Deutschland setzt spät die verschärfte EU-Industrieemissionsrichtlinie um, die bald wieder abgeschwächt werden dürfte. Die Bundesregierung soll sich auf europäischer Ebene für Entlastungen einsetzen und diese eins zu eins übernehmen, fordern die Länder und Verbände.
Berichterstatter Norbert Lins (EVP) spricht über erste Änderungspläne für die GAP-Reform nach 2027: Kerninhalte sollen aus der NRPP- zurück in die GAP-Verordnung wandern, Kappung und Degression will er neu justieren und die Säulenstruktur sichern. Seine Fristen sind eng getaktet, doch die Reform könnte sich dennoch verzögern.
Was nach Science-Fiction klingt, ist in Dummerstorf längst Laboralltag: Forschende testen dort, wie aus Schweinezellen kultiviertes Fleisch entsteht. Noch ist das Produkt nicht zugelassen, das Team experimentiert trotzdem mit Geschmack und Konsistenz. Die Branche selbst ringt derweil mit langen Verfahren und politischem Widerstand.
Kurz bevor das Europaparlament über seine Position zum Handelsdeal mit den USA votiert, wächst der Druck auf die Abgeordneten. Während Berichterstatter Bernd Lange einen vorerst akzeptablen Kompromiss sieht, warnen Umweltverbände vor einem „historischen Fehler“. Einflussreiche Parlamentarier halten den Zeitpunkt für eine Entscheidung für verfrüht.
Mit dem Klimaschutzprogramm legt die Bundesregierung ihr bislang umfangreichstes Maßnahmenpaket für Landwirtschaft und Landnutzung, die stillen Sorgenkinder der Klimapolitik, vor. Die Minderungsziele werden dennoch größtenteils verfehlt und die LULUCF-Prognosen kollidieren mit den Biomethan-Plänen des Wirtschaftsministeriums.
Durch den Krieg im Iran wächst die Sorge vor steigenden Lebensmittelpreisen. Denn zunehmende Energie- und Düngemittelpreise könnten auch direkte Auswirkungen auf die Lebensmittelproduktion haben. Während Expert:innen und Opposition Sorge äußern, gibt der Handel selbst vorerst Entwarnung.
Fondsgesellschaften, Pensionsfonds oder Vermögensverwalter könnten die erheblichen Naturrisiken ihrer Kapitalanlagen senken. Neue Publikationen und Initiativen weisen ihnen den Weg, um durch Investitionen in Ökosysteme finanzielle Chancen zu nutzen und zur milliardenschweren Naturwende beizutragen. Teil XX der Serie Transformation und Biodiversität.
Das Handelsabkommen zwischen Australien und der EU stockte bisher unter anderem wegen einer fehlenden Einigung zu australischen Agrarexporten. Nun kam das Abkommen zustande – und führt zu Unmut: Während sich australische Landwirte Hoffnung auf höhere Exportmengen gemacht hatten, sind die Kontingente für viele EU-Bauern inakzeptabel.
Sich regional zu ernähren, ist umweltfreundlich, denken viele. Das stimmt nicht unbedingt. Aber: Regionale Wertschöpfungsketten ermöglichen es Landwirt:innen, vielfältige Nischenprodukte herzustellen und sich von Weltmarktpreisen unabhängig zu machen. Der Staat könnte mehr tun, um sie zu fördern.
Die neue Taskforce von SPD und CDU soll Vorschläge erarbeiten, wie steigende Lebensmittelpreise in Folge des Iran-Kriegs begrenzt werden können. Am Freitag kommen dafür Abgeordnete mit Vertretern aus Gas- und Landwirtschaft zusammen, um eine aktuelle Lageanalyse zu erstellen. Erste Vorschläge kommen aus der Opposition.
Der Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz kommt doch nicht vor Ostern. Die weiterhin bestehende Unsicherheit ist nicht nur für den Wärmesektor ein Problem. Etliche weitere Reformen hängen in der Warteschleife.
