Nachhaltige Transformation, digitale Souveränität, High-Tech-Standort, Bürokratieabbau: Diese Schwerpunkte wollen die neuen Vorsitzenden des Beirats „Junge Digitale Wirtschaft“ in ihrer Amtszeit setzen. Ulrike Hinrichs und Katharina Jünger haben einen klaren Plan.
Die Verwaltung müsse es der Privatwirtschaft nachmachen und ihre Services auf Plattformen anbieten, fordern Expert:innen des Beratungsunternehmens Init in einem Papier, das heute veröffentlicht wird und Tagesspiegel Background vorab vorliegt. Der Bund sieht noch Herausforderungen in der praktischen Umsetzung.
Meta lässt ein wichtiges Transparenz-Tool auslaufen. Das besorgt kurz vor den Midterm-Wahlen in den USA Journalist:innen und NGOs, die damit gegen Desinformation vorgehen. Die Abhängigkeit von Meta zeigt, wie wichtig die Frage nach der Umsetzung der Transparenzverpflichtungen für große Plattformen durch den DSA ist.
Ein Industrieriese wie Siemens entwickelt eigene Lösungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) für seine Kunden und seine Werke. Aber das ist nur ein Teil der KI-Strategie der Münchener. Auch setzt der Konzern auf ein Ökosystem von Start-ups, die Spezialfelder abdecken.
Die ersten Prozessoren für Quantencomputer kamen aus Jena. Nun sollen auch ganze Rechner in Deutschland entwickelt werden – das Herzstück in Thüringen.
Unternehmen beklagen den fehlenden Digitalisierungswillen der Bundesregierung. Dieses Mal wegen des gesetzlich verordneten Aus für digitale Arbeitsverträge. Arbeitgeber mit einem Standort in Deutschland sehen sich mit einem Berg neuer administrativer Aufgaben konfrontiert. Die Bundesrepublik hätte es anders machen können.
Kryptowährungen sollen für einen Finanzmarkt ohne Institutionen stehen, aber in den letzten Jahren sind die Krypto-Handelsplätze immer institutionalisierter geworden. Doch nicht für alle laufen die Geschäfte gut, viele schließen nach kurzer Zeit. Eine Statistik zeigt: Über vier von zehn taten das, ohne Kund:innen ihre Investitionen zurückzuzahlen.
Nicht zuletzt durch die stärkere Regulierung großer Online-Plattformen nutzen Rechtsextreme verstärkt kleinere Dienste für die Verbreitung ihrer Inhalte. Dass sie dort mithilfe der Blockchain-Technologie auch Geld verdienen können, zeigt ein Bericht des ISD Germany.
Bereits vor einigen Tagen deckten IT-Expert:innen Sicherheitslücken bei der Identitätenplattform Verimi auf. Doch die Probleme gehen weit darüber hinaus: Ähnliche Verfahren lassen sich ebenfalls problemlos mit gefälschten Dokumenten nutzen. So kann man im Internet wetten oder eine Wohnung für Geflüchtete anbieten. Ein Überblick über das Missbrauchspotenzial.
Mit öffentlich zugänglichen Daten trackt ein schwedischer Anbieter sowie ein US-amerikanischer Student in großem Stil Privatjets von Prominenten und Politiker:innen. Das führt nicht selten zu Verlegenheit und Ärgernissen bei Promis, Oligarchen und Regierungen.
Mit einem sofortigen Verbot des VideoIdent-Verfahrens hat die Gematik auf einen Sicherheitsbericht des Chaos Computer Club reagiert. Denn mit einfachsten Mitteln haben Hacker:innen eine ePA für Dritte anlegen können. Die Kassen hoffen dennoch auf eine Wiederaufnahme, während das BMG an eigenen Lösungen arbeitet.
Für Berliner Verhältnisse war das „Einstein Center Digital Future“ vor fünf Jahren ein wagemutiges Projekt. Nun wurde eine positive Bilanz gezogen. In anderen Bundesländern und Skandinavien sind auch Institute zur Digitalisierungsforschung entstanden – teils nach Berliner Vorbild.
Der Chipmangel ist auch bei den Krankenkassen angekommen: Statt Plastikkarten gibt es in manchen Orten jetzt nur noch Papier. Wie schätzen Kassen die Lage ein und was hat das mit dem Personalausweis zu tun?
