Industrieverbände hatten vor einem Prüfermangel gewarnt und die Tüvs für ihre eigenen Qualifikationen geworben – vergeblich: Die Bundesregierung sieht vor, dass nur Wirtschaftsprüfer die Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen prüfen dürfen. Andere Erbringer von Bestätigungsleistungen könnten mangels gleichwertiger Anforderungen nicht zugelassen werden.
Ob EU-Taxonomie, Offenlegungsverordnung oder Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, auch in der neuen europäischen Legislaturperiode wird sich viel um Regulierungen im Bereich Sustainable Finance drehen. Einige Fraktionen haben sich personell dazu bereits aufgestellt, ein erster Überblick.
Wenn die britische Labour-Partei und der neue Premierminister Keir Starmer ihrem Wahlprogramm treu bleiben, dann wird der britische Staat bald zum Cleantech-Unternehmer. GB Energy soll das Unternehmen heißen und helfen, die Energiepreise für Haushalte im Zaum zu halten. Das seit neun Jahren geltende Verbot neuer Onshore-Windräder soll fallen.
Nächsten Mittwoch will das Bundeskabinett das Verfahren absegnen, wie mit den 2,3 Milliarden Euro umgegangen wird, die deutsche Banken einst für einen Sicherungsfonds nach der Finanzkrise entrichteten. Nun regt sich neuer Widerstand: Die NGO Finanzwende fordert, den Banken bei künftigen Fondsbeiträgen nicht, wie vorgesehen, steuerliche Vorteile einzuräumen.
Am Mittwoch hat das Bundeskabinett den Haushaltsentwurf für 2025 beschlossen. Doch darin klafft noch immer eine Lücke von 17 Milliarden Euro. Offen ist auch noch der Wirtschaftsplan für den Klima- und Transformationsfonds (KFT). Allerdings deutet der Haushalt auf grundlegende Änderungen beim KTF in den nächsten Jahren hin.
Die Bundesregierung hat angekündigt, für Unternehmen die neue Rechtsform Gesellschaft mit gebundenem Vermögen einzuführen. Diese ist Bestandteil ihrer kürzlich präsentierten „Wachstumsinitiative“. Um das für die Transformation notwendige Kapital zu mobilisieren, erörtert die Ampel auch Erleichterungen für Venture-Capital-Fonds.
Nicht-gewinnorientierte Organisationen haben eine neue und kostenfreie Kategorisierung nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten auf Basis umweltwissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt. Die sogenannte Unabhängige wissenschaftsbasierte Taxonomie soll Finanzakteuren weltweit eine solidere Grundlage für nachhaltige Investitionen, Kredite und Versicherungen geben.
Vergangene Woche stand Ursula von der Leyen bei der Grünen-Fraktion im Europaparlament Rede und Antwort. Das Manöver könnte ihr kommende Woche die nötigen Stimmen sichern, um erneut vom EU-Parlament zur Kommissionschefin gewählt zu werden. Doch innerhalb ihrer Fraktion blicken einige kritisch auf die Grünen.
Immer häufiger stöhnen Unternehmen und Verbände über die umfangreichen Berichtspflichten, die ihnen die EU auferlegt. Die Sustainable-Finance-Regulierung führt aber auch dazu, dass Finanzakteure von den Firmen zahlreiche Daten abfragen. Um diese Fragebögen zu harmonisieren, haben Verbände nun einen gemeinsamen Katalog vorgelegt.
Urgewald veröffentlicht die jüngste Statistik der Investitionen von Fondsgesellschaften und Pensionsfonds in Kohle, Öl und Gas. Eine einflussreiche Investorengruppe hat ihren Schwerpunkt jüngst auf die Finanzierung des Klimaschutzes verschoben. Urgewald verteidigt hingegen den Ansatz, zum Ausstieg aus braunen Investitionen zu drängen.
