DUH und Grüne Liga wollen den Tagebau Jänschwalde gerichtlich stoppen lassen, weil der Betreiber Leag seit Jahren unerlaubt viel zu viel Grundwasser entnehme. Währenddessen geht das Unternehmen wohl davon aus, dass das Abpumpen erst 2034 seinen Höhepunkt erreicht.
Für mehr Klimaschutz will die Ampel-Koalition die Planungszeiten halbieren. Die Parteien sind überzeugt, dass Energie- und Verkehrswende ansonsten scheitern. Der Naturschutz soll in Zukunft im Zweifelsfall zurückstehen.
Fernwärmekunden dürfen neuerdings entschädigungslos kündigen, wenn sie ihre Wärme selbst erneuerbar herstellen wollen. Das gilt allerdings auch für heute schon erneuerbare Netze – und bereitet Interessenvertretern deshalb Sorge.
Die Ampelkoalition hat die Ausbauziele der Erneuerbaren deutlich verschärft. Die Frage, wie die Branche an die notwendigen Fachkräfte kommen soll, lässt aber auch die designierte Regierung offen. Die Branche verlangt Klarheit, was die neuen Ziele für die Bedarfsplanung bedeuten.
RWE darf den dänischen Offshore-Windpark „Thor“ bauen. Dafür bekommt der Konzern keine Vergütung, sondern muss sogar zahlen, darf aber die Strompreise diktieren. Das finanzielle Risiko steigt – durch eine gezielte Anpassung im CFD-Fördermodell.
Die EU-Kommission will den Klimaschutz durch eine Zertifizierung der CO2-Bindung in Böden voranbringen. Im Dezember wird eine entsprechende Mitteilung erwartet. Ein Bündnis von Umwelt- und Bodenschutz Organisationen meldet Bedenken an.
Der Koalitionsvertrag bekräftigt Deutschlands Unterstützung für das Fit for 55-Paket – und zeigt klar, welches Thema der neuen Regierung besonders wichtig ist: Der europäische Emissionshandel und seine Erweiterung auf Gebäude und Verkehr. Damit eine Einigung mit allen Mitgliedstaaten gelingt, wird es jedoch einiges an Verhandlungsgeschick brauchen.
Ein Umsteuern auf den 1,5-Grad-Pfad in Deutschland erfordert vielfältige Lösungsansätze. Der WWF hat zusammen mit dem Öko-Institut untersucht, wie die Ambitionslücke beim Klimabeitrag doch noch geschlossen werden könnte: Finanztransfers sollen dafür sorgen, dass Emissionsbudgets andernorts nicht ausgeschöpft werden. Wichtig sei dabei eine robuste Governance.
Es braucht einen neuen „Modus Operandi“ in der Klimapolitik, meinen Experten. Zu oft würde der Klimaschutz im Getriebe der Ministeriumsarbeit verlangsamt und abgeschliffen. Eine Studie legt der neuen Bundesregierung nahe, wie sie neuen Schwung in die Gesetzgebung bringen könnte.
Der Staat pumpt Milliarden in Förderprogramme für Umweltinnovationen oder sparsamen Energieverbrauch. Die Wirksamkeit lässt sich aber nicht genau genug beziffern, kritisiert der Bundesrechnungshof.
Die EU-Kommission hat die Förderbedingungen für IPCEI-Projekte überarbeitet. Möglich wird damit eine deutlich höhere Beihilfeintensität, die auch Betriebskosten umfasst. Unterdessen zieht Tesla seinen von Brüssel bereits genehmigten Förderantrag überraschend zurück.
Erst im Sommer hatte Berlin sein Klimaschutzgesetz ganz neu aufgerollt. Nun hat die neue Landesregierung aus SPD, Grünen und Linken ihren Koalitionsvertrag vorgelegt und mit weiteren Vorhaben ergänzt.
Die Europäische Union will bei kritischen Rohstoffen für die Elektromobilität weitgehend autark werden. In Spanien und Portugal soll im großen Stil Lithium abgebaut und verarbeitet werden. Auch eine Batteriefabrik von Volkswagen könnte damit beliefert werden. Doch in der Bevölkerung und in der Lokalpolitik regt sich Widerstand.
Aus den Reihen von Fridays for Future und den Jusos hat sich innerhalb der SPD eine Klimabewegung gebildet. Sechs ihrer Unterstützer sind nun in den Bundestag eingezogen, wo sie die Klimapolitik ihrer Partei mitgestalten wollen. Das wollen auch andere Klima-Gruppierungen in der SPD.
