament und EU-Kommission erreichten Einigung.
Nach turbulenten Monaten stellt sich das Forum Nachhaltige Geldanlagen zunehmend neu auf. Am Dienstag stimmten die Mitglieder klar für eine Umstrukturierung beim FNG-Siegel. Zudem tritt heute Verena Menne als neue Geschäftsführerin an.
Der VfU versteht sich als Netzwerk, bei dem Nachhaltigkeitsmanager verschiedenartiger Finanzinstitute voneinander lernen können. Die kooperative Idee wird beliebter: In den vergangenen Jahren sind etliche Mitglieder dazugekommen. Durch den Zulauf entstehen neue finanzielle Möglichkeiten für den Verein – und damit auch neue Aufgabengebiete.
Das Beratungsgremium der Bundesregierung zum nachhaltigen Finanzwesen verdeutlicht in einer Konferenz in Berlin, dass deutsche Unternehmen, Finanzhäuser und Regulatoren einiges zu tun haben, um ihren Rückstand im internationalen Vergleich aufzuholen. Erste Werkzeuge, Methoden und Berichtsstandards sind vorhanden und nutzbar.
Scharf und flexibel: So kann man zusammenfassen, wie Bafin-Präsident Mark Branson im Tagesspiegel-Background-Interview die Arbeit seiner Finanzmarktaufsicht zu Nachhaltigkeitsthemen charakterisiert. Vom Ausbau der Sustainable-Finance-Regulierung, etwa durch eine soziale EU-Taxonomie, hält Branson wenig: Man sei „am oberen Ende dessen, was verdaubar ist“.
Eine Umweltorganisation will ausgerechnet die als ein Nachhaltigkeitsvorreiter angesehene niederländische Großbank per Gericht zu mehr Klimaschutz zwingen. Ähnliche Klagen gegen andere Banken könnten folgen, prognostiziert die Ratingagentur Morningstar DBRS. Unter bestimmten Umständen könnten sie sich auf die Ratings auswirken.
Der EU-Bankenregulierer EBA legt einen Leitfaden dafür vor, wie Banken ihre Umwelt-, sozialen und Governance-Risiken (ESG) handhaben. In dem Entwurf spricht er sich dafür aus, dass Kreditkonditionen die Risiken widerspiegeln – und erklärt, wie Banken Transitionspläne erstellen sollen.
Zu den tausenden Demonstranten gegen Rechtsextremismus und die Alternative für Deutschland (AfD) gehörten auch viele Vertreter aus der Real- und Finanzwirtschaft. Doch lässt sich für Finanzinstitute mehr tun, als sich nur klar zu positionieren? Einige haben klare Ausschlusskriterien, andere sind vorsichtiger.
Mit einem Plan, Deutschland unabhängig vom klimaschädlichen Erdgas aus oft autoritaristischen Lieferländern zu machen, hat am Dienstag ein Gremium aus acht Wissenschaftlern und Sustainable-Finance-Experten aufgewartet. Auf einer anschließenden Diskussionsrunde wurde der „Fachrat Energieunabhängigkeit“ aber gleich mit den Niederungen der Praxis konfrontiert.
Nachdem die FDP eine Kehrtwende zur geplanten EU-Sorgfaltspflichtenrichtlinie gemacht hat, protestieren auch zwei Gruppierungen großer Wirtschaftsverbände gegen die Lieferkettenregulierung. Deutschlands Position ist noch unklar, Menschenrechtler verlangen von Kanzler Olaf Scholz ein Machtwort zugunsten der CSDDD.
Die EU-Beratergruppe Efrag hat einen Entwurf für einen Umsetzungsleitfaden zur Nachhaltigkeitsberichtspflichterstattungs-Richtlinie CSRD vorgelegt. Er gibt Empfehlungen, wie Unternehmen entscheiden können, über welche ihrer Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft und welche Nachhaltigkeitsrisiken sie berichten. Die Efrag betont die Rolle von Stakeholdern.
Nachdem Finanzminister Christian Lindner angekündigt hatte, die Auszahlung des Klimageldes zu verschieben, reagieren Koalitionspartner der FDP, Sozialverbände und Wissenschaftler mit Unverständnis. Einkommensschwache Haushalte müssten bei steigenden CO2-Preisen entlastet werden und bräuchten eine gezielte Förderung bei der Abkehr von fossilen Brennstoffen.