Zoff zwischen der deutschen Kreditwirtschaft und der Bundesregierung: Die Banken fordern rund 2,3 Milliarden Euro zurück, die sie nach der Finanzkrise in einen damals aufgesetzten Fonds für ins Straucheln geratende Institute eingezahlt hatten. Das Finanzministerium lehnt das ab und will mit dem Geld Finanzlöcher in einem „Sondervermögen“ stopfen.
Das deutsche Lieferkettengesetz soll so an das europäische angepasst werden, dass es zunächst für deutlich weniger Unternehmen gilt. Diese sollen außerdem bei den Berichtspflichten zur Nachhaltigkeit entlastet werden. Das sieht die am Freitag verabschiedete Wachstumsinitiative der Bundesregierung vor.
Das Europaparlament hat seine Denkfabrik um Verbesserungsvorschläge für die Nachhaltigkeits-Offenlegungsverordnung für den Finanzsektor (SFDR) gebeten. Die Experten empfehlen in ihrer Untersuchung, auch andere EU-Nachhaltigkeitsgesetze zu ändern. Sie stellen einen baldigen Gesetzesvorschlag der EU-Kommission für eine Überarbeitung der SFDR in Aussicht.
Kapitalgeber müssen bei ihrer treuhänderischen Verantwortung auch Nachhaltigkeit verfolgen. Das kann Kooperation erfordern, die in vielen Ländern erlaubt, aber in Deutschland weitgehend untersagt ist. Jetzt verlangen zwei UN-Initiativen Reformen, damit Investoren rechtssicher aktiv zu gesellschaftlich-politischen Nachhaltigkeitszielen beitragen können.
Vom Eigentum zur Rechtsperson: Die Bewegung für die Rechte der Natur gewinnt an Bedeutung. Verbunden damit ist ein Systemwechsel im Umgang mit Natur: Ökosysteme können Rechte haben, die unabhängig von menschlichen Interessen sind. Dies wird viele Auswirkungen auch auf die Finanzierung von Wirtschaftsaktivitäten haben.
Gold Standard setzt Standards im internationalen freiwilligen Emissionshandel. In den Markt werden große Hoffnungen gesetzt, doch das Vertrauen ist angeschlagen und die Wirkung wird oft angezweifelt. Die Schweizer NGO will Transparenz herstellen und den Emissionshandel so zu einem wirkungsvollen Marktmechanismus im Kampf gegen den Klimawandel machen.
Die EU-Lieferkettenrichtlinie gilt auch für Finanzinstitute. Sie müssen ihr Risikomanagement erweitern, intensiver ihre Kunden befragen und Hebel wie Kredite und Stimmabgaben nutzen, um zu mehr Umweltschutz und Einhaltung der Menschenrechte bei Unternehmen beizutragen, wie Unternehmensberatungen sagen.
Vor der anstehenden Verabschiedung des Umsetzungsgesetzes für die EU-Nachhaltigkeitsberichterstattungs-Richtlinie für Unternehmen (CSRD) im Bundeskabinett drängt die mittelständische Industrie auf die Zulassung auch von technischen Zertifizierern als Prüfer. Selbst wenn es jetzt schnell geht: Deutschland wird die EU-Frist zur Umsetzung der CSRD reißen.
Günther Thallinger, Vorstand Nachhaltigkeit und Investment Management des Versicherungskonzerns Allianz sowie Vorsitzender des UN-Investoren-Klimabündnisses NZAOA, im Interview von Tagesspiegel Background über grüne Policen, nachhaltige Kapitalanlagen, das schwierige Geschäft der Transformation, fehlende CO2-Preise und den Klimavorreiter Europa.
Das implodierende Konto für die Förderung erneuerbarer Energien ist nur eines der Probleme des Klima- und Transformationsfonds (KTF), die sich angesichts der Haushaltsmisere offenbaren. Auch die ungenutzten Mittel dürften auf der Suche nach Geld in den Fokus rücken. Dass die Klimafinanzierung absehbar mehr Mittel braucht, betonen Experten.
