Die Rekordtemperaturen zwingen Stromerzeuger zu drastischen Maßnahmen. Erste Kraftwerke drosseln ihre Leistung, weil das Kühlwasser zu warm wird. Am Strommarkt herrscht Nervosität, es wird aber weiterhin deutlich mehr produziert als verbraucht.
Genau vor einem Jahr ist das Mieterstromgesetz in Kraft getreten. Doch jetzt die Ernüchterung: In den ersten zehn Monaten wurden nur Anlagen mit 3,3 Megawatt peak (MWp) Leistung neu gebaut. Förderung durch die Bundesregierung gäbe es für 500 MWp.
Die Netzplanung orientiert sich eng an den politischen Vorgaben. Bundesnetzagentur und Übertragungsnetzbetreiber lassen alternative Szenarien außen vor. Eine Studie des Öko-Instituts hat genau diese Alternativen nun untersucht. Es zeigt sich: Viele würden neue Probleme schaffen.
Mit großer Gründlichkeit hat das Wirtschaftsministerium erforschen lassen, wie es mit der Energieforschung weitergehen soll. Der Abschlussbericht für eines von drei großen Projekten wurde am Mittwoch in Berlin übergeben.
Das Mitteldeutsche Braunkohlerevier bei Leipzig ist weitgehend unbekannt, weil es deutlich kleiner als Lausitz und rheinischer Tagebau ist und die Aussichten für die Region keinesfalls düster sind. Die dortige Braunkohleproduktion ist aber eng mit der Industrie verwachsen – und es fehlt an Forschungseinrichtungen.
Die europäischen Grünen fordern eine Reform des Euratom-Vertrages und haben die Kanzlei BBH mit der Entwicklung einer Reformagenda beauftragt. Das Thema hat mit dem Gerichtsentscheid für die Subventionen an das britische Akw Hinkley Point an Brisanz gewonnen.
Die Hitzewelle rund um den Globus stellt die Klimawissenschaft vor ein Rätsel. Dieses Phänomen ist neu. Australische Forscher sind sich aber sicher: Die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, könnte die Temperaturrekorde in Europa deutlich verringern.
Eine neue Studie untersucht die Folgen von höheren Temperaturen auf die Selbstmordrate. Sie ist in den USA und Mexiko angestiegen. Mehrere Studien bestätigen den Einfluss des Klimawandels auf die Psyche.
Öl-Konzerne haben es eilig, die Nordsee zu verlassen. Vorräte neigen sich dem Ende zu, hohe Förderkosten verhageln schon länger die Bilanzen und nun kommt auch noch der Brexit hinzu. Der Ausverkauf läuft.
Die Bundesregierung kann noch nicht darlegen, welcher Netzausbau ausreicht, um Sonderausschreibungen und 65-Prozent-Ausbau für die erneuerbaren Energien im Stromsektor zu ermöglichen. Die FDP wirft ihr deshalb „Konzeptlosigkeit“ vor.
War die jüngste Flutkatastrophe in Japan eine Folge der Klimaerwärmung? Ja, zumindest auch, sagen Forscher – und das sogar mehr als bei ähnlichen Ereignissen anderswo. Südostasien, aber auch Europa sind von höheren Starkregenwahrscheinlichkeiten betroffen.
Erdgas verbrennt mit weniger Emissionen als Kohle oder Öl, ist aber bei weitem nicht klimaneutral. Synthetisches Methan schon. Darin sieht Timm Kehler von „Zukunft Erdgas“ den Brennstoff der Zukunft, allerdings nur mit regulatorischer Unterstützung.
Die Arbeitsgruppen der Kommission haben sich zu Klimaschutz und Energiewirtschaft sowie Strukturwandel beraten. Das Ergebnis: Während bei letzterem Thema die Lagerbildung ausbleibt, sind die Fronten bei Klimaschutz und Versorgungssicherheit hart.
