Seit der Hitzewelle in Sibirien vor einem Jahr steigen dort die Methan-Emissionen. Das Klimagas stammt womöglich aus einer tiefen, bislang kaum beachteten Gesteinsschicht unter dem Permafrostboden. Forscher sind alarmiert, melden aber auch Zweifel an.
Pellets für die Stromerzeugung werden zum Teil aus ganzen Bäumen hergestellt, was Umweltschützer scharf kritisieren. Bald könnte Biomasse auch in Deutschland in umgerüsteten Kohlekraftwerken verbrannt werden. Die Erneuerbaren-Richtlinie der EU setzt nur einen ungefähren Rahmen dafür.
In mehreren Umfragen zeigt sich, dass der Klimaschutz neben der Coronakrise zum dominanten Thema der Bundestagswahl geworden ist. Die Höchstwerte von 2019 werden beinahe erreicht. Mehrere Spitzenpolitiker rücken Klimaschutzbemühungen am Wochenende in den Fokus.
Die europäischen Grünen sind unzufrieden mit den neuen EU-Leitlinien für Energie- und Umweltbeihilfen, die ab 2022 gelten sollen. In einem Brief an die Kommission warnen sie vor der Diskriminierung der Bürgerenergie und mangelnder Transparenz bei der Bewilligung fossiler Projekte.
Die Extremwetterereignisse in Westdeutschland in der vergangenen Woche werden durch den Klimawandel häufiger auftreten. Neben dem Jetstream trägt vor allem der erhöhte Wasserdampf in der Atmosphäre zu Starkregenfällen bei.
Eine Analyse des EWI der Uni Köln sieht als Ursache für die hohen Strompreise vor allem Brennstoff- und CO2-Preise, weniger die nach Corona wieder deutlich angezogene Nachfrage. Im Wahlkampf stellen Olaf Scholz und Peter Altmaier in Aussicht, die EEG-Umlage abzuschaffen.
Der US-Senat hat einen ersten Kompromiss über Investitionen in Infrastrukturen ausgehandelt. Der kleinste gemeinsamen Nenner zwischen den zerstrittenen Parteien bleibt vor allem im Energiesektor hinter den Klimaschutzversprechen von Präsident Biden zurück.
Genau wie andere stehende Gewässer galten Talsperren lange als Kohlenstoffsenken: Als Teile des globalen Kreislaufes, die mehr Kohlenstoff aufnehmen als sie abgeben. Eine neue Studie zeigt: Es ist genau andersherum, denn bisher hat die Forschung einen wichtigen Aspekt übersehen.
Die klimagerechte Umrüstung der Fernwärmenetze in Deutschland wird Milliarden kosten. Eine neue Bundesförderung soll dabei unterstützen. Doch die Mittel sind zu gering und das angestrebte Ausbauvolumen zu klein, kritisieren Verbände.
Der Ausbau der Windenergie an Land zieht nach mageren Jahren wieder an. Doch grundsätzliche Hemmnisse bestehen fort. Deshalb erneuert die Branche ihre Forderung nach verbindlichen Flächenzielen für die Bundesländer. Wirtschaftsminister Altmaier richtet sich auf „harte Gespräche“ ein.
Mit der Wiederbelebung der Wirtschaft nach den Corona-Lockdowns steigt die Stromnachfrage. Die Erneuerbaren in Europa haben in dieser Phase Terrain der fossilen Stromerzeugung erobert, zeigt eine Studie des Thinktanks Ember. In Deutschland profitierte aber besonders die Erdgasverstromung.
Beeinflusst die Klimaerwärmung langfristig die Windverhältnisse? Die Wissenschaft ist uneins, es besteht Forschungsbedarf. Falls sich bisherige Simulationen bestätigen, wäre das von hoher Relevanz für den Ausbau der Windenergie.
Kaum ist der Entwurf für einen europäischen CO2-Grenzschutzmechanismus bekannt, legen zwei US-Abgeordnete den ersten detaillierten Vorschlag für einen amerikanischen CO2-Grenzzoll vor. Angesichts der fragmentierten US-Klimapolitik dürfte die Einführung schwer werden. Es mangelt an politischem Rückhalt.