Wenn die CO2-Preise in den kommenden Jahren steigen, soll ein „Klimageld“ direkt an alle Bürger:innen ausgezahlt werden – das hatten die Ampel-Parteien versprochen. Im Koalitionsvertrag findet sich allerdings nur wenig dazu. Denn noch ist unklar, wo das Geld herkommen soll.
Nicht nur die EU, auch eine Reihe von Staaten außerhalb entwickeln Regelwerke für klimafreundliche Investitionen. Besonders beim Erdgas, für dessen Einbeziehung in die EU-Taxonomie Deutschland geworben hat, setzen manche engere Grenzen.
Während auf der Weltklimakonferenz jede Kohleausstiegsbekundung gefeiert wurde, schuf Portugal still und leise Fakten. Sein Kohleausstieg hat sogar die eigenen Klimaschützer überrascht. Denn es war weniger politischer Druck als ökonomisches Interesse, das das Aus brachte.
Neue Berechnungen zeigen, was die enormen Ausbaupläne für erneuerbare Energien für den deutschen Strommarkt bedeuten. Es zeigt sich: Wenn die CO2-Preise nicht steigen, verfällt der Marktwert für Solar- und Windstrom vermutlich. Der direkte emissionsmindernde Effekt ist dagegen erstaunlich moderat, was nicht im Sinne der Koalitionäre sein dürfte.
Die Ampel-Koalition will viel mehr Fläche für die Windkraft bereitstellen und die Genehmigungen drastisch beschleunigen. Die Verfahren selbst in die Hand nehmen will sie aber nicht. Zumal ihr die Rechtsexperten vom Ökoinstitut davon abraten.
Von den ursprünglich in Aussicht gestellten 50 Milliarden Euro für den Klimaschutz findet sich nichts im Koalitionsvertrag. Zwar werden dort Finanzierungsmöglichkeiten erwähnt, doch nicht weiter ausgeführt. Dennoch scheint die Ampel schon konkrete Pläne zu haben.
Die EU-Kommission macht Ernst und will die Sanierung von Gebäuden der schlechtesten Energieklasse zwingend verpflichtend machen. Die Ampel-Regierung wird den Vorschlag unterstützen. Das ist bereits im Koalitionsvertrag festgelegt.
Frisch in der Opposition, sieht die klimapolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Anja Weisgerber, den neuen Koalitionsvertrag naturgemäß kritisch. Viel Neues habe die Ampel nicht in petto, der versprochene Kohleausstieg sei schlicht „eine Nebelkerze“. Und ohne CO2-Kompensationen würden die Klimaschutzziele ohnehin kaum erreichbar.
Insgesamt eher wohlwollend sind die ersten Reaktionen auf den Koalitionsvertrag. Besonders der Ausbau der erneuerbaren Energien wird von den meisten als großer Schritt gewürdigt. Kritisch wird vor allem die 1,5-Grad-Kompatibilität infrage gestellt, während die Union vor allem unsolide Finanzen in den Fokus rückt.
Von Klimaschutzgesetz über Landwirtschaft bis zu den Stromnetzen: Der Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien ist vollgepackt mit Ankündigungen, Plänen, Versprechen und Reformvorschlägen. Der schnelle Ausbau der erneuerbaren Energien steht im Zentrum. Teils lässt sich recht gut erkennen, wer sich durchgesetzt hat.
Gezielter Naturschutz würde beträchtlich zum Klimaschutz beitragen. Das untermauert eine aktuelle Studie von Conservation International. Die Wissenschaftlergruppe fordert von Regierungen, besonders kohlenstoffhaltige Ökosysteme rasch und effektiv zu schützen. Kapitalgeber könnten anhand der Erkenntnisse das Nachhaltigkeitsprofil ihrer Portfolios verbessern.
Die USA halten den Druck gegen die russisch-deutsche Ostsee-Pipeline aufrecht – wie angedroht. Russland will nun mit Gegenmaßnahmen reagieren. Selbst die Grünen, Gegner des Projekts, kritisieren die Strafmaßnahmen der US-Amerikaner als überzogen.
Die EU-Kommission steht unter Erwartungsdruck, ihre Methanstrategie mit durschlagenden Maßnahmen zur Emissionssenkung zu bewehren. Der Entwurf ihrer Methanverordnung zeigt, dass Gasproduzenten außerhalb der EU kaum gefordert werden. Die Grünen wollen nachschärfen.