Neben gemeinsamen Beschlüssen fassten die Agrarministerinnen und -minister von Bund und Ländern bei ihrem ersten Treffen in diesem Jahr eine Reihe von Protokollerklärungen. Einigkeit bestand oft nur in allgemeinen Aussagen. Über konkrete Regelungen etwa bei der GAP oder beim Düngerecht blieben die Auffassungen unterschiedlich.
Politik, Gesellschaft und Wissenschaft sind sich einig: In der Landwirtschaft muss weniger Antibiotika eingesetzt werden. Das zentrale Instrument ist das sogenannte Antibiotikaminimierungskonzept. Das stellt Tierhalter:innen, Tierärzteschaft und Veterinärbehörden allerdings vor eine Herausforderung. Lösungen sind gefragt und in Arbeit.
Dürren, Starkregen, Hochwasser – der Klimawandel verschärft überall die Extreme, und Deutschland bleibt davon nicht verschont. Wasser wird zur Ressource, um die zunehmend gerungen wird – auch zwischen Rhein, Spree und Elbe. Warum Wasser in Deutschland manchmal zur falschen Zeit am falschen Ort ist, und welche Folgen das haben kann.
Wie krisenfest sind Wein- und Obstbau in Rheinland-Pfalz? Vor der Landtagswahl sprechen die EU-Abgeordneten Christine Schneider (CDU) und Jutta Paulus (Grüne) über Klimarisiken, steigende Kosten, Herdenschutz, Nitratprobleme und die Zukunft der GAP. Ihre Impulse für die kommende Legislatur – getrennt befragt, pointiert konträr.
Bald ist die Ampel-Regierung seit einem Jahr Geschichte. Dringende Themen im Agrar- und Umweltbereich haben seitdem nur zugenommen. Die GAP-Reform stand ohnehin an, für weitere Baustellen sorgt die Bundesregierung. Auf der Oppositionsbank stauen sich Ärger und Ungeduld – und wurden diese Woche mehrfach in scharf formulierten Anträgen kanalisiert.
Während die Politik noch mit sich ringt, sind sich Wissenschaftler:innen ziemlich einig, dass eine Zuckersteuer eine sinnvolle Idee ist. Bei der Frage, wie diese in Deutschland ausgestaltet werden sollte, können sie sich aber auch zu keiner klaren Antwort durchringen. Fest steht für sie: Eine Abgabe müsste mit weiteren Maßnahmen flankiert werden.
Während Bedenken wachsen, dass die neue GAP noch weniger Klima- und Umweltschutz bewirken könnte, kommt ein Plädoyer für einen Agrar-ETS. Die Idee ist nicht neu, doch die jüngste Empfehlung des marktbasierten Ansatzes könnte methodische Probleme lösen, die diesen bislang ausgebremst haben. Dahinter steht zudem der neue Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr.
Nutztiere in Käfigen zu halten, ist Alltag in der EU. Dabei haben bereits 2019 1,4 Millionen Bürger:innen für ein Ende dieser Praxis unterschrieben. Die EU-Kommission sagte einen Gesetzesvorschlag zu. Passiert ist bis heute aber nichts. Nun landet das Verfahren vor dem Gericht der EU und könnte zum Präzedenzfall für Europas Demokratie werden.
In Reallaboren sollen Landwirt:innen gemeinsam mit Forschung und Politik klimafeste, wirtschaftliche Agrarsysteme entwickeln. Doch unsichere Förderperspektiven der Europäischen Union drücken bereits auf die Stimmung.
Das BMWE will mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz Biomethan-Beimischungen verpflichtend machen. Doch die Bundesregierung weiß nicht, wie groß Bedarfe und Potenzial tatsächlich sind. Während die Branche enorme Ausbauzahlen verspricht, warnen Wissenschaft und Thinktanks vor knappen Ressourcen und hohen Kosten.
