Bis 2050 will die EU den CO2-Austoß ihres Gebäudebestandes um 80 bis 95 Prozent reduzieren. Dazu beitragen soll die Gebäudeeffizienzrichtlinie, auf deren Inhalte sich Parlament, Rat und Kommission nun verständigt haben.
Der Aufsichtsrat hat nach der Gewinnwarnung vergangene Woche das Vertrauen in den Vorstandsvorsitzenden der RWE-Tochter verloren. Die Trennung kommt ohne Vorwarnung, einen Nachfolger gibt es noch nicht.
Die US-Regierung unter Donald Trump rückt in ihrer neuen Nationalen Sicherheitsstrategie fossile Energieträger in den Mittelpunkt. Sie sollen genutzt werden – nicht nur, um Unabhängigkeit von Importen, sondern Dominanz zu erreichen. Der Klimaschutz wird als „Anti-Wachstumspolitik“ gedeutet.
Die Bundesregierung braucht vorerst keine Teilung der deutschen Strompreiszone zu fürchten und bekommt bis 2025 Zeit, die Netze auszubauen. CO2-intensivere Kraftwerke sollen länger an Kapazitätsmechanismen teilnehmen dürfen.
Der Ministerrat der EU konnte sich nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen. Die europäischen Energieminister legten am Montag nach zähen Verhandlungen unter anderem ihre Haltung zur neuen Governance-Verordnung fest.
In dem Moment, wo wir den Menschen in Afrika die Kilowattstunden bringen, können sie Geschäfte machen, sagt Thomas Duveau, Chefstratege des Berliner Energieunternehmens Mobisol. Im Interview mit Tagesspiegel Background spricht er über übersprungene Entwicklungsstufen, nachhaltige Entwicklungsziele und das Potenzial des afrikanischen Marktes für erneuerbare Energien.
2009 schlossen sich einige der größten Industrie- und Finanzkonzerne Europas zur Desertec-Initiative zusammen, um ein Konzept des Physikers Gerhard Knies umzusetzen. Jetzt starb er nach Krankheit mit 80 Jahren.
Die Entscheidung der EU-Kommission, Vergünstigungen für den Eigenverbrauch von Strom aus Anlagen in Kraft-Wärme-Kopplung Anfang 2018 auslaufen zu lassen, verursacht erheblichen Unmut. Die Mehrkosten sind hoch. Die Kritik trifft auch das Bundeswirtschaftsministerium.
Die chinesische Regierung gibt heute Details zu ihrem Emissionshandelssystem bekannt. Zunächst soll nur der Stromsektor erfasst werden. Experten fürchten, dass mangelnde Transparenz zum Problem werden könnte.
Sitzung bis in die Nacht: Die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten haben sich am Montag für ein verbindliches Erneuerbare-Energien-Ziel von 27 Prozent bis 2030 ausgesprochen. Zudem wollen sie Netzbetreibern gestatten Speicher zu errichten und zu betreiben.
Der neue polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki gilt als Freund der erneuerbaren Energien. Polen hat ohnehin handfeste ökonomische Gründe, aus der Kohle auszusteigen. Erleichtert würde das Umschwenken durch die geplante Gasleitung Baltic Pipe.
Der Bundesrat hat am Freitag das Vorhaben unterstützt, die einheitliche Strompreiszone in Deutschland per Verordnung abzusichern. Auch Verbände sehen die Aufteilung in mehrere Marktgebiete skeptisch.
Zentrale Dossiers des Clean-Energy-Pakets werden heute von den EU-Energieministern in Brüssel verhandelt. Der Rat will gemeinsame Positionen zum Elektrizitätsbinnenmarkt, zum Governance-System der Energieunion und zur Förderung erneuerbarer Energien beschließen
Die Digitalisierung macht das Energiesystem anfälliger für Störungen? Nein, sagen Experten. Wenn Verantwortungen der Akteure klar definiert sind, erhöht die Digitalisierung die Sicherheit sogar.
Deutschland besitzt große Reserven an Heizöl, Benzin und Diesel für den Notfall. Doch was passiert bei einem Stromausfall? Wie kommt der Diesel vom Tanklager zu den Notstromaggregaten? Genau für diesen Fall haben Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen und Mineralölbranche jetzt eine Handlungsanweisung erarbeitet.