Es wurde hart verhandelt, sagen Beobachter über das Treffen der Energie- und Umweltminister der G20. Für ein Aus für die Kohleverstromung bis zu einem definierten Datum hat es dennoch nicht gereicht. Vor allem China und Indien stellten sich quer.
Im „CSU-Programm“ zur Bundestagswahl werden noch einmal kleinere eigene Schwerpunkte gesetzt, zum Beispiel neue Steuererleichterungen für Klimaschutz-Investitionen, Moor- und Waldförderung sowie ein Vorschlag für das Zusammenspiel von Pendlerpauschale und CO2-Bepreisung.
Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich voraussichtlich ein letztes Mal in der Bundespressekonferenz Journalistenfragen und zog zum Klimaschutz ausführlich Bilanz. Ihrer Ansicht nach hat sie das ihr Mögliche getan, räumt aber auch Fehler ein – am Kyoto-Protokoll habe sie zu lang festgehalten.
Die Regierung der Ukraine kritisiert das Verhandlungsergebnis von Deutschland und den USA zur umstrittenen Pipeline – und schaltete jetzt die EU ein. Russland sagt zu. Russland sagt zu, Energie nicht als Waffe einzusetzen.
Unternehmen, die im Rahmen der Carbon-Leakage-Verordnung ihre CO2-Kosten vom Staat erstattet bekommen wollen, müssen das Geld in klimafreundliche Maßnahmen reinvestieren. Doch es fehle an Standards, kritisiert das IKEM. Das vergolde schmutzigen Unternehmen ihr Geschäft.
„Es ist wie Roulette“, sagt der Solarmanager Peter Schmelz über das neue Ausschreibungssegment für Photovoltaik auf Gewerbeimmobilien. Die erste Auktion war zwar erfolgreich. Dennoch warnen Branchenvertreter davor, dass das große Dachflächenpotenzial nicht gehoben wird.
Klimaschutz spart Geld, argumentieren Klimaschützer. Das stimmt auch. Aber für Klimaschutz zahlen andere, als für Klimaschäden. Fakten zum Stand der Dinge.
Die Korallenriffe der Erde sind durch den Klimawandel akut gefährdet. Wie man sie schützen und wiederherstellen könnte, haben Forscher in einem Policy Paper aufgeschrieben. Unabdingbar ist dafür, die Treibhausgasemissionen zu senken.
In Deutschland und in der EU fordern Experten mehr Engagement bei der Anpassung des urbanen Regenwassermanagements an den Klimawandel. Neue Konzepte wie eine blau-grüne Infrastruktur und das Vernetzen von Speichermaßnahmen stehen dabei im Mittelpunkt.
Nach den verheerenden Überflutungen in Teilen Deutschlands häufen sich wieder die Rufe nach mehr Klimaschutz. Vor allem die Grünen unterstellen SPD und Union aber leere Versprechungen.
Nach der Veröffentlichung des EU-Klimapakets will Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) möglichst schnelle Beschlüsse der Mitgliedsstaaten. Im Background-Interview lobt er die Stoßrichtung und Architektur, plädiert aber für eine Erweiterung des neuen Emissionshandels auf Brennstoffe. Sehr hohe CO2-Preise schließt Flasbarth aus.
Der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands ging eine ungewöhnliche Wetterblockade voraus, die den Niederschlag regional konzentrierte. Wissenschaftler führen das Phänomen auf den Klimawandel zurück. Forschungsministerin Karliczek will die Erforschung von Extremwetterereignissen stärken.
Wieviel Gasnetz braucht Deutschland auf dem Weg zur Klimaneutralität? In der Debatte, die bisher weitgehend branchenintern geführt wurde, stellen Thinktanks und Nichtregierungsorganisationen zunehmend die Planungsgrundlagen der Netzbetreiber in Frage.
Eine internationale Initiative für nachhaltige Investitionen setzt auf einen bekannten, zuletzt aber vermehrt in die Kritik geratenen Mechanismus: die CO2-Kompensation. Umweltschützer warnen vor Greenwashing-Gefahr – trotz neuer, angepasster Standards.