Aus EU-Kommission und EU-Parlament kommen Vorstöße für eine Neugestaltung des europäischen Emissionshandels. Brüssel will zunächst rasch den Preispuffer lockern. Peter Liese (CDU) von der EVP-Fraktion fordert, negative Emissionen einzubeziehen, die Löschung von CO2-Zertifikaten zu stoppen und die kostenlose Zuteilung zu verlängern.
Deutsche Winzer:innen sind unter Druck. Das Gläschen am Abend ist bei vielen Konsument:innen keine Selbstverständlichkeit mehr, der Absatz sinkt – und dann kommt noch Donald Trump mit hohen Zöllen um die Ecke. Im Weinland Rheinland-Pfalz werben alle Parteien vor den Landtagswahlen am Sonntag mit ihrem Einsatz für den Sektor.
235 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente – das ist der jährliche Fußabdruck des deutschen Ernährungssystems. Die Umstellung auf erneuerbare Energien könnte diese Emissionen wesentlich reduzieren, so eine Studie von Agora Agrar. Weitere Hebel sind mehr pflanzliche Ernährung sowie die Wiedervernässung von Mooren.
Das Umweltbundesamt legt die Klimabilanz 2025 vor. Während sich die öffentliche Diskussion um Energie, Verkehr und Gebäude dreht, wird eines übersehen: Der Landnutzungssektor durchkreuzt den Plan für die deutsche Klimaneutralität. Und die Regierung tut wenig, um das abzuwenden.
Rund 60 Ernährungsräte existierten bundesweit, tausende Menschen engagieren sich für Ernährungsbildung und Regionalität – etwa durch Stadtrundgänge in Halle oder Ernährungsräder in Münster. Doch nachdem Corona-Zeit und Geldmangel das Wachstum gehemmt hatten, scheint die Politik zunehmend das Interesse an den Initiativen zu verlieren.
Bundesminister Rainer und die Agrarwirtschaft sind nach ihrer Südafrika-Reise hoffnungsvoll gestimmt. In Gesprächen mit Agrarpolitikern und Unternehmern vor Ort haben sie ausgelotet, wie die gegenseitige Unterstützung im Handel ausgebaut werden kann.
Ein neues Gesetz des Umweltministeriums soll der Natur mehr Gewicht geben: Der Schutz von Mooren, Biotopen und gefährdeten Arten soll künftig als „überragendes öffentliches Interesse“ gelten. Tagesspiegel Background liegt ein erster Entwurf von Umweltminister Carsten Schneider vor. Umweltverbände zeigen sich dennoch besorgt.
Das überragende öffentliche Interesse am Naturschutz wird konkreter. Tagesspiegel Background liegt ein erster Entwurf von Minister Schneider vor. Umweltverbände sind dennoch besorgt.
Im Interview erklärt Hermann Färber, Vorsitzender des Agrarausschusses im Bundestag, warum die Tierwohl-Förderung ins Stocken geraten ist, weshalb viele Ferkelerzeuger vor unlösbaren Investitionen stehen, wo ein „gesetzlichen Zwang zur Lebensmittelvernichtung“ droht und wieso Videoüberwachung nicht für alle Schlachtbetriebe sinnvoll ist.
Die USA erhöhen massiv den Druck auf die EU: Ohne Sonderstatus für das Land in der Entwaldungsverordnung kein gemeinsames Handelsabkommen, so die Drohung. Heute sollen deutsche Ministerien mit US‑Vertretern über das heikle Vorhaben beraten.
Wenn Infrastrukturprojekte schneller gebaut werden sollen, hat der Naturschutz zwangsläufig das Nachsehen. Dem will der Bundesumweltminister vorbeugen: Während einige fürchten, die angekündigte Gleichstellung von Ausgleichsflächen und Ersatzgeldern könnte zu Lasten der Landwirtschaft gehen, fordert die Ökostrombranche auch Kommunen zu begünstigen.