Bislang kaufen deutsche nachhaltige Fonds keine Aktien oder Anleihen von Waffenherstellern. Angesichts des russischen Kriegs gegen die Ukraine stellt die Branche diese Regel auf den Prüfstand.
Die deutsche Finanzwirtschaft steht beim Beachten der rasant schwindenden ökologischen Vielfalt am Anfang, wie eine Befragung des Forums Nachhaltige Geldanlagen ergab. Teilnehmende des FNG-Dialogs benannten Schritte, um die Herausforderung und EU-Berichtspflichten anzugehen.
Die EU hat in den vergangenen Jahren verschiedene Regularien für nachhaltige Anlageprodukte erlassen. Zu kompliziert, sagen ihre Finanzaufsichtsbehörden jetzt – und wollen alles über den Haufen werfen.
Der EU-Umweltministerrat hat, wie zuvor das EU-Parlament, das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur angenommen. Das hat zwar eine Regierungskrise in Österreich ausgelöst. Aber Befürworter, auch aus der Finanzwirtschaft, sind zufrieden, denn die Verordnung senkt Investitionsrisiken und eröffnet neue Anlagemöglichkeiten.
Mit aller Macht stemmen sich die deutschen Versicherer gegen eine alleinige verpflichtende Elementarschadenversicherung. Ihr Verband hat gute Argumente auf seiner Seite, doch ob die ausreichen, um die Politik zu überzeugen, ist zweifelhaft. Im Kern geht es um eine Frage: Wer soll dafür zahlen, dass der Hochwasserschutz in Deutschland oftmals mangelhaft ist?
Die Versicherungswirtschaft macht Front gegen stetig neue Regulierungen im Finanzsektor. Sie fordert eine teilweise Rückabwicklung schon beschlossener Nachhaltigkeitsberichtspflichten sowie einen Schub für die Vertiefung des gemeinsamen europäischen Kapitalmarkts und hofft dabei auch auf ein bürokratiekritischeres Europaparlament und die neue EU-Kommission.
Bei der Europawahl 2024 haben rechte Parteien große Stimmengewinne erzielt. Doch auch die EVP ist gewachsen und bleibt die dominierende Kraft im Europäischen Parlament. Damit ist eine Wiederwahl Ursula von der Leyens wahrscheinlich. Doch sie wird die Liberalen und Sozialdemokraten stärker als zuvor von ihrem Kurs überzeugen müssen.
Das Bundesumweltministerium will den Green Deal als Fortschrittsmotor voranbringen, ein Marktversagen korrigieren und Rahmenbedingungen ändern, damit Unternehmen von Naturschutz profitieren. In der EU-Berichtspflicht zu Nachhaltigkeit sehen Fachleute Chancen für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.
Mit der App Wero wollen Banken endlich ein konkurrenzfähiges Produkt zum Bezahlen schaffen. Dass es so etwas braucht, um den US-Giganten nicht zu viel Marktmacht zu gewähren, sehen selbst EZB und die NGO Finanzwende so.
Viele der sich mit Nachhaltigkeits- und Finanzthemen befassenden Europaabgeordneten aus Deutschland ziehen voraussichtlich auch in der nächsten Legislaturperiode wieder als Abgeordnete ins Straßburger Parlament ein. Doch die Abordnungen der Ampel-Fraktionen dort sind stark geschrumpft.
Vize-Kanzler Robert Habeck will das deutsche Lieferkettengesetz für zwei Jahre aussetzen. Mit diesem Vorschlag sorgte der Wirtschaftsminister von den Grünen am Wochenende für Aufregung innerhalb der Ampel-Koalition. Während FDP-Chef Christian Lindner den Plan begrüßte, äußerten sich SPD-Politiker und Lieferketten-Initiativen ablehnend.