Am Donnerstag lief die Frist für Innen- und Wirtschaftsministerium aus, ein Sofortprogramm für den Gebäudesektor vorzulegen. Denn dort wurden 2020 die zulässigen Emissionen um zwei Millionen Tonnen CO2 überschritten. Das Programm ist fertig – aber es wird erst einmal nicht veröffentlicht.
Aus Sicht der Industrie geht die EU mit ihrem „Fit for 55“-Paket gleichzeitig zu schnell und zu langsam vor. Branchenverbände vermissen eine klare Perspektive für Wasserstoff und Erneuerbare. Außerdem befürchten sie Bumerang-Effekte des geplanten CO2-Grenzausgleichs.
Die EU-Kommission will die Speicherung und Nutzung von CO2 in den nächsten zehn Jahren kräftig fördern, zeigt ihr Entwurf für eine neue Emissionshandels-Richtlinie. Finanziert werden soll das auch mit nicht abgerufenen Mitteln für die umstrittenen Technologien aus der letzten Handelsperiode.
Auf dem Weg in die Klimaneutralität will die EU-Kommission neue Anreize für CO2-arme Energieträger schaffen – und kippt die Steuerbefreiung für Kerosin. Elektrizität wird hingegen entlastet. Jetzt steht der Reformentwurf jedoch vor einer Hürde: Alle Mitgliedsstaaten müssen zustimmen.
Die Sektoren Gebäude und Verkehr sollen nach dem Willen der EU-Kommission einen eigenen CO2-Markt bilden – und gleichzeitig in der Hand der Mitgliedsstaaten bleiben. Auf viele von ihnen kommen durch einen veränderten Verteilungsschlüssel auch noch deutlich höhere Ziele zu.
Mit Spannung erwartet, hat die EU-Kommission ihr „Fit for 55“-Paket vorgelegt. Es enthält Wegmarken und teils sehr detaillierte Zahlenvorgaben, lässt aber auch viel offen für Verhandlungen. Erkennbar ist: Werden die Vorschläge aus Brüssel umgesetzt, sind die Tage der fossilen Energie in Europa gezählt.
Der aktuelle Waldbericht der Bundesregierung zeigt die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels auf die deutschen Forste. Die EU-Kommission will derweil mit einer Strategie die Wälder als wichtige CO2-Senken schützen. Vor allem die Forstwirtschaft kritisiert den Entwurf der Strategie.
Urlaubstraum oder ökologischer Gau? Die Flutung der Tagebaue in der Lausitz polarisiert. Doch Alternativen sind kaum in Sicht.
Unter dem Eindruck verschärfter Klimaziele hat das Wirtschaftsministerium seine Stromverbrauchsprognose für 2030 deutlich gesteigert. Minister Altmaier will jetzt die Länder beim Ausbau der Windenergie in die Pflicht nehmen. Opposition und Verbänden kommt das alles zu spät.
Klimapolitik muss mit Verteilungsgerechtigkeit einhergehen, schreibt die EU-Kommission und plant als Teil des „Fit für 55“-Pakets einen Sozialfonds. 20 Prozent der Einnahmen aus dem neuen Emissionshandel für Gebäude und Transport sollen in diesen Topf fließen. Zu wenig, so die Kritik.
54 Prozent des Bundesgebiets eignen sich weiterhin als Endlagerstandort. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung entwickelt nun Methoden, um die riesigen Gebiete einzugrenzen. Die Auswahl der Regionen, anhand derer sie diese sucht, und die Kommunikation darum stoßen auf Kritik auf Kreis-, Landes- und Bundesebene – auch, weil es konkret wird.
Diese Woche endet die Konsultation zum Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan Gas. Details aus dem Dokument zeigen, dass Unternehmen ein Vielfaches der Wasserstoffproduktion in Deutschland aufbauen wollen, die der Bund vorsieht. Fraglich ist, ob dieser Strombedarf grün zu decken wäre.
Die biologische Kohlenstoffpumpe in den Ozeanen ist der größten CO2-Speicher des Planeten. Eine entscheidende Rolle in diesem Kreislauf spielt die sogenannte Dämmerungszone. Dank ihres Fisch- und Artenreichtums wird sie allerdings für den kommerziellen Fischfang immer interessanter.