Deutsche Forstwirtschaftsverbände spielen vorläufige Schätzungen der EU-Kommission zu den Kosten der Wiederherstellungsverordnung in die Öffentlichkeit. Sie kritisieren den angesetzten Finanzbedarf als zu gering. Das sieht auch der Naturschutzbund so – zieht daraus allerdings andere Schlüsse.
Marcus Wewer war Bio-Bauer, arbeitete für Rewe und ist jetzt Leiter der Verbraucherzentrale Bremen. Er glaubt, die Lebensmittelpreise könnten wegen steigender Energiekosten erneut anziehen. Im Interview erklärt er, wer von der Teuerung profitiert und welche Maßnahmen Staat und Verbraucher jetzt ergreifen sollten.
Weniger Bürokratie, längere Öffnungszeiten: Ein neues Gesetz soll Berlins Gastronomie entlasten und den Service für Gäste verbessern. Was sich für Betreiber und Besucher ändern könnte.
Der Klimawandel ändert den deutschen Wald. Mischwälder trotzen Klima und Wetter besser und tragen zu den Klimazielen bei – soweit das Ökosystem gesund ist. Um die Wiederherstellung von Waldökosystemen geht es auch in der europäischen Wiederherstellungsverordnung. Die sieht sich derweil mit einigen Falschbehauptungen konfrontiert.
Die Bundesregierung prüft eine Reform des Arbeitszeitgesetzes. Bis Mitte 2026 könnte ein Gesetzentwurf vorliegen. Statt täglicher Höchstarbeitszeiten könnte künftig eine Wochenobergrenze gelten. Das Gastgewerbe drängt auf mehr Flexibilität, doch Gewerkschaften und Teile der Politik warnen vor Nachteilen für Beschäftigte.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat einen eigenen Gesetzentwurf zur Videoüberwachung in großen Schlachthöfen vorgelegt. Verstöße gegen den Tierschutz sollen so künftig wirksamer aufgedeckt und geahndet werden können. Doch schon regt sich erste Kritik.
Trotz nicht aus dem Weg geräumter Bedenken haben die Bundesländer dem Kritis-Dachgesetz final zugestimmt. Bayern versucht im Bundesrat, Mitstreiter für ein Außerkraftsetzen der Wiederherstellungsverordnung zu gewinnen. Steuerliche Entlastungen für die Landwirtschaft lehnten die Länder ab.
Der EU‑Kompromiss zur GMO soll Produzenten stärken, doch nationale Spielräume und Sonderregeln sorgen für gemischte Reaktionen. Besonders in der Milchwirtschaft könnten zentrale Konfliktpunkte ungelöst bleiben. Skepsis gegenüber den Pflichtverträgen ist aus Brüsseler Sicht derweil ein recht deutsches Phänomen.
Der Agrarausschuss im Europaparlament stemmt sich gegen geplante Kürzungen und ein Abschmelzen der Gemeinsamkeiten in der GAP. Die Bundesländer beklagen derweil ihre schwache Rolle bei den NRP-Plänen. Der Druck auf Kommission und Bund wächst langsam, aber stetig.
Beim Präventionsgipfel der AOK plädierte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für einen stärkeren Fokus auf Präventionspolitik. Was dabei fehlte: die Zusage einer Zuckersteuer – und das trotz deutlicher Empfehlungen von WHO und Fachverbänden. Damit war sie bei der Veranstaltung eindeutig in der Minderheit.
Für die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht hat der Bundestag am Donnerstag grünes Licht gegeben. Neben dem Gesetzentwurf fand sich auch für eine Entschließung der Koalition eine Mehrheit. Ende März, zum Beginn der Weidesaison, wird der Bundesrat voraussichtlich abschließend zustimmen.