Zukunft Erdgas ist eine Initiative der deutschen Gasindustrie, die Methan als Brücke in eine CO2-neutrale Zukunft bewirbt. Dabei soll das Gas immer grüner werden, indem es nach und nach synthetisch mit Strom aus erneuerbaren Energien oder von Mikroorganismen erzeugt wird. Gebraucht würde dafür aber die richtigen Rahmenbedingungen, sprich: ein CO2-Preis, sagt Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Erdgas, im Interview mit Background.
Volle Fahrt mit Flüssiggas: Reeder bestellen neue Kreuzfahrtschiffe im Wochentakt. Um die neuen Klimaziele zu erreichen, setzt der maritime Sektor mit Unterstützung der Politik voll auf LNG. Klimaschützer kritisieren das.
Die jährliche Konferenz der Vereinten Nationen zu den Nachhaltigkeitszielen vermeidet in der Abschlusserklärung, einen Ausstieg aus fossilen Energien zu fordern. Hier müsste auch Europa mehr tun, meint der EU-Parlamentarier Arne Lietz.
Am Europäischen Gerichtshof hat die Kommision Klage wegen der zu schwachen Rolle der Bundesnetzagentur eingereicht. Bundesregierung und Parlamente würden im Erfolgsfall den gesetzgeberischen Einfluss auf die Regeln für die Strom- und Gasnetze verlieren – und die Rechtssicherheit könnte leiden.
Langfristige Zeitreihen zeigen, dass die Bevölkerung den Themen Energiewende und Klimawandel stark schwankend Priorität beimisst. Zuletzt ist die Präsenz leicht gestiegen, aber die Höhepunkte im „Klimajahr“ 2007 und nach der Katastrophe von Fukushima bleiben unerreicht.
Für ein Großforschungsprojekt der EU zur Batterietechnologie soll es kommende Woche eine erste Ausschreibung geben. Der Gewinner darf einen Plan für die Verwendung von einer Milliarde Euro machen.
Michael Vassiliadis, Chef der Industriegewerkschaft IG BCE, vertritt in der Kohle-Kommission nicht nur die Interessen von 20.000 Kohlekumpels. Er spricht auch für die energieintensiven Industrien wie etwa die Chemiebranche. Dass der Kohleausstieg auch dort Jobs kosten könnte, muss laut Vassiliadis mitdiskutiert werden.
Mit dezentralen Konzepten binden zwei fränkische Kommunen Wärmepumpen ins Energiesystem ein. Bundesnetzagentur und Wissenschaft rechnen schließlich mit einem enormen Ausbau, für den die richtige Integration entscheidend sein wird.
Beim Gastransit durch die Ukraine stehen sich der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogas und die russische Gazprom unversöhnlich gegenüber. Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat die Parteien an einen Tisch geholt. Mehr als ein Fahrplan für weitere Gespräche kam noch nicht dabei heraus.
Svenja Schulze erhöht den Druck auf Wirtschaftsminister Peter Altmaier. „Wir brauchen jetzt endlich einen Entwurf“, ermahnt die SPD-Umweltministerin und droht mit verpassten Ausschreibungsterminen. Zusätzliche Offshore-Ausschreibungen sind aber offenbar endgültig vom Tisch.
Bei einer internationalen Konferenz in New York geht es in diesen Tagen um eine Bestandsaufnahme der UN-Nachhaltigkeitsziele. Zu Deutschlands Fortschritten gibt es widersprüchliche Einschätzungen. Für die Länder im globalen Süden ist das Energieziel auf jeden Fall ein Schlüsselthema.
Die EU und China haben eine Erklärung zur gemeinsamen Energie- und Klimapolitik unterzeichnet. Darin sind auch konkrete Vorhaben vereinbart. Den Ankündigungen müssten nun Taten folgen, fordern Umweltschützer. So finanziert China immer noch den Bau von Kohlekraftwerken im Ausland.
Vorstandschef Klaus Schäfer hält es für möglich, schnell drei bis vier Gigawatt an Kohlekraftwerken aus dem Markt zu nehmen, um die Klimalücke 2020 um ein Drittel zu reduzieren. Das sei aber nur einvernehmlich und konsensorientiert möglich – und würde deshalb etwa 500 Millionen Euro pro Jahr kosten.
