Während sich AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auf eine Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt vorbereitet, sehen Wirtschaft und Wissenschaft konkrete Gefahr für den Standort. Besonders deutlich wird Thyssenkrupp.
Nach dem vorläufigen Aus für Europas wichtigstes Lithiumprojekt in Serbien richtet sich der Blick nach Bolivien: Präsident Rodrigo Paz will sein Land für westliche Investoren öffnen und Chinas sowie Russlands umstrittene Verträge prüfen. Für Deutschland und die EU könnte sich damit eine neue Chance auf Lithium aus dem Salar de Uyuni ergeben.
Der Volkswagen-Aufsichtsrat stellt sich hinter Vorstandschef Oliver Blumes Renditeziel: Bis 2030 soll die Umsatzrendite auf neun Prozent steigen, weltweit sollen 50.000 Stellen wegfallen. Zugleich werden Investitionen gekürzt und alternative Nutzungen für die Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm geprüft.
Mit dem Ende der parlamentarischen Sommerpause beginnt die Beratung zahlreicher verkehrspolitischer Vorhaben. Es geht unter anderem um E-Mobilität, nachhaltige Flugkraftstoffe, die Deutsche Bahn, Luftsicherheit und Luftreinhaltung. Ein Überblick.
Baden-Württemberg erhöht vor dem Besuch von Präsident Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan den Druck auf die Bundesregierung: Das Bundesland drängt in einem Schreiben auf zusätzliche Verkehrsrechte für Direktflüge zwischen Stuttgart und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese machen Deutschland einen Kompromissvorschlag.
Milliarden für den Strukturwandel, doch auf der Schiene kommt der Ausbau nur langsam voran. Das Geld ist eingeplant, gebaut wird vielerorts noch lange nicht. Auf der Strecke Leipzig–Chemnitz ringt Sachsen um eine finanzierbare Lösung – und wartet auf Unterstützung vom Bund.
In einem Wirtschaftspapier fordert die SPD-Fraktion, marktmächtige Mineralölkonzerne notfalls zu entflechten und einen Spritpreisdeckel nach luxemburgischem Vorbild einzuführen. Die Union signalisiert Offenheit für strukturelle Eingriffe, lehnt Preisdeckel und Übergewinnsteuer jedoch ab.
DKV Mobility will sich vom klassischen Anbieter von Tankkarten und Mautservices zur digitalen Mobilitätsplattform für Flotten entwickeln. CEO Sebastian Klauke setzt dabei auf Künstliche Intelligenz, erneuerbare Energien, datenbasierte Services für Speditionen und Fuhrparkbetreiber – und neue Köpfe.
Bis zu 30 Prozent des innerstädtischen Verkehrs entfallen auf die Suche nach einem Stellplatz. Arrive-Deutschland-Chefin Heidi Wildemann erklärt, wie Eye-Tracking und automatisierte Kontrollen den Verkehr entlasten sollen – und warum Deutschland bei der Parkraumbewirtschaftung noch hinter Paris und Kopenhagen liegt.
Der Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle hat Schwachstellen in der Drohnenabwehr offenbart. Kritis-Betreiber und Verbände fordern deshalb, stärker einbezogen zu werden. Das Innenministerium prüft Möglichkeiten, bezeichnet den Sachverhalt allerdings als komplex.
Bei Volkswagen entscheidet der Aufsichtsrat am Freitag über die Konzernstrategie: Konfrontation oder Kompromiss. Rechtsvorstand Manfred Döss und die Familien Porsche und Piëch bestehen auf harter Sanierung – vier Werke und weitere 50.000 Jobs stehen auf dem Spiel.
Der Bundesverband Schienennahverkehr hat Klage gegen den Trassenpreisbescheid 2026 der Bundesnetzagentur eingereicht. Er sieht sich mit Nachzahlungen von 400 Millionen Euro konfrontiert. Durch einen Eilantrag möchte der Verband innerhalb von Wochen Rechtsklarheit erhalten. Er fordert aber auch grundsätzliche Änderungen am Finanzierungssystem.
Die Länder wollen Robotaxis zunächst in einem bundesweit einheitlichen Testbetrieb erproben und den Kommunen weitreichende Steuerungsmöglichkeiten geben. Ein Entwurf für die Verkehrsministerkonferenz sieht Begrenzungen für Genehmigungen und Fahrzeugzahlen vor – und soll den Konflikt zwischen Tech-Branche, Kommunen und Taxigewerbe entschärfen.
