Der AOK-Bundesverband fordert in seinem Positionspapier für die Bundestagswahl, die Finanzierung der GKV auf eine nachhaltige Basis zu stellen. An Gesundheitsminister Jens Spahn übt der Kassenverbund heftige Kritik.
Mit großen Worten hat die Europäische Kommission die schnelle Zulassung „neuer“ Covid-19-Arzneien angekündigt. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die ausgewählten Kandidaten schon längst von der US-Behörde FDA zugelassen wurden. Versucht die Kommission politisches Versagen in Sachen der Covid-19-Therapie-Förderung im Nachhinein schönzureden?
Nach anderthalb Jahren Pandemie und etwa genau so lange andauernder Erfahrung mit der Psychiatrie-Personalrichtlinie ziehen die stationären Versorger ein erstes Fazit. Mehr Flexibilität bei den Vorgaben fordern sie – ansonsten drohen Versorgungsausfälle.
In Sachen Impfquote rangiert Sachsen im bundesweiten Vergleich nach wie vor auf dem letzten Platz. Gleichzeitig hat der Freistaat die meisten Corona-Toten im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Nun sollen neue Wege helfen, die Impfkampagne voranzubringen.
Präsenzunterricht statt Home-Schooling: Nach dem Willen der Kultusministerien sollen Eltern wie Lehrkräfte sich impfen lassen, damit Kinder ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können. Aber wie steht es um den Einbau von Luftfiltern und anderen Schutzmaßnahmen in Schulen? Die Länder sind weitgehend ahnungslos, wie eine Umfrage von Tagesspiegel Background zeigt.
Vor drei Jahren wurde die „Konzertierte Aktion Pflege“ gestartet. Drei Minister hatten sich vorgenommen, gemeinsam den Fachkräftemangel zu beseitigen – mit höherer Bezahlung, attraktiveren Arbeitsbedingungen, besserer Ausbildung. Was ist aus den hehren Vorsätzen geworden? Eine Zwischenbilanz.
In Vergleichen mit anderen Ländern schneidet die Krankenhausversorgung in Deutschland oft schlecht ab. Doch solche Rankings seien meist viel zu undifferenziert, heißt es jetzt in einem wissenschaftlichen Gutachten. Unterschiedliche Rahmenbedingungen wie Altersstruktur, soziales Gefälle oder ambulante Nachsorge würden darin nicht berücksichtigt.
Das EU-weite Covid-19-Zertifikat ist in Kraft, Antikörpertests spielen als Nachweis bisher keine Rolle. Nicht nur die Industrie kritisiert das. Auch aus Brüssel gibt es daran Kritik, genauso wie an der zweiwöchigen Quarantänepflicht für Portugal-Rückreisende.
Die kürzlich beschlossene Pflegereform sollte zweifach wirken: mit höheren Löhnen für Pflegekräfte auf der einen und Entlastungen für Pflegebedürftige auf der anderen Seite. Doch geht die Rechnung auf? Daran gibt es große Zweifel. Die Befürchtung: die ab September 2022 steigenden Lohnkosten könnten die Eigenanteilskosten steigen lassen.
Heute beginnt in der Region Berlin/Brandenburg das lang erwartete Pilotprojekt zum E-Rezept. Passend dazu hat der Verband der Arzneimittel-Hersteller nochmal die Akzeptanz abgefragt. Ergebnis: 62 Prozent finden die neuen Möglichkeiten sinnvoll, 60 Prozent wollen sie nutzen. Aber jeder Zweite befürchtet angesichts der Digitalisierung auch Datenklau.
Glücksspielsucht ist eine der wenigen substanzlosen Abhängigkeitserkrankungen. Der neue Glücksspielstaatsvertrag, der heute in Kraft tritt, soll die Prävention verbessern. Expert:innen befürchten jedoch, dass das Gegenteil eintritt. Durch die Legalisierung des Online-Glücksspiels stiegen die Gefahren.
Unkontrollierbare Fluchtmutation? I wo, sagt die Virologin Ulrike Protzer vom Helmholtz Zentrum München. Die Delta-Variante sei zweifellos ansteckender als das ursprüngliche Coronavirus. Aber die vorhandenen Impfstoffe wirkten weiterhin gut. Und Kinder erkrankten deswegen nicht schwerer, noch seien sie Treiber der Pandemie.
Der Branchenverband der Hersteller von Biopharmazeutika meldet für das Jahr 2020 gute Marktzahlen. Doch glücklich ist die Branche nicht. Sie hofft, in der Pandemie gezeigt zu haben, warum ihr bei Genehmigungsverfahren und Forschungsdaten entgegengekommen werden sollte.