Als weltweit erster Verteilnetzbetreiber will Stromnetz Berlin die neue Steuerungstechnik ADMS im großen Stil einführen. Damit lässt sich das Netz besser überwachen und regeln. Auch der Ausbau wird günstiger – Intelligenz ersetzt zusätzliches Kupfer.
Die Wetterextreme in Deutschland wie in der Welt werden zunehmen, sagt Ernst Rauch, Klimaexperte des Rückversicherers Munich Re, im Interview. Doch weil heutige Emissionsminderungen erst in 100 Jahren zu spüren seien, müsse es jetzt vor allem um eins gehen: Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zu realisieren.
Die zweite Sitzung der Kohle-Kommission ähnelte einem Crashkurs in Energiewirtschaft und Klimaschutz. Ein ehemaliger Vattenfall-Betriebsrat schilderte die Stimmung bei den Kohlekumpels in der Lausitz und Klimaökonom Ottmar Edenhofer warb für den CO2-Preis.
US-Präsident Trump wütet gegen Nord Stream 2 und Dänemark lässt seine Zustimmung zur Ostsee-Pipeline weiter offen. Egal, sagt Gazprom. Selbst amerikanische Sanktionen gegen beteiligte Unternehmen seien kein Problem. Der Energiekonzern bringt bereits den Bau einer dritten Pipeline ins Gespräch.
Es begann mit Strafzöllen auf Solarmodule: Jetzt könnte der Handelsstreit zwischen den USA und China außer Kontrolle geraten. US-Präsident Donald Trump droht, auch Gas-Einfuhren zu verteuern. Es gibt nur einen Haken.
Die Atomindustrie in der EU darf auch in Zukunft Milliarden-Subventionen erhalten, urteilt das Gericht der Europäischen Union. Eine Klage Österreichs gegen das britische Kernkraftwerk Hinkley Point C wurde unter Verweis auf den Euratom-Vertrag abgewiesen. Das hat langfristige Auswirkungen.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier trifft den französischen Umweltminister Nicolas Hulot in Paris. Auch über die CO2-Bepreisung soll in Zukunft verhandelt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Altmaier senkt aber die Erwartungen, dass das Instrument auch tatsächlich eingeführt wird.
Eigentlich sollte es beim Nato-Treffen um Verteidigungspolitik gehen, doch US-Präsident Donald Trump griff dabei die deutsche Energiepolitik und die Pipeline Nord Stream 2 massiv an. Die Abhängigkeit von Russland sei ein schwerer Fehler. Bundeskanzlerin und Nato-Chef widersprachen.
Nachdem der parlamentarische Wirtschaftsstaatssekretär die Abkehr von langfristigen Zielpfaden für den Ausbau der erneuerbaren Energien angekündigt hatte, stellt das Ministerium nun klar: Es wird weiterhin mehrjährige, klare Ausbaupläne geben. Eine Erklärung für das Hin und Her fehlt.
Durch die Reform des Europäischen Emissionshandels ist der sogenannte Wasserbetteffekt Geschichte. Nationale Maßnahmen zur CO2-Minderung haben also einen Effekt. Langfristig aber kommt es darauf an, wie sich die Emissionen insgesamt entwickeln, zeigt eine neue Studie der Agora.
Die Mittel für die Energieforschung werden immer mehr Richtung Erneuerbare und Energieeffizienz umgeschichtet. Bei der Batterieforschung aber gab es Versäumnisse, kritisiert der Bundesverband eMobilität.
Die EU besinnt sich auf ihre Führungsrolle in der Energie- und Klimapolitik und will dafür eine neue Langfriststrategie erarbeiten. Dazu begann jetzt der Beteiligungsprozess. Einfluss soll er auch auf die nächste Klimakonferenz in Kattowitz haben.
Der Chef der Netzgesellschaft spricht sich für Regeln aus, verteidigt aber nach der Attacke des Verbraucherschutzes die Grundpreise. Eigenerzeugung sei „kein Nischenthema mehr“. Die Bundesregierung zeigt sich indes weiter unentschlossen.