Die Zahl der verordneten digitalen Gesundheitsanwendungen steigt rasant. Doch noch immer sind viele Punkte nicht geklärt – neben Fragen zum Nutzennachweis ist offen, wie die Apps bei Patient:innen überhaupt ankommen. Klar ist nur, dass die Kosten vergleichsweise hoch sind.
Bereits im März 2020, kurz nach Ausbruch der Pandemie, konstatierten die Vereinten Nationen auch den Beginn einer „Infodemie“, da sich Falschinformationen rasant verbreiteten. Eine aktuelle Analyse des Institute for Strategic Dialogue liefert eine Bestandsaufnahme dieser Desinfo-Flut und erläutert Handlungsoptionen.
Die Registermodernisierung ist eine der tragenden Säulen für eine moderne Verwaltung. Doch obwohl das Projekt noch in den Startlöchern steckt, wackelt der Zeitplan bereits. Was bedeutet das für die Umsetzung?
Satte 6,5 Milliarden Euro nahm der Staat bei einer Auktion von Mobilunk-Frequenzen im Jahr 2019 ein. Ob es 2024 die nächste Frequenzauktion gibt, ist noch unklar. Ein Neueinsteiger fordert, neue Wege zu gehen.
Die Debatten über geschlechtsspezifische Ungleichheiten im Arbeitssektor nehmen zu. Bisher profitieren hauptsächlich Männer von der Digitalisierung der Arbeit und der Einsatz von digitalen Technologien zur Teilung von Mental Load bleibt eine Kostenfrage. Welche Lösungen bietet die Regierung für das Problem an?
Ralf Herbrich leitete einst das Machine Learning bei Amazon, nun baut er am HPI einen Fachbereich zu KI und Nachhaltigkeit auf. Beim Energieverbrauch von KI-Systemen sieht er ungesunde Entwicklungen, aber auch viel Optimierungspotenzial.
Chantal Friebertshäuser, die Chefin des Pharmaunternehmens MSD Deutschland, glaubt, dass mit der sinnvollen Nutzung von Gesundheitsdaten ein neuer Sprung bei der Lebenserwartung möglich ist. Doch dafür muss sich viel ändern.
Nach einer Datenpanne beim Identitätsdienstleister Verimi läuft eine tiefergehende Prüfung der Datenschutzaufsicht. Ex-Mitarbeiter werfen dem Unternehmen eine „Vertuschungskultur“ und manipulierte Aufträge beim eigenen Bezahldienst vor.
Die SPD-Führung legt in der Regierungszentrale einen neuen Fokus auf die Themen Transformation und Zukunftsplanung. Mehr Foresight empfiehlt auch eine aktuelle Fraunhofer-Studie. Doch das Wichtigste sei, dass die strategische Vorausschau sich auch im Regierungshandeln widerspiegelt, Experten sind noch skeptisch. Braucht es ein Zukunftslab im Kanzleramt?
Vergangene Woche tagte eine weitere Verhandlungsrunde der Regierungsexpertengruppe zu tödlichen Autonomen Waffensystemen – und tatsächlich konnte die Runde Fortschritte vermelden. Doch zentrale Fragestellungen bleiben weiter unbeantwortet, analysiert Wolfgang Kleinwächter, emeritierter Professor für Internetpolitik und Regulierung von der Universität Aarhus.
Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Richtlinie zur Regulierung von Plattformarbeit soll auch regeln, wie Algorithmen Beschäftigte managen dürfen. Zwei Forscher:innen haben die geplanten Bestimmungen analysiert und einige Verbesserungsvorschläge gemacht.
Trotz Sperren wegen des Ukraine-Kriegs bleibt die Social-Media-Plattform in Russland beliebt. Dort werden patriotische Inhalte verbreitet und andere blockiert, schreibt Irina Pankratova.
Die Ukraine hat ein beachtliches Start-up-Ökosystem. Die Macher:innen hinter Erfolgshits wie Reface und Grammarly wollen auch mit Talenten und Partnern aus Deutschland zusammenarbeiten – und buhlen um Unterstützung für ihr Land in Zeiten des andauernden Krieges. Oksana Meleshchenko stellt sie vor.
Bei gemeinsamen Militärübungen von Russland und Belarus im September 2021 wurde nicht nur mit schwerem Gerät, sondern auch für den Informationskrieg geübt. Das geht aus einer aktuellen Studie eines Nato-Exzellenzzentrums hervor. Unterdessen analysiert ein aktuelles Buch, wie russische Desinformation funktioniert.
