Smart Meter werden die Energiebranche revolutionieren, prognostiziert Klaus Mittelbach vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Seine Branche wolle ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Johannes Teyssen, CEO von Eon, setzt auf den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wenn es darum geht, einen europaweiten CO2-Preis durchzusetzen. Den europäischen Emissionshandel hält Teyssen für gescheitert.
Kostspielig und technisch nicht einfach zu verbauen: Ein Regierungsgutachter gibt Nachrüst-Lösungen für ältere Dieselfahrzeuge schlechte Noten. Doch es gibt auch andere Meinungen darüber, was möglich ist.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft hat ein Konzept für den Ausbau der erneuerbaren Energien entwickelt. Danach sollen neue Anlagen möglichst ohne Förderung auskommen und sich allein über den Markt finanzieren.
Das Umweltministerium erwartet, dass Deutschland die europäische Vorgabe zur CO2-Minderung außerhalb des Emissionshandels nicht erreichen wird. Nun sind Ablasszahlungen an andere Mitgliedsstaaten notwendig, um nicht vertragsbrüchig zu werden.
Smart Meter werden die Energiebranche revolutionieren, glaubt Klaus Mittelbach, Vorsitzender der Geschäftsführung des Zentralverbandes der Elektronikindustrie (ZVEI). Seine Branche wolle ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Hier gebe es einen hohen Handlungsdruck.
Gasbezug wird deutlich günstiger, Öl dagegen teurer. Nun liegen die beiden Energieträger gleichauf. Insgesamt war 2017 ein mildes Jahr, dadurch sanken die Heizkosten für die Verbraucher um rund fünf Prozent.
Die globale Durchschnittstemperatur steigt weiter. 2017 zählt zu den heißesten drei Jahren seit es Wetteraufzeichnungen gibt, wie die US-Klimabehörde NOAA mitteilt. Der WWF leitet daraus Forderungen an die Bundesregierung ab.
Mit Blick auf das Pariser Abkommen sei die Aufgabe des Klimaziels 2020 hinnehmbar, rechtfertigen Union und SPD ihre Entscheidung. Auch fehlt der Hinweis nicht, dass es „nur“ ein nationales Ziel gewesen sei. Doch wie wirkt sich das auf internationale Verpflichtungen bis 2020 aus? Und was sagen die Entwicklungsländer, denen die CO2-Reduktionen bis 2020 wichtig sind? Background hat recherchiert.
Auf dem Sonderparteitag der SPD am Sonntag hat die Energie- und Klimapolitik so gut wie keine Rolle gespielt. SPD-Chef Martin Schulz ging in seiner einstündigen Rede jedoch auch kurz auf das Thema Klimaziele für Deutschland ein. Background dokumentiert den Ausschnitt.
Der Stadtstaat Berlin hat am Donnerstag ein Zehn-Punkte-Programm für bessere Luft vorgestellt. Auch andere deutsche Städte haben konkrete Pläne, wie sie Fahrverbote in ihren Zentren verhindern wollen.
Die Europaparlamentarier dringen auf eine tiefgreifende Reform der Finanzwirtschaft. Unternehmen sollen von den Banken und Banken von der Finanzaufsicht stärker auf die sozial-ökologischen Folgen ihrer Betriebsführung überprüft werden, wie ein erster Entwurf zeigt.
Laut der lange erwarteten Klima-Studie des BDI ist eine Reduzierung der deutschen Emissionen um 80 Prozent bis 2050 erreichbar und stärkt sogar die Wirtschaft. Doch insbesondere gegen die 95-Prozent-Zielmarke formiert sich Widerstand. Umweltverbände reagieren dennoch positiv.
Die EU-Kommission lädt Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) zum Rapport. Danach will die Kommission über eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof entscheiden.
Neben Nordrhein-Westfalen haben in dieser Woche auch Baden-Württemberg und Niedersachsen Anträge zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in den Bundesrat eingebracht. Das Ziel: Privilegien der Bürgerenergie bei den Windenergie-Ausschreibungen länger aussetzen, eine Ausbaulücke im Jahr 2019 verhindern und die Windindustrie schützen.