Bislang gab es weder in Bund noch Ländern ernstzunehmende Forderungen, an den einheitlichen deutschen Strompreisen im Großhandel zu rütteln. Doch der Konsens bröckelt. Der grüne Energieminister Schleswig-Holsteins, Robert Habeck, droht heute wegen des schleppenden Netzausbaus damit, „das letzte Mal“ die deutsche Strompreiszone zu unterstützen.
Heftige Kursverluste für Innogy und den Mutterkonzern RWE: Das EDV-Desaster in Großbritannien lastet weiterhin auf dem Energieversorger und schmälert den Gewinn. Trotzdem will das Unternehmen mehr investieren, unter anderem in die Digitalisierung und die Elektromobilität.
Zu feucht, zu dunkel: Wer so wohnt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko, unter gesundheitlichen Problemen zu leiden. Das stellt eine europaweite Studie im Auftrag von Velux fest, das „Healthy Homes Barometer 2017". Sanierungen sind also nicht nur ein Klimaschutz-Thema.
Barbara Hendricks (SPD) hat sich in Paris mit vier weiteren Umweltministern dafür ausgesprochen, zu prüfen, ob die Einführung eines CO2-Preises notwendig ist. Bei genauem Hinschauen zeigt sich, dass die Erklärung reichlich vage bleibt. Das gehörte offenbar zur Verhandlungstaktik der Ministerin, die damit trotzdem eine nationale Diskussionsgrundlage geschaffen hat.
Das Landesverfassungsgericht Mecklenburg-Vorpommern wird frühestens 2019 über die Klage des Windparkentwicklers UKA gegen das Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz entscheiden. Das erwartet Landesenergieminister Christian Pegel (SPD). Bis dahin werden andere Bundesländer seiner Ansicht nach abwarten. In der Forschung gibt es mehrere neue Ansätze für Bürgerbeteiligungen.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat kein Recht, vor Gericht gegen die Typgenehmigung von Autos durch das Kraftfahrt-Bundesamt zu klagen. Das hat das schleswig-holsteinische Verwaltungsgericht entschieden. Wegen der „grundsätzlichen Bedeutung“ des Falles ist die Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht erlaubt, was die DUH nutzen will.
Bürger sollen ihren Strom selbst erzeugen, verbrauchen und verkaufen können. Das schlägt eine Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU vor. Die Signale aus Brüssel nimmt das deutsche Bündnis Bürgerenergie auf. Es hat vom Beratungsunternehmen Energy Brainpool schon mal erforschen lassen, wie Bürgerstromhandel funktionieren könnte.
Die TU Berlin hat die bisher umfassendsten Messungen von Luftschadstoffen in der Hauptstadt gemacht. Ergebnis: Das Problem ist flächendeckend. Das könnte Auswirkungen auf die Gerichtsverfahren zu Fahrverboten haben.
In Paris ist am gestrigen Dienstag der Finanz-Klimagipfel zu Ende gegangen. Background sprach mit Kristina Jeromin, Leiterin der Abteilung Nachhaltigkeit bei der Deutschen Börse, und Christoph Bals, Geschäftsführer von Germanwatch, über die Verantwortung des Finanzmarktes beim Klimaschutz, den Standort Deutschland und zögerliche Politik, die Investoren verunsichert.
In Paris stehen Wirtschafts- und Finanzpolitik für den Klimaschutz im Fokus. Die Akteure der Weltwirtschaft selbst nehmen das erstaunlich positiv auf: Sie sprechen sich etwa für einen CO2-Preis aus. Und eine Allianz von Aktionären will Klimathemen nach oben auf die Agenda setzen.
Deutschland ist eins von fünf Ländern in Europa, das fortschrittliche Regelungen in der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie der EU behindert. Das behauptet der Think Tank E3G und hat Belege dafür in einem Dokument zusammengestellt. Das Büro von Greenpeace in Brüssel bestätigt die Darstellung.