Deutschland hat inzwischen einen festen Platz im Digitalisierungsindex der EU, ziemlich genau im EU-Durchschnitt. Die Nase vorn hat Deutschland nur in einzelnen Kategorien, etwa beim 5G-Ausbau. Die grottenschlechten Ergebnisse beim E-Government dürften in der Realität sogar noch schlechter aussehen. Eine Analyse der neusten Zahlen.
Ab dem kommenden Schuljahr will Hessen mit dem neuen Schulfach „Digitale Welt“ bei der Informatikbildung auf die Überholspur kommen. Bis dieses in den Regelstundenplan übergehen kann, sind allerdings noch einige Hürden zu nehmen. Auch wie Angebote für die Lernenden ab Klassenstufe 7 aussehen könnten, ist noch unklar.
Die Bundesregierung hat gestern ihre Start-up-Strategie vorgestellt. Aus der Digital- sowie der Start-up-Szene kamen viele kritische, aber auch lobende Worte. Besonders wichtig sei nun eine zeitnahe Umsetzung der angekündigten Maßnahmen.
Der AI Act stößt in der Industrie auf Kritik, der risikobasierte Ansatz der EU-Kommission könnte viele Use Cases behindern, so die Befürchtung. Speziell bei Technologien, die eigentlich Treiber für den europäischen Green Deal sein könnten, ist das ein Problem, findet eine Industrieinitiative.
Einem Ratsdokument von vergangener Woche zufolge will die EU künftig verstärkt auf „digitale Diplomatie“ setzen. Dabei geht es etwa um Cybersicherheit, die Etablierung internationaler Standards und mehr Kooperation mit „Gleichgesinnten“ beim Krisenmanagement. Außerdem wurden die Pläne für ein neues EU-Büro in San Francisco bestätigt.
Die Bundesregierung hat sich auf eine Start-up-Strategie geeinigt. Geplant sind umfangreiche Maßnahmen, nur an einigen Stellen ist die Koalition zurückgerudert. So ist zunächst keine Mindestquote für Wagniskapital-Investitionen von Rentenfonds mehr geplant.
Open-Source-Software spielt längst eine große Rolle, auch für Kritische Infrastrukturen. Das US-Verteidigungsministerium fördert deshalb nun Forschung zu den sozialen Aspekten der quelloffenen Software, damit diese auch sicher ist. In Deutschland will ein Open-Source-Verband für die Sicherheit bürgen.
Nach dem Willen der Bundesregierung soll künftig für alle Bürger:innen eine elektronische Patientenakte (ePA) eingerichtet werden – die Ausgestaltung dieser Opt-out-Option ist allerdings noch unklar. Expert:innen schlagen verschiedene Möglichkeiten vor.
Staaten greifen immer stärker in das offene und freie Internet ein. Eine Studie des Europäischen Parlaments nimmt nun die Gesetzgebung der EU selbst in den Blick. Ihr Vorschlag: Die Einheit des Internets sollte zum Grundrecht erhoben werden. Damit könnte die EU am besten technischen und strukturellen Herausforderungen begegnen.
Auch im früheren EU-Mitgliedstaat Großbritannien wird derzeit an der Regulierung Künstlicher Intelligenz gearbeitet. Offenbar sind die Verantwortlichen vor allem von der Sorge getrieben, zu harte Regeln könnten Innovationen ausbremsen. Wie gut passen die Pläne aus London zum AI Act Brüssels?
Mario Brandenburg ist der neue Geburtshelfer der Deutschen Agentur für Transfer und Innovation (Dati). Wie er die Fehler der Vergangenheit, wie sie etwa bei der Sprind-Gründung oder der Umsetzung der KI-Strategie gemacht wurden, vermeiden will, und warum es jetzt eine „Zukunftsstrategie“ braucht, hat er Tagesspiegel Background im Interview erklärt.
Durch eine Gesetzesänderung, die zum 1. August in Kraft tritt, müssen Arbeitsverträge künftig wieder auf Papier unterschrieben werden – sonst droht Arbeitgebern eine Geldbuße. Experten schütteln den Kopf angesichts des deutschen Sonderweges bei der Umsetzung der entsprechenden EU-Norm.