Bei der zweiten Ausschreibungsrunde im April für Offshore-Windenergie sind nach Einschätzung der Branche wieder Gebote mit null Cent Förderung zu erwarten – aber nicht ausschließlich. Wenn es in Zukunft nur noch Nullergebote gibt, müssen neue Kriterien für den Zuschlag gefunden werden.
Das EU-Parlament hat sich sowohl mit Blick auf die erneuerbaren Energien als auch bei der Energieeffizienz für ein 35-Prozent-Ziel für das Jahr 2030 ausgesprochen. Nach der Abstimmung kann der Trilog zur Erneuerbaren- und Energieeffizienz-Richtlinie sowie zur Governance-Verordnung beginnen.
SPD-Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth verteidigt offensiv die Vereinbarung für eine mögliche Koalition zwischen Union und SPD. Im Gespräch mit Tagesspiegel Background sagte Flasbarth, er hadere nicht mit dem Ergebnis, sondern sehe darin eine gute Grundlage, trotz der Abkehr vom Klimaziel 2020. Nun brauche es aber Verbindlichkeit.
Eine Gruppe von norddeutschen Erneuerbaren-Energien-Unternehmen will gezielt die Energiewende in Afrika voranbringen. Vorgesehen ist die Umsetzung größerer Sonnen- und Windprojekte.
Gegner der Elektromobilität führen gern ins Feld, dass Rohstoffe wie Kobalt unter Bedingungen abgebaut werden, die Menschen und Umwelt schädigen. Einige Autohersteller gehen das Problem jetzt an. Auch der Branchenverband VDA schafft einen Standard für Nachhaltigkeit.
Während das vom federführenden Industrieausschuss beschlossene Erneuerbaren-Ziel von 35 Prozent bis 2030 auf breite Zustimmung stößt, streiten die EU-Abgeordneten noch über den Vorschlag eines 40 Prozent-Ziels für die Energieeffizienz. Heute wird im Plenum abgestimmt – danach geht es in den Trilog.
Interview mit Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth
Der Anfang vom Ende der Kohle steht 2018 auf der Agenda. Eine Strukturwandelkommission soll Ende des Jahres ein Ergebnis dazu präsentieren. Die Sondierer für die große Koalition haben jetzt auch für den Gebäude- und Verkehrsbereich eine vergleichbare Kommission beschlossen. International stehen weitere wichtige Weichenstellungen bevor.
Ihr Arbeitsprogramm für die kommenden vier Jahre hat die International Renewable Energy Agency (Irena) bei ihrer Generalversammlung in Abu Dhabi beschlossen. Vorgestellt wurde dort eine Studie zur Preisentwicklung der erneuerbaren Energien. Die Tendenz: weiter fallend.
In Europa rumort es angesichts des schwarz-roten Beschlusses, das Klimaziel für 2020 faktisch aufzugeben. Politiker und Umweltverbände sehen sogar das Problem des „Nachahmer-Effekts": Länder, die sich mit Hinweis auf Deutschland aus dem Klimaschutz zurückziehen.
Die erneuerbaren Energien in der Türkei sollen deutlich ausgebaut werden. Es gibt ein 20-Gigawatt-Ausbauziel für die Windkraft und eine hohe feste Einspeisevergütung. Aber die politische Krise macht den deutschen Unternehmen zu schaffen.
Die Braunkohle-Bundesländer hatten während der Jamaika-Verhandlungen teils signalisiert, dass sie mit dem Kohle-Kompromiss von sieben Gigawatt Abschaltungen umgehen können – wenn denn die Entschädigungssumme stimmt. Bei Schwarz-Rot taucht eine Zahl nun aber nicht mehr auf. Brandenburg und Sachsen sind erleichtert.
Die großen Branchenvertreter sind zufrieden mit den Ergebnissen der Verhandlungen von Union und SPD, Effizienz-Verband und Umweltorganisationen beklagen sich jedoch. Die SPD-Umweltpolitiker scheinen hinzunehmen, dass das Klimaziel 2020 nicht erreicht wird.