Der Sustainable-Finance-Beirat veröffentlicht heute für Politik und Kapitalmarkt ein Zukunftsbild des Finanzwesens, in das Nachhaltigkeit voll integriert ist. Ein verantwortliches System begleitet demnach die Transformation wirksam, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Realwirtschaft und trägt zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen bei.
Künftig dürfen Investmentfonds mit Nachhaltigkeitsbegriffen im Namen nicht mehr in besonders klimaschädliche oder unsoziale Unternehmen investieren. Zwei Studien kommen zu dem Ergebnis, dass das Portfolio von vielen dieser Fonds aktuell nicht den EU-Vorgaben entspricht.
Deutsche Finanzakteure haben sich überwiegend strategisch noch nicht so aufgestellt, dass sie mit ihren Finanzierungen keine ökologischen Schäden mehr mitverantworten. Das ist Ergebnis einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC.
Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW) setzt sich für Unternehmen ein, die bereits ökologische und soziale Kosten einpreisen. Sie sollen nicht am Markt benachteiligt werden. Hinter dieser Forderung versammeln sich im BNW 700 Unternehmen mit gut 200.000 Arbeitnehmern. Einige Forderungen des BNW schafften es in den Ampel-Koalitionsvertrag von 2021.
In Bonn tagen seit Montag Diplomaten, um die Weltklimakonferenz COP29 vorzubereiten. Vor allem die internationale Klimafinanzierung ist dort ein heikles Thema: Es geht um künftige Geberländer, den Umfang und die Struktur des Vorhabens. Eine Sammlung an Formulierungsvorschlägen erlaubt allerdings erste Einblicke in Schnittmengen der verhandelnden Staaten.
Angesichts der Diskussionen um die Klima- und Biodiversitätskrise droht das Thema soziale Nachhaltigkeit manchmal, etwas unterzugehen. Nun haben sich Versicherungen nach eigenen Angaben auf den Weg gemacht, das ganze stärker in den Blick zu nehmen. Doch stoßen sie auf Hürden – und sind sich bei den Lösungen auch nicht ganz einig.
Mit dem digitalen Euro soll in der Eurozone ein neues Zahlungsmittel entstehen. Der zuständige Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz erklärt im Interview, warum die Cybersicherheit für den Erfolg des Projekts entscheidend sei, weshalb die Bundesbank ein tokenbasiertes System präferiert und welche Rolle der Umweltschutz spielt.
Beschwerden von Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, dass Konzerne gegen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen verstoßen, sind üblich. Neu ist der Versuch, Anbieter nachhaltigkeitsorientierter Börsenindizes zur Verantwortung zu ziehen. Die in EU-Regulierungen einfließenden Vorgaben betreffen auch Finanzakteure.
Gleich drei Berichte hat das Netzwerk zur Ökologisierung des Finanzsystems (NGFS) vorgelegt, um Zentralbanken in Richtung Nachhaltigkeit zu bewegen. Sie sind voll mit Tipps und konkreten Beispielen, was bereits umgesetzt wurde. Leicht wird es dennoch nicht, Zentralbanken zu wandeln. Schließlich haben sie originär eine ganz andere Aufgabe.
Publikumsfonds, Fonds für institutionelle Investoren und Immobilienfonds sollen verstärkt in Solaranlagen und andere Anlagen für erneuerbare Energie investieren dürfen. Dafür will das Bundesfinanzministerium einige Beschränkungen abschaffen. Auch die Elektromobilität hat es dabei im Blick.
Finanzminister Christian Lindner (FDP) verlangt Einsparungen beim deutschen Beitrag für die internationale Klimafinanzierung. Sachverständige warnen vor diesem Schritt und befürchten unter anderem einen „gefährlichen Domino-Effekt“ bei den Klimaverhandlungen sowie den wachsenden Einfluss Chinas.