Am Sonntag wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Im Gespräch vorab spricht Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) über grüne und schwarze Agrarpolitik, eine mögliche Kürzung der GAK-Mittel, die Reform des Düngegesetzes, Bioquoten in Gemeinschaftsverpflegung und die Neugestaltung der GAP.
In der Namensdiskussion um den „Veggie-Burger“ gibt es einen Kompromiss. Während pflanzliche Burger weiter als „Veggie-Burger“ verkauft werden dürfen, müssen Unternehmen teure Änderungen bei anderen Produktnamen vornehmen. Verbände alternativer Proteine sind enttäuscht.
Heute beraten Kommission, Parlament und Rat womöglich zum letzten Mal über die Zulässigkeit fleischbezogener Begriffe für pflanzliche Produkte. Eine Trilog-Einigung gilt als möglich, doch die Debatte um „Burger“ und „Schnitzel“ bleibt aufgeladen. Erste Fraktionen drohen mit dem Entzug ihrer Unterstützung.
Die Sperrung der Straße von Hormus lässt Diesel- und Gaspreise steigen, auch Lebensmittellieferketten sind teils unterbrochen: Während Landwirtschaft und Ernährungsindustrie vor spürbaren Mehrkosten warnen, gibt sich der Einzelhandel noch gelassen. Ob Preisexplosionen wie zu Beginn des Ukrainekriegs drohen, hängt ganz davon ab, wie lange die Krise anhält.
Zwar hat Bundesminister Rainer seinen Vorschlag zurückgezogen, die Mittel der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ zu kürzen – doch insbesondere in der Biolandwirtschaft sorgt der Vorstoß weiterhin für deutliche Kritik. Rainer selbst verweist unterdessen auf das Koalitionsziel, die GAK-Mittel deutlich zu erhöhen.
Die EU will mit der EUDR die globale Entwaldung stoppen. Doch während europäische Firmen Rückverfolgbarkeitssysteme aufbauen, verkaufen manche Produzenten nun auf Märkten mit weniger strengen Regeln, berichtet Forstingenieur Scott Poynton von Erfahrungen mit Kakaobauern. Mit der Verordnung allein könne die EU ihr Ziel deshalb nicht erreichen.
Die Beschleunigungsgesetze aus dem Verkehrsministerium könnten den Naturschutz Jahrzehnte zurückwerfen, warnen die Grünen. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen spricht von einem „hochproblematischen“ Kurs, der Biodiversität und Klima gefährdet. Und ausgerechnet das Gesetz, das Naturflächen sichern soll, birgt selbst enormen Sprengstoff.
Paludikulturen können aus degradierten Moorböden wieder produktive Anbauflächen machen. Das zeigen langjährige Modellprojekte. Dabei kommt es aber auf viele Faktoren an, berichten Expert:innen – und Fördergelder.
Sowohl in Brüssel als auch in Berlin steht der Generationenwechsel in der Landwirtschaft auf der politischen Agenda. Doch harte Arbeit bleibt harte Arbeit, daran lässt sich auch per Gesetz nichts ändern. Welche Möglichkeiten bleiben, um die Rahmenbedingungen für Hofübergaben zu verbessern?
Im Bundeshaushalt 2026 ist die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz ohne Kürzungen weggekommen. Doch nun kündigt sich in der angespannten Haushaltslage eine nachträgliche Mittelkürzung an. Ein erster Vorschlag des BMLEH dazu wurde zurückgestellt. Die Beratungen laufen aber weiter.
Die EU überprüft ihre Regeln gegen unlautere Handelspraktiken in der Agrar- und Lebensmittelkette. Nach einer Evaluation und Konsultation prallen die Positionen der Stakeholder aufeinander: Der Handel warnt vor Überregulierung, Bauern- und Fair-Trade-Verbände fordern gezielte Nachschärfungen.
Grundsätzlich unterstützen alle Fraktionen das Ziel, die THG‑Quote schnell weiterzuentwickeln. Doch bei Fragen wie der künftigen Quotenhöhe, dem Umgang mit Kraftstoffen aus Anbaubiomasse und der Rolle von grünem Wasserstoff stehen noch wichtige Entscheidungen aus.