Eine neue Studie des Thinktanks CEP hat die ersten Vorschläge der Europäischen Kommission für einen CO2-Grenzausgleich, kurz CBAM, unter die Lupe genommen. Das Fazit: Er schade Exporten und Wettbewerbsfähigkeit, ja sogar dem Klimaschutz. Stattdessen sollte mehr CO2-Zertififikate frei zugeteilt werden. Auch an anderer Stelle wächst die Kritik.
Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer hält es für denkbar, Spritpreise bei der CO2-Bepreisung außen vor zu lassen. Denn darin stecke einiges an „Aggressionspotenzial“. Im Interview spricht sie außerdem über den Dauerzoff mit der Union und Armin Laschet, die soziale Frage im Klimaschutz und ihre eigenen Ambitionen in der Politik.
Der Bundestag soll laut Gesetz in diesem Jahr überprüfen, ob das Verbot bestimmter Öl- und Gasbohrungen mit der Fracking-Methode noch angemessen ist. Neben den Grünen sträubt sich auch die SPD gegen eine mögliche Aufhebung, während der Koalitionspartner schweigt. Auch die Länder sind unschlüssig.
Eine Umfrage im Auftrag des Centrums für Europäische Politik zeigt: Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung hält die Bedrohung durch den Klimawandel für real oder sogar unterschätzt. Geht es um höhere Spritpreise, ist die Bereitschaft zum Klimaschutz allerdings nicht so ausgeprägt. Deutliche Preissteigerungen würde nur eine kleine Minderheit akzeptieren.
Bei der Beurteilung, ob die Pipeline-Gesellschaft Nord Stream 2 AG als unabhängige Netzbetreiberin zugelassen wird, redet das Wirtschaftsministerium ein entscheidendes Wort mit. Laut Gesetz muss es Risiken für die Gasversorgungssicherheit in der EU prüfen. Auch Folgen für die Ukraine sind möglicherweise zu berücksichtigen.
Bis zu 42 Prozent der Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe verwenden künstliche Intelligenz. Zum Einsatz kommt sie vor allem in Forschung, Entwicklung und Produktion. Sie soll Prozesse optimieren und so Energie und Ressourcen sparen. Ob das in der Praxis wirklich funktioniert, hängt nicht zuletzt vom Strombedarf der KI selbst ab.
Die EU investiert im Rahmen ihres Investitionsprogramms Horizon Europe 15,1 Milliarden Euro in Wissenschaft und Innovation. 162 Millionen Euro allein sollen in die Digitalisierung der Mobilität fließen. Andere Schlüsseltechnologien müssen mit weniger Geld auskommen.
Die EU investiert im Rahmen ihres Forschungsprogramms Horizon Europe 15,1 Milliarden Euro in Klima, Energie und Mobilität. Ein Teil des Geldes soll in saubere Energieversorgung fließen. Auch die Energieeffizenz von Gebäuden und Industrie wird gefördert.
Bis 2025 ändert sich wenig, aber dann müssen Landnutzung und Forstwirtschaft in Europa deutlich mehr CO2 aus der Atmosphäre ziehen als bisher. Das sieht der Entwurf zur neuen LULUCF-Verordnung der EU vor. Kritik gibt es am Ambitionsniveau und an der Schnittstelle zur Landwirtschaft.
Ein erster Entwurf, wie der europäische Emissionshandels reformiert werden soll, lässt große Lücken. Dazu gehört die Frage, wie viel CO2-Reduktionslast der Markt und wie viel die Mitgliedsstaaten schultern sollen. Eines ist sicher: Der Markt wird sich deutlich zuspitzen.
Ein gestern bekannt gewordener Entwurf zur Neufassung der europäischen Energieeffizienzrichtlinie enthält zwar noch keine verbindlichen Zahlen. Er zeigt aber: Die EU-Kommission will Energieeffizienz in ihrem „Fit for 55“-Paket strategisch aufwerten.
Das Wirtschaftsministerium macht die Energiewirtschaft darauf gefasst, dass sich die beihilferechtliche Genehmigung der EEG-Änderungen vom Juni noch lange hinziehen dürfte. Bis dahin sollen die Unternehmen flexibel sein und auf alternative Regelungen ausweichen.