Verena Menne, neue Geschäftsführerin des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG), ist angetan von dem, was die Branche und die Europäische Union für ein nachhaltiges Finanzwesen erreicht haben, sieht aber bei der Regulierung Verbesserungsbedarf und rät zur Vorsicht. Im FNG herrsche seit dessen Neustart vom Februar ideenreiche Aufbruchsstimmung.
Welche Chancen und Risiken bringt die Digitalisierung den Versicherern? Welche innovativen Geschäftsmodelle ermöglicht sie? Die EU-Versicherungsaufsicht hat dies untersucht – und gibt in ihrem Bericht auch einen Ausblick auf die von ihr geplanten Vorschriften.
Vermögensverwalter warteten gespannt darauf, nun sind sie da: Die EU-Empfehlungen für Nachhaltigkeitsbegriffe in Fondsnamen. Einige der Vorgaben werde für viele Fonds schwierig zu erfüllen sein, warnt ein Experte.
Die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichtspflichten von Unternehmen, CSRD, in deutsches Recht droht sich zu verzögern. Im Bundestag besteht Diskussionsbedarf über die bisherige Fassung des Umsetzungsgesetzes. Eine Öffnung der Testiererlaubnis für die Berichte über den Kreis von Wirtschafts- und Bilanzprüfern hinaus erscheint möglich.
Die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie ist geschwächt, das Thema dominiert voraussichtlich die nächste EU-Legislaturperiode. Alexandre Affre, Vize-Generaldirektor des europäischen Wirtschaftsspitzenverbands Business Europe und Industrieexperte, fordert eine Entlastung der Unternehmen durch die Politik. Aber er ist gegen Subventionen für einzelne Branchen.
Kann das Geschäftsmodell von Zentralbanken zerstört werden? Das fragte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel beim Innovations-Gipfel der BIZ. Und antwortete: „Ich bin mir nicht mehr so sicher.“ Beim digitalen Euro drückt er deshalb aufs Tempo. Andere Zentralbanken sind schon weiter.
Die EU-Berichtspflicht CSRD soll helfen, dass Unternehmen und Investoren ihre systemrelevanten Risiken aus Abhängigkeiten von der Natur und Auswirkungen auf die ökologische Vielfalt erkennen und senken. Eine Herausforderung ist die Wesentlichkeitsanalyse.
Laut einer Umfrage unter Praktikern planen auch viele Unternehmen außerhalb Europas, sich an die Vorgaben der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung zu halten. Dennoch geben viele der Befragten an, dass es schwierig sei, die eigenen Berichterstattungsprozesse an die Vorschriften anzupassen.
Die IIGCC gehört zu den weltweit wichtigsten Investorengemeinschaften, die auf eine klimaneutrale und klimaresistente Zukunft hinarbeiten. Unter dem Schirm der IIGCC versammeln sich institutionelle Anleger mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt mehr als 65 Billionen US-Dollar.
Mit einem Paket von drei Berichten legt das Nachhaltigkeits-Zentralbankennetzwerk NGFS ein Fundament, auf dem Finanzhäuser Transformationspläne aufstellen können. Banken und andere Institute werden demnach wohl bald dazu verpflichtet sein, Fahrpläne zum klimafreundlichen Wandel vorzulegen. Entsprechende Leitlinien dürften 2025 veröffentlicht werden.
Die sogenannte neue Videoidentverordnung hat es in sich: Nicht nur teilautomatisierte und automatisierte Verfahren sollen im Bankensektor erlaubt werden, sondern auch die Tür für ein elektronisches staatliches Identitätsverfahren weiter aufgestoßen werden.
Solarzellen, Windräder oder Wärmepumpen: Das EU-Parlament macht den Weg frei für eine stärkere Förderung klimaneutraler Technologien. Die sogenannte Netto-Null-Industrieverordnung (Net Zero Industry Act – NZIA) ist am Donnerstag in Straßburg beschlossen worden.
Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder spricht davon, dass ihr Nachhaltigkeit in die Wiege gelegt sei. Doch kommt immer wieder Kritik auf am Nachhaltigkeitsansatz von Deutschlands größter Einrichtung der betrieblichen Altersversorgung im öffentlichen Dienst. Wo also steht die Versorgungsanstalt?
Das Europäische Parlament hat in seiner gestrigen letzten Plenarsitzung vor den Europawahlen im Juni große Regulierungspakete verabschiedet. Damit will es den europäischen grünen Deal sowie indirekt auch ein nachhaltigeres Finanzwesen stärker voranzubringen.
Solvency-II-Reform, Ökodesign, Bankenregulierung: Mit einem mehrtägigen Abstimmungsmarathon haben die Europa-Abgeordneten in Straßburg viele Nachhaltigkeits- und Finanzmarktregulierungen auf ihrer letzten Sitzung in der Legislaturperiode auf den Weg gebracht, nicht nur die CSDDD. Ein Überblick.
Die Rolle des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee in der Nachhaltigkeitsberichterstattung ist bei zivilgesellschaftlichen Organisationen auf Kritik gestoßen. Ein Rechtsgutachten unterfüttert diese nun.
Die kapitalkräftige Großinvestoren-Klimainitiative Net-Zero Asset Owner Alliance (NZAOA) hat einen neuen Zielrahmen für den nachhaltigen Umbau der Anlageportfolios bis zum Jahr 2030 vorgelegt. Erstmals werden darin auch Staatsanleihen in den Fokus gerückt. Bei der Vorstellung des Konzepts wurde jedoch auch geklagt über fehlende Investmentangebote.
Bei der laufenden Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank sind Klimatransformation und Nachhaltigkeitsziele zentrale Themen. Doch während Weltbank-Chef Ajay Banga sein Haus umbaut, um schneller zu Ergebnissen zu kommen, herrscht beim IWF Business-as-usual: Klimarisiken spielen kaum eine Rolle.
Ab Donnerstag bietet die KfW für Hersteller strategischer Transformationstechnologien wie Solarpaneele bis hin zu CCUS-Ausrüstungen zinsvergünstigte Kredite an. Derweil hofft das Bundeswirtschaftsministerium weiter auf einen Resilienz-Bonus durch die Umsetzung der EU-Vorgaben.
Von einem „wichtigen Schritt, um die EU in jeder Hinsicht fit für die digitale Wirtschaft zu machen“, war die Rede, als die EU ihre Pilotregelung für Finanzmarktinfrastrukturen beschloss, die auf der Distributed-Ledger-Technologie basieren. Mehr als zwei Jahre später gibt es nicht einen entsprechenden Anbieter. Die Aufsichtsbehörde Esma erklärt die Gründe.
Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds kommen diese Woche zu ihrer großen Frühjahrstagung zusammen, parallel treffen sich die Finanzminister der G20. Sie wollen die Reform der globalen Finanzflüsse in Sinne des Klimaschutzes angehen. Versprechen dazu gibt es bereits viele, jetzt geht es an die Umsetzung, sagen Experten.
Kristina Jeromin und Michael Schmidt werden zum Ende des Monats das Green and Sustainable Finance Cluster verlassen. Dem vorausgegangen waren Diskussionen um eine strategische Neuausrichtung. Der Vorstand des Clusters muss nun schleunigst zwei neue Geschäftsführer finden – doch wird es auch im Vorstand selbst zu Veränderungen kommen.
EU-Offenlegungsverordnung, Taxonomie und deutsches Recht sind eher Verhinderer als Katalysatoren für Nachhaltigkeit am Kapitalmarkt und in Unternehmen, meint Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance bei der Fondsgesellschaft Deka Investment. Er forderte im Interview die deutschen Gesetzgeber auf, hiesiges Recht an EU-Zielen auszurichten.
Internationale Geldtransfers sind für die beteiligten Finanzinstitute bislang mit großem Aufwand und Risiken verbunden. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) will das ändern – mithilfe einer Blockchain-ähnlichen Technologie.