Weniger Abhängigkeit von China – das war eine der ersten Lehren, die der Bund aus dem Mangel an persönlicher Schutzausrüstung in der Anfangsphase der Pandemie zog. Unternehmen wurden mit Subventionen animiert, die Maskenproduktion aufzubauen oder aufzustocken. Doch nun finden viele von ihnen keine Abnehmer.
Hohe Sterblichkeit, Versorgungseinschnitte, soziale Isolation: Der aktuelle WIdO-Pflegereport belegt nochmals eindrucksvoll, wie schlecht der Schutz von Pflegeheim-Bewohnern in der Corona-Pandemie funktioniert hat. Daraus müssten Lehren gezogen werden, heißt es in der Studie.
Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen – das kann eine Erfolgsgeschichte werden. Doch dafür müssten viele Akteure Verantwortung übernehmen und sich strenger Regulierung unterwerfen, geht aus einem neuen WHO-Expertenbericht zu Ethik und KI hervor. Und: Die neuen Technologien dürfen kein Luxusgut sein.
Jedes 100. mit Corona infizierte Kind muss ins Krankenhaus. Dieses vermeintliche Lauterbach-Zitat ging kürzlich bundesweit durch die Medien – und dürfte viele Eltern aufgeschreckt haben. Ein Lehrstück darüber, wie falsche Narrative während der Coronakrise Eingang in die politische Debatte finden.
Worauf es bei Gesundheitsdaten in der Praxis ankommt und wie mit Amazons Aufstieg zum größten Anbieter der Welt in diesem Feld umgegangen werden sollte, sagt der Chef des Medizintechnikspezialisten Brainlab. Statt auf Gaia-X oder Datentausch zu setzen, sollte die Politik einen anderen Standard massiv pushen, rät Stefan Vilsmeier.
Unerwünschte Anrufe, verschleppte Bescheide, fehlende Transparenz: Auch in ihrem jüngsten Tätigkeitsbericht stellt die Unabhängige Patientenberatung den Krankenkassen ein schlechtes Zeugnis aus. Einige hielten sich nicht an gesetzliche Vorgaben, so die Kritik. Doch auch ein Gerichtsurteil habe die Position der Versicherten geschwächt.
Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung wird heute ein ausführliches Forderungspapier zur kommenden Legislaturperiode vorlegen. Die Kassen wollen mehr Transparenz in allen Bereichen und eine Umkehr der „exekutiven Zentralisierung“.
Erste Hilfe kann Leben retten. Doch kann auch jeder im Notfall Ersthilfe leisten? Eine Umfrage zeigt, dass bei mehr als der Hälfte aller Befragten der letzte Erste-Hilfe-Kurs schon über zehn Jahre zurück liegt. Die Parteien im Bundestag wollen das ändern – allerdings nicht mit einer Pflicht.
Ernährung wird gesundheitspolitisch und gesellschaftlich unbestritten ein Dauerthema der kommenden Jahrzehnte. Der Ernährungsverantwortung war gestern die Jahrestagung des Deutschen Ethikrats gewidmet. Welche Maßnahmen lohnen sich gesundheitlich und wirtschaftlich? Unisono hieß es: Der Nutri-Score kann nur der Anfang sein.
China will in der Gesundheitsversorgung kräftig aufholen. Bis 2030 will man auf einer Stufe mit westlichen Industrienationen stehen. Für europäische und deutsche Unternehmen eröffnet das einerseits Chancen auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen, andererseits beklagen viele ungleiche Marktchancen.
Krankenkassen und Unikliniken ziehen bei der notwendigen Krankenhausreform offenbar an einem Strang. In einem gemeinsamen Papier verlangen ihre Verbände, Netzwerke um die Maximalversorger herum zu bilden und den Kliniken mehr ambulante Behandlungen zu ermöglichen. Die DKG applaudiert, drängt aber auf entsprechende Finanzierung.
In Deutschland leiden immer mehr Menschen an Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen. Das belegt der aktuelle Herzbericht 2020, der gestern von der Deutschen Herzstiftung präsentiert wurde. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Die Sterblichkeit von Herzpatienten sinkt beständig.
Die Vergütung von Impfnachweisen, Bürgertests und Covid-Impfungen erfolgt nicht unbedingt nach rationalen Kriterien, urteilt der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem. Die Apotheker laufen gegen die vom BMG geplanten Preisabsenkungen Sturm.