Mit dem Projekt WinWind lässt die EU-Kommission die Hindernisse beim Ausbau der Windenergie und die besten Lösungsmöglichkeiten dafür erforschen. Das erste Treffen der deutschen Projektgruppe fand am gestrigen Donnerstag in Berlin statt. Es wurde klar: Auch zwischen den schwachen Windausbauländern Thüringen und Sachsen gibt es große Unterschiede. Und die Debatte ist zunehmend politisiert.
Die Verhaltensökonomik, ein junger und erfolgreicher Zweig der Wirtschaftswissenschaften, hat sich auch das Thema Energie vorgenommen. Die ersten Ergebnisse: Verbraucher lassen sich zur Sparsamkeit anhalten, in den USA sind die Effekte aber größer als in Deutschland.
Der BDI hat aus den Ergebnissen der Studie „Klimapfade für Deutschland“ Handlungsempfehlungen für die Politik abgeleitet, die Background als Entwurf exklusiv vorliegen. Der Verband bekennt sich darin klar zum 80-Prozent-Klimaziel und hält es für erreichbar. Ein fixer CO2-Preis wird aber abgelehnt, zum Missfallen einiger Beteiligter.
Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat einen detaillierten Plan vorgelegt, wie die Landwirtschaft ihren CO2-Ausstoß reduzieren könnte. Der Plan ist die Fortschreibung einer Strategie aus dem Jahr 2011. Nach dem Abschluss des Klimaabkommens von Paris sah der Verband die Notwendigkeit einer Runderneuerung.
Wenn nicht mehr in den Hochwasserschutz investiert wird, steigt das Überflutungsrisiko in Deutschland in den kommenden 25 Jahren im Schnitt um das Siebenfache. Auch an den Flussläufen weltweit steigt es stark. Das ergibt eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Sie erscheint am heutigen Donnerstag in der Fachzeitschrift „Science Advances“.
Die Betreiber der großen Übertragungsnetze begrüßen zwar, dass der Think Tank Agora Energiewende der Debatte um eine Ertüchtigung der bestehenden Stromnetze neuen Schub gibt. In der Sache weisen sie aber darauf hin, dass sie einige Techniken schon einsetzen oder dies planen.
Durch Sonderausschreibungen im Jahr 2018 will die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen verhindern, dass bei der Windenergie an Land eine Ausbaulücke durch die Sonderregelungen für die Bürgerenergie entsteht. Dazu hat sie einen Gesetzesantrag in den Bundesrat eingebracht.
Die EU-Kommission will die Innovationskraft im Bereich der Energietechnologien fördern, um die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union im Bereich der erneuerbaren Energien zu stärken. Am Donnerstag stimmt der Industrieausschuss über seinen Bericht zur Kommissionsmitteilung über die „Innovationen im Bereich der sauberen Energie“ ab.
Der Think Tank Agora Energiewende hat ein Konzept vorgelegt, wie das bestehende Netz mehr Strom transportieren könnte, ohne dass neue Leitungen gebaut werden. Vorteil: Einige Schritte ließen sich in zwei bis vier Jahren umsetzen – deutlich früher als der Bau der großen Trassen.
Der Beschluss zur Energie- und Klimapolitik wurde von den Sozialdemokraten mit Hilfe des Bundeswirtschaftsministeriums vorbereitet – nun beschwert sich die Partei aber über die Indiskretion der Union. Die FDP spottet, die Grünen ärgern sich weiter, in der Industrie kommt der „Realismus“ indes gut an.
Der Vorsitzende und Berichterstatter des Industrieausschusses, Jerzy Buzek, unterstützt das Anliegen der EU-Kommission Erdgaspipelines wie Nord Stream 2 dem Unionsrechts zu unterwerfen. Am Donnerstag berät der Ausschuss erstmals über Änderungen der Erdgasbinnenmarkt-Richtlinie.