Die Gewerkschaft IG BCE kritisiert die Pläne zur Stilllegung von Kohlekraftwerken scharf, will das Klimaziel 2020 nicht akzeptieren und schreckt auch vor Zuspitzungen nicht zurück. Unterstützung gab es von RWE und Evonik, während Fachpolitiker aus dem Bundestag sich eher zurückhaltend äußerten.
Kristina Jeromin, Leiterin der Abteilung Nachhaltigkeit bei der Deutschen Börse, und Christoph Bals von Germanwatch sprechen im Interview über die Verantwortung des Finanzmarktes beim Klimaschutz, den Standort Deutschland und zögerliche Energiewende-Politik, die Investoren verunsichert.
Zu Beginn des Klimagipfels zu Finanzthemen in Paris fordert ein Bündnis von mehr als 50 internationalen Unternehmen einen Abbau von Subventionen für fossile Energieträger. Auch verlangen sie einen CO2-Preis. Zu den deutschen Unterzeichnern gehören die Otto-Gruppe und die Allianz-Versicherung.
Wie schön wäre es, eine Entscheidung treffen zu können und sich gleichzeitig alle Handlungsoptionen offenzuhalten. Aber für die Zukunft der Energiewende müssen irgendwann Entscheidungen für Technologien fallen, die andere Möglichkeiten ausschließen. Mit diesem Dilemma hat sich das Forschungsprojekt „Pfadabhängigkeiten in der Energiewende“ beschäftigt. Am heutigen Montag werden die Ergebnisse vorgestellt.
Die erste Ausschreibung für Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) hat recht niedrige Fördersätze ergeben. Die Bundesnetzagentur führt das auf den lebhaften Wettbewerb zurück. Die KWK-Branche übt Kritik am Verfahren.
Der Umwelt- und der Energieausschuss des EU-Parlaments wollen die Energie- und Klimaziele strikt am Pariser Klimaschutzabkommen ausrichten und die Fortschritte der Mitgliedsländer bei der Umsetzung strenger kontrollieren.
Auf einer Betriebsräte-Konferenz kritisiert die Gewerkschaft IG BCE die Pläne zur Stilllegung von Kohlekraftwerken scharf, will das Klimaziel 2020 nicht akzeptieren und schreckt auch vor Zuspitzungen nicht zurück. Unterstützung gab es von RWE und Evonik, während Fachpolitiker aus dem Bundestag sich eher zurückhaltend äußerten.
In ihrem kommenden Energieforschungsprogramm will die Bundesregierung noch mehr auf einen Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis achten. Das geht aus einer Antwort des Forschungsministeriums auf eine Forderung von vier Bundesländern hervor.
Im Rahmen der Energieunion will die EU-Kommission auch die Versorgungssicherheit im Elektrizitätssektor stärker zwischen den Mitgliedsstaaten koordinieren. Nun hat sich der Energieministerrat zu dem Verordnungsentwurf positioniert.
Damit hatte niemand gerechnet: SPD-Chef Martin Schulz will die Kohleverstromung beenden. So sagte er es auf dem Bundesparteitag. Der Umweltflügel jubelt, und die Kohleländer protestieren nicht.
Die AiF vernetzt kleine und mittlere Unternehmen, die gemeinsam forschen wollen. Auch Start-ups werden miteinbezogen. Ein wichtiger Schwerpunkt sind Energie- und Mobilität. Dabei geht es zum Beispiel um besonders leichte Fahrzeugmaterialien und digitale, hochflexible Tickets für den Nahverkehr.
Schleswig-Holstein ist als Land der Windenergie bekannt. Doch es gibt auch Widerstände. Mit einem flexibleren Energiesystem will das Land nun die Voraussetzungen für den weiteren Ausbau schaffen.
Auf ihrem heute beginnenden Bundesparteitag weist die SPD den Themen Energie und Klima nur Nebenrollen zu. Dabei braucht die Partei beim Klimaziel 2020 und dem Kohleausstieg für etwaige Koalitionsverhandlungen eine klare Position.
Das Abscheiden von CO2 galt lange als gefährliche Hintertür für das Verbrennen von fossilen Rohstoffen. Doch die Einschätzung hat sich geändert. Projekte in den Niederlanden, Norwegen und Schottland stehen in den Startlöchern. Umweltorganisationen fordern inzwischen, CCS zu nutzen.