Die Energiebesteuerung in Europa soll laut einem Richtlinien-Entwurf der Europäischen Kommission auf den Energiegehalt umgestellt werden – mit Ausnahmen für umweltfreundliche Energieträger. Damit würden zahlreiche gewohnte, aber umstrittene Steuerrabatte fallen, unter anderem für Diesel und für Flugkerosin.
Sag, wie hältst Du`s mit blauem Wasserstoff respektive Erdgas mit CCS? Diese Gretchenfrage muss die Bundesregierung bald beantworten, fordern ihre Berater. Für die Umweltgruppen stellt sich die Frage erst gar nicht.
Chile will einer der Großen auf dem Weltmarkt für grünen Wasserstoff werden. Deutsche Unternehmen sollen helfen – als Abnehmer und mit Technologie. Im Interview erklärt Energieminister Juan Carlos Jobet, wie Erneuerbare das Land und die Gesellschaft modernisieren sollen.
Fast täglich neue Rekordpreise für CO2-Emissionszertifikate, Strom und Gas sind teuer wie lange nicht: Mit dem Aufschwung nach der Coronakrise sind die Märkte in Bewegung geraten. Kohlekraftwerke knöpfen Gasturbinen verlorene Marktanteile ab. Der CO2-Preis könnte sogar noch weiter steigen.
Wie weiter mit den freien Zuteilungen von CO2-Zertifikaten für Unternehmen, wenn die EU einen CO2-Zoll auf Importe erhebt? Das entwickelt sich zur entscheidenden Frage bei der Einführung des geplanten Carbon Border Adjustment Mechanism. Antworten gaben Experten beim European Policy Centre.
Nordrhein-Westfalen soll bis 2045 klimaneutral werden – so sieht es das gestern beschlossene Klimaschutzgesetz des Landes vor. Dennoch hagelt es Kritik: Denn zeitgleich schreibt die Regierung den Mindestabstand von 1000 Metern für Windräder fest.
Der CO2-Zertifikatehandel der EU soll deutlich strenger werden und die Preise in die Höhe treiben. Dazu sollen bestehende Instrumente verschärft werden, zum Ausgleich soll es Hilfen für einkommensschwache Haushalte geben. Offen bleibt dagegen das gesamte CO2-Reduktionsziel.
Bauern sollen in Zukunft ökologischer arbeiten und dafür besser bezahlt werden, schlagen Regierungsberater vor. Die Agrarwende soll mit einer Ernährungswende Hand in Hand gehen. Die Empfehlungen sind ein Arbeitsauftrag für die nächste Bundesregierung.
Gestern lief die Frist zur Umsetzung der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien ab. Deutschland hat es insbesondere verpasst, die Beteiligungsrechte der Bürger und privater Energiegemeinschaften zu stärken. Sie müssen immer auf der Hut sein, dass ihnen nicht neue Steine in den Weg gelegt werden.
Die schwedische Exportkreditagentur EKN hat ihre Kreditbürgschaft für Gasturbienen in Belarus wegen menschenrechtlichen Bedenken zurückgezogen. Siemens Energy will weiterhin liefern, ein Teil der Maschinen ist bereits vor Ort.
Die Europäische Kommission macht Druck für mehr Nachhaltigkeit im Finanzsystem. Berichtspflichten sollen erweitert und Stresstests eingeführt werden, auch Standards für grüne Kleinkredite werden geprüft. Dies zeigt der Entwurf der Sustainable-Finance-Strategie, der Tagesspiegel Background vorliegt.
Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu saugen, mausert sich gerade von einem Science-Fiction-Thema zu einem Element konkreter Klimapolitik. Ein Seminar des Centre for European Policy Studies gab am Dienstag einen Überblick. Ende des Jahres will die EU-Kommission eine Mitteilung zu dem Thema herausbringen.
Um den Energiesektor aus der Abhängigkeit vom Dollar zu befreien, will die EU-Kommission Handelsplätze auf Euro-Basis schaffen. Prädestiniert hierfür seien vor allem Wasserstoff und Green Bonds.