Mit einem Whitepaper, das heute vorgestellt wird, will die TU München Einfluss auf die CO2-Flottenregulierung der EU nehmen. Die „Bild“ und CSU-Chef Markus Söder greifen das Thema dankbar auf. Grüne und Umweltschützer halten das Papier für irreführend und veraltet.
Nicht nur in Dresden wird über Kürzungen des ÖPNV-Angebots diskutiert. Bisher ist in Deutschland zwar eine flächendeckende Kürzungswelle ausgeblieben. Doch steigende Kosten und angespannte kommunale Haushalte setzen Busse und Bahnen zunehmend unter Druck. Die Kommunen fordern mehr Geld vom Bund.
Die Elektrifizierung von Schienenstrecken senkt den Energieverbrauch, die Kosten für die Unternehmen und den CO2-Ausstoß. Doch in Deutschland kommt sie kaum voran, weil das Verkehrsministerium und die DB InfraGO keinen Plan haben. Zudem werden die geringen Haushaltsmittel zwischen Verkehrs- und Finanzministerium hin und her geschoben.
Knappe Kassen und steigende Kosten setzen den ÖPNV unter Druck – doch öffentlich-private Partnerschaften sind bislang die Ausnahme. Beispiele aus Bautzen und Heidenheim zeigen, was solche Modelle leisten können und wo ihre Grenzen liegen: Sie versprechen mehr Know-how und Effizienz, lösen aber nicht das Finanzierungsproblem.
Mit der Reform des ETS erweitert die EU-Kommission das System auf kleine Schiffe. Zudem werden Schlupflöcher durch den Stopp in EU-nahen Häfen geschlossen. Doch der ETS alleine wird den Umstieg auf erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs in der Schifffahrt nicht anreizen, meinen Experten.
Am 13. September finden Kommunalwahlen in Niedersachsen statt. Die Krise des VW-Konzerns dürfte besonders an Werksstandorten wie Hannover, Braunschweig, Emden, Wolfsburg oder Osnabrück nicht ohne Folgen bleiben.
Die neueste Umfrage ergibt keine Alleinregierung der AfD. Eine Minderheitsregierung von CDU, SPD und Grünen wäre auf Unterstützung der Linken angewiesen. In der Verkehrspolitik liegen diese Parteien weit auseinander: Die CDU setzt auf das Auto, die Grünen auf das Fahrrad, SPD und Linke wollen den ÖPNV für viele Menschen günstiger oder unentgeltlich machen.
Autos im Besitz der Städte sind besonders oft elektrisch unterwegs. Trotzdem unterscheiden sich die Antriebsarten der Flotten deutlich. Gleich mehreren Großstädten fehlt ein Überblick über den eigenen Fuhrpark und ein konkreter Zeitplan, bis wann die kommunalen Pkw alle klimaneutral fahren sollen.
Immer mehr Städte wollen für die smarte Stadtplanung wissen, auf welchen Straßen Radfahrer unterwegs sind. Bisher müssen sie dafür Daten der Deutschen Bahn einkaufen. Die Stadt Bamberg wagt sich an eine eigene Lösung. Kann das funktionieren?
In der Diskussion um die Verlagerung von Gütern vom Binnenschiff auf die Schiene heißt es oft, das Netz sei schon jetzt überlastet. Die privaten Güterbahnen widersprechen: Das Verkehrsaufkommen sei viel niedriger als vor wenigen Jahren. Außerdem lasse sich die Kapazität des Netzes besser nutzen.
Der Bund wertet die Regionalisierungsmittel der Länder für 2020 formal als zweckentsprechend eingesetzt. Ob die Länder damit aber tatsächlich mehr für den ÖPNV ausgeben oder lediglich eigene Mittel durch Bundesgeld ersetzen, bleibt offen. Auch die Kritik an den hohen Rücklagen und dem langsamen Mittelabfluss ist damit nicht ausgeräumt.
Bei Volkswagen eskaliert der Streit um den geplanten Abbau von 50.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen und die mögliche Schließung von deutschen Werken. Konzernchef Oliver Blume enttäuscht die Erwartungen der Beschäftigten bei einer außerordentlichen Betriebsversammlung im Stammwerk Wolfsburg.
Der Marktanteil steigt, das Wachstum scheint ungebremst: Chinesische Hersteller bringen immer mehr Plug-in-Hybride auf den europäischen Markt. Im EU-Parlament wird parteiübergreifend für höhere Ausgleichszölle plädiert. Doch bei der CO2-Regulierung von PHEVs geht der politische Streit weiter.