Der Großversorger plädiert für einen Mindestpreis von 25 Euro pro Tonne und will Mehreinnahmen für Stromsteuersenkungen vorsehen. Auch die umstrittenen Belastungen für Verbraucher werden in dem Papier, das Background vorliegt, beziffert. E-Autos werden günstiger, Verbrenner und Ölheizungen teurer.
Seit langem ist klar, dass Deutschland sein Klimaziel für 2020 ohne drastische Maßnahmen deutlich verfehlen wird. Nun haben die Sondierer in Berlin das Ziel beerdigt. Dafür soll es allerdings ein Klimagesetz geben und der Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigt werden.
Den Energieversorgern bricht das klassische Geschäft weg. Nun setzten sie auf innovative Start-ups. Background stellt drei Finanzierungsplattformen für junge Unternehmen vor.
Am 1. April findet die erste Gebotsrunde für die gemeinsame Ausschreibung von Wind- und Solaranlagen statt. Sogar das Bundeswirtschaftsministerium hält nichts davon – doch Brüssel machte Druck. Wie sich die komplexen Regeln auswirken, bleibt Spekulation.
Ein Stromnetz der Zukunft, das viele erneuerbare Energien aufnehmen kann, würde effizienter mit Gleichstrom arbeiten. Das ist die These des Elektroingenieurs Rik De Doncker. Wie so ein System aufgebaut sein müsste, erforscht er am Eon Energy Research Center der RWTH Aachen.
Laut einer Schätzung der Agora Energiewende ist der deutsche CO2-Ausstoß 2017 exakt auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Die Stromexporte sind dagegen angestiegen und erreichen ein neues Rekordhoch.
Die Landesgruppe der Christsozialen bekennt sich in einem Positionspapier zum Ziel, 50.000 Ladesäulen in ganz Deutschland zu errichten und will Elektrodienstwagen in Zukunft steuerlich bevorzugen.
Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern haben 2017 wieder deutlich zugelegt. Auch gibt es immer mehr Unternehmen, die eigenen Solarstrom produzieren. Der gesamte Ausbau blieb aber deutlich unter dem Ziel der Bundesregierung.
Die fossilen Kraftwerke reagieren seit Monaten in Extremsituationen viel stärker als bislang beobachtet auf Stromüberschüsse durch erneuerbare Energien. Der Preis muss nur lange genug im Minus sein. Es zeigt sich: Die Flexibilität ist deutlich höher als von Bundesnetzagentur und in Studien taxiert.
Schlechte Noten bekommt RWE für sein Corporate-Governance-Reporting von der Universität Hamburg. Im Ranking aller Dax-Konzerne liegt das Unternehmen weit abgeschlagen auf dem letzten Rang. Eon, der zweite Energiekonzern im Dax, schafft einen achtbaren 13. Platz.
Bisher landete das Lithium aus alten Akkus in Baustoffen. Recycling lohnte sich wirtschaftlich nicht. Durch den Preisanstieg für das Alkalimetall hat sich das geändert. Der Markt kommt in Bewegung.
An diesem Sonntag starten die Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD. Background liegt das Personaltableau für die Gespräche über eine große Koalition vor. Die SPD schickt zwei Energiewende-Sympathisanten ins Rennen, die Union konservative Politiker. Indes sorgt ein angebliches SPD-Papier, das wohl aus dem Wirtschaftsministerium stammt, für Irritationen. Darin wird für einen einheitlichen, höheren CO2-Preis für alle Sektoren geworben.
Tandemzellen aus beschichtetem Silizium sind eine hoffnungsvolle Neuentwicklung der Solarindustrie. Eine Materialgruppe ist dabei besonders gefragt: Perowskite. Zusammen mit Silizium könnten sie den Wirkungsgrad von Solarzellen in neue Höhen treiben. Noch aber gibt es Probleme, was die Haltbarkeit der Perowskit-Schicht angeht.
Die Autohersteller BMW, Daimler, VW/Audi und Ford bauen Strukturen auf, um ein europäisches Netz von Schnellladesäulen zu schaffen. Ein Gemeinschaftsunternehmen und wichtige Kooperationen stehen – doch die ersten realen Ladepunkte lassen noch auf sich warten.