Erneuerbare Energien werden immer billiger. Für das Klima ist das eine gute Nachricht. Zusätzlich aber sind politische Weichenstellungen notwendig, glauben Experten. Sonst bleiben fossile Energien zu lange im System.
Lange waren die deutschen Autohersteller dafür kritisiert worden, dass sie keine E-Busse liefern können – anders als die Konkurrenz aus China und Polen. Jetzt zieht Mercedes nach und erfüllt die Wünsche der Großstädte Berlin und Hamburg.
Hitzewellen in den USA, Extremregen in Japan – Klimaforscher sehen ihre Projektionen leider bestätigt. Um Schlimmeres zu verhüten, müsse das Klimaabkommen von Paris konsequent umgesetzt werden, fordern sie.
Der chinesische Konzern investiert zunächst 240 Millionen Euro in Thüringen und liefert pro Jahr Akkus mit einer Kapazität von 14 Gigawattstunden. Bundeskanzlerin Angela Merkel bedauert, dass die deutschen Autohersteller es nicht aus eigener Kraft geschafft haben, eine Großfabrik zu bauen.
Vorreiter der Energiewende, zumindest in Teilen: In Berlin diskutierten am Montag Unternehmer aus Deutschland und China über die Energiewende. Der ehemalige Industriepräsident Ulrich Grillo warb für einen gemeinsamen Vorstoß beim CO2-Preis.
Der Naturschützer und BUND-Vorsitzende Hubert Weiger ist Mitglied der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung". Die Politik habe ein Glaubwürdigkeitsproblem, sagt Weiger im Interview mit Tagesspiegel Background, weil sie die versprochenen Klimaziele nicht einhalte.
Sechs große Staatsfonds haben in Paris angekündigt, mehr im Kampf gegen den Klimawandel zu unternehmen. Das Unterfangen geht auf diplomatisches Geschick von Staatspräsident Emmanuel Macron zurück. In Frankreich verlangt mittlerweile das Gesetz, dass Investoren Klimarisiken offenlegen.
In einem Hinterzimmerdeal wurden offenbar Passagen für den Eigenverbrauch von kleinen Verbrauchern in der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU verändert. Umweltschützer befürchten eine Verschlechterung. Am Dienstag werden sich zwei Parlamentsausschüsse mit dem Thema befassen.
Die von der EU-Kommission erzwungene Öffnung der deutsch-dänischen Stromgrenze bleibt weitgehend intransparent. Die Auswirkungen könnten erheblich sein, stillgelegte deutsche Windräder drohen. Die Regeln könnten bald für alle Kuppelstellen gelten. Der Widerstand wächst.
Der CO2-Preis sei eine gute Idee, betont Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) immer wieder. Während die Unionsfraktion das Instrument mehrheitlich ablehnt, erfährt Schulze aus ihrer Partei Rückhalt. CO2 müsse ein Preisschild bekommen, sagt der Energiepolitiker Bernd Westphal.
Wärmepumpen drängen immer weiter in den Heizungsmarkt. Jetzt zeigt eine Fraunhofer-Studie: Auch Bestandgebäude können effizient mit Wärmepumpen geheizt werden. Für einen Durchbruch müsste aber noch der Strompreis sinken.
Die Verbraucherschützer machen mobil gegen den Trend deutlich ansteigender Grundkosten in den Stromnetzen. Sie monieren „dramatische Umverteilungseffekte“ und fordern die Begrenzung der Grundgebühr auf die Abrechnungskosten.
Berliner Stromnetzmanager sind entspannt, was die Beanspruchung der Netze durch die Elektromobilität angeht. Das kann auch in Zukunft so bleiben, wenn früh genug an die Flexibilisierung des Ladens gedacht wird, zeigen Studien.
Der zweitreichste Mensch der Welt investiert Millionen in die Entwicklung moderner Mini-Atomkraftwerke, die sicher sein sollen und kaum radioaktiven Müll produzieren. Mit Hilfe aus China könnte jetzt der Durchbruch gelingen.