Der Fund einer Seedrohne vor der der rumänischen Gasplattform „Neptun Alpha“ wirft ein Schlaglicht auf die Verwundbarkeit auch deutscher LNG-Terminals. Die Drohnendebatte hat die gefährlichen Waffen bisher weitgehend ignoriert.
Durch den Markteintritt von Italo 2028 soll der Wettbewerb im Fernverkehr auf der Schiene in Deutschland lebhafter werden. Österreich ist da schon weiter, allerdings nur auf bestimmten Korridoren. Marco Ramsbacher, Co-Geschäftsführer des privaten Anbieters Westbahn, gibt im Gespräch mit Tagesspiegel Background Einblick in seine Ausbaupläne.
Schiffe, die ferngesteuert werden oder autonom fahren, könnten ein Problem der Binnenschifffahrt beseitigen: den Mangel an Fachkräfte-Nachwuchs. Doch die Tücken der Regulierung liegen im Detail. Der Gesetzgeber geht deshalb schrittweise vor.
Zu den Olympischen Spielen in Los Angeles 2028 sollen Zuschauer alle Wettkampfstätten mit Bahn, Bus, Rad oder zu Fuß erreichen. In der ganz auf das Auto ausgerichteten Metropole ist das ein ehrgeiziges Ziel. Vor Ort zeigt sich: LA bewegt sich, aber langsamer als versprochen.
Die AfD will Sachsen-Anhalt vor allem als Autofahrerland stärken. Viele Vorhaben lassen sich jedoch nur auf Bundes- oder EU-Ebene realisieren, andere würden enorme Kosten verursachen. Einige Wahlversprechen könnte die Partei womöglich mithilfe des BSW umsetzen.
Nusantara soll Jakarta als neue Hauptstadt Indonesiens ablösen – als nachhaltige Smart City mit emissionsfreier Mobilität. Wegen politischer Wechsel, Finanzierungsproblemen und fehlender Investoren kommt das Projekt jedoch kaum voran, während Jakarta weiter wächst und vor Überflutungen geschützt werden muss.
Volkswagen-Chef Oliver Blume besucht am kommenden Mittwoch das VW-Werk in Zwickau, um sich bei einer Betriebsversammlung den Fragen der Beschäftigten zu stellen. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter erwartet eine „rationale Entscheidung“. Die Arbeitsproduktivität des Werks sei viel höher als im slowakischen Bratislava, sagt er im Background-Interview.
Im Verkehr Richtung Mittel- und Osteuropa hat der Linienbus enorme Bedeutung. Die Verbindungen sind vielfältig und reichen bis Rumänien, Kaliningrad und Russland. Bei Fahrten in die Ukraine gibt es besondere Sicherheitsvorkehrungen.
Der Klimafonds speist sich derzeit aus Erlösen aus dem Handel mit nationalen und europäischen CO2-Zertifikaten sowie aus der Zuführung aus dem Sondervermögen. Künftig könnte ein weiteres Finanzstandbein hinzukommen: Mittel aus dem Klimasozialfonds. Doch ob das Geld in den KTF wandert, ist noch unklar. Viel wäre es ohnehin nicht.
In Brüssel werden sämtliche E-Scooter und Leihräder aus der Stadt verbannt – ein Gerichtsurteil zwingt die Anbieter zum Rückzug. Betreiber, Nutzer und eine Mobilitätsexpertin kritisieren die Hauruck-Aktion scharf: Ausgerechnet das regulierte, kontrollierbare Angebot verschwinde, während private Tretroller blieben.
Elektrobusse aus China fahren in Thessaloniki schon seit zwei Jahren. Zweifel an der Cybersicherheit der Yutong-Fahrzeuge halten die griechischen Verkehrsbetriebe nicht auf. Mitte Juli trafen weitere 50 Busse ein. Die Chinesen versichern: Die „Over the Air“-Technologie entspricht europäischen Gesetzen.
Die Kaufprämie für E-Autos sollte stärker deutschen Herstellern zugute kommen, sind sich Unions- und SPD-Politiker einig. Bei der Forderung nach einem Preisdeckel gehen die Meinungen in der Koalition auseinander. Die Autobauer werben für Wettbewerb und fürchten Nachteile für ihr Kerngeschäft.
Die DB InfraGO hat am Freitag im sogenannten Italo-Verfahren Klage gegen den Beschluss der Bundesnetzagentur vom 17. Juli 2026 eingereicht und will zusätzlich Eilrechtsschutz beantragen. Die Bahntochter möchte den Markteintritt des Konkurrenten nach eigenen Angaben nicht verhindern.