Derzeit arbeitet die Bundesnetzagentur an einem Konzept, die Mobilfunkfrequenzen im Low-Band-Bereich zu vergeben. Noch eine weitere Entscheidung steht in dem Zusammenhang aus: Werden Netzbetreiber ihre Netze künftig für Diensteanbieter öffnen müssen?
Innovationen zur Sicherheit am Bahnhof sollen in Berlin am Südkreuz erprobt werden. Mit mehr Licht und einer Notruf-App mit Datenschutzkonzept gehen die Experimente in eine andere Richtung als frühere Versuche zur Gesichtserkennung am gleichen Ort.
Die Bundesregierung ist besorgt angesichts der wachsenden Herausforderung von Kryptowährungen für die Geldwäsche- und Terrorismusbekämpfung. Das macht sie in der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion deutlich. Die Verdachtsfälle für Geldwäsche haben sich seit 2018 fast verzehnfacht.
Daten müssen endlich nutzbar werden – für die Forschung, Ärzt:innen und auch die Industrie, sagt Maximilian Funke-Kaiser, digitalpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Mitglied im Gesundheitsausschuss. Ab September werde enorm Geschwindigkeit bei dem Thema reinkommen, ist er sich sicher.
Bürger:innen mit Privateigentum sollen bis Ende Oktober eine Grundsteuererklärung einreichen. Das Bundesfinanzministerium startet mit zwei verschiedenen Tools in die größte Steuerreform der vergangenen Jahrzehnte. Doch beide Anwendungen weisen noch Lücken auf.
Um ihre Daten zu schützen, verzichten viele Menschen auf einen Facebook-Account. Heute veröffentlicht das DIW eine Untersuchung, die aufzeigt, dass die großen Online-Plattformen durchaus in der Lage sind, umfassende Informationen über Nicht-User zu sammeln – etwa um Konsumentenprofile zu erstellen und diese zu verkaufen.
Bald jährt sich die Bundestagswahl und noch immer streitet die Regierung über Zuständigkeiten in der Digitalpolitik. Während die Ressorts sich beschweren und um Einfluss ringen, schweigt sich das Kanzleramt aus. Das bringt reichlich Zündstoff für den heutigen IT-Rat.
Was bedeutet Autonomie im digitalen Zeitalter? Können Menschen sich hinter Maschinen und digitalen Geräten verstecken, wenn es um Verantwortlichkeit für Handeln in der digitalen Welt geht? Um diese Fragen geht es in Wolfgang Hubers neuem Buch. Der Tagesspiegel hat den Theologen vor der heutigen Veröffentlichung zum Gespräch gebeten.
Um Plattformarbeit effektiv besteuern zu können, will das BMF ein neues Gesetz auf den Weg bringen, das Plattformbetreibern weitreichende Meldepflichten auferlegen soll. Auch die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Steuerbehörden will man erleichtern. Beide Maßnahmen dienen der Umsetzung von EU-Vorgaben in nationales Recht.
Nachdem der erste Entwurf eines Konzeptes für die Deutsche Agentur für Transfer und Innovation dem Haushaltsausschuss nicht ausreichte, will das Bundesforschungsministerium nun nachbessern. Stakeholder-Gespräche im Ministerium sollen in dieser Woche offene Punkte etwa zur Rekrutierung von Regionalcoaches klären.
Mozilla veröffentlicht seinen jährlichen Internet Health Report. Darin geht es um die nicht so „gesunden“ Ecken der Digitalisierung. Wie große Plattformunternehmen mit den Daten ihrer Arbeiter:innen umgehen, zum Beispiel. Und darum, wie gerade ein Paradigmenwechsel stattfinden könnte.
Die indische Regierung plant aktuell eine Änderung der IT-Regeln im Land. Dazu gehören ein staatliches Beschwerdekomitee für Moderationsentscheidungen auf sozialen Medien, Uploadfilter und kürzere Löschfristen für gesetzeswidrige Inhalte. Indische und internationale Organisationen protestieren energisch gegen die Pläne.
Die Autobahn-App wurde vor einem Jahr als „Meilenstein der Digitalisierung des Verkehrswesens“ präsentiert. Doch auch zwölf Monate später stellen Autofahrer und Experten die Sinnhaftigkeit der Anwendung der staatlichen Autobahngesellschaft in Frage.