Der Etatentwurf, den Finanzminister Scholz heute vorstellt, dürfte der nächsten Regierung nur Anhaltspunkte liefern: Mit neuer Koalition kommen neue Haushaltsposten. Im Einzelplan des BMG stechen vor allem Zuwächse bei der Digitalisierung hervor – die geplante Stärkung des ÖGD hingegen ist kaum abgedeckt.
Brauchen wir weiterhin so viele Krankenhäuser? Warum kommt die sektorenübergreifende Versorgung nicht voran? Und was wird aus den umstrittenen Fallpauschalen? Beim gestrigen „Krankenhausgipfel“ wurden die Reformnotwendigkeiten wieder rauf und runter dekliniert. Doch in einem waren sich die Teilnehmer einig: Die Probleme müssen nun mal angepackt werden.
In einem Positionspapier fordern die Fraktionen von CDU und CSU im Bundestag, Kitas und Schulen während der Pandemie geöffnet zu lassen. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina warnt unterdessen vor langfristigen psychosozialen Folgen für Kinder infolge der Corona-Politik.
Im Vergleich zur vergangene Woche bekannt gewordenen Ideensammlung gibt es nur wenige Änderungen im aktuellen Entwurf - die Details zeigen, worauf in Koalitionsverhandlungen ein Schwerpunkt gelegt werden könnte. Vor allem im Pharmabereich hat die Union nochmal nachgebessert.
Noch profitieren die Pharmaunternehmen nicht von der globalen Impfkampagne gegen Covid-19. Das könnte sich aber schon bald ändern, wenn die Pandemie beherrschbar ist und Nachfolgeimpfungen nötig werden.
Geimpfte, Getestete und Genesene werden gleich behandelt, lautet das Mantra der Bundesregierung. Jetzt rückt MCC, einer der großen privaten Event-Anbieter aus dem Gesundheitssektor, von diesem Konsens ab. Ab dem Herbst lässt MCC nur noch Geimpfte zu seinen Veranstaltungen.
Ein neues Verbundprojekt möchte digitale Fortbildungsmöglichkeiten für beruflich Pflegende schaffen und dabei erforschen, wie Selbstlernangebote sinnvoll bereitgestellt werden können. Der „Onlinecampus Pflege“ will digitale Kompetenzen vermitteln – und sucht dafür noch weitere Kooperationspartner.
Mathematische Modelle sollen helfen, die zentralen Fragen der Pandemie zu beantworten. Die Schöpfer dieser Szenarien erleben einen Bedeutungszuwachs. Politiker auf der ganzen Welt nutzen sie, auch um unpopuläre Einschränkungen durchzusetzen. Wissenschaftler fordern eine kritische Auseinandersetzung mit Möglichkeiten und Grenzen.
Der Wahlkampf ist eröffnet. Das zeigte sich bei der Jahrestagung der Privaten Krankenversicherung (PKV) am Donnerstag in Berlin. Bundesgesundheitsminister Spahn kritisierte den Koalitionspartner SPD, die FDP bringt sich derweil fürs Mit-Regieren in Stellung. Dabei sollte es eigentlich um die Zukunft der PKV gehen.
Dass von der souveränen Unabhängigkeit Europas gesprochen wird, aber die Forschung gleichzeitig behindert wird, findet Frans van Houten ironisch. Der Philips-CEO erklärt im Interview, wie die Digitalisierung in Europa und auch das Prestigeprojekt Gaia-X Fahrt aufnehmen könnten. Auch zur jüngsten Rückrufmeldung bei Beatmungsgeräten bezieht er Stellung.
Der Vorwurf der Unprofessionalität zieht sich wie ein roter Faden durch den neuen Bericht des Bundesrechnungshofs zur PSA-Beschaffung des BMG. Das Ministerium weist die Vorwürfe zurück, die Opposition wirft Jens Spahn Versagen vor – aber ebenso dem Finanzminister.
Die Krankenhausplanung über die Länder kann nicht funktionieren, meint der GKV-Spitzenverband und fordert eine Strukturreform über den Bund und GBA-Vorgaben. Der neue Krankenhaus Rating Report prognostiziert zudem: 2020 ist nur eine Verschnaufpause für die Krankenhäuser, schon 2022 könnte sich die wirtschaftliche Situation deutlich verschlechtern.
Morgen präsentiert die Robert Bosch Stiftung ein Konzept zur Reform des Gesundheitswesens, es betont vor allem die Rolle der Kommunen. Für die Umsetzung bräuchte es eine Grundgesetzänderung – Modelle dafür gebe es, betont ein Vorsitzender Richter des BSG im Papier.