Mit einem neuen Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz will die Bundesregierung einerseits Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen und andererseits Verstöße im geltenden Recht beheben. Aus Sicht von Opposition und Verbänden stellt der Entwurf jedoch eine Verschlechterung dar. Die Argumente hierfür sind allerdings völlig unterschiedlich.
Die Koalition setzt mit der „Bio-Treppe“ auf mehr klimaneutrale Brennstoffe im Wärmesektor. Doch Verbände und Experten warnen: Vor allem das Biomethanpotenzial sei begrenzt, die vorgesehenen Quoten teils schon erfüllt und die Klimawirkung der schwarz-roten Pläne fraglich.
Die schwarz-rote Koalition schafft die umstrittene 65-Prozent-Vorgabe für neue Heizungen ab. Schon zum Sommer sollen die Änderungen in Kraft treten. Profitieren dürfte davon die Bioenergie, aber nicht nur sie. Im Fokus der Reaktionen steht aber die Rückwärtsrolle bei den fossilen Energieträgern.
Im Zentrum des neuen Europäischen Fonds sollen die nationalen und regionalen Pläne stehen, die Agrar-, Kohäsions- und Sicherheitsausgaben zusammenführen. Doch der Rechnungshof moniert Lücken bei Zeitplan, Zielvorgaben und Kontrollmechanismen. Für die GAP könnte der Übergang zu outputbasierten Zahlungen herausfordernd werden.
Nicht einmal jeder zweite Apfel, der hierzulande im Laden liegt, kommt aus Deutschland. Denn die Nachfrage ist größer als die Ernten: Wetterextreme, steigende Produktionskosten und die aktuelle Energiepolitik machen der Branche Probleme. Dabei gäbe es Lösungen.
Die Wolfsbejagung bleibt umstritten: Während Biologen und Schäfer vor Fehlanreizen und Vollzugsproblemen warnen, sehen andere Experten im Regierungsentwurf handwerkliche Lücken. In der Anhörung im Bundestag ging es teils auch wieder um die grundlegende Sinnhaftigkeit des Vorhabens.
Auf dem CDU-Parteitag war sein Vorstoß gescheitert. Nun will Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther die Zuckersteuer über den Bundesrat einbringen. Die Initiative soll Ende März vorgestellt werden. Während aus Hamburg und dem Saarland Zustimmung kommt, setzt Hessen lieber auf Freiwilligkeit.
Kaum hat der US-Supreme Court Trumps Zölle für unrechtmäßig erklärt, kündigt der Präsident neue Sonderabgaben an. Das EU-Parlament reagiert empört und stoppt die Ratifizierung eines wichtigen Handelsabkommens. Europa wolle erst handeln, wenn sich Washington verlässlich gibt.
Der Oberste Gerichtshof hat einen Großteil der US-Zölle für rechtswidrig erklärt. Doch statt eines Kurswechsels kündigt Washington neue Sonderzölle an. Damit steht auch das Abkommen mit der EU wohl vor dem Aus.
Auf dem 38. CDU-Bundesparteitag haben die Delegierten die Einführung einer Zuckersteuer abgelehnt. Gleichzeitig beschlossen sie einen Antrag zu Ausnahmen vom Mindestlohn für landwirtschaftliche Saisonkräfte, positionierten sich gegen Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Wäldern und forderten mehr nationale Spielräume bei der Umsetzung von EU-Umweltvorgaben.
In ihrer Koalitionsvereinbarung haben sich Union und SPD darauf verständigt, die Verwaltung der verbliebenen BVVG-Flächen an die Bundesländer zu übertragen. Daran hält die Regierung bisher fest – Fortschritte gibt es allerdings noch keine. Im März soll allerdings ein Entwurf für das Naturflächenbedarfsgesetz vorliegen.