Nur in Mecklenburg-Vorpommern erhalten alle Schüler:innen ab der fünften Klasse durchgehend Informatikunterricht. Mancherorts in Deutschland werden ganze Schullaufbahnen absolviert, ohne damit in Berührung zu kommen. Doch der Druck auf die Nachzügler wächst. Und auch die Bundesregierung will sich des Themas annehmen.
Das Bundeskabinett hat gestern eine Resilienzstrategie beschlossen, mit der die Regierung Menschen und deren Existenzgrundlagen besser vor Katastrophen schützen will. Für den Fall, dass die Telekommunikationsnetze ausfallen, arbeiten Behörden und Branche noch gemeinsam an Lösungen.
Wer klopft Facebook zukünftig auf die Finger? So vielfältig die neuen Regeln für digitale Plattformen, so zahlreich die Behörden, die gern Aufsicht führen wollen. Während die EU-Kommission sich bereit macht, blickt das Digitalministerium in Richtung Bundesnetzagentur.
Der Wissenschaftliche Beirat der AOK Nordost fordert, das Gesundheitsdatennutzungsgesetz so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen. Um Vorbehalte zu entkräften, schlägt er ein „Datencockpit“ für das Gesundheitswesen vor. Versicherte bekommen damit volle Transparenz über ihre Daten.
In ihrem Antrittsinterview sprechen Lutz Goebel, der neue Chef des Nationalen Normenkontrollrats (NKR), und Malte Spitz, eines der neuen Ratsmitglieder, darüber, warum das Kontrollgremium frischen Wind braucht, mehr Lösungsvorschläge machen muss – und wie es um die geplanten Digitalchecks steht, die im kommenden Jahr starten.
Trotz der gering bleibenden Gewerkschaftsmitgliedszahlen kommt es zu vielen Neugründungen gewerkschaftlicher Organisationen. International agierende Tech-Konzerne probieren diese Entwicklung an ihren Standorten weltweit zu verhindern. Eine mangelnde Mitbestimmung birgt allerdings Gefahren.
In europäischen Vergleichen zur Digitalisierung schneidet Deutschland selten gut ab: Eine Ausnahme ist der Innovationsbereich, wie der Bericht der EU-Kommission zeigt. Die Bundesrepublik kann unter anderem bei Einhörnern und Forschungsinvestitionen punkten.
Nach der Verabschiedung des Digital Markets Act rückt die Durchsetzung in den Fokus. Die EU-Kommission wird erstmals zur Regulierungsbehörde. Auch das Bundeskartellamt stellt sich schon auf die künftige Rollenteilung ein.
Eigentlich muss der Staat Bürger:innen schützen. Dass man für die Polizeiarbeit beim Einsatz von Staatstrojanern dennoch Sicherheitslücken offen halten will, hat die Gesellschaft für Freiheitsrechte zu einer Verfassungsbeschwerde bewogen. Unterdessen lässt Bayerns die angekaufte Palantir-Software selbst auf Lücken prüfen.
Netflix & Co. zahlen Gebühren für ihren Zugang zum Netz, jetzt wird auf europäischer Ebene dennoch erneut über eine Internet-Verkehrssteuer diskutiert. Eine gestern veröffentlichte Studie argumentiert, eine Besteuerung würde mehr Schaden als Nutzen bringen.
Künstliche Intelligenz soll das Bundesumweltministerium beim Umweltschutz unterstützen. Mehrere Milliarden Euro fließen in die Förderung von sogenannten Leuchtturmprojekten. Sie untersuchen unter anderem, wie KI beim Insektenzählen helfen kann.
Nachdem Bund, Länder, Kommunen und Industrie lange nach einem Kompromiss in Sachen Förderung gesucht haben, will das Kabinett die Gigabitstrategie nun am nächsten Mittwoch beschließen. Gegen den jetzigen Entwurf hat vor allem die Industrie etwas einzuwenden.
Amazon hat womöglich schon einen uneinholbaren Wettbewerbsvorsprung, urteilt das Kartellamt und verschärft nun die Aufsicht. Der Konzern widerspricht. Eine zentrale Rolle im Amazon-Ökosystem spielt dabei das Prime-Programm.
Gestern hat die EU-Kommission ihre neue Innovationsagenda vorgestellt. Um im Wettbewerb mit den USA und China Boden gut zu machen, will die Behörde vor allem auf Deep Tech setzen. Start-ups sollen von besseren Förderbedingungen profitieren.