Die automatische Austauschbarkeit von Arzneimitteln in Apotheken soll ab August 2022 auch für Biosimilars gelten, Rabattvertragsausschreibungen inklusive. Pharmahersteller befürchten maximalen Preisdruck und eine Abwanderung der Produktion aus Europa. Kassen und GBA halten dagegen.
Ein „Wunderwerk der Technik“ nennt die Kanzlerin den ersten Quantencomputer in Deutschland. Pharmaunternehmen könnten damit künftig Laborexperimente ersetzen und bisher schwierige Berechnungen schneller oder überhaupt erst möglich machen. Doch reicht die Leistung des Rechners überhaupt?
Durch Corona-Krise und politische Selbstüberschätzung ausgebremst ist die Reform der Notfallversorgung eine der großen Unbekannten der nächsten Legislaturperiode. Kommt doch noch ein großer Wurf? Oder reifen KV-System und Krankenhäuser gemeinsam zu neuer Größe?
Ein schwerer Covid-Verlauf ist nicht nur für den Körper ein Schock. Auch die Seele kann Krankheit und Behandlung als traumatisch empfinden. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass der Schock oft erst zeitverzögert eintritt.
Prävention ist besser als Medikamentation – da sind sich Mediziner:innen, Politiker:innen und sogar Ökonom:innen einig. Dennoch wissen wir wenig darüber, welche Ziele der Gesundheitsvorsorge wir erreichen. Der Gesundheitswissenschaftler Wolfgang Greiner will das ändern und stellt auf dem heute beginnenden Hauptstadtkongress seinen Präventionsindex vor.
Noch ist es nur eine „Ideensammlung“ – doch große Teile dürften sich im gerade in Arbeit befindlichen Wahlprogramm der Union wiederfinden. Gefordert wird unter anderem ein Milliardenprogramm für die Kliniken und eine Wiederbelebung des Pharmastandorts Deutschland. Auch zur nächsten Pflegereform finden sich Vorschläge.
Weltweit besteht dringender Bedarf nach innovativen Antibiotika; schon jetzt warnen Experten vor einer schleichenden Pandemie. Damit sich mehr Arzneimittelhersteller in der Entwicklung der Medikamente engagieren, müssen die Anreize abgekoppelt werden vom Umsatz, fordert Thomas Cueni, Generaldirektor des Weltpharmaverbands IFPMA, im Interview.
Trainingsdaten, die nicht die Gesamtbevölkerung abbilden. Individuelle Möglichkeiten, die aber nicht jedem Menschen zur Verfügung stehen. Und die große Hürde digitaler Gesundheitskompetenz. Die Autor:innen des TechnikRadar 2021 machen auf zentrale Spannungsfelder der Digitalisierung aufmerksam.
Die Neuregelungen in der Pflege sollen auch für höhere Löhne in der Branche sorgen. Doch wie steht es überhaupt um die Bezahlung in der Pflege? Ein Blick auf die aktuelle Situation.
Von einer Opioidkrise ist Deutschland weit entfernt – dafür sorgen alleine die hohen Hürden des Betäubungsmittelgesetzes. Trotzdem steigen die Verordnungszahlen und zunehmende Fälle in der Suchtberatung weisen darauf hin, dass der Konsum nicht immer medizinisch indiziert ist.
Seit Jahrzehnten sucht die Forschung nach Molekülen, mit denen sich das ungebremste Wachstum von Krebszellen abschalten lässt. Angriffsziel sind dabei stets bestimmte Mutationen auf der Übertragungskette von biochemischen Signalen in die Zelle hinein. Das KRAS-Protein gehört dazu. Jetzt ist der US-Firma Amgen ein zumindest technischer Durchbruch gelungen.
Bei ihrem Parteitag am Wochenende wollen die Grünen ein Konzept zum Umbau der Krankenhausfinanzierung beschließen. Kernpunkt: Die fallzahlorientierten DRGs sollen durch Strukturpauschalen, etwa für das Vorhalten von Notaufnahmen oder Kinderabteilungen, ergänzt werden. Zudem soll der Bund stärker an der Planung beteiligt werden. Von den Verbänden kommt Lob.
Für gelieferte Schutzausrüstungen schulden viele Länder dem Bund noch Millionen, die das BMG gerade einzutreiben versucht. Reihenweise Länder reklamieren mangelhafte Qualität und halten Geld zurück. Beatmungsgeräte könnten bald „verwertet“ werden.
Medizinische Experimente zum therapeutischen Nutzen von Psychedelika laufen seit 60 Jahren. Genutzt werden vor allem Wirkstoffe aus Pilzen, und zwar seit tausenden von Jahren. Das soll jetzt auch mit öffentlicher Förderung geschehen, fordert die FDP.