Redispatch und Abregelungen im Stromnetz übertreffen die bisherige Rekordmarke um mindestens 20 Prozent. Es zeigt sich: Der Stress im System steigt schneller, als Stromleitungen fertiggestellt werden. 2018 könnte die Abspaltung der österreichischen Preiszone etwas Entlastung bringen.
Im Norden Windstrom im Überfluss, im Süden Mangel: Die regionale Unwucht der Energiewende setzt die Stromnetze unter Druck. Der Netzbetreiber Tennet berichtet von Rekordkosten für Netzengriffe für das Jahr 2017.
Wie viele weitere erdölexportierende Länder leidet auch Aserbaidschan unter dem anhaltend tiefen Ölpreis. Anders als der venezolanische Präsident Maduro sitzt Staatsoberhaupt Ilham Aliyev jedoch fest im Sattel. Und das, obwohl die Diversifizierung der Wirtschaft ausbleibt und der Unmut in der Bevölkerung steigt.
Rat und Parlament der EU haben sich im Nicht-ETS-Bereich auf eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 30 Prozent bis 2030 verständigt. Deutschland muss seine Emissionen im Rahmen der Lastenteilung bis 2030 um 38 Prozent gegenüber 2005 verringern.
In einem neuen Modell haben Forscher Extremwetterereignisse als Folge des Klimawandels mit den möglichen Reaktionen der Menschen kombiniert. Das Ergebnis stimmt hoffnungsvoll: Je mehr die Risiken des Klimawandels ins Bewusstsein rücken, desto konsequenter könnten Verhaltensänderungen sein und Emissionen desto stärker sinken.
Von Langeweile keine Spur: 2017 war ein seltsam zwiespältiges Jahr für den Klimaschutz und die Energiepolitik. Es gab einen großen Rückschlag. Und die deutsche Politik steckt im Ziel-Dilemma. Dafür haben sich die erneuerbaren Energien endgültig selbstständig gemacht. Eine Analyse zum Jahreswechsel.
Das Kölner Unternehmen Next Kraftwerke verbindet mehr als 5000 Betreiber von Erneuerbaren-Anlagen und kommt damit auf eine Gesamtleistung von gut 4000 Megawatt. Vom Kohleausstieg würden solche Geschäftsmodelle profitieren.
Im Stromkrieg in den USA gewann vor 130 Jahren George Westinghouse mit der Wechselstromtechnologie gegen Thomas Alva Edison, der zu lange am Gleichstrom festgehalten hatte. Doch mit der Energiewende wird die Technik zurückkehren.
Der Umsatz der Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft ist 2016 zum vierten Mal in Folge gesunken, hat das Statistische Bundesamt ermittelt. Ursache seien unter anderem rückläufige Gas- und Strompreise. Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten im Bereich Stromversorgung um 1,8 Prozent auf 199.000. Die Zahl der Beschäftigte in der Gasbranche blieb annähernd unverändert.
Erstmals seit 16 Jahren wächst der deutsche Energieverbrauch zwei Jahre hintereinander. Grund ist die gute wirtschaftliche Lage. Zum befürchteten Anstieg der CO2-Emissionen wird es wohl nicht kommen – dank Rekorderträgen der Windkraft.
Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat untersucht, wie Argentinien, Bolivien und Chile in Zukunft Deutschland vermehrt mit Energiewende-Rohstoffen versorgen könnten. Fazit: Das Potenzial ist hoch.
Die Energiewende im Stromsektor schreitet wieder schneller voran, teilt der Energiewirtschaftsverband BDEW mit. Die Produktion aus erneuerbaren Quellen steigt 2017 deutlich an. Damit ergeben sich dringende politische Aufgaben. Netzausbau und Speicher müssen vorangebracht werden.
Nach Tansania, Kenia und Ruanda ist das junge Energieunternehmen Mobisol auch in die Märkte Äthiopiens und der Elfenbeinküste eingetreten. Im Interview erklärt Chefstratege Thomas Duveau, warum Afrika so interessant ist, wenn es um erneuerbare Energien geht.