Die EU-Kommission skizziert in einer Mitteilung erste Schritte hin zu nachhaltigen Kohlenstoff-Kreisläufen. Bis 2030 soll ein Binnenmarkt für das Nutzen und Speichern von CO2 entstehen. Dazu brauche es ein Herkunftsnachweissystem, das 2022 vorgeschlagen und bis 2028 implementiert werden soll.
Das EU-Parlament hat nach einer heftigen Debatte die jüngste Agrarreform verabschiedet. Für den Kampf gegen den Klimawandel sind die drei Gesetze nur ein stumpfes Schwert. Die Umsetzung in deutsches Recht hängt vom Ausgang der Koalitionsverhandlungen ab.
Wäre die Industrie fossiler Brennstoffe ein Land, wäre ihre Delegation in Glasgow die größte gewesen. Ein Versuch, neben Nationalstaaten auch Konzerne in die Verantwortung für die Klimakrise zu nehmen, sind Gerichtsprozesse. Ob in Deutschland, Südafrika oder Peru: Die Zahl der Klimaklagen legt rasant zu.
Die EU-Kommission gibt klimaschonenden Gasen in ihrer neuen Gasmarktregulierung Vorrang, besonders Wasserstoff. Netzbetreiber können nach dem gestern bekannt gewordenen Richtlinienentwurf mit eher milden Entflechtungs- und Finanzierungsregeln rechnen.
Der Expertenrat für Klimafragen mahnt strengere Maßnahmen an, um die Emissionen des Gebäudesektors zu verringern. Doch fehlende Fachkräfte im Handwerk rücken die Sektorenziele in weite Ferne. Somit könnte das Bauhandwerk zur Achillesferse der Klimapolitik werden.
Die Betreiber des Ferngasnetzes werben bei den Ampel-Parteien dafür, ein Drittel ihrer Pipelines durch den Umstieg auf Wasserstoff dauerhaft erhalten zu dürfen. Im ersten Schritt bis 2030 sollen 5100 Kilometer umgerüstet werden. Eine staatliche Netzgesellschaft lehnen sie mit Verweis auf das Eigentumsrecht ab.
Der Aachener IT-Dienstleister Kisters hat viele Kunden in der Energiewirtschaft. Vor zwei Wochen sperrten Hacker ihn aus seinem eigenen System aus. Bei manchen Netzbetreibern sind deshalb wichtige Prozesse unterbrochen.
Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet stellt in Aussicht, viel Offshore-Windkraft früher anschließen zu können. Dafür müssten Politik und Regulierer aber sofort den Vorschlag eines See-Verteilkreuzes unterstützen, mahnt Deutschland-Chef und COO Tim Meyerjürgens im Interview. Wasserstoff solle möglichst nahe an der Stromquelle erzeugt werden.
Die Energiepreiswelle rollt auf die Verbraucher zu. Zum Jahreswechsel steigen viele Gastarife der sehr deutlich an – im Schnitt um ein Viertel. Auch Strom wird etwas teurer. Einige Grundversorger unterscheiden nun zwischen Neu- und Altkunden. Das ist rechtlich umstritten.
CO2 aus Industrieprozessen zu nutzen leistet keinen Klimaschutz-Beitrag, warnt das Umweltbundesamt in einem Positionspapier. Kohlenstoff müsse stattdessen aus der Luft gefiltert werden, aber frühestens ab einem Ökostromanteil von 80 Prozent.
Bäume und Böden gehören zu den größten CO2-Speichern der Welt. Um sie zu schützen gibt es bislang aber kaum gesetzliche Vorschriften. Mit zwei gestern vorgelegten Entwürfen unternimmt die EU-Kommission nun erste Schritte dahin. Unter anderem plant sie einen Importstopp für Produkte, für die Bäume abgeholzt wurden.
Die Bundesregierung setzt bei der Versorgung mit grünem Wasserstoff vor allem auf den Import. Aber wichtige Produzentenländer können nicht so viel bereitstellen, wie die Nationale Wasserstoffstrategie bis 2030 vorsieht. Das geht aus einer neuen Studie dreier Forschungsinstitute hervor.
E-Mobilität und Wärmepumpen steigern den Stromverbrauch bis 2030, Effizienz senkt ihn – unterm Strich bleibt laut Berechnungen für das Wirtschaftsministerium ein deutliches Plus. Der BDEW hält die Schätzung immer noch für zu niedrig.