Zement- und Kalkwerke sowie Müllverbrennungsanlagen sollen künftig ihr CO2 abscheiden statt ausstoßen. Doch das Pipelinenetz kommt zu spät für viele Standorte. Eine neue Prognos-Studie zeigt: Ohne den Schienentransport droht der Hochlauf des Carbon Managements in Deutschland zu scheitern.
Nach Jahren des Booms sinken die Umsätze und Kundenzahlen der Dienstrad-Leasinganbieter. Die Nachfrageflaute in der Fahrradbranche sorgt zudem für einen Preisverfall. Marktführer Jobrad will mit einem neuen Chef kleinere Unternehmen ansprechen – und eine bislang vernachlässigte Zielgruppe.
Die Binnenschiffer warnen, dass der Rhein bald nicht mehr durchgängig befahrbar sein könnte. DB Cargo und die privaten Güterbahnen versprechen rasche Hilfe. Doch dazu müsste auch DB InfraGO besser arbeiten.
Der Sportwagenbauer verkauft mehr Verbrenner, das belastet die CO2-Bilanz des VW-Konzerns. Nun will Porsche seine Emissionen nicht mehr mit den anderen Konzernmarken verrechnen, sondern mit dem chinesischen E-Autobauer Xpeng. VW könnte so eine Milliardenstrafe vermeiden.
Nach Problemen bei der Modernisierung wichtiger Strecken hatte Bahnchefin Evelyn Palla versprochen, das Sanierungskonzept überarbeiten zu lassen. Jetzt hat der DB-Konzern einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt.
Der neue Verkehrsminister hat nicht nur das Ministerium, sondern auch seine erste Reise von seinem Vorgänger übernommen. Vor Ort zeigt er sich empathisch und gut gelaunt. Ins Detail geht er allerdings nur bei ausgewählten Themen wie Niedrigwasser oder der Kaufprämie für Elektrofahrzeuge.
Ein geplanter Gesetzentwurf soll dem Verfassungsschutz weitreichende Auskunftsrechte gegenüber Autoherstellern, Logistikern und Verkehrsunternehmen geben. Branchenverbände warnen vor unklaren Pflichten und fürchten hohe Strafen. Sie fordern Nachbesserungen.
Europas Batteriebranche hängt an einer von China dominierten Kobalt-Lieferkette, die in der Demokratischen Republik Kongo beginnt. Die Regierung in Kinshasa versucht, mehr Kontrolle und Wertschöpfung bei Kobalt und Kupfer zu gewinnen. Das hat Folgen für den Weltmarkt.
Wegen des extremen Niedrigwassers am Rhein wird über zusätzliche Transportkapazitäten auf der Straße diskutiert. Der Handelsverband HDE drängt darauf, Lang-Lkw dauerhaft in den Regelbetrieb zu übernehmen. Doch der Logistikbranche fehlen weiterhin mehr als 100.000 Fahrer.
Neuerdings bietet das tschechische Zugunternehmen Leo Express eine Verbindung von Frankfurt bis nach Przemyśl in Polen an. München–Prag soll im Dezember folgen. 2020 fuhr Leo Express schon einmal Züge für Flixtrain in Deutschland – und ging pleite.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul will die Polizei schlanker machen – doch einige seiner Vorschläge stoßen auf scharfe Kritik: Verkehrssicherheitsexperten warnen, dass der Verzicht auf mobile Geschwindigkeitskontrollen und die Reduzierung der Unfallaufnahme das Frühwarnsystem für Gefahrenstellen aushöhlt und Menschenleben gefährdet.
Das extreme Niedrigwasser setzt die Logistik unter Druck. Verkehrsminister Steffen Bilger will deshalb zusätzliche Kapazitäten auf der Schiene schaffen, eine Lockerung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots prüfen und die Korridorsanierungen der Bahn neu bewerten. Verbände fordern mehr Geld für niedrigwassertaugliche Schiffe.
Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen haben sich binnen eines Jahres fast verdoppelt – in Leipzig flog eine Drohne mit Sprengladung fast unbemerkt aufs Vorfeld. Sicherheitsexperten sagen, die Technik dafür gebe es längst, schon für wenige hundert Euro im Monat. Politiker streiten weiter, wer im Ernstfall zuständig ist.
Verkehrsminister Steffen Bilger hat Wirtschafts- und Verbändevertreter heute zu einem Krisentreffen geladen. Seine Länderkollegen fordern ein Förderprogramm für Niedrigwasser-Schiffe und eine beschleunigte Umsetzung der Rhein-Ausbaumaßnahmen. Und auf der Schiene gibt es offenbar noch ungenutzte Kapazitäten.