Die Corona-Pandemie hat das Ziel, das Polio-Virus weltweit auszurotten, in den vergangenen Monaten zurückgeworfen. Dennoch hält die Global Polio Eradication Initiative an ihrem Versprechen fest, die Krankheit zu besiegen. Heute veröffentlicht sie ihre neue Fünf-Jahres-Strategie.
In der Pandemie ist der medizinische Betrieb auf allen Feldern stark gefordert, von der Wissenschaft bis zur Krankenversorgung. Ab heute wirbt ein neues „Aktionsbündnis Gesundheit fördern“ um Spenden für die Universitätsmedizin, die eine besondere Rolle im Gesundheitswesen einnimmt.
Der Bundestag will die Sonderbefugnisse zur Eindämmung der Pandemie um weitere drei Monate verlängern. Das scheint auch nötig. Denn ohne Feststellung der epidemischen Lage kann weder eine Maskenpflicht angeordnet werden, noch andere Corona-Schutzmaßnahmen wie Kontaktbeschränkung, Test- oder Quarantänepflicht für Reiserückkehrer.
Ein von den Akkreditierten Laboren in der Medizin in Auftrag gegebene Studie untersucht den Zusammenhang zwischen Trägerschaft und der Qualität der Leistungserbringung. Aussagen dazu seien aufgrund der Datenlage aber nur begrenzt möglich, schreiben die Autor:innen. Die ALM interpretiert die Ergebnisse etwas anders.
Kommt der digitale Impfnachweis noch vor den Sommerferien? Die Antwort auf diese Frage lautet „ja“, und zwar schneller als gedacht. Bereits ab kommendem Montag sollen Apotheken sich an das System des Bundesgesundheitsministeriums anschließen lassen können. Die Bundesländer warten derweil noch.
Der Markt der Roboterchirurgie boomt. Immer mehr Unternehmen entwickeln Apparaturen, mit denen Chirurgen via Joystick operieren können. Perspektivisch könnten althergebrachte Methoden damit verdrängt werden.
Die Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit werden sich weiter verstärken. Zu dieser düsteren Prognose kommt ein Report der AOK, der heute veröffentlicht wird. Insbesondere beim Informationsstand der Bevölkerung und ihrem Schutzverhalten gebe es deutlichen Handlungsbedarf, resümieren die Wissenschaftler.
Gerüchte gab es schon länger. Jetzt hat die AOK Baden-Württemberg bestätigt, den Vertrag mit dem regionalen Versorgungsnetzwerk Gesundes Kinzigtal in Südbaden gekündigt zu haben. Ein Paukenschlag. Über die Gründe schweigt sich AOK-Chef Johannes Bauernfeind aus. Beobachter vermuten unerwünschte Nebeneffekte des neuen Morbi-RSA als Grund.
Eigentlich schien die Maskenaffäre ausgestanden, jetzt kommt sie mit Wucht zurück. Spahn hat in der Causa schwere Verfehlungen auf dem Konto – nie aber war er politisch so angeschlagen wie jetzt.
Die Impfexperten der Stiko sind vorsichtig. Sie lassen sich nicht zu einer generellen Impfempfehlung für Jugendliche drängen, raten dazu nur bei Vorerkrankungen. Zum einen ist ihnen die Datenlage für Nebenwirkungen zu dünn, zum andern der erwartbare Nutzen für Jüngere nicht groß genug. Und das Ziel der Herdenimmunität allein ist für sie kein Argument.
Beim 2. Medicinal Cannabis Congress berichten Expert:innen von positiven Erfahrungen mit Cannabinoiden vor allem in der Schmerztherapie. Kritik gibt es an den Verordnungsbedingungen und den Daten der BfArM-Auswertung.
Lösungsvorschläge zur Beschleunigung der Impfkampagne suchte gestern das Parlamentarische Begleitgremium zur Covid-19-Pandemie. Einigkeit zum umstrittenen Patent-Thema gab es bei den Sachverständigen nicht. Für einen Know-how- und Technologie-Transfer in den globalen Süden plädierten aber alle.
Ob es im Winter weiterhin eine Maskenpflicht geben wird, ist ungewiss. Zumindest Ungeimpfte sollten dieser weiter unterliegen, meinen zwei von drei Befragten. Im Bundestag sieht man den Wegfall des Maskengebots für einen Teil der Bevölkerung skeptisch – und schon gar nicht als Anreizsystem fürs Impfen.