Sollen die Sektorziele im Klimaschutzgesetz bestehen bleiben? Ohnehin dürften sie in den kommenden Jahren verfehlt werden. Über diese Frage streiten die Ampel-Parteien erbittert. Experten warten derweil mit einem Instrumentenkasten zur Verbesserung des Klimagesetzes auf, der Raum für Kompromisse schafft.
Rückschlag für die Gaspipeline Nord Stream 2: Die Bundesnetzagentur hat das Zertifizierungsverfahren unterbrochen. Der in der Schweiz ansässige Betreiber muss erst eine deutsche Tochtergesellschaft gründen, bevor die Behörde das Verfahren weiterführt.
Der vertrauliche Entwurf des Monitoringberichts von Bundesnetzagentur und Kartellamt zeigt: Die Stromnetzbetreiber schrauben die Grundpreise hoch, unbeirrt von Kritik. Die Bundesnetzagentur signalisiert Verständnis für die Entwicklung. Und: Die Grundversorger kamen im Strommarkt zuletzt immer weiter unter Druck, stabilisierten aber die Lage im Gasmarkt.
Der Einsatz von H2 wird auf keinen Fall sehr schnell eine große Rolle spielen. Darüber, wie es langfristig aussieht, herrscht große Unsicherheit. Am besten sollte er da eingesetzt werden, wo die Elektrifizierung unmöglich ist, zeigt eine Ariadne-Auswertung.
Nicht nur der Klimawandel, sondern auch die Bewirtschaftung macht den deutschen Forsten zu schaffen. Denn die Verdünnung der Wälder durch den Menschen verringert die Widerstandskraft des Ökosystems, warnt eine Studie für Greenpeace.
Steigende Kosten, sinkende Förderung, Bürokratie und Handwerkermangel – ein Mix aus Hemmnissen führt dazu, dass der gute Lauf der Dach-Photovoltaik bald vorbei sein könnte. Die Autoren einer neuen Studie befürchten einen Markteinbruch wie 2012.
Auf der Zielgerade der Koalitionsverhandlungen fordern die Grünen von SPD und FDP Zugeständnisse beim Klima-Thema. Sonst könnten die Ampel-Gespräche scheitern, warnt Parteichef Habeck. Fraktionsvize Krischer pocht auf den Kohleausstieg bis 2030 und flankierende Maßnahmen wie den Ökostromausbau.
Die Klimakonferenz in Glasgow hat mit ihrem Beschluss zu Artikel 6 des Abkommens von Paris den Weg freigemacht für zusätzliche Emissionsminderungen durch den Handel mit CO2-Gutschriften. Bei den Selbstverpflichtungen zur Senkung von Emissionen drücken sich zwei große Emittenten weiterhin.
Ein weiteres neues Bündnis hat sich am Donnerstag bei der COP in Glasgow vorgestellt: Diesmal ging es ganz radikal um den Ausstieg aus Öl und Gas. UN-Generalsekretär Guterres will diese und andere Initiativen auf ihre Wirkung hin analysieren lassen. Derweil kommen die Verhandlungen zu den eigentlichen Punkten nicht recht voran.
Der Erneuerbaren-Branche mangelt es fast in der gesamten Wertschöpfungskette an Fachkräften. Für Oktober berechnete das Institut der Deutschen Wirtschaft 15.000 fehlende Ingenieure. An den Hochschulen müssten die entsprechenden Absolventenzahlen deutlich steigen, damit die Energiewende gelingen kann.
Je stärker die Windkraft im relativ kleinen deutschen Seegebiet ausgebaut wird, desto eher rauben die Windräder einander den Wind. Forscher untersuchen diese „Nachlaufeffekte“, die den Energieertrag deutlich schmälern. Was sie herausfinden, wird maßgeblichen Einfluss auf die Offshore-Planung haben.
Der erste Entwurf für die Abschlusserklärung der Klimakonferenz in Glasgow ist relativ stark beim Thema Emissionsminderungen. Für die Entwicklungsländer enthält das Paket aber zu wenig Finanzzusagen. China und die USA überraschten am Abend mit einer gemeinsamen Erklärung.
Der Klimaschutz müsse im Mittelpunkt der Haushaltsplanung stehen, empfiehlt der Bundesrechnungshof. Auch die Wirtschaftsweisen sehen darin eine große Chance für die deutsche Wirtschaft. Sie werfen einen Blick auf die globale Ebene und mahnen: Klimaschutz braucht vor allem ein sicheres Investitionsumfeld.