Bei einer Veranstaltung des Bankenverbandes diskutiert die FDP mit der HSBC-Bank über den EU-Aktionsplan zum nachhaltigen Finanzmarkt. Dieser sei gut gemeint, sagen beide Seiten. Doch die Sorge vor Überregulierung ist groß. Die Finanzmarktakteure sollen zunächst Erfahrung sammeln.
Smart Meter stehen weit oben auf der Agenda der Energie-Branche, aber bei der Einführung hakt es. Technologie-Entwickler testen jetzt NB-IoT. Was kompliziert klingt, funkt Daten auch durch Mauern, aus Kellern und unterirdischen Wasserleitungen ans Ziel.
Die SPD arbeitet bereits intensiv an den Grundlagen für das mit der Union vereinbarte Klimaschutzgesetz, sagt ihr Energieexperte Klaus Mindrup. Er fordert breitere Ausbaupfade für die erneuerbaren Energien und einen zellulären Ansatz statt der Strom-Kupferplatte.
Verdi-Vorstand Andreas Scheidt vertritt die Interessen der Kraftwerksmitarbeiter in der Kohle-Kommission. Mit Tagesspiegel Background spricht er über die Konsequenzen eines schnellen Kohleausstiegs, alternative Jobs und fehlende Tarifstandards in der Erneuerbaren-Branche.
Europaabgeordnete wollen das Thema Klimadiplomatie auf die Agenda setzen. Das Europäische Parlament soll am heutigen Dienstag einen entsprechenden Bericht beschließen. Darin wird auch gefordert, dass die EU ihren 2030-Beitrag für das Pariser Abkommen erhöht.
Die Risiken des Geoengineerings beschäftigen die Grünen. In einer Anfrage haben sie die Bundesregierung aufgefordert, ihre Haltung zu der Technologie zu beschreiben. Der Spezialbericht des IPCC zum 1,5-Grad-Ziel wird den Stand der Wissenschaft beschreiben.
Susanna Zapreva ist Vorstandschefin der Enercity AG. Im Background-Interview kündigt sie an, die einst betulichen Stadtwerke Hannover zum ersten Plattformunternehmen der Branche zu machen. Ein vermessenes Ziel? Nicht aus Sicht von Zapreva, die Personal austauscht, das nicht mitzieht.
Andreas Scheidt ist Mitglied im Bundesvorstand der Gewerkschaft Verdi, in der die Mitarbeiter deutscher Kohlekraftwerke organisiert sind. Er vertritt ihre Interessen in der Kohle-Kommission. Ein Gespräch über die Konsequenzen eines schnellen Kohleausstiegs, alternative Jobs zur Kohlewirtschaft und fehlende Arbeitsstandards in der Erneuerbaren-Branche.
Die Einigung auf die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien steht offenbar im Widerspruch zum Plan der Bundesregierung, den Ausbau nicht mehr langfristig festzulegen. Darauf weist Agora hin und warnt vor höheren Kosten. Auch die DUH spricht von einem „falschen Ansatzpunkt“.
Anlagen zur Erzeugung von selbst verbrauchtem Strom sollen bald bis zu einer Leistung von 30 Kilowatt von Abgaben befreit werden. Das ergab eine letzte Beratung zur Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU. Doch die Regel hat einen Pferdefuß.
Der Batterie-Riese CATL entscheidet sich nach Informationen aus der Bundesregierung für ein Milliardenprojekt in Thüringen. Kunden sind auch deutsche Autobauer. Und Angela Merkel bemüht sich unverdrossen um eine Zellfabrik in deutscher Hand.
Ob Verkehrsanbindung, Patentintensität oder Innovationskraft: Die ostdeutschen Braunkohlereviere, insbesondere die Lausitz, schneiden schlechter ab als der Westen. Dies geht aus drei neuen, von Background ausgewerteten Studien hervor, die das Wirtschaftsministerium in Auftrag gegeben hatte.
Was Deutschland unter einem Niedrigstenergiegebäude versteht, muss die Regierung bald an die EU melden. Bisher sieht es nach wenig Ehrgeiz aus. Nur bei der Nutzung von LED gibt es gute Effizienzfortschritte.