Die FDP will in der EU die geplante menschenrechtliche und ökologische Sorgfaltspflicht auf den letzten Metern ausbremsen. Während Nichtregierungsorganisationen das kritisieren, plädieren die meisten in Umfragen angesprochenen Unternehmen für eine EU-weite Lieferkettenregulierung.
Wenn NGOs Greenwashing von Banken und Fondsanbietern anprangern, dann ist die mediale Resonanz oft groß. Eine Studie der europäischen Finanzmarktaufsicht Esma kommt nun aber zu dem Ergebnis, dass die finanziellen Auswirkungen von Greenwashing-Kontroversen praktisch nicht existent sind.
Die EU sollte drei Kategorien nachhaltiger Fonds einführen, darunter eine Kategorie für Investitionen in die Transformation – darüber herrscht große Einigkeit im Finanzsektor.
Milliardensubventionen für die Landwirtschaft verschärfen Klimakrise und Artensterben, meint Greenpeace und hat das mit einer neuen Studie untermauert. Gleichzeitig zeigt die Untersuchung neue Spielräume für den besseren Einsatz öffentlicher Mittel auf.
Weniger als ein Viertel der Unternehmen fühlt sich bei Kernelementen des seit einem Jahr greifenden deutschen Lieferkettengesetzes gut bis sehr gut aufgestellt. Das zeigt eine branchenübergreifende Umfrage, die Tagesspiegel Background vorab vorlag. Gleichwohl wirkt die deutsche Regulierung und dient zur Vorbereitung auf die EU-Lieferkettenregulierung CSDDD.
Cyberangriff-Stresstest und IT-Sicherheit als Priorität: Die Aufseher der EZB nehmen dieses Jahr die Widerstandsfähigkeit der Banken gegen Hackerangriffe unter die Lupe. Sie haben einen aktuellen Anlass dafür.
Um die Klimawende in der Europäischen Union schneller voranzubringen, fordern Wagniskapitalgeber und Start-ups mehr Garantien der öffentlichen Hand. Förderbanken wie die EIB können so kostengünstig insbesondere den Einstieg in die industrielle Serienproduktion sicherstellen, argumentieren Investoren und Unternehmensgründer.
Die EU-Staaten wollen, dass die Vorschriften später gültig werden als vom Europaparlament gewünscht, sie sind für einfachere Regeln für kleine Ratingagenturen und wollen den ESG-Ratingagenturen auch andere Dienstleistungen erlauben.
Wenn Shareaction mal wieder eines seiner Nachhaltigkeitsrankings von Vermögensverwaltern veröffentlicht, dann ist die Resonanz groß. Doch die britische Nichtregierungsorganisation ist noch in vielen weiteren Bereichen aktiv. Mit all ihren Maßnahmen will sein Ziel erreichen: ein demokratischeres Finanzsystem.
Für tausende nachhaltige Fonds gilt bald: Wenn das Portfolio und die offiziellen Dokumente nicht im Einklang mit neuen Vorschriften der EU-Finanzmarktaufseher stehen, müssen sie geändert werden – oder der Fondsname.
Mehr Freiheiten bei der Kapitalanlage, eine größere Berücksichtigung des Klimawandels bei Kapitalpuffern und Risikoprofil des Policen-Portfolios, mehr Berichtspflichten und die Einführung von Transformationsplänen – all das sieht die Reform des EU-Regulierungsrahmens für Versicherungen, Solvency II, vor.
Banken gehen davon aus, dass grüne Kredite ihnen helfen könnten, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und ihr Image zu polieren. Doch bislang fehlt eine einheitliche Definition. Die EU-Regulierungsbehörde EBA ist dafür, eine einzuführen.
Nach langen Verhandlungen hat die EU sich auf ihre Lieferketten-Richtlinie CSDDD geeinigt. Hauptstreitpunkt war zuletzt der Finanzsektor – für dessen Kundenbeziehungen wird sie nicht gelten.
Nachhaltigkeitsbehauptungen von Versicherern sollen wahr und präzise sein und aktuell gehalten werden, so der EU-Regulierer Eiopa. Wenn Assekuranzen aus Klimaschutzinitiativen austreten, sollen sie dies bekannt geben – andernfalls werden sie zum Negativbeispiel.
Eine Reorganisation soll das deutsche Qualitätslabel für nachhaltige Fonds unabhängiger vom Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) machen, erläutert Timo Busch, Vorsitzender der Wissenschaftsorganisation First, im Interview. Das FNG-Siegel solle künftig auch Transformationsleistung und Wirkung abbilden, sagt der Hamburger Professor für Betriebswirtschaftslehre.