Vor dem heutigen Spitzentreffen per Videoschalte erhöhen die Minister aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern den Druck auf den Bund. Hamburg und Nordrhein-Westfalen drohen mit steigenden Ticketpreisen und einem reduzierten Angebot im Schienennahverkehr.
Das Bundesverkehrsministerium regelt per Gesetzentwurf die nationale Durchsetzung von ReFuelEU Aviation: Das Luftfahrt-Bundesamt soll künftig Bußgelder gegen Airlines und Flughäfen verhängen und Verstöße gegen die Betankungspflicht mit bis zu 1332 Euro pro Tonne sanktionieren. Der Branchenverband BDL mahnt Nachbesserungen an.
Europa hinkt beim Aufbau einer eigenen Batterieindustrie hinterher, fast alle großen Zellfabriken hierzulande gehören asiatischen Konzernen. Stefan Wolf, Geschäftsführer des Batterieverbundes Klib, erklärt im Background-Interview, warum Deutschland trotz Milliardenförderung den Anschluss verliert und was die USA und China besser machen.
Das seit 1. August geltende neue Recht auf Reparatur hat für die Kfz-Branche eine unangenehme Folge: Verbraucher können längere und weitreichende Gewährleistungsrechte geltend machen. Autohändler warnen vor unkalkulierbaren Risiken und Haftungsfallen. Die Bundesregierung postuliert das Ende der Wegwerfkultur.
Ab 2027 zahlen alle Autofahrer in Belgien für die Straße – auch Ausländer. So ist zumindest der Plan. Die Steuerkompensation für Inländer erinnert dabei an die gescheiterte deutsche Pkw-Maut. Das Bundesverkehrsministerium warnt vor Mehrbelastungen für deutsche Fahrer, Branchenverbände fordern eine Kilometermaut statt einer Pauschale.
Vertrieb und neutrale Reiseinformation in einer App – das war das uneingelöste Versprechen des DB Navigators. Jetzt kommt mit DB Info eine weitere Applikation. Was nach Flickwerk klingt, könnte funktionieren, Österreich macht es vor. Die Frage ist, ob die Deutsche Bahn die richtigen Schlüsse zieht.
In Mitteldeutschland entsteht als Kompensation für den Kohleausstieg ein Großforschungszentrum für die Chemieindustrie. Autobauer und Luftfahrtindustrie sind an nachhaltigen Kunststoffen interessiert.
Für die anstehende Preiserhöhung des Deutschlandtickets greift zum Jahreswechsel das erste Mal der neue Preisindex. Bei der Formel für die Berechnung hat sich die Branche gegenüber der Politik an den entscheidenden Stellen durchgesetzt. Viele der Faktoren stehen bereits jetzt fest und lassen eine erste Schätzung zu.
Das erste Halbjahr 2026 war für die deutschen Autobauer ein Tiefpunkt. Die Geschäftszahlen von BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen verdeutlichen, wie hart die Transformation die deutschen Hersteller trifft. Doch die Krisenprofile unterscheiden sich. Es geht um Jobs, Deutschland und den Elektro‑Kurs.
Die Chemie zwischen US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron ist zwar nicht die beste. Das hindert beide Länder jedoch nicht daran, ihre Kräfte zu bündeln, um in Südfrankreich einen Industriepark für Seltene Erden aufzubauen. Deutschland setzt dagegen vor allem auf Recycling.
Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach erwartet von der Sonder-Verkehrsministerkonferenz der Länder am Donnerstag ein klares Signal des Bundes zur Finanzierung des Schienennahverkehrs. Wegen der höheren Trassenpreise drohen den Ländern zusätzliche Kosten in Millionenhöhe. Parallel streiten DB InfraGO und Bundesnetzagentur über die Einnahmen für 2027.
Gleich am ersten Tag seiner Amtszeit fordert ein breites Bündnis vom Verkehrsminister eine klare Haltung zum Ticketing-Vorschlag der EU. Der Gesetzgebungsprozess steht dabei noch am Anfang, sowohl im EU-Parlament als auch im EU-Rat: Am Montag endet zunächst die Konsultation, bei der Verbände ihre Punkte zur Sprache bringen konnten.
Irland prüft ein Verbot, Griechenland verschärft die Regeln, Brüssel will den Verleih ab 2027 komplett untersagen: Die Sharing-Branche bekommt angesichts zahlreicher Unfälle mit E-Scootern immer mehr Gegenwind. Sie verweist auf die Vorteile geteilter Roller – und setzt zugleich verstärkt auf E-Bikes.