Von Konzernen der fossilen Branche geht ein Risiko für die Stabilität des internationalen Finanzsystems aus, sagt Anthony Hobley, Geschäftsführer von Carbon Tracker. Investoren würden bereits reagieren.
Das Kraftfahrt-Bundesamt geht dem Verdacht nach, dass auch BMW in Diesel-Pkw Abschalteinrichtungen einbaut. Die Deutsche Umwelthilfe fordert die Nachrüstung aller schmutzigen Diesel nach den Normen Euro 5 und 6. BMW ist in Alarmstimmung.
Lange Zeit hat man sehr wenig gehört von Volkswagens Shuttle-Anbieter Moia. Doch jetzt stellte das Mobilitätsunternehmen in Berlin einen batteriebetriebenen Minibus vor.
Eine Analyse im Auftrag von Background hatte offengelegt, dass die Verteilnetzbetreiber die Grundgebühren systematisch anheben, während die Arbeitspreise stagnieren. Verbraucherzentralen und Grüne beklagen die finanzielle Umverteilung von kleinen zu großen Verbrauchern, der Verband Kommunaler Unternehmen verteidigt das Vorgehen dagegen.
Der Skandal um manipulierte Diesel-Pkw weitet sich aus: Auch BMW soll Abschalteinrichtungen in seine Abgasreinigungen eingebaut haben. Das hatte Vorstandschef Harald Krüger stets bestritten.
Kommissar Miguel Arias Cañete hat vor dem EU-Parlament eine positive Bilanz der Energiepolitik der EU gezogen. Die Energieunion sei auf einem guten Weg. Im nächsten Jahr sollen der Abschluss der Gesetzgebungsverfahren zum Clean Energy Package und Investitionen in sektorübergreifende Projekte Priorität haben.
Noch sind Öko-Stromquellen in der deutschen Industrie kaum angekommen. Ein Schritt, um sie marktfähig nutzbar zu machen, könnten Direktverträge zwischen Erzeugern erneuerbarer Energien und Unternehmen sein.
Ohne gesetzliche Vorgabe bauen die Netzbetreiber ihre Entgeltstruktur um. Die Grundgebühr steigt stark, der Arbeitspreis stagniert. Das geht aus einer Analyse für Background hervor. Die Änderung soll Eigenverbraucher torpedieren, wirft aber soziale Fragen auf. Es geht um Milliarden Euro.
Anthony Hobley, Geschäftsführer der Londoner Organisation Carbon Tracker Initiative, spricht im Interview über Begriffe, die der Finanzmarkt versteht, deutsche Pensionsfonds und die Notwendigkeit für klare Klima-Rankings.
Den Vorwurf der illegalen Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung gab es schon gegen VW, Audi und Daimler. Jetzt prangert die Deutsche Umwelthilfe auch BMW an. Vorstandschef Harald Krüger kommt in Erklärungsnot. Background beantwortet die wichtigsten Fragen.
Berlin und Hamburg wollen ab 2020 nur noch emissionsfreie Busse anschaffen. Das Problem: Deutsche Hersteller wie Mercedes und MAN können keine Elektrobusse liefern. So werden deutsche Verkehrsbetriebe wohl im Ausland bestellen müssen.
Technologieneutralität ist in der Debatte um den richtigen Drall für die Energiewende das neue Modewort. Befürworter ziehen häufig das Kostenargument: Nach ihren Berechnungen ist eine Energiewende mit Technologiemix billiger. Umweltorganisationen bevorzugen stattdessen Szenarien mit möglichst viel erneuerbarem Strom.
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat untersuchen lassen, wie sich CO2-Steuern auf den Strommarkt auswirken würden. Das Ergebnis: Ein Alleingang Deutschlands würde einen großen Teil der Emissionen nur ins Ausland verdrängen. Das Problem könnte durch einen EU-Mindestpreis für Emissionen zum Teil vermieden werden.