Immer häufiger wird KI genutzt, um Naturkatastrophen vorherzusagen. Um entsprechendes Know-How auszutauschen und Standards zu entwickeln, bringt die UN Experten in einer eigenen Gruppe zusammen.
46 Milliarden Euro pro Jahr bis 2030 könnte die neue Bundesregierung investieren ohne ständig neue Schulden oder Steuern einsetzen zu müssen, zeigt eine Studie von Agora Energiewende mit dem Forum New Economy. Sie schlagen unter anderem vor, eine öffentliche Gesellschaft für den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft zu gründen.
Neue Ariadne-Berechnungen beleuchten den Zusammenhang zwischen EU-Klimaziel und CO2-Preisen: Die Preiserwartungen der EU-Kommission sind für Verkehrs- und Gebäudesektor wohl deutlich zu niedrig. PIK und MCC rechnen mit 275 statt 60 Euro pro Tonne. Stärkere Einsparungen im ETS-Bereich könnten entlasten. Und: Die Experten plädieren für einen Preiskorridor.
Das Binden von CO2 aus der Atmosphäre trifft bei Klimaschützern auf Misstrauen, weil es Emissionsminderungen verhindern könnte. Eine neue Organisation will nun für glaubwürdige Projekte eintreten. Bei der Klimakonferenz wird um Regeln dafür noch gerungen.
Ums Geld ging es am Montag bei der Klimakonferenz in Glasgow, als die Schäden infolge des Klimawandels und die Kosten der Anpassung im Mittelpunkt standen. Der Entwurf der Gipfelerklärung bleibt in diesem Punkt vage.
Statt streng regulierte Regelenergie bereitzustellen, wird Flexibilität in der Stromnachfrage der Industrie zunehmend im gewöhnlichen Intraday-Handel vermarktet. Neue Anbieter wie EsForIn optimieren sie automatisiert mit Algorithmen – der CEO des Unternehmens berichtet über stürmisches Wachstum. Das genaue Potenzial bleibt aber unklar.
Noch ist die integrierte Planung von Strom- und Gasnetzen ein Wunschszenario. Die Deutsche Energieagentur hält einen solche Systementwicklungsplanung für dringend geboten. Nun hat sie erste Handlungsempfehlungen und Prämissen formuliert.
Der Bundesrat hat der Wasserstoff-Netzentgeltverordnung der Regierung zugestimmt. Darin schreibt die Politik eine Rendite von stolzen neun Prozent bis Ende 2027 fest – trotz EuGH-Urteil zur Unabhängigkeit der Regulierungsbehörden und ungeachtet der bevorstehenden EU-Gasmarktregeln. Die Forderung nach einer Festschreibung bis 2031 lehnen die Länder ab.
Trotz aller neuen Initiativen reichen die Klimaschutzzusagen der Weltgemeinschaft aktuell nicht, um die Ziele des Abkommens von Paris zu erfüllen. Bei der Klimakonferenz in Glasgow gibt es deshalb konkrete Überlegungen, den Prozess zu beschleunigen.
Beim Wasserstoff sieht Jorgo Chatzimarkakis Deutschland „kilomerweit“ hinter den EU-Spitzenreitern. Der Generalsekretär des Dachverbands Hydrogen Europe und frühere FDP-Politiker attestiert den Ampel-Parteien starre Denkmuster, die sogar die EU-Kommission beeinträchtigen.
Die Erderhitzung ist so weit fortgeschritten, dass sie unweigerlich zu massiven Verlusten und Schäden führen wird. Teuer wird es wohl für alle – was bedeutet das für Länder, denen die nötigen Mittel fehlen? Auf der COP26 fordern sie mehr Unterstützung.
Bei der Klimakonferenz in Glasgow gerät global erstmals ein Ende der Kohle in Sicht. Für den Ausbau der erneuerbaren Energien steht immer mehr Geld zur Verfügung. Eine erste Zwischenbilanz der EU zu den eigentlichen Verhandlungen fällt verhalten positiv aus.
Ein internes Dokument, das mit hoher Sicherheit aus der Unionsfraktion stammt, nimmt die Sondierungsergebnisse der Ampel-Parteien unter die Lupe. Insbesondere in den Kommentaren zeigt sich, dass die Union mit zahlreichen Punkten nicht einverstanden ist.