Die Ausrichtung einer internationalen Konferenz zur Akzeptanz der Energiewende hat der Leibniz-Forschungsverbund „Energiewende“ bei der aktuellen Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft beschlossen. Die sozialwissenschaftliche Seite der Energiewende ist die Spezialität der Leibniz-Forscher.
Anlass sind die Sorgen einiger EU-Mitgliedsstaaten wegen der geplanten Gaspipeline Nord Stream 2: Die Sozialdemokraten im EU-Parlament kritisieren die Pläne der EU-Kommission, Gasleitungen von und nach Drittstaaten komplett der Brüsseler Regulierung zu unterwerfen. Die Europäische Volkspartei dagegen begrüßt den Vorschlag.
Nicht erst seit dem jüngsten Dieselgipfel fragen sich viele Autokäufer: Welches Modell ist zukunftssicher? Neuwagen nach der EU-Abgasnorm Euro 6d sind zumindest sauberer als ihre Vorgänger. Doch gerade die deutschen Hersteller können fast keine Modelle liefern.
Die Parteispitze setzt Prioritäten für die Erneuerung der Sozialdemokraten. Die Energiewende spielt nur eine Nebenrolle, Versorgungssicherheit und Energiekosten werden als wichtige Ziele betont. Die vermeintliche Zögerlichkeit stößt auf Kritik aus der Wirtschaft.
Neben dem Begriff der Energiewende hat sich die Wärmwende als Wort für die Transformation im Heizungskeller durchgesetzt. Verbände der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) gehen nun noch einen Schritt weiter. Sie versuchen, die Gebäudewende als Konzept zu etablieren.
Stefan Kapferer, Hauptgeschäftsführer des größten Energieverbandes BDEW, rät der künftigen Bundesregierung, für mehr gesicherte Leistung auf dem Strommarkt zu sorgen. Dafür seien neue Gaskraftwerke nötig. Im Gegenzug könnte die Branche fünf Gigawatt Braun- und Steinkohlekapazität stilllegen, aber nur gegen Entschädigungszahlungen.
Der federführende Industrieausschuss des EU-Parlaments will den Energieverbrauch der Union bis 2030 verbindlich um 40 Prozent reduzieren und den Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch auf mindestens 35 Prozent erhöhen.
Beim Gipfeltreffen von Bund, Ländern und Kommunen zum Thema Dieselabgase in Städten zeigt sich die Politik enttäuscht von der Autoindustrie. Die müsse jetzt mehr liefern, um Fahrverbote zu vermeiden.
Ins politische Niemandsland zwischen gescheiterten Jamaika-Verhandlungen und Sondierungsgesprächen zur nächsten schwarz-roten Groko fiel am Montagabend eine Veranstaltung des Berliner Energievereins. Thema: Erwartungen an die Energiepolitik der nächsten Bundesregierung. Doch gerade wegen der schwierigen Situation kam es zu ungewöhnlich deutlichen Aussagen zur Energiewende und zur Politik.
Mit einem regelmäßigen G20-Dialog zur Ressourceneffizienz wollen die größten Industriestaaten der Welt die nachhaltige Nutzung von Rohstoffen vorantreiben. Am Montag fand dazu in Berlin das erste Treffen statt. An mangelnden Rohstoffen wird die Energiewende aber wohl nicht scheitern, war am Rande zu erfahren.
Die Sozialdemokraten wollen das Klimaziel 2020 erreichen. So steht es schließlich auch im Wahlprogramm. Doch schon bevor etwaige Verhandlungen mit der Union über eine große Koalition losgehen, zeigt sich, dass die Meinungen auseinandergehen und einige zur Vorsicht beim Kohleausstieg mahnen.
Sabine Nallinger spricht im Interview mit Tagesspiegel Background über die Bedeutung der gescheiterten Sondierungsgespräche für die Wirtschaft, verpasste Planungssicherheit und die Notwendigkeit einer neuen Regierung, klimaschädliche Subventionen abzuschaffen.
Nach Meinung des scheidenden Staatssekretärs im Umweltministerium, Jochen Flasbarth, braucht es kein explizites Verbot des Verbrenners, wenn sich die Jamaika-Koalition auf eine Quote für Elektrofahrzeuge einigt.